Einzelbild herunterladen

des Gießener Stadttheaters eine kleine CcnfatiDn;Die tolle Lola" kommt, eine Operette von echtem Schrot und Korn. Ein Stück, dos man nicht wieder vergißt. Schmissige Schla­ger, entzückende Tänze ... u. a. auch Girls von der Tanzgruppe Ewald Däulke, eine tolle Hand­lung. .. Kurz: die beste Llnterhaltung, die beste Erholung, die man sich am Wochenende leisten kann. Kadclburg und Redner schrieben den Text, Hugo Hirsch die einprägsame, prickelnde Musik. Die Spielleitung hat Heinrich Hub, der zugleich die männliche Hauptrolle spielt und singt, musika­lische Leitung Walter Moehl, der die Musik eigens für seine Jazzkapelle einrichtete, die ge­samte tänzerische Leitung hat Gwald Däulke. Be­ginn 20.45 ilfjr in der Turnhalle.

Lanvrreis (Sieben.

* Lana-Göns, 4. März, In der gestrigen Generalversammlung des K r i e g e r v e r e i n s bei Gastwirt A. Nern VII. gedachte der Vorsitzende Karl Konrad Nern in seiner Ansprache zunächst der Ge­fallenen im Weltkriege und der im verflossenen Jahre verstorbenen Kameraden. Die Vorstandswahl ergab

die einstimmige Wiederwahl des seitherigen Vor­standes. Dem Rechner Kam. Otto Rudolph wurde Entlastung erteilt. In der anschließenden Aussprache wurde scharfe Kritik am Verbandswesen geübt; be­sonders der Verbandsbeitrag wurde als zu hoch be­zeichnet, außerdem wurde der obligatorische Bezug der Verbandszeitung als Unrecht empfunden. Man forderte Abstellung dieser Verhältnisse. Eine lebhafte Debatte riefen die Aufrufe des Vorsitzenden des Kyffhäuserverbandes General von Horn, sowie des Vorsitzenden des Hassiaverbandes General von Oidtmann hervor. Die Versammlung mißbilligte die Handlungsweise beider Herren und faßte ein­stimmig folgende Entschließung:Die ordentliche Generalversammlung des Kriegeroereins Lang-Göns mißbilligt die eigenmächtige Handlungsweise des Vorsitzenden des Hassiaverbandes General v. Oidt­mann, sowie des Vorsitzenden des Kyffhäuseroer- bandes General v. Horn bezüglich der Reichspräsi­dentenwahl.. Satzungsgemäß sind die Kriegeroereine politisch neutral. Diese Neutralität ist jedoch seitens der Verbandsführer verletzt und in die Vereine ist eine politische Auseinandersetzung hineingetragen worden."

Kreis Büdingen.

WSN. Büdingen, 4. März. Die Zahl der Bewerber um den Posten des Berufsbür- germeisters der Stadt Büdingen hat sich auf 23 erhöht. Darunter sind Gerichtsreferendare, Rechtsanwälte, Volkswirte, Gemeindebeamte, mittlere Beamte und Ingenieure. Sie stammen aus Hessen und Hessen-Nassau. 2lm 9. März findet die Wahl durch den Gemeinderat statt.

Kreis -Ilsfeld.

-s- Nieder-Gemünden, 4. März. In unse­rem Orte erkrankte Mitte Februar ein Kind, bei dem man zunächst den Charakter der Krankheit nicht klar erkennen konnte. Vor etwa 8 Tagen stellte sich durch bakteriologische Untersuchung heraus, daß es sich um einen Fall von Paratyphus handelte, der jedoch zum Glück nur leicht war. Das Kind ist mittlerweile wieder nahezu genesen. Die Gesund­heitsbehörde traf sofort die erforderlichen Siche­rungsmaßnahmen. Bis jetzt ist der Fall vereinzelt geblieben.

Die Arbeit -er Deutschen Turnerschast.

Zum-100. Gauturntag des Gaues Hessen.- Wollen und Ziele,Vergangenheit und Gegenwart.

