Einzelbild herunterladen

Der Sternhimmel im Februar

Vie

Praesepe im

Sternbildern

l.lbclm I

,u

Acpfcl 6 bis 15. Dirnen 10 bis 12. Nüsse 35 bis 40,

Honig 40 bis 50, junge Hähne

bis 90,

80

Suppenhühner 80 bis 90 Pfennig

pro

Rettich 10 bis 15, Lauch 5 bis 10 Pf. pro Stück.

rant Kobel feine Generalversammlung ab. Vorsitzende, Rcichsbahnoberlckretär Alth

mi

bi« 25.

bis 40,

Dienstag. Zwillinge", 20 Heirnatvereini-

15

10

12,

6,

25, 70.

60.

30,

Tgus 2

Dt Viertel @ Vollmond (J letzte Viertel

bi« bi« bi«

Krebs -wischen den bekannten

Der die 24 Stund* mahl en von Muter- nacht bi» Mitternacht eine» Tage ent­haltende Kreit und die dick punktiert»

Der au«.

GROSZE BUCH- STABE»

Blumenkohl 30 bis 70, Endivien

Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie

Venus Mars Jupiter »Saturn

KteneB*n- staben

'nem auf Reunion.

idjridjten übtr bin schwer» französischen MI Reunion iftropfje 45 Menschen« Die Hauptstadt 6t. Denis

(Nachdruck verboten H

Sonnenaufgang von 7.45 bi« 650 Uhr Sonnenuntergang von 16.45 bis 17.35 Uhr Lichtgeftalten des Monde«: 1. Viertel am 14. um 19 Uhr, Dollmond am 22. um 3 Uhr. letztes Diertel am 28. um 19 Uhr.

Das grobe Himmelslech-eck von der Kapella bis 8um Sirius, dieser schönste, glanzvollste und

'Vornotizen.

T ageskalender für Stadttheater Sieben, »Die drei bi» 22.15 Uhr. Odenwälder

®u entrichten.

Gictzcuer Wochen Marktpreise.

® i e b c n, 9. Febr. Heutige Wochenmarktpreise: Dutter 110 Pfennig (Kochbutter von 90 Pf. an), Matte 25 bis 30. Käse (10 Stück) 50 bi- 120.

Wirsing 10 bis 15 (pro Zentner 7 bis 8 Mk).

Weihkraut 8 bis 10 ipro Zentner 4 bi« 5 Ml ),

Rotkraut 10 bi« 12 (pro Zentner 7 bis 8 Mk ),

Kortofseln 4 (pro Zentner 3 bi« "3,50 Mk),

provinzialauSschuß-Gihung.

3n der am Samstag im Regierungsgebäude -u eßen unter dem Dorsitz von Proviil.ziald.rcktor cacf abgehaltenen öffentlichen Provinzial- tVchußsihuirg erkannte der ProrrnzialauSschuß r Provinz Oberhelsen -u Recht:

Pfeil seigt, tun die M <. not» mitte licht- baren Sterne. Unsere Kant leigt alte den Zustand um Mitternacht der Mo- naumüu. IFifl man tu einer anderen Stunde beobachten, »e denke men tich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil M gedreht. daß dieser auf die Be­obachtung! Stande ui ft. dadurch werden die tu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mittu drehenden Honsont Ain- eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo- natsmitt« ist der gerade Pfeil Stund# früher, für je 5 Tage nach der Monats- mitte 's Stund» spater tu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angodeutete Licht- gestalt zeigt.

der Zwillinge uyd de« Löwen

gelbe Rüben 10 bis 12. rote Rüben 10 bis

Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabr 5 bi«

Grünkohl 12 bt« 15. Rosenkohl 20 bis

sternreichste Teil des Sternhimmels, erreicht seine höchste Stellung zuBeginn de« Nlonat« etwa um 21 Uhr. gegen Ende des Monats schon um 19 Uhr. Daran« folgt, daß wir noch während des ganzen Monat«, freilich gegen Schluß nur ganz kurze Zeit, Gelegenheit gaben, diesen Teil zu Höheren und dementsprechend eindrucksvolleren Stellungen aufsteigen au sehen. Während de« größeren Teil« de« Äbends allerding« senkt er sich im Westen tiefer und tiefer. Sin ständige« Höher- und Höhersteigen beobachten wir beim Drohen Bären, der sich nun mehr und mehr auf feine drei Schweifsterne, auch Deichselsterne de« Wagens genannt, emporrichtet. Er zieht dabei den Arctur nach sich, der bei genügend hohem Stand de« Dären in diesem Monat erst ziemlich spät über den Horizont tritt und sichtbar wird. Fast immer sichtbar, freilich ohne besonder« helle Sterne, ist das Sternbild der Jagdhunde: es wird in letzter Zeit von den Sternforschern öfters genannt, weil sich in ihm, wie üoerhaupt

