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Wirtschast.

Berlin schwach unter dem Eindruck der Kreuger-Gchwierigkeiten.

Berlin. 14. März. (DTD. Funkspruch.) Den Erwartungen bei Dormiltags entsprechend «öff­nete die heutige Börse in s ch w ä ch e r e r H a l . tung Die Stimmung war recht deprimiert. Der gute öinbrud des gestrigen Wahlausganges und di« überraschend große Mchrhe-t für Hindenburg wurden überschattet von dem Freitode Ivar Äreuaeri, über dessen Ursache man sich noch kein klares Bild machen kann. Doch sind die Dachwirkungen aus die Weltoörsen nicht äu übersehen, und auch die Folgen für Deutschland bleiben ab zuwart en. Die Stock­holmer Börse ist vis aus weiteres ge­schlossen. ein Dinfluß aus die schwedische Va­luta stellte sich auch schon ein, denn die Lchtve- benkone wurde im Lause des Vormittags aus London mit 18.25 nach 13,08 schwacher gemeldet. Hier wurden Svenskaaltien zunächst 35 Ml. un­ter ihrem Samstagkurs genannt, später zeitweise mit 50 Prozent ihres Samslagwertes gehandelt. Die Aktie der deutschen Zentralnotenkreditbank, an der Krcuger ebenfalls interessiert war, büßte gegen Samstag nur zirka 4 Prozent ein Mit- gerissen wurde dagegen in stärkerem AuSmahe das zweite wichtige Auslandspapicr der Berliner Börse, die Ehadeaktie, die schon zu Beginn zirka 10 Mk verlor uyd im Derlause der ersten Bör­senstunde noch einmal um 10 Dlk. nachgab. Sonst sielen noch I.-G-Farben mit einem Verlust von zirka 4 Prozent durch besonders schwache Hal­tung auf, wobei die ungünstigen Dividendeschätzun« gen weiter wirkten. An den übrigen Dlärkten war die Tendenz zunächst widerslandssahiger, später aber, als einige« Geschäft ftattsand, bröckelten die Kurse doch meist um 1 bis 3 Prozent ab Salz­detfurth verloren zirka 4 Prozent, Polyphon 3 Prozent, Schubert & Salzer bis zu 4 Prozent, Siemens bis zu 6 Prozent. Schultheiß 3 Proz, Julius Berger 3.50 Prozent usw Akkumulato­ren, die zunächst ebenfalls weitere 4 Prozent nach­gegeben hatten, wurden im Derlause 6 Prozent höher gehandelt Im allgemeinen blieb die Stim­mung an den Aktienmärkten auch späterhin recht matt und die Kurse neigten weiter zur Schwäche. Die Spekulation beteiligte sich wenig am Geschäft, ba sie anscheinend erst den öinbrud der Ärcuflcr- Schwierigkeiten auf die Auslandsbvrsen abwar- ten wollte, doch zeigten in den Mittagsstunden einlaufende Meldungen, daß das Ausland erwar- tungsgemäß schwächer reagierte. In den festver­zinslichen Werten hielt das Angebot meist an, die Tendenz neigte allgemein zur Schwäche. Deichsschuldbuchsorderungen buhten zirka 0,5 Pro­zent ein. Deutsche Anleihen waren bis zu 1 Pro­zent gedrückt, auch ReichsbabnvorzugSaktien und Farben-Dvnds lagen schwächer Letztere verloren im Verläufe, im Ginklang mit der Aktienbewe­gung. bis zu 3.5 Prozent. Am Geldmarkt blieb die Situation unverändert angespannt.

Auch Frankfurt sehr still.

F r a n k f u r t a. W-. 14. März. (WT2. Draht­meldung.) Tendenz: schwach. Während man aus gründ des WahlresultatS mit einem festeren Börsenverkehr hätte rechnen können, eröffnete die neue Dörsenwoche in sehr stiller Tendenz, da der Freitod de« schwedischen Großfinanz- manne« Ivar Kreuger die Börse sehr über­

