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7.7.1932 Erstes Blatt
 
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Cßon Gronau erklärte abschließend, der Flug be­deute eine konsequente Weiterführung der Linie, die er im planmäßigen Aufbau auf seinen brS- herigeu Langstreckenflügen verfolgt und unlängst -auf der Tagung der Ozeanflieger dahin festgelegt habe, daß es gelte, den zweckmäßigsten und gün­stigsten Weg zu, einem planmäßigen Atlantik­flugverkehr auf der Strecke IslandGrönland zu erkunden.

Lin rNilliardengeschenk für herriot.

Daß bei den ernsten und schwierigen politischen Verhandlungen in Lausanne gelegentlich auch der Humor zu seinem Recht kommt, bezeugt tue folgende kleine Geschichte: Herriot, der am Dienstag sei­nen Geburtstag feierte, hot unter der Fülle der ern- gelaufenen Glückwünsche einen Umschlag gefunden, der einen deutschen Fünf - Mi l l tat d en - schein aus der Inflationszeit enthielt mit der An­schrift:Zum völligen Ausgleich!"

Das Urteil im vrandstiflungsprozeh gegen die Jsthaer Feuerwehr.

Aach mehrtägiger Unterbrechung wurde in Kassel der Prozeß gegen 14 Mitglieder der Isthaer Feuerwehr zu Ende geführt. Die Ange­klagten hatten bei einem Brande im Februar 1927 bei dem Schuhmacher Ludwig Ahlheidt in Istha (Kreis Wolfhagen) nicht den geringsten Versuch gemacht, das Feuer zu löschen. Im Gegenteil, sie legten noch an fünf Stellen des Wohnhauses Brandherde an, so daß das ganze Anwesen des Ahlheidt bis auf den Grund nieder­brannte. Bon den 14 Angeklagten wurden fünf freigesprochen. Die drei Hauptangeklagten wurden zu drei Iahren Zuchthaus und drei Iahren Ehrverlust bzw. einem Iahr sechs Monaten Zuchthaus und drei Iahren Ehrverlust bzw. einem Iahr Zuchthaus und drei Iahren Ehrverlust wegen vollendeter Brand­stiftung verurteilt. Die übrigen sechs Ange­klagten erhielten Gefängnis st rasen von sechs Monaten bis zu einem Iahr wegen Bei­hilfe zur Brandstiftung. Die Angeklagten nahmen das jjrteu in voller Buhe entgegen. In der Be­gründung spricht das Gericht sich dahin aus, bah Brandstiftung mit aller Rücksichtslosigkeit bestraft werden müsse, um endlich der Brand­stiftungsseuche Einhalt zu gebieten.

Rheinische Dichter in Handschrift, Buch und Bild.

Eine interessante Ausstellung veranstaltet ge­genwärtig die v. Rothschildsche Bibliothek in Frankfurt im Rundsaal des Alten Dundes- palais. An Hand der ausgestellten Manuskripte kann der Werdegang der schriftstellerischen Er­zeugnisse der zeitgenössischen rheinischen Dichter verfolgt werden. Man sieht die ersten tastenden Versuche, kreuz und quer durchgestrichene Manu­skripte, darüber geschrieben und daneben einge­schoben, dann die zweiten Abschriften und schließ­lich das eigentliche Manuskript für die Setzerei. Ueber 50 rheinische Dichter sind mit Manuskrip­ten, Büchern und Bildern vertreten; u. a. Rene Schickele, Milh. Schmidtbonn, R. G. Dinding, Kasmir C d s ch m i d. Rorbert I a c- q u e s , Carl Zuckmayer, Paquet, Annette Kolb, Fritz v. U n r u h u. a. m. Auch Thomas Mann ist als Gast vertreten.

Don Kommunisten in die Saale geworfen.

In der Nacht zum Mittwoch wurde ein von einem Umzug der SA. heimkehrender Nationalso« zialist von etwa 30 bis 40 Kommunisten über­fallen und in Die Saale geworfen. Er konnte jetzvch von Wassersportlern wieder an Land gebracht werden. Der Ueberfallene hat Verletzungen davon­getragen.

Schweres Unwetter im Allgäu.

