Ausgabe 
10.8.1932 Erstes Blatt
 
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Mittag" meldet unter ie-2orsttzenöer schon l geisteskrank?" |oL<

anmutenden CBegrün« ger der Haupts eiie-Prozesses gegen Manien Äedision ffmann, der Cßct- i dem ein Teil der it, bittet, das Cal« leben, weil der Der« chtsrat Wibel, der vzesses, schon wäh« ng geisteskrank sei toegen der anzu« t des Vorsitzenden lt gewesen, und aus .fle der Prozeß noch werden. Die Acvi« lanns enM für die des §almette«Dor« tinnelfjeiten, bie noch iUlfen.

liehe Tbexkbxxxvg ;e niemand, der der ^aßi fein. Für die link, wie die bekamt gewordenen Umstand zu sprechen, Wibel tatsächlich in stall befindet. Die« lerichtsral Wibel kurz alinelte-ProMs auf« , er wegen derhe- o n" in die Heilanstalt, ctsals von Pwfessor

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AmtSgerichtsrat Wibel nicht in einer Ner­venheilanstalt, sondern bereits seit längerer Zeit . wieder in Lübeck befinde, freilich seinen Dienst noch nicht wieder übernommen habe. 3n dem Ein­spruch sei übrigens neben anderen Begründungen nur davon die Rede, das; Amtsgerichtsrat Wibel am Schluß des Prozesses nich t m e hr im Dollbesitz der geistigen und Aerven- k r ä f t e" gewesen zu sein scheine.

Aus aller Welt

30 Schwimmwesten derNiobe" angetrieben.

Beim Ostseebad Ribnitz wurden etwa zwanzig Schwimmwesten an den Strand ge­spült die sämlich den Stempel des gesunkenen Segelschiffes01 i o b e tragen. 3m benachbar­ten Dierhagen fand ein Schüler zehn weitere Schwimmwesten von der »Riobe" am Strande auf. ,

Die Bergungsarbeiten am Wrack der Riobe" haben in den lehjen Tagen keine Fort­schritte gemacht. Wie der Leiter der Bergungs­arbeiten mitteilt, war wegen der st ü r m i s ch e n Witterung eine älnterwafserarbeit in den letzten Tagen nicht möglich.

254 Leichen deutscher Krieger In Frankreich ausgegraben.

Wie aus Arras gemeldet wird, sind im Lause des Monats 3uli auf den nordfranzösischen Schlachtfeldern 3 0 3 Leichen gefallener Soldaten ausgegraben worden. Darun­ter befinden sich nicht weniger als 254 Leichen deutscher Krieger. Die Personalien von 40 Deutschen konnten festgestellt werden.

Piccards Start verschoben.

In einer Pressekonferenz hat Professor P i c c a r b in Zürich mitgeteilt, es habe sich an einem wichtigen Instrument der Gondel ein Defekt gezeigt, des­sen Behebung mindestens mehrere Tage dauern werde. Der Start müsse daher hinausgeschoben werden.

Tödlicher Flugzeugabsturz bei Dachau.

Der Pilot Poh, einer der Teilnehmer an den Europarundflügen, ist in der Gegend von Dachau mit seinem Apparat abgestürzt. Poß konnte sich durch Fallschirmabsprung retten Dagegen verunglückte der Dordmon- teur Starchinski tödlich. Das Flugzeug, das in Dichtung München flog, befand sich in 300 Meter Höhe, als plötzlich, nach einem Augen­zeugenbericht, eine Tragfläche abbrach. Poß und der Monteur sprangen aus der Ma­schine, um mit Fallschirmen niederzugehen. Wäh­rend sich der Pilot retten konnte, entfaltete sich der Schirm seines Begleiters nicht. Starchinski erlitt beim Aufschlagen auf die Erde einen Genickbruch und war sofort tot.

Flug eines Sowjet-Riesenflugzeugs nach Berlin.

3n den kommenden Tagen wird ein Riesen­flugzeug der Zivilflugflotte der Sowjetunion, das 40 Plätze fassende FlugzeugAMT 14 einen Flug von Moskau nach Berlin unterneh­men.ANT 14" ist das größte Landflugzeug Europas.

