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Nr. 79 (Elftes Blatt

182. Jahrgang

Dienstag. 5. April 1952

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Dr. Friede. Wilh. Lange. Berantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Or.H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

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Der Reichskanzler beginnt den Wahlkampf für Hindenburg.

Karlsruhe, 4. April. (ERB.) In der badi­schen Landeshauptstadt begann Reichskanzler Dr. (Brüning vor 6000 Zuhörern seinen Redefeld­zug für Hindenburg. Der Reichskanzler skizzierte die (Bedeutung des zweiten Wahlganges, dabei anknüpfend an seinen Versuch. die Verlängerung der (Amtsdauer des Reichspräsidenten auf parla­mentarischem Wege zu erreichen. Der Grund für diese (Bemühungen sei gewesen, daß sich die Reichsregierung klar darüber war, was beson­ders in außenpolitischer Hinsicht ge­schehen würde. Wenn wir, fuhr Dr. Brüning fort, im Januar oder Februar in einer kurzen

Reichstagsperiode die Amtszeit des Reichspräsi­denten verlängert hätten, würde das für uns nicht nur außenpolitisch eine Stärkung be­deutet haben, sondern es kam noch etwas hinzu.

Solange wir die politische Stabilität in Deutschland nicht sichern können, solange wird es durch die immer wieder auftretenden poli­tischen Unruhen keine Erholung der wirtschaft geben und wird die Ankurbelung der wirtschaft auf sich warten lassen.

Das Z i e l der RSDAP., die höchste Macht im Staate den Reichspräsidentenposten zu er­halten, sei parteipolitisch gesehen, berechtigt, aber vom vaterländischen Standpunkt aus verwerflich, wenn man sich in den Parlamenten der Länder vor der Mitarbeit drücke. Hitler habe vor dem ersten Wahlgang einem amerikanischen Korrespon­denten ein Interview gewährt, in dem er mit der starken, absoluten Mehrheit schon im ersten Wahlgang rechnete; dabei habe er auch ausgesührt, daß es nicht seine Absicht sei, die Rotverordnungen sofort aufzu­heben. Im Gegenteil, er müsse wohl neue Olo t- Verordnungen machen

Der Kanzler ging dann näher auf ine P r o- pagandaderRSDAP. ein, die, wie er sich ausdrückte, in Wirklichkeit ein vollendetes System nämlich das System rücksichtslosester und verant­wortungslosester Demagogie sei. Traurig nur^daß aus der Rot, die auf Hunderttausenden und Mil­lionen unserer Volksgenossen laste, viel zu viele auf derartige Versprechungen noch hereingefallen seien Wenn auch Hitler für den Fall seiner Reichspräsidentschaft sozusagen sein Alibi schon vorher gegeben habe, so bleibe doch das eine be­stehen, daß der (Nationalsozialismus etwas er­strebe, was in diesem Iahre historischer Entschei­dung für das Schicksal des deutschen Volks d a s Allergefährlichste sei, denn die großen Dinge, die langsam herangereift sind m der Außenpolitik und die wir zum Teil be­wußt herbeiführen konnten diese Dinge sind nur dann zu vollem Er f o lg p bringen, wenn cs gelingt das System der vergangenen zwei Iahre, d a s S y st e m d e r jetzigen Regierung durchzuhalten, niemals dem Volk demagogische Versprechungen zu machen, sondern die Wahrheit zu sagen. (Stürm. Beifall.) Der Kanzler fuhr fort:

Eines hat die Reichsregierung für sich: sie Hot dem In. und Ausland bewiesen, daß sie selbst in solchen Krisenzeiten, selbst bei sechs Millionen Arbeitslosen dos Volk ruhig über den schwersten aller Winter hat hin- überbringen können. (Lebhafte Zustim­mung.) Das ist eine Leistung, die dem deutschen Volke in der Welt ein Prestige unter Füh­rung des jetzigen Reichspraslden- ten geschaffen hat, das kein anderes in der Caqe gewesen wäre oder in der Zukunst in der Lage sein wird zu schaffen. Ohne D er - trauenhat eine Regierung keinenKred»t und alles, was wir heute in Deutschland roitf- schaftUch gerettet haben, in dem Augenblick, wo alles zusammenzustürzen drohte, dos ist nicht ausaebout auf Prioatkredit, sondern einzig und allein auf die Tatsache, daß diese Regierung es verstanden hak, in der ungeheuren Rot den Etat von Reich, Ländern und Gemeinden zu sichern und dadurch allein diedeutschewährung stabil zu erhalten. (Beifall.)

