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Kriegsschiffe bett Befehl öeS japanischen Ad­mirals. 21 Salutschüsse zur Feier des Iah. restages der Gründung des japanischen Kaiser­reiches abzufeuern, zur Ausführung brachten. Kaum hatten sie jedoch zwei Schüsss abgefeuert, als die Chinesen mit sämtlichen ifjnet zur Ver­fügung stehenden Waffen das Feuer er­widerten, da.- sie glaubten, daß die Ja­paner einen neuen Angriff eröffnet hätten. Es wurde einige Stunden lang hin und her ge- schossen. Die Japaner fahren fort, ihre Krieg­schiffe und Truppen bei Schanghai und den Wusungforts zusammenzuziehen. An der Vangtse- mündung befinden sich noch ungefähr 4 0 j a - panische Kriegsschiffe und Truppen­transportdampfer. Zwei weitere chinesische Divisionen sind von Nanking nach Schanghai unterwegs.

Am Freitag früh hat bei W u s u n g. 20 Kilometer von Schanghai, erneut ein scharfer Kampf zwischen japanischen und chinesischen Truppen begonnen.

Französisch-japanisches Geheimabkommen?

Kein Fortschritt in den ve»Handlungen der Mächte über Schanghai.

London. 11. Febr. (TU.) Die Verhandlungen zwischen den vier hauptsächlich an der Schanghai- Frage interessierten Mächten über die Japan gegen­über einzunehmende Haltung werden zwar fortge- setzt, haben aber bisher keinen wesentlichen Fortschritt zu verzeichnen. Man will anschei­nend zunächst einmal die weitere Entwick­lung abwarten. Aus Tokio wird berichtet, daß die amtlichen Kreise wenig Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Streites haben.

Daily Expreß" erklärt den japanischen Wider­stand gegen die Friedensverhandlungen mit einem Geheimabkommen zwischen Japan und Frankreich Dafür spreche auch das Anziehen der Aktiien der französischen Rüstungsindustrie, l^can glaube, daß die japanischen Aufträge zu Munitionslieferungen durch den/ran- zösischenHandelfinanziert würden. Auch die japanfreundliche Haltung Paul-Boncours sei aufgefallen. Falls das Bestehen eines Geheim­vertrages zwischen Frankreich und Japan sich nach- weisen läßt, wonach Frankreich die japanische Poli- tik in der Mandschurei und in den Vertragshäfen gegen entsprechende Unterstützung des französischen Standpunktes durch Japan in Genf und Europa billigt, so sei zu befürchten, daß Washington einen ähnliche n Vertrag mit China zum Schutze seiner dortigen Interessen abschließen werde. Diese Fragen würden hinter den Kulissen der Diplomatie sorgenvoll erörtert.

Gegen das Geldhamstern in den Vereinigten Staaten.

Washington. 10. Febr. (WTD.) Präsident Hoover und die Führer des Kongresses haben sich auf einen weitgehenden Plan geeinigt, der ab» äielt auf Flüssigmachung von einer Milliarde Dollarfreien Goldes" derDun- desreservebank und aufAuftauens" derein­gefrorenen Guthaben" Tausender von Danken durch Zulassung von bisher nicht zu- gelassenen kommerziellen Papieren zurDiskontierung durch dieDundes- reservebank. Der Goldbestand der Dundes- reservebank ist weit größer als die gesetzlich vor­geschriebenen 40 Prozent des Notenumlaufs. Es wird erwartet, daß nächste Woche im Kongreß eine entsprechende Gesetzesvorlage eingebracht werden wird. Der Plan ist ein Teil des Feld­zuges der Negierung gegen baß Geldham­stern. Man hofft, einen wesentlichen Teil der Summe von einer Milliarde. 300 Millionen Dol­lar. die schätzungsweise gegenwärtig gehamstert sind, wieder in den Verkehr zu bringen.

Mussolini besucht t^n Papst.

