UM
Röst
Tnorsn.
Sdiiy
Wien
__, /Mag;
den F- Februar /giZ FfU/
2=4. Tours 27ar'5 J
—L @3 ®1Fo
3@'X Oiua.
_____/' (itfm/ h xji*y 7
Die seitherigen vier sächsischen Landtagsabgeordneten der Fraktion „Sächsisches Landvolk". Schladbach, Dr. Troll, Hausse und Rauer sind zur deutschnationalen Volkspartei übergetreten.
Auf Grund des Republikschutzgesetzes hat der hessische Innenminister die nächsten drei Nummern des „Stoßtrupps". der in Mainz erscheinenden Stahlhelm-Monatszeitung, verboten, weil et, wie es in der Begründung des Verbots heißt, dem früheren Reichspräsidenten C b e r t und den Mitgliedern der Regierungen des Reichs und Preußens vorgeworfen habe, daß sie chre Amtsgewalt zur absichtlichen Auslieferung deutschen Bodens an fremde Mächte verwandt hätten.
Der Führer der RSDAP. in Baden, Landtagsabgeordneter Wagner, veröffentlicht im heutigen „Führer" einen Offenen Brief an den Reichsinnenminister Dr. Groe- ner, worin er sich über die vom badischen Innenministerium angeordneten Haussuchungen, Zeitungs-, Versammlungs- und Redeverbote sowie über die verschiedenen Verordnungen in der amtlichen „Karlsruher Zeitung" beschwert mit der Begründung, daß diese Maßnahmen geseh - und verfassungswidrig seien.
Frankfurt a. M.-West, Frankfurt a. M.-Ost. Insgesamt umfaßt die Ländergruppe Hessen also zehn Wahlkreise.
Kleine politische Nachrichten.
Der Druckleitung der Mainzer Welt- Goethe-Ausgabe ging vom Bureau des Reichspräsidenten die Mitteilung zu, daß Reichspräsident von Hindenburg sich entschlossen hat, die Ehrenschirmherrschaft über die Welt-Goethc-Ausgabe des Volksstaates Hessen und der Stadt Mainz zu übernehmen.
Der Reichsinnenminister empfing die Vorsitzenden des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Justizrat Dr. Julius D r o d n i tz , Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil und Syndikus Dr. Alfred Wiener, in Gemeinschaft mit dem Vorsitzenden der Reichsarbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände, Kammergerichtsrat Wolf, dem Vorsitzenden des Reichsbundcs jüdischer Frontsoldaten, Dr. Leo Loewenstein und dem Staatssekretär Prof. Dr. Julius Hirsch. Die Herren trugen dem Minister Klagen über die nationalsozialistische Agitation gegen den jüdischen Teil der deutschen Bevölkerung vor; sie wiesen auf die in jüdischen und nichtjüdischen Kreisen hierdurch erzeugte Anruhe und möglichen Folgen für Ruhe und Sicherheit hin.
Tokio, 8. Febr. lFunkspruch.) Japan hat einen neuen Vermittlungsplan mitgeteilt. Der Vorschlag sieht zunächst die Errichtung einer entmilitarisierten Zone um Schanghai in einer Breite von ungefähr 30 Kilometer vor. Später soll die neutrale Zone auch um Hankau, Tientsin, Kanton und Tsingtau eingerichtet werden. Dieser Plan soll auf einer internationalen Konferenz von den Mächten erörtert werden. Die Anregung Japans soll den chinesischen Kriegsgenerälen die Möglichkeit nehmen, die betreffenden Städte weiter unter ihrer Kontrolle zu halten und die chinesischen Kaufleute würden ihren Geschäften ruhig nachgehen können. China könne leichter für die Annahme des Planes, der auch die Entmilitarisierung der Mandschurei vorsieht, gewonnen werden, wenn die Mächte sich mit einer Aufgabe der Exterritorialität in ganz China, mit Ausnahme der in der neutralen Zone vorgesehenen Städte einverstanden erklärten. Japan beabsichtige nicht, Truppen länger in Schanghai zu lassen, als bis eine Verständigung über die Entmilitarisierung der Stadtzone erzielt sei. Japan beabsichtige auch nicht, eine japanische Konzession in Schanghai zu schaffen.
