Ausgabe 
8.12.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

llr. 289 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Donnerstag, 8. Dezember (932

Obecheffen.

Einbrecher in der Räucherkammer.

Die Landeskriminalpolizeistelle Gießen teilt uns mit, daß in der letzten Nacht Einbrecher in die Metzgerei von Kratz in Nidda am Marktplatz eindrangen und aus der im rückwärtigen Teile des Haufes gelegenen Räucherkammer für etwa 1 50 Niark geräucherte Schlachtwaren aller Art entwendeten. Die Hausbewohner haben von dem Einbruchsdiebstahl nichts bemerkt. Die polizeilichen Ermittlungen noch den Tätern und dem Verbleib der Beute find rm Gange.

Konzert der Sängervereinigung Lollar.

O Lollar, 6. Dez. Die Sängeroereini­gung Lollar veranstaltete am Sonntag einen öffentlichen Konzertabend unter Mitwirkung des Musikkorps des Reichswehrbataillons Gießen (Leitung: Obermustkmeister Krautze). Die Darbietungen der Militärkapelle standen auf be­merkenswerter Höhe und fanden verdienten Bei­fall. Die gesanglichen Darbietungen wurden von dem 65 Sanger starken Chor unter Leitung des Chorleiters I. Dapper (Giehen) bestritten. Was zu Gehör gebracht wurde, legte Zeugnis davon 'ab, dah auch ein Landverein bei guter Führung wohl in der Lage fein kann, Kompositionen schwieriger Art gut zum Dortrag zu bringen. Man hörte die Wiedergabe des BeechovenwertesDie Ehre Got­tes in der Ratur". Es folgtenHochamt im Wald" von Pauli,Deutschland mein Vaterland" von Kehldorf er,Elfenlocken im Walde" von Bünte, bei dem das Vereinsmitglied Otto L y n ck e r die Solostellen mit Chorbegleitung sang, u. a. m. Be­sondere Hervorhebung verdienen das gefällige Liedünterm Lindenbaum" von F. Eberle, und dasLacrimae Christi" von Krämer, das an Dirigent und Sänger hohe Anforderungen stellte. Mit demAbendlied" von Fr. Kuhlau, undHei­denröslein" von W. Verhetzen wurde das Gedächt­nis an den 100. Todestag von Johann Wolfgang ton Goethe wachgehalten. Die Veranstaltung fand mit dem PotpourriVaterlandsklänge!" der Musikkapelle und dem GesangschorIn den Alpen" von Fr. Hegar einen ausgezeichneten Ab­schluß. Der stürmische Beifall nötigte Kapelle und Chor zu je einer Zugabe. Als Gesamteindruck ist zu vermerken, daß die Sängervereinigung ihre Aufgabe der Pflege des deutschen Liedes ernst nimmt und mit diesem Konzert einen sehr guten Eindruck hinterlieh.

Landkreis Gictzeu.