Veranlagung zinslos gestundet wird, ohne dah es eines besonderen Anträge« von feiten de« Steuer­pflichtigen bedarf. Ausgenommen hiervon sind jedoch die Fälle, in denen dem Pflichtigen bereit« im Einzelfall auf Antrag eine der Sachlage ent­sprechende teilweise Stundung der Vorauszahlung gewährt worden ist. Pflichtige, denen der neue

Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 60

Zwiebeln 18 bis 20, Meerrettich 30

Schwarzwurzeln 30. Dörrobst 25

Teil zertzvrs. $xt Dr- i bic ifrixdjtn unb 6d)ulti ? im Hafen lieqtnbtn Lch.ist <i l Auch in Lt. Paul w- ' ei zerstört. Die ernte ist zm

!t.

Merloat

miht. Die meisten Steuerpflichtigen mühten daher an (ich noch einmal die Vermögen« ft cucroorau«- zahlung der bisherigen Höhe. d. h. nach der Grundlage de« Vermögens vom 1. Januar 1928, entrichten. 3m Hinblick auf den in der Zeit vom 1. Januar 1928 bis 1. Januar 1931 vielfach ein­getretenen Vermögensrückgang würde das in zahlreichen Fällen zu einer Ueberzahlung der endgültig für 1931 zu entrichtenden Vermögens­steuer führen. Mit Rücklicht hierauf hat der Reichsfinanzminister bestimmt, dah in allen Fäl­len. in denen dem Pllichtigen der neue Vcr- mögenSsteuerbescheid vor dem 15. Februar nicht 8UBegangen ist, die Hälfte der an diesem Tage fälligen Vermögenssteuervorauszahlung bis zur

i« Sifc.

N nur 18 ÜN

Hven Der« Kusine,en. dah man « vlandgerichte in Polen, des polnischen Sejm tmbt ag bchandclt, der die Aus« ndgerichte sorderi.

y .^end der oie otandgerichtc 59 2d« gesprochen Höllen, von en waren. In drei Jöllrn öurschen und in Äviencann -n Burschen gchängl. Dir Murteilen sei so häufig, seiner Arbeit nicht e. Es seien Mr vorgrtoin« denen die Tvbessiundc schor ar, vst zwei Tage aus di« ilvdeSurteiis hätten toortr wurde vorn AegierungSbini

ov vir »V y jtiuiig pro Pfund, Tauben 50 bis 60, Eier 9. Salat 25 bis 30,

in dieser ganzen Himmelsgegend, eine gröbere Zahl der Nebel sindet, die als ungeheuer weit entfernte Stern weiten gedeutet werden. Alle diele außerhalb unserer Milchstrahenwelt ge­legenen Welten sind Millionen von .Lichtjahren " von un« entfernt, während der gleichlall« in vielem Monat fchön fichtbare Sternhaufen der

!,ttzufinden.

Degen der Festsetzung der Vergütung für den 1 irgermeifter Hildner in Bübingen wurde ^schieden, die Sache an den Krei-auSschuh de« ,i<ile« Vübingen zu verweisen. Der Provinzial» jfl'diuf) hält sich aus Grund deS Artikel- 25 der hs'ischen Gemeindeordnung für unzuständig. Die ofien de« Verfahrens sind von der Staat-kaffe

hnb besonders im letzten Jahre im Zei­ten der Linderung der wirtschaftlichen Not kt Gegenwart und während der jüngsten Wo- ten und Monate im Zeichen der Winterhilfe, lieben der Arbeit im Kampf gegen die wirtlchaft- ISe Not fei aber auch noch manche andere Ar- kit geleistet worden. Es wurden verschiedene F'Ctlräge veranstaltet und einige Kurse für junge "Qdchen zur Hilfsdienstleistung in Krankhe.ts-

