Einzelbild herunterladen

Nr. 33 (Erftes Blaff

182. Jahrgang

Bienstag, 9. Februar 1952

Ünttf Bift Verla«: vrKHI'sche UNiverßfLtr-vuch' hhö Stetibruderei H. £air$t in Sie^e^. SchrWettnnq und Seschästrftelle: Zchuvtra^e 7.

Beginn der Abrüstungsdebaite in Genf

nidt.

Kinkel.

Pro

Kinkel.

ilvereins Weimar e. L.,

I Methode der FestfetzungvonHöchstgren I i c n . das andere sei der p e r t r a g I i ch e 21 u S

hen.

tS

*

d

5

n 5

2 S

e

zusammen. Es handelt sich bei diesem des Gouverneurs um eine erneute letzung des Memelstatuts. Bei neanung des LandesdirektvriumS soll es

Vereinigten Staaten in einer feierlichen Erklä­rung anerkannt, das, Frankreichs Sicher­heit ungenügend fei. DaS französische Volk wolle nicht- anderes als den Schuh und die Sicherheit feiner Grenzen. Frankreich habe stets eine großmütige Gesinnung gezeigt, so z. 23.. als eS im Jahre 1930, fünf Jahre vor dem im Der- failler Vertrag festgesetzten Termin, ein Pfand aus seiner Hand gegeben habe. (Tar- dien meint die Rheinlandräumung > Aus Tar- dieus Ausführungen ging hervor, dast die fran­zösische Delegation die Annahme ihres

ir>

s

mb Klauenseuche erloschen lieber aufgehoben.

unb Klauenseuche amlhd) i genannten Ortes ist zum

>

Z§

o

*

*

Schritt Ter» der Sr sich um

isamkes.

des Loseauslauschverkehr;

!ehllsigstermin: 12. und

s 2 c

c.

A -

eine provisorische Maßnahme handeln. Die Ntauische Regierung erNäre, dast die Neubil­dung des Direktoriums aus demokratischer Grundlage erfolge« werd«, wie das hn Me­mel-Statut bestimmt worden sei.

schütze der Familie c.$, ammlung von Geldspenden Unterstützung bedürsliger 1932.

Maul- und Klauenseuche !, die Gemarkung Massen

Vorbedingung für drastische Schritte Frank­reichs in der 2lbrüstungsfrage ansieht. Ern Ab­kommen ohne Organisierung der Sicherheit wäre eine brutale und ungerechte Prämie für die Zahl und die Technik.

3 5

Rutschen Auslondinslituts gt worden.

et des Aolksstaates Hessen

Annahme von Anjeige» für die lagcsnummrr bis jnm Nachmittag vorher, preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette ertlich 8, austoärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfrnniq.

Platzvorschnft 20'. mehr.

Chefredakteur

Dr. Fnedr. Wiih. Lange. Verantwortlich für Polink Dr. Fr. Wilb. Lange; für Fernlleton DrJylhnriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mas Filter, sämtlich in Gießen.

schluß gewisser Werkzeuge oder Me- Hoben. Für beide 'Behandlungsarten sei als weitere Garantie eine internationale

les Sicherheit--, und Garantie-Sy - ft <_m. das für alle Staaten verbindlich sei. ein­geführt werde. Dieser Ausgabe dienten die von der französischen Delegation vorgelegten Vor­schläge.

