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der Kammer gedachte der Kammerpräsident des Ablebens Doumers, worauf Mussolini in einer Rede das Wirken des Verstorbenen würdigte und dem Abscheu des italienischen Volkes vor dem gräß­lichen Verbrechen Ausdruck verlieh.

Ein Aufruf Tardieus an das französische Volk.

Paris, 7. Mai. (TU.) MinisterpräsidentT a r- d i e u hat nachstehenden Aufruf an das fran­zösische Volk gerichtet:

Der Präsident der Republik ist ermordet wor­den. In ganz Frankreich herrscht darüber Be­stürzung. Das französische Volk beweint den verehrungswürdigen Greis, der dem Lande sein Leben gewidmet hat und dessen vier Söhne für seine Verteidigung gefallen sind. Frankreich verneigt sich vor der schwergebroche­nen Witwe, deren Gatte ebenfalls auf dem Felde der Ehre gefallen ist. Ehren wir unseren Staatschef durchRuhe undW ü r d e. Morgen wird das Land seine Vertreter Wählern Am Dienstag wird die Rationalversammlung den neuen Präsidenten bestimmen und am Donnerstag begleitet die Pariser Bevölke­rung Paul Doumer vom Schloß Elhsee zum Pantheon. Frankreich wird seinen Schmerz und seine Einigkeit in Andenken an einen großen Diener des Staates und in der strik- ten Durchführung des Gesetzes zum Ausdruck bringen. Es lebe Frankreich, es lebe die Republik."

Deutschlands Teilnahme.

Der Reichspräsident an die Witwe Doumers

Berlin, 7. Mai. (WTB.) Reichspräsident v. H i n d e n b u r g hat an die Witwe des ver­storbenen Präsidenten der französischen Republik Doumer nachstehendes Beileidstelegramm ge­richtet:

Tief erschüttert von der Nachricht des Ab­lebens Ihres Herrn Gemahls, bitte ich Sie. hochverehrte gnädige Frau, meiner auf­richtigsten und herzlichsten Anteil- nähme versichert zu sein. Möge der Allmäch­tige Ihnen die Kraft geben, auch diesen letzten Schicksalsschlag zu ertragen und Ihnen mit seinem Tröste beislehen.

Reichspräsident v. Hindenburg."

Ferner entsandte der Herr Reichspräsident seinen Staatssekretär 3 um hiesigen französi­schen Botschafter, um diesem persönlich den Ausdruck seines Beileids an dem durch das ver- abschcuungswürdige Attentat erfolgten Ableben des französischen Präsidenten zum Ausdruck zu bringen. Reichskanzler Dr. Brüning hat an den fran- zösischcn Ministerpräsident Andrs Tardieu das nachstehende Beileidstelegramm gesandt:

Auf das schmerzlichste bewegt durch die Nachricht, daß es nicht gelungen ist, das Leben des Herrn Präsidenten Doumer zu erhalten, drängt es mich. Ew. Exzellenz meine, der Reichsregierung und des deutschen Volkes wärmste Anteilnahme an der Trauer auszusprechen, welche Frankreich in diesem Augenblick erfüllt. 3n tiefem Mitgefühl beklage ich das grausame Schicksal, daß Ihr Staats­oberhaupt mitten in seinem wirken für sein Vaterland sein Leben zum Opfer bringen muhte."

Der Reichskanzler stattete heute dem hiesigen französischen Botschafter einen Besuch ab, um ihn persönlich zum Ableben des französischen Präsidenten fein Beileid auszusprechen. Minister­präsident T a r d i e u hat an Reichskanzler Dr. Brüning auf das Beileid der Reichsregierung folgendes Antworttelegramm gesandt:Ew. Exzel­lenz danke ich bewegt für dos Tele­gramm, das Sie mir anläßlich des so schmerz­lichen Todes des Präsidenten der Republik zu senden die Güte hatten. Das französische Volk und die französische Regierung sind tief gerührt von der Teilnahme, die Deutschland ihrer tiefen Trauer ent­gegenbringt."

Albert Thomas f.

