9.1'fpor/
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
geehrt.
Kreis Schotten.
286734 299538
329916
349758
374206 382551
131047
387934 396109
2 Prämien zu
120558 150634
174545 225040 271950
324514
347480
128952 154534
211650 230541
264720
127917 158426 190482 241392 315284
399764
Ohne Gewähr
27. Ziehungstag
128304
175241
217800
272844
351407
128686 154066 167905 195035 207812 253096 290925 335855 380136
76331
100076 125405 143760 161550 213564 244507 282762 317556 343272 360279 388956
118834
141926
164810
224371
271594
101445 126087 158310 175155 200587 223455
233702 264964 325222 344260 366468
129058
191524
222948
299981
366301
133540 156153 174866 196227 212709 253727
296715 351798 382049
101502 125465
148748 187799
218046 254430
284481
322581
346681
368825
111670 137332
159238 183380 206259
224599 236057
289920 326311
345046 376122
152649
197439 227529
303962 387887
134556
160200
181626
196668
215049
254632
301004
358570
383034
126949
155293
184191
239582
314582
161715
185257
197408
225670
260397
331252
363102
163288 190086 200224 226108 271140 333390 369496
134570 156124 211857 236728 270078 306182 338430 352402 385452
161376
192619
253135
322310
165003 185868 215734 230371
265187 3I4788 334739 353929 386527
141860
156780
213255
237118
277938 312181
342537
355682
388355
161608
194274
253525
357328
173709 187553 219636 232596 257615 318669 338890 354214
389183
111526 126964
150087 196885 219783 254596
164459 185733
210675 227768
247301 311311
331285
352062
381467
Nachdruck verboten
10. März 1932
Grund für eine Einschrumpfung sein. Wir haben die feste Hoffnung, daß die Regierung am De- rufsschulsystem nichts ändern wird, bitten aber die Volksvertreter Hessens dringendst, unter allen Umständen an der dreijährigen, im Artikel 145 der Reichsverfassung verankerten, allgemeinen Berufsschulpflicht festzuhalten. Ein 9- Schuljahr kann niemals die Berufsschule, oder einen Teil derselben ersehen."
er Rast, denn es waren noch drei Stunden bis zur Flut. Er schlief ein und träumte so lange, bis ihn die erste Flutwelle weckte.
Hierauf tat der wackere Schneidermeister das einzig Richtige, nämlich er lief, was ihn seine Beine tragen konnten, der Insel zu. Lind er lief nicht schlecht, denn er legte die fünf Kilometer lange Strecke in nicht ganz zwanzig Minuten zurück.
Seltene Kraft und Ausdauer zeigte ein Dachdeckerlehrling in Philadelphia. Auf einem zehnstöckigen Bureaugebäude hatten die Dachdecker einen Schaden auszubessern. Einmal nach Feierabend verschloß der Meister wie stets die Bodentür, vergaß aber dabei, daß einer der Lehrlinge noch am Dach beschäftigt war. Dem Jungen gefiel es nicht, die Rächt auf dem Dachboden verbringen zu müssen, zumal er für den Abend eine Kinokarte hatte. Er entdeckte auf der Feuermauer einen Blitzableiter, und kurz entschlossen kletterte er daran hinunter. Man kann sich den Schrecken des Jungen vorstellen, als er bemerkte, daß der Draht etwa in der Höhe des dritten Stockwerks in eine verdeckte Rille führte, von wo aus er in der Mauer — wciterlief, also für ihn praktisch zu Ende war. Eine Weile hing der Lehrling zwischen Himmel und Erde und schrie um Hilfe, aber niemand hörte ihn. Da der Sprung in die Ties. Jen sichern Tod bedeutete, so versuchte er den Weg zurück. Mit dem zähen Willen zum Leben gelang ihm die ungeheuerliche Leistung, acht Stockwerke an dem dünnen Drahtseil emporzuklettern.
Richt nur, wenn es ums Leben geht, verleiht die Angst Riesenstärke, auch bei geringeren Anlässen entwickeln sich oft ungeahnte Kräfte, was folgende Geschichte beweist.