Wenn wir etwa den Sirenenklängen gefolgt wären und hätten ein Feder-Geld geschaffen oder die Reichsmark an das englische Pfund im Herbst angehängt, dann würden wir allerdings f ü r ö en Augenblick an einigen schweren Maßnahmen vorbeigekommen fein, in einer späteren Stunde hätten wir an Opfern und Entbehrun­gen aber das mehrfache dem deutschen Volke auf erlegen müssen, und ein Volk, das einmal weiß, was am Ende einer nichtstabilen Wäh­rung steht, sollte Leuten, die sich überhaupt wei­gern, einmal öffentlich zu erklären, was sie alles tun würden, wenn sie an die Macht tarnen, von vornherein den Laufpaß geben. (Stürmische Zu­stimmung.) Reichspräsident v. Hinden­burg muh am nächsten Sonntag einen starken Stimmenzuwachs haben (Stürmische Bravorufe), damit in den Auseinandersetzungen und Verhand­lungen der nächsten Wochen eine Reichsregierung dasteht, die sagen kann: Hinter unserem Rein, hinter unserer Forderung steht nicht nur die Mehrheit, sondern die übergroßeMehr- heit des deutschen Volkes. Und ich habe die feste Ueberzeugung, daß es gelingen wird, bei hingehendster Aufopferung dieses Ziel voll zu erreichen Es kommt darauf an, Aufklärung dar­über zu schaffen, daß wir nicht nur Deutschland retten können vor dem Untergang, sondern daß jetzt dieMvnate kommen werden, wo wir darüber hinaus die Grundlagen außen­politischer Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung endgültig erreichen können.

Wenn ich mich für Hindenburg einsetze, so tue ich es nicht nur aus Gründen sachlicher Politik, son­dern weil sich alles in mir aufbüumt gegen die Gemeinheit der Agitation, die gegen diese ver­ehrungswürdige historische Person gerichtet wird. (Stürmischer Beifall.) Ich denke dabei auch a n d i e Ehredes deutschen Volkes und fühle mich verpflichtet, den Kampf um diese Ehre durch- zukämpfcn. (Erneuter stürmischer Beifall.)

Es muß der Augenblick kommen, früher oder später, wo sich das deutsche Volk schämen wird, daß es überhaupt einen Kamps um die Reichr- präsidentschast in diesem Augenblick hat geben können. Hindenburg ist nicht zu ersehen. Es bleibt im Leben des Feldmarschalls eine Tragik, daß man ihn immer dann geholt hat, wenn Rot und Schwierigkeiten aufs äußer sie gestiegen waren. Wir werden nicht zulassen, nachdem der Feldmarschall im Jahre 1925 gebeten und gedrängt worden ist, sich nochmals zur Versagung zu stellen und eine schwere Verantwortung'zu übernehmen, daß jetzt dieselben Leute kommen und diesen Staatsmann, der mutig, klar und zielsicher diese schwere Verantwortung getragen hat. in den Staub ziehen. Es geht nicht nur um politische, sondern um menschliche Ent­scheidungen, um Enischeidungen für Deutsch­lands Ehre und Zukunft.