Frankreich, das bereits eine Herabsetzung seiner Rüstungen vorgenommen habe, sei bereit, für «ine ganz bestimmte Zeit eine Begrenzung seines augenblicklichen RüstungS- ft anbei ohne besondere Bedingungen anzu­nehmen. Die Rüstungen lasteten schwer auf der Bevölkerung Frankreichs 3 m Vergleich zum 3obre 1913 habe Frankreich seine Effektivbestände um ein Viertel, die Zahl seiner Einheiten um die Hälfte und die Dienstzeit um zwei Drittel gekürzt, im Gegensatz zu anderen Staaten, die ihre Rüstungen verstärkt hätten. 3m 3ahre 1919 hätten Großbritannien und die

Kowno, 8. Febr. (62123.) Die Litauische I Telegraphenagentur bestätigt die Nachricht, daß der ehemalige Vorsitzende des Memeler Direk­toriums, Böttcher, der seit SamStag in Hast war, heute wieder aus freien Fuß ge­setzt wurde und sich nach seiner Wohnung be­geben konnte, er bleibt aber zur Verfügung des Militärgouverneurs. Wie die Li­tauische Telegraphenagentur weiter erklärt, wer­den sich die Gerichte mit dem Fall Böttcher, der geheimer Beziehungen zu einer ausländischen Macht und des Versuches einer Auflehnung gegen eine Handlung der Regierung an geklagt werde, zu befassen ho­ben. Ein andere- Mitglied des Direktoriums, Pa­stor P o d s z u s , habe den Befehl erhalten, die Grenze seines Psarrsprengels nicht zu überschreiten.

Die aus Memel verlautet, hat sich Präfidenl Böttcher allen Bestrebungen, ihn zur Unter­zeichnung seiner Abdankung zu ver­anlassen. widersetzt, selbst unter der An­drohung. daß es ihm sonst so wie Wolde- mar a s gehen würde. Nun weiß heute nachmit­tag die in Memel erscheinende nationallitauische Zeitung zu berichten, daß GvuverneurMer- kys das neue Direktorium selbst ge­bildet habe. Ss seht sich aus Sandesrat T v l i- s ch u s als Präsidenten und Laudessteuerrat T a- leikis, Landesrat v. Gehr als Mitgliedern

rornms als eine wesentliche

brrgelegt habe und deshalb nach den Ikflimmungrn des Statutes von einer Neubildung keine Rede fein könne. Auch sei die Ernennung de» lolischus fl a I u I ro I 6 r i g. Als darauf Canbes- rot lolisfchu» den Canbtagepräfibenkn sowie den übrigen Abgeordneten der Mehrheitsparleien J a 11 d) e l b ootroarf. lehnte von Dreßler jebe wei­tere Aussprache mit ihm ab und wies i h n zur Türe hinaus. Auch als Landesral lolischus noch einmal an der lür de» Präsidenten erschien, lehnte von Dreßler es ab, mit ihm weiter zu ver­handeln.

Morgen Sitzung des Völkerbundsrats.

Sic deutsche Bcjchwcrdctwtc in (form übergeben.

Genf, 8. Jebr. (IDIB.) Vie Note der deutschen Regierung wegen de« litauischen Rechtsbruches im Hlemelgeblet ist heute vormittag Im völkerbundssekretariat übergeben worden. Die von Deutschland verlangte Ratssitzung kann wahrscheinlich erst am Mittwoch ftalt- finden, da zur Zelt kein bevollmächtigter Vertreter Litauen» hier anwesend ist. Da Dr. Brüning bereit» morgen abend nach Berlin zurück- fahren muh, wird Deutschland im Rat durch Staatssekretär v. Bülow vertreten. Die Rote hat folgenden Wortlaut:

Herr Generalsekretär? Am 6. Februar hat der Gouverneur de» TTlemelgebiete» Herr Merky » den Präsidenten de» dortigen Direktorium», Herrn Böttcher, für abgesetzt erklärt, ver­haftet und in eine Kaserne überführen lassen. An feiner Stelle ist der Canbeerat loli­schus mit der einstweiligen Führung der Geschäste de» Präsidenten de» Direktorium» beauftragt wor­den. Rach den der deutschen Regierung vorliegenden Rachrichten sind diese Rlahnahmen von dem Gou­verneur im (Kinoerftänbni» mit der Ii tonischen Regierung getroffen worben und foUen allem Anschein nach noch ähnliche wei­tere Rlahnahmen im (Befolge haben. Da» vorgehen der litauischen Regierung stellt eine flagrante Verletzung de» ZUemelfta- tute» dar, bas in Artikel 17 Abf. 2 bestimmt, dah der Präsident so lange im Amte bleibt, al» er da» vertrauen de» Landtage» hat. Diese Voraussetzung liegt hinsichtlich de» Präsidenten Böttcher vor, da ihm noch durch Beschluß de» Landtage» vom 25. Januar da» vertrauen ausgesprochen worden ist. Gemäh Artikel 17 Absatz 1 der THemelfonoenllon lenkt die deutsche Regierung die Aufmerksamkeit des völkerbunds- rates auf den von der litauischen Regierung be­gangenen Rechtsbruch. Sie weist daraus hin. bah Verletzungen ber bem IHemelgebiel zustehenben Autonomie schon wieberholt bie Anrufung be» Vollerbundsrates erforderlich gemacht haben. Durch bie oben erwähnten Vorgänge ist eine be- fonber» ernste Lage entstauben. Ich bitte be»halb, bie Angelegenheit al» b r i n g e n b auf bie lageeorbnung be» Rates zu fetzen und ben Rat z u einer sofortigen Sitzung zusammen­zuberufen.

Genehmigen Sie, Herr Generotsekrelär, den Hne­ben (f meiner vorzüglichen Hochachtung.

(gez.) Dr. Brüning.

Oie Memellander fordern Selbstbestimmung.

Litauen hat seine Rechte verwirkt.

Memel, 8. Febr. lTU.)'Unter dem 5>rud der letzten Ereignisse, die deutlich beweisen, dah Li­tauen die Memellandautonomie völlig zerschlagen will, erhebt sich in der Bevölkerung des 2Remel- gebietes immer deutlicher die Forderung auf Selbstbestimmung durch eine Volks- abstimmung. Man ist der Auffassung, dah im Hinblick auf die zahlreichen Verletzungen de» Memelstatuts der jetzt durchgelührte Staatsstreich dem Volkerbundsrat Veranlassung geben mühte, sestzuftellen. dah Litauen die Bedingungen, unter denen es die Souveränität über das Memelge- biet erhielt, nicht erfüllt hat und dah eS in- folgedesfen seiner Rechte verlustig ge­gangen ist.

Der Memelland-Bund.die Organisation der Memelländer in Deutschland, bat ein Schrei­ben Luden Reichspräsidenten gerichtet, in dem es heiht, dah Litauen seine Rechte aus dem Memelabkommen verwirkt habe. 2Deitere Verhandlungen auf der bisherigen Grundlage würden niemals einen praktilchen Er» folg haben Die Neuregelung der Memelsrage müsse ihren Ausgangspunkt in einer Volks» befragung aller Memelländer innerhalb und außerhalb der Heimat haben. Der Reichspräsident wird gebeten, als der Befreier Ostpreußens und damit deS MemellandeS, sich für dieses Ziel mit seiner ehrwürdigen "Persönlichkeit einzusehen. Auch der ReichSverband der Heimattreuen Ost- und West preuh en spricht in einem Te legramm an den Reichskanzler die Erwartung auS dah von der Reichsregienmg alles geschieht, urr das geknechtete Memelland für immer von Li­tauen yi befreien.