Ein Zahnarzt in England hat sich heimtückischerweise einen Angstmesser gebaut, der ihm jederzeit den Angstgrad der Patienten anzeigt. Die Armlehnen des Operationsstuhls sind nach der Art von Kraftmessern mit starken Federn versehen, und ein Zeiger verrät dem Arzt, mit welcher Kraft der Patient die Lehnen umklammert. Obwohl auf die Frage des Doktors nur selten jemand zugibt, Angst zu haben, beweist der gehässige Zeiger das Gegenteil und zeigt besonders vor dem Zahnziehen auch bei zarten Menschen eine Anzahl von Druckkilogrammen, deren sich fein Athlet zu schämen brauchte.
Gewinnauszug
5. Klasse 38. Preußisch-Süddeutsche (264. Preuß.) Staats-Lotterie
Rastatt mit nicht weniger als mit 7:0 abfertigten. München 1860 fiel mit seiner 4:3-Riederlage gegen den BfB. Stuttgart auf den vorletzten
Den L a n g l a u f der Holmenkol-Skirennen am Samstag gewann der Norweger O. Hagen, der die 17 Kilometer in 1:17,02 Stunden zurücklegte. Auf den nächsten Plätzen folgten Bergendahl, Gröttums- braaten und Lundby.
Hochschulnacbncbten.
— Der Ordinarius für öffentliches Recht an der Universität Köln, Professor Dr. Fritz Stier- S o m l o. ist nach längerem Leiden im Alter von 59 Jahren gestorben. Der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Rechtslehrer ist am 21. Mai 1873 in Berlin geboren, wo er auch zum Dr. jur. promovierte. 1901 habilitierte er sich an der Universität Bonn, 1904 erhielt er dort seine Ernennung zum Professor. Im Jahre 1910 gründete er die Akademie für kommunale Berwaltung in Düsseldorf — ein Gebiet, das stets zu seinen bevorzugten Interessen gehörte — 1912 wurde er Direktor der Hochschule für kommunale und soziale Berwaltung in Köln und 1919 ordentlicher Professor für Staats-. Derwaltungs- und Völkerrecht an der Liniversität Köln. Er hat zahlreiche Schriften hinterlassen, eine umfangreiche Fachliteratur über verwaltungsrechtliche Fragen, Probleme der Arbeiter^ Versicherung und des Arbeiterschutzrechtes und des Völkerrechts. Gemeinsam mit Elster gab ec seit 1926 das Handwörterbuch der Rechtswissenschaft und später die Grundrisse der Rechtswissenschaft heraus. Auch die Grundfragen der modernen deutschen Politik und die Verfassung des Deutschen Reiches haben ihn in einem feines Werke beschäftigt.
Oderhessen.
Landkreis Gietzerr.
* Geilshausen, 12. März. Dem Bericht über die Sängertagung des Lumdatal- Sängerbundes in Rr. 69 des „Gießener Anzeigers" vom 10. März ist berichtigend nachzutragen, daß zum Schriftführer des Sängerbundes nicht Ludwig Hofmann, sondern Willi Hofmann, Geilshausen, gewählt wurde. — Der Gesangverein Geilshausen zeichnete die Sänger Wilhelm Lu hl-, Wilhelm Luhll., Heinrich Wallenfels und Heinrich Luft für fleißigen Singstundenbesuch mit der silbernen ' Ehrennadel aus. Willi Hofmann und Ludwig Kriep wurden für zweijährigen ununterbrochenen Singstundenbesuch mit der goldenen Radel
Rundfunkprogramm
des Frankfurter Sender».
(Aus der „Radio-Umschau".)
Dienstag. 15. März.
7.20: Frühkonzert. 12.05: Von Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Mittagskonzert. 15.20: Haus- frauen-Rachmittag. 15.50: „Ein rheinischer Weberjunge erzählt", Improvisationen von Paul Laven. 17.00: Operetten-Konzert. 18.35: „Welche Goethe-Ausgabe soll ich wählen?" Ratschläge von Dr. Josephine Rumpf-Fleck, Bibliothekarin des Frankfurter Goethe-Museums. 19.05: Stunde der Bühne. 19.35: Jazz auf zwei Flügeln. 20.00: Von Berlin: Konzert der Berliner Philharmoniker. 21.00: Aufruhr in Krähwinkel. Eine radiotechnische Kleinstadtgeschichte. 21.45: Diolinkon- zcrt. gespielt von Elisabeth Bischoff, München.