Paris, 8. Mai. (TU.) Der Direktor des Inter- nationalen Arbeitsamts in Genf und frühere fran­zösische Minister, Albert Thomas, ist gegen Mitternacht im Waschraum eines Restaurants beim Bahnhof Saint Lazare in Paris e i n e m S ch l a g - anfall erlegen. Kurz vor 23 Uhr betrat er die Gaststätte und bat um ein Glas Rum. Nachdem er einige Schluck zu sich genommen hatte, begab er sich in den Waschraum. Durch seine lange Abwesenheit beunruhigt, verständigte der Kellner den Inhaber, der den ihm unbekannten Gast auf den Steinfliesen des Raumes hingestreckt auffand. Die Polizei sorgte dann für die Ueberführung des Bewußtlosen ins Krankenhaus, wo die Aerzte nur noch den Tod f e st st e l l e n konnten. Thomas war am Samstag in Paris eingetroffen, um seiner Wahlpflicht ZU ge­nügen. Freunde, die ihn noch kurz vor dem Tode sahen, hatten keinerlei Anzeichen von Un- w 0 h l s e i n oder Krankheit bemerkt.

DasGeheimnis um den MrderDoumers.

Ist Gorgul ow doch Bolschewist? - Satte er Mitverschworene und Helfershelfer?

Der Mörder, PaulGorgulow,ein russischer Emigrant, wird von Polizisten abgeführt.

P a r i s, 8. Mai. (TU.) Das französische Innen­ministerium veröffentlicht über das Vorleben und die Gründe, die den Mörder des französischen Staatspräsidenten zu seiner Tat veranlaßt haben, eine amtliche Verlautbarung, aus der hervorgeht, daß Gorgulow in keinerlei Beziehungen zu russischen Emigrantenkreisen ge­standen hat. In Prag hat er sich um die Bildung einer allrussischen Bauernpartei mit jungbolschewistischem Charakter be­müht. In der Erklärung des Innenministeriums wird mit besonderer Betonung auf eine Bro­schüre hingewiesen, die Gorgulow in Paris drucken ließ und auf deren Deckel sich das jungbol- schewistische Abzeichen zwei Sensen, darüber eine Tanne und ein Totenkopf - be­findet. Die Organisationen, so heißt es in der Verlautbarung, die sich dieses Abzeichens be­dienen. sind von den Ideen der dritten Internationale durchdrungen, die ihre Mitglieder sehr oft als Provokatoren benutzt. Das bisherige Ergebnis der Unter­suchung lasse die Frage auftauchen, ob Gorgulow vielleicht nur Geistesgestörtheit simuliere.

. Ministerprsäidcnt Tardieu fügte dieser amt­lichen Erklärung noch Folgendes hinzu:In der ganzen Angelegenheit ist ein dunkler Punkt, näm­lich die k 0 m m u n i st i s ch e P a r t e i k a r t e. die Gorgulow in Prag ausgestellt wurde. Die sogenannteGrüne Partei", als deren Mitglied sich der Mörder ausgibt, ist vielleicht der rechte

Flügel des Bolschewismus. Gorgulow verfügte außerdem über größere Bar mit- t i l. und man muß sich fragen, woher dieses Geld .stammte." .

' Die neubolfchewistische Bewegung, zu der stch Gorgulow in Prag bekannte, soll tatsächlich der Komintern unterstehen. Infolge seines schlechten Rufes hatten die Prager Behörden Gorgulow verboten, eine eigene Partei zu grün­den, um so mehr, als sich herausstellte, daß er über eine Mitgliedskarte der Kommumststchen Partei verfüge.

Während Gorgulow erklärt, daß er voll­kommen selbständig gehandelt habe, hat sich jetzt eine Zeugin gefunden, deren Aus­sage ein wesentlich anderes Bild ergibt. Frau de Bi lm 0 r in. die in der Buchausstcllung am Tische Forreres stand und bei dem Attentat nur etwa drei Schritte von dem Mörder entfernt war. hat vor dem Llntersuchungsrichter zu Pro- tokoll gegeben, daß Gorgulow sich vor der Tat flüsternd mit einem Mann und einer Frau unterhalten habe. Als der Präsident den Saal betrat, habe die Frau leise gesagt: ..D a i st er!" Daraufhin habe sich Gorgulow scharf umgedreht, die Zeugin zur Seite gestoßen und seine Schüsse ab ge­feuert. Der Mann, mit dem er sich vorher unterhalten habe, habe leise gesagt: ..Er hat sein Ziel nicht verfehlt" und sei darauf mit der Frau in der Menge verschwunden.

