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Schwere Lrdnitschkatastrophe in Lyon.

Oie Folgen der anhaltenden Regengüsse. - Zwei Häuser eingestürzt. Noch 50 60 Personen unter den Trümmern.

3n Lyon stürzten am ©onntagoormittag zwei Häuser ein, die etwa 70 Bewohner beherbergten. Durch den Einsturz plahte die Gasleitung, woraus der Trümmerhaufen in Flammen aufging. Rur etwa zehn Einwohner konnten sich recht- zeitig in Sicherheit bringen, so daß noch etwa 50 biS60unter denTrümmern begra­ben liegen. Bis zur Stunde war eS noch nicht möglich, an den brennenden Trümmerhaufen her­anzukommen. QTur eine einzige Frau konnte a l S Leiche geborgen werden. Der Bürgermeister von Lyon, Herriot, sowie die Spitzen der Behör­den befinden sich an der Unglücksstätte. BiS zur Stunde war eS noch nicht gelungen, einen einzigen Begrabenen zu retten. Bei den Aufräu- mungSarbeiten ereignete sich ein neuer Erd­rutsch. Die gesamte Feuerwehr und die Gar­nison von Lyon befinden fich an der UnglückS- stelle und arbeiten fieberhaft an der Rettung der Verschüttetem Die Katastrophe scheint durch die letzten starken Rcgenfälle verursacht worden zu fein.

Der Besitzer eines der Häuser erklärte, daß er sich gerade wenige Meter von dem einen der beiden

Häuser befand, als er plötzlich eine Rauchwolke gen Himmel steigen sah. Einige Sekunden später habe er einen furchtbaren Krach gehört, indem sich die Hilfeschreie der Opfer gemengt hatten. Er sei sofort zur Unglücksstelle geeilt, wo sich ihm ein entsetzlicher Anblick geboten habe. Die Erhöhung, auf der die beiden Häuser gebaut waren, fei buchstäblich in zwei Stücke gespalten gewesen. Hunderte von Menschen umlagern die Un. glücksstelle und warten auf Nachricht über Der. wandte oder Bekannte, die sich unter den Trüm­mern befinden. Au» den Trümmern bringen kei­nerlei Laute. Die Polizei und die Gendarmerie hat alle Mühe, die Bevölkerung zurückzuhalten, die immer wieder versucht, die Abiperrungskelle zu durchbrechen, um unter Einsatz ihres Lebens nach Dcrwandten oder Bekannten zu suchen. Herr ist, der bei einem neuen Erdrutsch nur mit knapper Not dem Tode entging, wurde von einem Feuer­wehroffizier auf hie Gefahr aufmerksam gemacht, die darin bestehe, sich dem Katastropbenort zu nähern. Herriot antwortete:Wenn eine Gefahr für mich besteht, besteht sie auch für andere, also bleibe ich".

Schöpfer der Stellinger 'Anlagen und dankte allen Mitarbeitern am Werk, vor allem der alten Garde von 25 Männern, die bereits vor einem Bierteljahrhundert dabei waren. Hamburgs ve- natSpräsident Bürgermeister Dr. St Petersen feierte Karl Hagenbeck als einen Mann, der seiner Baterstadt Hamburg in der ganzen Welt Ehre gemacht habe, in der Art, wie et arbeitete, in dem Deist, in dem er schuf, habe er sich stetS als Hanseat erwiesen: Erwerbs­sinn nur um deS Besitzes willen habe er nie ge­kannt Reiz des Kampfes mit Schwierigkeiten und Gefahren. Freude am Entdecken, alle Eigen­schaften. die das Wesen deS Hamburgischen Kauf­mannes ausmachten, seien auch die Triebkräste seines Wirkens gewesen.

Das argentinische GefangenenschiffChaco" auf der Fahrt nach Gdingen.