Am Mittwoch, nach einem furchtbar schwülen föhnigen Tag, brach über die Füssener Gegend (Bayr. Allgäu) ein schweres Unwetter hernieder, wie es seit 60 Jahren nicht mehr erlebt wurde. Vom Sturmwind gepeitscht jagten schwere Hagelwolken in geringer höhe über das Land. Der Hagel­schlag dauerte mehr als 20 Minuten. Die Hagel­körner fielen in Faustgröße, so daß noch zwei Stun­den nach dem Unwetter das ganze Gelände zehn bis zwanzig Zentimeter hoch mit Hagelschloßen bedeckt war. Fast sämtliche Häuser Füssens wurden durch den Hagelschlag schwer beschädigt. Die Gar­ten-, Wiesen- und Feldfrüchte sind völlig vernich- t e t. Der Umfang des Hagelschlags erstreckte sich auf eine Fläche von mehr als sechs Kilometer, so daß auch die Umgebung der Stadt schwer in Mitleiden­schaft gezogen wurde. Der Schaden wird auf über 1 Million Mark geschätzt. Nach 18 Uhr wurden in den Straßen Füssens in großen Wagen die Hagelkörner abbefördert. Dabei wurden Schloßen

mit einem Durchmesser von 6 Zentimeter gemeßen. Das Unwetter zog gegen die Berge hin ab.

Windhose über Münster.

Während eines Gewitters, das sich heute gegen mittag über der Stadt entlud, bildete firf) plotzucb eine Windhose, die im Zentrum der Stadt auf dem Servati-Platz sieben etwa 40 Meter hohe Bäume entwurzelte und die Dächer der umliegenden Häuser abdeckte. Menschen sind dabei nicht zu Scha­den gekommen. Die Katastrophe wickelte sich in we° wenigen Minuten ab, die Windhose bewegte sich dann nach dem Osten, wo gleichfalls mehrere Häu­ser abgedeckt und einige Bäume entwurzelt wurden.

Dom BUH erschlagen.

Ein Gewitter, das über Berkin und seine Um­gebung niederging, hat ein Todesopfer gefor­dert. In der Rähe des Gutes Oranienburg schlug ein Blitz in «ine Linde ein, unter der meh­rere junge Leute Schuh gesucht hatten. Dabei wurde der Oberprimaner Schade aus Weid­mannslust so schwer verletzt, daß er gleich darauf st arb. Bon seinen Begleitern erlitten noch ein junger Mann und zwei Mädchen Läh­mungen.

Neun Schafe vom BUH erschlagen.

Ein heftiges Gewitter zog dieser Tage nach­mittags über die Gegend von Bad Wimpfen, wobei der Blitz in die Herde des hohenftädter Schä­fers einschlug und neun S ch af e tötete.

Kohlensäure-Explosion.

In Andernach am Rhein explodierte auf dem Güterbahnhof ein Kohlensäurebehälter, der 60 Meter weit geschleudert und dann in Stücke gerissen wurde. Ein nebenan liegender Behälter wurde durch die Wucht der Explosion über dreistöckige Häuser­reihen hinweg 500 Meter weit geschleudert und sauste dann auf die am stärksten belebte Straße, die Bahnhofstraße, herab, vor ein Cafe, dessen Mauer beschädigt wurde. Ein Stück zertrümmerte das Schaufenster und flog in die Konditorei, die dort stehenden Kuchen und Backwaren mit GlassplitterN übersäend. Kaum zu begreifen ist, daß durch die Kohlensäurehülse, die wie eine Mine durch die Lüfte schwebte und gerade vor einer Gruppe Menschen niederging, niemand verletzt wurde.

Ein früherer Generalstaalsanwall zum Priester geweiht.

Der seltene Fall, daß ein Generalstaatsanwalt umsattelt, trotz seines hohen Alters von 6 0 Jahren Theologie studiert und zum Priester geweiht wird, hat sich jetzt ereignet. Dr. Peter Claer, der aus Aachen stammt, war zuletzt Generalstaatsanwalt in Marienwerder. Nachdem er seinen Abschied aus dem Staatsdienst genommen hatte, studierte er in Bonn und Eichstätt Theologie. In Paderborn wurde er nunmehr zum Priester geweiht.

