SJl.-'fpOTt
GlüEcher Fußball-Austakt... 1900 (Ciga) — BSE. „Eintracht" Siegen (£iga) 4:1 (1:1).
Wenn man im glücklichen Auftakt ein gutes Omen für die Saison sehen dürfte, dann wäre Gutes zu erwarten. Wie es werden wird, lehrt die Zukunft! Jedenfalls gewannen die Ligisten der Spielvereinigung ihr erstes Spiel und das ist erfreulich. Eine Niederlage, dazu auf eigenem Platze, zu Beginn der Saison, hätte zweifellos einen wenig guten Eindruck gemacht. Die zahlreichen Zuschauer sahen einen lebhaften Kampf. Das Spiel wurde fair aus- getragen. Zwar fetzte gleich, zu Beginn ein energisches Ringen Mann gegen Mann ein, hart wurde um den Ball gekämpft, gefährliche Situationen lösten sich aber immer wieder in Harmlosigkeit auf, so daß man ohne Strafstoß auskam. Der Schiedsrichter hatte kein allzufchweres Amt.
Eines war von vornherein zu bemerken: die Blauweißen ließen sich von Anfang an die Spielanlage des Gegners aufdrängen. Die Siegener spielten halbhoch, scharf immer wieder auf das Tor zu (was ja an sich kein Fehler sein soll!) aber ohne jene klare Kombination, die mit einiger Sicherheit Erfolge hätte garantieren können. Es gelang den Gästen nur das Ehrentor, nachdem die Platzbesitzer mit 1:0 in Führung gegangen waren. Während der ganzen ersten Halbzeit — die beiden Tore fielen kurz hintereinander in der 14. bzw. 15. Minute — änderte sich an diesem Ergebnis nichts mehr. Die 1900er lagen vorübergehend klar in Front. Nachdem der Ausgleich gefallen war, setzte eine Torschußserie ein, die aber von keinerlei Erfolg begleitet war. Immer wieder gingen die Bälle darüber, daneben, der Tormann hielt die mehr oder weniger scharfen Schüsse, kurzum, es blieb bis zur Halbzeit bei dem 1:1, nachdem sich das Spiel wieder ausgeglichener gestaltet hatte und in flottem Hin und Her beide Tore verschiedentlich in Gefahr gerieten. (Uebrigens mußte Schlarb das erste Tor halten!)
In der zweiten Spielhälfte setzten sich die 1900er besser durch. Die Gäste, nach wie vor eifrig, waren der Balltechnik der 1900er nicht ganz gewachsen, die Blauweißen spielten ideenreicher, die Manipulationen der Eintrachtler dagegen waren durchsichtiger, so daß die Gastgeber immer etwas mehr am Ball waren. Bald nach dem Wiederbeginn lautete das Ergebnis 2:1 für 1900. Die Hiesigen blieben stets etwas feldüberlegen, die Siegener versuchten immer wieder durch heftige Durchbrüche vor das Tor zu kommen, die Verteidigung war jedoch auf dem Posten. Luft und Zeiler wehrten zuverlässig ab, so daß schlarb nicht mehr allzuoft einzugreifen brauchte. In gleichmäßigen Abständen fielen zwei weitere Tore. Der Sieg der Blauweißen stand mit dem dritten Erfolg sicher. Besonders gefiel in diesem Spiel die Läuferreihe, die sich durch besonderen Eifer auszeichnete, der Sturm arbeitete nicht sehr genau zusammen und lies manche Gelegenheit aus. Schlarb wurde durch die niedrigen Bälle immer wieder etwas in Verlegenheit gebracht. Der Schiedsrichter amtierte einwandfrei.
vfv. Liga — Fronhaufen 4:0 (1:0).