In den sieben Jahrzehnten ihres Bestehens hat die Deutsche Turnerschast, der älteste und stärkste deutsche Verband für Leibesübungen, in stetigem Borwärtsstreben einen Mitgliederstand von 1,6 Millionen erreicht. Mit dem zahlenmäßigen Auf­stieg hat-die technische Entwicklung gleichen Schritt gehalten, die gekennzeichnet ist durch die Viel­seitigkeit der Dctricbsformen. Turnen ist heute nicht nur Hallenturnen oder Freiübungs­turnen; es umfaßt auch die großen Arbeitsge­biete des Turn- und Sportspiels, des Volkstur­nens mit den Aebungen des Laufs, Sprungs und Wurfs, des Fechtens, des Schwimmens, des Ru­derns, des Wintersports, des Wanderns und hütet damit das von den Turnvätern Guts- Muths und Jahn und anderen Sinnern der Turn­kunst aus der Frühzeit des deutschen Turnens überkommene Erbe und Vermächtnis. Die Deut­sche Turnerschaft will in erster Linie den Reich­tum ihrer Formenwelt in einer beide Geschlech­ter und alle Altersklassen erfassenden Dreiten- arbeit dem Volksganzcn dienstbar machen. Da­neben hat sie aber auch volles Verständnis für das Verlangen einer gesunden Jugend, die in der Hebung gesteigerte Kraft im Wettkampf an den Leistungen anderer messen zu können. Wenn im Laufe der Jahrzehnte die Arbeit der DT. Millionen und aber Millionen zugute gekommen ist, so wurde damit eine wichtige, volksgesund­heitliche Aufgabe erfüllt. Millionen mehr müh­ten jährlich für Krankenhäuser, Kuranstalten und Heilstätten ausgegeben werden, wenn nicht die DT. und andere Verbände aus sich heraus, ohne allgemeine Mittel in Anspruch zu nehmen, durch zielbewuhte Pflege der Leibesübungen an der Besserung des Gesundheitszustandes weiter Dolks- kreise so stark beteiligt wären.

Höher aber noch möchte man die Kultur­arbeit der Deutschen Turnerschaft werten. Sie ist ein Verband, der über der Technik die geistige Seite der Leibesübung nie vergessen hat; sie will vor allem volkserzieherisch wirken und alle ihre Mitglieder auch geistig-seelisch erfassen. Diesem Ziele dienen u. a. die großen volkstümlichen Ver- an^alt mgcn, die in erster L-nie darauf Wert legen, vaterländische Begeisterung bei den Teilnehmern zu wecken, das Gemeinschaftsgefühl zu pflegen und den G danken der Volksgemeinschaft, der Ver­bundenheit mit Volk und Vaterland, zum Siege zu verhelfen. Wenn es der DT. gelungen ist, sich frei von jeder Parteipolitlk zu halten, wenn sie Jahrzehnte hindurch unbeirrt am Ziel deutscher Volkseinheit festhielt, so hat sie damit den Be­weis erbracht, daß bei aller Zerrissenheit in un­serem Volke es doch noch einen Boden gibt, auf dem sich alle Volksgenossen finden können.

Wohl wird das Notjahr 1932 auch viele Ver­eine der DT. in hartem, schwerem Kampf um den Fortbestand sehen. Aber der der DT- eigene starke Wille wird, wenn al'e zusammenstehen, oas Festhalten an den hohen Zielen uni) das Durch­halten in wirtschaftlichen Nöten gewährleisten und dazu beitragen, daß der Gemeinschaftsgeist, der in den Turnvereinen Glieder aller Volksschichten in Eintracht und Einheit zusammenführt, hinüber­gerettet wird in eine hoffentlich nicht zu ferne, bessere Zeit.

Daß die DT. nicht in ängstlichem Zagen und bänglichem Klagen tatenlos der weiteren Entwick­lung entgegensehen, sondern in oft bewährtem Glaubensmut unentwegt ihre vollsverbindende Arbeit in dieser Notzeit weiterführen und den deutschen Volksgedanken hochhalten will, das wird auch die 10 0. große Tagung des hessischen Turnerparlaments bekunden. Die vielen Abgeord­neten aus dem Hessenland, die in unserer <5taöt wie immer herzlich willkommen sind, werden in alter Turner- und Gautreue sich von neuem be­kennen zu ihrem geliebten Verband und zu dessen Arbeit rm Dienste von Volk und Vaterland.

Ein Rückblick.