Schweres Kraftwagenunglück.

Auf der Landstraße HalleNordh-ausen verun­glückte wenige Kilometer vor Nordhousen der schwere Achtzylinder-Kraftwagen des Freiherrn v. Brandenstein aus Hain bei Gera. Der Wagen war infolge überschneller Fahrt ins Schleudern geraten, hatte zwei Chausseebäume umgerissen und sich dann über­schlagen. Von den Insassen war die Mutter des Besitzers auf der Stelle tot. Ihre Tochter, ihr Enkel Gusto von der Donnen und der Chauffeur erlitten schwere Kopfverletzungen und Beinbrüche. Der Besitzer des Wagens und seine Gattin tarnen mit leichteren Verletzungen davon.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 7. Iuli 1932.

Sie dürfen hier nicht über den Platz . .*

Das hätte die junge Frau wissen müssen und sich denken können, daß sie um diese Zeit nicht mit ihrem Kinderwagen über den belebten Platz fahren durfte. Und wenn sie sich das vorher etwas überlegt hatte, dann konnte sie sich auch ersparen, die Aufmerksamkeit vieler Fußgänger auf sich gelenkt zu haben. Auch hätte sie nicht rot zu werden brauchen, so wie sie es angesichts der etwas peinlichen Situation tatsächlich wurde. Aber, es ist doch wohl besser, ich erzähle diese kleine Geschichte aus dem Alltag von vorne ...

Also, das war gerade um die Mittagsstunde (und außerdem war noch Samstag), als die er­wähnte junge Frau mit ihrem Kinderwagen plötz­lich einen Platz in Frankfurt überqueren wollte, der gerade um die Mittagszeit das Schulbeispiel des regsten Großstadtverkehrs bot. Aber die

junge Frau kam nicht dazu, ihr Borhaben aus­zuführen, denn im letzten Augenblick trat ihr ein Berkehrsschutzmann in den Weg und verbot ihr, über den Platz zu fahren. Die Mutter des Babys, das hier völlig unbeteiligt im Wagen lag, machte erstaunte Augen, sah den Berkehrs­schutzmann fragend an und es hatte den Anschein, daß sie auch über die Machtbefugnisse eines Ber- kehrsschutzmannes nicht ganz im Bilde war. Der Kinderwagen stand bereits mit den Vorderrädern auf der Fahrbahn.

Rein! Sie dürfen hier nicht über den Platz!", sagte der junge Polizist nochmals. Die junge Frau stand einen Augenblick ratlos, sah fragend auch ihre Begleiterin an, eine Freundin mochte es fein, die aber ebenso ratlos erschien, denn sie wußte auch nichts zu sagen. Plötzlich aber schien der jungen-Frau ein rettender Ge­danke gekommen zu fein, denn sie wandte sich voll dem Schuhmann zu, der inzwischen neben sie auf den Bürgersteig getreten war und o, kleine Sensation des Alltags und der Straße die Hand auf den Bügel des Kinderwagens un­mittelbar neben die der jungen Frau gelegt hatte und nun den Wagen festhielt.

Sie sah ihm voll in das frische, junge, männ­liche Gesicht, sie lächelte den Beamten an (die Borübergehenden wurden bereits aufmerksam, einige blieben stehen), ja, sie überfiel den Mann geradezu mit einem bestrickenden, reizenden, mit einem kokett bittenden Lächeln, gewissermaßen bittend, er solle ihr doch gestatten---

Das Lächeln der Frau griff über auf die Um­stehenden (es hatte sich inzwischen ein kleiner aber doch sichtbarer Kreis gebildet) und sicherlich ergriff mancher im Geiste die Partei der Bitten­den. Der Beamte aber war sich der Bedeutung der Situation bewußt. Er durste nicht nachgeben, zudem sichtlich auf den Mienen der Umstehenden die Frage stand: was wird er tun?