Das Dorf Wusung von den Japanern besetzt.
London, 8. Febr. (TA.) (Funkspruch.) Für Montagfrüh hatten die Japaner einen neuen Angriff auf die Wusungforts angesetzt, der aber durch die Chinesen abgeschlagen werden konnte. Den Japanern war es nur gelungen, das Dorf Wusung zu besehen. Die Kämpfe begannen mit einer Beschießung der Forts durch 20 japanische Flugzeuge. Japanische Schiffe landeten 600 Mann Infanterie und fünf Panzerwagen auf dem Eisenbahnkai und ließen diese auf Wusung vormarschieren. Eine andere japanische Jnfanterieabtcilung marschierte gegen die rückwärtigen Verbindungen der Chinesen vor und wurde hierbei durch Seesoldaten unterstützt, die auf 30 Lastkraftwagen von Schanghai nach Wusung geschickt waren. Dann eröffneten ein Kreuzer und vier Torpedobootszerstörer vom Vangtse aus das Feuer auf die Forts. Die Geschütze der Forts antworteten. Das Feuer
dauerte sechs Stunden, worauf die Japaner das zerstörte Dorf Wusung besetzten. Während der Kämpfe trat heftiger Schneefall ein. Die Japaner verloren 10 Tote und 40 Verwundete, die auf Lastkraftwagen nach Schanghai gebracht wurden. Die Forts wurden jedoch von den Chinesen gehalten. Sie waren noch am Montagabend in ihrem Besitz.
Oie Tschungschi-Llniversität schwer gefährdet.
Tie deutschen Professoren in Sicherheit.
Sch anghai, 8. Februar. (TA.) Die deutschen Professoren der Tschungschi- Aniversität, die inmitten der Wusungforts liegt, haben infolge der schweren Beschießung durch die japanische Schiffsartillerie und die Dombenllieger mit ihren Angehörigen die Aniversität verlassen müssen. Aach ihren Meldungen hat die japanische Beschießung in der Aniversität schwersten Schaden angerichtet. Am Montagmorgen konnten dank dem Entgegenkommen des chinesischen Divisionskommandanten die Frauen und Kinder auf Roten-Kreuz-Automobilen über das chinesische Hauptquartier in Tschenju nach Sch ang- h a i gelangen. Die Mchrner marschierten sechs Stunden lang auf Amwegen hierher. Sie berichten, daß die Beschießung der Aniversität durch die Japaner großen, wenn nicht gar unersetzlichen Schaden angerichtet hat. Das Elektrolaboratorium ist durch zwei Volltreffer völlig z e r st ö r t. Es ist zudem zu befürchten, daß die unersetzliche sinologische Bibliothek von Professor Othmer sowie weitere wertvolle Privatbüchereien vernichtet sind. Die Flüchtlinge erzählen von dem hartnäckigenWiderstand der Chinesen, die fest entschlossen zu sein scheinen, Wusung bis zum Letzten zu verteidigen. Wahrscheinlich wird die Aniversität Stützpunkt der militärischen Operationen werden, so daß ihr Weiterbestand gefährdet ist. Man hat sie vollständig geräumt, auch das chinesische Personal, welches bis zuletzt ausgehalten hat, schloß sich den deutschen Flüchtlingen an. Alle retteten nur das Notwendigste.
Ein Vermittlungsvorschlag Japans
Entmilitarisierte Zonen um fünf große Dertragsstädte.