Rom, 11-Febr. (TU.) Am heutigen Jahrestage der vor drei Jahren erfolgten Unterzeichnung ö2rJr.aPranocrträge stattete der italieni- >che Ministerpräsident Mussolini dem Papst tm Vatikan einen Besuch ab, der nach dem angekündigten Zeremoniell in großer Feierlichkeit vor sich ging. Die Audienz dauerte eine Stunde. Ueber den Inhalt der Unterredung ist noch nichts bekanntgegeben worden, doch soll sich Mussolini gegenüber einem Kammerherrn sehr befriedigt ge­äußert haben.

Nach der Audienz stellte Mussolini dem Papst fern Gefolge vor. das aus dem Justizminister, dem ltauentschen Botschafter beim Heiligen Stuhl, oen alnterstaatsfekretären des MinFterpräsidiums und des Außenministeriums, seinem Pressechef und den Herren der italienischen Botschaft be- stand. Anschließend stattete Mussolini dem K a r - ütnalstaatssekretär seinen Besuch ab. Er begab sich dann in Begleitung des obersten Kammerers des Papstes und einigen päpstlichen Würdenträgern in die Peterskirche. Nach eurem kurzen Gebet in der Sakramentskapelle fntetc Mussolini vor dem Hauptaltar nieder. Durch die Sakristei verlieh Mussolini alsdann die Basilika, um in den Palazzo Venezia zurückzu- fe^ren. Auf beiden Seiten der Spalier bildenden Gruppen hatte sich eine ansehnliche Wenschen- versammelt, die dem Ministerpräsidenten lebhafte Kundgebungen darbrachte. Der Kardi- nolsstaatssekretär Pacelli stattete dann dem italienischen Regierungschef im Palazzo Venezia emen Gegenbesuch ab. Der Papst hat dem ita- lienischen Justizminister und dem Finanzminister das Grohkreuz des Petersordens verliehen.

Vorerst keine Landtagsauflösung in Hessen.

Darmstadt, 11.Febr. (1B57L) Zur Frage der Landlagsauflosung in Hessen erklärt die natio­nal s o z i a l i st i s ch c Pressestelle, es sei schon oft und viel über die kommende Auslösung de» Landtags gesprochen worden.Wir sind natür­lich grundsätzlich keine Gegner einer solchen Auflösung, aber wir machen zur Bedingung, daß dieser Landtag noch reinen Tisch macht, d- h. alle laufenden Anträge und Anfragen zu Ende berät." Nach dieser Erklärung darf wohl als sicher angenommen werden, dah in der kommenden Woche die Anträge der Kommunisten und Deutsch­nationalen auf Auflösung des Landtags nicht die Zustimmung der Nationalsozialisten

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Was ist verbotet

Das älteste Mitglied der Deutschen Turnerschaft.

In dem Westerwaldl-Örschen D a u m b a ch kann am Donnerstag der Landwirt P. Schupp seinen 105. Geburtstag feiern. Schupp ist das älteste Mitglied der Deutschen Turnerschaft. Schon als er seinen 100. Geburtstag feierte.-wurden ihm vom Reichspräsidenten, der Reichsreaierung und zahl­reichen Vereinen und Verbanden Glückwünsche dar­gebracht. Schupp erfreut sich guter Gesundheit.

Massenmord in Frankreich.

In der Ortschaft M o i r a x bei 21gen wurde eine Bauernfamilie, die aus vier Erwach­senen von über 50 Jahren und zwei Kindern von acht Jahren bzw. vier Monaten bestand, im Schlaf-. zimmer ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Von dem Täter fehlt jede Spur.

Die Preußenwahl.

Altona, 11. Febr. (END.) In einer

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mehr bestehen: der, den wir wählen. Es soll aber vorher die Garantie geschäifen fein, daß er dem Reich nicht nur präsidiert, sondern daß er das Reich führt.

garren kosteten bei den Gesellschaften baS 1 Mark bis 3,50 Mark. Bei Horcher wurden ein­mal Zigarren dosStückzulOMark geraucht. Leo Sklarek kaufte von 1924 bis 1926 außerdem Schmucksachen im Werte von 60 000 Mk. und zahlte in St. Moritz 270 Franken Pen­sion pro Tag. Das Gestüt brachte den Sklareks einen Verlust von 600 000 Mk. Ab­schließend stellte der Vorsitzende fest, dah die Sklareks in sechs Jahren 11,1 Millio­nen Dankeinnahmen und 2.5 Millio­nen Lieber schüs se aus ihren Geschäften, also insgesamt 13,5 Millionen, entnommen haben, so daß auf jeden her drei Brüder 700 000 Mark pro Jahr kommen.

