s.ji.-'fpoit
Vezirksmeiflerschasten der Frauen
'Austragung
auf dem Platz der Sp-eloereinigung 1900.
2lm kommenden Sonntag treffen sich auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe die Leichtathletinnen der Vereine des Bezirks Hessen-Hannover. Die Meldungen sind bisher nicht sehr zahlreich eingelaufcn. Etwa 50 Sportlerinnen treten voraussichtlich in den Wettbewerb. Aus Kassel, Göttingen, aus unserer Vachbarstadt Wetzlar kommen sie und die Damen der Gießener Sport- vereine werden natürlich ebenfalls in den Wettbewerb treten. Ob sich Sportlerinnen aus Marburg beteiligen, steht noch nicht endgültig fest.
Die Bote der Gegenwart, die finanziellen Schwierigkeiten, mit denen die Vereine allenthalben zu kämpfen haben, zwingen zu Einschränkungen. Rur die besten und die aussichtsreichsten Kämpferinnen können zu den Wettkämpfen entsandt werden. So werden denn die Kämpfe um die Meisterschaften der Frauen des Bezirks Hessen-Hannover nur von den Besten bestritten werden und man darf hoffen, das) spannende Wettkämpfe gezeigt werden und ein heftiges Bingen um den Sieg einsetzen wird. Auf die Veranstaltung, die voraussichtlich im Laufe des Sonntagnachmittags abgewickelt werden kann, kommen wir noch zurück.
Saal-Sportfest
des Radfahrervereins 1885.
Am kommenden Samstag veranstaltet der Gießener Radfahrerverein 18 8 5 in den Räumen der „Karlsruhe" ein Sommernachtsfest, mit dem die Austragung einer Reihe radsportlicher Kon- kurrenzen verbunden sein wird. Die eingegangenen Meldungen lassen erkennen, daß der Abend ein Programm bringen wird, das besten Sport bieten dürfte. Im Zweier-Radball der Klasse A starten u. a. die Mannschaften vom Radtourenklub Aschaffenburg und RV. 1 885 Gießen. In der B- Klasse kämpfen die Fahrer von RV. „W ander- lust" Frankfurt-West, RV. 1901 Frankfurt- Ried, Germania 1899 Gießen und RV. 1885 Gießen um den Sieg. Sehr gut besetzt ist das Zweier- Kunstfahren. Deutsche, Kreis- und Gaumeister werden am Start sein. Fahrer wie Hahn - Fin - g e r vom RV. Siri fiel (Taunus), Pauly-Sten- ger vom RV. 1901 Ried und Roack-Schmidt vom RV. 1877 Wetzlar gehören mit zu den besten Kunstfahrern des Bundes Deutscher Radfahrer. Durch die große Anzahl der Meldungen sind ver-
schiedene Dorwettbewerbe nötig, die bereits vor der eigentlichen Veranstaltung bestritten werden.
,Tour de Jronce": 2. Etappe.
Ein großer deutscher Erfolg.
Einen großen deutschen Erfolg gab es bei der zweiten Etappe der „Tour de France", die auf der 308 Kilometer langen Strecke Caen—Nantes von dem Deutschen Stöpel gewonnen wurde. Deutschland führt in der Allgemeinwertung durch Stapel und liegt nun auch im Länderklassement vor Frankreich, Belgien, Schweiz und Italien in Front.
Kleine Olympia-Lteberraschunqen.
Danz und Köchermann fahren auch noch mit
Die deutsche Leichtathletik-Mannschaft für LoS Angeles ist überraschend noch um weitere zwei Köpfe vermehrt worden. Der Eingang von neuen Stiftungen ermöglichte auch die Mitnahme des Mittelstreckenläufers Danz- Kassel und des Weitsprungmeisters Köchermann - Hamburg. Danz wird für die 400- und 600-Weter-Einzel- läuf« sowie für die 4x400-Meter-Staffel als Ersatzmann gemeldet werden. Die deutsche Gesamt-Expedition besteht nunmehr aus 85 Aktiven.
Amerika aber schränkt ein.
