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den. weil das Detätigungsgebiet deS Tierarztes infolge des Qtüdgange» deS Viehstande». beson­der» de« ^ferbcbcf,anbc6 (Motorisierung der landwirtschaftlichenBetriebe, Verschwinden de» Pferde» al» Zugtier und edle» Wagenpferd in den Städten. ungenügender Bedarf an Militär- vferden!) ungeheuer eingeengt wurde. Außerdem befindet sich die Landwirtschaft. zu der der Tier­arzt in direktem Abhängigkeit-Verhältnis steht, in einet schweren Ättfi», deren Ende gar nicht abgusehen ist. Heute schon liegt bai Einkommen der llllehrzahl der praktischen Tierärzte (rund 74,7 Prozent aller Tierärzte!) unter dem Eri- ftaxyninimum.

Das Studium der Veterinärmedizin ist dabei sehr teuer (zirka lOODO Mark. Die Hochschul­ausbildung mit Bor bete itung zur Doktorpromo- tion erfordert etwa 11 Semefter. auherdem emp­fiehlt eS fich noch, bah der junge Tierarzt län­gere Zeit als Volontär oder Assistent bei er­fahrenen Praktikern oder klinischen Instituten arbeitet, che er sich nicberläfjt Für die Anstel- lung als beamteter Tierarzt im StaalSdienst ist in Hessen zuvor die Ablegung des Doktvr- effamens, die Absolvierung eines dreimonatigen .^urfuS an einem bakteriologi'chen Institut und eine» sechs Monate dauernden Kursus an einem groben öffentlichen Schlachthvf. sowie die Ab­legung der Tierzuchtinspektorprüsung erforder­lich. ehe die Bewerber zu der eigentlichen StaatS- tierärzteprüfung zugelassen werden

®» must bei dieser Sachlage dringend davor gewarnt werden, ein so aussichtsloses Studium zu ergreifen

Betrug an stellungslosen Angestellten.

Vom Zentralverband der Angestellten wird uns geschrieben: .Angestellte, die längere Zeit arbeitslos waren, ergreifen gern jede Gelegen­heit, um wieder eine Sristenz zu erlangen. Sie sind hierbei keineswegs wählerisch. Verlangt der neue Arbeitgeber eine Kckution, fo werden schnell die Verwandten in Anspruch genommen, damit ihnen ja kein dritter zuvorlommt. Die Angestell­ten sind sogar bereit, die Tätigkeit eine» Pro­visionsreisenden ober Bezirks-(General-»Vertre­ters wie eS so schön in den gedruckten An­stellungsverträgen Heidt zu übernehmen. Sie erhalten daS Recht, für die neue Firma einen bestimmten Bezirk zu bearbeiten. Um die Sache recht schmackhaft zu machen, erklärt sich die Firma nicht etwa im Vertrage, sondern mündlich be­reit, eingearbeitete Untervertreter zu stellen, die die Waren der Kundschaft verkaufen follen. Ds soll nur nebenbei erwähnt werden, das) nach -den abgeschlossenen Verträgen Rebenabreden nur dann Gültigkeit haben, wenn sie schriftlich ge­schloffen sind. Die Angestellten sehen eine neue Existenz und schließen den Vertrag, über dessen Inhalt sie gewöhnlich zu spät aufgeklärt werden. Sie sind nach dem Vertrage verpflichtet, ein Warenlager einzurichten und vorweg eine be­stimmte Warenmenge gegen Barzahlung abzu­nehmen. Die bestellte Warenmenge wird dem An­gestellten unter Rachnahme zugesandt. Dieser be­müht sich nun. zunächst in seinem Wohnort, den eingegangenen und von ihm bezahlten Waren­posten loSzuwerden. Jetzt erst wird er darüber ausgeklärt, dcch für den angebotenen Artikel kein Bedarf vorhanden und die Ware minderwertig ist. Run wird die Firma angerufen. GS wird nach Verbleib der Untervertreter gefragt, oder der Rücktritt vom Vertrage angekündigt. Die Firma bleibt halsstarrig, da sie die Schwierigkeiten eines Anfechtung-Prozesse- genau kennt. In die­sem Falle mutz die Klage vor den ordentlichen Gerichten nicht etwa vor dem Arbeitsgericht anhängig gemacht werden. Wenn einmal ein solcher Prozeß gewonnen wird, so fällt gewöhn- lieb die Zwangsvollstreckung fruchtlos auS.5>er Gerichtsvollzieher findet in den seltensten Fällen den Inhaber oder daS GefchäftSlokal. Wir war­nen alle Angestellten, Verträge dieser Art zu schließen."