Der Start in die neue Spielsaison brachte auch den VfB.ern einen klaren Sieg. Da einerseits die Grün-Weißen mit Ersatz antraten und andererseits der Gegner die erwartete Spielstarke nicht besaß, lassen sich jedoch Betrachtungen über die Verbands-Spielstärke der VfB.-Li^a nicht machen. VfB. trat die Reise an die Dill mit folgender Mannschaft an: Hetzel; Bingel, Leutheuscr; Haupt, Kreß I., Feuster; Müller, Wilhelm, Seibel, Lehrmund, Fehling. Balser mußte noch in letzter Minute durch Hetzel erseht werden, der sich gut aus der Affäre zog. Die Plahverhältnissc in Frohnhausen sind nicht die besten. BfB. spielte zuerst bergauf und der Gegner leistete denn auch in der ersten Spielhälfte den erwarteten Widerstand. Bei trotzdem überlegenem Spiele der BfB.er, bedingt durch die bessere Spielweise, konnten die Gießener bis zur Pause nur ein Tor vorlegen. Es resultierte aus einem von Feuster verwandelten Elfmeter. In der zweiten Halbzeit beherrschten die BfB.er souverän das Feld. Zwei Tore von Wilhelm und ein weiteres von Seibel stellten das Endresultat fest. Eine Kritik der Mannschaft erübrigt sich, jedoch ist festzustellen, daß die Verteidigung und die Außenläufer eine Form zeigten, die für die Berbandsspiele das beste erhoffen läßt. Die Gastgeber spielt recht und schlecht. Sie sind auf ihrem unebenen kleinen Platz immerhin ein gefährlicher Gegner.
VfB. Ligareserve — Leihgestern 1 2:8 (0:2).
Die Ligareserve muhte beim ersten Spiel eine blamable Niederlage einstecken, obwohl der Gegner bei weitem nicht die Spielstärke besah, wie das Resultat vermuten läht. Es soll jedoch die Leistung der Gäste nicht geschmälert werden, denn sie waren eifriger und schuhfreudiger am Werke als die Leute vom Waldsportplatz. Zu Beginn des Spiels sah man die BfBer in Front, aber als der Gegner durch ein Aeberraschungstor in Führung ging, war es mit der Begeisterung der BfBer vorbei. Die Verteidigung leistete sich manchen Schnitzer und verschuldete z. T. die hohe Riederlage.
VfB. III — Leihgestern II 1:2 (0:1).
Auch die 3. Mannschaft muhte sich einem eifrigen Gegner beugen. Die Mannschaft besteht z. T. aus ehemaligen Jugendlichen. Dank der Spielerfahrung konnten sich die sympathischen Gäste einen knappen Sieg sichern.
Iugendspiele.
VfB. 1. Jugend — Spv. Garbenteich 0:0.
Der Start des BfB.°Rachwuchses war nicht sehr verheihungsvoll. Die Mannschaft fand sich nicht recht zusammen. Immerhin konnte sie gegen die kräftigeren Gäste ein Unentschieden halten. Das Spiel der Schüler fiel aus.
Olympia -1932.
Oie dritte Goldmedaille für Deutschland,
Deutschland hat eine dritte Goldmedaille erhalten. Allerdings nicht in einem sportlichen, sondern im „Wettbewerb der schönen Künste". Der noch nicht verteilte Literaturpreis wurde an Paul Dauer (Deutschland) für das Buch „Am Kan- genhenzonga. Kampf mit dem Himalaya" gegeben.
Die weitere Ausbeute des Montags war für Deutschland ein fünfter Platz von Leo Esser im Kunstspringen der Herren.
Wie man erwartete, blieben die Amerikaner mit ihrem artistischen Können und i rer n odernen Auffassung in Front. Der Deutsche war von den teilnehmenden Europäern noch der beste. Die genaue Reihenfolge lautete: 1. Gallihem (USA.), 161,38 Punkte; 2. Iohn Smith (USA.), 158.34; 3. Degener (USA.), 151,82; 4. Phillips (Kanada), 134,64; 5. Leo Esser (Deutschland), 134,40; 6. Kobayashi (Japan), 133,76 Punkte.
