(3a c ob. Koch UI. und Goß) waren die zwei Kilometer wohl noch etwas lang. Sie belegten zwar als Mannschaft den zweiten Platz, in der Einzelwertung kam jedoch 3acob nur an die fünfte, Koch an die sechste und Goß an die achte Stelle.
Olympischer Spori-Llub Gießen.
Bei dem in Aßlar durchgeführten Frühjahrs- Waldlauf des Gaues Gießen-Wetzlar startete auch erstmalig der neugegründete Olympische Sportclub Gießen. Im Hauptlauf der Aktiven über 5 Kilometer siegte nach hartem Kampf Gerhard von 1900 Gießen über den OSCer Grölz. Grvlz, der % der Strecke führte, mußte Gerhard bei einem Schwäche- anfall eine Strecke davongehen lassen, die er trotz energischem langen Endspurt nicht mehr holen konnte. In den beiden Jugendklassen belegte Goldschmidt in der Klasse A den 5. und R i n n in der Klasse B den 4. Platz. Goldschmidt ist noch sehr jung, konnte den älteren Jugendlichen der anderen Vereine nicht standhalten. Rinn bestritt sein erstes Rennen.
BestandeneLebensreitungS-prüfungen
An den Prüfungen der Deutschen Lebens- rettungs-Gesellschaft haben sich Studentinnen des Tunrlohrerinnen-Seminars der Aliceschule Gießen beteiligt. Den Grundschein erhielten: Anni Eberth-Bad Soden, Martha Zipp aus Grünberg und Frl. Diehl. Den Prüfungsschein erhielten: Hildegard Holzhäuser- Wetzlar und Eleonore T r ö st e r - Marburg.
ZrühlingSfahri der Skisportler zum Hoherodskopf.
Der vergangene Weiter hat den Skiläufern leider nur wenig Schnee beschert. Durch die ungünstigen Schneeoerhältnisse wurden auch im Taunus, Westerwald und im Vogelsberg die angesetzten Skirennen abgeblasen. Inzwischen hat mancher Wintersportler den Skistock mit dem Paddel vertauscht, um im Sommer im schlanken Faltboot dem Kanusport zu huldigen. Am kommenden Samstag trifft nun die Skizunft Gießens und Schottens zum Winterabschiedsfest und zum gemütlichen Skihüttenabend auf dem Hoherodskopf, um in echter Skikameradschaft, die nicht nur auf die wenigen Schneesonntage beschränkt ist, einige Stunden bei Lied, Spiet und Tanz zu verbringen. Man beachte die heutige Anzeige.
Sportabieilung des Turnvereins Lollar
Am Sonntag herrschte auf dem Spielplatz des Turnvereins Lollar wieder lebhafter Betrieb. Am Vormittag trafen sich Lollars II. und Mainzlars I. Handballmannschaft zum Freuno- schaftsspiel, in dein der Neuling Mainzlar mit 7:2 Toren unterlag, nachdem die Platzbesitzer bereits zur Halbzeit mit 4 Toren führten. 3n einem weiteren Handballspiel standen sich Lollars 1. Elf und die I. Handballmannschaft des Gaumeisters Allendorf gegenüber. Die Mannschaften lieferten sich einen flotten Kampf. Mendorf kam zuerst zu zwei Treffern, die Gastgeber antworteten aber mit schnellen Angriffen und glichen bald aus. Dis zur Pause war Allendorf noch zweimal erfolgreich, Lollar vermochte aber doch wieder auf 4:3 zu verkürzen. Aach dem Wechsel stellten die Gäste das Ergebnis auf 6:3. Die Lollarer holten abermals ein Tor auf, konnten den 7. Erfolg der Gäste aber nicht verhindern. Erwähnenswert ist, daß sechs Tore für Allendorf aus Strafwürfen erzielt wurden. Lollars Torhüter war daran nicht unschuldig.
Die I. F u h b a l l Mannschaft des Turnvereins Lollar hatte am Nachmittag die I. von Großen- Duseck zu Gast. Bei Halbzeit stand das Spiel 3: 0 für die Plahbesiher. Die Gäste wehrten sich mit aller Kraft, konnten den 6:0-Sieg der Lol-- larer aber nicht verhindern, der in der zweiten Halbzeit endgültig sichergestellt wurde. 3n der zweiten Spielhälfte verloren die Gäste allerdings zwei Mann und waren dadurch stark benachteiligt. Die III. Fußballelf spielte gegen Ober-Walgern und mußte mit einem Anentschieden vorliebnehmen. Der Gegner der II. Mannschaft blieb aus.