Der an Stelle von Böttcher eingesetzte Landes- Präsident T o l i s ch u s hat seine Arbeit im Sinne deS Gouverneurs Merkgs begonnen, indem et bie memellällbischen Polizeikvmmis- f a r e vorläufig beurlaubt und weitere Personalderänderungen" im Beamten­körper des Direktorium- vorgenommen Hai. Fer­ner hat er die Vertrauensleute d e - Gouverneurs in leitenden Posten untergebracht. Weitere Verhaftungen und Verfahren vor dem Kriegsgericht sind für die nächsten Tage zu befürchten. Die Absicht des SouverneuerS geht dahin, außer dem Direkto­rium auch den Landtag zu beseitigen. Die Meldung der litauischen Telegraphen-Agentur, der Präsident des Memelländischen Landtages, d. D r e ß l e r, stehe inDerhandlungen mit dem Memeler Gouverneur, soll im Ausland den Eindruck erwecken, al- ob sich die Mehrheilsparteien des Landtages mit ber Lage abgefunden hätten. Don einer solchen Haltung der Mehrheit-Parteien des Landtages kann keine Rede sein. Die Fraktion der Land­wirtschaft-Partei und der Volk-Partei, die die Mehrheit des Landtage- bilden, haben dem Prä­sidenten Böttcher noch am Montag ihren Dank ausgesprochen.

Reue Brüskierung.

Tcm Litauer Tolischus die Tür gcwicse«.

Memel, 9. Febr. (1DIB. Funkspruch.s Am Montag erschien ber vom Gouverneur zur Führung ber präsibentichastsgeschäfte be» Ministeriums be­auftragte großlllcwische Canbeerat ToIischus im Condtagsbureau, nm mit dem Präfibenten des Landtages, von Dreßler, über die Renbil- bung be Direktorinms zn verhandeln. Der Ccmdlagspräsidenl lehnte die Der banblne - gen ab, da Präsident Böttcher fein Amt nicht t*-.

lgesehes.

löen des Kreises

Das Echo der ersten Veden.

(Scharfer Gegensatz zwischen der Auffassung Englands und Frankreichs.

G e n f, 8. Febr (WTB.) Die RededeS bri­tischen AuhenrninifterS, die auch ora- torisch sehr wirksam war, hat in deutschen Kreisen einen außerordentlich nachhaltigen Ein­druck gemacht, der sich auch durch den lebhasten 23cifall bei der deutschen Delegation äußerte. Sachlich ist die starke 23etonung der Sicherung des Friedens durch die Abrüstung bemerkenswert. Besonder- eindrucksvoll war die Formulierung Sir John Simons, daß der Friede nicht durch die Vorbereitung des Krieges gesichert werden könne, und dah hohe Be­waffnung keine Sicherheit gewähre, ferner die Forderung nach einem Verbot der ausge­sprochenen Angriff-waffen. daS auch von deutscher Seite stets als notwendig bezeichnet worden ist. Sympathisch berührt auch die Be­tonung deS gleichen Rechts der Si­cherheit für alle Staaten. Die An­nahme de- Konventionsentwurfes aiS Di-kussionSgrundlage war nach der ganzen bisherigen Stellungnahme Englands zu erwarten. Sie schließt aber selbstverständlich nicht aus, daß e- allen Delegationen im Sinne der Eröffnungs­ansprache Henderson- freisteht, Ersatzvor­schläge zu machen.

Tardieu, der im Anschluß an den britischen Außenminister sprach, entwickelte die bekannte französische Sicherheitsthese, der zufolge die Vorbedingung für jede Abrüstungsmaß­nahme die sogenannte Organisierung des Friedens ist. Darunter versteht Frankreich die Sicherung der jetzigen Machtver­hältnisse unter neuen völkerrecht­lichen Garantien. Tardieu erklärte aus­drücklich. daß die Erfüllung dieser französischen Sicherheit-Wünsche die Vorbedingung für jedes Zugeständnis Frankreichs in der Ab- rüstungssragc sei. Die ganze Rede Tardieus han­delte Nicht, wie die von Simon, von der Rotwen-

" er

55

Neuer Rechisbruch im Memelland

Oer litauische Gouverneur bildet ein neues Landesdirektorium.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

digkeit wirklicher 2tbrüftung, sondern von der Durchsetzung unbegründeter franzö­sischer Sicherheitswünsche. Befremdend war die Erwähnung der bekannten französischen Propagandathese von den drei Invasionen, die Frankreich in einem Jahrhundert erlitten habe.