Im ausverkauften Schwimm-Stadion fiel auch die Entscheidung im 100 - Meter - Crawisch w i m m e n der Damen. Siegerin blieb die Inhaberin des Weltrekordes, Helen Madison (USA.) in der neuen olympischen Rekordzeit von 1:06,8 Minuten. Den zweiten Platz belegte die erst 14 jährige Holländerin vonOudeninl:07,8 Minuten vor den beiden Amerikanerinnen Geratti und Me. Kimm. — Bei den Dorläufen zum 400°
Meter-Crawlschwimmen der Herren erregten der Iapaner Pokayama mit 4:53,2 Min. (Olympischer Rekord) und der Franzose Iean Taris mit 4:53,3 Minuten die besten Zeiten
Starkes Interesse fanden die beiden Maffer- ballspiele.
Im ersten Treffen schlug Deuts ch l a n d Brasilien nach drückender Aeberlegenheit mit 7:3 (4 1). Die Südamerikaner benahmen sich schon während des Spieles schlecht. Rach dem Kampf griffen sie den Schiedsrichter an. Zwischen ihnen und den gemeinsam den Schiedsrichter verteidigenden deutschen und ungarischen Spielern kam es zu einer hählichen Szene, die damit endete, dah 20 Polizisten herbeigeholt werden muhten, um die Brasilianer abzudrängen. Die gesamte brasilianische Mannschaft ist wenige Stunden später von dem Spielausschuß des Internationalen Berbandes disqualifiziert worden. Im zweiten Spiel des Tages schlug Ungarn unter der einwandfreien Leitung von Hofmann- Rürnberg Iapan mit 18:0.
Den zweiten Platz des Hockey-Turniers besetzte Iapan nach einem überraschenden 9:2- Sieg über Amerika.
Bei den Segelwettbewerben liegt der Deutsche Behr auch nach dem Montag noch hinter Holland und England auf dem dritten Platz. —
Der Internationale Leichtathletik-Derband hat es in einer Sitzung abgelehnt, die Suspensierung Rurmis auszuheben. Der erste olympische Wettbewerb im Turnen brachte die Freiübungen. Im Mannschaftswettbewerb siegte hier Amerika vor Ungarn, Italien, Finnland und Iapan. Bester Einzelturner war der Ungarn Pelle vor dem Schweizer Miez.
Eine Prüfung der Zeiten für die Staffeln am Sonntag hat ergeben, dah die
deutsche 4 mal 100-Meter-Staffel nur 40,6 Sek. gebraucht hat,
also den Weltrekord erreichte, der am Tage zuvor von den Amerikanern aufgestellt worden war. Ferner hat die Zielphotographie ergeben, dah die Deutsche Dollinger im 100°Meter° Laus Bierte und nicht Sechste war.
Zwischenbilanz von Los Angeles.
Nach Beendigung der gestrigen Wettkämpfe ergibt sich im Ge'sam'tklassement der Nationen folgender Stand: 1. USA. 113 Punkte (21 Goldmedaillen, 18 Silbermedaillen, 14 Bronzemedaillen), 2. Finnland 37 Punkte (5, 7, 8), 3. Italien 35 Punkte (6, 4, 9), 4. Schweden 31 Punkte (7,3, 4), 5. Frankreich 29 Punkte (7, 3, 2), 6. Deutschland 22 Punkte (2, 6, 4,), 7. England 21 Punkte (2, 6, 3), 8. Kanada 16 Punkte (1, 4, 5), 9. Japan 12 Punkte (2, 2, 2), 10. Ungarn 9 Punkte (1, 2, 2). Dann folgen weitere 12 Nationen.
3S.MielcheinWeMeisturnsest
Die Ergebnisse der Mehrkämpfe.
Zwölfkampf: Turner: 1. Reuter, Sb. 46 Gießen und Göbüg, Tv. Mainz-Mombach, je 207 Punkte; 2. A. Groh, Wiesbadener T. B., 206 P.; 3. O. Sinnwell, Tv. Bad-Rauheim, 205 Punkte; 4. C. Winter, Frankfürter Tgm.. Eintracht, 201 P.; 5. Kretz, Tv. Mainz-Kastel, 197 P.; 6. Hugo Reumann, Mainz 1860, 196 P.; 7. Willi Clumenschein, Tg. Bernstadt, 195 P. und P. Seip, Bockenheimcr Tgm., 195 P.