Sie sind verantwortlich dafür, daß der Feld­marschall am kommenden Sonntag mit einer ge­waltigen Mehrheit gewählt wird, da er für das Ausland und Inland der sicherste Garant einer harten, zielklaren für die Zu­kunft glaubensge stärkten Politik ist und daß nur dann die Dinge schnell geregelt und schnell erreicht werden können, die wir uns alle gesetzt haben, wenn ein Mann an der Spitze steht, der in seiner Vergangenheit, in seinem Charakter und in feiner monumentalen Persön­lichkeit nicht nur einen Eindruck ohne­gleichen auf die Welt macht, sondern darüber hinaus eine Verehrung ohnegleichen genießt.

Graf Westarp tritt für Hindenburg ein.

Frankfurt a.d.O., 5. April. (TU.) Am Montagabend sprach G r a f W e st a r p auf einer Kundgebung des Hindenburg-Ausschusses- Graf Westarp besprach eingangs die außenpoli­tische Lage. Sowohl in der Abrüstungsfrage, als auch in der Tributfrage, so sagte er u. a. weiter, wolle Deutschland jetzt seine Rechts­ansprüche durchsetzen. Tribute würden wir nicht mehr zahlen, da unsere Ersayverpflich- tungen längst erfüllt seien. Brüning, der im Auslande großes Vertrauen genieße, sei ent­schlossen. ein doppeltesOlein aus- zusprechen. Er könne aber nur Erfolg haben, wenn das deutsche Volk geschlos­sen hinter ihm stände. Deshalb sei es wichtig, daß Hindenburg eine möglichst große Anzahl von Stimmen bekomme. Zu billi­gen sei es. wenn die Rationalsozialisten den Freiheitswillen der Ration aufrufen, aber mit starken Worten allein sei wenig zu machen, sondern das Volk müsse zu neuen Opfern bereit sein. Im Osten brenne die Grenze. Der Pole warte nur darauf. baB er Oberschlesien. Ostpreußen und Danzig an sich reißen könne. Hindenburg und Groener hatten deutlich zu verstehen gegeben, daß das deutsche Volk gewillt fei, einem Einfall der Polen mitaktivemWider standzubegegnen. Auch eine etwaige Wiederbesehung des Ruhr gebietes könnten wir nur mit Erfolg ab wehren, wenn das deutsche Volk g e s ch l o s -

s e n sei. Um die deutsche außenpolitische Stellung zu stärken und um innerpolitische Erschütterungen zu vermeiden, habe sich Hindenburg wieder zur Verfügung gestellt. Hindenburg sei tatsächlich ein überparteilicher Kandidat, was man von Hitler nicht behaupten könne. Hinden­burg ließe sich von keiner Partei Vor­schriften machen.

Zentner beim Reichspräsidenten.

Berlin, 4. April. (WTB.) Reichspräsi­dent v. Hindenburg empfing heute eine von dem Dundesvorsitzenden Generalmajor a. D- Vo­gel. Kassel, geführte Abordnung des Deutschen Rentnerbundes, welche über die 01 o t l a g e der deutschen Rentner berichtete und dem

Reichspräsidenten die Wünsche des Rentner- bundes nach einer besonderen von der allgemeinen Fürsorge unabhängi­gen Versorgung der notleidenden Rentner, den Erlaß eines Rentnerver- sorgungsgesehes und bis dahin Milderung der den Rentnerstand besonders belastenden Rot- Verordnungen vortrug Der Reichspräsident gab seiner Teilnahme an der schwierigen Lage der deutschen Rentner und seinem Verständnis für die vorgetragenen Wünsche Aus­druck und erklärte, er werde im Benehmen mit der Reichsregierung die ihm vorgetragenen grund­sätzlichen Forderungen des Deutschen Rentner- bundes zum Gegenstand einer erneuten Prüfung machen.

Hitlers Programm.

Ausführliche Erklärung des nationalsozialistischen Präsidentschaftskandidaten.

