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Fieitak-Monn.

Gewöhnliche Preise Zum lebten Mal! . . . Vater Mein dagegen Mehr!

Komödie in 3 Akten vonEdwardsChildS Carventer.

Donnerstag. U. Apri! 1952

gjL-SpoTt

fchoft und den Gewerkschaften gesunden, sondern deren Beistand auch dann, als sie die Arbeiter- löhne auf das Existenzminimum senkte. Denn jeder war sich dessen bewußt, daß eine Lösung gesunden werden muhte, wollte man nicht den Bolsche­wismus im Hause haben. So wurden Strahen und Kanäle gebaut, bei denen der Arbeiter zwei und drei Pesos den Tag erhielt, in deutscher Wah­rung eine bis anderthalb Mark, also weniger als die Arbeitslosenunterstützung in Deutschland. Gewiß ist die Kaufkraft höher als der Münzwert, aber es war dennoch recht wenig und langte knapp zum nackten Leben. Aber diese niedrigen Löhne, die dann viel­fach auch in der Landwirtschaft gezahlt wurden, regten wiederum die Inangriffnahme von Arbeiten durch private Unternehmer an, bei denen die Ar­beitslöhne den Ausschlag geben.

Sodann versuchte die Regierung, die Arbeits­losen über die ganze Republik zu verteilen, damit sie in der Erntezeit von der Landwirtschaft ausgenommen würden. Chile Hot ja immer noch genügend Land zur Bersügung, um wirklich arbeitsamen Landleuten ein Auskommen zu sichern, wenn dieses auch nicht gerade glanzend, in der jetzigen Notzeit sogar recht kümmerlich ist. So konnte die Regierung den aus dem südlichen Argentinien zurückkehrenden Chilenen Land in den Kolonien im auhersten Süden in Puerto Aysen und Magellanes

Der folgende Bericht aus Santiago d e Chile wird gerade jetzt, wo dos von Vul­kanausbrüchen und Aschenregen heimgesuchte Südamerika in aller Munde ist, auf beson­deres Interesse stoßen

Die ungeheure Arbeitslosigkeit in den -rohen Industrieländern, ganz besonders in Deutsch­land läßt immer wieder Plane m die Oessentlichkeit bringen in den weiten, noch unerschlosjenen Ge­bieten Südamerikas einen Ausweg für die Nenfchenmasfen zu finden, die nicht mehr innerhalb der industriellen Produktion beschäftigt Derben können, und für die in Deutschland kein tzrund und Boden für landwirtschaftliche Betätigung lorhanden ist. Unter diesen Umstanden müssen die Zustände unter den südamerikanischen Arbeitslosen (in warnendes Beispiel dosür sein, wie liefe Gedanken sich in der rauhen Wirklichkeit aus-

Heranwachsen, die Schule und die Ausbildung ge- irogcn Halle. Ein großer Teil des großen Jui schwungs Argentiniens in den letzten 3<> Ianren erklärt sich daraus. Und jetzt soll alles dies nicht mehr wahr sein? Die argentinische Verfassung be­stimmt ausdrücklich, dah der Einwanderung keine Schranken gesetzt werden dürfen. Aber ausadministrativem" Wege umgeht man auch diese Bestimmung. Und in den anderen Lan­dern ist es auch nicht viel anders. Warum dieser Rückschritt? ..

Es erhebt sich die bange txrage, kann es belfer werden ohne daß die Produktion ganz ungeheuer­lich eingeschränkt wird? Galt es früher m schweren Krisen und in Hungersnöten, daß nun doppelt gearbeitet werden müsse, um wieder in die Hähe zu kommen, so erscheint heute der Weisheit lentcr Schluß umgekehrt zu liegen: Weniger a r , beiten! Weniger erzeugen! Weniger verkaufen! Was sollen da noch die jungen kräftigen 'Zlrbeitir, die dos müde Europa schicken will, damit sie mit schassen an der Bildung eines neuen Erdteils? Süd­amerika hat selbst schon zu viel sleißige Arme die feiern müssen. Denn Weizen zu erzeugen, damit er spater verbrannt wird, Kaffee, damit er ,n tun> Jahren, wenn er glücklich verdorben ist, ins Meer geschüttet werden muß, dos reizt auch den ,xle,ßtg- ftcn nicht. Und es ist auch nicht die Frage der Preise, die heute entscheidend ist.___

Südamerika im Sturm der Mrtschafislrisis

Bettler vor Santiago. Die Not des lleberfluffes. Verschlossene Türen.