Der Verwaltungsrat der DIZ. ist in Basel zusammengetreten. Die Verhandlungen werden an Stelle des in den Vereinigten Staaten weilenden Präsidenten Mac Garrah von dem Vizepräsidenten, dem deutschen Delegierten Dr. Melchior, geleitet. Den Verhandlungen wohnen auch die beiden anderen deutschen Delegierten, Reichsbankpräsident Dr. Luther und Generaldirektor R e u s ch, bei.
gilt außerdem, daß vor jeder Einstellung von Bewerbern, die einem politischen Verband angehört haben, besonders sorgfältig zu prüfen ist, ob durch derartige Einstellungen nicht die überparteiliche und unpolitische Haltung der Wehrmacht erschwert werden formte. Mit solchen Bewerbern sind Verhandlungen aufzunehmen, aus denen hervorgeht, daß sie mit dem Eintritt in die Wehrmacht jede derartige Bindung vollkommen gelöst haben.
Deutsche Wehrverbände an die Abrüstungskonferenz.
Berlin, 8. Febr. (ERB.) Dom Stahlhelm wurde ein Telegramm an die Abrüstungskonferenz gerichtet, in dem dringend gefordert wird, der Angleichheit der Rüstungen ein Ende zu machen. Wahre Befriedung der Welt sei nur möglich, wenn die Beschränkung der Wehrhoheit aufgehoben werden, die dem Unterlegenen durch die Pariser Vorortverträge auf» gezwungen worden sind. Die ehemaligen deutschen Frontkämpfer appellieren über die Abrüstungskonferenz hinaus an den Soldatengeist der anderen Völker, der die Gefahren einer dauernden Diskrimination einzelner Staaten in den lebenswichtigen Fragen der Landesverteidigung erkennen müsse.
Der Vorstand des Deutschen Reichskriegerbundes KyffHäuser fordert in einer Depesche das unbedingte Festhalten am deutschen Recht auf Sicherheit und Gleichberechtigung. Frankreich, so heißt es dann, suche durch seinen Vorschlag einer Dölkerbundsarmee die Weltabrüstung zu sabotieren und Deutschlands Recht mit Füßen zu treten.
Der Deut sch eOfsizier-Dund hat ebenfalls an die Abrüstungskonferenz ein Telegramm gerichtet, in dem er unter Hinweis auf die frie* densgesährdende Angleichheit des Düstungsstandes der verschiedenen Rationen, die Forderung ausgesprochen hat, daß Deutschland in wehrpolitischer Beziehung den anderen Mitgliedern des Völkerbundes gleichgestellt wird und daß die seine Wehrhoheit einschränkenden Bestimmungen des Versailler Vertrages auf gehoben werden, so daß es im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die zu seiner nationalen Sicherheit dringend erforderlichen Maßnahmen treffen kann.
Hessen in der Aeichswahlresorm.
Mainz, 6. Febr. (WSN.) Die Verhandlungen über die Einteilung der Wahlkreise auf Grund der Bestimmungen des neuen, vom Reichsrat bereits verabschiedeten Reichswahlgesetzes sind zum Abschluß gelangt. Sie haben für den Freistaat Hessen zum Ergebnis gehabt, daß Hessen in die Wahlkreise Mainz, Darmstadt, Offenbach, Gießen eingetcilt wird. 2m einzelnen ergibt die Einteilung und die Stellung des Freistaates Hessen folgendes Bild: Wahlkreis 15 3 Mainz hat folgenden Umfang: Kreise Mainz, Oppenheim, Bingen, Alzey, Worms. 394 217 Personen wohnen im Wahltreis Mainz. Wahlkreis 150 Darmstadt hat folgenden Umfang: Kreise Darmstadt, Gr.-Gerau, Bensheim, Heppenheim. Die Zahl der Wohnbevölkerung beträgt 335 027. Wahlkreis 151 O f - fenbach umfaßt die Kreise: Offenbach, Dieburg und Erbach und zählt 289 545 Einwohner. Wahlkreis 15 2 Gießen umfaßt folgende Kreise: Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Schotten, Friedberg, Büdingen und zählt 328 490 Einwohner. Das neue Reichswahlgeseh bringt vor allem eine Neueinteilung der Wahlkreise. Die Wahlkreise Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz bilden den Wahlkreisverband Hessen. Die Wahlkreisverbände Hessen und Hessen-Nassau bilden die Ländergruppe Hessen. Die Ländergruppe Hessen umfaßt den Freistaat Hessen und die preußische Provinz Hessen-Nassau. Außer den genannten hessischen Wahlkreisen umfaßt die Ländergruppe Hessen die Wahlkreise Kassel, Fulda-Hanau, Warburg, Limburg, Wiesbaden-
Aus aller Well.
