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Wirtschaft

Sine Zalschmünzerbandc festgenommen

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trag von Professor Lic. Gerflenmaier über bas ThemaDie Bedeutung de» Alten Testaments".

und | e |t, u n e u m f n. frenur in r» ujr gelunofn, die zur Herstellung des Falschgeldes benutzten Ge­rate auszufindcn und zu beschlagnahmen Insgesamt sind bis jetzt 1 4 Personen, darunter eine Frau, fr st genommen worden, die mit der Tat in Verbindung stehen und geständig sind. Sie wurden In das Londgerichtsgesängnis eingeliesert.

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Kirche und Schule.

ReligionSlehrerlonferenz in Friedberg

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Mainz, S. Juni tWSR.) In der letzten Leu sind in Mainz falsche Fünf-, Zwei- und Einmarkstücke in gröberen Mengen in Per- lehr gesetzt worden. Den Bemühungen der Kriminal­polizei ist es jetzt geglückt, die Hersteller und einen Teil der verdreilcr de» Falschgeldes zu ermitteln

vrsberg. . .......

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Taten für Samstag, N . Juni.

1859: der österreichische Staatsmann Fürst von Metternich gestorben: 1864: der Komponist Richard Strauß in München geboren: 1929: der öster­reichische Außenminister Gras Julius Andrassy in Wien gestorben.

Talen für Sonntag, 12. Juni.

1815: Gründung der Deutschen Burschenschasten in Jena.

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Oer IreichSbankstatuS Anfang Juni.

Berlin, 9 Juni. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Äeichsbank vom 7. Juni hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Äapita.lanlagc der Dank in Wechseln und Scheck«, Lombard« und Offelten um 97,8 Millionen auf 3531,4 Millionen Mark verringert- 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -scheckS um 41,2 Mil­lionen auf 3031,4 Millionen Marl Angenommen, die Bestände an ReichSschatzwechseln um 12,0 Mil­lionen aus 6,3 Millionen Mark und die Lombard- beftändc um 128,0 Millionen aus 129,2 Millionen Marl abgenommen

An Reichsbanknoten und R e n t e n - bankschcinen zusammen sind 80,1 Millionen Mark in die Kaffen der Reichsbank zurückxe lassen, und zwar hat sich der Umlauf an Aeichsbanlnoten um 71.2 Millionen auf 3889,4 Millionen Mark, derjenige an Aentenbankscheinen um 8,9 Mil­lionen auf 404,4 Millionen Mark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der ReichSbank an Rentenbankscheinen auf 22,8 Mil­lionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 357,5 Millionen eine Abnahme um 73,0 Mil­lionen Mark.

Die Bestände an iS o ld und deckungS- fähigen Devisen haben sich um 4.7 Millio­nen auf 986,6 Millionen Marl vermindert. 2m einzelnen haben die Goldbestände um 14,3 Millionen auf 848,4 Millionen Marl abgenom­men, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 9,6 Millionen auf 138,2 Millionen Mark zugenommen.

Die Deckung der Boten durch Gold und deckung-fähige Devisen beträgt 25,4 Prozent, gegen 25 Prozent in der Dorwoche.

9 6 10-6.

Sine neue OevisenschiebungSaffäre.

DSR Frankfurt a.M.. 4.Juni. Die diesige Zollfahndungsstelle verhaftete am 30. Mai den Kaufmann Jakob Bauer aus Heddernheim, als er bei einer Bank Wertpapiere ausländischer Herkunft im Nominalwert von 28 000 Mark ver­kaufen wollte Bauer hatte, wie sestgestellt wurde, kurze Zeit zuvor bei anderen hiesigen Banken Wert­papiere ausländischer Herkunft Im Esfektiowert von 35 000 Marl gegen Barzahlung verlauft. Der Fest- genommene stand in Verbindung mit einem gewissen Sigmund BernsteIn aus Franlsurl a M, und dieser wieder mit einem Kaufmann in Metz. Gegen Bernstein, der flüchtig ist. ist Haftbefehl und Steck­brief erlassen worden.

Rhodefia, wo man Politik und Geschäfte wie in Europa bespricht, in 30 Stunden an die Grenzen von Kenia und Tanganjika, wo einen die Einsam­keit einer jungfräulichen Natur umgibt.

Das Snde des ZuiderSeeS.