l en abgehalten. Gin ausführlicher Dericht wurde

Versammlung auch über die dem Altee- Laaemxrein angelchloffene Organisation de« .Bienenkorb" gegeben, geleitet von Frau 3ustiz- nt Dr. Rosenberg, aus dem hervorging, dah lach hier in reichem Maste wirklame Hilfe im Rah- m der zur Verfügung stehenden Mittel geleistet turbc. Die Vorsitzende erinnerte an die Weih- lichtsbe'cheruna, an die Ehrungen treuer Haus- ixjcftelltcr und an die "Betreuung der auf der lürchreile befindlichen deut'chstämmigen Kinder ii» Polen ulw. Frau Sanitätsrat Dr. Schliep- sake referierte, ebenfalls im Rahmen des "ochresberichtes. über die Studentenhilfe und die tiaderfpeisung, für die sich der Verein der Stadt \t tatkräftiger Mithilfe zur Verfügung gestellt ht

5m Anschluß an diese Mitteilungen hielt der Liier der Orthopädischen Klinik, Professor Dr. litzen, einen interessanten Dortrag über das IjmaHB a s i st Orthopädie und wa» leistet sie?" Auch er begrüßte zunächst als Leiter

Vermögenssteuer fällig. Infolge der wiederholten Verlängerung der Frist für die Abgabe der Ber- mögenscrllärung ist es in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht möglich, den neuen Ver« mögen- steueroe'cheib so zeitig zugehen zu lassen, dast sich die Zahlung der am 15. Februar fäl­ligen Vermögen«ücucrrate bereits nach dem auf den 1. Januar 1931 vermittelten Vermögen be-

erftattete den Geschäftsbericht. Im Mitglieder­stand war ein starker Zugang zu verzeichnen. Einer Anzahl hilfsbedürftiger Mitglieder wurden zu Weihnachten W.nterbe.Hillen gewährt. Besonder« stark wurde die VereinSkasfe auf dem Gebiete der Fürsorge in Anspruch genommen. 80 Mitglieder­kinder konnten überwiegend au« Mitteln der Der» einSsürsorge zu mehrwöchigen Heil- und Erho» luiwskuren entsandt werden. Hierbei wurden in mehreren Fällen auch Ernährungsbeihillen ge­währt. Der Vereinsrechner, Reichsbahnfekretär Loos, gab den Kassenbericht Sin kleiner Kassen­überschuh konnte dem Verc n«hermögen zugeführt werden Nach dem Bericht der Rechnungsprüfer wurde dem Rechner und dem Dclamtvorstanb Ent­lastung erteilt. Die sahungsgemöh auSscheidenden acht Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Der Familienausflug de« Verein« soll in diesem Jahre nach Friedrichsdorf (TaunuS) gehen.

Wiederwahl de« Reichspräsidenten ^«Hindenburg liegen in unserer Geschäfts» t1: noch bi« zum nächsten Samstag. |1 Februar, zur Euifchreibung offen. Die si.rzeichnung kann währendderGeschäftS- i n b e n, von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis f Uhr, am nächsten Sam-tag von 8 bi« 13 Uhr, folgen.

In unserer Stadt hat sich nunmehr auch ein iterpartellicher OrtSausschuh zur Rtberung der Werbearbeit für die Wiederwahl hübenburg« gebildet. Dieter LokalauSschuh ruft i unserem heutigen Anzetgente! zur ü in­te Id) n u n g in d i e überparteiliche

' ft e des Sahin - Ausschusses auf.

M "m

?'äußert t?Qd) ü)m l ^teil ft m Sv* DD UW < ft bie

\ leien, bi» Vfn Dfrart

^>en 5jU6 'S M ß« |n en Hunbfunh9,-

US der Provknzkashuuptstadt

Gießen, den 9. Februar 1932.

I Qjjprfi

derzeichM ^Lund. $ am 1. OanuoJ iw

Oie Hindenburg-Listen.