In der heutigen Nachmittagszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 Gewinn« zu 50000 M. 320272
2 Gewinne zu 10000 M. 252840
8 Octoinne zu 5000 M. 46928 80942 261498
3405Ö3
14 Gewinn» »u 3000 M. 231540 235849 241450
Im Gewinnrade verblieben: je 500000, 2 Gewinne zu je 50000, 4 zu je 25000, 8 zu je 10000, 32 zu je 5000, 60 zu je 8000,
180 zu je 2000, 340 zu je 1000, 582 zu je 500,
1794 zu je 400 M.
1000 M. 30363 32138 54469 59602
---- ----- ----- ----- 104277
5 5 deutsche Sportler fahren gemäß dem Beschluß des Deutschen Olympia-Ausschusses zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles, und zwar: 18 Leichtathleten (davon 6 Frauen), 12 Schwimmer (1 Frau), 2 Boxer, 2 Ringer, 3 Gewichtheber, 2 Fechter (1 Frau), 11 Ruderer, 3 Teilnehmer für den modernen Fünfkampf und 1 Segler.
*
Im Handball-Städtekampf W^sbaden gegen Frankfurt kamen die Frankfurter in Wiesbaden zu einem knappen 5:4= (2:2-) Sieg.
*
Bei den Skirennen um den Kandahar- Becher in St. Anton (Tirol) gewann O. Furrer (Zermatt) den Abfahrtslauf vor David Z o g g (Arosa). Bei den Damen siegte im Abfahrtslauf die Favoritin Hedi Lantschner (Innsbruck) vor Hilde Sturm (Arlberg).
2 Gewinn« |u 25000 M. 85003
4 Gewinn- tu 10000 W. 303922 369019
6 Gewinn« 5000 W. 44102 179746 343516 _
32 Gewinne »u 3000 M. 51233 53408 90276 107868 171011 221747 307148 307860 312107 313866 325729 355610 362024 369914 371796 381840
76 Gewmn« zu 2000 M. 18459 31487 45365 73549 81935 89467 92636 94935 99890 1135o8 121575 - - ------ 154090 164749 166264
203577 206579 208418 234185 248166 267579 338434 339058 349256
Wirklich rechtzeitig über den Rand der Böschung. Dann flog der Suppenwagen in die Luft und hinterließ nichts als einen tiefen Trichter im Boden und Verwüstung im weiten Umkreis. Der Chauffeur war mit dem Schrecken davongekommen. Er hatte keinen Ehrgeiz, einen Rekord aufzustellen: daher mußte man ihm glauben, daß er den Sprung ohne Zwischenlandung ausgeführt habe, obwohl dies eine fast unglaubliche Leistung darstellte, denn schlecht gerechnet übersprang Toos einen Raum von fünfeinhalb Meter ohne Anlauf.
Die ungeheuerlichen Leistungen im Weltkrieg sind größtenteils in Vergessenheit geraten, doch wird jeder Frontsoldat überzeugt sein, daß damals angesichts des Todes sämtliche offiziellen Weltrekorde an Kraftleistungen überboten wurden. So erzählt beispielsweise die Regimentsgeschichte des zweiten italienischen Bersaglieri- Regiments, von einwandfreien Augenzeugen bestätigt, wie der Korporal Luigi Bonaventura sein Leben vor einem österreichischen Flammenwerfer rettete. Bei einem Angriff am Hochplateau der Sieben Gemeinden gelang es den Bersaglieri, durch eine zerschossene Stelle des österreichischen Drahtverhaues zu kommen. Da begann das schreckliche Kriegsmittel sein Verderben zu speien und vernichtete in wenigen Sekunden alles, was der Feuerstrahl erreichte. Der Flammenwerfer bestrich das Gelände von links nach rechts, so daß der Korporal, der sich am anderen Flügel befand, noch einen Augenblick Zeit zur Rettung hatte. Den einzigen Ausweg, die Flucht zurück, versperrte das an dieser Stelle unbeschädigt gebliebene Drahtverhau. Gerade bevor ihn der Feuerstrahl erreichte, nahm der Korporal auf dem schlechten Schneeboden einen kurzen Anlauf und sprang in voller Rüstung mit dem Gewehr in der Hand über das ungefähr ein Meter siebzig hohe Hindernis. Er kam heil zurück in die Sturmstellung und versuchte später hinter der Front auf Wunsch seines Kompanieführers noch öfter einen Sprung unter ähnlichen Umständen, doch gelang ihm die Wiederholung der Leistung nie wieder.