Sklarz unauffindbar.

Der vor einigen Tagen gegen Heinrich Sklarz erlassene Haftbefehl konnte noch nicht voll­streckt werden, da Sklarz unauffindbar ist. Westfälische Jugendherberge durch Feuer zerstört.

Wie auS Schnallenberg (Kreis Meschede) jiemelbet wird, brach in der 3ugendherberge- luöe ein Brand aus, der sich mit großer Ge° chwindigleit auZbreitete. Die Herberge war mit 60 jugendlichen Wanderern belegt. Das Feuer griff so rasch um sich, daß die 3ugendlichen nur das nackte Leben retten konnten. Einige der jungen Leute erlitten erhebliche Brand­wunden, andere wurden beim Sprung aus den Fenstern verletzt. Die genaue Zahl der den Krankenhäusern zugcführten Verletzten steht noch nicht fest. Die Herberge ist bis auf die Grund­mauern niedergebrannt. Das gesamte Gepäck der Wanderer ist gleichfalls dem Feuer zum Opfer gefallen.

Geständnis eines Raubmörders auf dem Sterbebett.

Auf der Landstraße bei Rheindiebach (Rhein« Provinz) wurde ein Landstreicher schwer erkrankt aufgefunden: der im Jahre 1875 in Frankfurt (Oder) geborene Paul" 21 u g u ft i n. Man schaffte ihn ins Krankenhaus in Boppard, wo er einer Operation unterzogen werden sollte. Kurz vor der Operation bat er den Arzt und den Pfarrer zu sich und legte in der Annahme, daß er doch sterben müsse ein Geständnis ab, daß er mehrere Raubmorde auf dem Gewissen habe. Er gestand, zwei Raubmorde in der Nähe von Op­peln und einen in der Mark Brandenburg ausge­führt zu haben. Drei Personen sind diesen Ver­brechen zum Opfer gefallen. Im ganzen will Augu­stin bei den Ueberfällen etwa 1000 Mark erbeutet habeß.

Ein Hahn pickt einem Kind ein Auge aus.

Einern dreijährigen Mädchen in Sulzbach bei Kirn a. d. Rahe wurde von einem Hahn ein Auge ausgepickt. Der Hahn überfiel das Kind im Hose des väterlichen Anwesens und richtete seine Schnabelhiebe gegen das Ge­sicht der Kleinern Ehe Hilfe zur Stelle war, war das eine Auge ausgelaufen. Das zweite Auge ist erheblich verletzt, kann jedoch er­halten bleiben.

Kampf mit einem wütenden Rehbock.

Einen heftigen Kampf mit einem wüten- d enRehbock hatte eine junge Frau aus Barmen

zu bestehen, die im Soonwald ihre Ferien verbringt. ! In der Nähe des Forsthauses Tiergarten ging plötz- | lief) der erschreckte Bock auf die Frau los und rannte ihr sein Geweih in den Oberschenkel. Die Angegriffene fiel zu Boden. Das wütende Tier er­neuerte noch einige Male seine Attacken und suchte dann das Weite. Die Frau wurde mit stark bluten­den Wunden in einem Wagen zum nächsten Arzt geschafft.

Drei Tote bei einem Grubenunglück.

Dach einer Meldung aus Dortmund sind im unterirdischen Betrieb der Zeche Kaiserstuhl II drei Bergleute durch Zubruchgehen eines Kohlenpfeilers verschüttet worden. Die Ret- tungSarbeiten gestalteten sich sehr schwierig, da dauernd Gesteinsmassen nachstürzten. Der Berg­mann Watermann, der Bergmann 'Saum* gardt und der Hauer Sander wurden t o t aufgefunden.

Zusammenstoß auf der Königsseebahn.

Wie die Reichsbahndirektion München mitteilt, stieß auf der Nebenbahn BerchtesgadenKönigs­see ein Triebwagenzug mit einem Be­darfsgüterzug zusammen. Sechs Reisende und die beiden Wagenführer wurden leicht ver­letzt. Der Betrieb konnte nach einer Stunde wie­der ausgenommen werden.