Von unserem Dr. E. ^.-Berichterstatter.

wenn «s noch mehr werden sollten. Er telepho­nierte seinem Freund, Dein . Sicgletbrau, nad) Dachau, und erzählte ihm fein Mißgeschick. Der half ihm bereitwillig mit einer größeren Summe aus.

Aun ging es den ganzen Rachmittag so werter. Ein Bauer gab dem anderen die Türklinke in die Hand: jeder hatte seine vergiftete Sau mit- gebracht: jeder bekam sein Geld und eme Maß Bier Als es Abend wurde, hatte Thoma schon zweiundzwanzig Schweine bezahlt hatte noch zweimal zum Zieglerbräu um Geld schicken musftrn, und wieder war es aufgebraucht. Er war fuchs­teufelswild. .

Das' tean ma letzt, Forster?

Der kniff ein Auge zu und sagte.Laß dei Sau da Dauer. Dei Göid kriagst scho!

Die Sau wurde abgeladen und der Bauer ging heim.

Und nun kam keiner mehr .

-Aach drei Wochen war Zrcibjagb in Welkerts- foofen. Der Zieglerbräu war auch da. Er, hatte das geliehene Geld am nächsten Tag von München aus wieder bekommen.

Das war halt a teure Sau! begrüßte er den Doktor Thoma.Oane? Tu dir fei nix. das waren

zur Verfügung stellen.

Aber füröieSalpeterarbeiter war diese Aussicht nicht gerade verlockend, schon weil ihnen jede Vorbildung in der Landwirtschaft fehlte. Rur mühsam gelang es, sie aus ihren Asylen herauszu­holen und zur allerdings recht schlecht bezahlten Arbeit zu bringen. Aber sie verschwanden wenig­stens aus der Hauptstadt und bildeten nicht mehr den Keimboden für kommunistische und anarchistische Experimente. Man weiß indessen noch nicht, wie das im kommenden Winter werden soll, wenn Anfang Mai im Süden das Regenwetter emsetzt und die landwirtschaftlichen Arbeiten stillegt. In diesen Tagen erst veröffentlichten die Zeitungen große Nachrichten von einem Anmarfch der hungernden und zerlumpten Arbeitslosen aus dem Süden nach Santiago, und sofort tauchte die Vision mittelalter­licher Bettleiprozessionen vor den geistigen Augen der erschreckten Santiaguiner auf. Wahrscheinlich dürften alle diese übertriebenen Nachrichten sich nicht bewahrheiten, aber sie geben doch ein Bild davon, was Arbeitslosigkeit in Südamerika bedeutet

In den übrigen s ü d a m e r i k a n , s ch e n Staaten liegen die Dinge ähnlich. Ueberall hat man strenge Devisenbestimmungen, mit denen aber nicht nur die Einfuhr, sondern auch der Geldverkehr lahmaelegt wird. Ganz abgesehen davon, daß viele Staaten ihre eigenen Schulden und deren Zinsen schon lange nicht mehr zahlen, legen sie darüber hin­aus durch verschärfte Einwanderungs- b e ft i m in u n q e n den Zuzug von neuen Menschen still Besonders die spanischen Auswanderer klagen mir ihre Not, daß Argentini e n sie nicht mehr hereinließe, wenn sie das letzte Mal in Buenos Aires es versäumt hätten, sich ein vom argentini­schen Konsul beglaubigtes Leumundszeugnis aus° fteUen zu lassen. Bisher war es der bolz Argen­tiniens, daß jo viele junge, kräftige Menschen in I stine weiten Gebiete strömten, nachdem sie ihrem

Runde der Meister: Dorrunde. Schatte 04 _ Hüsten 09 in Bochum: Zwischenrunde Sulz 07 Borussia Fulda in Kassel.

Runde der Pokalsieger^ Zwischen' runde: VfL. Benrath Arminia Bielefeld in Düsseldorf: Rheydter Spielveretn Hornberger LV. in M.-Gladbach.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Die I. Jugend des Sportvereins Darbenteich weilte am Sonntag zum Dorspiel der 8-Meister- schäft der Gruppe Gießen Grunberg tn EttingS Hausen. Die Gastgeber stellten clcl[DrP£5I,*J.c2r widerstandsfähige Jugend ms Feld. Die GasU. legten mächtig los. Das technische Plus de' Mannschaft von Garbenteich glichen die Gastgeber aber durch den Einsatz ihrer Körperkraft aus ^i Halbzeit stand das Spiel 0:0. Aach der Pause waren die ©arbentcidicr Jugendlichen offenbar und übernahmen die Führung Kurz vor öd)1 konnten die Gäste trotz energischer Gegenwehr der Platzmannschaft noch ein zweites Tor erringen und so den Sieg sicherstellen.

Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900.

-Die in den Dorjahren, so war auch bei den diesjährigen G a u -W a l d l aus nie tftc r schäften die Spielvereinigung 1900 erfolgreich ft er Verein. Die Deranstaltung selbst war von dem DsD. Aßlar mit viel Sorgfalt vorbereitet worden. In der Klasse der Aktiven 15 Kilometer, stellt die Placierung nicht das richtige Starke- Verhältnis dar. da die 1900er in letzter Stunde auf so bewährte Kräfte wie Schaaf, der den Zug versäumte, sowie Deitz und Wörenkämper ver­zichten mußten. Gerhardt gewann dann Laus und Meisterschaft mit über 200 Meter Dorsprung vor Grölz (OSC. Gießen), dem Darwinkel <VfL. Wetz- lar) folgte. Recht gut hielt sich der <sts Vierter einkommende Gust. Koch (1900), wahrend Peters unter einer Verletzung litt und noch feinem Elub- fameraDeu Schneider den Vortritt lassen mußte. Den Mannschaftslaus gewannen die 1900er (Gerhardt Peters, L'nsemann) ebenfalls, ihr? zweite Mannfchast (Koch L, Schneider. Glagowj war nur 2 Punkte schlechter und belegte den brü­ten Platz. In dem 26 Mann starken Iugendseld Izirka 3 Kilometer) liefen die 1900er D a um - st i e g e r , D e r g h ö s e r und M o o tz ihren Geg- I nern auf und davon und sicherten ihrem Verein | auch den Mannschaftssieg. Den Schulern 1900s

Kom verändert sein Gesicht.

scho dreiazwanzge.

Aaa oane war's. mei Liaber. An oanzige Sau wär varreckt. un die Ham fi alle Bauern vom Dors ausg'liech'n." __

Seitdem wurde Doktor Thoma nervös^ wenn er weidende Schweine sah. Er gab die

hofener Jagd auf und pirschte nur noch im Ge birg auf Gemsen und Auerhähne...

Die Handelspolitik ist in Fluß geraten! Der Kampf um die heute fast überall in her einen oder anderen Form bestehenden Einsuhrkontingente nr aus der wirtschaftlichen in die politische -Sphäre ge- raten. Da steht aber Südamerika noch em furcyi- barer Schlag bevor: Der Verlust des eng­lischen Marktes. Nicht die Pfundentwertung, nicht die Zollfatze sind das gefährliche, fonbern Der unvermeidliche Abschluß des englischen Welt- reiches nach außen. England wird m absehbarer 9cit leinen Weizen aus Kanada, sein Fleisch aus Südafrika und Urne Wolle aus Australien beziehen, während es bisher einen sehr großen Teil seiner Bedürfnisse in Argentinien gedeckt hat. Aber da» Hemd sitzt näher als der Rock! Nicht, daß die Do­minions billiger oder besser liefern, sie stellen an das Mutterland in dieser schwersten aller Krisen die Frage, ob es Helsen aber sie ihrem Schicksal über­lassen will. Da muß England, nachdem d.e Labour- Partei lange gezaudert hat, Farbe bekennen. Was aber wird aus Südamerika? 1930 verlor."durch den Hochichuizzoll den großen nordamer'kan,scheu Markt Was bleibt ihm noch ' Es Haufen sich weiter die Vorräte an (Betreibe, Kaffee, ixuttermittcln, Kupfer und Erzen in Südamerika, und die Halden an Rhein und Ruhr wachsen weiter, und das graue Heer der Arbeitslosen schwillt weiter an mit all der Verzweiflung, die damit verbunden ist. Aber wer könnte helfen? ________

Sochsckulnackrichten.