Handball der Sp.-Vg. 1900.
1900 I — Tv. wieseck I 7:3 (4:1).
Ein Spiel, das unter starkem Wind litt und daher oft an Flüssigkeit einbühte. Die 1900er, die schon an Körpergröße ein Plus hatten, waren stets tonangebend, nutzten aber die Aeberlegenheit infolge zeitweiser Vernachlässigung des Kombinationsspieles nicht richtig aus, sonst hätte mindestens ein Dutzend Tore die Ausbeute sein müssen. 3m übrigen merkte man jedoch der Mannschaft an, daß sie wieder über stärkeren Rückhalt verfügt. Die Gäste waren sehr eifrig und hatten im Mittelstürmer einen gefährlichen Torschützen. Das Spiel wurde sehr fair ausgetragen.
Handball im Gau Hessen sO. T )
T. u. Spo. Buhbach II — Tv. Klein Linden I 1:5 (0:3).
Die Umstellung der Klein-Lindener Mannschaft hat sich gut bewährt. 3nfolge ihres eifrigen Spieles und der guten Leistung von Klein-Lindens Torwart war es möglich, Butzbach so hoch zu besiegen.
Klein-Linden II — Tv. Groß-Rechtenbach I 1:5 (0:2).
Der Tv. Groh-Rechtenbach I. weilte zum Freundschaftsspiel in Klein-Linden und konnte dank seiner technischen und körperlichen Aeber- lcgenheit einen 5:l°Sieg buchen. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf.
Lühellinden II — Großen-Linden II 6:1.
Beide Mannschaften tragen sich am Sonntag zu einem rückständigen Freundschaftsspiel. Es entwickelte sich ein flotter, fairer Kampf. Die Gastgeber traten mit zwei Mann aus der 1. Mannschaft perstärkt an und siegten mit hohem Ergebnis. Obwohl die Gastgeber stets eine leichte Aeberlegenheit zeigten, war die Niederlage der Gäste in dieser Höhe doch nicht verdient. 3m Anschluß daran spielte zum erstenmale die neu- gebildete 3. Mannschaft des Tv. Lühellinden gegen die 2. Mannschaft von Tv. Lang-Göns und verlor mit 1:4 Toren.
Wirtschaft.
' 3G. -Farbenindustrie AG., Frankfurt a. M. Kurz vor der auf den 16. April sestge.chtcn Bil n f hung der 3G.-Farvenmdustl.ie AG., Frankfurt a. M. will die „Kölnische Zeitung" erfahren haben, daß in einem „engeren Gremium" die Abschlußberatungen dahin geführt hätten, dem Gesamtaufsichtsrat 7 (12) Prozent Dividende vorzuschlagen. 3m Farbengeschäft und im pharmazeutischen Geschäft seien die Gewinne recht befriedigend, und auch für Chemikalien und photographische Artikel sei die Marktlage verhältnismäßig noch günstig gewesen, während die St.ckstoffe.zeugung bcträchtl.ch im Ergebnis hinter den früheren Jahren zurückgeblieben sein dürfte, teils durch ausländischen Wettbewerb, teils durch die Lage der Landwirtschaft. Für die Vilanz- sihung sei auch der Vorschlag einer Minderung des Aktienkapitals zu erwarten, wie ja schon im Vorjahre die Aufrechterhaltung der 12prozentigen Dividende nur durch Verminderung des dividendenberechtigten Kapitals ermöglicht worden sei.