Hohe Regierungsbeamte bringen den schwer verwundeten Präsidenten von der Stätte des Attentats in seinen Wagen.

Albert Thomas wurde am 16. Juni 1878 in Champigny-fur-Marne geboren. Er war von Beruf Oberlehrer, widmete sich aber schon in seinen jungen Jahren der Politik, wurde zu­nächst Bürgermeister seines Heimatortes und ge­hörte seit dem Jahre 1918 der französischen Kammer an, wo er als führender Sozialist oft hervortrat. Während des Krieges war Thomas zunächst Unter­staalssekretär für Artillerie und Munition und wurde im Jahre 1916 R ii st u n g s rn i n i st e r. Seit 1920 widmete er sich ausschließlich dem Genfer i n - tcrnationalcn Arbeitsamts, wo er als Direktor eine außerordentlich rege Tätigkeit entfal­tete. Als Mensch von einem ausgeprägten Gerech- tigkeitsempsinden trat er in der innerlichen Heber» zeugung, daß Weltfriede und soziale Gerechtigkeit in einer unlöslichen Verbinduna stehen, für einen ge­rechten Ausgleich der Interessen unter den Völkern ein. Von diesem Gesichtspunkt war Thomas ein auf­richtiger Anhänger einer deutsch-französischen An Näherung. Noch auf der kürzlich abgeschlossenen in­ternationalen Arbeitskonferenz setzte er sich erfolg­reich für die Annahme einer Entschließung ein, in der die endgültige Lösung der Reparationsfrage von grundsätzlichen Gesichtspunkten aus gefordert wird. Es muß auch anerkannt werden, daß Thomas in den von ihm stammenden Plänen der Arbeitsbe­schaffung auf internationaler Grundlage durch Ver­gebung großer öffentlicher Arbeiten die besonderen Erfordernisse Deutschlands erwogen hatte.

Eine bewegte Vergangenheit.

Gorgulows Vorleben in Prag.

Prag, 7. Mai. (TA.) Die tschechischen Blätter berichten viele Einzelheiten aus dem Vorleben Gorgulows. DiePolcdni List" veröffentlicht eine ilntcrrcöung ihres Berichterstatters in Prerau mit der geschiedenen Frau Gorgulows. G. hat im Weltkrieg eine schwere Kopfver­letzung erhalten, -er war stets sehr nervös und aufgeregt. Aus der Flucht aus Rußland kam er 1921 zu Fuß über Polen in die Tschecho­slowakei. 1924 schrieb er ein BuchDalava" unter dem Pseudonym Brad und 1925 eine eigene Le­bensbeschreibung unter feinem Ramen mit dem TitelDer Ronnensohn". Gorgulow soll in dieser Zeit von dem Erlös eines Diaman­ten gelebt haben, den er direkt von der Zarin erhalten haben wollte. Er studierte an der' tschechischen Llniversität in Prag, wo er 1925 zum Dr. mcd. promovierte. Die Praxis übte er in Gödung bei Olmüh aus. Gegen Gorgulow wurden von verschiedenen Seiten Anzeigen ein­gebracht, daß er in Gödung Frauen an sich gelockt habe. Er habe auch seine eigene Frau mißhandelt, ja einmal sogar auf sie geschossen. Deshalb habe G. Gödung bei Rächt und Rebel verlassen müssen. Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen. In Prerau. wo er dann seine ärztliche Praxis ausübte, habe er auf großem Fuße ge­

lebt. Er sei einmal auf einem Ball in der Maske Rasputins erschienen, habe sich dort aber so unmöglich benommen, daß er aus dem Saal hinausgeworfen wurde. Wegen ver­botener Eingriffe bei Frauen wurde ein Ver­fahren gegen ihn eingeleitet, so daß ihm am 9. April 1930 die Ausübung der ärztlichen Praxis in der Tschechoslowakei verboten wurde, wo­rauf er sich nach Paris begab.