Dem a. o. Professor Dr. Edgar W öhlisch von der Universität Heidelberg ist der durch den Tob von Geheimrat Professor Dr. med. et phil. Mar von Frey freigeworbene Lehrstuhl für Phys" logie an der Universität Würzburg angeboten worden.

to c n t a l. und fein Werk ist ein Trt^gefaß aus Bergkristall. der sog.D i o n y f o s - K r t ft a l l . Über dessen Entstehung Robert Schmidt im , Kunstwanderer" berichtet. Der Pokal wurde mit seinen beiden Henkeln in einem Stuck aus dem Kristallblock herausgeschnitten und damit em technisches Problem gelöst, das seit mehr als einem halben Jahrtausend von den Stein­schneidern gemieden worden ist. Ein Kunstfreund, der sich hier ein Familienkleinod schaffen wollte, ermöglichte die dreijährige Arbeit. Run steht dieses einzigartige Gesäß vollendet da. am Fuß und Lippenrand in Gold gefaßt, an den Henkeln mit Masken aus getriebenem Gold geschmückt und rings um den Körper des Gefäßes zieht sich ein geschnittener Fries von großen Figuren, den Zug des Dionysos und eine Weinlese-Szene darstellend. Welche unendlichen Muhen und Ge­fahren zu überwinden waren, bis aus dem un­gefügen Bergkristallblock die edle Form ge­schaffen war. davon berichtet der Meister fetb.t. Er mußte zur Bearbeitung des so überaus schwer zu behandelnden Materials eine süddeutsche Stein- schleiferei zu Hilfe nehmen, die durch eme kompli­zierte Aöhren-Bohrtechnik zunächst einmal die große Form und die einzelnen Henkel heraus­schnitt. Dann mußte das dünnwandige Gefäß poliert werden, und nun erst begann die eigent­liche Arbeit des Künstlers, der nut höchster Vor­sicht zu schneiden hatte.Ist doch m ferner Kunstübung die Technik so kompliziert und eme so geradezu nachtwandlerische Sicherheit er­forderlich wie in der Glyptit". schreibt er.Es genügt ja nicht, nur Zeichner und Bildhauer zu sein: nein, man muß überdies Metallarbeiter und Präzisionsmechaniker fein, weil es unmöglich ist sich die ganz individuell gestalteten Werkzeuge von fremder Hand anfertigen zu lassen. Bei jeder anderen Kunst sieht der Weister, was er macht: der Glyptiker kann im Moment des Schnit­tes nur fühlen, was er macht, nicht sehen, denn die Stelle, die er gerade bearbeitet, ist sofort mit einer Art Schlamm bedeckt, der sich aus dem verwendeten Del und dem entstandenen Ochleif-- ftaub zusammensetzt. Dazu kommt als Schlimmstes, daß kein Fehler wieder gutzumachen ist/ Auch die Goldfassung bot ganz neue Probleme. Run aber ist nach unsäglichen Aufregungen und An­strengungen das Werk vollendet, und Loewental arbeitet bereits an einem zweiten Stuck, einem . doppelhenkeligen Pokal aus Karneol, wahrend . Cin mächtiger Block orientalischen Bergkristalls - für ein drittes Gefäß bereitsteht.

Die Spitzhacke über Rom! Beeile sich, wer noch auf den Spuren Goethes wandeln will Schutt- staubwolken wälzen sich über die wieder einmal sich selber zeugende und tötende, unsterbliche Stadt. Dec Pickel rast, die Schaufel wütet, es 'N eme Lust zu leben. Es tut weh, so unterzugehen, wer- den vielleicht die letzten Romantiker seufzen die Maler von gestern schütteln nur fassungslos die ^Dne^schindelgedeckten Häuser. Baracken eher, die schwammartig den tarpejischen Fels überwucherten und überschleimten, daß kein Fremi^r mehr ver- stand, wieso man dort hinuntergesturzt werden konnte wenn man den Weg zum Kapitol glücklich zurückgelegt hatte, die trostlosen Mörtelnester, die sich in altehrwürdige Tempel emgeniftet hatten, das düstere Gewinkel der Altstadt mit dem per­manenten Wäschefest, vieler Fahne des Südens, mit den wie Schwalbennestern angeklebten still- berühmten Klaufen, die furchtbaren §oblen m denen man tagsüber Grünzeug fcilbot und Huh- ner rupfte, nachts öreifamilientoeife schlief, all der Moder und Muss weg damit!

Der ganze malerische Schmutz wird hiermit Der Majestät der Spitzhaue untertoorfen!1 also sprach Mussolini vor dem römischen Senat . Be­stimmt ist ihm. zu stürzen, zu stürzen im Rainen der Sauberkeit, der Gesundheit unD^ wenn ihr wollt, auch im Ramen der Schönheit!"