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag: Dtadttheater, ..Die fünf Frankfurter, 20 bi» 22.30 Uhr. Oberhessischer Kunstverein. Turm­haus am Brandplatz. 15 bl» 17 Uhr. Früh- jahrs-Kunst-Au-stellung. Eiserne Front. 20 Uhr, Lase Leib. Versammlung. VHE.. 20.15 Uhr. Singsaal de» Realgymnasium». Lichtbilder- Vortrag ..Reife in daS Land der Mitternachts­sonne" (2. Teil). Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: ..Viktoria und ihr Husar". Astoria-Lichtspiele. SelterSweg: ..Buster Keaton rutscht in» Film­land".

Au» dem S t a d 11 he a t er bu rea u wird uns geschrieben: Heute. 20 Uhr. zum letz­tenmal, .Die fünf Frankfurter, das beliebte Lust­spiel von Earl Rößler. Der autzerordentliche ör- solg vor auSverkauftem Hause, die vielen Anfra­gen des Publikums, die auch in der Oesfentlich- keit laut geworden find, haben Frau Auguste ?)rasch-Drevenberg zu dieser Wieder- olung ihre- Abschied-gastspiel- al» .Gudula" veranlagt. 22. Dorstellung im FreitagSabonne- ment, gewöhnliche Preise. Gutscheine haben Gül­tigkeit. Spielleitung Karl Dolck. Sonntag, 13. März, als Fremdenvorstellung .Die tolle Lola", der große Operettenerfolg. Die Fremden- vorstellungsermätzigung geht diesmal besonder» weit, da die Operette zu gewöhnlichen Schausviel­preisen in Szene gehen wird. Beginn 18.30 Uhr, Ende 21 Uhr.

Sine Versammlung der Eisernen Front findet heute 20 Uhr im (Tafd Leib statt. Cs spricht der Ncicbsminister a.D. Hilserding. (Siehe heutige Anzeige^

.Instinkt und Verstand." Der Kul­tur» und Lehrfilm de» bevorstehenden Sonntag» im Lichtspielhaus Bahnhofstraße wendet sich in erster Vinie wieder an den Tierfreund. Der Fllm- streifen besaßt fich mit dem Thema .Haben die Tiere Verstand?" Viele Tiere verschiedenster Gat­tungen werden in der Bewegung, dann in der rein instinktiv« Reaktion gezeigt, weiter gingen die Forteher in der Gemeinschaft mit dem Photr- grapben den Instinkten der Selbsterhaltung. wie der Arterhaltung nach: man beobachtete die Tiere auf ihren Raub ui gen und im Kampf um» Dasein. Die Probleme der Schutzfärbung «Mimikry- und reizvoll« Szenen aktiver Waslcrade. Einnehc- lungsmanöver verschiedener MeeresNere, die bor­gen der Tiere um ihre Wohnung, d e Pf lege- inftmfte um die Nachkommenschaft, selbst do» Kapitel der Hygiene im Tierreich und die For­men des Gemeinschaftslebens, sowie die Pro­bleme der Erziehung und Gewöhnung der Tiere unter dem hantigen Einfluß deS Menschen, um­reiht der Film in vielseitigen spannenden 'Bil­dern, die gleichzeitig Antwort geben wollen auf d,e Frage, in deren Schatten der Film zu­sammengestellt wurde. Siehe gestrige Anzeige.

Kasperletheater-Gastspiel Lie- f c l Simon. Die Kasperletheater-Tante Liefet Simon, die schon vor einem Monat mit großem Ersolg ein Gastspiel in Gietzen gegeben Hot. ver­anstaltet am Mittwoch, 16. Marz, 16.30 Uhr, im Easö Leib wieder eine Kasperletheater-Vor­stellung. Sie empfiehlt allen, die drran teilnchmen wollen, sich die Karten recht bald zu beschaffen, da sicherlich wieder sehr viele Buben und MädelS kommen werden. Räheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich.