Bezeichnend für die Weltwirtschaftskrise ist die letzte Bekanntmachung des amerikanischen Olympischen Komitees. Der Ausschuß veröffentlichte nach einem Funkspruch aus Äeuyork, daß an dem in der Höhe von 350 000 Dollar veranschlagten Olympia-Fonds nicht weniger als 46 000 Dollar fehlen. Schweren Herzens hat sich aus diesem Grunde das Komitee entschließen müssen, die Gesamtzahl der amerikanischen Mannschaft erheblich herabzusetzen. Einzelne Sportzweige haben sich starke Abstriche gefallen lassen müssen, so daß USA. nur mit rund 340 Teilnehmern am Eröffnungstage im Olympischen Stadion einmarschieren wird. Wie erheblich die Reduzierung ist, beweist am besten die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten vor vier Jahren in Amsterdam trotz der Seereise und der weitaus größeren Kosten mit 60 Aktiven mehr vertreten waren.
Kurze Sporinotizen.
Der internationale Torhüter Kreß soll, Berliner Meldungen zufolge, demnächst dem Berliner Verein Viktoria 89 beitreten.
Am olympischen Hockehturnier sind diesmal nur die drei Länder Indien. Iapan und USA. beteiligt.
Die 26. „Tour de France" Hai begonnen.
11 Deutsche sind diesmal dabei.
Was ein Weltmeisterschaftskampf im Boxen, was Oxford-Cambridge beim Rudersport, was Davispokal und Wimbledon ' ?im Tennissport sind — das ist die riesige '.undfahrt um Frankreich herum beim Radsport. Wir geben im Folgenden eine kurze Skizze dieses wahrhaft heroischen Kampfes, der alle Anforderungen des här» -sten Sechstage-Rennens bei weitem übersteigt.
Wohin geht die Fahrt?
Rehmen wir eine Landkarte zur Hand! Zwischen Deutschland und Spanien liegt, ein unregelmäßiges Trapez zwischen zwei Meeren und dem Aermelkanal, Frankreich. Wir wissen aus der Völkerkunde die Zahl seiner Einwohner, die Zahl der Quadratkilometer, die es bedeckt. Aber etwas wissen wir nicht, oder unterschätzen es wenigstens — nämlich daß der Koloß Frankreich wesentlich gedehnter ist, daß die Ecken dieses Landes wesentlich weiter auseinander liegen, als es uns bei einem Blick in den Atlas scheinen will. Rimmt man eine Durchschnittsentfernung in Deutschland mit etwa zwölf Stunden an, so kommen auf dieselbe Durchschnittsentfernung in Frankreich fünfzehn Stunden. Die Deutlichkeit dieser Entfernungen wird obendrein verschärft durch die klimatischen Gegensätze des Rordens und Südens, der Bretagne und des Zentralmassivs, der Champagne und der Provence.
Eine Reiseroute an allen französischen Grenzbezirken entlang bietet also auf der positiven Seite landschaftliche Gegensätze erlesener Art, auf der negativen Seite Strapazen für die Reisenden, die kaum in einem anderen zivilisierten Land härter gedacht werden können. Beides, Vorzug wie Rachteil, war der Anreiz, ein
Radrennen ins Leben zu rufen, das die Licht- und Schattenseiten einer solchen Rundreise in sich vereinigen sollte. Durch die lachende Rormarrdie sollte die Fahrt gehen, an der felsigen Küste der Bretagne entlang, später herunter bis nach Bordeaux, über die Pässe der Pyrenäen, über heiße und staubige Straßen von den spanischen Grenzgebieten zur Riviera, wieder herauf auf die Alpen, durch das östliche Frankreich zurück nach Paris. Eine Strecke von 4474 Kilometer muß bei nur fünf Ruhetagen in knapp vier Wochen von den Fahrern bewältigt werden, denen kein ablösender Partner zur Seide steht, die sich ganz allein durch all diese landschaftlichen Köstlichkeiten, durch alle Schwierigkeiten und Gefahren hindurchfressen müssen...
Nervenprobe ersten langes!