Das Lokette Lächeln muhte ohne Erfolg bleiben. Der Beamte war zur Unerbittlichkeit gezwungen, das Lächeln glitt schnell vom Gesicht der jungen Frau, um einer fünften Röte Platz zu machen. Der Wagen wurde auf den Gehsteig zurück­gebracht, im kleinen Kreis öffnete sich eine Gasse, der Kinderwagen glitt weiter, der Schuhmann wandte sich wieder dem Verkehr zu. und jeder­mann setzte seinen Weg fort. Im Grunde war der Vorfall ja höchst unwichtig.

In der Seele der jungen Frau ist aber sicher­lich neben der leichten Beschämung ein leiser Groll und ein Gefühl der Unterlegenheit des Menschlichen vor der Kraft der Pflicht zurück­geblieben, ein stiller bohrender Qlerger über eine Ungeschicklichkeit (als die sich ihr Versuch doch erwies) und vielleicht ist sogar eine Antipathie gegen Verkehrsschutzleute herangewachsen, die sich so schnell nicht verlieren wird.

Cs mag ihr, der jungen, zarten, reizenden Frau schwer gefallen sein, einzusehen, daß sie im Unrecht war ... n.

MehrHygiene bei derSiraßerrreinigung

Ein« der wichtigsten Forderungen der öffent­lichen Gesundheitspflege ist in unserem Zeitalter die Beachtung der hygienischen Ge­setze bei der Strahenreinigung. Man sollte meinen, daß in einer Universitätsstadt wie Gießen, die den großen Hygieniker Gaffky zum Ehrenbürger hatte und die ein Hygienisches Institut zu den Einrichtungen der Hochschule zählt, die Erfüllung der hygienischen Erforder­nisse ohne weiteres selbstverständlich fei. Leider muhte man aber wiederholt, z. B. an den jüng­sten heißen Tagen wieder, die Wahrnehmung machen, daß die Grundregeln der Hy­giene hier noch nicht die verdiente Anerkennung gefunden haben. Die Stra- henbereinigungskolonnen fegen vielmehr die Fahrbahnen und Bürgersteige bei der größten Hitze und Staubentwicklungsmöglichkeit, ohne auch nur im geringsten die Reinigungsflächen vorher mit Wasser zu besprengen. Ein solcher Mangel an Hygiene sollte in. einer Universitätsstadt unter keinen Umständen Vorkommen, zumal das Wasser ja nicht zu den Artikeln gehört, die im Preise unerschwinglich sind. Die zuständige Stelle der Stadtverwaltung möge künftig darauf bedacht fein, daß die Straßenfeger ko lonnen vor dem Schwingen ihrer Besen erst die Sprihwagen, die ja vorhanden find, anscheinend aber in irgend einer Ecke ein beschauliches Dasein führen, ge­hörig in Tätigkeit gesetzt werden. Dem Bürger darf man jedenfalls nicht zumuten, daß er bei heißer Witterung sich durch unnötige Staub­wolken hindurchkämpfen muß und dabei noch das bittere Bewußtsein haben kann, obendrein

auch noch Straßenreinkgungsgebuh'» r e n bezahlen zu müssen.

Bornotizcn.

Tageskalender für Donnerstag: Zeltmission Oswaldsgarten: 14 Uhr Bibelstunde, 20.15 Uhr SpezialvortragGöttliche Ordnung im Familienleben". Rationalsozialistische Ver­sammlung 20.30 Uhr im Cafä Leib, Herr Bar­tholomäus-Gießen spricht überDeflation oder Raub durch ungerechte Steuern am Haus-, Grund- und Bodenk^fih". DHL. 20.30 Uhr im HeimDHB.-Protest gegen Rotverordnung!" 20.15 Uhr imBayrischen Hof":Lichtbilder­vorträge über Radium". Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße: »Ein toller Einfall".

