Geschichten aus aller Welt
gelangmeilt zur Leinwand hin, gäbt sich wieder zum Schlummer hin. ai
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- Pohl-TönS er« vergangenen Ichres ein tom Leberlandivert be«.
c und Schalter der Licht- sehen. Für seine Mühe- eine Mark, die er in liclt. Die sich später hcr- sich um einen groben wurde ein Arbeiter aus telt, der sich heute vor 'orten hatte. Der gestän- miter Zubilligung nu(- n Betrugs im BWaiir rafevonfechSWo-
Xt Provinz Obeihellen en Landwirt aus Echwar; rndstistung an seinem l befunden und zu einer ilt. Leine Revision wurde toorfen. und das gleiche Anträge auf Diederau'- , die vom Landgericht und
Preußen.
Kreis Wetzlar.
1 Hochelheim, 13.Ian. Ein ernster Um ?l ü d 6 f a 11 ereignete sich bei den Holzfäl - ungsarbeiten im hiesigen Demeindewald. Beim Fällen eine- Baume- wurde der Holzhauer Heinrich QRarttn von einem umstürze n de n Daum getrosten, der ihm aus die Drust fiel und erheblich verletzte. Dr. med. Watz, Hörn-heim, leistete dem Derunglüdten die erste Hilfe.
0 Hochelheim, 13. Jan. Der Gemeinde- r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Senkung der Pachten für Ge - meindegrundstüde Es wurde beschlossen, die Pachtsähe für Gemeindeland um 10 Prozent und die Fischereipacht um 15 Prozent herabzu- setzen.
OGrvß-Rechtenbach. 11. San. Unter dem Dorsitz von Bürgermeister Dr. R e u m a n n traten die Vorsteher der Gemeinden de- Amte- Rechtenbach zusammen, um über wichtige Angelegenheiten der Gemeinden zu verhandeln. In bezug auf die Finanzlage de- Kreises und oen hierzu ergangenen Verfügungen beschlossen die Gemeindevorsteher als Verwaltungsorgane ihrer Gemeinde die Erhöhung der Bürger st euer, sowie jegliche sonstige Steuererhebung abzulehnen. Die Steuerpflichtigen feien kaum in der Loge, die derzeitigen Steuern auhufrringen. AIS weiterer wichtiger Punkt wurde die bevorstehende Ql c u - regetung der elektrischen Stromversorgung im Kreise Wetzlar besprochen. Der vorliegende Qkrtraggcnttourf der Preußenelektra wurde als völlig einseitig und die Gemeinden schädigend bezeichnet. ES wurde beschlossen den vorliegenden Q3erttag abzulehnen. 3m weiteren Verlauf der QJcrfammlung wurde eine finanzielle Unterstützung der Qlb- dederei des Kreises in Anbetracht der Qlotlage der Gemeinden abgelehnt.
<5 Odenhausen. 12. Jan. Der zum stellvertretenden Gemeindevorsteher gewählte Landwirt und Maurer Ludwig S p e i e r wurde In der letzten Gcmeinderatssitzuna durch den Bürgermeister von Krofdorf für sein Amt verpflichtet und eingesührt.
Hallensportfest in Frankfurt.
Ein ausgezeichnetes Programm.