Zehnkampf: Turner: 1. Robert Haßler, Tgm. Bornheim, 189 P. und C. Frey, Mtv. Kreuznach. 189 P.; 2. Benz, Tv. Rüsselsheim, 171 P.; 3. L. Schneider, Tv. Hönningen, 169,5 P.; 4. L. Hermann, Tg. Bockenheim, 169 P.; 5. G. Pfeiffer, Frankfurter Tgm. Eintracht, 167,5 P.; 6. I. Kipp, Klein-Auheim, 165 P.; 7. Karl Haß
ler, Tgm. Bornheim, 163,5 P. und R. Feth, Grohen-Linden, 163,5 P.; 8. K. Häfner, Tgm. Bornheim, 162 P.
Fünfkampf, Turner-Altersklosse: 1. Otto Iunker. Rödelheimer Tgm., 97 P.; 2. Paul Bie- ael, Tv. Algenrodt, 90 P.; 3. A. Rühel, Tv. Bieber, 87 P. und W. Seitel, Tiebenstein, 87 P.; 4. F. Maier, Tv. Walldorf, 85 P.; 5. W. Dohr- mann, Tv. Breckenheim, 84 P.
Fünfkampf, zweite Altersklasse, Turner: 1. H. Emmerich, Tgm. Worms, 100 P.; 2. A. Schall, Tv. 1860 Frankfurt, 89 P.; 3. L. Greif. Tv. Dölklingen, 88 P.; 4. E. Barbe, Vorwärts Bockenheim, 84 P.
Fünfkampf, dritte Altersklasse, Turner: 1. Ueberreich, Tv. Unterliederbach, 95 P.; 2. Friedrich Kofler, Homburger Tv., 89 P.; 3. Hilgert, Tg. Koblenz, 87 P.
Turnerinnen: Siebenkampf, Oberstufe: 1. E. Bruch, Tv. Saarbrücken, 127 P.; 2. A. Fuchs, Tg. Sachsenhausen, 125 P.; 3. Gretel Schnarr, Tv. Riederursel, 123 P.; 4. Thea Schmidt, Tg. Koblenz, 121 P.; 5. L. Holtermann, Mainz 1817 und Käthe Fohnemann, Tv. 46 Gießen, 120 P.
Sechskampf. ältere Turnerinnen: 1. Else Schmidt, Tv. Malstadt, 109 P.; 2. G. Hangarter, Tv. 1860 Frankfurt, 100 P.; 3. G. Fischer, Tv. 1860 Frankfurt, 97 P.
Vierka mpf, Turnerinnen: 1. Else Dickel- Haupt, Mtv. Gießen, 88 P.; 2. Lore Becker. Stadtsportverein Frankfurt, 79 P. und I. Boch- nick, Tv. Reu-Isenburg, 79 P.; 3. G. Grützner, Mainz 1817.
Vereins-Riegenturnen. Stärkeklasse 2: 1. Tv. Germania Trier, 61 P.; Stärkeklasse 3: 1. Tv. Brebach, 68 P.; Stärkeklasse 4: 1. Mtv. Kreuznach, 69,5 P.
Faustball.
Freiwilliger Arbeitsdienst — Tv. Mainzlar 1. HL 38:36.
Der Freiwillige Arbeitsdienst konnte während seiner Tätigkeit in Mainzlar (Herrichtung eines Sportplatzes) eine Faustballmannschaft aufstellen. Dieselbe stand am Sonntag der 1. Mannschaft des Tv. Mainzlar in einem Werbespiel gegenüber. Cs wurde ein schönes Spi»l gezeigt, bei dem der Freiwillige Arbeitsdienst als Sieger blieb.
Wirtschaft.
Erläuterungen zumReichsbankausweiö
Berlin, 9. Aug. (WTB. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 6. August 1932 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 202,1 Millionen auf 3542,3 Millionen Mk. verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 63,6 Millionen auf 3043,9 Millionen Mk., die Bestände an Reichsschatzwechseln um 20,5 Millionen auf 27,1 Millionen'Mk. und die Lombardbestände um 117,9 Millionen auf 106,2 Millionen Mark abgenommen.