Einzeichnungslisten für die

o gegen den DerufungsbeNagten Hermann i eg l e r » VUlingcn richtet al« unbegründet iriiazuweisen und im übrigen der Berufung in» rseit ftattzugeben, al«, unter Aufhebung de« rgefochtenen Urteils, die in dem angefochtenen ^einderatsbefchluh vom 17. März 1930 be» tLsssene Aufwertung des SinkaussgeldeS grunb» i liich als zulässig erachtet wird mit der Mah» o5e. dah als Aufwertungsbetrag der Unter» hied zwischen dem Wert de« Einkauf-geldes am ege der Ausnahme als Ortsbürger und dem ?erl des Sinkaus-gelbes am Tage der Zahlung i entrichten ist. Es haben hiernach an die De-

j'tngisllägerin (Gemeinde) zu bezahlen Lud- il Schneider, Villingen, 7.44 Mark, Heinrich LIbelm I . Villingen, 1.33 Mark, Wilhelm l <r. Villingen, 10.61 Mark: Heinrich Straft, iillingen, 16,28 Mark, Otto Müller. Villingen, : 20 Mark: Han« H^rr, Villingen. 10,69 Mark: Ilbert Hahn, Villingen. 16,30 Mark: Heinrich lung IV., Villingen, 15,78 Mark. Die Kosten

V zur Hälfte auferlegt. Streitwert 1500 Mark, hiernach hat in der Gemeinde Beuern eine ! achwayl auf Grund der alten Wählerliste

zu den nächstgelegenen Sternhaufen gehört und .nur etwa hundert bis zweihundert Lichtjahre von un« entfernt fein dürfte.

Für die Beobachtung der Wandelsterne ist der diesjährige Februar insofern ganz befonber« günstig, al« gerade die beiden hellsten Himmel«- lichter, die Venu« und der Jupiter, ihren vollen Glanz entfalten. Schon in der noch hellen Abenddämmerung erscheint zuerst die Venu« im Westen, dann der Jupiter im Osten Aber erst mit zunehmender Dunkelheit, wenn die übrigen nach und nach erscheinenden Sterne einen Ver­gleich bieten, erkennt man ihre außerordentliche Helligkeit. Für die Venu« al« Abendstern ist da« Frühjahr immer eine günstige Jahreszeit, und so ist sie denn gegen Ende des Monat« über drei Stunden sichtbar. Der Jupiter hingegen erreicht die Gegenstellung zur Sonne, damit die größte Erdnähe und den Gipfel feine« Glanze«.

Äü ft ermann.

. in Aufwertung de« Orts- urgereinkaufsgeldes in der Gemeinde lllllnge n, die Berufung der Gemeinde Vil- j gen gegen da« Urteil be« Kreisausschusses be« i«ises Gießen vom 9. Mai 1931 soweit es

Veranstaltungen im Jahre 1^32 anmclbcn. Die Bürgermeisterei veröffentlichte in unserer gestrigen Ausgabe eine Bekannt­machung. in der gebeten wird, alle für das Jahr 1932 vorgesehene:. Veranstaltungen , Kongresse. Tagungen. Ausstellungen, befondere Sport- und Vercneoeranftaltungen usw dem Städtischen Sertebreamt. Stadthaus Bergstraße, schriftlich oder mündlich iDekepbon 28511 mitzuteilcn. Durch biete Anmeldungen soll eine Ueberficht über den Zeitpunkt ber verschiedenen Veranstaltungen ge­wonnen werben, die e« ermöglicht zeitliche Kolli­sionen der Veranstaltungen möglichst auSzuglei- chen und ein Arrangement zu treffen, bei dem jeder Veranstalter soweit wie möglich seine Er­wartungen erfüllt lieht. Den Vereinen usw. fei dringend empfohlen, im richtig verstandenen eige­nen Interesse der wohlgemeinten Aufforderung be« Verkehrsamtes Folge zu leisten.

"KonzertimEafeLeib Im vollbesetz» tcn. Saale des Safe Leib sand gestern abend ein karnevalistisches Konzert statt Die Reichswehr­kapelle konvertierte und brachte durch ihre Dar­bietungen schnell Stimmung in die große 'Be­sucherschar. Zum Vortrag gelangte eine Reihe un­terhaltsamer Kompositionen. FastnachtSmusik, der Narrhallamarsch durste natürlich nicht fehlen, Pot­pourri«. Schlager- und Walzemiusik usw- Mit besonderem Beifall wurden die folistischen Dar­bietungen, das Solo für Tylophon (Herr Schu­bert) und ein Solo für Violine (KorpSsührer Wanlhek). aufgenommen. Die volkStiimlichen Kompositionen von Ostennann sanden lebhafte Re- sonan,. Den Abschluß des wohlgelungenen Kon­zerte« bildete modernste Tanzmusik. Die Reichs­wehrkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krauste bewies mit dem gestrigen Abend, daß sie auch in der leichtbeschwingten Musik hervorra­gende« leistet und daS Publikum mitzureißen ver­steht. Die Zuhörer erzwangen sich verschiedene Beigaben.