3m übrigen biente die Rede der Erläuterung der französischen Vorschläge. Bei der Rede konnte man sich nicht des Eindruckes entziehen, dah die französische Regierung durch die Auf­stellung kaum erfüllbarer Forderungen die Dis- kusfionSbasiS von der Abrüstung ent­fernen und auf Gleise schieben will, die von dem eigentlichen Zweck der Konferenz wegführen. So hat die Rede TardieuS in deutschen Kreisen einen außerordentlich ungünstigen Eindruck gemacht, zumal daraus hervorgeht, daß sich die französische Regierung von neuem uneingeschränkt auf den Boden des Ver­sailler Vertrages stellt. Mit großer Ent­rüstung wird die Behauptung Tardieus zurück- gewiesen, daß Frankreich es niemals an Groß­herzigkeit habe fehlen lassen, und daß die DHein­landräumung ein in der Geschichte einzigartig dastehender Fall von Großmut sei. Das fran­zösische Abrüstungsprogramm läßt sich in den Vorschlag zusammenfassen: Neue Sicher- heitSgarantienzurendgültigenSta- bilif ierung deS in Versailles ge­schaffenen Zustandes. 3n der Rede Tar- dieuS findet sich kein Wort von einer ernsthaften Herabsetzung des gewaltigen französischen Rü­stungsstandes. Wie ein roter Faden durchzieht die ganze Rede die Forderung nach einem Aus­bau der Sichsrheitsgarantien, die ewige Forde­rung nach Sicherheit für Frankreich. 3n deut­schen Kreisen wird erwartet, daß der Kanzler auf diese Rede antworten und den Rechts­anspruch auf Abrüstung der Siegerstaaten an­melden wird.

Erscheint täglich,außer Sonntags unb Feiertags. ♦Hagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bilb Die Scholle

Maaat»-vezug»prel§: Mit 4 Beilagen DM. 1.95 Ohne DDuftrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen eon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

Kentsprechanschlüße inter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahttiach^ richten: Lnzeiger Gieße«.

paßscheckkoitto: jranffurt am Main 116M.

Die britische Regierung habe die Frage der U^öchstzifser eingehend geprüft. Sie halte eine «weitgehende He rabsehung der - I k u ng c n der 22 e l t etwa im AuS» i na b von 25 Prozent, für einen ausgezeich- I neten Gedanken. Zweck der gegenwärtigen Arbeit S sei doch, soweit al- möglich nicht nur eine Be­tz grenzung. sondern eine Herabsetzung der j Rüstungen vorzunchrnen.

Wir nehmen al- Grundlage der künftigen Derhandlungen da- allgemeine Schema be- Kvnventionsentwurfe - und bie Me­thoden bet Rüftungsbegrenzung burch bie Ausstellung von Höchstziffer« aus Grund dieses Entwurfes an. Wir find für bie Einsetzung einer ständigen 21 b r ü - stungSkommisston, wir verlangen bie Abschaffung des Gas« unb 4 c m i ßchen Krieges, ebenso bie Abschaf­fung bet 11-Boote. Wir toenben unsere befonbere Aufmerksamkeit solchen Verboten ober Beschränkungen zu, bie geeignet sind, die Angrif fSfähigkeit -u s ch w a « ch e n unb baburch zu versuchen, bie Angriffe zu beseitigen.

Tardieus Rede gegen die Abrüstung.

Krankreich verlangt neue Garantien | für den Status quo.