Der Zuider-See hat jetzt tatsächlich zu custicren ausgehört, und damit sind die großartigen 6nt- wässerungSarbeiten und die Gewinnung von Neu- land in den Niederlanden zu einem gewissen Ab­schluß gebracht worden. Der Hauptdeich, der die Mündung de« Zuider-See« gegen die Nordsee ab­schließt und von der Insel Wieringen bi« zur friesischen Küste in der Nähe deS Dorfe« Zung führt, ist vollendet und damit die Zuider-See ab­geschlossen. Infolgedessen wird ein neue« Ge­wässer, der B f e l - S e e , gebildet, der als Dor- ratSbecken für den Fluß Dfel, einem Ann dc« Nhein«, dient. Die Errichtung dieser gewaltigen Dammanlage .begann 1927; sie wurde zugleich von der Wieringer und der friesischen Seite begonnen und ist jetzt zu einer Einheit zusammengclchlosfen worden. Die Eindeichung ist fast 30 Kilometer lang und soll im nächsten September oder Oktober dem Derkehr übergeben werden. In der Nähe deS Dorfe« Den Oever am Ostpunkt der Insel Wie- ringen hat der Damm eine Drücke, eine große Schleusenkammer und drei Reihen von je fünf Schleusen. Aus der Hälfte de« Weges zwischen Wieringen und FrieSland sollen zwei Häsen ange­legt werden, jeder auf einer Seite de« Dammes. An einer, Kornwerderzand genannten Stelle, vier Kilometer von der friesischen Küste, besinden sich eine große und eine Heinere Schleusenkammer, eine Drücke und zwei Reihen von je fünf Schleusen. Der Damm ift breit genug, um außer einem breiten Fahrweg auch noch einen doppelgleisigen Schienen­weg aufzunehmen, aber es ist zweifelhaft, ob man eine Eisenbahnlinie einrichten wird, da die Kosten auf mindesten« 15 Millionen Mark geschäht wer­den. Man wird sich wohl mit einem Auto-Omni- buS-Derlehr begnügen. Wa« da« neugewonnene Land anbelangt, so sind in dem Wieringermeer- Polder, einem Teil veS früheren Zuider-See«, von ben 2D 000 Hektar fruchtbaren Lande« bereit« einige Teile an gebaut, doch ist die Bestellung bis­her wegen der Sättigung de« BodenS mit Salz- wasser noch nicht sehr fortgeschritten. Auf diesem Polder sind Straßen in einer Gesamtlänge von 250 Kilometer vorgesehen, von denen 80 Kilometer vollendet sind: 40 Drücken sollen gebaut werden, von denen 17 in diesem Jahr fertig werden. Ein Dorf deS Polder, Slootdorp weist bereit« eine Anzahl Häuser auf und 130 Einwohner.

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3m Fluge über den schwarzen Erdteil.

Die Luftverkehrslinie von London nach dem Kap wird jetzt seit drei Monaten betrieben, und wenn auch noch nicht alle« klappt und der Flug über den schwarzen Erdteil immer neue Ucber- raschungen und neue Probleme eröffnet, so kann doch gesagt werden, daß der Lustweg vom Kap nach Kairo in der Erschließung Afrika« für den Derkehr eine gewaltige Rolle spielen wird- Wan hofft, noch vor Ablauf dieses Jahre« neue und schnellere Maschinen aus dieser Strecke verwenden zu können: doch schon jetzt sind den Siedlern in den tropischen Urwäldern ganz neue Möglich­keiten eröffnet. Alle, die nördlich vom Sambesi und südlich von Khartum leben, brauchen nicht mehr einen Monat auf die Post zu warten, sondern sie bekommen die Nachrichten auS der Heimat regelmäßig jeden zehnten Tag. Sie, sind auch nicht mehr vier Wochen und noch länger von Europa getrennt, sondern sie können in zehn Tagen London erreichen. Die Reisekosten sind etwa dieselben wie die zu Schisf, vielleicht sogar etwa« billiger. Ds gab einen Halteplatz im südlichen Tanganjika-Gebiet, Mbaha. von wo während der Regenzeit ein eingeborener Läuser Öre. Wochen brauchte, um zu dem nächsten Kultur­zentrum zu.gelangen. Jetzt ist diese Derbindung mit der Außenwelt in ein paar Stunden herzu- stellen und die Bewohner sind in wöchentlicher Beziehung zu London und dem Kap.Ein Flug über den schwarzen Erdteil ist ein einzigartiges Erlebnis', schreibt Dictor Eazalet in einem Lon- boncr Blatt.Im Lauf von sieben Tagen sieht man sich fast jeder Art von Wetter. Temperatur und Landschaft gegenüber. Don den Pyramiden Aegyptens bis zu den Sümpfen des südlichen Sudan, über eine Entfernung von mehr alS 3000 Kilometer, folgt man in der Hauptsache dem Lauf des Nils. Innerhalb von 48 Stunden findet man sich aus dem modernen Leben und Treiben in Kairo unter die primitivsten Eingeborenen Afrikas verseht, die wohl als die einzigen in dem weiten Erdteil noch jede Form der Dellei- düng energisch von sich weisen. Don Uganda nach dem Kap geht der Flug über die Hochlande, und es ist angebracht, einen dicken Mantel und Tücher mitzunehmen, die man in diesem Teil der Fahrt sehr gut vertragen kann. Mit Ausnahme des mächtigen schneebedeckten Gipfels des Kili­mandscharo und einiger Teile von Südafrika fehlen die hohen Erhebungen: man blickt über eine unendliche Strecke bewaldeten LandeS- Wa« das Auge hier an Wild erspähen kann, da« ist unbegrenzt: Herden von Elefanten, Scharen von Flußpferden, Massen von Krokodilen. Zebras, Antilopen und jede Art von Gazellen. Wenn man Glück hat und genügend tief fliegt, wird man auch leicht ein paar Löwen sichten Trotz der Wildnis diese« Landes und der tiefen Kultur- ftue ihrer Bewohner ist die nächtliche Unterkunft sehr bequem und behaglich, denn die Fluggesell­schaft hat vortreffliche Rasthäuser gebaut, in denen man gute Betten und gutes Essen findet. Auf dem Flug nach Norden gelangt man von