Orkan über dem unteren Donaugebiet

Nach einer Meldung derDonaupost" aus Bu­karest wütete am unteren Donauabschnitt sowohl auf rumänischem wie auf bulgarischem Gebiet ein furchtbarer Orkan. Bäume wurden entwurzelt und weit fortgeschleudert. Viele Menschen sind obdach - l o 5 geworden. Infolge Blitzschlages gerieten zahl­reiche Häuser in Brand. Mehrere Personen wurden getötet. Der Schaden wird auf 20 Millionen Lei geschätzt.

Feuersbrunst in einer rumänischen Stadt.

13 Todesopfer.

Nach einer Meldung derDonaupost" aus Bu­karest wurde die rumänifche Stadt B o t o f a n i durch eine Feuersbrunst zum Teil zerstört. Im Arbeiterviertel der Stadt entstanden aus bisher unbekannter Ursache an mehreren Stellen gleich­zeitig Brände. Das Feuer griff mit rasender Schnel­ligkeit um sich. Eine halbe Stunde später standen

34 Straßenzüge in Flammen. I.i der all­gemeinen Aufregung dachten viele Einwohner nur an ihre eigene Rettung und ließen vielfach ihre An- gehörigen im Stich. Bisher sind 13 Todesopfer feftgeftellt worden, darunter mehrere Kinder. Bei den Löschungsarbeiten explodierte in einem Fabrik­hof ein Faß Benzin. Der Feuerwehrkommandant und drei Feuerwehrleute wurden erheblich ver­letzt. Ein Feuerwehrmann stürzte aus dem zwei­ten Stock des Fabrikgebäudes auf den Hof. er wurde getötet. Nur ein plötzlich einsetzender hef­tiger Regenschauer rettete die ganze Stadt vor der Vernichtung.

IDalbbränbe in Griechenland.

Dach einer Meldung aus Athen wüten seit meh­reren Tagen riesige Waldbründe im Pe­loponnes bei Patras. Einige Dörfer mußten be­reits geräumt werden. Andere sind stark gefähr­det. Die Zugverbindung ist unterbrochen. Die Waldbrände haben mehrere Todesopfer gefordert. Militär ist zur Hilfeleistung in das Drandgebiet gesandt worden.

Brand in der Reuyorker Untergrundbahn.

3nfolge eines durch Kurzschluß entstandenen Feuers in der sogenannten Ostseite der Deu- horker Untergrundbahn füllten sich die Gänge der Untergrundbahn strastenweit mit dich­tem Rauch. Mehrere Fahrgäste und Feuerwehr­leute erlitten Rauchvergiftungen. Es ent­stand jedoch keine Panik. Der Strom muhte eine Zeitlang ausgeschaltet werden, wodurch der Bahnbetrieb auf der Ost- und Westseite der Untergrundbahn unterbrochen wurde.

Riesenbrand in Chikago.

Eine Fleischkonservenfabrik im Südwestviertel von Ehikago ist durch ein Diesenfeuer zer­stört worden. Richt weniger als 4 5 0 0 Stück Vieh sind lebendig verbrannt. Der Scha­den wird auf 6 Millionen Dollars geschätzt.

wieder zehn Todesurteile in Peru.

Rach einem Funkspruch aus Lima (Peru) hat das Schiedsgericht zehn Revolutionäre zum Tode und fünfzehn zu Gefängnisstrafen verurteilt. Fünf der Verurteilten sind bereits hingerichtet worden.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 10. August 1932.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittw och: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Mutter der Kompagnie".

Feiern unserer Garnison. Am 11. August wird auf Befehl des Reichswehr­ministeriums innerhalb der Kaserne eine eigene Verfassungsfeier in Form eines Appells mit Ansprache des Kommandeurs und anschließendem Vorbeimarsch abgehaltcn. Anläßlich des evan­gelischen und des katholischen Gottesdienstes am 14. August wird der mit dem Segelschulschiff Riobe" untergegangenen Kameraden der Reichs­marine gedacht werden.