§ 51 für den Falschmünzer Salaban.

In der Affäre des Falschmünzers Dr. Salaban ist jetzt eine überraschende Wendung eingetreten. Da Dr. Salaban bereits früher in Ham­burg, wo er wegen Betruges angeklagt wor­den war, auf Grund des §51 außer Ver­folgung gesetzt worden war. hat sein Ver­teidiger jetzt erneut den Antrag gestellt, ihn aus seinen Geisteszustand unter­suchen zu lassen. Mit der Erstattung des Gut­achtens wurde Geh. Medizinalrat Dr. Hom­merich beauftragt, der ihn seinerzeit für un­zurechnungsfähig erklärt hatte und der ihm auch jetzt wieder de» ^,51 zugebilligt hat. Die Staatsanwaltschaft hat aber den An­trag gestellt, ein psychiatrisches Obergutachten einzuholen und Dr. Salaban zu diesem Zwecke längere Zeit in einer öffentlichenJrren- anftalt beobachten zu lassen.

Schweres Dob-Anglück.

In Oberhohenelbe (Böhmen), wo sich erst vor kurzem zwei schwere Bobunglücke ereigneten, bei denen sechs Personen schwer verletzt wurden, for­derte ein neues Bobunglück fünfDerletzte. Ein Bob mit Oberhohenelber Gymnasiasten, die auf der vereisten Straße die Herrschaft über den Schlitten verloren hatten, prallte gegen einen Straßenstein und stürzte um. Die fünf Gym­nasiasten stürzten über die Straßenböschung fünf Meter tief hinab und wurden sämtlich verletzt, da­von zwei schwer.

Drei Geschwister Opfer des Life».

tionalsozialistischen Kundgebung in der Ausstel­lungshalle sprach am Mittwochabend der na» tionahozialistische Fraltionsführer im Preußi­schen Landtag, Wilhelm K u b e. Kube sagte, daß die P r euß enw ah len eine negative Mehrheit aus Nationalsozialisten, Deutsch­nationalen und Kommunisten bringen würden, die jedoch imstande sein werde, der positiven Minderheit durch ein Mißtrauensvotum den Sturz der Regierung aufzuzwingen. Um- fassende Amnestie- und Einsparungs- Vorlagen (denen u. a. 33 Polizeipräsidenten­posten zum Opfer fallen sollten) würden die ersten Maßnahmen der Nationalsozialisten in Preußen sein. Zur Reichspräsidentenwahl be-/ schränkte sich Kube auf die Feststellung, daß die NSDAP, selbstverständlich einen Kandidaten no­minieren und sich ihren Mann nicht von den Deutschnationalen ober vom Stahlhelm Benennen lassen werde.

Dr. $ricf zur Frage der Einbürgerung Hitlers.

München, 11. Febr. (CNB.) Zu einem Leit­artikel derMünchener Neuesten Nachrichten", in dem es hieß, man könne im Ernst nicht glauben, daß Hitler die Einbürgerung verweigert werden würde, wenn er darum einkäme, erklärt Dr. Frick in der Nationalsozialistischen Par- teikorrespondenz, noch im Jahre 1929 habe der baye­rische Innenminister Dr. Stützet im Einverneh­men mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held eine von ihm, Dr. Frick, und Dr. Buttmann gestellte Anfrage, ob ein Einbürgerungsgesuch Adolf Hitlers Aussicht auf Erfolg habe, a b - schlägig beschieden. Heute lehne es der Füh­rer der größten Partei Deutschlands ab, die Einbür­gerung zu erbitten.

lelobera, H oherodskopf: Bedeckt, 14 Grad, 1 bis 2 cm Schnee, verweht, feine Sportmöglichkeit.