An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 154,9 Millionen Mk. in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 144,8 Millionen auf 3822,1 Millionen Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 10,1 Millionen auf 403,1 Millionen Mk. verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 23,9 Millionen Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 333,9 Millionen Mk. eine Abnahme um 45,7 Millionen Mk.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 0,3 Millionen auf 894,4 Millionen Mk. erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 3,2 Millionen auf 763,0 Millionen Mark abgenommen und die Bestände an dcckungs- fähigen Devisen um 3,5 Millionen auf 131,4 Millionen Mk. zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 6. August 23,4 Prozent gegen 22,5 Prozent am Ultimo Iuli d. I
* Die Portland-Zementwerke Dycker- hoff°Wicking, Mainz-Amöneburg, haben Antrag auf zeitlich begrenzte Stillegung des Werkes Mainz-Amöneburg gestellt. Die Stilllegung soll im September erfolgen und so lange andauern, bis die Läger geräumt sind.
* Zahlungseinstellung des Beam - ten - Wirtschafts - Vereins zu Ber - l i n. Die seit 30 Iahren bestehende Beamten- Wirtschafts-Verein e. G. m. b. H., Berlin zu Ber
lin hat sich genötigt gesehen, die Zahlungen einzustellen. Sie erstrebt einen Vergleich, der auf eine volle Befriedigung besonders der Spargläubiger abzielt. Die gegenwärtige Illiquidität der Genossenschaft ist auf die Schrumpfung des Sparkassenbestandes zurückzuführen. Die Genossenschaft hatte 1929 einen Sparkassenbestand von 16,5 Millionen Mark, von dem damals die Hälfte flüssig gehalten war. Da der Sparkassenbestand heute noch acht Millionen Mark beträgt, sind unter Berücksichtigung der seit April 1929 zugeschriebenen Zinsen rund 11 Millionen Mark bar zur Auszahlung gelangt. Die Vorbereitungen zur Einleitung des gerichtlichen Vergleichsverfahrens sind im Gange. Der Warenverteilungsvertrieb wird uneingeschränkt aufrechterhalten.
Frankfurter Abendbörse still.
Frankfurt a. M., 9. Aug. An der Abendbörse stagnierte das Geschäft fast vollkommen, da Anregungen nicht Vorlagen und es vor allem weiterhin an Orders von außen her fehlte. Die Spekulation war eher zu weiteren Realisationen geneigt, so daß die Tendenz als nur knapp behauptet anzusprechen war. Interesse erhielt sich nur für Schiffahrtswerte sowie am Montanmarkt für Stahlverein, die etwa 0,25 bis 0,50 Prozent höher lagen. Auch AEG. konnten sich leicht erhöhen, während I.-G.-Farben im freien Markt mit 86,50 Prozent angeboten waren. Im Verlaufe herrschte weiter Geschäftsstille. Wie groß diese war, dafür spricht, daß I.-G.- Farben, das Standardpapier, nicht amtlich notiert wurden. Im freien Markt ermäßigte sich der Kurs auf 863/g Prozent. Schließlich kam eine Rotiz per Kasse zu 86,50 Prozent zustande.
Am Rentenmarkt kam es ebenfalls kaum zu Llmsähen. Deutsche Anleihen blieben etwa behauptet, späte Reichsschuldbuchforderungen konnten um 0,25 Prozent anziehen. Pfandbriefe lagen sehr ruhig. Altbesitzanleihe 48,50, Reubesih- anleihe 5,45, Schuhgebietsanleihe 3,20, bprozent. Frankfurter Hypotheken-Bank (Gold-Reihe 13 bis 15) 68.75, Reichsbank 125, Rheinstahl 50,50, Stahlverein 12,75, Aku 40, AEG. 28,75, Scheideanstalt 138, I.-G.-Farben Kasse 86,50, Gesfürel 60,50. Hapag 13,75.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzl beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Franksurt a.M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« furd
schlußk. Abend- böri
Schluß« Iure
Schluß!. Mittag. börse
Schluß« kurS
Schluß!. Abend« börse
Schluß» kure
Schluß!. Mittag« böric
Schluß« furö
Schluß!. Abend« börs
Schluß« lurö
Schluß!. Miiiag. börse
Datum
8-8- |
9.8.