r. Rödgen, 6. Dez. In einem Vortragsabend des hiesigen Lesevereins sprach Pfarrer B ö n n i n g in längeren interessanten Ausführun­gen über die Ergebnisse seiner Forschungen der Rödgener Ortsgeschichte. Roda, Rode, Rohde, auch Rhode heißt unser Dorf in den ältesten Urkunden aus 803, sowie einer sol­chen aus 1017, in der Heinrich II. dem Kloster Bamberg eine Schenkung aus unserer Gemarkung macht. Ab 1300 heißt es Rodechin, auch Rodi- chin imDuchsecker" Tal. Mit Großen-Buseck, Al- ten-Duseck, Beuern, Oppenrod, Burkhardsfelden, Reiskirchen, Bersrod, Ober-Albach und den ver­schwundenen Dörfern Wigantshausen, das schon sehr frühe ousging, Wilshausen, zwischen Beuern und Reiskirchen, Romsdorf, zwischen Großen--Du- seck und Trohe, Foxrod, nördlich von Alten- Buseck, Eckartshausen, nordwestlich von Alten-Bu- seck, Amelungshausen, nördlich von Großen-Bu- seck, Dörfeln, zwischen Großen-Buseck und Beuern, Giebenhausen, zwischen Burkhardsfelden und Reiskirchen, Burg und Dorf Hagen, nordöstlich von Beuern, gehörte es zu dem Gericht Buseck, das die Herren von Duseck, dieVierer" imDu- secker Tal", ausübten. Interessant ist ein Plan aus dem Jahre 1562. Darauf sind das Dorf mit etwa 10 Häusern und der Kirche, der Wald, der dicht bis an das Dorf reicht, ein Wieg, wohl nach Annerod, und ein Weg zur Hut in denKöp- P«ln" verzeichnet. Diese Hut gab den Anlaß zu einem langen Prozeß (1540 bis 1567 bzw. bis 1696), den die Rödgener mit Annerod, Gießen und zuletzt sogar mit Trohe führten und den sie gewannen. An Flur- und Gewannbezeichnungen aus früherer Zeit sind zu nennen: Am Siesen, Elbenacker, am Aschborn, Rikolausacker, Gießer Heg, Gemein Geholtz, Altefeld, Hohlebach, Koppel und Wolffshaus. Heber Raturalabgaben Freier und Leibeigener wußte der Redner aufschlußreich zu berichten und dann über ..weinkäufliche Ko­pulationen" in Verbindung mit Abgaben an die

Pfarrei. Die Urkunden, aus denen das Material stammt, besitzt z. T. das Hessische Staatsarchiv, z. T. das Gemeindearchiv, z. T. das Pfarrarchw mit Kassenrechnungen aus 1590 und einem Gü­terverzeichnis aus 1670, sog. Leubuch. Das Kir­chenbuch beginnt mit 1628 und ist angefangen wor­den von Pfarrer Magister Gerlach Bopp. Rach Weihnachten ist die Fortsetzung des Vortrags ge­plant, und zwar beginnend mit der Reformation, weitergeführt über die Gegenreformation, den 30- jährigen Krieg, das 18. Jahrhundert hin zur Ge­genwart.

u. Klein-Linden, 6. Dez. Daß die Pflege des deutschen Volksliedes immer noch die dank­barste Aufgabe für die Wännergesangvereine tst, bewies das Chorkonzert, das öte vereinig­ten Männergesangvereine Klein- Rechtenbach undHarmonie" Klein- Linden am Sonntagnachmittag im Saale des GasthgusesZur deutschen Eiche" dahier boten. Die Vortragsfolge brachte als Einleitung eine Ehrung der Gefallenen des Weltkrieges mit einer Ansprache des Vorsitzenden derHar­monie", Kaufmann Fritz Jung, und den Chor Heldengrab" von Ferreau. Sodann boten die vereinigten Chöre Volkslieder älterer Art, im zweiten Teil Volkslieder in moderner Bearbei­tung, und im dritten Teil heitere Volkslieder. Chormeister Lehrer Knoche (Klein-Rechtenbach) gab in einleitenden Worten Erläuterungen über die Bedeutung und Entstehung des Volksliedes. Schon der erste Chor,Innsbruck, ich mutz dich lassen", eine Volksweise aus dem 15. Jahrhun­dert, wurde rhythmisch fein durchgeführt und zeugte von tiefgründiger Arbeit. Auch die übri­gen Chöre des ersten Teiles, darunter alte Hauff- sche und llhlandsche Volkslieder, von Silcher, Othegraven und Hirsch komponiert, und von dem Chorleiter geschichtlich und inhaltlich erklärt, fan­den glänzende Wiedergabe, so daß es die Zu­hörer am Beifall nicht fehlen ließen. Die im zweiten Teil gebotenen Volkslieder in moderner Bearbeitung von Othegraven und Heinrichs fan­den gleichfalls beste Wiedergabe, so dah sich die Sänger zu einer Beigabe entschließen muhten. Im letzten Teil mit Kompositisnen von Kraemer und Rinkens kam der Humor zur Geltung, wäh­rend der Ausklang mit dem ChorWein Deutsch­land" von Heinrichs mit seinen dynamischen Stei­gerungen in einem Bekenntnis zum Vaterland gipfelte. Gauvorfitzender Koch (Gießen) wür-