Die Veranstalter des Hallensportfestes, das am 23. 3anuar in der Festhalle Frankfurt stattsinden wird, lassen eS an keiner Mühe fehlen für das Fest eine erstklassige Besetzung zusammenzubringen. Schon heute sichen zahlreiche der besten deutschen Leichtathleten als Teilnehmer fest, die zum Teil schon alte Bekannte des Frankfurter Publikums und seit Jahren große Könner der Leichtathletik sind, zum Teil aber auch erst in letzter -Zeit zur deutschen Clite aufrüdten. 3m Kugelstoßen sind Hirschfeld, Schneider und der Zehnkampfmeister Sievert die prominentesten Teilnehmer, im Sprinterdreikampf treffen die Meistersprinter der Frankfurter Eintracht, E l - bracher, Mehner und M ä h r l e i n, auf den deutschen Meister 3onath und den Berliner Turner Pflug, dessen Qkrein8famerab Wegener im Hürdenlaufen Altmeister Welsch e r s schwerster Gegner ist, nachdem er in Berlin den deutschen Meister Beschetznik schlagen konnte. 3m 1000-Meter-Lauf erscheint Dr. P e l - her wieder neben zahlreichen deutschen Spitzenkönnern am Start. — Wahrscheinlich wird eine französische Leichtathletik-Expedition der QJeran* ftaltung einen internationalen Charakter verleihen. — Selbstverständlich kommen auch die Handballer, diesmal mit drei Spielen, wieder zu Wort und außerdem wurde das Qlümberger Meisterpaar im Rollschuh-Kunstlaufen, Pfister — Haas, verpflichtet.
Frankfurter Oreistundenrennen.
Zum Dreistundenrennen in der Frankfurter Festhalle am kommenden Sonntag sind bereits zehn Paare verpflichtet worden. Die (Starterlifte hat also folgendes Aussehens Schön-Göbel, Charlier-Deneef, Tieh-Dülberg. Kroll-Maidom, Pwno-Severgnini, Geyer-Rauch, Oesterreich-Al- tenburger, Becht-Schorn, Koch-Schäfer und Lehmann-Pützfeld.
Deutsche Eisschnellauf-Meisterschast.
Am Samstag und Sonntag sollen auf dem Staffelsee bet Murnau die deutschen Eisschnell- laufmeisterschaften zum Austrag gelangen. Als gefährlichsten Gegner des deutschen Meisters und Titelverteidigers Darwa, Berlin ist der neue bayerische Meister Sandtner, München, anzusehen. Seine Landsleute Donaubauer und Steiner, sowie Meier, QHumau, gelten auch als aussichtsreiche Teilnehmer.
Oie ersten Regatta-Termine 1932.
Auf einer Tagung des Westdeutschen Regatta-Verbandes wurden die westdeutschen Termine für 1932 beschlossen und außerdem die wahrscheinlichen süddeutschen Termine bekannt. Die Termine lauten: Westdeutschland: 5. 3uni: Trier, 12. 3uni: Köln und Gießen (Stadtregatten). 19. 3uni: Koblenz, 3. 3uli: Limburg, 10. 3uli: Bad Ems, 17. 3uli: Duisburg, 24. 3uli: Mainz, 31. 3uli: Hengstey-See: Suddeutschland. 5. 3uni: Heidelberg, 12. 3uni: Hanau, 26. 3uni: Frankfurt, 3. 3uli: Mannheim, 10. 3uli: Schweinfurt und Passau, 17. 3uli: Offenbach.
England ensendet 11- und 13-jährige nach Lake placid.
Der englische Eissportverband hat unter seinen Kunstläufern nunmehr die endgültige Auswahl für die Olympischen Winterspiele und die Europa- meister'cha ten getroffen. Rach La e Placid fahren die beiden noch schulpflichtigen Eecilia C o l l e d g e und die neue Meisterin Megan Taylor, sowie 3oan Dix und Molly Phillips. Die beiden ersteren haben London bereits verlassen. Bei
ß e n gegen den Pächter der Quelle und weitere Personen Anklage wegen Hinterziehung der Reichsmineralwassersteuer. Das Urteil lautete auf 91 000 Mark Strafe und 7 9 2 0 0 M art W ertersatz. Die „Sport- quelle" zählt zu den sog. illegalen Quellen, die entgegen dem hessischen Quellenschutz tiefer als fünf Meter gebohrt sind.
Landkreis Gictzcn.