Spezialvortrag der Deutschen Z e l t m i s si o n. Heute, Donnerstag, 20.15 Uhr, wird im Zelt auf Oswaldsgarten ein Sondervor­trag über das Thema: »Göttliche Ordnungen im Familienleben" gehalten. Es handelt sich, so schreibt man uns um ein überaus wichtiges Thema. Ist doch die Familie die Keimzelle und Grundlage des Staates. Eine Besserung unserer zum T:il recht zerrütteten Derl ä tn'.ffe ist nur dann zu erwarten, wenn die Erneuerung des Familien­lebens einsetzt. Zahlreiche mißratene Kinder, zahl­reiche unglückliche Frauen, zahlreiche Ehescheidun­gen, die sich in rasch aufsteigender Linie befinden, liefern den Beweis dafür, daß es um das Fa­milienleben traurig bestellt ist: es krankt an den Folgen der Kriegs- und Rachkriegszeit. Da ist es fraglos von größter Wichtigkeit, daß Bolksvor- träge über das Familienleben gehalten und auch besucht werden. Auch solche Personen, die sonst religiöse Borträge nicht zu besuchen pflegen, möch­ten ihre Borurteile beiseite lassen und kommen. Das Familienleben geht uns alle an. Eintritt frei. (Siehe heutige Anzeige.)

" Eine Achtzigjährige. Ihren 80. Ge­burtstag begeht heute eine alte Gießenerin, Frau Minna B o i g t, geb. Stohr, Löberstrahe 1 wohn­haft. Die alte Dame erfreut sich noch großer geistiger und körperlicher Frische.

' Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Im Laufe des gestrigen Tages wurde im städti­schen Freibad einem Badegast die Taschenuhr gestohlen. Es handelt sich um eine silberne Iung- hans-Uhr mit Goldrand. Aus zwei Garten­häusern im Alten Feld am Rahrungsberg wur­den ebenfalls gestern durch Einbruch ein 10 Meder langer Gartenschlauch (rote Farbe) mit Strahlen­regner und ein Paar Holzschuhe gestohlen. Sach­dienliche Mitteilungen erbittet die Kriminal­polizei.

** Die Privatfachschule für Damen­schneiderei, W. Wi ck-Wunderlich, be­ginnt am 12. Iuli mit einem Ferienkursus im Schnittzeichnen, Zuschneiden und Matznehmen. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Weitere Lokalnachrichten Im 2. Blatt

Wettervoraussage.

Der Einbruch kühler Lust von Rordwesten her hat auch in unserem Bezirk zu leichteren Rieder­schlägen mit Abkühlung geführt. Dabei ist der Luftdruck etwas angestiegen, so datz sich ein flacher Hochdruckkern in Rorddeutschland ge­bildet hat. Im Bereich seiner absinkenden Luft dürfte zunächst wieder Aufheiterung eintreten. Da aber über dem Rordatlantik bereits ein neues Druckfallgebiet herannaht, geht die Wetter­lage keiner gröberen Beständigkeit entgegen.

Aussichten für Freitag: Wieder mehr aufheiternd, aber auch noch bewölkt, meist trocken, etwas wärmer.

Aussichten für Samstag: Roch keine wesentliche Aenderung.

Lufttemperaturen. Am 6. Juli: mittags 24,3 Grad, abends 16,4 Grad: am 7. Juli: morgens 15,0 Grad: Maximum 26,0 Grad, Minimum 13,9 Grad Cel­sius/ Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 6. Juli: abends 23,4'-Grad: am 7. Juli: morgens 18,6 Grad Celsius. Niederschläge 1,4 mm. Sonnenscheindauer 3K Stunden.

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Wie lange noch wollen wir uns mit diesem alten Monsfa-um herum ärgern. Ewig ist ein solcher Qualm in der Küche. Alles verdreckt, der Herd hat keinen Zug mehr und sparsam In der Feuerung Ist er ohnedies nicht. Da muß ein neuer Herd her. So sagte Onkel Mollig. Gehen wir doch ruhig einmal zur Firma Häuser am Oswaldsgarten und sehen uns die neuesten Mo­delle von Küchenherden an. Es wird gewiß manches darunter seln, was für uns in Frage kommt und auch dem Geldbeutel Machen* Sie^eT*auch wie Onkel Mollig, geben Sie sich doch einmal einen Ruck und besuchen Sie unsere Ausstellung In Küchenherden und Oefen. Wir laden Sie freundlichst mit Ihrer Frau Gemahlin zu dieser Besichtigung ein. 4881 A

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Bettenhausen, den 7. Juli 1932.

Bürgermeisterei Bettenhausen. Leidner.

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morgen.

den 8. Juli 1932, von 8 Uhr ab zieischverkaus