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Di- hinke- den Papieren nng-tührk-n Ziffern gehen di- j)°h- d-r ^i.hi d-ichw,i°n°n lioidende - i»-iched°n!d,e!°nl 5 o.f>. L°mb°rdzin-!nh 6 ü.S).

B c r l i n, 10. Juni. (WIB. Funkspruch.) Bei feh. lenden Anregungen zeigte der heutige Borsendeginn wieder ein sehr ruhiges Bild. Trotz der für Lausanne hoffnungsvolleren Austandpresse und der im allgemeinen recht freundlich ausgenommenen (Er- klärungen oon Gayls vor dem Neichsrat war die Anfangstendenz zumindest uneinheitlich, wenn nicht schwächer. Diese Schwäche kam nicht so sehr in den Kursen der Standardpapiere, als in denen der Nebenwerte zum Ausdruck. Anscheinend handelte cs sich wieder um Glattstellungen der ßiquibatione- kaffe, da bekanntlich bis Ende dieses Monats die vom Borjahre noch schwebenden Terminengagements ab- gewickelt sein müssen. Daneben lagen noch solche Werte schwächer, für die besondere Momente ver­stimmten. So lagen Schultheisaktien infolge der Urv klarheiten über die zu erwartende Sanierung 2,5 v.H. niedriger nachdem sie allerdings in den gestrigen Abendstunden auf Inzwischen dementierte Gerüchte oon einer Zusammenlegung von 3 zu 1, statt wie bisher erwartet 3 zu 2, bis auf 50 v. H. zuriickge- gangen waren. Salzdetfurth gingen auf die beab­sichtigte Stillegung um 2,75 v. H. zurück und auch die Schifsahrtswerte waren in Nachwirkung der Geschäftsberichte um 0,5 bis 1 vH. gedruckt. Be- sonders ausfällig waren die Rückgänge am Elektro- rnarst, an dem Siemens 2,25 v. H.. RWE. 4 v. H. und Chadeattien 3 Mark einbühten. Anderseits zeig- ten sich Montanwerte, wahrscheinlich angeregt durch

Russenaufträge, eher freundlicher. Reichsbank. anteife waren gefragt. Rutgerswerke hatten besonders im Verlaufe wieder einen größeren Markt bei stei­genden Kursen. Uederhaupt konnten sich nach Fest­setzung der ersten Notierungen ziemlichallge- m e i n K u r s d e s s e r u n g e n dis zu 1 v. H. durch- fetzen, ohne daß das Geschäft jedoch einen größeren Umfang annahm.

Festverzinsliche Werte neigten dagegen eher weiter zur Schwache. Deutsche Anleihen waren uneinheitlich: die Altbesitzanleihc verlor 0,25 v.H., auch Reichs- schuldbuchsorderungen wurden 0,25 dis 0,5 v. H. niedriger genannt. Bei den Goldpfandbriefen war die Tendenz noch unentwickelt, doch sollen hie einige größere Partien, die Unterkunft suchen, au den Markt drücken. Reichsdahnoorzugsaktien eröff­neten 0,25 v. H. niedriger und gaben im Verlaufe nochmals um 0,25 v.H. nach. Don Auslandrenten konnten Türken etwas anziehen, wahrend Anatolier 0,25 v.H. und 1914er Ungarn 0,5 v. H. einbüßten.