0 ß o I la r, 13. 3an. Am Samstagabend fand im Saale „3ur Linde" die Hauptversammlung der Sängervereinigung Lollar statt. Der 1. Vorsitzende, Georg Schnell, widmete zunächst den verstorbenen Mitgliedern einen Rachruf. Der Geschäftsbericht zeigte eine rege Tätigkeit im letzten 3ahre. Es sanden 57 Gesangstunden statt: der Qkrein beteiligte sich an zwei auswärtigen und sieben hiesigen Qkranftaltun- gcn. Der Gesangstundenbefuch war sehr gut. Der Mitgliederstand am Ende des 3ahres weist 72 aktive, 164 passive und 18 Ehrenmitglieder aus. Für 25jährige aktive Sangestätigkeit erhielten Karl Hofmann, Wilhelm Fuchs und Karl Meister die silberne Ehrennadel. Der Kassenbericht ergab in Einnahmen 2658 Mk. (einschl. 1540 Mark Guthaben aus dem Vorjahre), in Ausgaben 1641 Mk., so daß ein Barbestand von 1017 Mark vorhanden ist. Die Dorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Dorsitzender Heinrich K lin kel, 2. Dorfitzender Erich Efpich , erster Schriftführer Theodor Pfaff, 2. Schriftführer Georg Schnell, 1. Rechner Ludwig Klinke l, 2. Rechner Karl K a l e t s ch, Beisitzer: Adam K r e u t e r , Heinrich Espich , Wilhelm Zechner und Heinrich (Bier au, Zeugwart: 3ohann Dietz, Dereinsbote: Karl Hofmann. Auf Dorschlag des Dorstandes wurden die 'Beiträge der aktiven und passiven Mitglieder einstimmig um 20 Prozent herabgesetzt. Das Gehall des Chorleiters wurde auf seine eigene Anregung um den gleichen Prozentsatz gesenkt. Mit Dankes- worten an die Sänger und den verdienten Cswr- leiter Dapper, Gießen, fand die QJerfamm- lung ihren Abschluß.
t Treis a. d. Lda., 12.3an. 3n einer gut- besuchten Versammlung in der Gastwirtschaft 2 e m sprach am Sonntagnachmittag Obstbau- inspektor E n k l e r, Gießen, über„Obstbaumzucht".
den Europameisterschaften in Paris ist England nur durch 3oan Dix und die neuen Meister im Paarlaufen, Ehepaar Mac Kenzie, vertreten, während man auf die Entsendung eines Kunstläufers ganz verzichtet hat, da das Können der englischen Läufer nicht das internationale Riveau erreicht. Die genannten Damen starten nach den Olympischen Spielen noch bei den Weltmeisterschaften in Montreal.
Kurze Sportnotizen.
Bayerns Kunstlaufmeisterfchaften, die schon zweimal verlegt wurden, sollen nunmehr am kommenden Samstag und Sonntag in Berchtesgaden zur Durchführung gelangen.
Runv 8 0 0 00 0 Zuschauer wurden bei den 32 Spielen der dritten Runde um den englischen Fußball-Pokal gezählt, die an Eintrittsgeldern insgesamt 725000 Mk. entrichtet haben.
Der deutsche TenniSmeister der Berufsspieler Hans R ü ß l e i n unterlag in Chi- lago nach hartem Kampf mit 2: 6, 6: 4, 9: 7, 3: 6, 3:6 gegen Big Bill Tilden.
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zum Schlummer hin. Aus dieser Inter- essenlosigkeit war er überhaupt nicht mehr zu er- wecken, und die Veranstaltung mußte refultatlos abgebrochen werden.
Professor Watson äußerte sich hinterher vor Pressevertretern über das Experiment und meinte, es habe eben deshalb versagen müssen, weil das ausgepräa- teste und feinste Sinnesorgan des Löwen die Nase sei und nicht Auge und Ohr. Solange man noch keine Riechfilme Herstellen könne, müßten alle berat’tigen Versuche ergebnislos verlaufen.
Lothar Ehmer, der bekannte Berliner Sechstagefahrer, beabsichtigt, die durch ein Schadenfeuer vernichtete Rütt-Arena als „Velodrom Hasenheide" wieder aufzubauen.
