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11.10.1932 Erstes Blatt
 
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Hugenberg zum Lahrestage von Harzburg.

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Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für Re. Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20u; mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange,- für Feuilleton Or.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfür denAn. zeigenteil i. V.TH.Kümmel sämtlich in Gießen.

Parteien im Wahlkampf

ch als solche beiwohncv.

Leiuschlond 1 48390 Ser. abgeschlossen, nil einer ffie> n Reichsmark die Oeffenl. men Zeit do, nkt zugeführt

Lahn im Jie Statistik erfradjtungen n erteblichen wurden nur i im Lugust. es Lorjahrcs er 1931 mir« .

ufoireib« tritt für alle m 2 Pf. pro eichmähig in ne £iterprei|e Pf und für g lauten die "für Breslau iln 37,41 und

ahlwerks« eilt mit, daß Auftrag auf ih zwar hm- n und 15 000 ab lofßri gc«

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und Pros. ^kOrchc. Trauerspiel 45 bis 24:

Paris, 10.Off. (WTB.) havas feilt mit, daß ölt Begegnung zwischen Macdonald und Herriot, deren Zeitpunkt noch nicht fest­stand, am 13. Oktober in London stattfin- öen werde, herriot wird Paris am Mittwoch ver­lassen. Rach einigem Zögern bestätigt auch das joreign Office den bevorstehenden Besuch hcrriots in London. Amtlich wird zwar von einer Einladung Macdonalds an herriot ge­sprochen, doch besteht kein Zweifel darüber, daß den Engländern der Besuch herriots sehr unge­legen ist. Noch Montag früh hieß es, es sei raglid), ob Oie Reise herriots sich in die Disposi­tionen des englischen Ministerpräsidenten einfügen lassen könne. Die Aussichten für eine Konferenz der oier Mächte werden hoffnungsvoller beurteilt, man hofft, dah die Unterredung Macdonalds mit herriot zu einer Festlegung des Zeitpunktes, des Zusammenkunfts or f es und auch des Umfan­ges der Konferenz führen möge. Ls zeigt sich auf englischer Seile schon wieder die Neigung, der fron- zosischen Forderung auf Hinzuziehung von einigen kleineren Mächten einschließlich loten nachzugeben, wenn dadurch der Kaufe- renzgedanke gerettet wird, hinsichtlich der Stellung­nahme Deutschlands glaubt man in London, dah die deutsche Regierung sich auch zu einem ande-

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Des Reichskanzlers Besuch in Bayern.

Reichskanzler von Popen in München eingetroffen.-Besprechung mit Or. Held

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-vezugspreis:

Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr .. -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

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Frankfurt am Main 11686.

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der offizielle Staatsbesuch Popens in München einem besseren Verstehen zwischen Reich und Bayern den Weg bereite und für ihn eine Platt­form schaffe, auf der dann auch die notwendigen gemeinsamen Arbeiten für das allgemeine Wohl erfolgversprechend geleistet werden konnten.

Reichskanzler 0. P a p e n werde wohl wissen, daß die bayerischen Minister mit Ministerpräsident Dr. Held an der Spitze mit den offiziellen Höflichkeiten manch ernstes politisches Gespräch um Bayerns und Deutschlands Zukunft willen verbinden müssen. Unter dem Einfluß der in den vergangenen Wochen in Bayern laut gewordenen Stimmen einer ar ro .^'bischen Besorgnis über den neuen Kurs im Reich mit feinen verschiedenen Begleiterschei- nungen könnten die Unterhaltungen wohl schwerlich einer vollkommenen Zustimmung zu. allen Taten der politischen Stupfe, die Herr 0. Papen für sein Kabinett sich ausgesucht habe, gleichkommen. In f v Reiche hätten sich Dinge ereiq-

, eKb,ecnCar.^er der gegebenen Beruhigun- 0en in die Position des Mißtrauens so sehr zurück- jagten, daß sie just zur gleichen Stunde, da Herr von Papen m München zu Gast sei, vor dem Staatsgerichtshof in Leipzig gegen ihn und (eine Maßnahmen laute Klage führten. Es wäre falsch, diese Klage als einen Vorstoß gegen die Person des Reichskanzlers zu werten,

der Schrift der Länder in Leipzig fei vielmehr ein ernstliches Vorgefecht im großen jetzt begonne­nen Feldzug der Meinungen über die Durch­führung der in Berlin geplanten Reichsreform.