Philipp Holzmann AG.. Frank­furt a. M. Der Konjunkturrückgang am deutschen Daumarkt, der bereit« im Jahre 1930 stark in Erscheinung getreten war, fetzte sich im abgelau­fenen Geschäftsjahr weiter fort und nahm unter dem Einfluß der Ereignisse de« Juli 1931 un­gewöhnliche Formen an. Die Gesellschaft war in da« Berichtsjahr mit einem Auftragsbestand ein­getreten, der zwar unter der Höhe de« DorjahreS lag, aber immer noch als befriedigend anzufpre- chen war. Der AuftragSzugang im Jahre 1931 blieb jedoch weit hinter den Ziffern der Dorjahre zurück. Der Jahresumsatz blieb hinter dem deS Borjahre« um 50 v. H. zurück. Einschließlich 214 925 Ml. Gewinnvortrag au« 1930 erzielte die Gesellschaft einen Bruttogewinn von 2,50 (4,53) Mill. Ml. Nach Abzug der allgemeinen Unkosten von 1,12 (1,23), der Abschreibungen auf Gebäude und Grundstücke von 0,19 (0,2?) und aus Dau- inventar von 0,76 (1,12) Mill. Mk. ergibt sich ein Reingewinn von 433 553 (1 909 225) Ml., au« dem auf die 90 000 Mk. Vorzugsaktien 6 v.H. Divi­dende (wie im Dorjahre) verteilt und 428 153 Mk. vorgetragen werden sollen. Die Stammaktien blei­ben dividendenlos (im Dorjahre 8 v. H.). Der auf den 24. Juni einberufenen Generalversamm­lung wird ferner vvrgeschlagen, das Grund­kapital von 20 090 000 Mk. auf 18 990 000 Ml. durch Einziehung von 1 100 000 Mk. im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien herabzu- sehen und den hierdurch erzielten Duchgewinn von 723 380 Mk. einem besonderen Reservefonds zu überweisen.

Zell u s A G. für Bergbau und Hüt - teninbuftrie, Frankfurt a. M Die Tellus AG für Bergbau und Hüttenindustrie, Frankfurt a M, schließt das Geschäftsjahr 1931 mit einem Reingewinn von 2529 Mark ab, der der ordentlichen Rücklage zugesührt werden soll (der im Vorjahre ausgewiesene Verlust von 2,70 Mill. Mk. war durch Einziehung von 300 000 Mark Aktien und Zusam­menlegung des AK. im Verhältnis 5:1 beseitigt worden).

Schuhfabrik Herz 21®., Offenbach a.M. Die Schuhfabrik Herz AG., Offenbach a.M., die anfangs Mai Stillegungsantrag gestellt hatte, wird ihren Offenbacher Betrieb am 30. Juni auf unbestimmte Zeit einstellen. Das Zweigwerk Munster bei Dieburg wird den Betrieb jedoch aufrecht­erhalten.

Frankfurt still und uneinheitlich.

F r a n k s u r t a. M., 10. Juni. (WTB. Drahtmel- düng.) Der heutigen Börse fehlte es wiederum an Anregungen, so daß zu Beginn des amtlichen Ver- kehrs nur ganz geringe Umsätze zustande kamen. Verschiedentlich lagen kleine Kausorders vor, denen jedoch auch Abgaben auf anderen Marktgebieten gegenüberstanden. Die Kursentwicklung war daher bei sehr stillem Geschäft uneinheitlich, doch war ein freundlicherer Grundton unverkennbar. An der innerpolitischen Lage hat sich nur wenig ge-

WSN. Friedberg, 9. Juni. In der Singhalle der hiesigen Aufbauschule fand gestern eine gut be­suchte Religionsleßrerkonferenz der evangelischen Lehrer der «reife Friedberg und Büdingen, sowie der Geistlichen der Dekanate Friedberg und Rodheim statt. Den Vorsitz führte Dekan Vogel (Bruchenbrücken). Studienrat Thierolf (Friedberg) beschäftigte sich in Mgeren Ausführungen mit den Gefahren, die der Fried­berger Ausbauschulc drohen. Er betonte besonders die Notwendigkeit einer Aufbauschule für Ober­hessen. Im Mittelpunkt der Konferenz stand der Dor-

(Schöffengericht Gießen.