* 3ulius Berger Tiefbau AG-, Berlin. Die weitere Verschärfung der Wirtschaftslage hat sich im 3ahre 1931 auf dem Arbeitsgebiet der 3ulius Berger Tiefbau AG., Berlin, besonders stark ausgewirkt. Der Gewinn aus Bauten. Gerätevermietung, Zinsen usw. betrug 2,28 (3,63) Millionen Mark. Anderseits konnten Ankosten auf 0,45 (0,53) Millionen Mark abgebaut werden, Steuern und Abgaben beanspruchten nur noch 0,56 (0,77) Millionen Mark. Nach Absetzung der von 0,38 Millionen Mark im Vorjahre auf 0,26 Millionen Mark ermäßigten Absch.eibungen verbleibt zuzüglich 77 708 (73 265) Mark Vorjahresvortrag ein Reingewinn von 1 084 448 (2 002 545) Mk., woraus 12 (20) Prozent Dividende verteilt und 81 438 Mk. vorgetragen werden sollen.
Frankfurt freundlich.
Frankfurt a. M.. 14. April. (WTB. Draht- nielbung.) Trotzdem aus Neuyork schwache Schluß- kurse gemeldet wurden und in der Kreuger-Angele- genbeit immer neue Ueberraschungen zutage treten, eröffnete auch die heutige Börse in überwiegend freundlicher Tendenz, lieber das Verbot der nationalsozialistischen SA. und. SS. ist man geteilter Meinung, obgleich die Auslandpresse diesen Schritt der Reichsregierung lebhaft begrüßt. Ren- nenswerte Anregungen lagen zwar nicht vor, doch dürften wieder kleine Kundenorders zur Ausführung gekommen fein. Das Geschäft hat noch feine befon- öere Belebung erfahren, zumal eine gewisse Z u - rückhaltung unverkennbar war. Die Kursgestaltung war gegenüber der Abendbörse nicht ganz einheitlich, jedoch überwiegend nach oben gerichtet. Am Chemiemarkt konnten sich IG. im Hinblick auf die bevorstehende Bilanzsitzung um 0,5 v. H. erhöhen, Deutsche Erdöl zogen 2 v. H. an, Elektroaktien tendierten uneinheitlich. Während Licht & Kraft 2,5 v. H. und Schuckert 1 o. H. nachließen, zogen Siemens 1,75 v. H. an. Am Montanmarkt lagen die Werte der Stahloereinsgruppe bis zu 1,25 v. H. höher mit Ausnahme von Phönix, die nur knapp gehalten waren. Die übrigen Werte dieses Marktes verzeichneten überwiegend Besserungen von 0,5 v. H. Lebhaftere Nachfrage zeigte sich für Schiffahrtsaktien, von denen Hapag 1,25 und Nordlloyd 1 v. H. anzogen. Reichsbahnoorzugsaktien gewannen 1,65 v. H. Reichsbank lagen mit 102 v. H. unverändert. Am Kunstseidemarkt eröffneten Aku 1,75 o. H. höher. Von Nebenwerten erhöhten sich Waldhof um 1 v.H., Daimler um 0,5 v. H., dagegen gingen Metallgesellschaft 0,5 v. H. zurück. Süddeutsche Zucker blieben behauptet. Nach den ersten Kursen zeigte sich bei der Spekulation Realisationsneigung, und die Kurse gingen durchschnittlich 1 v. H. zurück, jedoch trat später wieder eine leichte Erhöhung ein.
Am Anleihemarkt lagen Altbesitz weiter fest und 1,25 v. H. höher. Reichsschuldbuchforderungen plus 1 v. H., Auslandrenten lagen geschäftslos. Am Pfandbriefmarkt hielten sich Angebot und Nachfrage die Waage, und die Kurse lagen bei kleinem Geschäft zunächst unverändert. Von Jndu-
strieobligationen Mitteldeutsche Stahl mit 41 behauptet, Stahlverein-Bonds konnten sich trotz schwächerer Tendenz um 0,5 o. H. befestigen.
Freundliche Stimmung in Berlin.