Alpen: Heiter, minus 8 Grad, 60 cm Pulver­schnee, Sportmöglichkeit sehr gut.

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'Lscrteroo raussage.

Mit dem Vordringen etwas milderer Luft von der östlichen Störung ist bei uns der Frost um 2 bis 3 Grad zurückgegangen. Dagegen hat sich in Süddeutschland der Frost weiter bis zu 20 Grad verschärft. Das Frostwetter hält an, wobei aber jetzt , die Werte gewissen Schwankungen unterworfen sind.^denn mit dem Herannahen und dem Abzug der Störung im Norden bringt teils etwas mildere und feuchte Luft mit Bewölkung, teils kältere mit geringerer Bewölkung vor.

Au ssich ten für Samstag: Wolkig und aufheiternd, vereinzelt leichte Schneefälle, weiter­hin Frost, jedoch mehr schwankend zwischen Ab­schwächung und Zunahme.

Aussichten für Sonntag: Fortdauer der herrschenden Wetterlage.

Lufttemperaturen am 11. Februar: mittags minus 6,1 Grad Celsius, abends minus 8,1 Grad: am 13. Februar: morgens minus 8,2 Grad. Maximum minus 5,7 Grad, Minimum minus 8,7 Grad. Niederschläge 0,2 mm. Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 11. Februar: abends minus 1,5 Grad: am 12. Februar: morgens minus 1,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer %% Stunden.

Amtliche Winlerfportuachrichleu.

Amtlich wird aus Dc vH Beendigung des d feurig des Reichsp E über den jetzt gell Ä m S legendes verbot des hessjst A,1931.- das sämtlich NAruge, Md)' Sammlungen uni Fn ? na^ toie vor i « Ollo die Versa Ln «en Räume ^ 'Eesondere auch ^dmgs an der Tages <hlc Polizei mit allci NL^vonOr

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3m Juni Neparationskonferenz.

Iranzösisch-britische Einigung. Oer Konferenz bleibt alles Vorbehalten.

Paris, 11. Febr. (WTD.) Laval hatte heute eine Unterredung mit dem englischen Bot­schafter Tyrrell, die sich auf das Repara­tionsproblem und auf die Haltung, die Frank­reich und England in dieser Hinsicht einnehmen konnten, bezogen habe. DerMatin" erklärt, in der Unterredung habe man sich grundsätzlich über den Text einer Formel geeinigt, die die kürz­liche Vertagung der Lausanner Konferenz über die Reparationsfrage begründet und die Wie­deraufnahme der allgemeinen Ver­handlungen zwischen den beiden ©laubiger- mächten und Deutschland auf den Juni an­beraumt. Diese Forderung regele nichts hin­sichtlich des Abkommens, das für eine beschränkte Periode an die Stelle des Hoover-Moratoriums treten soll, und auch nichts hinsichtlich der Ge­samtheit des Reparationsproblems. In allen we­sentlichen Punkten, die kürzlich noch den Gegen­stand der Verhandlungen der Sachverständigen bildeten, übernehme weder die französische noch die englische Regierung irgendeine Verpfl'.chtung. Die Debatte werde also uneingeschränkt der nächsten Konferenz Vorbehalten bleiben. NichtLdestoweniger weigerten sich die englische und die französische Regierung, und zwar im Rahmen und im Geiste des Kom­munique von Washington, energisch, eine ein­seitige Kündigung des Voung - Pla­nes durch Deutschland zuzulassen, mit anderen Worten: Frankreich und England seien zwar bereit, der Weltwirtschaftskrise Rech­nung zu tragen und Deutschland provisorisch

die Durchführung eines frei unterzeichneten Pla­nes zu erleichtern, aber jede weitergehende Ent­wicklung der allgemeinen Verhandlungen hänge bekanntlich immer von den Absichten Amerikas ab; die R e p a r a t i o n s f r a g e und das Pro­blem der interalliierten Schulden blie­ben also eng miteinander verbunden. Doch ein Kuhhandel in Paris?

Was hat England zugestandcn?