rascht und verstimmt hat, obwohl die Auswir­kungen innerhalb Deutschlands noch nicht abzu­sehen sind. Bereits im vorbörslichen Verkehr nannte man gegen den Samstag 1 dis 3 Prozent niedrigere Kurse, die bei Beginn des amtlichen Verkehrs zum Teil noch werter unterschritten wurden- Das Angebot in den international gehandelten Werten war sehr stark, wobei man überwiegend Verkäufe aus dem A u s l a n b e bemerkte Da die Ausnahmeneigung sehr gering war. zumal auch die Spekulation zum Wochenschluh durchweg glattstellte, hat das Kurs­niveau einen merklichen Stoh erfahren Datur- gemäh sehr schwach laacn Lvenfka. ohne dah hierin größeres Geschäft ftatlge'unden hätte, gaben Svenska rund 50 Prozent ihres Wertes der Vor­woche her. Von den übrigen Auslandaktien wur­den Ehadeaktien dadurch in Mitleidenschaft ge­zogen und verloren etwa 17 bis 20 Mk. Unter starkem Druck standen ferner ID -Farben. Deichs- bank. Siemens und die Mehrzahl der übrigen Glektrowerte. bei denen sich unter recht lebhaftem Geschäft Kursverluste bis zu 5 Prozent einflellten. Montan-. Bank-. Schiffahrt«- und Zellstoffaktien gaben meist bis zu 1 Prozent nach. Gelsenkirchen etwa 2 Prozent. Am Kalimarkt betrugen die Rückgänge 2 bis 3 Prozent Im Derlause ging das Kursniveau bei Heinen Umsätzen weiter leicht zurück und die Stimmung war sehr unsicher. Man verhielt sich im Hinblick aus die Grössnungs- kurse der Auslandbörsen abwartend, später lagen einige Spezialwertc um Bruchteile eine« Pro­zentes erholt, wobei man Großbanken als Käufer beobachtete.

Der Dentenmarkt blieb von den Vor­gängen um Ärcuacr zunächst f a ft unberührt, wenngleich auch hier überwiegend Verkäufe vor­genommen wurden und die Kurse 0.25 bis 0,5 Prozent, teilweise bis zu 1 Prozent zurückgingen. Anleihe-Altbesiy blieb gut gehalten. Schuldbuch- forberungen, IG - Farben-Bonds verloren 1 bzw. 1,5 Prozent.

3m späteren Verlause lag die Börse sehr still und kursmäßig kaum verändert ID -Farben und andere Spezialwerte schwankten mit 0,25 bis 0.5 Prozent nach beiden Seiten, während das Gros im Aktienmarkt geschästslo« lag. Am Geldmarkt war Tagesgelb mit 6.5 Prozent gefragt

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frankfurter Lchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. TL, 14. Febr. Auftrieb: 1450 Rinder: darunter 330 Ochlen, 137 Bullen. 483 Kühe 428 Färsen. 727 Kälber. 97 Schafe. 4895 Schweine Se notierten: Rinder. Ochsen voll- fleischige. ausaemästele. höchsten Schlachtwerts; 1. jüngere 30 dis 33. 2. ältere 25 bis 29. sonstige vollficischige (lungere) 20 dis 24. Bullen; jüngere, vollfleischig«. höchsten Schlachtwerts 26 dis 30. sonstige voilfteftchige ober ausgemästete 20 bis 25. Kühe: jüngere, vollfteischige. höchsten Schlacht- Werts 24 dis 26. sonstige vollfleischige ober aus- gemästete 20 bis 23. fleischige 15 bis 19. Färsen (Kalbinnen Iungrinder i vollfteischige. au«- gemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33. voll­fleischige 25 bis 29. fleischige 20 bis 24. Sal­bet Beste Mast- und Saugkälber 39 bis 42. mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis 38. ge­ringe Kälber 30 bis 33. Schafe Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Deidemast) 30 bis 33. mittlere Maftlämmer. ältere Masthämmel und gut geiiährle Schafe 26 bis 29. Schweine vollfteischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 40 bis 43. vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 240 Pfund Lebend­gewicht 40 bis 43. vollfteischige Schweine von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 38 bis 43. fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 35 dis 40. Marktverlaul Rinder ruhig ausverkauft: Kälber. Schafe und Schweine mittelmäßig, geräumt.

frankfurter wctreidebörfe.