Sportabteilung des Turnvereins Lollar
Am Sonntag hatte Lollars 1. Handballmannschaft die 2. der Polizei Butzbach zu Gast. Die Gäste kamen in starker Aufstellung, zeigten ein sehr schönes Spiel, waren aber vor oem Tor etwas unentschlossen. Die Lollarev waren diesmal komplett, zeigten sich sehr schußfreudig und der Gästetorwart hatte viel Mühe, die Mannschaft vor einer höheren Riederlage zu bewahren. Die Platzbesiher kamen in der ersten Halbzeit zu 4 Toren, denen die Polizisten nur eines entgegensetzen konnten. Nach der Pause legte die Polizei mächtig los und erzielte auch Awei weitere Tore, denen Lollar einen 5. Treffer folgen ließ. Mit 5:3 mußten sich die Polizisten geschlagen bekennen.
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Die 1. Fußballmannschaft hatte Kirchhains 1. Mannschaft als Gegner und konnte sich für die im Vorspiel erlittene 7:3-Niederlage mit einem 5:3-Sieg revanchieren. Lollar war in bester Verfassung und überbot die Gegner an Ausdauer. Kirchhain war technisch besser, aber Lollar glich dies durch Eifer wieder aus. Don Anfang an zeigten beide Mannschaften sehr schöne Leistungen, so daß sich der Kampf nicht nur sehr schön, sondern auch sehr spannend gestaltete. Die Gäste gingen gleich zu Beginn in Führung und ließen wenige Minuten später einen zweiten Treffer folgen. Lollar kam etwas später in Schwung unä holte kurz vor Halbzeit ein Tor auf. Nach Seitenwechsel Oog Lollar mächtig vom Leder, holt auf und übernahm die Führung durch zwei sehr schöne Tore. Die Gäste versuchten das Resultat zu ändern, aber Lollar verschärfte das Tempo und mit 5:3 muh sich Kirchhain den Plahbesitzem beugen. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Epvgg. Leihgestern — Spd. Garbenteich 1. 10:0 (9:0).
Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft des Sportvereins Garbenteich zum fälligen Der- bandssprel in Leihgestern. Vom Anfang des Spieles an zeigte es sich, daß Garbenteich der technisch hervorragenden Platzmannschaft nichts entgegenzusetzen hatte. Nach Halbzeit kämpfte der Gast verbifsen und hart um das Ehrentor, die Angriffe scheiterten aber an der Verteidigung.
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Oberlandesgericht jurüdgetoiefen wurden. Er beraubtet aber immer noch, zuunrecht verurteilt zu sein und richtete an den Landgerichtspräfiden- ten und den Oberstaatsanwalt Eingaben, die schwere Beleidigungen gegen Mitglieder reä Landgerichts und insbesondere den Unter» luchungSrichter enthielten. Die heutige Haupt- »erhandlung ergab die völlige Haltlosigkeit der Erhobenen Vorwürfe. Das Gericht erkannte auf «tne Gefängnisstrafe von vier Mo- ■taten.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tas „THwalbenhaus" in Campinas.
(h) R i o de Janeiro.
Im Staate Minas Geraes, Brasilien, gibt es einen Ort mit einer ganz eigenartigen Sehenswürdigkeit. In der Provinzftadt Camp,nas liegt mitten in einem Garten, im Zentrum der Stadt, umgeben von fchlanken, majestätischen Palmen, ein großes Hous, das auf 11 osten der Bevölkerung unterhalten wird und — den Schwalben gehört.
Es war ursprünglich ein altes Geschäftsgebäude. Als es den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde an anderer Stelle ein größeres gebaut und der Beschluß gefaßt, da» alte Haus abzutragen. In der Zwischenzeit hatten aber Schwalben begonnen, sich in den verlassenen Räumen anzusiedeln. Leute, die an dem Garten vorübergingen, hörten ein Zwit- schern, hielten es anfangs infolge der Entfernung für das Plätschern eines kleinen Wasserfalles. Als dann aber die Arbeiter kamen, um das Haus nieder- zureißen, sahen sie die Schwalben, deren Zahl inzwischen so gewachsen war, daß es ihnen leid tat, die Vögel zu verjagen. Die Arbeiter zogen ab und erzählten die Geschichte in der Stadt. Der Vorfall rief großes Interesse bet der Bevölkerung hervor, und es wurde beschlossen, die Schwalben in dem Haufe wohnen zu lassen.