Eine beträchtliche Angstleistung vollbrachte ein Schneidermeister aus Amsterdam, der auf einer der westfriesischen Inseln seine Sommerferien verbrachte. An einem sehr heißen Tag ging er zur Zeit der Ebbe weit ins Wattenmeer hinaus, um sich in dem frisch-feuchten Sand einmal gründlich auszulaufen. Endlich müde geworden, hielt
Fußball der Gießener Mannschaften.
Die VfBer hatten gestern die Liga von „Vik- toria" Aschaffenburg zu Gast. Man sah ein prächtiges Spiel. Die VfBer zeigten sich von ihrer besten Seite. Der Kampf stand bei Halbzeit 2:2, zum Schluß aber 4:2 für Aschaffenburg. Die 2. Elf des VfB. verlor mit 10 Mann in Oberbiel gegen die dortige 1. mit 0:3. Die 3. mußte sich von der 1. Mannschaft der Wiesecker ebenfalls mit 1:2 geschlagen bekennen. Die 1. Jugend spielte gegen Ettingshausens 1. Jugend erfolgreich mit 2:0, und die 2. Jugend konnte gegen die 1. Jugend von Klein- Linden einen 4:1-Sieg erringen.
Die Liga der Spielvereinigung trug ein Verbandsspiel gegen die Liga des Sportklubs Wetzlar-Niedergirmes aus. Die 1900er behielten nach einem spannenden und harten Stampf mit 4:0 Toren das bessere Ende für sich. Die Mannschaft dürfte sich mit diesem Sieg den 2. Platz in der Tabelle endgültig gesichert haben. Die Ligareferve gewann gegen die 1. von Schotten mit 4:2, die Lehrmannschaft spielte gegen Daubringens 1. 0:0, die 4. verlor in Werdors gegen die dortige 1. mit 5:1, die 5. Mannschaft erzielte auf eigenem Platze gegen die 2. Mannschaft von Schotten nur ein mageres Unentschieden von 1:1. Das Spiel der 1. Jugend fiel aus, da die Jugendlichen von Schotten nicht komplett antraten. Die 2. Jugend brachte der 1. Jugend von Braunfels eine hohe 7:1- Niederlage bei, die 1. Schüler blieben über die Schüler von Dutenhofen mit 3:0 Sieger.
Die Handballmannschaft der Spielvereinigung 1900 konnte das Spiel gegen die 1. des Turnvereins Heuchelheim mit 8:6 auf des Gegners Platz gewinnen. Die Handballmannschaft des VfB. verlor das Spiel gegen die 1. Mannschaft des Turnvereins Allendorf (Lahn) mit dem gleichen Ergebnis.
Fußball in Heffen-Hannover.
Um den Abstieg.
Die Fußballspiele in Hessen-Hannover brachten am Sonntag einige überraschende Ergebnisse. So konnte in der 91 orbgruppe Hessen Hersfeld den Gruppenmeister Göttingen 05 2:1 schlagen und damit zwei wichtige Punkte erringen. Auch Iura Kassel packte es, wenn auch knapp, in Grone mit 2:1 und bleibt dadurch Sport hart auf den Fersen. Von den Spielen in der S ü d g r u p p e konzentrierte sich das Interesse auf d-n Kampf Hessen 09 gegen Kurhessen Kassel, der für die Abstiegsfrage von großer Bedeutung war. Die Kurhessen blieben glückliche Sieger, so daß erst die noch ausstehenden Kämpfe die Entscheidung bringen werden. SE. 03 blieb- in Horos 5:2 (1:1) siegreich.