Der argentinische HilfskreuzerEhaco", der über­raschend vor Cuxhaven eintras, hat sofort Kurs auf Brunsbüttelkoog, den Westeingang des Nord- oftsee-Kanals in Äicl, genommen und die Kanal- fahrt angetreten. DieCyaco" führt noch 1 4 poli­tische Gefangene an Bord, davon fünf Polen, einen Engländer und acht Litauer. Das Schiff wird zunächst Gdingen, dann Memel anlaufen, um die Polen und Litauer dort zu lan­den und geht dann durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal zuruck nach England, um den Engländer ab- .zusetzen. Sämtliche Gesungene sind Kommu­nisten. Der kommunistische Reichstagabgeordnete Öen cf, der behauptete, im Auftrage des preußi­schen Innenministeriums dem Kapitän derEhaco" eine Botschaft überbringen ju sollen, erzwang sich Zutritt zu dem Schisf. «ein Ersuchen, den Kapitän zu sprechen, wurde jedoch von diesem abgelehnt. Heuck erklärte, daß die preußische Regierung die an Bord befindlichen fünf Polen und acht Litauer in Kiel landen lassen wolle, um sie auf an­derem Wege nach Rußland zu transpor­tieren, da sie bei ihrer Ankunft in ihrer Heimat in Gefahr gerieten, erschossen zu werden. Die Wasser- schutzpolizei hatte aber strengen Befehl, unter keinen Umständen eine Ausbootung zu gestatten. ,

von der Straßenbahn tödlich überfahren.

In Breslau wurden der Hausbesitzer Riedel und sein 60jähriger blinder Bruder, als sie das Straßenbahn gleis überschreiten wollten, von einem Straßenbahnzug ersaßt und ein Stück in i t g c f d) 1 e i f t. Einer von ihnen war sofort tot während der andere kurz nach seiner Einliefe­rung ins Krankenhaus verstarb.

Aus der Provinzialdauptstadt.

Dießen, den 9. Mai 1932.

Sin Wort an die Eltern!

Der Gießener Tierschutz Verein schreibt uns:

Kaum beginnt sich draußen das Leben zu regen, so machen sich die Kinder, ihrem Forschertricb und ihrer Liebe zu allem Lebendigen folgend, aus die Beine, um dem, was da draußen kriecht, flattert und schwimmt, aufzulauern und es einzufangen und ce- zu Hause meist mit kläglichem Ausgang zu ..pflegen". Solche Freude am Tier ist falsch geleitet. Es st nicht schwer. Kindern klarzu- machen, daß man nicht ohne weiteres das Recht bat. Geschöpfe aus dem großen Lebenszusainmen- hange, aus moorigen Gründen, sonnigen Wicken und klaren Gewässern von ihren Brut- und Laichgeschäften hinwegzuholen, und _ daß viel Kenntnis und Sorgfalt dazu gehört, diesen wunderlichen Gesellen mit den zarten Organen ihre natürliche Heimat so zu ersetzen, daß sie sröhlich gedeihen Es ist schon, wenn Kinder das Bedürfnis haben. Tiere draußen zu beschleichen und zu beobachten. Sic mögen sie auch vorsichtig fangen und betrachten, aber nur nicht gleich cin- lperren. oder töten. Kinder suhlen selbst, daß das nicht ganz in der Ordnung ist und bedürfen in diesem Gefühl der Unterstützung durch ihre Er­zieher. Auch der arme Maikäfer ist nicht dazu geschaffen, sich in Zigarrenkästen ohne Licht. Luft

und frische Rahrung hinzuquälen, obwohl er als ..schädliches Tier" vogelfrei ist. Muh man Mai­käfer vernichten, so überbrühe man sie in kleineren Mengen mit reichlich kochendem Wasser. Aber daS ist kein Gcfchäst für Kinder. Können sie aus ihrer großen Steigung zu diesem Krabbeltier das Sammeln nicht lassen, so mögen sie sie wenigstens abends, wenn die Käser lebendig werden, wieder in die Freiheit schwirren lassen. Daß ein Kind dabei Verzicht lernt zugunsten eines hilflosen Wesens, ist nützlicher, als daß es ein paar schäd­liche Maikäfer weniger gibt.

Die Vogelwelt ist gegen Ausbeutung im all­gemeinen geschützt. Bis auf wenige Ausnahmen ist daS Zerstören und AuSheben von Restern oder Brutstätten der Vogel, das Zerstören und Ausnehmen von Eiern und daS AuSnehmen und Töten junger Vögel nach dem Dogelfchutzgeseh bei Strafe verboten

Die Ratur selbst hilft uns die Kinder zu Rücksicht und Verantwortung erziehen, wenn wir nur die Kinder lehren, sie richtig zu sehen und zu achten. Das ist jetzt, wo draußen alle- wieder neu und voller Leben ist. besonders leicht.