Alljährlich, wenn die Schwalben während der Wintermonate in wärmere Gegenden ziehen, wird ihr Haus neu instand gesetzt und gestrichen. Es ist bezeichnend, was ein Brasilianer selbst darüber schreibt:
„Wer das Meer gesehen hat und den ersten Eindruck seiner Größe fühlt, dachte vielleicht bei dem Anblick der unendlichen Wassermassen baß alle Bilder, die er bisher gesehen und alle Beschreibungen der See, die er bisher gelesen habe, nicht im Entferntesten der Wirklichkeit nahe kämen. So ist es, wenn man in diese Stadt kommt. Er kann sich nicht erklären, was diese dunkle Wolke von Vögeln, welche am Spätnachmittag über den Himmel gezogen kommt, bedeuten soll. Bis er endlich erfährt, was es damit für eine Bewandtnis hat — mit den schwalben von Campinas."
Ein Löwe sieht sich selbst im Film.
(a) Neuyork.
Ein interessantes Tierexperiment hat der bekannte amerikanische Zoologe Watson dieser läge in Hollywood oorgenommen. Er hat einem erst vor etwa einem halben Jahre gefangenen und seiner Freiheit beraubten Löwen einen Film oorsühren lassen, in dem Kämpfe und Beutezüge von Löwen in der afrikanischen Wildnis gezeigt werden. Es handelte sch um einen Tonfilm der Metro-Goldwnn, der mit Hilfe berühmter Löwenjäaer im belgischen Kongo Gedreht worden ist. Der Zoologe wollte feststellen, wie und in welchem Maße der Löwe auf die tönen- ten Bilder reagiert, in denen er seinesgleichen beim Kampfe um das Dasein sieht und hört. Es handelte sch demnach um eine Art Intelligenzprobe für den Löwen.
Die Veranstaltung war, das sei vorweggenommen, ein» einzige große Enttäuschung und eine Blamage für den König der Tiere. Er wurde in seinem Käsig in den Vorführungsraum gerollt und sprang aus seiner Ruhestellung auf, als der Raum verdunkelt wurde und sich das erste Bild auf der hellen Leinwand zeigte. Dieses Bild zeigte eine Gazellenherde, unö man hätte annehmen müssen sämtliche wilden Instinkte würden in der großen Raubkatze bei die- ft,n Anblicke wach. Nichts dergleichen: der Löwe kauerte sich wieder in seinen Käfig nieder und — schlief ein! Man weckte ihn gewaltsam und zeigte ihm ein weiteres Bild, in dem vier Löwen im Stampfe um eine niebergeriffene Antilope fcstgehal- t u worden sind. Bei diesem Kampfe geht es durch- ous nicht leise zu, im Gegenteil brüllen die kämpfenden Tiere derart, daß dieser Film z. B. zartbesaiteten Tomen am besten nicht vorgeführt wird. Bei diesen vertrauten Klängen blinzelte der zuschauende Löwe
Schöne weiße Zähne: Chlorodont z
3r empfahl In seinem Dortrag einige Sorten Aepfel, Birnen und Kirschen, die in unserer Gegend besonders gut tragen, gab wichtige Hinweise für die Anpflanzung, sprach über Schädlingsbekämpfung und regte die Gründung einer Ortsgruppe deS KreiSobstbauvereinS an. Die Anregung wurde dankbar aufgenommen, unb eS meldeten sich sofort 20 Mitglieder an, die den Landwirt Wilhelm Lindenstruth jr. »um 1 Vorsitzenden und den Deihbindeor Karl Arn end zum Kassenwart wählten. 3m Februar soll Obstbauinspektor E n 11 e r hier einen dreitägigen Lehrgang für Obstbaum- zucht abhalten.