Die Bayerische Staatszeitung führt dann die weiteren Fragenkomplexe an, die in der politischen Aussprache mit dem Kanzler eine eingehende Er- orterung verdienen, und schließt mit dem Hin­weis, daß die schönste Frucht des Kanzlerbesuches wäre, wenn aus ihm im Verein mit der in mehr als einem Feuer erhärteten aufrichtigenBe- reit sch ast Bayerns, aus allen Kräften am Wiederaufbau Deutschlands mitzuarbeiten eine Zusammenarbeit erwachsen könnte die über manche noch bestehende schwerwiegende Mei­nungsverschiedenheit eine festeDrückezu schla-

Sen vermöchte In dieser Hoffnung sei dem offi­ziellen Vertreter der Reichspolitik bei seinem De- such in München ehrlich die Hand ge­reicht.

Oer Bayerische Bauernbund für Papen

München^ 10. Oft. (ERB.) Der Landesvor-

. des bayerischen Dauern- und Mittel st a ndsbundes befaßte sich am Sonntag mit der Festlegung des Reichstagswahl­programms. Der Bauernbund wird selb st ä n - d l 9 in den Wahlkampf ziehen. Nureinev 0 m Parlament losgelöste Präsidialge- walt sei imstande, in Deutschland wieder Ord- nung zu schaffen, weshalb der Bauernbund d i e b^^^k^^eReichsregierungtolerie- r n werde. Außerdem tritt erfürdieSchaf- f u n g e i n e r Zweiten Kammer, ausgehend von Landern und Ständen, ein. Die Weimarer |

Herriot fährt morgen nach London

Frankreich hat die Vorbesprechung mit Macdonald durchgeseht.

Berlin, 10. Oft. (TU.) Zum Jahrestag von Harzburg nimmt Dr. Hugenberg imTag" u. a. toie folgt Stellung: Vie war die nationale 5rLn,t Jtarfer a[d in jenen Tagen des Zusam­menschlusses. Da regten sich, hervorgelockt durch ^ne geschickte Taktik derjenigen, die damals mit Brüning gingen, bei den Nationalsozialisten die Geister der Zersetzung, des Ehrgeizes, der Eifer­sucht, des Machtdurstes und der Zwietracht der Diadochen. So war dieses ganze Jahr auf feiten der Nationalsozialisten eine große Kette v e r paßter Gelegenheiten. Harzburg ist nicht ohne Frucht geblieben. Das seitdem vergan­gene Jahr hat auf anderen Wegen, wenn jetzt nicht weitere Fehler begangen werden, d i e W e n- dung zu den Zielen von Harzburg ge­bracht. Der Nationalsozialismus mag tun, was er will, wenn wir anderen nationalen Men­schen jetzt unsere Pflicht tun, so bleibt es bei dem einen großen Ergebnis der letzten drei bis vier Jahre: Weimar und seine fürchterlichen Zirkel sind zerstört. Leider war das gleichbedeutend mit einem Zwange zur Zerstörung der todbringen­den politischen Schlappheit des sogenannten Bür­gertums, das immer in Deutschland die Mehr­heit hatte und Deutschland trotzdem durch feige Duldung des Marxismus immer tiefer ins Elend führte. Es muß autoritär regiert wer­den. Das sieht im Grunde das ganze Volk ein Der Weg zu einer besseren Zukunft ist damit frei Es kommt jetzt nur daraus an, ihnrichtig und klar zu gehen. Das Ende darf nicht Enttäu­schung, sondern Verwirklichung des Na­tionalismus sein. Es darf nicht neuer Op­portunismus, neuer bürgerlicher Gouvernemen- talismus ohne Willen und Kraft fein. Sonst gibt es ein fürchterliches, nie dagewescnes Elend Das weiß ich ebenso sicher wie mir die Folgen des Vvungplanes vor Augen standen. Es darf nicht Rückfall der Arbeitnehmer in die alte dumpfe Friedlosigkeit fein, sondern ihre wirk­liche Eingliederung in die nationale Gemeinschaft - nicht Zerstörung des Bauernstandes, sondern eine neue Bauern­befreiung nicht Greisenhaftigkeit, sondern

O>e erste Fühlungnahme.