Wenn man diese Reiseroute, bequem im Lehnstuhl oder am Frühstückstisch zur Kenntnis nimmt, dann mag man sich wohl denken: ein schweres Rennen! Aber was weiter? Man kann sich kaum, wenn man nicht einmal dabei gewesen ist, wenn man nicht das Schauspiel der frischen, auf die Reise gehenden Fahrer — und später das andere Schauspiel des abgehetzten heimkehrenden Häufleins gesehen hat, einen Begriff davon machen, welchen Anstrengungen, physischer Natur sowohl als auch in Hinsicht auf die Nerven solch ein „Tour de France"-Fahrer gewach. sen sein muß. Zu dieser heißen Jahreszeit auf staubiger Landstraße eine Durchschnitts st recke von dreihundert Kilometern täglich bewältigen zu müssen — das allein ist schon allerlei. Dazu kommen in gebirgigen Zonen Steigungen, von deren Steilheit man sich kaum einen Begriff macht.
Dazu kommt der eminente Temperaturwechsel, oft an einem einzigen Tag, wie zum Beispiel auf den Höhen der Pyrenäen herunter in die Tiefebene von Perpignan. In diesen Zonen finden die Fahrer
oft tagelang kein schattiges Plätzchen, stundenlang keine Behausung, oft sind sie von Durst gequält, den sie nicht stillen können. Und immer wieder — kurzer Schlaf, kaum genügend nach den Strapazen eines solchen Renntages, und bei der nächsten Morgendämmerung wieder herauf auf das Rad! Dazu Ehrgeiz, andere zu überholen, Ehrgeiz, zu gewinnen ... und man wird verstehen, daß manche Fahrer nach Schluß dieser Fahrt wie Kinder weinend aus dem Sattel gehoben werden, bis zum Letzten ausgepumpt, manchmal reif für das Sanatorium.
Menschenmatenal für 1932.
Warum, so könnten mitleidige Menschen fragen, diese ganze Quälerei? Ist es notwendig, eine Menschenschinderei von diesem Ausmaß immer wieder zu veranstalten? — Wenn man so fragt, dann hat man den französischen Sportsgeist schlecht «iirgeschätzt. Die Tour de France ist, mit all ihren Sensationen, jedes Iahr wieder ein ungeheurer Magnet — nicht nur für das Publikum, sondern ganz besonders für die Fahrer. Da zeigt sich, ob jemand Radfahren kann! Da zeigen sich all« verborgenen Schwächen, alle körperlichen und nervischen Mängel von Fahrern, die manchmal auf der Rennbahn glänzen. Diese Fahrt ist eine unerbittliche, grausame, großartige Ausscheidung der Spreu vom Weizen. Wer einmal die „Tour de France" überstanden hat, der ist gewappnet für das härteste Sechstagerennen. So hat sich also im Laufe des letzten Iahrzehntes eine Garde
von Dauerfahrern aller Rationen herauSgebrTi» det, ohne die eine „Tour de France“ kaum noch denkbar ist. So wurde dieses Rennen zu einer klassischen, internationalen Angelegenheit. WaS wäre es ohne die französischen Rationalheroen P 6 lissier und Antonin M a g n e . die in vorbildlichem Mannschaftsgeist sich jedes Iahr gegenseitig den Sieg streitig machen, um ihn fast das eine oder andere Iahr davonzutragen? Was wäre es ohne den famosen Wiener Max Bulla, der im vorigen Iahr in der Touristenklasse an der Spitze stand, der. so klein und schmächtig er ist. manchen Kanonen den Rang streitig gemacht hat?
Wir dürfen schließlich nicht vergessen, daß seit einer Reihe von Iahren die „Tour de France“ insofern zu einer deutschen Angelegenheit geworden ist. als wir jedes Iahr eine Reihe unserer erprobten Langstreckenfahrer auf diese Reise schicken. Im Iahre 1932 treten, betreut von dem gewiegten Manager Martin Schmidt nicht weniger als elf deutsche Meisterfahrer an. Ein großer Teil von ihnen geht zum ersten» mol auf diese „Tour". Ob sich alles nach Wunsch entwickeln wird? Manche französischen Sportblätter bezweifeln dies fo höflich wie selbstbewußt, indem sie schreiben: „Die deutsche Mannschaft trägt ein großes Handicap, sie hat zu viel Asse." Ans sei jedoch gestattet, diesen Zweifel als großes Kompliment aufzufassen und vertrauensvoll den 31. Iuli zu erwarten, an dem die Garde der Fahrer in Paris zurückerwartet wird. Peter Ring.
