Ausgabe 
7.11.1932 Frühausgabe
 
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usw. untergebracht, so ldaß sich Landwirt und Hand­werker, kurzum der Kunde aus das rascheste infor­mieren kann. Die Lichtverhältnisse in dem neuen er­weiterten Verkaufsraum sind durch Lichteinfall von oben sehr günstig. Ein Gang durch die Räum« läßt erkennen, daß in diesem Hause von der kleinsten Schraube bis zum geschmackvoll uitb gut ausgestat­teten Ofen alles vertreten ist. Die Eisenindustrie, die Industrie der Haushalttechnik und aller verwandten Zweige äußern sich in dieser Zusammenfassung der Güter in universellster Form. Der Um- und Erweiterungsbau stellt für die Firma Häuser einen weiteren Schritt vorwärts dar, der ober auch im Interesse des Wirtschaftslebens unserer Stadt durch­aus zu begrüßen ist.

Wirtschaft.

Der in freundlich.

Berlin, 7. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die erste Börse der neuen Woche stand naturgemäß im Zei­chen des Ergebnisses der Reich stags wähl,

das man nach allen Richtungen hm besprach. Die Tatsache, daß sich die Mehrheitsverhältnisse recht be­deutsam verändert haben und die Verbindung NSDAP.-Zentrum nicht mehr über die Hälfte der Mandate verfügt, gab reichlichen Stoss zu Mut­maßungen über die politische Weiterentwicklung. Die Stimmung war freundlich, zumal der Wahltag allgemein ziemlich ruhig verlaufen ist und auch in Berlin eine Beruhigung der durch den Verkehrsstreik erhitzten Gemüter festzustellen war. Bei kleinen An­schaffungen des Puklikums und etwas Deckungs­bedürfnis der Spekulation zogen die Kurse bis zu 1 v.H., in vielen Fällen aber wegen der sich schnell einstellenden Materialknappheit bis zu 2,50 v. H. an. Montane, Kunstseideaktien und einige Spezialpapiere sielen durch feste Veranlagung auf. Eine Ausnahme machten Deutsch-Linoleum, die mehr als 1 v. H. ein- büßten.

Im Verlaufe zogen die Kurse weiter bis zu 0,50 v. H. an, doch wurde es später wieder ruhiger, so­daß sich gegen die Höchstnotierungen des Tages kleine Abbröckelungen ergaben. Beachtung -fand die weitere Erholung des Pfundes. Größere Käufe er­folgten heute am Markte der Rentenwerte.

Außerordentlich fest veranlagt war die Altbesitzan- leihe, die sich um mehr als 1,50 v.H. besserte. Neu­besitz und Schutzgebiete tendierten freundlicher. Pfandbriofe, Industrie Obligationen, Reichsschuld- buchforiderungen, Reichsbahnoorzugsaktien, Kommu­nalobligationen usw. besserten sich bis zu 1 v. H. Ausländer lagen geschäftslos, und nur in Emzelfäl- len waren Veränderungen bis zu 0,25 v. H. nach oben oder unten zu beobachten.

Am Geldmarkt blieb Tagesgebd weiter leicht und mit 4,40 beyw. 4 25 v. H. an der unteren Grenze erhältlich. Monatsgeld war weiter 5 bis 7 v. H., Prioatdiskonten, Reichswechsel per 5. Februar und Reichsschatzanweisungen per 18. April blieben, wie an den Vortagen, weiter gesucht.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Fr a n k f u r t a. M., 7. Nov. Auftrieb 1427 Rin­der (335 Ochsen, 132 Bullen, 541 Kühe, 419 Färsen, 6 Fresser), 606 Kälber, 90 Schafe, 3882 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen 22 bis 32 Mark, Bullen 22 bis 29, Kühe 14 bis 26, Färsen (Kal­binnen, Iungrinder) 23 bis 32; Kälber 30 bis 43; Schweine 36 bis 44 Mark. Marktoerlauf: ruhig.

Wettervoraussage.

Trotz des hohen Druckes, der sich quer über Eu­ropa erstreckt, liegt im östlichen Deutschland noch ein verbreitetes Niederschlagsfeld. Auch bei uns hat sich eine geschlossene Wolkendecke gebildet. Da wir uns an der Südseite des Hochdruckgebietes befinden und somit mehr kontinentale Luftzufuhr erhalten, ist nicht anzunehmen, daß sich die Nie- derschlagstatigkeit weiter ausdehnen wird. Wenn es auch vorübergehend zu leichtem Nebelregen kom­men kann, so wird doch der Hochdruckeinfluß wie­der durchgreifen und Aufklaren bringen, wobei nächtlicher Temperaturrückgang bis zum Gefrier­punkt stattsindet.

Aussichten für Dienstag: Aeblig-be- wölkt mit Aufklaren, meist trocken, Nachtfrostge­fahr^__

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NB. Da am 6. November 1932 die Reichs- tagswahlen stattfanden, wurde die Ver­treterversammlung auf den 13. Nov. 32 festgelegt. Der Auf sichtsrat: K, Bremer,

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Anträge, die zur Beratung kommen sollen, müssen bis spätestens 9. November 1932 im Büro, Schan- zenstra&e 16. eingereicht sein. (§ 33, Absatz 3 der

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Dienstag, den 8. November Ein Operetten-Abend unter Mitwirkung des bekannten Tenors Herrn Kurt Richter und unserer beliebten Haus-Kapelle

Tagesordnung:

1. Geschäftsbericht Vorlage der Bilanz, Entlastung der Verwaltung für das Jahr 1931/32

2. Verlesung des Revisionsberichtes

3. Beschlußfassung über die Verwendung der Er­übrigung

4, Satzungsänderung § 4. Absatz 2

5. Ersatzwahlen für Vorstand und Aufsichtsrat

6, Beratung eingelaufener Anträge.

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Gemäß Gemeindesatzung der Israeliti­schen Religionsgcmeinde Gießen vom 18. Februar 1932 muß eine Wahl der Steuervertretung für die Israelitische Reli- gionsgemeinde Gießen erfoi^.

Zu diesem Zweck liegt die Liste aller Stimmberechtigten drei Tage lang, und zwar am 9., 10. und 11. November 1932,. in der Zeit von 10 bis 17 Uhr, zur Einsicht der Beteiligten bei dem unterzeichneten Wahlleiter, Marktstraße 30, offen. Nach § 13 der Gemeindesatzung sind Einwendun­gen gegen die Richtigkeit der Wählerliste nur während der Offenlegungsfrist an den Wahlausschuß schriftlich einzureichen und zu begründen. 7847D

Gießen, den 7. November 1932.

Der Wahlleiter: Meyerfeld.

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Wegen Inzucht soll der Gemeindeeber, ein la Tier, welches noch zu Zuchtzwecken verwandt werden kann, verkauft werden. Angebote im Ganzen sind bis zum 12. No­vember, vormittags 10 Uhr, bei der unter­zeichneten Stelle einzureichen. 7850D

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