Am 5. Oktober 1862 trat zu Gießen der erste Turntag unseres Hessengaues zusammen. Der Mittelrheinkreis (Offenbach 1859) und die Deutsche Turnerschaft lKoburg 1860) waren zusammen­geschlossen, zwei Kre sturntage und das 3. Kreis- turnfest waren in Gießen schon zu Gast gewesen, als der jetzige Gau Hessen als einer der 9 Bezirke des Mittelrheinkreises unter der BezeichnungBe­zirk Gießen" mit 21 Vereinen und 2047 Mitglie­dern gebildet wurde.

Nach den ersten 25 Jahren zählt der Gau 27 Vereine mit 2107 Mitgliedern, und auch der innere Ausbau geht nur langsam voran. Die Erfüllung derhöchst gefährlichen Lehre von der Einheit des deutschen Vaterlandes" bedeutete zunächst einen Verlust ideologischer Werbekraft für die Turnerei. Dazu verzögerte sich das innere Zu­sammenwachsen durch Absplitterungsversuche von Wetzlar her durch einenSiegDill-Gau", von Marburg her durch denOberlahngau" und von Gießen her durch denLahn-Wetter-Gau". Fer­ner brachte die Verwaltung in der Form derFest- und Vorortschaft" 20 Jahre lang viel Llnruhe und unnötige Arbeit. Schließlich sehen wir die turne­rische Ausbildungsarbeit unter der Oberleitung von Ehr. R ü b s a m e n, dem Schöpfer und lang­jährigen Organisator der Gießener Jugendfeste, alle Möglichkeiten erschöpfen vom Wanderturn­lehrer bis zur Zusammenfassung in zentralen Dor-

turnerstunden. 1863 hielt der Verband sein erstes volkstümliches Wetturnen in Kloster Arnsburg, aber sein erstesDezirksturnfest" (seit 1877 Gau­turnfest) wagte er erst am 6. Juni 1869 zu Butz­bach, äußerlich zwar klein (25 Wetturner), groß aber, wie berichtet wird, an echter Begeisterung, so daß von da ab das alljährliche Gaufest der turnerische und seelische Höhepunkt im Leben des Gaues wurde. So wuchs der Gau zwar nicht an Ausbreitung wohl aber an innerlicher Vertiefung der turnerischen Arbeit besonders in den Städten. Sie haben sich in dem ersten Abschnitt (1862 bis 1887) zu kraftstrotzenden Zellen turnerischen Le­bens herausgebildet, die sich nur auf das Land zu ergießen brauchten, um auch zahlenmäßig den Gau von Erfolg zu Erfolg zu führen.

Das geschah in den folgenden 25 Jahren (1887 bis 1912). Glänzend bewahrte sich in dieser Erntezeit die Derwaltungsreform von 1882, die anstelle der Vorortschaft einen vom Gauturntag periodisch zu wählenden Gau-Ausschuß von 5 bis 7 Mitgliedern setzte. Ferner wurde zur durch­greifenden Ausbildung der andrängendcn Turner- massen 1893 dem Gauturnwart ein technischer Bei­rat gegeben, in den u. a. auch der jetzige Gau­oberturnwart Wilhelm Will gewählt wurde. Die volkstümliche Gauturnsahrt muhte ab 1911 in die Bezirke aufgeteilt werden; seit 1897 treten Frauen - Abeilungen hinzu, die mit rund 500 Turnerinnen in 15 Vereinen abschließen, und unter dem Einfluß der großen Vorkriegsbewe­gung derJugendpflege" gliederten sich die Ver­eine Jugend- und Schülerabteilungen an. Aus 27 waren 114 Vereine, aus 2107 Mitgliedern 11 600 geworden. Machtvoll konnte der Gau sein 50jäh-

riges Jubiläumsfest 1912 zu Gießen zugleich mit der Weihe des Jahn-Gedenksteines begehen.