Oie Nachfolge Ooumers.

Paris, 8. Mai. (WTB.) In den Wandel- gängen der Kammer und des Senates wurden die Ramen des Senatspräsidenten Lebrun und des Abgeordneten Pa in levo als Kandidaten für den Präsidentschaftspostcn genannt. Der Ab­geordnete Dalimier hat sich für Lebrun ein­gesetzt und sich mit Herriot bereits in Verbindung gesetzt. Gerüchtweise verlautet, daß auch der Ab­geordnete Germain Martin (Radikale Linke) die Absicht habe, seine Kandidatur aufstellen zu lassen.

Havas zufolge wird der Rachsolger Doumers unverzüglich sein Amt übernehmen unb nicht erst, wie sonst, einen Monat nach er­folgter Wahl. Der Gepflogenheit entsprechend werde Ministerpräsident Tardieu unmittelbar nach Amtsübernahme des neuen Präsidenten d i c K 0 lle kti v de m is s i 0 n des Kabinetts überreichen. Der neue Staatschef werde alle Mi­

nister des zurücktretenden Kabinetts ersuchen, Ne laufenden Angelegenheiten zu erlehigen, bis die Befugnisse der neugewählten Kammer bestätigt und ein neues Ministerium ge­bildet ist.

Oer Reichstag tritt heute zusammen.

Berlin, 8. Mai. (DDZ.) Nach längerer Pause tritt der Reichstag heute wieder zusammen. Haupt- gegenstand seiner Beratungen sind das Schul­dentilgungsgesetz, durch das die Lee-Hig- ginson-Anleihe verlängert wird, und das neue Kreditermächtigungsgesetz für öic Zwecke der Arbeitsbeschaffung. Mit diesen beiden Gesetzentwürfen wird die große innen- und außenpolitische Aussprache und die Bespre­chung der inzwischen eingegangenen und noch zu erwartenden zahlreichen Anträge der Par­teien verbunden, in denen Auflösung des Reichs­tags, Aufhebung der letzten Notverordnungen, Ein­setzung von Untersuchungsausschüssen zum Fall Kreuger und zur Reichspräsidentenwahl und anderes mehr gefordert werden. Nach den Absichten des Aeltestenrats sollte mit der politischen Aussprache auch die erste Lesung des Reichshaus­haltsplans für 1933 Dcrbunöen Jein, doch ist es fraglich geworden, ob es dabei bleiben kann; denn das Reichskabinett wird den Haushaltsvoran­schlag für 1933 voraussichtlich bis zum Montag nicht mehr fest legen können. Die große politische Aussprache am Montag im Reichstag wird vom Reichsfinanzminister Dietrich mit der Be­gründung des Schuldentilgungsgesetzes und des Kreditermächtigungsgesetzes eingeleitet werden. Für die Debatte halten sich jedoch auch der Reichskanzler und der Reichsinnenminister Groener bereit, um den Standpunkt der Regierung in den außenpoli­tischen Fragen und in den Fragen der militärähn­lichen Verbände zu vertreten. Die Abstimmun­gen, insbesondere über die Mißtrauensanträge gegen das Reichskabinett und gegen einzelne Mi­nister, werden am Mittwoch oder Donnerstag er­folgen.

Oie Finanzierung der Arbeitsbeschaffung. Das Anleihecrmächtigungsgesetz vom Rcichsrat genehmigt.

-Berlin. 7. Mai. (DDZ.) Das Reichskabinett hat das Anleihegesetz zur Arbeits­beschaffung verabschiedet. Seine wesentlichste Bestimmung lautet: ..Der Reichsminister der Fi­nanzen wird ermächtigt, für Siedlungen, Melio­rationen. Beschäftigung Jugendlicher und son­stige Arbeitsbeschaffung Geldmittel im Wege des Kredits zu beschaffen."