Berlin, 14. April. (WTB. Funkspruch.) Zu Beginn des heutigen Effektenverkehrs war die Stimmung ziemlich freundlich. Die Spekulation zeigte wiederum etwas Deckungsneigung. Das Geschäft war im allgemeinen ziemlich ruhig, doch vermochten sich fast durchweg Besserungen durchzusehen, da nirgendswo Abgabeneigung festzustellen war. 3m allgemeinen übt das Publikum Zurückhaltung, einmal wohl, um die Auswirkungen des Verbotes der SA. und SS. abzuwarten, zum anderen wegen der Nichtbestätigung der Hoffnungen auf eine Herabsetzung des Reichsbankdiskonts. Auch die bevorstehenden Landtagswahlen und die Kreuger-Angelegenheit trugen dazu bei, die Anternehmungslust zu hemmen. Ferner verwies man auf die bevorstehende Regelung des Efsektenhandels mit dem Auslande. Der schwache Kurs Neuyorks, die Kreditausweitungspläne des General-Farmboard und die Verlautbarungen über das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung wurden lebhaft besprochen. Man verwies darauf, daß die Krise weder in Amerika, noch in Deutschland überwunden sei, daß aber überall kräftige Bestrebungen der Regierungen zu beobachten seien, der Not zu begegnen. Die Besserungen betrugen im allgemeinen 1 bis 2 Prozent, d. h. die Kurse lagen damit etwa auf dem Frankfurter Abendniveau. Durch besonders freundliche Haltung fielen Kunstseideaktien auf, die vom Auslande zu Tauschoperationen benötigt werden, ferner konnten Berger auf die 12prozen- kige Dividende und die flüssige Bilanz beinahe 4 Prozent anziehen. Schultheiß, Felten, Feldmühle, Aschersleben, Reichsbank und Bekula gewannen bis zu 3 Prozent. Deutsche Erdöl, die 3 Prozent gesteigert waren, erschienen als erstes variables Papier nach der Wiedereröffnung der Börse mit vlus-plus-Zeichen. Vereinzelt waren auch kleine'Rückgänge sestzustellen. So lagen Schubert & Salzer, Rütgerswerke und einige Elektronebenwerte bis zu I Prozent gedrückt.
Deutsche Anleihen freundlich, Altbesih sehr fest und erneut 1 Prozent höher. Ausländer ruhig und nicht ganz einheitlich, Reichsschuldbuchforderungen wieder fest und etwa 1 Prozent im Kurse anziehend. Die Tauschoperationen von Pfandbriefen in Reichsschuldbuchforderungen hielten an. Trotzdem waren auch festverzinsliche Papiere eher etwas freundlicher, da ein gewisses Anlagebedürfnis festzustellen ist. Reichsbahnvorzugsaktien waren im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Koupontermin gesucht und 1,50 Prozent fester.
Am Berliner G e l d m a r f t hält die Flüssigkeit weiter an. Tagesgeld stellte sich auf 5,25 Prozent und darüber, Monatsgeld auf 7 bis 8 Prozent zirka. Es werden weiter 6prozentige Reichsschatzwechsel per 15. August abgegeben.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M 14. April. Auftrieb: 83 Rinder, 1104 Kälber, 101 Schafe, 705 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 41 bis 45 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 36 bis 40, geringe Kälber 30 bis 35; Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 30 bis 32, mittlere Mastlämmer ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 23 vis 29; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 36 bis 39, von etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 39, von etwa 160 bis 200 Pfund 35 bis 38, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 32 bis 35 Mark. — Marktverkauf: Kälber mittelmäßig, Schafe rege, beide geräumt, Schweine ruhig, ausverkauft.
Schwcinemarkt in Gedern.
V Ged e.r n, 13. April. Zum gestrigen Schweinemarkt waren 579 Tiere aufgetrieben. Trotz der schlechten Witterung war eine
große Menge Kauflustiger erschienen, so daß sich recht lebhafter Handel entwickeln konnte. Für sechs Wochen alte Ferkel wurden 12 bis 14 Mk.. für sechs bis acht Wochen alte 15 bis 20 Mark, •für Läufer je nach Stärke 21 bis 28 Mark bezahlt. Es verblieb geringer lieberftanb.
Buntes Allerlei.
Spiel des Schicksals.