Oie süddeutschen Fußballspiele.
Am gestrigen Sonntag beherrschten fast ausschließlich die Favoriten das Feld. Mit mehr oder minder deutlichen Siegen unterstrichen sie ihre Ansprüche auf den Endsieg. Trotzdem ist die Lage noch ungeklärt.
In der Abteilung Rordwest holte sich die Frankfurter Eintracht gegen den SV. Waldhof nach einem dramatischen Kampf einen knappen 3:2-Sieg, nachdem es bis zur Pause noch 2:2 gestanden hatte. Eine sehr eindrucksvolle Revanche nahm Wormatia Worms für ihre 4:0- Riederlage im Vorspiel an dem VfL- Äeckarau. Die Reckarauer mußten sich auf dem Wormatia- platz mit 4:1 geschlagen geben. Der lachende Dritte in diesem Falle ist der FSV. Frankfurt, der zwar gegen den FD. Saarbrücken 2:1 verlor, aber immer noch Chancen auf den zweiten Platz durch die Reckarauer Riederlage hat. Pirmasens hat offensichtlich wieder Anschluß an seine alte Form gefunden. Denn gegen Mainz gab es nach einem ständig überlegenem Spiel einen klaren 5: 0-Sieg.
In der Abteilung Südost mußte die Sp.-Vg. Fürth vor 10 000 Zuschauern die Heber- legenheit des Karlsruher FV. mit 3:0 (1:0) anerkennen und von dem dritten auf den vierten Platz absteigen. Mit diesem Sieg hat der 1. FC. Rürnberg, der gegen den 1. FC. Pforzheim einen 5:1 Erfolg errang, einen seiner gefährlichsten Rivalen wenigstens vorläufig verloren. Eine ganz überragende Partie lieferten die Münchener Bayern, die trotz einiger Ersatzleute den FV.
288386 308512 369986 372872
. 56 ®«toinn« fu 2000 M. 2287 26807 36469 74622 75645 81601 92115 101118 109083 146260 159738 162345 168492 189537 212931 236643 244311
266161 276075 293269 297024 327468 341414
341685 347785 350524 370373 370669
106 Gewinn« »n 1000 M. 5180 5220 16417 17202 40178 41220 43788 59283 61771 68198 77506 79940 85333 87323 103960 104604 104629 106068 115870
----- ------ ------ ------ 132565
Zeitschriften.
— Mutter und Kind. Zeitschrift für Ernährung, Pflege und Erziehung des Kindes. Ver«- lag Emil Staude, Osterwieck a. H. Vierteljährlich (3 Hefte) 1,65 Mk. emschl. Porto. — Das Märzheft leitet Walter Loose anläßlich des 100. Todestages v. Goethes mit einem Artikel „Goethe in seinen Gesprächen über das Kind" ein. Dr. E. Schur gibt wichtige Erläuterungen in feinem Beitrag „Lungenentzündung des Kindes kann man oft vermeiden". Als oberstes Gebot, müsse gelten, das Kind vernünftig, der Jahreszeit entsprechend nicht zu warm und nicht zu kalt zu bekleiden und es viel ins Freie zu bringen. Dr. Rothmann berichtet über „Pflegemutter und Pflegekind", Prof. Dr. Blühdorn über „Fiepet und Fiebermessung im Kindesalter". Weitere Beiträge wie „Kindergesellschaften". „Im Schachdorf", „Gemüsekonserven als Säuglingsnahrung, „Vererbungsplauderei", „Gerade Beine und gesunde Füße" usw. werden dazu beitragen, bet Zeitschrift neue Freunde zuzuführen.
Platz der Tabelle.
Schwimm-Meeting in Straßburg.