München, 4. April. (TU.) Unter der lieber» schriftTI ein Programm" veröffentlicht die NSK. längere Ausführungen Adolf Hitlers. Ein­leitend meist Hitler auf den wirtschaftlichen Nieder­gang hin, ferner auf die parteipolitische Zersplitte­rung und die Hnterwühlung der Kultur und betont, wenn Deutschland heute in Not und Jammer bar- niederliege, bann seien jene Parteien dafür verantwortlich, die im Jahre 1918 die Alleinherrschaft an sich gerissen hätten. Die Sozialdemokratie habe ihre sozialen Verspre­chungen nicht gehalten. Das Zentrum habe seine christlichen Ideale geopfert und die Mittelparteien hätten den Mittelstand im Stich gelassen. Dem­gegenüber entwickelte bann Hitler fein Programm.

Er sieht als größte Aufgabe eines deutschen Staatsmannes für bie Zukunft die Zusammen­fassung des vorhandenen soziatisti - schen und nationalen Elements unse­res Volkes zu einer neuen deutschen Volksgemeinschaft an. Diese Zukunft der neuen deutschen Volksgemeinschaft sei nur dann ge­währleistet, wenn sie von einem wirklich nationalen Leben erfüllt sei. Hitler betont weiter, daß er die Zukunft unseres Volkes auf das schwerste bedroht halte und daß es notwendig sei, daß ein Volk zur Beseitigung der Widerstände des Lebens planmäßig gehärtet werde. Es sei weiterhin notwendig auf­richtig bie Wahrheit zu sagen und man dürfe nicht aus Angst vor der Unwissenheit oder der Mißgunst des Volkes, oder der Unpopularität darauf verzich­ten, bie Dinge fo barzustellen, wie sie tatsächlich seien. Der einzige dauerhafte Garant unserer wirt­schaftlichen Zukunft bestehe in unserem eige­nen Grund und Boden und in unserer A r» b e i t s f r a f t und unseren Fähigkeiten.

Hitler wendet sich dann gegen bie Einfuhr aus dem Auslande und bezeichnet die Er­haltung und Förderung eines gefun­den Bauerntums, als den wichtigsten Schutz gegen soziale Erkrankungen, wie auch gegen das rassige Verkommen unseres Volkes. Er setzt sich für die Erhaltung eines b r e i t e n 5DZ i t-t el- ft a n b e s als Voraussetzung für die Aufrechterhal­tung des Eigentums ein und bebt hervor, der Kampf gegen den Bolschewismus als

We11gefahr, sei praktisch ein Kampf für den reich gegliederten organisch aufgebauten Volksstaat. In einem wahrhaften gefunden Dolkskörper habe das Kapital der Wirtschaft zu dienen und die Wirt- sck-ast dem Volke.

Hitler sieht in dem einseitigen Ueb er wuchern unseres Zins- und Leihkapitals eine langsame aber sichere Erdrosselung der Wirtschaft und in der einseitigen Betonung des Nur-wirtschast- lichen eine allmähliche Erdrosselung des Volkes. Er sei Sozialist, weil es ihm unverständlich er­scheine, eine Maschine mit Sorgfalt zu pflegen, aber den edelsten Vertreter der Arbeit, den Menschen selbst, verkommen zu lassen.

Ferner hebt Hitler hervor, es sei die höchste Auf­gabe, den beiden Lebensgefährten Mann und Frau die Bildung der Familie zu ermöglichen. Der Staat habe in sich und in feinen Gesetzen alle Begriffe von Treu und Glauben, von Recht und Moral zu verkörpern, bie er selbst von feinen Bür­gern forbere.

Vier Hitler-Reden in Groß-Berlin.

Berlin, 4. April. (TU. Funkspruch.) Rachdem Hitler am Sonntag in vier Städten in Sachsen gesprochen hat, traf er am Montag in Berlin ein, um gleichfalls in vier Versamm­lungen das Wort zu nehmen. Hm 17 Hhr sand inLu st garten eine große nationalsozialistische Kundgebung statt. Eine riesige Menschenmenge füllte den weiten Platz zwischen Schloß, Dom und Museum. Drei Flugzeuge mit den nationalsozia­listischen Wimpeln kreuzten über der Okrfamm- lung.