Ein Dersicherungsschwindel.
In Krakau meldete eine Frau Ciunkiewicz der Polizei, daß sie im Grandhotel bestohlen worden sei. Ihre Koffer seien, ohne daß sie es bemerkt hätte, seitlich ausgeschnitten und vollkommen ausgeraubt worden. Kostbare Pelze, wertvoller Schmuck, darunter Perlen und farbige Diamanten, und Valuten im Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen Mark seien in die Hände der Hoteldiebe gefallen. Die angebliche Millionärin ist nun unter dem dringenden Verdacht des versuchten Dersicherungs- schwindels verhaftet worden. Anzeichen deuten daraus hin, daß die Genannte in ihren Koffern
Reichswehr und Wehrverbände.
Berlin, 8. Febr. (WTD.) Das Reichswehrministerium veröffentlicht einen Befehl des Reichswehrmini st ers Groe - n e r vom 29. Januar 1932, von dem behauptet worden ist, daß er sich gegen die Politik des Reichskanzlers richte. Demgegenüber ist festzu- stellen, daß er mit Zustimmung des Reichskanzlers Dr.Brüning erlassen worden ist.
In dem Befehl heißt es: Rur solche Wehrverbände haben Lebensberechtigung, die die nationalen und staatspolitischen Ideale pflegen und ihre Hauptaufgabe in der körperlichen und ge-iftigen Ertüchtigung sehen. Jede militärische Be- tätigxig der Verbände sowie die Anmaßung polizeilicher oder sonstiger staatlicher Befugnisse werden stets auf das schärfste bekämpft werden.
In Beantwortung der Frage, wann Bewerber aus politischen Gründen von der Einstellung in die Wehrmacht aus - z u s ch l i e h e n sind, erklärt der Reichswehrmini- fter, daß nur solche Bewerber abgelehnt werden dürfen, die erwiesenermaßen an Bestrebungen teilgenommen haben, die auf eine Aenderung der verfassungsmäßigen Zu stände mit unerlaubten OHitteln gerichtet waren. Ein für allemal bleiben ferner Bewerber ausgeschlossen, die erwiesenermaßen in beleidigender Form öffentlich gegen denReichs- präsidenten Stellung genommen haben, alle, die erwiesenermaßen im politischen Kampfe durch Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung gezeigt haben, daß sie die sittliche Reife für die Ausnahme in die Wehrmacht nicht besitzen, und Mitglieder solcher Organisationen, die sich nicht scheuen, für den Kriegsfall Kriegsdienstverweigerung und Fahnrnflucht zu predigen. Allgemein
Oie Aktion des Hindenburg-Ausschusses. Bis zum Montag S0Vv00Einzcichnungen.
Berlin, 8. Febr. (TA.) Nach Mitteilung des Hindenburg-Ausschusses belief sich bis Montagmittag die Zahl der Eintragungen auf rund 900 000.