Am Samstag begann im Städtischen Schwimmbad zu Straßburg ein zweitägiges Schwimm-Meeting, bei dem sich alle guten Schwimmer aus Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland und der Schweiz ein Stelldichein gaben. Die beiden deutschen Meister Deutsch (Breslau) und Deiters (Köln) konnten je ein Rennen gewinnen. Deutsch halte sich das 100-Meter-Rückenschwim- men in 1:14,4 Min. nach schwerem Kampf gegen den Franzosen Roual. Deiters gewann sein 100-Meter-Freistilschwimmen leicht in 1:02,6 Minuten, wurde aber im 500-Meter-Freistilschwimmen von dem Franzosen Taris geschlagen. Außer einer 3mal-50-TZards-Staffel, die von der Ausländerstaffel Whtz, van Essen, Deutsch gewonnen wurde, waren die übrigen Wettkämpfe des Abends nur national besetzt.
Auch am Sonntag wies das Schwimmfest im Städtischen Schwimmbad wieder einen glänzenden Besuch auf. Von den drei internationalen Wettbewerben des Sonntags fielen zwei an Deu'schland. Deiters gewann wieder das 100-Meter-Freistilschwimmen in 1:02,6 Min. überlegen vor dem holländischen Meister, van Essen und Deutsch waren im 200-Meter-Rückenschwimmen in 2:44,4 Min. klar vor dem Franzosen Roual in Front. Im 200-Meter- Freistilschwimmen blieb erwartungsgemäß der französische Weltrekordmann Taris in Front.
Die Ergebnisse der internationalen Wettbewerbe :
1 00-Meter- Freistil: 1. Deiters, Köln, 1:02,6 Min. 2. van Essen, Holland, 1:05,2 Min. 3. Pages, Paris, 1:06,4 Min. 4. Martinez, Paris, 1:06,8 Min.
200 - Meter - Rückenschwimmen: 1. Deutsch, Vreslau, 2:44,4 Min. 2. Roual, Paris, 2:50,2 Min. 3. Blitz, Belgien, 2:50,8 Min.
200-Meter-Freistil: 1. Jean Taris, Paris, 2:18,2 Min. 2. Deiters, Köln, 2:18,6 Min. 3. Guilini, Belgien, 2:30,2 Min. 4. Diener, Colmar, 2:31,2 Minuten.
Kurze Sportnotizen.
Der Hockey-Re prüf en tat<vkampf West- gegen Norddeutschland in Duisburg endete mit einem Unentschieden von 1:1 (1:0).
Schotten, 12. März. Im Saale zur Krone veranstaltete der Bezirkslehrerverein Schotten eine eindrucksvolle Goethefeier. Die erste Volksschulklasse unter Leitung von Lehrer Blei (Schotten) sang mehrere Goethelieder, brachte im Sprechchor des Dichters Balladen „Erlkönig" und „Johanna Sebus" zu plastischer Wirkung und erzielte mit dem Vortrag verschiedener lyrischer Gedichte Dank und Anerkennung^ Eine Szene aus dem ersten Akt des „Götz v. Derlichin- gen“ wurde von den jugendlichen Darstellern gut wiedergegeben. Dankbarer Beifall lohnte die prächtigen Leistungen der Klasse. Kreisschulrat H a s e n z a h l (Schotten) hielt die Festrede. Er kennzeichnete die Größe dieses Dichterfürsten, der der Welt so viele seelische Werte gegeben habe. Der Vortrag wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Anschließend führte Lehrer Schwarz (Rudingshain) eine Lichtbilderserie vor, die das Leben und Wirken Goethes wiederspiegelte und mit den Personen vertraut machte, die ihm nahe standen. Frl. Leni Säubert fang, von Lehrer Maurer (Schotten) am Flügel begleitet, Goethelieder, darunter das Deethovensche „Kennst du das Land", sowie „Die Bekehrte" und „Mailied". Die Darbietungen lösten lebhaften Beifall aus. Der Obmann des Bezirkslehrervereins Blei dankte zum Schlüsse allen, die dazu beigetragen, die Goethefeier erfolgreich zu gestalten.
Kreis Alsfeld.