Sieben, 8. Juni Wegen Gefährdung der Sittlichkeit wurde unter Aus^chlub der Oeffent- lichle.t gegen einen verwitweten Arbeiter wegen Blutschande verbandelt Der Angeklagte wurde im Sinne der Anklage für schuldig befunden und zu 1 Jahr 6 Monate Zuchthau« verur-

Etn auSwärtSwohnender Schuhwarenhändler hatte seiner DersicherungHgelellschaft bei Auf- nabmc der Sck>aden«regulierung den ourxb einen in seinem Laden aungebrochenen Brand ihm entstandenen Schaden weil hoher angemeloct, al« der tatsächlich eingetretene Schaden war. Heber den Wert und die Anzahl der verbrann­ten bzw beschädigten Schuhwaren hatte er. um sich einen ihm nicht Ankommenden Dermogen»- vortekl zu erschleichen, bewußt falsche Eingaben gemacht Während er zunächst behauptete, er "et durch den Brand um 2400 Marl geschädigt, wollte er sich schließlich, nachdem durch die Der- ficherungSgesellschast nähere Ermittlungen angc- ftellt wurden und er nicht in der Lage war, Unterlagen für feine Behauptungen beizudrta­gen. mit 500 Marl zufrieden geben. Auf Grund der heutigen Derhandlung hält ihn das Gericht eine« verbuchten Betrug« für überfuhrt und ver­urteilte ihn zu 3 W o ch e n G c f a n g n i«. -t'tm der weiteren Anklage de« Dersicherungsbetrug«. nämlich der Beschuldigung, in betrügerischer Ab­sicht eine gegen FeuerSgefahr versicherte Sache in Brand gesetzt zu haben, wurde er mangel« ausreichenden Derdacht« freige^prochen.

ändert. Die Ausführungen des Reichsinnenministers fanden geteilte Aufnahme Der bevorstehende Be­ginn der Lausanner Konferenz löste Z u rückhaltung aus. zumal einer gebesserten eng­lischen Aussasiung die starre Haltung Amerikas in der Reparationssrage gegenüderstand. Während am Montanmarlt überwiegend Kursbesserungen bis zu 1 v. H. zu verzeichnen waren, lagen Elektrowerte im Angebot und teilweise bis zu 1,5 v. H. schwacher. Ehadeaktien büßten 2 Mark ein, dagegen konnten sich Lahmeyer um 1 o H erhöhen. IG und Deutsche Erdöl eröffneten Inapp behauptet, Rütgerswerke und Scheideanstalt lagen dagegen bis zu 1 o. H. fester Reichsdank wiesen nqch der Abschwächung der Abend dörse eine Besserung von 1 v. H. auf.

Am Rentenmarkt war die Haltung über­wiegend schwächer, wobei die Einstellung des Ku- pondienstes der Stadt Duisburg noch ungünstig nach- wirkte. Allbesitz lagen wieder 0,5 v H niedriger Reichsbohnvorzugsaltien gaben 0,25 v. H noch, wo­gegen Reichsschuidluchsordcrungen etwas höher ten­dierten Pfandbriefe lagen im Angebot und 0,25 bis 0,5 o. H schwächer. Don Auslandrenten konnten sich Rumänische Anleihe nach der letzttägigen Schwäche um Bruchteile eines Prozents erholen. Neubesitz tarnen etwas verspätet zur Notiz und wurden unver­ändert beziffert.

Im Verlause ergaben sich bei allerdings weiter geringen Umsätzen kleine Äursbefferungen für IG, Reichsbank und einige Montanaktien, die bis zu 1 o. H. anzogen. Dagegen blieb der Ren- tenmarft stark vernachlässigt und uner- holt. Tagesgeld war zu 4 v. H. unverändert.

Berlin sehr ruhig.

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55 33.9 31.5 24.25 18.75

52,5 33.75 31.65 24,25

Banknoten.

gerlfn, 9-Juni____________

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4,20

4,22

78.75

Be!fl<l*e Selen.........

58,61

58,85

TünNche Waten.........

84.38

84.72

(i-.jlrtibe Wrttn.........

1542

15 48

Humr-h'c-t Waten........

16,57

6.63

533

6.25

190.5

54,25

(cUinbtidte Wate»........

170,36

171.04

ntcllentldz Wate»........

21,53

21.67

1 188.5

117,5

Wan»epf*e Waten........

Xeutltb- C eftmeüS, i 100

76,95

7745

Ruc-inHAe Waten .......

2.495

2,515

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£4n>ebtl6e Waten........

73.99

79,31

16

Gdtseutt Wate».........

82.16

82.48

epenrite Wate».........

34.56

34.70

95

Ungartftbe Sloten ........