" Festnahme eines Mansarden- EinbrecherS. Der Polizeibericht meldet: Im Herbst vergangenen Jahres wurde bei einer in der Bahnhofstraße in der Mansarde wohnenden Frau geräuschlos die Küchentür geöffnet, wohl in ber Annahme, e« handele sich um ein Man- sarbenzimmer Die Wohnungsinhaberin, die ge­rade in der Küche tätig war, erschrak, al« sie plötzlich einen Mann vor sich stehen sah, der aber auch stutzig wurde und frug, ob nicht eine Fa­milie Schmidt zugezogen sei. Al« ihm das ver­neint wurde, verließ er eiligst das Hau«. Vor einigen Tagen sah diele Frau von ihrem Fenster auS zufällig den gleichen Mann wieder, al« er da« Hau« betrat. Sie erkannte ihn sofort als diejenige Person, die im Herbst bei ihr erschie­nen war. Auf Grund be« Damaligen Verhaltens hegte die Bewohnerin Bedenken und fie beobach­tete vom Treppenhaus au« den Fremden. Dieser ging geräuschvoll bi« zum zweiten Stockwerk und bann schleichend nach ber Mansarde. Inzwischen hatte sich die Frau leise in ihre Küche begeben und diese von innen verriegelt An ber Kuchen­türe lauschend bemerkte sie, dast der Unbekannte wiederum am Türdrücker der Küchentür langsam probierte. Als er aber die Türe verschlossen vor- sand. suchte er aus dem Vorplatz umher und sand auf einem Brett, auf dem eine GaSuhr steht, den Schlüssel zu einem Mädchenzimmer. Kurz ent­schlossen riß die Frau, deren xüche dem Mädchen­zimmer gegenüber gelegen ist, nach einigen Minu­ten ihre Kuchentüre auf. sah. dast sich der Un­bekannte im Mansardenzimmer befand, und schlug Alarm. Der Dieb, der inzwischen schon ein Schub­fach durchstöbert und sich eine Geldbörse mit drei Mark angeeignet hatte, ergriff die Flucht, konnte aber von dem Hausbesitzer und seinem Personal im Hof gestellt werden Die inzwischen verstän­digte Kriminalpolizei nahm alSdann den Täter fest. Es handelt sich um den Arbeiter und Metz­ger Jakob Arnes, geb. 22. Januar 1867 zu Sotzweiler bei Saarbrücken, der sofort in Unter­suchungshaft kam. Der gleiche Täter hat zwei Tage vorher nach derselben Art in der Reuen Bäue einen Manfardenbiebstahl ausgeführt, wo­bei ihm ein Betrag von 6 Mk. und ein goldener Herrensiegelrintz, mit dem Monogramm H. V. ver­sehen, in die Hände fiel. Den Siegelring hat ber Dieb inzwischen veräußert. Personen, die den Ring erworben haben, werden ersucht, umgehend der Äriminalabteilung Zimmer 24 Mitteilung zu machen. Nur dem geschickten Vorgehen der Man- sardenbewohnerin ist es zu verdanken, dast die Festnahme des Täters so schnell erfolgen konnte. Diese Umsichtigkeit sei zur Nachahmung emp­fohlen.

Wegen Einbruchsdiebstahls und Unterschlagung verhaftet. Wie ber Po­lizeibericht mitteilt, wurde ber 25jährige Metzger Heinrich Sänger aus Hartenrob, ber bei einem hiesigen Meygermeister in Stellung war, wegen EinbruchLd ebstchl« unb Unterschlagung festgenom­men unb bem Amtsgericht zugciuhrl. Lin Teil des D:ebesgutc« konnte den öcd)ahigtcn zurück­erstattet werden. Wegen Diebstahls im Rück­fall wurde der Arbeiter Wilhelm Rübs am aus Elberfeld auf Grund eines Ausschreibcns fest- genommen.