Wie weiter mitgeteilt wird, haben sich folgende weitere Persönlichkeiten dem Aufruf des Hindenburg-Ausschusses vom 1. Februar angeschlossen: Direktor Robert Albert, Dresden; Berthold Friedrich Markgraf von Baden-Sale a. Bodensee; Friedrich Baltrusch, Geschäftsführer des Gesarnt- verbandes der christlichen Gewerkschaften; Präsident B umm, Berlin; Ober ° Domprcdiger Burghart, Berlin, Vizepräsident des evangelischen Oberkirchenrates; Anterstaatssekretär a.D. Dr. Conze, Berlin; Staatssekretär a. D. Fritz Doenhof f, Berlin; Dr. Karl Ritter von Halt, München; Oberbürgermeister v o n Hanse m a n n, Flensburg; Reichsminister a. D. Land- rat Dr. Hahlinde, Arnsberg; Oberbürgermeister Lautenschlager, Stuttgart; Kommerzienrat Lindner, Vorsitzender des Verbandes der mitteldeutschen Industrie in Sondershausen; Oberbürgermeister Dr. Loh meyer, Königsberg; Alois Fürst zu Löwenstein; Kon- fiftorialrat D. Dr. Luther, Berlin; Frau Dr. Elsa Matz, Berlin; Bankier Dr. Melchior. Hamburg; Bischof M o o g , Bonn; Staatsmrnr- fter a. D. von R o st iz-W al lwitz . Berlin; Professor Paul Pfeiffer, Rektor der Aniversität Bonn; H. Plate, Ehrenmeister des deutschen Handwerks, Hannover; Geheimrat Dr. P o n- sick; Professor Reulaux, Rektor der Technischen Hochschule in Darmstadt; Legationsrat a. D. Frhr. v. Richthofen, Berlin; Ober- bürgermeifter Rombach, Aachen; Oberbürgermeister Sch arnagl, München; D. ß. c. Wilhelm Schäfer, Sommerwalde am Bodensee; Professor Siegmund Schultze, Berlin; Oberst D. h. c. Bernhard Schwertfeger, Hannover; Geheimer Justizrat Professor Dr. Tripel, Berlin; Landesbischof D. Polzien, Mecklenburg- Strelitz; Geheimrat Professor Dr. Daihinger, Halle; Professor Weber, Rektor der Aniversität Freiburg; Professor Windhaus, Göttingen; Schulrat G. Wolff, Berlin. Weitere Namen von neuen Anterzeichnern des Aufrufes wer-' den demnächst veröffentlicht.
Hitlers Einbürgerung.
Dr. Frick stellt Strafantrag.
München, 8. Febr. (CNB.) Wie der heute nach achttägigem Verbot erstmals wieder erscheinende „Völkische Beobachter" mitteilt, hat der frühere thüringische Innenminister Dr. Frick in einem Schreiben an den Ersten Staatsanwalt vom Landgericht München I Straf antrag gegen die „Münchener Neuesten Nachrichten" wegen Beleidigung gestellt. Der Klage liegt ein Artikel der „Münchener Neuesten Nachrichten" zugrunde, in welcher Dr. Frick eine formale Beleidigung erblickt. Zugleich beantragt er unter Bezugnahme auf die Notverordnung vom 8. Dez. Erhebung der öffentlichen Anllage. Er erklärt, daß er sich bei dem Versuch, Adolf Hitler zum thüring. Staatsbeamten zu ernennen, durchaus irnRahrnen seiner verfassungsmäßigen .Befugnisse als thüringischer Innenminister gehalten habe, daß es sich dabei also nicht um einen „Schiebungsversuch" handeln könne, sondern um einen legalen Staatsakt gehandelt habe. Da die nationale Regierung in Thüringen seinerzeit leider durchaus kein Verständnis dafür zeigte, die Frage einer Einbürgerung Hitlers von sich aus im deutschen Sinne zu erleoigen, sei ihm nichts anderes übrig geblieben, als selbst die Lösung in eigener Zuständigkeit zu versuchen.
Zu den verschiedenen Gerüchten über Aktionen zur Einbürgerung Hitlers berichtet die „Vossische Zeitung", in maßgebenden Kreisen werde die Auffassung vertreten, daß man eine Einbürgerung Hitlers nicht bekämpfen würde. Im Gegenteil würde man, wenn Hitler sich dazu entschließen könnte, einen regulären Einb ür g e - rungsantrag zu stellen, auf eine Be- f chleunigung hinwirken. Man habe den Eindruck, so schreibt das Blatt weiter, daß von Nationalsozialist. Seite absichtlich der normale Einbürgerungsantrag vermieden werde, um den Eindruck zu erwecken, als habe Hitler mit irgendwelche Intrigen und Schwierigkeiten zu kämpfen, die in Wirklichkeit gar nicht beständen. Bis jetzt habe Hitler den normalen Weg über einen Einbürgerungsantrag noch kein einzigesmal beschritten.
doch von Vierteljahr zu Vierteljahr noch Tau - sendevon Anmeldunge ixji euerRund-
funkteilnehmer zu verzeichnt, so daß der
O wolkenlos.