Nationalsozialistische Oeutsche Arbeiterpartei.

In einer Versammlung der NSDAP, sprach am Freitagabend im Cafs Leib Herr Bartholo­mäus über das Thema:Warum sind Einheits­preisgeschäfte und Warenhäuser für die deutsche Wirtschaft schädigend?" Der Redner erörterte zu­nächst kurz die Stellungnahme der Sozialdemokratie zum Mittelstand. Die Sozialdemokratie habe den-. Mittelstand zugunsten des Großbetriebes den Kampf angesagt. Die Entwicklung habe sich in diesem Sinne bewegt. Der Mittelstand fei fast vernichtet. Es gehe aber nicht an, daß ein großer, wertvoller Teil des deutschen Volkes widerstandslos dem Ruin anheim- gegeben werde. Ein schwerer Schaden für das Hand­werk und Gewerbe seien die Einheitspreisgeschäfte. Dieser Geschäftsform liege, so. führte der Redner u a. aus, das Prinzip des Konzerns zugrunde. Die Konzerne erteilen Massenaufträge, der Artikel werde zum billigsten Preis gefordert, die Folge sei eine aufs äußerste forcierte Rationalisierung der Be­triebe, in denen die Artikel hergestellt werden, die weitere Folge sei gesteigerte Arbeitslosigkeit. Wo aber die menschliche Arbeitskraft nicht entbehrt wer­den könne, werde der Lohn maßlos gedrückt. Die Qualität der Artikel leide unter den Verhältnissen schon vom Rohstoff her. Besonders charakteristisch seien in dieser Hinsicht die Derhältnifse in der Textil-, in der Schuh- und in der Spielwarenindustrie. Die Preise für die Erzeugnisse im einzelnen würden nicht von den Fabrikanten, sondern von den Auf­traggebern bestimmt und die Rationalisierung durch die Einkaufs- und Auftragsmethoden direkt beroor- gerufen. Ein weiter Faktor in den Einheitspreis­geschäften seien die durch die Ausnützung billigster junger Verkaufskräfte gewaltsam herabgebrurften Selbstkosten. Die Aufrechterhaltung der Einheits Preisgeschäfte lohne die Kapitalanlage nur durch ihre konzernmäßige Gebundenheit. Ihr Gewinn sei nur dadurch möglich, daß auf Kosten des Fabrikanten, des Geschäftsmannes, des Arbeiters und des Per fonals, nicht zuletzt auch auf Kosten des Käufers gewirtschaftet werde. Ein weiterer Grund des Er­folges der Einheitspreisgeschäfte und der Waren­häuser liege dann, daß eine raffinierte Verkaufs tcchnik durch Offenlegung und leichte Erreichbarkeit vieler Tinge ganz psychologisch Wünsche wachrufe. Soweit Lebensrnittel in Betracht kamen, müsse man sich überlegen, daß durch die gedrückten Preise die Landwirtschaft am Lebensnerv geschädigt werde Leider werde für solche Geschäfte nicht der Nachweis der Notwendigkeit gefordert, wie es zum Beispiel bei der Neueinrichtung einer Apotheke der Fall sei. Von keinem der neueren Unternehmer werde Branchekenntnis gefordert. Prüfungen verlange man schon gar nicht mehr. Leider habe sich das i)anb werk, das Gewerbe, der gesamte Mittelstand zu lange sicher gewähnt. Die Konkurrenz konnte da durch groß werden. Dazu gebe es Einzelne, die den Konzernen noch die Steigbügel hielten. Jbcr aerobe hier könne das Wohl des einzelnen nicht vom Möble der Allgemeinheit getrennt werden. Der Vorteil des Augenblicks werde sich in das Gegenteil verkehren Tas Schicksal des einzelnen könne auch n »t von

einem <öausverkauf und von einem Rohbau ab- hängen. Die Parteien der Interessenvertretungen hatten das Geschick des Mittelstandes nicht abwehren können. Das Wirtschaftselend sei durch die ständigen parlamentarischen Kompromißlösungen hervorgc- rufen worden. Heute müsse sich auch der Mittel- ständler al» Arbeiter fühlen und dort stehen, wo er hingehöre. Die NSDAP, wolle keine 6tanbespartei lein, sondern dem Dolksganzen dienen, weil es flar fei, daß ein Stand nicht ohne den anderen leben könne. Nie könne Eigennutz die Lage bestem. Im- mer stehe Gemeinnutz höher. Es könne dem Mittel­stand doch nicht schwer fallen, sich der Partei an- zuschließen, die den undeutschen Geist bekämpfe um der Gemeinschaft de» Volkes willen. Lebhafter Bei­fall dankte dem Redner. Nach einer Paule beant­wortete Herr Bartholomaus eine Reihe von Fragen, die an ihn gestellt waren.