,e Eisenbahn - Verein Dietzen Dieser Tage hielt der Eisenbahnverein Diesten im Restau-

gung, 20 Uhr, Hotel Kohler, Monatsversamm­lung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Die Drei von der Tankstelle".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, als 18. Vor­stellung im Dienstag-Abonnement z» gewöhn­lichen Preisen Wiederholung deS Faschings- tchwank«Die drei Zwillinge". Der beliebte Ko­miker Tony Impekoven schrieb zusammen mit Karl Mathern diesen Schwank, ber recht eigentlich den gehörigen Auftakt zur Fastnacht bilden will. Beginn 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Spielleitung Peter Faslott. Morgen. Mittwoch. 10. Fe- bruar, 20 Uhr, zum letzten Male da« erfolg­reiche Zeitstück von Peter von Preradovie,Ver­stehen wir uns?", unter der Spielleitung von Peter Fasfott. Frau Auguste Prafch-Grevenberg, Ehrenmitglied be« Meininger LandeStheater«, fpielt die Rolle der Großmutter.

- Vom Konzertverein wird un« ge­schrieben: Der 140. Konzertwinter neigt sich dem Snbc zu, und al« letzte« der vorgesehenen So­listenkonzerte folgt ein Liederabend von Eva Lie­benberg. Berlin. Frau Liebenberg, die im Vor­jahr Beifall-stürme entfesselte, hat sich wieder ein reiches unb Ichöne« Programm gewählt. Auf das ®tbet: Pieta Signore eine« altitalienifchen Mei­ster« folgt Händels Ariolo: Dank fei Dir. Herr, das Frau Liebenberg vor einigen Jahren in einem Orchesterkonzert mit unvergleichlicher Bravour machtvoll fang und das noch einmal von ihr zu hören alle Mufikfreunde freuen wird. Der zweite Teil des Konzerts ist Schubert und Rob. Franz mit je drei Siebern gewidmet. Zum Schluß folgen Lieder unb Tänze des Tobe« von Mussorglki. Am Flügel wirb Paul Meyer au« Frankfurt a. M. wallen, ber früher so oft hier war unb den wir seit dem Szigeth-Konzert nicht mehr begrüßt haben. Die prachtvolle Altstimme Eva Lieben­bergs und ihr dramLlilcher Vortrag, der, wo sie auch sang, alle begeisterte, werden einen wunder-

slchend xu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht tagenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sian« des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingexeichncte Horizont umraAmi

vollen Abschluß der Svlistenveranstaltunaen M Vereins in vielem schönen und schweren Konzert- ahr ergeben. Ihr wird Ende des Monat« al« letzte« Konzert bc« vorgesehenen Programms die Matthäuspalsion folgen Der Liederabend findet am Sonntag, 14 Febr. 17 Uhr in der Reuen 2Uilx statt Alle« Nähere tn den Anzeigen und bei EmW Ehallier, Neuenweg 10.

der Klinjk Ihre Königliche Hoheit, die ehemalige Großherzogin unb kam bann nach einigen einfüh­renden Worten über die Geschichte der Entstehung der Klinik zum eigentlichen Thema Er definierte in seinen Ausführungen zunächst den Begriff Ortho­pädie. Ueber dieses Gebiet wissenschaftlicher Arbeit im Dienste der Menschen herrsche nach viel Unklar­heit. Orthopädie bedeute, zusammengefaßt in einem Satz: die Erforschung unb Heilung aller akuten und chronischen Erkrankungen im Bewegungs- Mechanismus. Man unterscheide zwei verschiedene Formen der Leiden: angeborene und erworbene Krankheiten. Als angeborene Leiden seien die Klumpfüße zu nennen, deren völlige Heilung möa- lich sei, wenn sie im frühen Kindesalter in Angriff genommen werde Eine weitere im Kindesalter leicht und selbst später heilbare Krankheit sei die Hüstgelenkverrenkung: auch der sog.schiefhals" könne durch Operation beseitigt werden. Von den erworbenen Krankheiten sei besonders Rachitis zu nennen, deren typische äußere Folge die O- und X-Deine der Kinder seien. Oft verschwinde die Er­scheinung der Ö-Beine mit zunehmendem Alter, manchmal aber auch nicht. In diesem letzteren Fall müsse orthopädische Behandlung einsetzen, sofern man es nicht vorgezogen hat, das Kind von An­fang an in orthopädische Beaufsichtigung zu geben. Bei der Reihe der erworbenen Leiden ging der Vor­tragende auf die verschiedenen Formen der Kinder­lähmung ein, zeigte die Methoden der Heilung, er berührte das Kapitel der Tuberkulose der Gelenke und der Wirbelsäule und die entsprechenden Me­thoden der Heilung: weiter ging er auf Senkfuß und Knickfuß ein, sprach über die Korrektur schlecht verheilter Knochenbrüche und die verschiedenen For­men der Prothesen, die heute zu einer außerordent­lichen Vollkommenheit entwickelt sind unb selbst schwere Krüppel in den Stand setzen, einem Beruf nachzugehen. Der Vortrag, der in überaus ein­drucksvoller Weise das Gebiet der Orthopädie um- riß, ließ erkennen, daß sich dieser Zweig der Wis­senschaft w großer Hobe entwickelt hat und berech­tigten Anspruch darauf geltend machen darf, des Vertrauens weiter Kreise der Bevölkerung teilhaf­tig zu sein. Verschiedene in Behandlung befindliche Kinder, die in den Dvrtragsraum geführt wurden, und eine Anzahl Lichtbilder, die vergleichende I Gegenüberstellungen brachten, unterstützten den Vortrag. Im Anschluß daran besichtigten die Der» fammlungsteilnehmerinnen die gesamte Klinik.