: 1 Ä*
reits zu verbreiteten, wenn auch vielfach nut
O naiD Bedeckt ® wolkig. H Gedeckt • Regen
len geöen die Temperatur an Die Limen verbinden Orte <nit gleichem auf Meeresniveau umgereenneten Luftdruck
Wette rvo raussage.
Anter dem Einfluß der nach den Balkanländern abziehenden Störung kam es in Deutschland bc-
‘Inter starker 3 Freitagnachir x<ilic€*§TQucnt)5tci der neuen £ '-'-tienbe, Frau pochst mit den Königliche
1 * von Sy : Ece-Frauenderc ln der Versag * Aussühn kA die Tätigtet 1930 un über
AZwngverein j N und hatte f Luy übe | Mendechältnisse I ,7 Vchoh-neisterz I LL ’ ^Mich tv
Ngentvärtigen 01 i c?1 Werden.
Landers
Windei ^Gegenwart ü Monat E&'.wt
gie 6"
.1-lvay'
* Schnee a Graupeln. - Neoei K <iewitter.(g)windstiiie.o-» sehr •cicnter Ost massiger Südsüdwest. q stürmischer Mordwesfc Oie Pfene fliegen mit dem Winde. Die oeiden Stationen stenenden Zal»
«Ng 9egc: Hierinftnb ;|ttütbc. S Zersü AK
Kl'«,
leichten Niederschlägen, meist in Form von Schnee. Namentlich im Osten hat sich dabei eine geschlossene Schneedecke gebildet. Durch das Ties einerseits und durch hohen Druck über Skandinavien anderseits ist es gleichzeitig zu einem kräftigen Kaltlufteinbruch gekommen, der im östlichen Teil des Reiches die Temperaturen bis unter minus 10 Grad zurückgehen ließ. Königsberg hatte heute morgen 17 Grad unter Null. Auch bei uns wird unter dem Einfluß der Kaltluft der Frost rasch zunehmen, der zum Teil durch Ausllaren noch verschärft wird. Auch tagsüber dürften die Werte zunächst unter Null liegen.
Aussichten f ü »-M ittwoch. Köller mit zunehmendem Frost, wolkig mit Aufheiterung, einzelne Schneefälle, nordöstliche bis östliche Winde.
Aussichten für Donnerstag: Strenger Nachtfrost, etwas dunstig ober wolkig, sonst viel» fach heiter.
nicht Schmuck und Pelze, sondern Kohlen mit sich geführt habe, die sie dann im Ofen deS Hotelzimmers verbrannt haben dürfte. Sie konnte nämlich ebensowenig die Kohlenstäubchen in ihren Koffern, wie die Hitze in ihrem Ofen erklären, obgleich das Hotelpersonal gerade an diesem Tage das Zimmer nicht geheizt hatte.
Ealmelle über das Urteil im Lübecker Prozeß.
Prof. (Talmette, der Erfinder des nach chm benannten Jmpfverfahrens, äußert sich in der Pariser Presse über das Urteil im Lübecker Prozeß. Ec betont, daß das Urteil insofern seinem Wunsch entspreche, als darin ausdrücklich feftge- stellt sei, daß sein Verfahren an dem Tod der St i über vollkommen unschul- big sei. Andrerseits bedauere er aber, daß Pros. Deycke und Dr. Altstaedt; deren wissenschaftliche Vergangenheit makellos sei, und deren Fähigkeit größte Achtung verdiene, für die Ursachen verantwortlich gemacht worden seien, die den Tod der Kinder herbeigeführt hätten. Er hoffe, daß sie in kürzester Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt würden.
Fast vier Millionen Rundfunkteilnehmer in Deutschland.