* Gebesserter Kaliabsatz! Erfreulicher­weise hat die zu Beginn dieses Jahres stark rück­läufige Tendenz des Kaliverbrauchs im weiteren Verlauf des Jahres eine wesentliche Besserung er­fahren. Es liegt durchaus im Interesse der Land­wirtschaft, i hr von dieser Tatsache Kenntnis zu geben, damit etwa noch zögernde Berufsgenossen von diesem zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit ihrer Betriebe notwendigen Grunddünger Gebrauch machen. Die Abrufe von Kalidüngesalzen seitens der Deutschen Landwirtschaft sind im laufenden Dünge­jahr bisher stärker als in der gleichen Zeit des Vor­jahres. Dies dürfte ein Beweis sein für die Ueber- zeugung der Landwirtschaft, daß gerade in ihrer äußerst bedrängten Lage eine sachgemäße Düngung unumgänglich notwendig ist, um nicht alle Möglich­keiten eines zukünftigen Wiederaufstieges aus der Hand zu geben.

Berlin im Verlaufe abgeschwächt.

Berlin, 8. Dez. (WTB. Funkfpruch.) Für die heutige Börse lag eine Re.he günstiger Nachrichten vor, die im Vormittagsverkehr einen festeren Be­ginn erwarten ließen. Man verwies auf die weitere innerpolitische Beruhigung die gestrigen Vor­gänge im Reichstag blieben eindruckslos, auf die weitere Pfundbefcsti^ung und bis Meldungen von den Ausiandsbörsen. Ferner regten neue Reichs- bahnaufträge und günstige Abschlußberichte verschie­dener Gesellschaften an. Trotzdem lagen die ersten Kurse nicht mehr wesentlich fester. Die Grundstim- mung konnte zwar weiter als freundlich be­zeichnet werden, es kam aber relativ viel Ware an die Märkte, der nur wenig Kaufaufträge gegenüber- standen. Fehlten doch die Aufträge des Publikums aus den süddeutschen Ländern als Folg'e des heuti­gen katholischen Feiertages.

bigtc in einer Ansprache die Leistungen der ver­einigten Chöre, ganz besonders des Chormeisters. Lehrer Knoche, die ihrer Aufgabe, das deutsche Volkslied zu pflegen, voll und ganz gerecht ge­worden wären. Die beiden Vereine und ihr Chorleiter können mit Befriedigung auf ihr gut gelungenes Konzert, das hohen vollsbildenden Wert in sich barg und gut besucht war, zurück­blicken.

Kreis Büdingen.

Düdelsheim, 7. Dez. Ein dreister C i n- bruch wurde am Montagabend in die ver­schlossene Wohnung eines älteren hier im Ruhestände lebenden Beamten verübt, der verreist war. Gegen 20 Uhr hörten Leute von der Straße aus Klopfen und Hämmern in der Wohnung. Die Ortspolizei lieh sofort das Haus umstellen und benachrichtigte die- binger Gendarmerie, die alsbald zur Stelle war. Der Einbrecher, ein. 27jähriger lediger Mann aus Heegheim, wurde auf dem Speicher ohne Widerstand fest genommen. Die Deute, bestehend aus Weißzeug, Kleider, Rauch­waren, Lebensmitteln usw., war zurechtgefetzt und sollte jedenfalls von Helfershelfern abgeholt werden. Eine zweite Person, die in die Sache verwickelt sein soll, ist ermittelt. Der Einbrecher war mit einer langen Leiter, die an einem Schuppen hing, auf das Dach gestiegen und durch ein offen stehendes Dachfenster in bie Wohnung gekommen.

Kunst und Wissenschaft.

Geheimrat Professor Dr. Georg Habich f.