" Fahrpreisermäßigung zu Ostern bei der Reichsbahn Die ReichSbahndirek» hon macht darauf aufmerksam, dah zu Ostern neben der Ausgabe von besonderen FesttagS- rucksahrkarten (mit 33'/, Prozent Ermäßigung in allen Verbindungen der Reichsbahn) auch die Fahrpreiscrmähiguna für GeseUschastssahrten ge­währt wird. Ebenso sind die Schul- und Iugend- sahrten zu Ostern zugelassen

ee Goldene Hochzeit. Der Arbeiter Phi­lipp Fischer und seine Ehesrau Helene, ge­borene Rühl, wohnhaft Reuen Bäue 9, feiern am morgigen SamStag bei guter Gesundheit da» Ju­biläum ihrer 50jährigen Ehe Der Jubilar steht im 74., feine Frau im 71. Lebensjahr.

" EinSinundachtzigjähriger. Herr Theodor Rudolph aus Herbstein, zur Zeit in dec Provinzial-Pflegeanstalt an der Lichcr Str. 74. feiert am morgigen SamStag, 12. März, in körperlicher und geistiger Frische feinen 81. Ge­burtstag.

Verhaftung oon Strotzens chr ei- dem. Der heutige Polizeibericht teilt mit: Wegen unberechtigten Anklebens von Wahlplakaten und wegen Beschmierens der Straßen wurden in der letzten Nacht vier junge Leute feftgenommen und heute vormittag dem Schncllrichter vorgeführt.

Zeichenausstellung in der 6tu- bienanftalt Man schreibt un8: Die dies­jährige Ausstellung zeigt, von wenigen Ratur- studien abgesehen, Gestaltungen (Arbeiten an­der Vorstellung). Da am deutlichsten die Denk- und Entwicklungsstufen des Kinde- auf der Unter» und Mittelstufe zu erkennen find, nehmen diese in der jetzigen Ausstellung den größten Raum ein. Von der Oberstufe sind nur einzelne Ar­beiten her ungezogen worden, um die Arbeits­gebiete-zu kennzeichnen und die starke Differen­zierung der Entwicklungsstufen llarzulegen. Be­sucher der Ausstellung, die mit dem Hamen Britsch vertraut sind, werden hier ein reiche- Material für psychologische und kunstwissenschast- liche Studien vorsinden. Besuchszeit siehe heu­tige Anzeige.

Wer spendet Spazier st öcke und Kopfhörer? Für das neue Krüppelheim (Or­thopädische Klinik) in Dietzen, Freiligrathstr. 2, hat die Firma Siemens & Halske eine Radio­anlage geftiftct. Es fehlen jetzt noch Kopfhörer für die Krankenräumc und Spazierstöcke für die Kranken, die fich nicht ohne solche fortbetoegen können. Der Erbauer der Anstalt, der Hessische Fürsorgeverein für Krüppel, bittet um freund­lich« Spende solcher Gegenstände. Auch ge­brauchte Kopfhörer und Stöcke, die sicher in vielen Haushaltungen entbehrlich sind, werden mit Dank angenommen. Auf Wunsch erfolgt Ab­holung seitens der Klinik, Freiligrathsfrahe 2.

VHE. Gietzen. Am Freitag voriger Woche fand, wie man un» berichtet, ein Licht­bildervortrag über eine Reise in das Land der Mitternachtssonne statt. Der Vortrag wurde von den Zuhörern mit großer Ausmcrlsamke t verfolgt, das Tchcma konnte aber noch nicht abschließend behandelt werden. Der zweite Teil des Dortrage» findet bc^balb heute. Freitag, 23.15 Uhr. im Sing­saal des Realgymnasium» statt, und bringt viele Bilder von den großartigen norwegischen Z orden und den mannigfaltigen landschaftlichen Schön­heiten der Westküste Skandinavien-. Räheres ist aus der Anzeige in der MittwochauSgabe er­sichtlich.

Die Maul» und Klauenseuche in Ober bef f en. In Köddingen (Kreis Schot­ten) ist die Maul- un I . auenfeuche au»gebrvchen: der Ort ist zum Sperrgebiet, die Gemarkung zum Veobachtungsgebiet erklärt. Auch in Gleimen­hain (Kreis Alsfeld) ist die Seuche auf getreten; Ort und Gemarkung Gleimenhain sind Sperr­bezirk. Ort und ©«'marfung Wahlen zum De» obachtung-gcb c. er llrt word:n. Außerdem wurde noch in D rauerschwend (Kreis Alsfeld) die

Maul- und Klauenseuche fest gestellt, das Gehöft des Heinrich Reibling und der Vallensta in Brauerschwend sind al» Spcrrgehöste und die Gemeinde, sowie die Gemarkung Beau «schwend als BcobachtungSgebiet zu betrachten.