London, 12. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der PariserTimes"-Korrespondent meldet: Sobald Sir John Simon die Pariser Reparationsoerhandlun- gen gebilligt hat, werden Besprechungen mit der deutschen Regierung durch Vermitt­lung des deutschen Botschafters in Paris folgen. Ueber den Inhalt der französisch-englischen Verein­barungen glaubt der Korrespondent Mitteilen zu können, daß im Juni eine Reparations­konferenz abgehalten werden soll. Bis zum 1. Juli wird die jetzige Regelung beibehalten. Die britischen Vertreter haben den französischen Wünschen einen sehr versöhnlichen Gei st gezeigt und die französische Regierung sei ihr dafür t n d e r Frage der 15prozentigen Zoll­aufschläge auf britische Kohlen ent- g e g e n g e k o m m e n. Bei den Verhandlungen sei keinesfalls von einerEinheitsfront" gegenüber einer dritten Partei die Rede gewesen. Es werde übrigens noch erheblicher weiterer Erörterungen bis zur Reparationskonferenz bedürfen.

AationalsoMismus und Präsidentenwahl

Goebbels über die Hmdenburg-Kandidatur.

Berlin, 11. Febr. (TU.) Unter der Ueberschrift Wer wird Präsident?^ beschäftigt sich der Führer der Berliner Nationalsozialisten, Dr. Goebbels, in einem längeren Artikel imAngriff" mit der Präsidentschaftsfrage. Goebbels schreibt u. a.:Es besteht für uns keinerlei Veranlassung, die Stellung des Abwartens aufzugeben. Wir haben Zeit. Wir lassen uns auch durch die treibhausartig auf* schießenden Zahlen des sog. Sahm-Ausschusses nicht aus der Ruhe bringen." Goebbels wendet sich dann gegen ein Gerücht, wonach Teile der Harzburger Opposition sich mit der Absicht trügen, aus der Front auszuspringen undeinen Entschluß zu fassen, der das System weiterhin in seiner Sicher- beit verankern würde". Die nationale Opposition hat sich in Harzburg zum Sturz des Kabinetts Brüning und des von ihm vertretenen politischen Systems zusammengetan. Jeder sollte geächtet fein, der aus dieser Gemeinschaft aus­breche. Wer den Makel eines solchen Verrats auf sich nähme, würde sich darüber klar fein müssen, daß er sich damit gegen die Millionenmassen der Nationalen Opposition stellt und in kürzester Frist feine politische Existenzberechtigung vollends verliert.

Heber Hindenburg sagt Goebbels dann fol- gendes: .Bei den kommenden Ause.nandersehun- gen steht der Name Hindenburgs nicht einmal so sehr im Vordergrund als vielmehr die Poli­tik, die er auf Ratschlag seines Kanzlers m i t seiner Autorität gedeckt hat. Hindenburg hat den Voungplan unterschrieben, er hat Drü. nings Notverordnungen verantwortet, er hat die Zwangsgesetze gegen Presse und Mei­nungsfreiheit m i t g e m a ch t und die Uniform» verböte erlassen. Die in diesen Begriffen ein- geschlossene Politik muh nach dem Wi len der na­tionalen Opposition beseitigt werden. Darüber kann es gar keine Diskussion mehr geben. Und geht das nicht mit Hindenburg, dann muh es eben gegen ihn gehen, es sei denn, der Ge. neralfeldmarschall entschließe sich dazu, daß es ohne ihn gehen soll. Wir lassen uns auf keine Kompromisse mehr ein. Wir wollen auch keine Versprechungen. Wir verlangen Ware für unser Geld." Wer Präsident wird, darüber könne, so schließt der Artikel, kein Zweifel

den

finden und bte Auflösung daher nicht in Frage kommt.

Aus aller Welt.

Dec Aufwand der Gebrüder Sklarek.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichspräsident empfing Donners^ tagvormittag den Reichskanzler zum Vor­trag. Der Reichska-'zler berichtete dem Reichs^ Präsidenten über Genf.