Oie Dek-mögenSsteuerrahlung am 15. Februar.

Da« Reichsfinanzministerium teilt mit: Am 15. Februar wird eine Vierteljahresrate der

Vermögenssteuerbescheid zum 15. Februar zi Begangen ist, haben den in bem Vescheib für den

5. fiebruar angeforberten Betrag in voller Höhe

k t i ch w a h l auf Grunb der am 30. August 1931 htigefunbenen Vürgermeisterwahl anorbnet Die jrften der Berufungsinstanz wurden ber Ge- rxlnbe Beuern unb bem Berufungskläger BeHoff

hl Verfahren- haben bic Berufungsklägerin zu nin Zehntel unb die vorstehenb genannten Bc- k'rmgSbeklagten zu je ein Achtzigstel zu tragen; uBgenommcn hiervon finb bic burch bic Klage rt Hermann Ziegler entftanbenen Kosten, die :c Berufungsklägerin zu tragen hat. Streitwert '.T94 Mark.

In Hachen Bürgermetsterwahl Beu- Mr n wurde zu Recht erkannt, auf bic Berufung ! 8 Kreisbirektor« be« Kreises Gießen unb deS »Hann Karl Bell off in Beuern, ba« Urteil kl KreisauSschusle« be« Kreise« Gießen vom V. November 1931 insoweit aufzuheben, als eS

I'J tragen.

Dem Reinharb ÄröU zu Friebberg wurde kr Betrieb be« Gewerbe« eine« Darlehn«- ic emittier« unterlagt unb ihm bic Kosten ♦S Verfahren« zur Last gelegt. Streitwert 500

Versammlung und Vortrag im Alice-Frauenverein.

Unter starker Beteiligung ber Mitglieder fand m Zreitagnachmittag eine Versammlung des - ice-Frauenvercin« vorn Roten Kreuz im Turn- ber neuen Orthopäbischen Klinik statt. Die Sxliöenbc. Frau Professor Kramer, begrüßte ).inächst mit dem Ausdruck besonderer Freude Mnc Königliche Hoheit, die ehemalige Groß- emogin von Hellen, die als Protektorin des 2;Ve-Frauenvereins vom Roten Kreuz in Hellen r der Versammlung teilnahm. In ihren fol» [tnben Ausführungen erstattete fie den Bericht ü-cr bic Tätigkeit be« AlicefrauenvereinS in ben 3ihren 1930 unb 1931. Zunächst gab sie eine Ivderficht über bic Organisation be« Vereins. 7tr Zweigverein Gießen besteht feit bem Jahre D) unb hatte stets einen Mitglicberstanb von 7mer etwa« über 200 Frauen aufzuweifen. Die IZIenverhältnille. die aus bem R.-chnungsbericht es Schatzmeister«. Oberbürgermeister Dr. Sei- c r. erllchilich waren, können in Airbetracht der fcgcntDärtigen Notlage als befriedigen!) bezeich- wt werben. -Die Arbeit des Alicefrauenverein«

<6

V W iW

-SW-

i® S

K-kAsZ r. aßl i t ft iolÜlf bis

Lnst'S

ZsJ

tot