Wirtschaft.
Entlastung des Arbeitsmarktes.
Berlin. 7. Iuli. (WTB.) Rach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 16. bis 30. Iuni zeigte die zahsenmäßige Entwickelung des A r b e i t s m a r k t e S seit Mitte Iuni ein günstigere» Bild, als in der ersten Hälfte des Monat». Die Besorgnis, daß die sommerlich« Entlastung bereits zum Stillstand gekommen sei, hat sich nicht bestätigt. Rach einem Rückgang um rund 93 000 — wie bereits gemeldet — betrug die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen am 30. Iuni rund 5 476 000. Auf eine Besserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage kann jedoch aus diesen Zahlen nicht geschlossen werden.
Die Abnahme der Arbeitslosenzahl seit dem Höchststand im Winter — Mitte März — beläuft sich jetzt auf rund 653 000, gegenüber rund 1 037 000 im Vorjahre.
Von der Gesamtzahl der unterstützten Arbeitslosen befanden sich rund 2 485 000 in den Unter- stützungseinrichtungen der Reichscmstalt und rund 2163 000 in der gemeindlichen WohlsahrtSunter- stützung. e
• Der Großhandelsindex Im Iuni. Die vom Statistischen Reichsamt für den Monatsdurchschnitt Iuni berechnete Großhandelsindex- zifser ist mit 96.2 gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent gesunken. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,1 (minus 1.4 Prozent). Kolonialwaren 85,1 (minus 2,1 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,1 (minus 0,9 Prozent) und industrielle Fertigwaren 117,7 (minus 0,9 Prozent).
• Maschinenfabrik M oenus AD.. Frankfurt a. W. Die DV. der Maschinenfabrik Moenus AG.. Frankfurt a. M.. genehmigte die Regularien und einige durch die Rot- verordnung bedingt« Satzungsänderungen. Der Gewinn von 34 262 (i. D. 48 936) Mark wird aus neu« Rechnung vorgetragen. Rach Mitteilungen der Verwaltung hat sich der Auftragseingang bei der Gesellschaft im Mai und Iuni etwas gebessert, eine weitere Besserung wird vom Ausgang der Lausanner Verhandlungen abhängen.
• I. P. Lemberg AG., Wuppertal- Barmen. Die I.-P.-Bemberg-AG., Wupper- tal-Darmen, schließt daS drei Monate umfassende Zwischengeschäftsjahr vom 1. Oktober biS 31. Dezember 1931 nach Abschreibungen auf Anlagen von 0,86 (im vorangegangenen vollen Geschäftsjahr 3,53) und anderen Abschreibungen von 0,81 (3,01) Mill. Mk. mit einem neuen Verlust von 2,16 Will. Mk. Der Dorjahresverlust von 7,07 Mill. Mk. wurde durch Heranziehuirg der gesetzlichen Reserve auf 3,07 Mill. Mk. gemindert, so daß nunmehr ein Gesamtverlust von 5,23 Mill. Mk. auSgewiesen wird, der wieder vorgetragen werden soll. Rach dem Geschäftsbericht haben sich die Verhältnisse auf dem Binnenmarkt weiter verschlechtert, für die Ausfuhr erhöhten sich die Schwierigkeiten infolge der neuen Zollerhöhungen. Kontingentierungsmaßnahmen und Beschränkungen im internationalen Zah
lungsverkehr. Zur Senkung der Gestehungskosten sind weiter durchgreifende Maßnahmen getroffen worden.
Frankfurter Abendbörse zurückhaltend.