8-8.
9.8.
Datum |
8.8.
9.8.
8.8.
9.8.
Datum
8.8.
9-8-
8-8.
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6% Douitche Retchsaniethe v.lSn.
63
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62,1
63,1
vamvurg-Amerua Pate.
i
13
13,75
12,9
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iKiebrd Montan......
_
_
—
u% ehern. 7%2t. ReichSani. V.1S2V
69,75
69,5
69,5
69
Hamburg-Südam. Tampfschis,
0
27
Bereinigte Stahlwerke . . . .
O
13,25
12,75
12,9
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5)4% Douna-Anleihe von 1930
59,5
60,5
59,5
60,5
Hansa Dampsschiss
I
—
—
Ctavi Minen.......
<i
14
14
14
14
3)cutid)e Anl.-Ablös.-Schuld mtl
49,5
48,5
48,4
Norddeutscher Lloyd ...
(
14,4
—
14,4
14,65
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
96
96
96
96
Auslos.-Rechten.....
49,25
A.G. für Verkehrswesen Akt.
0
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—
34,13
34
Kaliwerke Westeregeln . . .
i,
105
104
104,5
102,5
Scäflt. ohne Auslos.-Rechte . .
5,425
5,45
5,4
5,5
Berliner Handelsgesellschaft .
4
89,5
89,5
89,5
89
Kaliwerke Salzdetfurth . .
9
163,5
164
173,75
164
6% chem 8% vc|L Bollsstaat 1929
53
52,5
52,5
53,5
Commerz- und Prival-Bank .
Darmstädter und Nationalbanl
0
16
16
53,5
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(rückzahlb. 102%)......
0
18,5
18,5
übcrljefien Provtnz-Anlelhe mH
47
Deutsche Bank und
I. G. Färben-Industrie . . .
7
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87,75
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AuSlos.-Rechken......
47
—
—
Disconio-GeseUschast.
0
75
75
75
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Scheideanstalt.......
Goidschmidt..... . . .
10
138
138
Deuiiche Komm. Sammelabl.
45,25
45,5
45,13
44,75
Dresdner Banl......
0
18,5
18,5
61,75
61,75
0
17,75
17,5
17,75
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Anleihe Serie i......
ReichSban! ....
1
126
125
126
125,4
RütgcrSwerke........
0
33,75
33,65
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34,65
6% ehern. 8% Srant|. Hnp.-Banl Goldpsr. r> unkündbar bis 1935
69,25
68,75
—
—
A.C.G . ...
. 0
28,5
28,75
28,5
28,5
Mctallgesellldiast. .
0
28,75
28,25
28,9
28,75
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69
78
Bergmann........
. 0
©olOVi' 16 unkündbar bis 1936 5)4% ehern. ■!'/,% Franls.Hyp.-
Ban! t'iqu Pfandbriefe . . .
68
77,75
—
Elektt. LieserungSgeseNschast. Licht und Kraft......
Felten & Guilleaume....
5 6
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60
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41,75
60,5
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41,75
Philipp Hotzmann.....
Zementwerk Heidelberg. . . - Cemcntweri Karlstadt. . . .
Wayst & Drehtag . . .
0
•1
(
39
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38,5
39
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Gesellschaft für Elektrische
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—
Unternehmungen . . .
■1
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518
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69,5
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68
68
68
—
Sd)udert & Co.......
0
65
66
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Sdjultheto Payenhoser . . . Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.........
_
_
55,5
55,75
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_
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9
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40,75
34
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29
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10
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—
86
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5,85
5,85
5,85
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36
35
36
35,13
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0
14,5
14,5
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4% Ungarische Staatstente v. 1910
6,5
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52,75
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53
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0
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35
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——
——
—
—
Voesch Eisen........
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130
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44
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4% Türkische Bagdadbahn-Anleilt?
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25,5
24,9
24,9
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12
169
171
169,75
172
Serie l . . . . .
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_
8,15
8,3
Phönix Bergbau......
4'/a
16,75
16,25
16,65
16,4
Grinner.....