Der R e i ch s r a t hat das Anleihegesetz geneh­migt. Gegen das Gesetz stimmte niemand; Würt­temberg. Braunschweig, Anhalt und Mecklen- burg-Strelih ließen das Protokoll noch offen­halten. Der Reichsrat hat dagegen zwei A e n - derun gen beschlossen. Er hat festgelegt, daß die Anleihe nicht im Wege des Kredits, sondern durch Ausgabe von Schuldverschrei­bungen beschafft werden soll, und zwar wird es sich voraussichtlich um eine Prämienan­leihe handeln. Ferner wurde beschlossen, die Vorlage nicht als selbständiges Gesetz, sondern als Ergänzung des Schuldentil­gungsgesetzes zu behandeln. Grundsätzlich erklärte der Berichterstatter der Ausschüsse. Mi­nisterialdirektor Dr. Brecht, daß die Ausschüsse mit der Reichsregierung der Meinung seien, daß es notwendig sei, diesen Weg zu gehen, und daß er auch einen gewissen Erfolg verspreche. Es sei aber erforderlich, diese Aktion eng mit dem gesamten großen Reformplan der Regierung zu verbinden, namentlich mit der Reform der Arbeitslosenfürsorge. Insbesondere habe Preußen darauf hingewiesen, daß es unbedingt notwendig erscheine, diese Ak­tien mit der Frage einer energischen Arbeits­zeitverkürzung zu verknüpfen.

Verbot der Beflaggung mit Parteifahnen in Hessen.

Darmstadt, 7. Mai. (Amtlich.) In letzter Zeit hat die Tatsache, daß ganze Dörfer oder Stadtteile einheitlich Parteifahnen zeigten, häu­fig zu Ansammlungen, Zusammenrottungen oder anderen Störungen der öffentlichen Ordnung geführt, so beispielsweise in Bau­erndörfern, die aus bestimmten Anlässen schwarze Fahnen fast auf jedem Hause aufgezogen hatten, oder auch in Stadtteilen, wo ganze Wohnviertel auch außerhalb von Wahlzeiten unter kommunisti­scher Beflaggung oder Straßendekoration standen. Auch war in anderen Gemeinden die ständige und auffällige Beflaggung einzelner Häuser mit Haken­kreuzfahnen und -Symbolen geeignet, auf die an­dersdenkende Bevölkerung aufreizend einzuwirken. Der hessische Minister des Innern hat daher angeordnet, daß die Polizeibehörde auf die (Entfernung der Beflaggung mit Parteifahnen hinwirken soll, um dem Stra-, henbild überall wieder ein normales Aussehen zu geben und dadurch jeden Anlaß zur Störung der öffentlichen Ordnung von vornherein zu be­seitigen.

Aus aller Welt.

Tagung des Reichsbundes der höheren Beamten.

Der Reichsbund der höheren Beamten hielt in Eisenach eine Tagung ab, zu der etwa dreihun­dert höhereBcamte und Philologen aus allen Teilen des Reiches sowie zwei Vertreter der österreichischen Bcamtenorganisation erschienen waren. In der Versammlung kam einmütig zum Ausdruck, daß die Lebenshaltung der höhe­ren Beamten durch andauernde Gehaltskürzungen derart herabgedrückt worden sei, daß dieser Zustand bereits zum Zusammenbruch vieler Haushaltungen und zu einer erheblichen Schädigung auch der A l l g e m e i n w i r t - schäft geführt habe. Mit den Notverordnungen müsse endgültig Schluß gemacht und wieder zu volkswirtschaftlich richtigen Anschauungen zurückge- kehrt werden.

25 Jahre SteHinger Tierpark.

Unter starker Anteilnahme der Behörden und des Publikums feierte man in Stellingen bei Hamburg das 25jährige Jubiläum des welt­bekannten Tierparks. Vor dem Denkmal Karl Hagenbecks versammelte sich die Familie Ha- genbed, die große Schar der offiziellen Gäste und die Freunde des Hauses. Heinrich Hagenbeck, der heutige Seniorchef, gedachte des Vaters als