Ein merkwürdiges Familiendrama hat sich dieser Tage in Neuyork abgespielt: ein französischer Opernsänger Louis Rousseau verlieh den Dampfer, die Photographie eines hübschen jungen Mädchens in der Hand haltend, und am-, Hafenkai stand ein Mädchen, die Photographie eines Herrn in der Hand, ihres Vaters, den sie nie gesehen hatte. Rach einem prüfenden Blick erst in die Gesichter, dann auf die Bilder erkannten sie sich und stürzten sich in die Arme. Die Tochter war zu Dallas in Texas im 3ahre 1911 geboren worden, wenige Wochen, nachdem ihre Eltern sich geschieden hatten. Die Mutter war die Tochter eines Rechtsanwaltes, und ihre Familie bestimmte sie zur Trennung von ihrem Mann, als dieser seinen Posten an einer Neuyoiker Bank aufgab und erklärte, daß er Opernsänger werden wolle. Eines Tages kam Rousseau nach Hause und fand seine Frau nicht mehr, die zu den Ihren zurückgekehrt war. „Ich habe sie nicht wiedergesehen", erklärte er. „Aber nach einigen Wochen erhielt ich einen Dries mit der Mitteilung von der Geburt einer Tochter, die Louise genannt wurde." Das junge Mädchen hatte niemals etwas von seinem Vater erfahren, bis es eines Tages, als es bereits auf dem Massachusetts-Institut für Technologie studierte, in einem Adreßbuch feinen Namen entdeckte und nun erst feststellte, daß es tatsächlich ihr Vater war. Sie schrieb an ihn und erklärte, sie wolle keine Ansprüche an ihn stellen. Aber der Tenor erwiderte: „Was ich bin und habe, ist Dein. Daß Du Deinen Vater wieder haben willst, macht mich zum glücklichsten Menschen der Welt." Rousseau eilte nach Neuyork, aber noch manche Hindernisse stellten sich dem Wiedersehen entgegen. Die Tochter war unterdessen verzogen, und der Brief, in dem sie ihm ihre neue Adresse mit» teilte, hat ihn nicht erreicht. So verbrachte er mehrere Wochen mit der Suche nach ihr und kehrte dann verzweifelt nach Frankreich zurück. Erst später erfuhr er, daß er in Rufweite von seiner Tochter gewohnt hatte und daß sie jeden Morgen und Abend auf ihrem Gang zur Arbeit an seiner Haustür vorbeigekommen war.
Srieffaften öer Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schristleitung.)
R. Sch. 1. Nach § 1410 Bürger!. Gesetzbuchs können die Gläubiger des Mannes nicht Befriedigung aus dem eingebrachten Gute der Frau verlangen, wenn diese mit ihrem Ehemann im ordentlichen gesetzlichen Güterstande lebt. Nach Paragraph 43 der Konkursordnung richten sich die Ansprüche (der Ehefrau) auf Aussonderung eines dem Gemeinschuldner nichi gehörigen Gegenstandes aus der Konkursmasse aus Grund eines persönlichen oder dinglichen Rechts nach den außerhalb des Konkurses geltenden Gesetzen (z. B. Bürgers. Gesetzbuch). Hiernach braucht 3hre Mutter wegen ihres eingebrachten Gutes nicht in Sorge zu fein. Gegenstände, die die Ehefrau d?s Gemeinschuldners erst während der Ehe erworben hat, kann sie aber nur in Anspruch nehmen, wenn sie beweist, daß dieselben nicht mit Mitteln des Gemeinschuldners erworben worden sind. 2. Daß die Ehefrau stets die zu ihrem persönlichen Gebrauch bestimmten Betten, Kleidungsstücke, Hpus- und Küchengeräte erhalten soll, ordnet § 811 der Zivilprozeßordnung an, da diese Sachen in keinem Falle der Pfändung unterliegen.
W.AI. in h Die Rechtslage bei dem Bauvorhaben Ihres Nachbars im Hinblick auf Ihr Grund- stück ist sehr kompliziert. Es kommen hierbei Bestimmungen des Preußischen Landrechts und der Preußischen Baupolizeioerordnung in Betracht. Ohne genaue Kenntnis aller Einzelheiten in diesem Falle kann von hier aus Ihre Frage leider nicht beantwortet werden. Vor allem ist eine Ortsbesichtigung erforderlich, um ein klares Bild über die Sachlage Zu erhalten. Wir empfehlen Ihnen, sich an die zuständige Kreisbaubehörde beim Kreisbauamt in Wetzlar zu wenden, da von dort aus nach Prüfung der Sachlage der beste Bescheid gegeben werden kann.
Daten für Donnerstag 14. April.