«XZA TeichSrat stimmte dem Vorschläge des RelchSarbettsmimsters zu, für das Jahr 1932 neue ausländische Landarbeiter nicht mehr nach Deutschland hereinzu- lass en. 1930 betrug das Kontingent 100 000,

Die nächste Aeich s t a g s s itzung wird am ©lenätag, dem 23. Februar, stattfinden. Auf der Tagesordnung steht die Festsetzung des Termins für die Wahl des Deichspräsi- denten. Die Vorlage der Regierung wird vor- auSsichtlrch vom Reichsinnenminister Groener selbst begründet werden. Daran dürfte sich eine größere politische Debatte anschließen.

1931 immerhin noch 50 000. 37 000 bis 40 000 ausländische Landarbeiter, die bereits hier sind, bleiben allerdings trotzdem in Deutschland. Ein Antrag des Hommerschen Provinzialvertre­ters, GrafenBehr, wenigstens ein Kontingent von 30 000 ausländischen Landarbeitern zuzu­lassen, wurde a b g e I e 6 n t.

Bei dem Apostolischen Nuntius D r f e n i g d fand anläßlich der zehnten Wiederkehr des Krönungs­tages des P a p st e s Pius XL ein Empfang statt, zu dem auch Reichspräsident v. Hinden­burg erschienen war. Ferner waren u. a. erschienen Reichskanzler Dr. Brüning, Vizekanzler Diet­rich, Ministerpräsident Braun, Bischof S ch rei­be r, die Botschafter von England, Amerika, Frank­reich und Italien.

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Die bisher dem Hindenburg-Ausschuß gemeldeten Ein ttagungen beliefen sich am Donnerstag auf 1 450 000.

Der Gesetzgebung sausschuß d e s Hes­sischen Landtags nahm gegen vier Stimmen einen Antrag Dr. B e st (NS.) an, der die Miß­billigung der von den hessischen Polizeibehörden wegen Mangels an Polizeibeamten ausgesprochenen Versammlungen erböte ausspricht. Die Re­gierung wird aufgefordert, die Polizeibehörden an* zuweifen, keine Verbote politischer Versammlungen wegen Mangels an Polizeibeamten mehr auszu­sprechen.

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Der polnische Generalkommissar in Danzig, Straßburger, hat feine Demission ein­gereicht, die angenommen wurde. Als Nach­folger ist der bisherige polnische Generalkonsul in Königsberg, Papee, auSersehen.

3nt Sklarek-Prozeh erörterte das Gericht _... übermäßigen Aufwand, der den Gebr. Sklarek zur Last gelegt wird. Dabei wird festgestellt, daß Leo SNarek sich in der Inflationszeit eine Villa in Westend gekauft hat, während Willi Ski. eine Villa mietete, für die er jährlich 20 000 Mark zahlte. Der Oberstaatsanwalt stellt fest, daß eine Dadezimmereinrichtung aus Marmor 5000Markgekostet habe. Die Skla­reks hätten seidene Hemden, das Stück zu 90 Mark und Socken zu je!6MarkdasPaar getragen. Der Vorsitzende erwähnte, daß Leo S von März bis September 1929 für ®eli- katessen über 5000 Mark auägegeben «Skl- habe in zwei Jahren für über 30 000 Mark W e t n getarnt, wöbet eine Flasche Kognak 80 Mark gekostet habe. Bei der Ein- fegnung des Sohnes von Leo Sklarek wurde für 3000 Mark Wein getrunken. Dom j. biz 1. L^p, tember 1929 hat Leo Skl. 4,5 P f un d K a v i a r 8« je 70 Mark das Pfund verbraucht; Zi-

Der Wahlkreisvorstand der D e u t s ch e n V o l k s- Partei Hessens faßte folgende Entschließung: Der Wahlkreis Hessen der Deutschen Volkspartei ist der Auffassung, daß es für die Reichspräsidenten­wahl nur einen Kandidaten des natio­nalen Deutschlands geben kann: Hinden­burg! Es ist daher Pflicht aller volksparteilichen Wähler und Anhänger, sich unverzüglich in die auf- liegenden Listen einzutragen."