Gesagt ist besohlen, befohlen ist getan. So fahre dahin das alte, überlebte, verbrauchte, sinnlos gewordene Cs stehe auf das Rom des Augustus und Darüber das neue des zwanzigsten Jahrhun- derts Die Angst des Mittelalters vor Licht und Sonne, sie weicht unserem Schrei nach Klarheit, untere Lungen wollen Luft. Lust, unsere Arme D-ewegungssreiheit. Herrlich wütend und ver- wüstend, sieghaft in ihrer zweckvollen Zerstörung schreitet untere Zeit durch Rom und wenn man ihr ins Gesicht blickt bei allen Göttern, es ist Pallas Athene, es ist Roma triumphans

Ein modernes Meisterwerk der Steinschneidekunst.

Die schönsten Werke der Steinschneidekunst waren bisher nur im Altertum und Mittelalter geschaffen worden. Diese Arbeit m

Stoff Der Edelsteine unD Halbedelsteine bietet fo unerhörte Schwierigkeiten, daß kern moderne Künstler sich unterfing, eme derartige Arl>e t . Angriff zu nehmen. Run ist es der Aus 6 X U eitoidli-Wt -i"" acitgeno fen

Meister Der Steinschneidekunst 'N Artur

Aus dem Turngau Hessen DT.

Die Veranstaltungen in 1932.

, Die Termine für die turnerischen Veranstal­tungen des Gaues Hessen liegen nun fest. 12. Juni: Volkstümliches Bezirksturnen m Den sechs Bezirken Des Gaues: 26. Juni: Kinder- und Jugendtreffen in M ar bürg. 3. Juli. Gauturnen in Gießen. 17. Juli: Gauschwimmen in Laubach: 21. August: Gauvolksturnen m Gießen: 28 August: Gau-Frauenturnen m ^Der^Gau^w'rd sich auch am 35. Mittelrheini- schen Kreisturnfest beteiligen, das als vaterländische Kundgebung in der Westmark des Reiches zu Trier vom 6.-8. August statt- findet. Die Vorbereitungen dazu sind m vollem Gange. Eine ganze Reihe von Gauvereinen hat bereits vorläufige Meldungen zum Kreisturn- feft abgegeben. .

Der Gauturnausfchuß des Gaues Hessen hat einen seiner tüchtigsten Mitarbeiter verloren, und zwar den Bezirksoberturnwart des 1 Bezirks. Heber lein-Marburg, der nach Helgoland ver­zogen ist. Ein Erfaß für ihn ist noch nicht be­stimmt. Für die ebenfalls im 1. Bezirk aus- geschiedene Bezirksfrauenturnwartrn L. V j a a a wurde Lehrer Rumpf- Weisenbach gewählt.

Westdeutsche Fußball-Meisterschaft.

Die Endspiele am 17. April

Die ersten Endspiele um die Westdeutsche Fuß­ball-Meisterschaft und um die Teilnahme an den DFB.-Schlußspielen haben den beteiligten Ver­einen und Dem Verband eine große Enttäuschung gebracht: der Publikumszuspruch ließ m allen Fällen sehr zu wünschen übrig. Ein größeres Interesse verspricht man sich nun für die wachsten Kämpfe, bei denen erstmalig auch der neue Auyr- bezirksmeister Schalke 04 eingrei t. Schalke hat am Sonntag das entscheidende Spiel um die VeZ'.rks- Meisterschaft gegen Schwarz-Weiß Essen erst nach hartem Kam^s bei de.n d.e Essener eme ganz vorzügliche Leistung boten, gewonnen Am 17 April werden in DerRunde Der Pokalsieger Die beiDen ZwischenrunDenspiele ausgetragen, während in derRunde der Meister em Vor- und ein Zwischenrundenspiel steigt. Der genaue Spielplan hat folgendes Aussehen: __

und leeren Wiesen. ,«.< crnnfp

Ra, wie stehts mit die ^aben Forster

Thoma das nächstemal: Jan scho viel oerrear

VflÄ kratzte M am Kops: Olaa, Rab'n grad net ober

Was aber? fuhr *>ma $

ESSF&S&ff* -mit bcm

muh i's halt zahlen. WirtsLaft

Qlfß I . faF)An jii fkboir 'ein Bauer daher.

Zur Post' laßen, kam scho ba h^b n

-Grüaß Jahna . He f^önftc Sau is

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6r"3Bmag!?g®nctU^n?nit für ungut 3w°°tz. daß is f' ließ dem Dauern eine

»ieWt ob. Thoma

war beruhigt , , Bald meldete sich

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TW®A 6ticc SI6toSC=b fcinÄb Sn würbe.