Frankfurt a. M.. 14. März. An der Frank­furter Getreidebörse konnte sich die st e t i g c Tende n» der Vorwoche auch auf den neuen Berichtsabschnitt übertragen. Bei allerdings klei­nem Geschäft und geringem Angebot blieben die Preise für Inlandbrotgetreide und Braugerste gut behauptet Durch weiter sehr seste Tendenz zeichnete sich der Zuttermittelmarkt aus. an dem Prelsbesserungen für Kleie und Sovaschrot bis zu 0,75 Mark festzustellen waren. Das anhaltend lnappe Angebot und die kalte Witteruiig tragen zu der Befestigung viel bei. Das Geschäft aller­dings hielt sich in engen Drenzen. weil die Land­wirtschaft nur die nötigsten Käufe tätigt. Don Futtergetreide lagen Hafer ebenfalls weiter fest und erneut um 2,50 Mark per Tonne höher. Hingegen blieben Futter- und Induftrieaerste im Preise ziemlich unverändert. Das Wehlgeschaft war sowohl in Roggen- als auch in Weizenmehl bei unverändertem Preise schleppend.

SS wurden notiert: Weizen 256, Roggen 225 bis 227.50, Sommergerste (für Drauzwecke) 200. Hafer (inland.) 162,50 bi« 170 Mark per 1000 Kilo. Weizenmehl, südd., Spez. 0, mit Au-tauschweizen 38.25 bi« 39,45, dasselbe, Sondermahlung 3650 biS 37,70; Weizenmehl, Niederrhein., mit Aus­tauschweizen 38.25 biS 39,20; dasselbe, Sonder- inahlung 36,50 biS 37,45; Roggenmchl (60 Prozent) 29,75 bi« 31; Weizenkleie 10,25 bi« 10,40; Roggen­kleie 11 bis 11,25, Drbsen, je nach Qualität, für Speisezwecke 24 bis 35; Linsen, je nach Qua­lität, für Speisezwecke 24 biS 52 Mark für 100 Kilo. Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 5 biS 5,25; Weizen- und Roggenstroh drahtgepreht 4,25 biS 4,50; Treber, getrocknet 12,5v biS 13; Industrie- lartoffcln, hiesiger Gegend, bei Waggonbezug 3,25 bis 3,30 Mark für 50 Kilo. Tendenz: stetig Futter­mittel fest.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bi» 12.30 Har. 16 bi» 17 Uhr Samstag nachmittag geschloßen.

Letzte Rachrichten.

Hindenburg auch im zweiten Wahlgang

Berlin, 14. März. (WIB. Drahtbericht) Reich»- Präsident von Hindenburg hat. wie wir erfahren, auf eine Anfrage der vereinigten Hinden- durg-Ausschusie rrflärt, daß er sich feldstver- ft ä n b l i d> auch | ü t den zweiten Wahl­gang zur Verfügung stelle.

Eitler-Aufruf an die (52L

München, 14. März. »LDB. FunNpruch) Adolf Hitler wendet s.ch in einem Aufruf an die LA. SS. und die Hitler-Jugend, in dem es u. a. beißt, der Kampf müsse sofort auss neue beginnen. Mit dem 14. März setze dasRin - gen um den entscheidenden zweiten W a h l a a n g ein. Wenn alle Parteigenossen fa­natisch iore Pslicht erfüllen, würde auch diele Aus­gabe gelöst werden. Die Propaganda sei fetzt m i t größter Intensität vier Wochen lang fort- zusühren. Am 10. April müßte, koste es. was es wolle, dieses Ziel erreicht sein. Der Dank liege nur in endgültigem Sieg.

Starter Eindruck des Wahlergebnisses bei der BIZ in Basel.

Basel, 14.März. (WTB. Funkspruch) Ob­wohl Hindenburg im ersten Wahlgang um die Reichspräsidentschaft nicht die absolute Mehrheit auf sich vereinigen konnte, bat doch der unbe­streitbare Sieg bei den in Basel zur Zeit ver­sammelten internationalen Zinanzleuten außer­ordentlich ft arten Eindruck hervorgerIl­sen. Man hält Hindenburgs Wiederwahl für sicher Dach Ansicht der Dank für internationale Zahlungen schaffe dieser Erfolg eine wert­volle Garantie für die Stabilität der deutschen Währung, und für die Si­cherheit Deutschlands vor dem Bürgerkrieg. Der- schiedene Mitglieder de» Tferwaltungsrates der BIZ. verfehlten nicht, daraus hinzuweisen, daß e« hohe Feit sei, Deutschland in der Frage der Reparationen weitge­hend st entgegenzukommen, um so die eitrcmc Welle, die bereits unerwartet stark an- geschwollen sei, wieder zum Abebben zu bringen.