Oberbeffen.

Oer (kin-ruch im Laubacher Hachaus vor Gericht.

Laubach. 10. März. In der Rächt vom ß. auf den 9. Juli v I suchten drei junge Lau­bacher und ein Auswärtiger im hiesigen Sol- hau» nach Waffen. Sie gelangten durch Ein­steigen in den Rathauskcller und von dort in hie Dachkammer, deren Tür fit auf brachen. Waffen fanden fie nicht vor. Durch Verrat de» aus­wärtigen Mitangeklagten Klepper wurde der Einbruch-verfuch bekannt. Die Täter hatten sich heute vor dem Richter zu verantworten. Die An­geklagten M. und K. wurden wegen versuchten schweren Sinbruchdiebstahl» und unbefugten Wai- fentragen» zu einer Gefängnisstrafe von j e 2 M o n a t e n. die Mitangeklagten B. und R. wagen Beihilfe zu einem Monat b z w. 25 Tage Gefängnis verurteilt. Letzterer war bei Begehung der strafbaren Handlung noch ju­gendlich. Auch wurde auf Einziehung der bei der Tat mitgeführten Schußwaffe erkannt. Den 2n- gcflagten (außer Klepper) wurde vom Gericht für drei Viertel ihrer Gefängnisstrafen Bewäh­rungsfrist zugebilligt. Da sich der in Unter­suchungshaft befindliche Angeklagte Klepper dem­nächst noch anderweitig wegen mehrerer schwerer Straftaten zu verantworten hat, wurde er in Haft behalten.

KrciS Friedberg.

Kirch-Döns. 10. März. Der btefige Kriegerverein hielt am Samstagabend feine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende. Wilh Müller I., erstattete den Geschäftsbericht über das vergangene DereinSjahr und gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß es trotz aller wirt­schaftlichen Schwierigkeiten gelungen ist, den im Weltkrieg gefallenen Kameraden ein Ehrenmal zu schaffen. Er dankte allen, die dazu beigetragen haben. Besonderen Dank sagte er dem Bürger­meister Hanack, Pfarrer Kalbhenn und dem VereinSrechner Rau, der eine Spende für das Denkmal in der Gemeinde gesammelt hatte. Der Kassenbericht ließ einen günstigen Stand der Kasse erkennen. Rechner R a u wurde Entlastung erteilt. Ein Kamerad dankte dem Vorstand für die im Interesse deS Verein- geleistete Arbeit. Besondere Anerkennung wurde dem Vorsitzenden Wilhelm Müller I. zuteil, der dem Verein zu seiner festen Inneren Form verholfen hat.

Mrcid Alssclv.

H AlSfeld, 9. März. Am Sonntag ver­anstalteten der Gustav-Adols-Frauen- verein und der Evangelische Bund, Zweigverein AlSfeld, im großen Saal deSDeut­schen Hauses" wieder einen evangelischen Demeindeabend. Rach Begrützungsworten von Pfarrer Hechler hielt Pfarrer Wagner (DenSheim) einen Lichtbildervortrag über bai ThemaDie Siebenbürger Sachsen, ein deutsches Volk in bitterster Rot". Der Vortragende, der Siebenbürgen aus eigener Anschauung kennt, schilderte daS Volkstum und die Eigenarten dieser Deutschen, die seit 800 Jahren um die Er­haltung ihres Deutschtums und seit 400 Jahren um die Erhaltung ihres evangelischen Glaubens kämpfen. Eindringlich sprach der Redner von der schweren Rot, die die Herrschaft Rumäniens be­sonder- in den letzten Jahren in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht über diese Deutschen ge­bracht bat, und er bat die Zuhörer, diese deut­schen Brüder nicht zu vergessen. Die Alsfel­der Kammermusik-Vereinigung (Frau E. Moeller, Violine, die Herren E. O. Hof­mann, Flöte, M. Dähringer, Cello, und C. Dölsing, Klavier) umrahmte die Veran­staltung mit Werken von Telemann und Händel. Frau E. Moeller (Violine) bewies mit dem tiefempfundenen Vortrag des Adagios auS I. S. Bachs k-Dur-Sonate (am Flügel Herr E. Völ­ling) aufs neue ihre reife Künstlerschaft. Der starke Besuch deS Abends zeugte von dem leb­haften Interesse der Bevölkerung für solche Ge­meindeabende. Dieser Tage hielt der hiesig« Zweigverein des Vogelsberger- hen-Clubs unter dem Vorsitz von Bürger­meister Dr. V ö l s i n g seine diesjährige ordent­liche Mitgliederversammlung ab. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Geschäftsbericht für daS abaclaufcne Jahr war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl eine rückläufige Bewegung, wie bei allen anderen Vereinen, genommen hat. Der Mitgliederbestand beträgt gegenwärtig 150 Mit­glieder, gegen 182 im Vorjahr. Für das neue VereinSjahr wurde entsprechend der vom Haupt- verein vorgenommenen Ermäßigung der Beitrag von 5,00 auf 4.50 Mark jährlich gesenkt. Bei der DorstandSwahl wurde als neues Mitglied Bankvorstand Wille an Stelle des nach Darm­stadt verzogenen Schulrat- i. R. Huss gewählt.