j-i Großen-Linden, 13. 3an. Der hiesige Kriegerverein hielt seine Generalversamm- lung ab. Der 1. Vorsitzende. Kam. Post, gab «inen Rüdblid auf daS abgelaufene 3ahr und gedachte der im Weltkrieg gefallenen und Der später verstorbenen Kameraden. Der Rechner, Kam. L a u n s p a ch , erstattete den Kassenbericht, worauf ihm Entlastung erteilt wurde. Die Wahl von satzungsgemäh ausscheidenden Vorstandsmitgliedern ergab die Wiederwahl deS 1. Vorsitzenden Wilhelm Post, des 2. Vorsitzenden Ludw. Luh, des Rechners Ludw. Launspach und der Beisitzer Lang (Bürgermeister), 3oh. MengeS XI. und L. Schäfer: neugewählt wurden: Phil. Keßler VIII., 3oh. Zaber und Wilh. Keßler I.
Kreis Friedberg.
mButzbach, 11. Jan. Das Auszeichnung S- f e ft des Zweigvereins Butzbach vom VHC., das am Samstagabend im großen Saale des .hessischen Hofs" stattfand, war gut besucht. Ein Orchester der Feuerwchrkapelle brachte Marsche und Konzertstücke zu Gehör. Großen Beifall fanden auch die Männerchöre der Gesangsabteilung. 39 Damen und Herren wurden vom Vorsitzenden ausgezeichnet. Den Höhepunkt des Abends bildete der Vagelsberg- film. Aussterbende Gewerbe des Vogelsberas, prächtige Weidepartien, Schneesport auf dem Hohcrods- köpf, Trachtenfeste, alte Schöpfräder, das Leben und Treiben in den Vogelsbergstädtchen, das alles zog in beweglichen Bildern vorüver, erläutert von Kreis- fchulrat Lorentz (Lauterbach). Tanz schloß sich an, in dessen Pausen BHE.-Bruder Heß (Leihgestern) einige seiner felbstverfaßten Gedichte zu Gehör brachte.
Oberbeffen.
Stadtratssihung in Friedberg.
WSR. Friedberg, 13. 3an. 3n der ersten Tltzung des S t a d t r a t s im neuen 3ahr gab Bürgermeister Dr. Seyd ein Bild von der Finanzlage der Stadt, die stark bedrängt werde von den enormen Lasten der Wohlfahrtsfürsorge. Rund 530 Hauptunterstützungsemp- finger seien gegenwärtig zu betreuen. Auch sei ju befürchten, daß die Steuerbeträge nicht in der erwarteten Höhe eingingen. Der hessische Staat sei mit der äleberweisung von ® te uer an teilen in Höhe von 40 000 Mk. im □ ü d ft and. Don den übrigen Punkten der Tagesordnung seien die Bewilligung einer Wi n -> terbeibilfe in Höhe von acht Zentnern -Brennstoff, sowie das Einverständnis des Statu» titcÄ mit der Einrichtung einer Gedächtnisballe für die Kriegerehrung im neuen Wasserarm hervorgehoben. Da- Projekt, das von Bauart Metzger stammt, sieht den Ausbau des unteren Raumes des Wasserturms zu einer acht Meter hohen Krypta vor. Die Namen der gefallenen Söhne der Stadt sollen auf Steintafeln, k».e in Säulennischen Aufstellung finden, angebracht werden.
Geldstrafe
und Weriersah = 170000 Ml.
WSR. Dilbel. 13. 3an. Ohne daß die Men- gm ordnungsgemäß verbucht waren, wurden große Bestände von Mineralwasser de* -Sportquelle" verkauft. Rach langen iln- isrsuchungen erhob das HauptzollamtGie-
TerAusgemustcite als llntcrkorporal.