Frankfurt a. M.. 7. Iuli. Die Abendbörsr zeigte während des ganzen Verlaufs ein recht stilles Bild. In Erwartung neuer Rachrichten aus Lausanne herrschte größte Zurückhaltung. und die Kurse lagen gegen den Berliner Schluß nur knapp behauptet, I.-G.-Farben gingen um 0,50 Prozent, Rheinstahl um 1 Prozent zurück. Im Verlaufe stockte das Geschäft nahezu vollkommen, da infolge sich widersprechender Gerüchte über Lausanne die Unsicherheit und Zurückhaltung sich verstärkte: die Kurse zeigten jedoch eine bemerkenswerte Widerstandskraft.
Am Anleihemarkt verloren Altbesitz fast 1 Prozent, auch Reubesihanleihe und Reichsschuldbuchforderungen schwächten sich etwas ab. Für Goldpfandbriefe bestand ebenfalls etwas Abgabeneigung, die Veränderungen blieben aber gering. Don Stadtanleihen büßten 8 Proz. Frankfurter Schätze nach ihrer Steigerung im Mittagsverkehr 3 Prozent ein. Altbesih 42,25—42, Reubefitz 4,90, 6proz. Franks. Hhp.-Bank Gold Reihe 8 und 10 69,75, 6proz. Franks. Pfandbriefbank. Gold Reihe UI 69,50, 8proz. Frankfurter Schätze 65. Reichsbank 129,25—129,50, Rheinstahl 47,75, Stahlverein 13, AEG. 25, I.-G.-Farben 92,50, Gesfürel 58,50, Lahmeyer 79,50, Schuckert 62,25, Zellst. Waldhvf 27,50, Rordd. Lloyd 13,89.
Schöffengericht Gießen.
• Gießen, 6. Juli. Ein Schlossergeselle hatte sein Motorrad, um die Steuer zu sparen, über Winter bei dem Kreisamt abqemeldet. Die Verwaltungsbehörde hatte darauf das ihm ausgehändigte Kennzeichen entstempelt. Als er eines Tages seinen Bruder von dem eine halbe Stunde entfernt liegenden Bahnhof mit seinem Motorrad, das noch nicht wieder angemeldet war, abholen wollte, half er sich dadurch, daß er ein für ein anderes zugelassenes Motorrad ausgegebene Kennzeichen an seinem Motorad anbrachte, was aber gleich darauf durch die Gendarmerie, die die Papiere nachprüfte, entdeckt wurde. Heute mußte er sich nun wegen Urkundenfälschung verantworten. Wie in der Verhandlung mehrfach erwähnt wurde, erlangt ein ab- gestempeltes Kennzeichen durch die Anbringung an einem Motorrad die Eigenschaft einer öffentlichen Urkunde. Das Gericht nahm zu Gunsten des Angeklagten an, daß er die Urkundenfälschung nicht in der: Absicht begangen hat, um sich einen Derrnö- gensoorteil zu verschaffen, es glaubte insoweit seinen Angaben, daß er die Steuer an einem der nächsten Tage wieder habe entrichten wollen. Der Angeklagte wurde daher nur wegen einfacher Urkundenfälschung anstelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe zu einer Geldstrafe verurteilt.
Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde sodann gegen einen auswärts wohnenden Händler wegen an seiner Stieftochter begangenen Blutschande verhandelt. Der Angeklagte wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
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Datum
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6% Deunche iHeui)»anieü)e o.ltiz.
54,25
—
56
57,5
Hamvurg-Amerita Pale» .
. L
13.25
—
13,4
12,75
7% Deutsche Reichsauleihe u.1929
60 9
62
61,25
—
Hamburg-Südam. Dampfschiff
. 0
—
•—
—
——
5y2% Doung-Anleihe von 1930
62-5
—
62,5
64
Hansa Dampsschifs
. 0
—
—
—-
—
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mtl
Norddeutscher Lloyd .
. 6
13,75
13,9
14,25
13.9
Auslos^Rechlen
—
42
43,1
43
A.G. für Verkehrswesen Akt.
—
—
29
28.65
Iccfll. ohne AuSIos..Rechte .