Der Direktor der Staatlichen Münzsammlung in München, Geheimrat Prof. Dr. Georg Ha­bich, ist im 64. Lebensjahr an Angina ge­storben. Habich, geboren am 24. Juni 1864 in Darmstadt, war nach Vollendung seiner Stu­dien als Assistent in das Königlich Bayerische Münzkabinett eingetreten, dessen Direktor er nach Rigauers Tod wurde. Habich entwickelte sich in dieser Museumsarbeit zu einer Weltautorität auf dem Gebiet der Medaillenkunde. Sein Haupt­werk, dasCorpus der deutschen Medalllen", ist nahezu vollendet. Von feinen übrigen Arbeiten nennen wirDie Amazonengruppe des attalischen Weihgeschenks":Das Gebetbuch des Matthäus Schwarz": ,.Die Medallleure des 16. Jahrhun­deris":Prometheusbllder von Piero di Co­simo":Die Medaillen der italienischen Renais­sance". Habich war Mitglied der bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Von wenigen Spezialgebieten abgesehen, war das Geschäft sehr ft i I (. lieber 1 o. H. höher notierten Eintracht Braunkohle, Rheinische Braunkohlen, Fel­ten, Dortmunder Union, Deutsche Telephon und Kabel, während (Eontigummi und Leopoldgrube, die beiden Favoriten der gestrigen Börse, bis zu 0,75 v. H. schwächer eröffneten und später weiter rück­gängig waren. Ueberhaupt wurde es im Verlaufe, vom "Farbenmarkt ausgehend, allgemein etwas leichter, und es waren gegen den Anfang Ver­luste bis zu 1 v. H. festzustellen. Außer der Ge­schäftslosigkeit war ein Grund für diese Abschwä­chung aber nicht zu erfahren, zumal die Pfund­befestigung weitere Fortschritte machen konnte.

Am Anlagemarkt waren die Veränderungen nur gering. Reichsschuldbuchforderungen konnten sich bis zu 0,50 v. H. bessern, auch Jndustrieobligationen hatten etwas lebhafteres Geschäft, waren kursmäßig aber nicht einheitlich. Von Auslandsrenten neigten Bosnier weiter zur Schwäche und verloren erneut bis zu 0,75 v. H. Chade kamen 6 Mark unter gestern zur Notiz, was ebenso wie der Farbenrückgang, un­günstig auf die Allgemeintendenz wirkte.

Am Geldmarkt machte auch heute die E r - leichtern ng weiter Fortschritte. Tagesgeld war an der unteren Grenze mit 4,25 bzw. 4,13 v. H. er­hältlich. Monatsgeld blieb unverändert 5 bis 7 v. H. Kleinem Angebot am Prioatdiskontmarkt stand Nachfrage im gleichen Umfange gegenüber. Auch Reict)swechse1 per 4. März und Reichsschatzanweisun- gen per 18. April wurden in kleinen Posten gefragt.

Frankfurt flau.

Frankfurt a. M., 8. Dez. (WTB. Drahtmel­dung.) Der heutigen Börse mangelte es vor allem an Orders von der Kundschaft, aber auch nennens­

Wirtschaft.

werte Anregungen lagen nicht vor. Die Besserung des Pfundkurses und festere Schlußmeldungen von den Auslandbörsen fanden zwar einige Beachtung, trotzdem war die Unternehmungslust der Kulisse sehr gering.

Die Börse eröffnete bei sehr kleinen Umsätzen, die Tendenz war aber nicht unfreundlich, und gegen die Abendbörse ergaben sich auch meist Besse­rungen von Vi bis 1 Prozent. Der Zwischenfall in der gestrigen Reichstagssitzung blieb ohne Ein­fluß aus die Tendenz, zur Zurückhaltung Hatter aber etwas beigetragen. Fester lagen einige Spezial- werte wie Reichsbank mit plus 1%, Aku mit plus 1 und Scheideanstalt mit plus 1 Prozent, wobei bet letzteren die morgige Aufsichtsratssitzung etwas An­regung bot (bekanntlich rechnet man mit einer nur wenig ermäßigten Dividende). Etwas mehr Ge­schäft entwickelte sich nur in Montanwerten, bei denen in Nachwirkung der günstigen Berichte Er­höhungen bis zu 1 Prozent zu verzeichnen waren. Von % bis % Prozent höher eröffneten ferner AEG., Bekula, Rütgerswerke und Felten, dagegen blieben Zellstoffaktien, Holzmann, Daimler, und von Schiffahrtsaktien Norddeutscher Lloyd nur knapp gehalten. Matt lagen Bemberg mit minus \7i, Lah- metjer verloren IG. eröffneten mit 97% Pro­zent unverändert. Später kam jedoch aus Berlin größeres Angebot heraus, das infolge der man­gelnden Aufnahmeneigung den Kurs zeitweilig auf 96% Prozent drückte und auch die übrigen Markt­gebiete nach den ersten Notierungen nicht ganz ohne Einfluß ließ.