Sonnenaufgang 5.33 Uhr, Sonnenuntergang 19.18 "hr. — Mondaufgang 10.37 Uhr, Monduntergang 3.01 Uhr.
1759: der Komponist Georg Friedrich Händel in London gestorben, — 1931: Spanien wird Republik: Abdankung des Königs Alfons VIII.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5,5 v.H., Lombardzinsfuß 6,5 v.H.
ifrrannun u. Dl.
. Bern.
Schluß- turS
1-Uhr- Kurs
Schluß- lure
Ansaag» Kurs
Datum
13.4.
14.4.
13.4.
14.4.
6% Deutsche Relchsanieihe v. 192;
49,5
—
49
—
7% Deutlche Relchsanlelhe v. 1929
—
55,25
—
5'/,% Doung-Anlelhe von 1930 .
51
_
_
Deutsche Anl.-Wlöl.-Schuld mit
Auslos.-Rechten.......
38,5
39,4
38,25
39
Desgl. ohne Auslos^Rechte . . .
2,65
2,6
8% Hell. BoNSstaat von 1929 lrückzahlb. 102%)......
_
Oberhellen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten......
-___
Deutlche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
35,5
_
35
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse
15 unkündbar bis 1935 ....
69,9
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1936 Serie 16 .
69,25
*¥i% Franks. Hyp^Bank Ligu.- Bsandbriese.........
73,75
V/i% Rhv'nilche Hyp^Bant-Liqu.
Goldpse...........
74,25
_
8% Pr. Landespsandbriefaustalt, Pfandbriefe R. 19......
70
70
7% Pr. Landespsandbriesanftalt, Pfandbriefe R. 10.....
70
-
-
*% Oesterreichische Goldrente . .
12
_
4,20% Oesterreichische Silberrentc
0,4
—
_
_
4% Ungarische Goldrente ....
5,5
—
_
_
4".. Ungarische StaatSrentev. 1910
_
—_
_
4>/2% desgl. von 1913
—
_
5,2
5% abgest. Goldmerikaner von 99
2,05
—
_
4% Türkische Zollanlethe von 1911
_
2,15
4% Türkische Bagdadbahn-Anleibe Serie l
2,13
9.4
4% desgl. Serie U
_
_
9 9
6% Rumän. verelnh. Rente 6.1903
3,75
_
_
4^%Rumän.vereinh.Renlcv.l913
_
8,5
8,75
4% Rumänische veretnh. Rente .
3,75
3,4
e%% l. anatolier......
13,5
—-
13,4
—
iVronlfun a. Dl.
Serin
Gchwß- hird 1
l-Uhr- «>rs
Schlup» 1 für» 1
Anfang- Kurs
Datum
13.3.
14.4.
13.4.
144.
Hamvurg-Amertta Pale, . .
Hamburg-Südam. Tampflchiss
. t
13
14,25
12,5
13,75
. 0
48,75
49
Hansa Dainpsschiss . .
. 0
—
—
Norddeutscher Lloyd ....
. 6
—
14,4
13
14,75
A.G. für Verkehrswesen Akt.
—
30
30
Berliner Handelsgesellschaft .
8
82
—
Commerz- und Prlval-Bank .
7
22
...
_
- -
Darmstädter und Nationalban
8
23,5
_
_
_
Deutsche Bank und
Disconlo-GeseUschast. .
6
43,75
_
_
_
Dresdner Bank......
6
_
_
_
Reichsbank .......
12
102
102I
101,5
103,25
A.E.G........
. 7
24,75
24,5
23,75
24,13
Bergmann........
. 9
■
Elektr. LieferungSgelellschast.
10
—
54
53,5
Licht und Kraft . .
10
60
57,5
58
57,25
Felten & (Guilleaume . .
6'/r
30
Gesellschaft für Elektrische
Ünternehmungen ....
9
—
51
50,65
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
—
—
64,5
Schuckert & (So. . .....
11
47
46
45,25
45,25
Siemens & Halske .....
14
97
98,75
97,5
98
LahmeyerLLo.......
12
Buderus.........
. 4
21
_
20,5
20,75
Deutsche Erdöl......
. 5
—
52
50
53
Gelsenkirchener......
. 8
32
32,5
31,65
32
Harpener.........
. 0
—
—
33
33,5
Hoesch Eisen........