(khristlichsozialer Dolksdienst.

Man berichtet uns: In der Monatsversammlung des Christlich-sozialen Volksdienstes berichtete Land- tagsabgeordneter fflreb über feine Erfahrungen wahrend der letzten Wochen, die er in den Wahl­kämpfen, sowohl in Preußen, als auch in Württem­berg gemacht hat. Aus der Fülle der Einzelheiten war zu ersehen, daß es allenthalben wie ein letztes Ringen um Sein ober Nichtsein des deutschen Vol­kes geht. Es traten weniger die Belange der Ein­zelländer in den Vordergrund, wenn auch, wie in Preußen, eine Aenderung der Regierung erstrebt wurde. Don besonderem Interesse waren die Mit- teilungen au» der hessischen Politik, besonder» über die letzte kurze Tagung de» Landtag», die sich mit dem Reichsverbot der SA. und SS. beschästigte, in der Abg. Greb eine Gleichstellung aller ähnlich gearteten Verbände forderte. Die Verhandlungen es Finanzausschusses boten reichlich Gelegenheit zu beobachten, daß nun wohl auch in Hessen die entscheidende Frage der Regierungsbildung anoere Wege als während der letzten Monate gehen muß. Nachdem namhafte Führer der NSDAP, ihre Be­reitwilligkeit -zur Mitverantwortung angebeutet haben, dürfte man auch in Hessen dazu kommen können. An den Vortrag schloß sich eine rege Aus­sprache an, in der zu den wichtigen Fragen Stel­lung genommen und für die weitere Arbeit des Dolksdienstes allerlei Veranstaltungen vorgesehen wurden.

Bornotizcn.

Tageskalender für Montag: Stadt­theater, 20 bis 22.30 Uhr,... Vater fein dagegen fchr!" (Geschlossene Vorstellung). Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Zu Befehl, Herr Unteroffizier". Wiefecker Lichtspiele, 20.30 Uhr:Die große Attrak­tion".

Aus dem S t a d 11 he a t e r b u r e a u wird unS geschrieben: Heute, 20 11$)t, geschlossene Vorstellung des englischen LustspielsVater sein dagegen sehr .. .!,r von Childs Carpenter, in der deutschen Bearbeitung von Sil Dara. Spiel­leitung Karl Hehler. Ende 22.30 Ahr. Morgen. Dienstag. 10. Mai, als 30. Vorstellung im Diens­tag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen Wieder­holung der Neuinszenierung deSFausts (1. Teil), einer Tragödie von Goethe, unter der Spiel­leitung von Intendant Dr. Rolf P r a s ch. 3n den Hauptrollen Jochen Hauer (Faust), Bea­trice Doering (Gretchen). Die Rolle des Me­phisto spielt erstmalig Karl Bruck. Beginn der Vorstellung 19 Ahr. Ende 24 Ahr. Mittwoch, 11. Mai, südwestdeutsche Erstausführung des nach­gelassenen Werkes von Hermann Sudermann: Die Entscheidung der Lissa Hart".

Oberhessischer Geschichtsverein. Am 20. und 21. Mai veranstaltet der West- und Süddeutsche Verband für Altertumsforschung eine Fahrt an den Wetteraulirnes. Am Freitag 9.30, am Samstag 7.30 Ahr Abfahrt vom Museum in Hanau mit Kraftwagen. Am SamStag werden auch Münzenberg, Arnsburg und Friedberg be­rührt. Für Sonntag ist gegebenenfalls ein Be­such des östlichen Taunuslimes geplant (Kapers­burg, Saalburg). (Siehe heutige Anzeige.)

* Ehrung für Staatsrat Block. Dem kürzlich in den Ruhestand getretenen hessischen Staatsrat Rudolf Block wurde vom Deutschen Auslandinstitut eine Ehrenurkunde für Verdienste um das Auslanddeutschtum verliehen.