—
4,9
5,2
5 3
Berliner Handelsgesellschaft
8
88,5
88
88
88
-)% Hess. Voltestaat von 1929
Commerz, und Privat-Bank .
7
—-
—-
16
16
stiickzahlb. 102%)
—
50
—
—
Darmsiädler und Nanonalbank
8
18,25
18.25
18,5
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Oberhessen Provinz-Anleihe mii
Deutsche Bank un
Auelos.-Rechten
47
37
—
—
Ttsconto-GescUlchait .
6
30,25
10.5
30
30
leutjdie Komm. Sammelabi
Dresdner Bank .....
6
18.25
18 25
18,5
18.5
Anleihe Serie 1
—
37 65
38
38
ReichSbank .......
12
132
129 5
130
129.5
i% firanks. Hyp.-Bank Goldpse
15 unkündbar bi- 1935
69,75
69,9
—
—
A.E.G...........
. 7
26
25
25,25
25.25
7% fitanff. Hyp.-Bank Golbpse
Bergmann........
. 9
—
—
unkünvbar bis 1936 Serie 16
69,75
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—
—
Elcktr. Lieferungsgesellschaft
10
64,5
—
65
63.75
W2% firanls. Hnp.-Bank Liau-
Licht und Kraft
10
—-
74.75
74
74 5
Psaydbriese.
78.75
'8,75
—
—
fielien & Guilleaume.
ay2
40,5
40
41
40.75
iy2% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.
Gefellschaft für Elektrische
Goldp.e.
77,75
78 13
—
—
Unternehmungen . . .
9
58,5
585
59,5
58,75
3% Pc. LandeSpsandbriesanstalt,
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
71,5
Pfandbriese R. >9
66
66 5
7
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Schocken & Co.......
11
63,25
62.25
62,25
62,25
7% Pr. LandeSpsandbriesanstalt.
Siemens & Halske.....
14
125,5
123,4
121,5
Pfandbriefe R 10
65
65,5
—
Lahmeyer & £0...... .
12
80,5
79 5
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9,5
9,5
9,3
9 65
Buderus . .....
. 4
—
—
27,5
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1,20% Oesterreichtsche Silberrente
1,13
i,13
—
—
Deutsche Erdöl ......
. t
71,25
—
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1% Ungarische Goldrenke
5.75
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Gelsenkirchener ......
. t
30
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1% Ungarische Siaaisrente v. 1910
6,5
6,5
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Harpener ......
. 0
—
50
51
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—
—
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Hoesch Eisen........
. 6
—
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5
Ilse Bergbau ......
10
—
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1.4
1.4
3.4
—
Klöcknecwcrke ......
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—
—
—
—
Serie I
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—
3.5
MonneSmann-Röhre« . . .
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3,4
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—
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. 0
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—
13
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—
—
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10
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Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
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Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
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3,057 170,23
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15.00 0,928 1,209 58,56 21.49
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0,327
6,707
13.66
Zanknoten
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12 465
3.057 170,18
73.98 81.47 76.79
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16.535 82.07
34 37 82.22
1 179 0.325
6.393
13,64
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12.485
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74,12
81 63 77.13 15.04 0 942 4,217 58.66
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16.575 82 23 34 43 82.28
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6.707
13.66
Rtedeck Montan......7,2
Bereinigte Stahlwerke .... 4
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Kaliwerke AscherNeben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
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Verein, chem. Industrie Frank-
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Goldschmidt.........O
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Philipp Hol,mann......8
Zementwerk Heidelberg.... 7
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Schultheis Panenhofe, . . 1» Wu lAllgemeine Kunstseide) O Bernbcrg . . . . O
Zellstoff Waldhos .... 18 Zellstoff Aschaftenbur, ... «
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Mntnkraftwerke HSchst o. Ast.. . « Süddeutscher Zucker . . . . M
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neid), A 1OO Schilling oten........
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4.20 58,38 81.29 14.96
16.495 169,81
21,49
73,80
2.49
76.80 81.89 34,23
4,22 58.62 81 .61 15 02
16 555 170.49
21,57 74,10
2,51 77,10
82.21
34,37
...........
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