Deutsche Anleihen eröffneten gut behauptet. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen etwa % Prozent höher. Stahloeremsbonds gewannen zum ersten Kurs 1 Prozent. Von Auslandrenten lagen 4prozentige Einheitsrumänen um Bruchteile eines Prozentes höher. Der Pfandbricfmarkt behielt seine freundliche Stimmung. Gold- und Liquida- ttonspfandbriefe blieben meist gut behauptet, teil­weise traten Erhöhungen dis zu Vi Prozent 'ein. SommunalObligationen waren weiter stark gesucht.

Der Verlauf der Börse war farblos infolge der Farbenschwäche, der Kurs für IG. erfuhr keine Er­holung, die auch bei den übrigen Papieren Rück­gänge von Vi bis 1 Prozent verursachte. Von Aus- landaktien lagen Chade matt und etwa 6 Mark niedriger. Auf die unveränderte Dividende von 8 Prozent lagen Süddeutsche Zucker auf dem in den letzten Tagen stark erhöhten Niveau gut be­hauptet. Tagesgeld war zu 3% Prozent unver­ändert leicht.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. Dez. Auftrieb: 117 Rin­der, 846 Kälber, 255 Schafe, 871 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 33 bis 35, mittlere Mast- und Saugkälber 29 bis 32, geringe Kälber 24 bis 28.S chafe: Mast lämmer und jüngere Masthämmel: 1. Weidsmast 22 bis 25, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 18 bis 21, fleischiges Schaf­vieh 15 bis 17. Schweine: vollst. Schweine von ca. 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 36 bis 40, vollfleischige Schweine von ca. 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 35 bis 40, vollfleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 35 dis 39. Marktverlauf: Kälber und Schafe mittelmäßig, ge­räumt, Schweins schleppend, nahezu ausverkauft.

Schwcinemarkt in Nidda.

h Nidda, 7. Dez. Heute wurde hier der Christ­markt abgehalten. Vormittags fand auf der Gäns- weide Schweinemarkt statt, der einen Austrieb von 250 Stück Ferkeln und Einlegern aufwies. Trotz des ungünstigen Wetters waren zahlreiche Käufer erschienen, der Handel entwickelte sich bis zum Mit­tag recht lebhaft. Es wurden gezahlt für Ferkel, 6 Wochen all, 8 Mark, 8 Wochen alt 10 Mark, 10 Wochen alt 14 Mark und 13 Wochen alt 16 Mark je Stück. Kräftige Einleger kamen das Paar auf 48 Mark. Der Preis für Schlachtschweine beträgt gegenwärtig in hiesiger Gegend für 1 Pfund Lebendgewicht 38 Pf. Der Krämermarkt in der Stadt bot mit Verkaufsbuden und einigen Handels­autos in Schuhwaren reiche Kaufgelegenheit.

oder aber mit NIVEA-ÖL

Schmerzloses Rasieren

durch vorheriges Einreiben mit

NIVEA CHEMIE

Das Stereoskop zeigt ein Bild plastisch

uutss fWHtöfwastiscn, seift

ODEON-Platten und Musikapparate erhältlich in jedem guten Fachgeschäft WW MS

Vif F ran E DRUCKSACHEN ww Ei aX ö ImBrühlache Druckerei

Tel. 4067.

onto

MIM

Das Haus der Musik Gegründet 1857 8655 a

Desellschaltskättg I. Kanarienvögel 120x 80x50,f. neu,billigst 07187 Lleblgstr. 83III.