Dem dritten Zeitabschnitt (1912 bis 1937) geben bis jetzt der Schrumpfungsprozeß während des Weltkriegs und anschließend der mächtige Auf­schwung der Leibesübungen überhaupt sein beson­deres Gepräge. Dem Zusammenhalt und dem turnerischen Leben des Gaus ist die Gießener Turnerschaft in schwerster Zeit eine außerordent­lich wirksame Stütze gewesen dadurch, daß sie 1915 bis 1920 einfache Gauwetturnen ermöglichte, und erfolgreich durchführte und schon 1925 wieder (zum fünften Male) das Mittelrheinische Kreis­turnfest übernahm. Bei der wachsenden Begeiste­rung unserer Nachkriegs,ugend für Turnen, Spiel und Sport spaltete sich der Jahnsche Turnbegriff wieder in seine verschiedenen Detriebssormen auf und führte damit zu einer Strukturveränderung im Aufbau des Gaues. Zu der regionalen Glie­derung in sechs Bezirke entwickelte sich unter der Mitarbeit eines Stabes sachfreudiger Gauwarte eine Fachgliederung der Gauturnerschast, die ihren Abschluß noch nicht gefunden hat. Die Bezirke selbst aber wuchsen seit 1882 (Dezirksturnwarte) in immer neue Aufgaben des vielseitigen Turn­betriebs (seit 1911 volkstümliche Dezirksfeste, kurz nach dem Weltkrieg die Bezirksgerätewettkampfe alljährlich im Früh ahr, u. a.) und der Verwaltung (seit 1926 Dezirksvertreter) hinein und sind in ihrer bewährten Gautreue eine wertvolle Stütze der Gauleitung. Der Gau organisiert, ähnlich wie im ersten Zeitabschnitt, aufs neue seine Kräfte, die auf 160 Vereine mit 15 000 Mitgliedern ange­wachsen sind. Möge sich die angesammelte Kraft wiederum zum Segen des Ganzen auswirken!

S.Jl.-'fpott

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Die Liga der Spielvereinigung empfängt am morgigen Sonntag auf eigenem Platze wieder einen Gegner aus dem Dillkreis zum Berbandsjpiel. Die Liga-Mannschaft von Frohnhausen ist zu Gast. Eine jener Mannschaften, die den Gießenern schon immer schwer zu schaffen machte, gegen die die 1900er das Vorspiel (mit 3:1) verloren, eine Mannschaft, der es auch gelang, den Tabellenführer Wallau nicht nur im Vorspiel, sondern auch im Rückspiel beide Punkte abzunehmen. Erst am vergangenen Sonntag wurden sie etwas mehr in den Hintergrund ge­drängt und wenn nun am morgigen Sonntag die 1900er das Spiel für sich entscheiden, dann sind sie vom zweiten Platz nicht mehr zu verdrängen. Die Frohnhausener sind schnell, wuchtig, nicht ungeschickt im Spielaufbau, technisch gut durchgebildet, zuwei­len etwas hart, in ihrer Spielanlage typisch für die Spielweise der Mannschaften aus dem Dillkreis. Die 1800er werden unter diesen Voraussetzungen sehr vorsichtig sein müssen, wenn sie nicht eine Nieder­lage hinnehmen wollen, die nach den Ergebnissen gegen Friedberg, gegen Lorsch, nach dem Spiel ge­gen Wallau wie eine kalte Dusche wirken würde. Die 1900er, in ihrer derzeit guten Form sollten einen knappen, aber sicheren Sieg erringen. Die Mannschaft spielt in der Aufstellung des Vorsonn­tags. An Stelle von Dr. Adelberger wird wieder Heilmann treten, Langsdorf spielt wieder als Mittel­läufer.

Die Ligareserve empfängt die I. von Hermann­stein, den aussichtsreichen Bewerber der -^-Klasse des Wetzlarer Bezirks. Das Vorspiel wurde durch ein Selbsttor der Hermannsteiner aus deren Platz mit 1:0 von Gießen gewonnen. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die 3. Mannschaft trägt auf eige­nem Platz ein Gesellschaftsspiel gegen die 1. Mann­schaft von Großen-Buseck aus. Die 4. hat sich in der 2. Mannschaft von Leihgestern einen sehr leistungs- sähigen und gleichzeitig gefährlichen Gegner ver­schrieben. Die 5. tritt gegen Großen-Buseck 2. an.

Iugendspiele.