Mücke, 12. Marz. Am Sonntag fand die Hauptversammlung des VHC.-Zweigvereins Mücke statt. Der Vorsitzende, Lehrer Jüngst, erinnerte zunächst an die Gründung des Vereins vor 20 Jahren und erstattete sodann den Tätigkeitsbericht des vergangenen Jahres. Die Mitgliederzahl ging unter dem Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse etwas zurück. Die Rechnungsablage erfolgte durch den Schatzmeister des Vereins, Lehrer Stiel er, Flensungen. Die Kasse schließt mit einem äleberschuh von 104 Mk. ab. Die Prüfung der Rechnung gab zu keinerlei Beanstandungen Anlaß und dem Rechner (der in der Versammlung sein Amt niederlegte) wurde Entlastung erteilt. An Stelle des bisherigen Rechners wurde der Jung-VHC.er Karl Vierheller, Mücke, gewählt. Dem Antrag, den Vereinsbeitrag auf 3 Mk. zu ermäßigen, wurde stattgegeben. Der vom Vorstand vorgelegte Wanderplan für 1932 wurde mit einigen Aende- rungen genehmigt. Für die Ehrentafel des Heimatdichters P. Fuchs wurden 10 Wk. bewilligt. Als Vertreter für die Hauptversammlung des DHC. wurde G. Faust, Groß-Eichen, gewählt.
r Ober-Ohmen, 12.März. In einer Versammlung des hiesigen Krieg er Vereins hielt in diesen Tagen Kamerad Bonhard- Giehen einen interessanten Lichtbildervortrag über den Kampf in Mazedonien während des Weltkrieges.
Unfreiwillige Rekorde.
Von Ralph Urbon.
Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht ein neuer sportlicher Rekord ausgestellt oder ein alter verbessert wird. Zur Anerkennung eines solchen sind Schiedsrichter und Fachleute nötig, die mit Stoppuhren oder Meßinstrumenten den Bruchteil der Sekunde oder des Zentimeters fest- steilen, um die ein alter Rekord geschlagen wurde. Für den Sportler bedarf es oft jahrelangen Trainings, bis er daran denken kann, den Kampf um die Höchstleistung aufzunehmen. Außer diesen Rekorden, die das ersehnte Ziel des Sportsmannes sind, gibt es aber auch unfreiwillige, die dem Trieb der Selbsterhaltung und der Todesangst entspringen. Einen Rekord im Weitsprung stellte auf diese Art der Chauffeur James Toos auf, als er in Texas fein Leben vor dem „Suppenwagen" rettete. Mit diesem hübschen Ramen bezeichnet man dort jene Lastkraftwagen, die nächtlich die Gegend unsicher machen, indem sie, mit Nitroglyzerin beladen, von der Erzeugungsstätte zu den Petroleumfeldern fahren. Die dickflüssige Masse, die Suppe, wie man den fürchterlichen Sprengstoff nennt, wird bei den Bohrungen auf den Oelseldern zur Auflockerung des Sandes benutzt, damit das Petroleum aus eigener Druckkraft den Weg nach oben findet. Die Suppenwagen verkehren nur bei Rächt und dürfen nicht durch Ortschaften fahren, denn diese wenig sympathischen Fahrzeuge pflegen bei dem geringsten Anlaß in die Luft zu fliegen. Die Chauffeure werden hervorragend gut bezahlt. Sie sind aus Eigenliebe die vorsichtigsten Fahrer der Welt, aber ihre Sterblichkeit ist dennoch sehr groß.
Auf einer Dienstfahrt sah James Toos eines Rachts nach einer Straßenbiegung den Tod, der in Gestalt einer umgestürzten Telegraphenstange quer über der Straße lag. Die Bremsstrecke war zu kurz, um einen Zusammenstoß und die dadurch bedingte Explosion zu verhindern. Er wußte sofort, daß er in der armen Sekunde, die ihm noch blieb, weit, ungeheuer weit um sein Leben springen müsse, nämlich direkt vom Wagen über die breite Straße, auf deren anderen Seite eine steile Böschung absiel, die Deckung bieten konnte. Vom Lederpolstec des Führersitzes sprang er mit bet Kraft der Verzweiflung und kam auch
128055 149889 163980 192752 202827 248116 289557 334504 376571
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Weltmeister Karl Schäfer und Fritzi Burger kehrten jetzt von den Olympischen Winterspielen wieder in ihre Heimatstadt Wien zurück, wo sie von einer riesigen Menschenmenge enthusiastisch begrüßt wurden.
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