** Das städtische Volksbad ist am mor­gigen Donnerstag aus Anlaß des Verfassungstages geschlossen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

** Das Fest der Silbernen Hochzeit begehen heute Herr Bauoberinspektor Heinrich Höhn und Frau, Stephanstraße 21 wohnhaft. Der Jubilar ist durch seine Tätigkeit beim städti­schen Bauamt und auf dem Gebiete des städti­schen Wohnungsbaues in weiten Kreisen bekannt geworden und erfreut sich bei zahlreichen Mit­bürgern großer Beliebtheit.

** Drei Einbrüche. Der Polizeibericht mel­det: In der vergangenen Nacht wurde in eine Tank­stelle in der Marburgerstraße eingebrochen und sechs Zwei-Literkannen Mobilöl entwendet. Bei einem Einbruch in ein AnwesenHinter den Schießgärten" wurde ein Fahrrad, MarkeCuxmann", eine grö­ßere Anzahl weiße und gestreifte Handtücher, wol­lene und leinene Bettücher, weißleinene Bett- und Kopfbezüge mit Einsätzen und weiße Oberhemden gestohlen. Aus zwei hinter dem Schlachthof ge­legenen Gartenhäusern wurden ein Spirituskocher aus Messing, eine Heckenschere, eine Sichel und ver- chiedene kleine Trinkgläser entwendet. Personen, die ochdienliche Angaben machen können, werden er- ucht, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben.

** Große Erle idjterung für bie hes­sischen Kinos. In langwierigen mündlichen Verhandlungen, unterstützt durch zahllose Denk­schriften und Anträge, ist es dem in Frankfurt a. M. domizilierten Landesverband der Lichtspieltheater­besitzer gelungen, beim hessischen Innenministerium eine 50prozentige Ermäßigung der Spielstempel- gebühr durchzufetzen. Im Einvernehmen mit dem Finanzminister wurden die Polizei- und Kreisämter ermächtigt, ab 1. August bei der Anforderung der Stempelabgabe bis auf die Hälfte der bisherigen Pauschsätze herunterzugehen. Ausdrücklich bezieht sich diese Ermächtigunb nur auf reguläre Lichtspiel­theater, die ortsansässig sind und nicht auch auf Wander- und Vereins-Lichtspiele.

* Schuhmacher-Fachschule Gie­ßen beteiligt sich an der vom Reichsverband des Schumi'..^cherhandwerks veranstalteten, vom 13. bis 15- August in Rürnberg stattfindenden Schuhmacher-Fachausstellung mit einer Kollektion orthopädischer Fußbekleidung, sowie mit einer Anzahl Arbeiter, und Luxusschuhe für Männer und Frauen. Die Fachschule wird außerdem mit dem im eigenen ilnterricht hergestellhen

Leisten, Gipsabdrücken, geometrischen und anato­mischen Zeichnungen vertreten sein. Darstellungen des Schuhmachergewerbes, hinsichtlich dessen Lei­stungsfähigkeit vom theoretischen, praktischen und künstlerischen Standpunkt aus? werden ebenfalls entsandt. Die Schülerzahl der Musterlehr­anstalt für das Schuhmacherhandwerk beträgt durchschnittlich im Sommer wie im Winter 15 bis 16 Schüler, die sich meist aus Söhnen ober- hessischer Schuhmachermeister rekrutieren.

Oberheffen.

Einweihung

der peier-Zuchs-Gedenkiafel.

n. S ch o t t e n, 10. Aug. Die von dem Vogels­berger Höhenklub und Freunden des Vogels­berger Mundartdichters Peter Fuchs gestiftete Gedenktafel wird am kommenden Sonntag in Wohnfeld eingeweiht. Die Vorbereitung für die schlichte Feier hat der Zweigverein U l r i d) ft e i n übernommen. Der Entwurf der Tafel stammt von dem Studienrat M. Wolf, Lehrer an den Tech­nischen Lehranstalten in Offenbach a. M. Ausgeführt wurde sie von dem Holzschnitzer Heinr. K n a f in Büdingen, von dem yuch die Gg.-Bender-Gedenktafel an dem Tückschen Hause in Büdingen stammt. Außer der Inschrift sind in die aus Eichenholz an­gefertigte Tafel ein Eichbörnchen und ein Huhn ein« geschnitzt, als Symbole für zwei der volkstümlichen Gedichte von Peter Fuchs. Die Gedenktafel wird an der Fuchsschen Wirtschaft in Wohnfeld ange­bracht, die dem Dahingeschiedenen zu seinen Leb­zeiten allzeit eine Heimstätte gewesen ist. Fuchs war zuletzt als Oberpostinspektor an dem Postamt in Offenbach a. M. tätig, nachdem er früher in Fried­berg und Gießen gewirkt hatte. Er starb in seinem Heimatorte Wohn seid, wohin er sich kurze Zeit nach seiner Versetzung in den Ruhestand zurückgezogen hatte.