Der morgige Sonntag bringt ein Lokalderby. Die 1. Jugend der Spielvereinigung steht auf eigenem Platz der 1. Jugend des VfB gegenüber. Zwei an­nähernd gleichstarke Mannschaften kämpfen um den Sieg und um die Punkte. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die 2. Jugend steht, ebenfalls im Verbands­spiel der 3. Jugend gegenüber. Der Vereinszwei­kampf sieht gleichstarke Mannschaften im Feld. Die 1. Schüler fahren nach Lich, um gegen die Schüler des VfR. Lich ein Freundschaftsspiel' auszutragen.

BfB.-Gießen.

Der kommende Sonntag wird von der Liga des VfB. dazu benützt, die Kraft einmal mit einem Ver­treter der 1. Bezirksklasse zu messen Gegner ist die Liga des Sportvereins Wetzlar. Die Grünweißen haben damit einen kampfkräftigen Gegner vor sich. Die 1900er hatten mit dieser Mannschaft bisher nie leicht, sich zu behaupten, den VfBern wird ein Sieg in Wetzlar auch nicht so ohne weiteres beschieden sein. Schon deshalb nicht, weil die VfBer in der letzten Zeit immer wieder jene Geschlossenheit ver­missen ließen, die notwendig ist, um einen Gegner, wie den harten, ausdauernden, schnellen Wetzlarern erfolgreich Widerstand bieten zu können. Vor allem dürfen die Wetzlarer nicht einen Augenblick unter­schätzt werden. Die VfBer werden der draufgänge­rischen Art der Gastgeber alle verfügbaren ideellen und körperlichen Reserven gegenüberstellen müssen.

Der Ausgang des Kampfes ist offen, gleichzeitig aber ist das Ergebnis ein vergleichender Maßstab für das, was man von der DfB.-Mannschaft den Vereinen der 1. Bezirksklasse gegenüber für die kommende Saison zu erhoffen hat. Die Gießener fahren mit Balser, Singel, Hetzel; Fehling, Kreß I., Lehrmund, Haupt; Fenster," Seipel (ein neuer Mann!) Leutheuser, Ritter. Interessant wird es fein, zu erfahren, ob der neue Mittelstürmer der Mann­schaft der fehlende Führer sein wird.

Die 2. und die 3. Mannschaft sind spielfrei. Die 1. Jugend tritt zum fälligen Verbandsspiel auf dem 1900er Platz an Die 2. Jugend hat sich die 1. Ju­gend von Klein-Linden verschrieben, die erst am ver­gangenen Sonntag bewiesen hat, daß sie zu spielen versteht. Die 1. Schülermannschaft trägt in Wieseck gegen die 1. Schüler ein Diplomspiel aus.

Handball im VfB.

Am Sonntagoormittag weilt die 1. Handball­mannschaft des Turnvereins Lich auf dem Wald­sportplatz zu Gast und tritt der Handballmannschaft des VfB. gegenüber. Die Spielstärke der Licher ist wenig bekannt. Das sollte aber fein Grund für die Platzbesitzer sein, die Turner von vornherein zu un­terschätzen. Die VfBer sollte man auf eigenem Platz als Sieger erwarten dürfen.

Leichtathletik der Gp.-Bg. 1900.

VereinsWaldlaufmeisterfchaflen.

Die 1900er führen morgen erstmalig Vereins- Waldlaufmeisterschaften durch. Es wird in zwei aktiven (10 und 5 Kilometer) und zwei Jugend- Klassen (3 und 1,5 Kilometer) gestartet, und zwar wird jeweils nur das Philosophenwald-Rund durchlaufen, wodurch man stets über den Stand der Rennen im Bilde ist. Das Hauptinteresse dürfte sich auf die Äktiven konzentrieren. Lieber 10 Kilometer treten an: Gerhardt, Schaaf, Peters, Reih, Koch, Gust und Deck. Llm den ersten Platz steht ein Duell Gerhardt Schaaf bevor. Peters wird sich den dritten Platz nicht nehmen lassen. Einen scharfen Kampf wird es auch geben zwischen dem diesjährigen Batail­lons-Waldlaufmeister Reitz (3. Komp. J.°R. 15) und Gust. K o ch. Für die 5 Kilometer liegen zehn Meldungen vor. Es dürften Depperling, Wörenkämper, Jung, Kunert und Günther in der Spitze zu finden sein. Für die Deurteilung der Läufe der Jugendklasse liegen keine Anhaltspunkte vor.