11DfL <WTtz. Funkspruch.) Re!ch-.

r D t in p en empfing im Außenministerium die P r e s s c. Der Reichskanzler erklärte, die Regie­rung habe vom ersten Tage an betont, daß sie b e - hVl-f °ob-f ralistischem Standpun-kt K' 6 ber großen Aufgabe, die ein

neues Deutschland geben solle nur möglich sei wenn man a He Kräfte zur Äl j t a r b e i ^.h e r a n - z i c Y e. Der Kanzler würdigte weiter die große Auf- gabe der Presse, an dem großen Ziele mitzuwirken, das Reich neu und großer auf einer Volksgemein- febaft aus dem Erlebnis des großen Völkerringens aufzubauen Vom Ministerium des Aeußern aus begab sich der Kanzler zum R a t h a u s, um auch der Stadt München seinen Besuch zu machen. Er legte dann einen Kranz am Gefallenen- ö en f mal nieder und stattete in den Mittagsstunden noA dem p a p ft lichen Nuntius sowie dem Erz­bischof von München, Kardinal Dr. von Faul- h a b er einen Besuch ab. - Zm Bayerischen Landtag bewillkommnete der Landtagspräsident -vr. ata n g den Kanzler mit einer Ansprache auf me von Papen erwiderte, die Herren dürften gewiß sein, daß die Belange Bayerns in Berlin

f offenes Ohr finden würden. Das Reich sei leider so arm wie die Länder; aber wenn es sich irgendwie ermöglichen ließe, werde bestimmt den Landern geholfen werden. Es werde nie ver- geffen werden, was die Länder und speziell Bayern - d e m R e i ch e g e l e i st e t haben

Bayerns Erwartungen.

München 10. Oft. (END.) Das Organ der bayerischen Negierung, dieBayerische

-f 1 f,u n 9 - schreibt zu dem Besuche des Reichskanzlers u. a., man müsse dem Nach­folger Brünings, dem Reichskanzler v. Papen zugestehen, dah er von der Kunst, die Menschen zu behandeln und dabei für sich zu werben auherordentlich viel verstehe, und er selber werde Befriedigung feststellen, daß ihm diese oft verblüffende große Geschicklichkeit manchen zum Anhänger gewonnen habe, der ihm zu Beginn seiner Amtstätigkeit noch reichlich grollte. So könne es auch geschehen, daß

Gevenng zur Einsetzung -es Reichskommiffars in Preußen. J.c.r [ i " ,11. Okt. (TU.) Minister a. D. Severina tors Dr - ^**"9 des Ministerialdirek? IMnnn ?°Fft^ner .vor dem Staatsgerichtshof in y (Sn? ^oermg dem Reichsinnenminister die Einsetzung eines Reichskommissars selbst baxG' 7^ dabe niemals Herrn v Gayl zu der Einsetzung eines Reich«. Eommifjars ermuntert. Ich habe ihm in mnhin\@rpra^ 6^fagt, daß ich mir sehr rool}! benfen könne, daß nach den Reichstagswahlen (die Ende Juli stattfanden) die Zeit reif sein werde, um jenen Plan der Verwirklichung näher zu bringen, der im Sommer 1931 zwischen ÜJl'i.

I nifterpräfibent Braun und Reichs- ranzler Brüning erörtert worden ist: In einer Personalunion zwischen Reich und Preußen eine Zusammenlegung d e r Mi- nist er ien herbeizuführen. Ich habe aber ander- feits im Gegenteil dringend gebeten, nicht ohne g e | etz 11 ch e G r u n b l a g e einen Reichskommissar ffrNHfe.Öen f>abe f^'^hm auch eine öffentliche sprach mit Herrn 0. Gayl veröffentlicht, als Gerüchte im Gange waren, daß dcis Reichsinnenminlsterium die preußische mnH 1 6 ° 5 übernehmen

5 ; ^rn,D- Hayl gefragt, ob er die

QueUe dieser Gerüchte kenne. Herr v. Gayl hat da- n,nn sich noch auf meine Erklä-

h ? ; baLble p^ußrsche Polizei fest in

oer Hand der Regierung fei."

EinGymboldeslZungdeuffchenOrdenS i/m^beVfab!/ ^.Okt. (ERB.) Auf dem Reichs- fch^esterntag des Jungdeutfchen Ordens äußerte programmatisch über die r? rn^c^U!9aben Jungdeutschen Ordens. Es Plon ausgearbeitet wor. oen mit dem Ziele der Bekämpfung der Ar- Dilr5m?fl9(neit UJb ^s Parteiismus. Diefer Plan solle durch ein Symbol gekennzeichnet anhe-Hf1* d Ie N 0 tza n g e. Diese Zange solle hm^nerf' m ?eni 2ungdeutschen Orden ge- Hnaen sei, die Nuß zu knacken, die andere nicht Äh mnn& nir Pf^le der Zange sollten

folgende Punkte kennzeichnen: 1. Siedlungs - plan auf 1 Million Däuerstellen: 2. Beschaf- X)"9 D0" äncr Salden Million Arbeiter, An- Mellten und Beamten nach Durchführung dieses ?00non9Sne5- 3; Unterbringung von h i a einem Zweijährigen Volks-

J'ILasten- und Steuersenkung nach Unterbringung von etwa 3 Millionen Arbeits­losen auf dem angegebenen Wege.