Landkreis Gretzen.

* Lollar, 10. Aug. 3m Laufe des gestrigen Tages suchte ein hiesiger 52 3ahre alter Ein­wohner den Tod in der Lahn. Als Grund zur Tat vermutet man eine unheilbare Krankheit. Die Leiche konnte bereits geborgen werden.

Kreis Alsfeld.

* Alsfeld, 9. Aug. 3n dem Garten des Landwirts Höhler in Angenrod wurde der Kartoffelkrebs festgestellt. Damit tritt dieser Schädling innerhalb von 2 Jahren zum zweiten Male in unserer Gemarkung auf, denn vor zwei Jahren wurde er bereits auf einem Grundstück des Landwirts Johann Martin erkannt. Es empfiehlt sich, sofort Anzeige beim zuständigen Landwirtschaftsamt zu machen.

OerMainzer Tunnel wird ausgeschnitten

Fertigstellung Weihnachten 1933.

WSR. Mainz, 9. Aug. Mit der schon län­gere Zeit geplanten Freilegung desMain- zer Tunnels zwischen dem Mainzer Haupt­

bahnhof und der Station Mainz-Süd auf ein« Strecke von rund 300 Metern zwischen dem Gautor und dem Windmüh'.enberg ist nach Riederlegung der Kasernenbauten an dieser Stelle nun mit einem Einschnitt auf ungefähr 3 Meter Tiefe begonnen worden. Die wei­teren Einschnitte werden bis auf etwa 10 Meter über Tunnelscheitel durch Löffelbagger gleich­mäßig vorgenommen. Lieber dem Tunnelgewölbe bleibt dann zunächst zur Erhaltung des Gleich­gewichtszustandes eine Mittellast stehen. Der Ab­bruch des Tunnelgewölbes geschieht in Teil­abschnitten unter Verwendung eines eisernen Schuhgerüstes, das vorher im Tunnel eingebaut und nach dem Stand der Abbrucharbeiten ver­schoben wird. Ein Teil des Schutzgerüstes wird am künftigen Westportal im Oktober aufgestcllt, mit dem Ostportal wird im Frühjahr begonnen werden. Der rund 24 Meter tiefe Ein­schnitt, dessen obere Breite 90 Meter betru­gen wird, wird mit den beiderseitigen grünen Flächen an den Böschungen bis Weihnachten 1933 fertiggestellt sein. Der hier sehr starke Zug­verkehr: (rund 230 Züge täglich) wird keinerlei Unterbrechung erleiden.

Wettervoraussage.

Weiterhin wirkt sich der hohe Druck aus, so daß vorerst noch keine Aenderung der Wetterlage statt- finden wird, wenn sich auch zeitweise etwas Be­wölkung einmischt.

Aussichten für Donnerstag: Bewölkt, stellenweise dunstig, sonst aufheiternd, warm und trocken.

Aussichten für Freitag: Fortdauer des warmen Wetters mit aufkommender gewitter­drohender Bewölkung.

Lufttemperaturen am 9. August: mittags 21,4 Grad Celsius, abends 17,2 Grad; am 10. Auaust: morgens 16,0 Grad. Maximum 25,0 Grad, Heini- mum 7,0 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. August: abends 24,8 Grad: am 10. Au­gust: morgens 17,8 Grad Celsius. Sonnenschein­dauer 11& Stunden.

Gewinnauszug

6. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Staats-Lotterie.