Tisch-Tennis der Sp.-Vg. 4900.

Am morgigen Sonntag trägt 1900s erste Mann­schaft ein weiteres Turnier aus. Sie empfängt den Tischtennis-ClubRot-Weih" Friedberg. Die Gäste verfügen über eine ausgeglichene Mann­schaft mit viel Spielerfahrung. Die 1900er ha­ben bisher zwei Turniere siegreich bestritten und gehen auch diesmal nicht ohne Aussichten ins Treffen.

Um die Süddeutsche Meisterschaft des Arbeiter-Tum- und Sportbundes.

Auf dem Waldsportplatz des DfD. Gießen findet am morgigen Sonntag das D o r - Ent­scheidungsspiel um die Süddeutsche Ver­bands-Meisterschaft im Arbeiter-Turn- und Sportbund statt. Die Gegner sind Naunheim I (9. Kreis) undKickers" Ludwigshafen (10. Kreis). Zum ersten Male in der Geschichte des 9. Kreises gelang es einem Vertreter des 3. Bezirkes, ver­

dient die Meisterschaft des Kreises zu erringen. Gespannt sieht man nun dem bevorstehenden Treffen entgegen. Naunheim (zum erstenmal die Interessen eines Kreises vertretend) wird in seinem Gegner keinen Neuling auf diesem Gebiete vorfinden. Ludwigshafen war schon vor etlichen Jahren einmal Meister des 10. Kreises und trat bei den Meisterschaftsspielen in Erscheinung. Die Mannschaften spielen in folgender Aufstellung:

Naunheim: Becker; Bernhardt, Dockter; Kern, Bernhardt, Bill; Bill, Hartert, Bill, Schäfer, Keusch.

Ludwigshafen: Herrmann; Stümpert, Knoch; Lützel, Nunn, Mayer; Fichtel, Drechsler, Bitsch, Lisch, Wilding.

Naunheim stellt eine ausgeglichene Mannschaft ins Feld, deren Hauptstärke ein schneller, schuß- freudiger Sturm ist. Die Läuferreihe steht den Stürmern nicht nach, Pflegt energische Zerstö­rungsarbeit und vergißt auch den Spielaufbau nicht. Die Verteidigung ist manchmal etwas un­sicher; der Schlußmann aber wieder sehr gut.

Ludwigshafen hat mehr Erfahrung in Meister­schaftsspielen für sich, in der Mannschaft selbst jedoch keine überragenden Kräfte. Nur die Ver­teidigung und der Schlußmann sollen schwer zu nehmende Hindernisse darstellen. Beide Mann­schaften sind sehr eifrig, wenn es sein muh, auch hart. Eine Voraussage über den Sieger aus diesem Treffen ist bei diesen Voraussetzungen nicht möglich. -*

Bundesvorstandssihungder^a-fahrer.

Der Bundesvorstand des Radfahrerbundes von 1922 hielt in diesen Tagen in Gambach eine Sitzung ab. Zunächst wurden die radsportlichen Veranstaltungen für das Jahr 1932 festgelegt. Am 5. Mai soll in Gambach ein S a a l s p o r t f e st stattfinden. Zur Vorführung gelangen dabei 4er, 6er und 8er Kunst- und Schulreigen sowie einige Radballspiele. Mit dieser Veranstaltung soll auch die Bundeswanderfahrt des Radfahrerbundes 1922 verbunden werden. Das Meisterschaftsren­nen wurde dem Radfahrerverein Anspach über­tragen und das Bundesfest organisiert der Rad­fahrervereinTeutonia" Wölfersheim.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Schauspielhaus. Sonntag, 6.März, 15 bis 18.30 Uhr: Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand. 20.30 bis,23 Uhr: Jim und Jill. Montag, 7. März, 20 bis nach 23 Uhr: Tor­quato Tafso. Dienstag, 8. März, 20 bis gegen 22.30 Uhr: Caramba! oder Dolores und die Paral­lelen. Mittwoch, 9. März, 19 bis nach 23 Uhr: Wallenstein. Donnerstag, 10. März, und Frei- tag, 11. März, von 20 bis^ gegen 22.30 Uhr: Ca­ramba! oder Dolores und die Parallelen. Samstag, 12. März, 15 bis 18.30 Uhr: Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand. 20.30 bis gegen 23 Uhr: Caramba! oder Dolores und die Parallelen. Sonntag, 13. März, 15.30 bis gegen 18.30 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. bis gegen 22.30 Uhr: Caramba! oder Dolores und die Parallelen.