0
17
17,5
_
4% Rumänische vereinh. Rente
4,2
4,25
4,2
4,1
Rheinische Braunkohlen. . .
Rveinstabl ......
10
170
169
169,4
169
Mainkrastwerke Höchst a. M-.
4
47,5
_
_
2)4% I Anatm---
17.R5
17.13
17.5
I 17,25
. 6
49,75
50,5
50,25
50,75
Süddeutscher Zucker ....
8
106,25
107
105,75
106,75
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Banknoten.
8.August
9-August
Amtliche Notierung
Amtliche Dotierung
Meld
artet
Geld
3r(et
HelsingsorS .
6,284
6,296
6,284
6,296
Wien. . . .
51,95
52,05
51,95
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest. .
—
——
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . .
169,58
169,92
169,68
170,02
Oslo. . . -
72,78
72,92
73,13
73,27
Kopenhagen.
78,22
78,38
78,42
78,58
Stockholm -
74,78
74,92
75,02
75,18
London. . .
14,55
14,59
14,61
14,65
Buenos Aires
0,878
0,882
4,217
0,878
0,882
Neuyork . .
1,209
4,209
4,217
Brüssel. . .
58,34
58,46
58,34
58,46
Italien. . .
Paris . . .
21,50
21,54
21,50
21.54
16,475
16,515
16,48
16,52
Schweiz . .
81,87
82,03
81,97
82,13
Spanien . .
34,14
34,20
34,14
34,20
Danzig. . .
81,92
82,08
81,92
82,08
Iapan . . . Rio de Jan..
1,089
1,091
1,099
1,101
0,324
0,326
0,324
0,326
Jugoslawien.
6,693
6,707
6.693
6,707
Liltabon
'3.29
13,31
13,29
13,31
Berlin, 9-August
Geld
Zrkef
Amerikanische Noten.......
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........
Englische Noten.........
Französische Noten........
Holländische Noten........
Italienische Noten.......
Norwegische Noten........
Deutsch. Oesterreich, ä 1OO Sch'lling Rumänische Noten........
Schwedische Noten ........
Schweizer Noten.........
Spanische Noten.........
Ungarische Noten........
4,20 58,18 78,24 14,57 16,44
169,31 21,46 72,95
2,49 74,85 81,79 34,00
4,22
58,42
78,56
14,63
16,50
169,99
21,54
73,25
2,51
75,15
82,11 •
34,14
lv.B
UV' öonn'^ 3Duf| miWSan*"!
5"*a,l”8,,«,Spr
Auch D‘,Inen Dhifl
***$. MW'
,tf.S Steilung' fflenäaten m fr Umbracht M d regiemng noch em, lich das deutsche machen, das) die Krise nur zu metz Ordnungm bleiben, so hasten politischer Ww Cs ist ganz M Trüben zu iw’ dah sie bei den Spiele hasten un nistische Parteilei! visuellen Terror dadurch, dah sie Hänger in Wort zur Aiederkämpfi ■ Straße zu gehen, so, als ob das dei kan tanze, obschc lich noch über fügt, um der 6< Es ist noch fei Schreckenstaten fin eine Auflehn gcwalt, die sie unbedingten Sichert gefallen lassen soll
Es ist eine Fr- siir das deutsche Sßo ungeschwächt c beit es sich allein stark gemacht wird walt das deutsche ohne Erschütterung Gefüges herauszus dem Plan umgeht, lei, wie sie zusamn larifd) ja ftütjen, nidjt belast, begef, fyirlamentariidje .ffa sind eigentlich üble uicht übersehen werl wchge Recht des Re kanzler, sowie den l sen Rahmen eine neu den soll. Wenn al Parteiführer innerh tags den Auftrag < die von einer park und gestüht wird, fuhrt werden. scheitert also der Reichspräfidenten stimmen, die aber trag erhalten kann d°8 uns die Zeit fe abzuwandeln, denn 'n Zwei ober drei eine Neidtsregierum 'en.heit besitzt, ä gewöhnlichen Krise flehen. Wir tön Zssr ft" “bn 1° l«r ss*S SKSi tz-Ly
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