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Eintracht Frankfurt und Bayern München bestreiten das Finale.

Am kommenden Sonntag erreicht die Fuhball- saison in Deutschland zugleich ihren Höhepunkt und ihren Ausklang. Cmit dem Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft wird die Fußball­arbeit eines ganzen Jahres gekrönt. Das ge­samte Interesse ist diesmal zusammengeballt aus jenen letzten kraftvollen Akkord, mit dem das Fußballgeschehen eines Verbandsjahres abge­schlossen wird.

Das diesjährige Endspiel

es ist das 23. seit der Einführung der Spiele um die deutsche Fußballmeisterschaft führt auf dem traditionsreichen Nürnberger Boden zwei süddeutsche Mannschaften zusammen. Das Paar Bayern" undEintracht" bestreitet das vierte Endspiel, das eine rein süddeutsche Angelegen­

heit ist. Deutsche Meister waren bislang fünfmal der 1. FE. Nürnberg, je dreimal Sp. Dg. Fürth und VfB. Leipzig, je zweimal Hamburger SB., Hertha DSC. und Viktoria Berlin, je einmal Freiburger FC-, Phönix Karlsruhe. Karlsruher FD-, Holstein Kiel und Union Berlin.

Eintracht Frankfurt und Bayern München stehen zum erstenmal im Endspiel, ein Erfolg, den diese führenden deutschen Vereine schon längst verdient hätten Daß sie dieses Ziel erst in diesem Jahre erreicht haben, liegt in der Hauptsache daran, daß sie nicht hart genug waren, um die aufreibenden Kämpfe bis zum Ende durchstehen zu können. Obwohl nun am nächsten Sonntag beide Mannschaften wahrschein­lich einigen Ersatz einstellen müssen, so kann man doch sagen, daß ihre augenblickliche Verfassung sie jederzeit dazu berechtigt, den TitelDeutscher Fußballmeister 1932/33 zu tragen.

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Die Mannschaft der Eintracht wird voraussichtlich wie folgt stehen. Schmitt, Schütz, Stubb! Grämlich, 2ei£, Mantel: Sch aller, Trumpler, Ehmer, Dietrich, Mobs- Wenn Ehmer nicht spielen kann, dürfte Mobs feinen Platz einnehmen und Kron oder Sobansri auf Linksaußen stehen. Die große Stühe der Frank­furter ist immer noch unsere Nationalverteidi­

gung Schütz und Stubb mit dem verläßlichen Schmitt im Tore. Auch die Läuferreihe mit ihren brillanten Technikern ist untadelig, dagegen hat der Sturm durch den Ausfall Kellcrhofss an Durchschlagskraft etwas eingebüßt. Taktisch ist die gesamte Mannschaft voll auf dem Posten, das Spiel gegen Schalke hat das zur Genüge bewiesen.

DieBoyern"

stellen wahrscheinlich folgende Formation ins Feld: Lechler: Heidkamp, Hgringer: Breindl, Goldbrunner. Naglschmih, Dergmeier, Krumm, Nohr. Schmid, Welker. Ist Breindl von seiner Verletzung noch nicht wieder hergestellt, so wird für ihn Schmid. Villingen, antreten und für Heid­kamp ist als fast vollwertiaer Ersah Bader zur Stelle. Das Schluhtrio ist ^>urch die ausgezeich­nete Form von Haringer dem der Eintracht gleichwertig geworden, die Läuferreihe krankt immer noch etwas an der Besetzung des Mittel­läuferpostens. dafür ist der Sturm Wohl das Beste, was wir für den Augenblick in einer Ver­einsmannschaft aufweisen können.

Die Aussichten

sind also gleich, der Ausgang des Spieles völlig ungewiß. Das 2: 0 für die Eintracht in der süd­

deutschen Meisterschaft kann hier auf keinen Fall irgendwie als Maßstab dienen Nicht zuletzt wird das Endresultat von derTagesform" beider Mannschaften abhängig sein. Wir wollen alle nur hoffen, daß dieses Meisterschaftsendspiel in der deutschen Fußballgeschichte ein würdiges Kapitel bilden wird.

VfB. Gießen.

Freundfchoftsrückspiel vfv. (£iga) gegen FL. Teutonia Watzenborn-Steinberg.