* Die P fing st-Rückfahrkarten der Reichsbahn, die aus Anlaß der Feiertage aus­gegeben werben, haben Gültigkeit vom 11. bis zum 23. Mai. Die Hinfahrt kann dabei noch am 17. Mai, am 3. Pfingstfeiertag (bis-24 Uhr) ange­treten werben.

* Alarmübung der Freiwilligen Sanitätskolonne. Gestern vormittag fand auf den Flughafen Gießen eine großangelegte Hebung der Freiwilligen Danitätskolonne vom Roten Kreuz statt Die Mannschaften waren ganz überraschend alarmiert worden, trotzdem fanden fich 41 Mann und zwei Aerzte ein. Ver­treter der Kreisbehörde waren erschienen, der Verein für- Luftfahrt war vertreten, dte Polizei hatte Mannschaften entsandt und die Reichswehr stellte einige Soldaten, die als ,Opfer des An­falles" zur Verfügung standen. Als Hebung war der Abitur; eines Passagierflugzeuges, bei dem sieben Personen verunglückten, angenommen Passagiere, die sich kur; vor dem Aufschlagen des Flugzeuges retten wollten, hatten angenommener- toeife Knochenbrüche. Wirbelsäulenbruch, Kopf-, Arm- und verschiedene andere Verletzungen er­litten. die von den Mannschaften der Sanitäts­kolonne zur Hebung in erster Hilfeleistung be­handelt wurden. Die Arbeit wurde nach dem Eintreffen der Mannschaften (15 Minuten nach der Alarmierung traf bereits der erste Wagen der Sanitäter ein) energisch in Angriff genom­men. Rach der ersten Behandlung wurden die .Verletzten" am Fliegerheim zusammengetragen und der Kolonnenarzt Dr. Gros hielt dann Kritik ab. Der ganze Verlaus der Hebung hat

gezeigt, daß die Gießener Freiwillige SanitLtS- h»Lonne vom Roten Kreuz im Ernstfälle auch bei einem größeren Unglück sehr wohl imstande ist, wirksam einzugreifen.

Störungen der Ruhe und Ordnung durch anbauernbe» Musizieren sind ft r a f b a r. Da» Polizeiamt weist daraus bin. baß anhaltenbe» Musizieren, insbesondere Klavierspielen, Spielenlasien von mechanischen Musikapparaten (Grammophonen, Radiolautsprecher und Dgl) im (treten ober bet offenen Fenstern meist eine erheb- Uche Belästigung der Nachbar'chast bildet und häufig den Tatbestand de» § 360, Ziffer 11, de» Reich»- ftrafgesetzbuches (ungebührliche Erregung ruhe- störenden Lärm» ober Verübung groben Unfug») erfüllt. Die Polizeibeamten finb angewiesen, ein- zufchreiten

Die Sprechstunden der Fürsvrge- stolle für Lungenkranke in der Medi­zinischen Poliklinik finden für die Befucher aus den Landgemeinden des Krelles Gießen jeden Montag von 16 bis 17 il&r statt Lungenkranke und Krankheitsgefährdete. dte in ärztlicher Be­handlung sind, bedürfen einer Ueberwetfung ihres Arztes in bi« Lungenfürsorge stelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten

* Sch u lgeld - und Mietrückftände für Mär,; werden von der Stadtkalle in unserem heutigen Anzeigenteil angeinahnt. Interellriiten seien auf die Bekanntmachung verwiesen.

ee Vermögenssteuer und Gertrud« gange Amtlich wirb mitgeteilt: -Für die Ver­mögenssteuer 1932 wäre an sick.^c>ch die Teran« lagung nach dem Stande von-- s Januar 1931 maß« gebenb. Mit Rücksicht aus l^le ifit t>cm Stichtage eingetretenen Wertveränderur^.^ qt Breits in bc Verordnung des Reichspräside,-^^ pom r. Dezemb" 1931 der Reichsmikckster der Ttiau. n1rn ermächt worden, auf dem Gebiet der Einh^.^^ewertu und der Vermögenssteuer Maßnahmen zu jreffi durch die den seit dem Hauptfeststellungszeii^ui cingetrctencn Senkungen der Vermögenswerte Ml steuerlicher Wirkung vom 1. April 19.32 an Re, H nun getragen wird Eine entsprechende Maßnahn^ wirb auf dem Gebiete der Erbschaftssteuer und bi Grunderwerbssteuer getroffen werden. Die biesbi zügliche Verordnung wird in den nächsten Tag« ergehen. Damit diele Maßnahmen bereit» für dW Ma»ate der Vermögenssteuer wirksam werdeW können, wird der Fälligkeitstermin vom 15. Mai an den 20. Mai verschoben.