. 6
—
—
23,13
Ilse Bergbau.......
10
—
—
—
Klöcknerwerke......
f.
—
21,25
21
21,25
Koln-Neuessen......
sy.
—
22,5
ManneSmann-Röhren . . ,
6
——
—
32,9
32,5
Mansfelder Bergbau ....
. 0
—
—
12
12
L berschtet. K okswerte . . .
. 8
—
—
29
30,5
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen. . .
4'/,
16
15,75
15,75
15,75
10
159
159
160
Rheinstahl........
. 6
34
35,26
33,26
35,26
Franlmn u. .Ul.
■Berlin
Schluß-j turs |
1-ilhr- Kurs
Gchluß» lurs
Anfang- Kurs
Datum
13.4.
14.4.
13.4.
14.4.
Rievcck Montan......7,2
—
——
—
—
Bereinigte Stahlwerke .... 4
Olavi Minen......16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaltwerke Salzdetfurth ... 15
15
80
90
16,25
I I 1
15
10,75
82
91
3. G. Farben-Indultrte... 12
Verein, chem. Industrie Frankfurt a. M...........
Scheideanstalt.......10
Goldschmidt. . . ......O
Rütgerswerke........6
Metallgesellschast......b
88,9
126
17,25
27,5
29
89,4
126,25
28,5
87,75
28
28,5
2 1I1^2
Philipp Holz mann.....e
Zementwerk Heidelberg.... 7
Tementwerk Karlstadt.....7
Wavb & Freytag ..... 0
26,25
41
—
Kl 1 1
27
Schultheis Patzenhoser ... 15
Aku (Allgemeine Kunstseide) 0
Bemberg. . ... O
Zellstoff Waldbof.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 6
Dessauer Gas 9
Daimler Motoren .....O
Deutsche Linoleum .....5
Örenstein & Koppel.....O
Leonhard Tietz.......8
Svenska - 15
Ehade ......
33
25
23,5
190
34,75
29,25
8
190,5
43,25
32,75
25
28 Ji
74,25
7,9
18
54,5
8,75
189,13
46
34,5
26,5
28,5
75
7,9
18,75
9
191
Frankfurter Maschinen . . 0
Grihner.........0
Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 6
Süddeutscher Zucker . . . . 10
Illi
60,25
1 I 11
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
Banknoten.
13. April
14.April
Amiliche Notierung
Amiliche Notleruna
Geld
1 Briei
Geld
Briet
&"“•:
7,343
48,95
7,357
50,05
7.343
49.95
7,357
50,05
Prag . . .
Budapest . .
12,465
12,485
12,465
12.485
56,94
57,06
57,94
58,06
Sofia . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . .
170,68
171,02
170,68
81,52
171,02
Oslo . . .
82,32
87,16
82,48
81,68
Kopenhagen.
87,34
86.91
87,09
Stockholm .
81,77
81,93
80,02
80,18
London.
15,94
15,98
15,92
15,96
Buenos Aires
1,053
1,057
1,048
1,052
Neuyork
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel
58,99
59.11
58,99
59,11
Italien
21,63
21,67
21,63
21,67
Paris
16,61
16,65
16,61
16.65
Schweiz
81,95
82,11
81,92
82,08
Spanien
32,17
32,23
32,27
32,33
Danzig
82,57
82.73
82,62
82,78
Japan
1,389
1,391
1,389
1,391
Rio de Ian..
0,259
0,261
0,264
0,266
Jugoslawien.
7,423
14,54
7,437
7,423
7,437
Lissabon . .
14,56
14,54
14,56
Berlin, 13.April
Geld
SFkl
Amerikanische Noten ...
4,20
4,22
Belgische Noten ......
58,83
59.07
Dänische Noten ...
86,98
87,32
Englische Noten
15,90
15,96
Französische Noten
16,57
16,63
Holländische Noten
170,31
170,99
Italienische Noten
21,96
22,04
Norwegische Noten
82,14
82,46
Deutsch-Oesterreich, t 100 SchMtno
Rumänische Noten
2,49
2,51
Schwedische Noien......
81,59
81
Schweizer Noten........
81,77
82,0$
Spanische Noten. .......
Ungarische Noten ........
32^24
32.38