Ludwig Thoma hat einen kleinen Zagdunfatl.

Son Th. Th. Heine.

Der verstorbene bayerische Dichter ^"^wig Lhoma war ein leidenschaftlicher 2vge ®rAau eine schöne Jagd in Weikertshofen bei Dachau, die ein alter Jagdaufseher verwaltete.

Herr Doktor", sagte der erne^*

Hasen wem immer weniger 2 mo - '

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leicht könnte man Gift legen. I S

unb bat «ft wtbe Äft kil8 appetitlich mit Ääfc »««ngt Fleilchbrocken gestrichen, auf abgeernteten Felbern

Aber es stellte sich bald heraus, daß diese zu großen politischen Gefahrzentren wurden, zu L r u t- hätten 1 o rn in u n i st > l ch c r Propaganda, die auch die übrige Arbeiterschaft zu erfassen drohte. Denn gleichzeitig und infolge Des Zufarnrnenbruchs der Salpetererzeugung flockte die Industrie in der ganzen Republik. Nur Arbeit konnte da helfen. In diesem Sinne hat die Regierung den Ausweg in erster Linie in Notstandsarbeiten gesucht. Sie hat dabei keinen Widerstand bei der Arbeiter-

Birten würden.

3n Chile hat es vor dieser Weltkrise niemals linc wirkliche Arbeitslosigkeit gegeben. Wenn ein­mal die Salpeterinbuftrie im Norden sich tinschränken mußte, war es immer nur ein Teil der Arbeiterschaft, Der betroffen wurde, nicht die über­wiegende Mehrheit, wie zur Zeit, und dann konnte die Landwirtschaft stets die freiwerdende Ar­beitskraft beschäftigen. Diesmal find die verschieden- len Gründe zusam menge kommen, um die Erwerbslosigkeit in Chile ungeheure Ausmaße an- nehmen zu lassen. Dabei ist deren zahlenmäßiger Umfang verglichen mit den deutschen Verhältnissen, nicht einmal so groß, es durften heute etwa 60 000 Arbeiter auf der Straße liegen, ober das soziale Elend dieser Unglücklichen ist dafür umfo großer.

Die meisten Arbeitslosen stammen aus den Sal- petergebieten, die noch vor zwei Jahren etwa 60 000 Menschen beschäftigten gegen 10 000 heute. Diese Arbeiter hatten durch die besonderen Verhaltnyse m der Salpeterwüste eine eigenartige soziale Struk­tur Sie waren in riesigen Feldlagern (Knmpamentcn) untergebracht zum überwiegenden Teil losgelöst von jedem Familienleben, unter schar­fer fast militärischer Arbeitsdisziplin, mit einer um­fassenden Organisation jedes Handels durch die gro­ßen Minengefellfchaften, die zu einer völligen Abhängigkeit von diesen führte. Emen seß­haften mit der Umgebung verwachsenen Arbeiter­stamm' kann die völlig oegetalionslose Snlpelermufte nicht hervorbringen, die künstlichen Schöpfungen der modernen Industrie find an Die geographischen Vor­aussetzungen gebunden geblieben, fo gewaltig ihre Anstrengungen auch gewesen sind.

Die Kampamente find immer dieHochburgen des Kommunismus in Chile gewesen. Unzu­frieden mit ihrem harten Los, haben Die Salpeter­arbeiter in den großen ausländischen Kapitalisten ihren natürlichen Feind gesehen, der aus ihrem Schweiß die gewaltigen Verdienste gezogen hat. Diese Menschen stellen auch heute noch den, Haupt­teil der Arbeitslosen. Die besseren nut Familie sind in die agrarischen Gebiete zuruckgekehrt wo sie schlecht und recht sich von den Erzeugnissen des Bodens miternähren. Die anderen zogen sich be­sonders in der Hauptstadt Santiago zu- ammen, in der Hoffnung, dort leichter Arbeit und Unterstützung zu finden. Es war wie eine Samm­lung von Gestalten aus der Drei-Groschen-Oper, was da in den Straßen Santiagos auftauchte. Völlig zerlumpt und zerriffen, ganz so wie cs dem Spott namenroto" entspricht, überschwemmten sie die

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Krise des Jahres 1920 tu^° mor^n ieht I He'imaUand'wägend ihrer Kindheit zur Last ge- knege, waren die Asyle ausgemacht worden, 1 ist | H maren# nnd)t)em dieses Die Unkosten für das kehrte man zu diesem Hilfsmittel zuiua. ___________