Kircblicbe Nachrichten

Katholische Gemeinden.

Dienstag, den 15. März.

Gießen. 18JO Uhr: Fastenandacht.

Mittwoch, den 16. März.

Hungen. 7.15 Uhr. Messe.

Freitag, den 18. März.

Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht.

Man muß die Aeserden dort einfetzen, wo der Kamps Aussicht aus Erfolg hat. Diese Worte Friedrichs d. Gr. gelten auch für den Landwirt in seinem derzeitigen Kampf um die Wirtschaft­lichkeit seine« Betriebes. Die Aussicht auf ge­winnbringendes Arbeiten ist auch heute noch ge­geben durch den Einsatz einer sachgemäßen Doll- Düngung mit ausreichendem Kalianteil. Man er­zielt damit erhöhte Ernten und senkt so die Produktionskosten. Die stärkste Reserve des Land­wirts in der Feld- und Wiesenwirtschaft ist die Kalidüngung. 1423V

Bilanz «in 3i.SezeinberlM

Aktiva.

1. Kasse.................... 6 367.03

2. Spar- und Dorschußverein Wieseck....... 183.60

3. Warenbestand:

») Derkaufstelle 1 ....... 7 451.49

b) Derkaufstelle II....... 6 236.99

e) Derkaufstelle III....... 17 382.92 31 071.40

4. Außenstände: ») Derkaufstelle I .......7 919.44

b) Derkaufstelle !l....... 6 75293

c) Derkaufstelle III....... 2 381.23 17 053.60

5. Immobilien................. 4000.

6. Mobilien................... 1 000 -

7. Beteiligungen L. H. D...... . 500.

. Zvag........ 100 600.

60 275.63 Passiva.

1. Hypotheken.................. 657.50

2. BausondS.................. 7 000.

3. Reservefonds................. 6 342-61

4. Betriebsrücklagen............... 8500.

5. Geschäftsanteile................ 2 095.

6. Duihaben der Lieferanten........... 13 429.50

7. Guthaben der L. H. D.............4 118.11

8. Gewinn 1931 ................. 18 132.91

60 275.63

Vorstehende IahreSrechnung und Bilanz liegt 8 Tage zur Sinficht der Mitglieder in der Gefchäftsstelle Kornblumen- straße 12 osten. 2003 d

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Der AufstchtSrat. Der Dorstanb.

Generalversammlung.

Samstag, den 19. März, abends S^Llhr, General­versammlung bet Gastwirt Georg Keller.

Tagesordnung:

Puntt 1. Geschäftsbericht

Punkt 2. Vorlegung der Jahresbilanz und Ge­nehmigung derselben.

Punft 3. Verteilung des Reingewinns.

Punkt 4. Entlastung de« Vorstände«.

Punkt 5 Verschiedenes. Der Vorstand.

Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat durchderatene Voranschlag her Gemeinde Setten Hausen für das Rechnungsjahr 1932 liegt vorn Dienstag, dem 15. März, bi» Montag, den 21. März 1932, zur Einsichtnahme und zur Erhebung von Einwendungen auf dem Surcau des Bürgermeisters offen.

Cs wird eine Umlage erhoben, zu der luch die Ausmärker beantragen haben.

Bettenhausen, den 13. März 1932. Bürgermeisterei Bettenhausen.

Leidner. 2023V

la Kabeljau o.Sl., d. Pfd-LS-»

Seelachs

0. K., b. Psd.274

Fst. Filets

d. Pfd. 404

Gr. Heringe

d. Pfd. 184

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mMMu töninöuug zm (Sraetül-Berlommluiie am 17. Mar» 1932, 17.30 Ubr, in den Geschäftsräumen des BereinS.

Tagesordnung:

1. Erstattung de« Geschäftsberichtes für

1931. 2010V

2. -atzungen und Geschäftsordnung.

3. Berschicdencs.Der Vorstand.

Jagd-Verpachtung.

Donnerstag, den 17. d. M., nachmittag» um 2 Uhr, kommt die der Gemeinde Rod- Heim zustehendc Jagd im hiestaen Ge­meindehaus nochmals unter den seitherigen Bedingungen auf weitere sechs Jahre zur Verpachtung. Die Äuswahl unter den drei Lembietendcn bleibt vorbehalten. 2014D

Rodheim a. d. Horloff, 11. März 1932.

Hessische Bürgermeisterei Rodheim.

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Ziehung: 17. März