Rachdem der Berliner Gauführer Dr. Goeb­bels eine kurze Ansprache gehalten hatte, er­schien Hitler mit größerem Gefolge unter dem Iubel der Menge auf der Schloßrampe. Er er­klärte u. a., die Linksparteien hätten 14 Iahre lang Bewährungsfrist gehabt, sie könnten aber nichts aufweisen, was für sie spreche. Solange es ein Deutschland gebe, habe es noch nie eine solche Massenbewegung wie die nationalsozialistische ge­geben. Die Gegner behaupteten, daß die Ratio­nalsozialisten die deutsche Frau entrechten wollten. Die Gegner sollten die Antwort haben. Die Rationalsozialisten dächten nicht daran, die Frau aus der gemeinsamen Arbeit herauszu­heben, aber darüber hinaus sei es ihr Ziel, dafür zu sorgen, daß das deutsche Mädchen in Zukunft leichter und eher den Mann finde, dem sie sich anvertrauen könne, der für beide arbeite, lebe und eine Zukunft schaffe. Männer und Frauen sollten hineingeführt werden in ein neues Reich, in dem das tägliche Brot ge­sichert sei. Cs gebe für beide Geschlechter nur ein Recht und eine Pflicht: Für die Ration und die Gemeinschaft aller gemeinsam zu kämpfen und gemeinsam zu leben. Die nationalsozialistische Bewegung werde, wenn nötig, zehn Iahre weiter­kämpfen, bis die Gegner endgültig am Boden lägen. Die Ansprache wurde mit stürmischen Heilrusen ausgenommen. Hitlers Abfahrt vollzog sich unter starken Kundgebungen.

Als weitere große Kundgebung veranstaltete bie NSDAP. imSportpalaft einen Massen­aufmarsch. Wegen des großen Anbranges mußten auch bie Nebenräume bes Sportpalastes freigegeben werben. Die etwa 20 000 Teilnehmer überboten sich in Begeifterungstunbgebungen für Hitler, ber fast eine Stunde lang sprach. Das größte, so erklärte er u. a., sei nicht bas Preußen nach ber Schlacht bei Leuthen, fonbern das Preußen nach ber Schlacht bei Kunersbors gewesen. Der Nationalsozialismus sei ber härtesten Probe unterzogen worben und sei ba- burch reif geworben, Deutschland von dem zu be­freien, was es heute bedrücke. Eher sollen die Sterne ihren Weg ändern und die Sonne ihren Platz wechseln, als baß biese Bewegung ihre Aufgabe aus den Augen verlieren bürfe.

Um 21.30 Uhr war eine weitere Kunbgebung der NSDAP, im Saalbau Friedrichshain angesetzt, ber bereits eine Stunde vor Beginn we­gen UeberfüUung polizeilich geschlossen war, so daß die Teilnehmer in den angrenzenden Räumen Platz nehmen mußten, wo ihnen durch Lautsprecher bie Ausführungen bes Rebners vermittelt wurden. Zu­nächst sprach ber ehemalige KPD. -Führer Ehn, ber erklärte, der große Erfolg Hitlers bestehe darin, daß er es verstanden habe, dos Volk aufzu­rütteln, ihm den Glauben an sich selbst zu gebep und ihm zu zeigen, wie es aus eigener Kraft den Weg in bie Freiheit finden könne. Hitler führte u. a. aus: Wenn ihm bas Schicksal 13 Jahre lang Macht ver­liehen hätte, bann würben seine Leistungen für ihn sprechen. Heute spreche für ihn bie Tatsache, daß cs ihm, dem unbekannten Manne, in kurzer Zeit ge­lungen fei, die größte Bewegung zu schaffen.

Auch in P o t s d a m fand eine große national­sozialistische Kundgebung mit einer Rede Hitlers statt. Hitler, der beim Betreten des Stadions von Hitlerjugend mit Blumen empfangen wurde, er­klärte: Ich stehe heute auf einem uns (Rational­sozialisten heiligen 'Boden. Hier erstand einst Brandenburg und aus Brandenburg wurde Preu-