Es wird behauptet, daß das Borspielergebnis von 2:1 für Watzenborn-Steinberg irregulär gewesen sei. Andere sagen, -das Ergebnis habe den tatsäch­lichen Kraftverhältnissen entsprochen. Beeinflussend fiel seinerzeit ins Gewicht, daß das Wetter einen geregelten Ablauf des Spieles wenn auch nicht ver­

hinderte, so doch erschwerte. Allerdings für beide Mannschaften! Das Ergebnis für Watzenborn- Steinberg wirkte sensationell: der Ligaverein verlor gegen die A-Klasse! Das Rückspiel, das nun morgen abend auf dem Waldsportplatz ausgctragen wird, sollte den BfBern Gelegenheit geben, die Situation zu bereinigen. Die Mannschaftsleistung hat eine Verbesserung erfahren, der Sturm erschien in jünstcr Zeit immer aktiver und hatte gute Erfolge zu verzeichnen, die Verteidigung war noch immer der zuverlässigste Mannschaftsteil und der eigene gute Platz sollte ein weiteres Plus bedeuten. Die Vorzeichen für einen Sieg sind durchaus günstig. Die VfBer werden sich kaum schlagen lassen. Eine heillose Ueberraschung bedeutete naturgemäß die Niederlage gegenGermania" Marburg am Mitt­woch in Marburg. Der Ausgang dieses Spieles (9:2 fürGermania) sollte aber die Elf nicht aus dem Konzept bringen. Iedenfalls'bedarf es aber aller Anstrengung, denn Watzenborn-Steinberg verfügt über eine Elf, die zwar körperlich nicht allzustark ist, dagegen aber immer viel Ausdauer bewies, das sie auch ein scharfes Tempo bis zum Schluß durch halten ließ. Die Spieler find sehr beweglich, die Mannschaft pflegt ein flüssiges Kombinationsspiel und ist in der Balltechnik nicht zu unterschätzen. Alle Posten sind gleich gut besetzt. Die Gäste werden den Platzbesitzern also kaum einen schwachen Punkt zeigen. Es verdient der Erwähnung, daß die Teu­tonen gegen die 1. Mannschaft des VfR. Butzbach 3:1 gewinnen konnten und gegen die Kreisligamann­schaft von Großkarben nur knapp mit 3:2 verloren. Trotzalledem werden sich die Grünweißen den Sieg nicht" nehmen lassen. Die Gäste werden aber alles aufbieten, sich, ehrenvoll aus der Affaire zu ziehen. Ein Sieg der Teutonen würde eine Riesenüber­raschung, für die VfBer aber eine Riesenenttäu­schung fein. Die Vereine sind durch folgende Mann­schaften vertreten:

Teutonia" Watzenborn-Steinberg: Happel: O. Burger, Wehrum: Euler, Schmandt, Otterbein: E. Burger, Lang, Fischer, Buß, Fett.

V f B. Gießen: Balser: Bingel, Leutheuser: Feuster, Kreß I, Knaus: Schmidt, Wilhelm, Haupt, Seipel, Lehrmund. (Es handelt sich hier allerdings nur um eine voraussichtliche Aufstellung.)

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Spo. Wetzlar (Liga) Spvg. 1900 (Liga).

In letzter Stunde hat sich die Spielvereinigung 1900 für ihre Ligamannschaft zum Samstagabend­spiel einen Gegner, und zwar die Mannschaft des Sportvereins Wetzlar, verpflichtet. Das Spiel wird in Wetzlar zum Austrag gelangen. Für die Blau­weißen bedeutet das keinen leichten Gang. Die Wetz­larer haben sich erst am vergangenen Sonntag gegen die Liga des VfB. als ein achtbarer Gegner erwie­sen und den Grünweißen ein Unentschieden von 6:6 abgerungen. Die Spiele, auf dem Wetzlarer Boden waren bisher immer durch eine Härte gekennzeich­net, die in Freundschaftsspielen sonst nicht üblich ist, aber aus einer gewissen Rivalität heraus immer wieder in Erscheinung tritt. Die Blauweißen werden schon mit aller Energie in den Kampf gehen müssen, wenn sie den Sieger stellen wollen. Ihre technische Fertigkeit sollte für sie ein kleines Plus bedeuten. Die 1900er treten in folgender Aufstellung an: Schlarb: Zeiler, Jäckel: Lippert, Langsdorf, Glitsch: Wilhelms, Goebel, Arnold, Heilmann, Schmidt:

Handball der Sp.-Dg. 1900.

Zu einem Samstagabendspiel stehen sich die erste Mannschaft der Spielvereinigung 1900 und die gleiche des Tv. Garbenteich (ADT.) auf dem 1900- Platz gegenüber. Beide Parteien werden allerdings nicht in stärkster Besetzung antreten können. Eine Voraussage ist daher kaum möglich. Es steht ein spannender Kampf mit knappem Ausgang zu er­warten.

Bezirksiurnfest in Krofdorf.

Zum Bezirksturnen des 2. Bezirks im Turngau Hessen der Deutschen Turnerschast, das kommenden Sonntag in Krofdorf bei der neuen Turnhalle statt­findet, haben sich weit über 400 Turnerinnen und Turner gemeldet, so daß die vorjährige Teilnehmer­zahl überschritten ift. Der Turnplatz wurde für diesen Zweck erstklassig hergerichtet, so daß sich die Wett­kämpfe reibungslos abwickeln können. Am Samstag, 11. Juni, geht der Veranstaltung ein großes Werbeturnen mit Konzert in der Turnhalle voraus.