, München. 11.OH. (WTB. Funkspruch.) Reichs- $taafsVfr°pr P-na.Pen/raf beUfe frü() begleitet von $faafsfefrefar p l a n ck von dec Reichskanzlei Mini- sterialdirekfor M a r ck s, dem Chef der preffeabfei- ""9 b Re.chsregierung, Ministerialrat pukos und dem bayerischen Reichsratsbevollmächtigten Dr. ° °w-« C 9 lm ^"nchner Hauptbahnhof ein. bPimmÄfCaf,hent ?r^e,b begrüßte den Kanzler ihm .. ü Salonwagens herzlich und stellte hm die zum Empfang erschienenen Herren vor. Der nnm3 nrbe«ab im Kraftwagen, begleitet

oom 2nin,fferprafiöenten, zum Haus des Minister- Präsidenten, wo er Wohnung nimmt, während die

fe"cc Begleitung sich zum HotelBayrischer Hof begaben. Am 10 Uhr findet im Ministerium des Aeuheren die Vorstellung der baye- faatsregierung statt, um 11 Uhr folgt eine Presseempfang.

uC^-ÖI l?c Schaffenslust inmitten einer Welt die ledern einzelnen tausend Hoffnungen er- öffnet, weil hinter jedem einzelnen die Ra­tio n steht und jeder einzelne hinter der Ration. Ich rufe der Jugend zu: Laßt uns auch ohne dieienigen, die uns seitdem verlassen haben, Harz- bürg verwirklichen. 6

ör. Goebbels wirb bei ben Neutschnationalen sprechen.

I ren Verhandlungsork als London be- reiffinben wird, sofern es nicht ausgerechnet Genf ist. In London glaubt man, daß der Konferenzort weder London noch Genf fein wird. Man versucht, alles zu tun, um den Meinungsaustausch auf die vier Hauptmächte und einen ame­rikanischen Beobachter zu beschränken. Was sagt man in Berlin dazu?

Berlin, 10. Oft. (TU.) Die Absicht des fran­zösischen Ministerpräsidenten, noch vor dem Zu- ammentritt der Fünfmächtekonferenz zu einer Aus­sprache mit Macdonald nach London" zu Reifen ist in Berliner politischen Kreisen mit Ruhe h'in- genommen worden. Sollte Herriot versuchen durch diese Besprechung der Entscheidung der Fünf' machtekonferenz irgendwie vorzugreifen so dürfe sich das alsbald nach Beginn der Fünfmächte­konferenz Herausstellen und zweifellos sofort zu einem Verzicht Deutschlands auf die meitefe leiliKiljme an der Konferenz j fuhren. Was die Wahl des K o n f e r e n z o r t e s angeht, so wird Genf als Sih des Völkerbundes von Deutschland ohne weiteres abgelebt. Auch Lausanne wird angesichts der Erfahrungen, die I bei den letzten internationalen Konferenzen gemacht worden sind, nicht als ein Ort angesehen, der die für einen gedeihlichen Ausgang der Konferenz ge­eignete Atmosphäre hat.

Berlin (S2TO.) 3mAngriff wird otn rief von Dr.Goebbels an die ^artciIei tun9 ber DRVP. ver­öffentlicht, m dem Dr. Goebbels mitteilt, daß am fommenoen Mittwoch im Berliner Sportpalast ne Massenkundgebung der RSDAP stattfindet, in der er mit Landtagspräsident Kerrl V ?.U seinandersetzung mit dem analer und der hinter ihm stehen- eutf^ nationalen Volkspartei beabsichtige. Dr. Goebbels ersucht, zu dieser Ver­sammlung einenRednerzur Diskussion zu entsenden, dem eine Stunde Redezeit zu- gebilligt wird. Dr. Goebbels garantiert ihm mit 'eulem Wort, daß ihm kein Schaden zugefügt uub die Versammlung ihn ohne Zwischenrufe und ohne Mißfallenskundgebungen Gehör schenken werde. Sollte Geheimrat Hugenberg diese Be­dingung als nicht tragbar erachten, da es sich um eine nationalsozialistische Versammlung han­delt, so erklärt sich Dr. Goebbels bereit in jeder deutschnationale nV e r s a m m- lung auf Anforderung als Diskussions- r e d n e r z u erscheinen, wenn ihm dabei eine halbe Stunde Redezeit zur Verfügung gestellt wird.