Wenn der Zugang an Rundfunkteilnehmern auch nicht mehr die Zahlen aufzuweisen hat wie in den ersten Jahren des Radiowesens, so sind
Hörerkreis in Deutschland am 1. Januar 1932 mit insgesamt 3 980 852 ordnungsmäßig angemeldeten Rundfunkfreunden nur noch wenig von der 4- Millionengrenze entfernt ist. Der Zuwachs im letzten Vierteljahr 1931 belief sich auf rund 249 000. > Am 1. Januar 1931 betrug die Zahl der Rundfunkteilnehmer in Deutschland erst rund 3,5 Millionen.
Grubenunglück in Sizilien.
In einem Schwefelbergwerk bei Cal- tanifetta (Sizilien) explodierten bei der Entzündung einer Sprengmine Grubengase. Zum Glück befanden sich von den etwa 1000 Arbeitern zur Zeit der Explosion nur 18 im Schacht. Don diesen wurden nach stundenlangen Rettungsarbeiten fünf a 1 s Leichen geborgen. Ein sechster Arbeiter verschied beim Transport, während von den Verwundeten acht so schwere Vergiftungserscheinungen aufwiesen, daß man an ihrer Rettung zweifelt.
Die Arbeit der Standgerichte in Polen.
2m Justizausschuß des polnischen Sejm wurde ein sozialistischer Antrag behandelt, der die Aushebung der Standgerichte fordert. Der Berichterstatter stellte -fest, daß während der letzten fünf Monate die Standgerichte 59 So» desurteile ausgesprochen hätten, von denen 31 vollzogen waren. In drei Fällen hätte man 19jährige Burschen und in Swiencany sogar «inen 17jährigen Burschen gehängt. Die Vollstreckung von Todesurteilen sei so häufig, daß der Henker seiner Arbeit nicht nachkommen könne. Es seien Fälle vorgekommen, wo Verurteilte, denen die Todesstunde schon mitgeteilt worden war, oft zwei Tage auf die Vollstreckung des Todesurteils hätten warten müssen. Der Antrag wurde vom Regierungsblock abgelehnt.
Der IBirbelffurm auf Reunion.
Nach den letzten Nachrichten über den schweren Wirbelsturm auf der französischen Insel Reunion hat die Unwetterkatastrophe 4 5 Menschen-^ leben gefordert. Die Hauptstadt St. Denis wurde zum größten Teil z e r ft ö r t. Ihre Bewohner haben sich in die Kirchen und Schulen sowie an Bord der im chafen liegenden Sch.ffe In Sicherheit gebracht. Auch in St. Paul wurden ganze Wohnviertel zerstört. Die Ernte ist zum großen Teil vernichtet.
Oie Wetterlage.
'‘Mito trr> , ll,W’i» 11 yud.
1
i
Mvitizia'
• 1n am Sams
i !
: fÄ* Sflfy ^Meisen und BesÄ W als MM L dah als 2 Sieb rvWu ber age der * Bert des Ginlau m entrichten ist- tifungWrm । iq Schneider. Dilhelm L, Dl Her, Mllmgen, Sulingen, 16,28 . B,20 Mark; Han' Ufert Hahn. ? Jung IV.. Vilstn ks Verfahrens h Win Zehntel und •aifungSbcflagtcn , ruigenommen hie «s Hermann Zi . je Derufungskläc !U,91 Mack.
Hachen Vu srn wurde zu T . des Kreisdireltori H Ichann Karl | kri Kreisausschu '8 November IS i Stichwahl auf j||:a(fgefundenen 2 Soften der Deo llninbe Deuern ui 1 < zur Hälfte au Ikzimach hat in . I-Zachtoahl auf K hibsufvnbtn.
M-M der M »Bürgermeifter h -mfchicden, die £ | Kreises Mdinge » Ausschuh hält fid I Heffifchen Gemei I1 Kosten des Vers I zu tragen.
Dem Aeinhari II 6er Detrieb des »Vermittlers || Verfahrens , Aack.
Äersamr im Al
, m a V 1
SlKndenbu'