Roch der französischen llebersetzung der Rede * Simons, dem während seiner Rede verschiedent- - rb und am Schluß besonders lebhnft 25eisall gc- ktzttfcht wurde, bestieg der französische Kriegs- -vnifter Tardieu die Rednertribüne. Tardieu ?<tonte, die Aufgabe der Konferenz, eine 'Bc- dränhmg und Herabsetzung der Rüstungen vor- bereiten, könne nur unterbiet Dedin- jungen erfolgen. Zunächst müsse die Sicher­heit vorhanden fein, die D u r ch führung gemcinfamcr Aktionen müßte gewähr- eftet fein, die geographische Lage und die besonderen Verhältnisse mühten be- räcksichtigt werden. Sicherung des Friedens und Herabsetzung der 2düstungen seien nur möglich. Denn ein allgemeines internajtiena-

V# a.n u

I Autorität erforderlich, die effektiv sicherstellt, i hob diese Dcfchrankungen nicht überschritten wer- I tcn. indem sie llcbertrctungSfällc feststellt und I todurch einen wirksamen Druck der übrigen Welt I cu, die Vertragsbrüchigen Staaten herbeiführt. I England sei für diese Behandlungsarten und I »erbe sein möglichstes tun, um eine Durchführung I ju sichern. Beide 2Neihoden feien in dem Kon- WdentionSentwurf enthalten, der nach I Ansicht der britischen Regierung vorbehaltlich ein- I aehender Prüfung jedes einzelnen Artikels d i e I b e ft c Grundlage der weiteren Arbeit I bildet.

oft*en W unter,

n'«Ä'"fa"b ob

Dens. 8. Febr (WTB.I Die GeneralauS- sprache über die allgemeine Abrüstung hat heute begonnen. Die Delegierten sind vollzählig ver­treten. 3n der ersten Reihe unmittelbar vor der Eräsidententribüne hat der Deutsche Reichskanz­ler Dr. Brüning Platz genommen.

Der britische Außenminister GirZohn Simon

fuhrt« als erster auS, die Generationen, die den Krieg mit vollem Bewußtsein erlebten, fingen an. Denjenigen Platz zu machen, für die der Krieg nur noch eine Kindheitserinnerung fei Es 'ei deshalb jetzt höchste Zeit, die Abrüstung zu fördern. Simon wies auf die rüstungS- politische Ungleichheit der Staaten hin. Die einen seien vertraglichen Beschränkungen unterworfen, während für die anderen nur ihre eigene Auffassung, ihre Bedürfnisse und Ver- ollichtungen oder die Ansprüche ihrer öffentlichen 2Re lung maßgebend seien ohne andere ver­tragliche Beschränkungen als jene 2lbrüstungs- irlitel deS Völkerbundspaktes. 3nfoIgeMfen trete eine zunehmende Divergenz hervor. Um weitere Komplikationen zu vermeiden, sei not­wendig, auf vernünftigen Grundsätzen den B e - griffeineS Stichtages einzuführen, damit De Ausgabe der künftigen Qlbrüftung in wirk- einer Weise gemeinsam unternommen werden könne.

Die Behauptung, daß der Friede der Welt durch Vorbereitung für den Krieg gesichert werden muß, findet keinen Glauben mehr. Ein hoher RüstungSstand ist kein Ersatz f ü r Sicherheit. 3m besten Fall schasst er die Illusion der Sicherhe'.t auf der einen Stelle, während er gleich­zeitig an einer anderen Stelle daS Gefühl ber Unsicherheit verschärft. Die Sicherheit, bie wir uns a!S Ideal vorgesetzt haben, ist Sicherheit für alle, und Sicherheit für alle hängt maßgebend von der RüstungSeinschrän- hing ab. Rüstungen sind das Symptom eine­pathologischen Zustande«.

Sinwn sagte, daß die Einschränkung der Rüstun- gen durch internationale Vereinbarungen nur auf zwei Wegen, die einzeln oder gleichzeitig beschrit­ten werden könnten, möglich lei. Das eine sei die

2 - /J -1 2.

JD. <7 2-n 5 Z

2s = =

Z2. 2. 2 ;

nz^r>' n n 5

£ Q- 5 k ft 2 *

____*

-.St.D-'X

-Ls 2.

f

1 2 p s

er 5

o »

» S r. 0 - r.

- rtT -< C d rt

' iie S)anbm,t »nien der fiteiki 1927,