Handball der Akad. Turnverbindung Rheinfranken.

Am Samstag trafen die Rheinfranken auf eine kombinierte Mannschaft des Tv. Wetzlar und konnten sie mit einiger Ueberlegenheit 8:3 schlagen.

Am morgigen Samstag treffen sich nun die beiden Mannschaften auf dem Universitätsspörtplatz bereits zum fälligen Rückspiel. Irgendeine Voraus­sage zu machen, wäre gewagt, da die Wetzlarer Turner verstärkt antreten werden.

Vor dem Handballspiel findet ein Faustball- spiel gegen eine Mannschaft des Tv. 1846 Gießen statt. Die Turner werden aller Voraussicht nach Sieger bleiben.

Handball im Turnverein Wieseck.

Wieseck I Heuchelheim I 3:0.

Beide Mannschaften traten mit Ersatz an Die Wiesecker hatten während der meisten Zeit das Spiel in der Hand und erwsesen sich als sehr gut. Den Gästen war es infolgedessen nicht vergönnt, die Nie­derlage des Vorspiels, dcrs von ihnen 4:3 verloren wurde, wieder auszugleichen. Die Wiesecker waren durchweg schneller und errangen einen verdienten Sieg. __

Volksturnen im Gau Hessen (OT.)

Die erste ^lebungsstunde im Gauverband hielt der vom diesjährigen Gauturntag neugewählte Gaufachwart Ludwig Malkomesius (Mtv. Gießen) am Sonntag zu Gießen ab. Unter seiner Leitung wurden auf dem Mtv.-Sportplah am Schiffenberger Weg Fachwarte aus den Bezirken und Gauvereinen mit methodischer Vertiefung in die Technik der verschiedenen volkstümlichen Uebungsarten eingeführt Kraftvollere Schleuder­bewegungen beim Kugelstoßen und Diskuswerfen ließen sich mit Hilfe der Rücken- und Lenden - muskulatur erzielen, der Weitsprung mit Drei­teilung des Anlaufs in Ablauf-, Regulier- und Kontrollmarkierung führte zu einem ergiebigeren Absprung, ebenso der Hochsprung unter kräftigem Anlauf, nachfolgender Entspannung und Stemm - Wirkung vor dem Absprung zu besseren Maßen^ während der Streckenlauf aus dem Eilgehcn und einem durchgebildeten Ablauf Vorteile zog. Schleuderball als Bestandteil des Zwölfkampfes (Oberstufe) beim Gau- und Kreiswetturnen wurde in eingehende Behandlung genommen, ebenso! Kugelgymnastik für die Sondervorführung dec Gaue (Hessen stellt dazu 15 Volksturner) beim Trierer Kreisfest. *

Die Nachmittagssihung beschäftigte sich mit Maßnahmen zur Breitenarbeit im Verhältnis zur Bewertung von Maß und Zahl bei Höchst­leistungen. Da die technische Durchbildung gerade bei Lauf, Sprung, Wurf und Stoß gemeinhin zu gering geachtet wird, soll der Gaufachwart zu Lehrgängen in die Bezirke gehen. Die Wald­läufe des Frühjahrs in den Bezirken und des Herbstes im Gauverband sollen mit Spielsperre und Pflichtbeteiligung aus den Spielabteilungon. gefördert und in eine A« und 8-Klasse zerlegt werden. Die Wilhelm-Will-Staffel (10x100 Me­ter) beim Oaufeft wird Mannschaften der sechs Gaubezirke, die Gaustaffel (lOxhalbe Runde) beim Kreisfest alle Gaue des Mittelrheinkreises im Wettbewerb sehen. Die Gießener Turnerschack wird am 21. August das Gauvolksturnen zu Gaste haben, und am 11. September führt der Mtv. Gießen seine kreisoffenen volkstümlichen Wett­kämpfe durch. Im Unterausschuß des Gaufach- wartes verblieb durch Wiederwahl der Bezirks- fachwart Albert Weigel, Klein-Linden: durch Neuwahl trat hinzu der Vereinssachwart-Richard Wiener, Bad°Nauheim, Tv. 1860. Mit Er­läuterungen des Vertrags zwischen DT. und DSD. schloß die Tagung.

Kurze Sportnotizen.

Anni Kapp, die DT.-Meisterin im Kunst­springen, hat sich beim Training im Frankfurter Stadion durch einen Anprall gegen die Sprung­brettkante eine breite Rißwunde an der Stirn zu- gezogen.

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