Schöffengericht Gießen.

Gietzen, 9. Würz. Ein wegen Di^stahls wiederholt vorbestrafter Arbeiter batte sich we­gen schwerer Urkundenfälschung zu verantworten. Rach Verbüßung einer mehrjähri­gen Freiheit»strase geriet er schon kurz nach feiner Verheiratung mit feiner Frau in Zwistig­keiten,. die damit endeten, dah sich die beiden

wieder trennten. In einem vor dem Amtsgericht abgeschlossenen Vergleich verpflichtete er sich, an seine Frau als Unterhaltsbeitrag einen wöchent­lichen Betrag von 7.50 Mark zu zahlen. Diesen Verpflichtungen kam er auch in den ersten Wo­chen nach, um bann die Zahlungen cinzuftell«. Als nun feine Frau die Zwangsvollstrecking gegen ihn betrieb legte er, um die Zwangsvoll­streckung für unzulässig erklären zu lassen, bei dem Amtsgericht zwei von ihm gefälschte Be­scheinigungen vor. wonach er den Unterhalt be­reits über ein Jahr im vorau» bezahl! hatte. Das Gericht nahm an. daß der Angeklagte die Urkundenfälschungen in der Absicht begangen hatte, um sich einen Vermögensvorteil zu ver schassen, und derurtcilte ihn zu einer Gesamt­strafe von drei Monaten Gefängnis.

Ein bei einem hiesigen Metzger beschäftigte» Metzgergefelle hatte dellen Vertrauen schwer miß­braucht. In mehreren Fällen hatte er sich Geld­beträge rechtswidrig angeeignet, sich dabei in einem Fall sogar nicht gescheut, einen Kleider- schrank gewaltsam aufzumachen, um daraus einen dort aufbcWabrten Geldbetrag von etwa 20 Mark sich widerrechtlich anzueignen. Weiter benutzte er eine passende Gelegenheit, um einen seinem Meister gehörigen Herrenring zu stehlen. Rach- barsleuten entwendete er zwei auf dem gemein­samen Hof zum Trocknen aufgehängte Hosen. Rachdem er daraushin au» feiner Arbeitsstelle plötzlich entlaßen wurde, erschwindelte er bei ein« Kundin uni« Vorspiegelung falscher Tatsachen einen kleineren Geldbetrag Rach anfänglichem Leugnen legte der Angeklagte, der durch den vernommenen Zeugen überführt war, ein Ge­ständnis ab. Unter Zubilligung mildernd« Um­stände in Anbetracht seiner bisherigen Unbeftraft- heit wurde er zu einer Gesamtstrafe von vier Monaten zwei Wochen Gefängnis verurteilt.

Gewiniauszug

5. Alasse 38. Preußisch.Süddeutsche (284. Prcutz) Glaats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

23. Riebungeteg 5. März 1932

3n der heutigen Poriniilaasziebung wurden Gewinne über 400 3)1. gezogen

e I» 6000 W. 178329 206722 282037

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200610 240817 292640 332713 378712

102983 121412 146084 179718 199039 219360 239488 266823 282085 292585 318049 349081

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In der heutigen Nachmittaaszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

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153985 180798 218486 275857 375102 395998

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Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 75000, 4 zu je 600U0, 8 zu je 25000, 50 zu je 10000, 116 zu je 5000, 234 zu je 3000, 606 zu je 2000, 1204 zu je 1000, 1952 zu je 600, 5826 zu je 400 M.

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