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

1. Ziehungstag 8. August 1932

In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 Oetolnne jn 10000 M. 370052

10 Gewinn« »U 5000 M. 39831 138682 201147

331625 354346 358134

33210 33297 33763 50032

84618 85095 91875 95548

21470 21968 26986 28072

50432 52466 76476 79457

1190 4423 25843 27915

44995 50951 64476 66181

210576 269003 321081 359737 388591

220480

290925

325216

361310

394007

95597 141427 257133 291893 330520 373014 394470

102579 133869

178645 208172

225228 250453 267975

298026 329474 351617

369895

104775 159319 266318 306322 345207 376183 395853

115896 136818 181245 208460 226004 250709 271770 302344 330726 358324 370422

106202 187024 268079 309254 345366 388344

119216 148803

194703 210469

239269 256671

278876 318700

340093 359626 386045

125047 177845

198534 214792 245183

265937 295391

322871 350144

360598 390048

131419

178341

205722

220398

246796

267826

297218

325341

351584

368351

100527

158945

265337

295111

345103

375029

117779 138964 187794 209352 232402 255536 273214 311111

339076 358560 378178

167334 178081 207056

298171 316508 321529

360684 368182

114 Gewinne ju 1000 M.

285191 381113

20 Gewinne zu 3000 M. 20793 46645 50008 87790 114091 183271 208718 258275 380163 368465

50 Gewinne »u 2000 M. 402 19056 22200 30206 67307 63765 81927 103681 123105 163763 165527 ------ ------ ------ 212171 267895 272510

394796 ------

172 Gewinne xu 500 M. 491 4508 9959 9989 13573

36261 36289 39524 39851 ____ ____

70017 79626 84190 86152 86972 92641 ------ ------ ------ 112497 133311

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M, gezogen

2 Gewinne zu 25000 M. 58061

2 Gewinn« ju 10000 M. 347661

14 Gewinne ju 5000 M. 7085 46650 58143 104213 190224 210714 335981

18 Gewinne ju 3000 M. 3036 3125 24064 30457 37454 94546 119890 140837 186726

56 Gewinne >u 2000 W. 8158 17041 34636 40162 61934 90876 103458 112090 114346 121277 122430 131707 155968 165427 196715 222841 226335

243841 250269 263820 265153 272412 326301

337061 364177 395459 398672 399460

114 Gewinne ?u 1000 M. 4546 5792 6822 9243 9247 14702 27152 29376 47237 53648 54204 54377 72759 88862 96510 104466 105787 112870 115767 129150 129615 131879 139874 152833 154809 155889

167605 175063 188885 191928 205095 209163

210416 220766 227064 229614 231642 233441

234294 238272 241344 242317 243208 278083

278380 282077 293758 296450 325912 325975

327587 347613 392776 395193 399197 399718

200 Gewinne ju 500 M. 5198 5619 14046 16335 18582 27491 28067 30532 34040 36608 37394 41889 43240 45703 48030 49786 50868 63731 56889 66544 72621 80835 83657 90021 91167 93956 97009 101753 102207 103864 106198 106595 107209

107706 109987 116459 118932 120357 121534

124419 126818 132020 139735 139907 140487

146029 149232 158002 166587 167088 168349

169416 170749 171383 178156 178690 179662

180144 182536 188973 195415 197622 216811

217741 227581 237837 241131 241250 241992

244048 244416 245853 247676 254400 257639

259404 261504 265285 265642 270083 277195

278643 281620 289602 297153 303693 310151

324908 328075 336536 336632 341945 347194

348189 353008 354471 364603 358950 390281

394455

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 2 Gewinne zu je 59 000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 12 zu je 60000, 28 zu je 25000, 19) zu je 10.00, 476 zu je 5000, 962 zu je 3000, 2894 zu je 2000, 5772 zu je 1000, 9628 zu je 500. 2S900 400 M.

Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein.

Von Stunde zu Stunde

wächst die Sachfrage nach der Oberst-Zigarette

und ihren Soldaten-Bildern. Ans selbst über-

c h ohne Mundstuck.

raschend, wohl aber erklärlich/ denn so viel guter

Tabak für so wenig Geld ist sonst nicht zu finden.

WALDORF-ASTORIA G.M.B.H,