SeleMeilsWs!

St.- u. führersch. fr.

Zöndapp-Mo.orFad 200 ccm 6PSfomül. m. Licht u. Horn, neue Vorführungs- masch. weit u. Preis. Appel, Motorfahrx., Kaiserallee 49

Er wird aber Augen machen ....

das moderne Oberhemd mit der neuen Drehmannschette und dem Lordkragen wird Ihn bestimmt überraschen. Eine hübsche Krawatte liegt auch dabei und die Manschetten» knöpfe sind ebenfalls nicht vergessen. Das Ganze ist schön verpackt.... wie es auch anders nicht zu erwarten Ist von der aufmerksamen Bedienung bei

Herrenmoden-Richter Neuen B6ue8 ... .leistungsfähiger als Sie denken!

IVerseDknähmascbine neu, erste Marke, im Auftr. güm't. abzug. O72oi Asterweg 441.

1 Schlitten ein- u. zweifvannig 1 Pritsch en wat;. 1 zweirädrigen Handkarren zu verkaufen, otim Neuenweg 34.

Freibank.

Freitag and Samstag von 8 Uhr ab soavD Mschverkauf

Wirksame

erbe-Drucksachen bei Brühl, Scbulstrafle 1

Kompl. Bett mit Roßhaarmatt.,moll. Decke, g. Federbett z. u. großer Puppenherd mit Nickell, billig abzugeben. oris« lieber Strafte 15 m.

Freitag, den S. Dezember

Metzelsuppe

Ab 9 tlhr: Wellfleisch mit Kraut.

Fritz Keßler, Gastwirt.

Verkäufe

GklMicheitsloos!! 11/26 PS=(£beörolet» Limousine in tadel­loser Verfassung spottbillig au ver­kaufen. 7396 A

Opel, Gießen

Frankfurt. Str. 52.

Besondere Gelegenheiten In Schreibmaschinen bei Niederhausen Seltersweg 17,1. Stock v. Kleiderhaus Köhler3S64O

Selbstgebaute

Chaiselongues von 30^ an. Repa­raturen an Polster- tnöbcln solide und billigst. Franz Bock,

Liebigstr. 93III.

Gießener Konzertverein

Donnerstag, den 15. Dezember 1932, 20 Uhr, Universitätsaula

Drittes Konzert Duo-Abend

Lubka und Chrystja

KOLESSA

(Klavier und Violoncello) Klavierwerke von Bach, Tausig und Chopin. Cellowerke von Locatelli, Bach, Mendelssohn und Popper. Der Bechstein-Konzertfliigel ist von dem Pianohaus Schönau, beltersweg. Eintrittskarten: 2, 3 und 4 Mk. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Stu­dentenkarten 1 Mk. bei Herrn Sekretär Ritter u. im neuen Studentenhaus. seaiD

EIRW ST C HAIL LU IE IR N IE U IE WWIE <7.116 Sprediapp irate.Schallplanen

zu kaufen gesucht. Wo, sagt d. Geschst, d.Gtetz.Anz.

O f.. jn tytw/v

(Z

Zwangsversteigerung' 87/32

Am Donnerstag, dem 12. Januar 1933, vormittcktzs 9 Ahr, wird im Amtsgerichts­gebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuche von Gießen dem Karl Huhn und Ehefrau Elise, geb. Trapp, in Gießen zugeschriebene Anwesen Rittergasse 23

Flur 1, Jlr.561 = 4 qm Hofraum

Jur 1, Jlr. 567 = 950 qm hofreile, zusammen geschätzt auf 35 415 RM., ver­steigert. 8622V

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt.

Gießen, den 5. Dezember 1932.

I A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher.

8643 D

1 klein, sehr wachs. Hofhund zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang. unt. 07179 a. d. G. A.

Gebr. gut erhaltene

SAMWWne