N. H. Kopenhagen.
Zu den diesjährigen Herbstübungen im Truppenlager von Därlöje bei Kopenhagen war der hiesige Bäckermeister und Reservist (Ellar Larsen eingezogen worden. Er machte auch seine Sache sehr gut. Denn kurz vor Beendigung der Hebungen wurde Larsen flum Unterkorporal befördert. Um so peinlicher wirkte es, daß der frischgebackene Untertorporal am Tage nach seiner Beförderung plötzlich von der Bildflache spurlos verschwand. Als er auch am dritten Tage nicht zurückgckehrt war, mußte der Hauptmann von Därlöse aus die Militärbehörde in Kopenhagen telephonisch um sofortige Dingfestrnachung des Entwichenen ersuchen, wobei ein kurzes Signalement des p. Larsen aufgegeben wurde, darin cs hieß: Figur schlank, Haarfarbe schwarz. Versehentlich hatte der Hauptmann aber das Geburtsdatum sowie die Wohnung des Entwichenen anzugeben vergessen, weshalb die hiesige Behörde sich die Stammrolle vorlegen ließ, wobei die erstaunliche Feststellung gemacht wurde, daß darin der p. Larsen als untersetzt und hellblond bezeichnet worden war. Kurz ent- schlossen ließ die hiesige Militärbehörde einerseits im Bäckerladen des p. Larsen nachforschen und anderseits bei dem Hauptmann in Värlöse der Ordnung wegen telephonisch rückfragen. Zwanzig Minuten später, als der Telephonbescheid aus Därlöse da war, daß erstens der p. Larsen inzwischen dingfest gemacht worden und daß zweitens der Mann, wie durch Inaugenscheinnahme f-stgestellt, wirklich schlank unb schwarzhaarig sei, brachte eine handfeste Ordonnanz direkt aus dem Bäckerladen herbeigeholt den Beweis für die Richtigkeit der Stammrollenein- tragung: untersetzt und hellblond stand schlotternden Gebeins ein zweiter p. Larsen vor dem hiesigen Militärrichter und erklärte, daß er der leibhaftig richtige, aber durchaus nicht entwichene Reservist und Bäckermeister sei, da er überhaupt nicht an den Herbstübungen teilgcnommcn, sondern sich einen Ersatzmann gekauft habe ... Welches Geständnis so- fort dem Hauptmann in Därlöse und dessen Häft- ling telephonisch unterbreitet wurde mit dem Ergebnis, daß der frischgebackene Untertorporal sogleich ein noch umfassenderes Geständnis ablegte und zu den Akten gab, überhaupt nie vorher gedient zu haben, da er ausgemuftert worden sei, Carlo Jensen heiße, Geselle bei dem richtigen Larsen gewesen sei und ihm für 100 Kronen „Schmerzensgeld" die dies- jährige Reserveübung abgenommen habe ... Woraus sich nunmehr folgende sehr verzwickte Rechtslage ergibt: der desertierte Unterkorporal mußte sofort dem gewöhnlichen Strafrichter übergeben werden unter Kassierung seines Unterkorporal-Patents: der widerrechtlich von den Herbstübungen fcrngebliebene Bäckermeister unb Reservemann mußte sofort nach Därlöse transportiert werden, wo er eine empfind- l'che Strafe zu erwarten hat unb alsbann brei Mo- nate wirb nachexerzieren müssen; ber Militärarzt aber, ber seinerzeit ben p. Jensen als untauglich kassiert hat, wurde zu sofortiger „diesbezüglicher" Aeußerung aufgefordert, unb schließlich wirb jetzt zu erwägen sein, ob ber p. Jensen nicht boch noch nachträglich zur Dienstleistung als Rekrut einge- Zogen werben kann, damit aus bem falschen ein richtiggehcnber Untertorporal erstehen könne. Die 100 Kronen „Schmerzensgelb" aber wirb ber richtige ober falsche Unterkorporal ber Staatskasse überlassen müssen.