. A'lT^Aocobels hat die Hauptgeschäftsstelle der DRVP. ein Äntwortschreioen gc® ct ?cin Ui o- darauf hingewiesen wird, daß Goebbels eine öffentliche Diskussion offenbar vorgeschlagen habe, um die öffent- li$e Aufmerksamkeit von den dauernden Stö- rungsversuchen der NSDAP, abzulenken und Reklame für eine Versammlung Dr. Goebbels' zu machen Die Deutschnationalen lehnten es des- ?cbner die vorgeschlagene Mittwoch Versammlung zu schicken. Sie würden aber Dr.Goebbels die Möglichkeit ge-

I h.e n. sich sachlich mit den Teutschnationalen aus- einanderzusehen und würden ihm mitteilen in solcher deutschnationalen Versamm- n 9 lhm eine Stunde Redezeit gewährt werden wurde.

Die ASDAp.-Kundgebung im Sportpalast verboten.

Funkspruch.) Die von

Ratlonalsoziallsten für morgen abend angekün- Digte Kundgebung im Sportpalast, bei der Dr. G o e b- b eis und der ßanbtagspräfibent Kerrl sprechen ffl°rU?n'hf ous sicherheitspolizeilichen Gründen verboten worden.

Parteitag derWirischastspariei

Berlin 10. Oft. (LDZ.) Die Wirtschafts, am «onntag in Berlin einen außer- ordentlichen Parteitag ab, um zu den Reichstags- wahlen Stellung zu nehmen. Nach einem ausführ, lichen Bericht über die Sammlungsbestrebungen hCr Mittelparteien, die ohne Schuld

Plr, s^'^^f^portei gescheitert seien, wurde be- fchlossen, daß die Wirtschastspartei an ihrem Parte,namen f e st h ä l t und mit voller

Sandigkeit i n den Wahlkampf ZEht. Durch eine geeignete L i st e n v e r b i n - oofur oorge getragen, baf} keine Stimme oerloren geht. Im Rahmen des Parteitags sprach dann Reichsiuitizminister a. D. Dr. !B r o b t über b.c Ziele des Wahlkampfes. Am Schluß der Aus- spräche wurde eine Entschließung angenommen, in Der es heißt, daß die Partei jede Politik unter® ftu§en b,e ben und b i e Frei - lrt^art' b,e Forderung der tSCntJ?%rantroortun3 und die völlige Ausschaltung des Sozialis-

'N 1 e de r Forrn zum Ziel hat. Darüber hinaus werde die Partei alle Kraft für die S a m m - lung des bodenständigen christlich, nationalen Bürgertums einfetzen. Die

befr^e'$5iiftembcr Wirtschaftspartei, die wahricheinlich mit der Bayerischen Volkspartei wie- ber vereinigt wird, führt diesmal Prof Dr B re d t An zweiter Stelle wird dann der bisherige Reichs-' tagsabgeordnete Köster stehen. Die dritte Stelle ist einem Vertreter aus Sachsen vorbehal- ten, wahrend die vierte der Parteiführer D r e w iR inne hat. u

Kleine politische Nachrichten.

Sn Frankfurt a. M. fand der Landes- Parteitag der Deutschen Staats- h u r t e i i n H e s s e n statt. Nach einem Refc- schlolü-n ^ndesvorsihenden wurde einstimmig bc-

** von den Unterhändlern 'Kder A ??^ereltete Einigung mit den Radikaldemokraten abzuschlichen und in

Verfassung müsse reformiert werden unter Der- ftarf ung f ööera tioenllnter&aueg bot -^C1^C^?UC6 cine Renderung beö Wahlrechtes dringend notwendig, wo- bei vor allem die Heraufsetzung des aInC1Lß öie Beseitigung der Listen­wahl anzustreben sei.

Der Reichskanzler spricht morgen im Iiun-funk.

Berlin 11. Oft. (WTB. Funkspruch.) Reichs­kanzler von Papens RedeV e r t r a u e n s ch a f f t Arbeit, die er morgen vormittag auf der bayrischen 0 n b u ft r i e 11 e n t a g u n g in München von 11.30 Uhr bis etwa 12.15 Uhr hält roirb als Reichssendung des Deutschen Rund­funks uberalledeutschenSender verbreitet.

HL 259 Erstes Blatt

W9 Jahrgang Dienstag, U. ©ffober 1952

Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für ©derheffen

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