Wettervoraussage.

Neuerdings haben sich über dem Kanal und an bD Westküste Englands wieder zwei kleinere Kerne gi bildet, durch die sowohl der Witterungscharakter a| auch die Temperaturen keine Beständigkeiten c fahren. Zunächst bringt Warmluft vor mit Semd Jung und Niederschlägen, der alsbald kühlere Ci^ nachfolgt, welche zu schauern und ®emitterftörul gen Anlaß gibt.

Aussichten für Dienstag: Zunächst wär­mer, wolkig bis bedeckt mit Niederschlagen bann wechselnd wolkig mit Aufheiterung, etwas kühler und gewitterartige Schauer.

Aussichten für Mittwoch Wechselhaftes Wetter, teils wolkig, teils ausheiternd, Erwärmung und Abkühlung, einzelne Niederschläge gewitterhaster Art.

Lufttemperaturen am 8. Mai: mittags 12,2 Grad Celsius, abends 8 ®rab; am 9. Mai morgens 5 Grad. Maximum 12,8 Grad, Minimum 0,8 Grab. Erd­temperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Mai: abends 10,8 Grad: am o Mai- morgens 7,6 Grad Celsius Niederschläge 0,6 mm. Sonnenscheindauer 4X Stunden.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Tie schwierigsten technischen Fragen sind oft nicht gerade die, deren Losung am meisten Aussehen erregt. Tic Schwierigkeiten können vielmehr in un­scheinbaren Problemen liegen. Da ist z. B- die Zahn- bürste. Wie muß sie gebaut (ein, damit sie sich dem menschlichen Gebiß sowohl von außen als auch von innen an paßt? Soll sie gerade, soll sie konkav ober konvex fein?

Es gibt eine Bürste, die konkav konvex ist, die Odol-Zahnbürste. die damit der Lösung Des Pro­blems am nächsten kommt. 3619V

StoBeMnng Mte Bel)onölono

von Dr. rned. M. Kärcher, Saarbrücken.

Dem praktischen Arzte kommen täglich Fälle vor, in Denen Stuhlveistopfung und Darmträgheit sich als die Ursachen der verschiedenarligsten Beschwerden Herausstellen. So sind u. a. allgemeines Unbehagen, Mattigkeit, Kopfschmerzen, Blähungen und Kreuz- schmerzen häufig darauf zurückzuführen, Faß infolge von ungenügendem Stuhlgang Schlacken des Stoff- Wechsels und abgebauie Nahrungsreste zu lange int Körper feftgehalten werden. In diesen Fallen erweist es sich immer als das Zweckmäßigste, den Darm wieder an regelmäßige und ausreichende Tätigkeit zu gewöhnen und dadurch eine genügende Ausschei­dung seines Inhaltes zu bewirken. Hierzu empfiehlt sich der Gebrauch eines rein pflanzlichen Abfuhr- mittels, das keine scharfen Bestandteile enthält und nicht, wie manche anderen Mittel durch zu starke Reizung entzündungserregend auf den Darm und schädigend auf den übrigen Körper einwirkt, sondern mild, schmerzlos und dabei zuverlässig regelmäßige Entleerungen herbeiführt. Ein solches Mittel sind Apotheker Richard Brandt'» Schweizerpillen, die aus. schließlich aus pflanzlichen Auszügen und Stoffen zusammengesetzt find. Sie wirken angenehm abfüh­rend und kräftig genug, ohne daß irgendwelche Be- schwerden verursacht werden oder bei längerem Ge- brauch Entwöhnung eintritt. Dabei bieten sie infolge der wesentlich ermäßigten Preise von 1,25 RM. die Normalpackung und,65 RM. die Kleinpackung den Vorteil besonderer Billigkeit. 3665V

tr.Dralles Birkenhaarwasser