Opernhaus. Sonntag, 6. März, 15 bis 18 Uhr: Im weißen Röhl. 20 bis 22.30 Uhr: Rigoletto. Montag, 7. März, 19.30 bis 22.30 Uhr: Der Frei-- fchütz. Dienstag, 8. März, 19.30 bis gegen 23 Uhr: Aida. Mittwoch, 9. März, 20 bis 23 Uhr: Im weißen Röhl. Donnerstag, 10. März, 20 bis 22.30 Uhr: Rigoletto. Freitag, 11. März, 20 bis 23 Uhr: Im weißen Rößl. Samstag, 12. März, 18.30 bis 23 Uhr: Lohengrin. Sonntag, 13. März, 15 bis 18 Uhr: Im weißen Rößl. 20 bis 23 Uhr: Im weißen Rößl.

Brieftaften der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Nr. 42 299. Beitragserstattungen der Reichs­versicherungsanstalt in Berlin erfolgen auf Grund des § 62 des Angestellten-Dersicherungsgesehes dann, wenn eine Versicherte nach Ablauf der Wartezeit für das Ruhegeld heiratet und binnen drei Jahren nach der Verheiratung aus der ver­sicherungspflichtigen Beschäftigung ausscheidet. Diese Vorschriften gelten auch für Versicherte, die durch Eintritt in eine Schwesternschaft ober religiöse Gemeinschaft aus der Versicherungs­pflicht ausscheiden und sich nicht freiwillig weiter­versichern. Eine gleiche oder ähnliche Bestimmung, wie § 62 des Angestellten-Versicherungsgesehes vorsieht, kennt das Jnvaliden-Verficherungsgesetz nicht. Wenn Sie.die Versicherung Ihrer Ehefrau durch freiwillige Beitragsleistung nicht aufleben lassen (vergl. § 1283 der Reichsversicherungs­ordnung), sind die für die Zeit von 1912 bis 1. Oktober 1921 geleisteten Invalidenversicherungs- Beiträge verfallen.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Deutscher, lerne auf einem deutschen Schiff da- Ausland kennen! Mancher verspürt heute mehr denn je die Notwendigkeit, einmal auszuspannen. Eine Seereise bringt unbedingt Erholung. Cs ist möglich, mit einem deutschen Schiff das Mittel­meer und das Nordland zu bereisen, so daß das gesamte Geld, welches aufgewendet wird für Beförderung, Verpflegung und Wohnung, durch die Zahlung an die deutschen Reedereien der deutschen Volkswirtschaft verbleibt. 1772V

Im Frühjahr dieses Jahres veranstaltet die Hainburg-Südamerikanlsche Dampfschiffahrts-Ge­sellschaft in der Zeit vom 18. März bis 13. Juni mit dem modernen M/S.Monte Rosa" wieder ihre beliebten billigen Mittelmeerreisen. Aus­landreisen sollte man nur auf einem deutschen Schiff unternehmen; denn Reisen auf einem beut* schen Schiff sind Reisen auf deutschem Boden!

Rekordleistung des Fahrrad-Motors. An der Winterzielfahrt des Deutschen Motorradfahrer­verbandes nach Berlin beteiligte sich auch eine Mannschaft von sechs FahMrn auf Fahrrad mit Sachs-Motor. Die Strecke, etwa 1050 Kilometer lang, entsprach etwa der Entfernung zwischen Hamburg und Genua und wurde von sämtlichen sechs Fahrern in 32 Stunden reiner Fahrtzeit ohne Zwischenfälle zurückgelegt. Der Sachs-Mo- tor, ein Kleinmotor der Fichtel & Sachs-Werke, Schweinfurt, von nur 75 ccm, der ins Fahrrad eingebaut wird, hat damit eine Leistung voll­bracht, die man bisher nicht für möglich hielt._________________________________ 1774V

Senkung des Schulgeldes an de: Kunstgewerbe­schule dec Technischen Lehranstalten Offenbach a. M. Das Hessische Kultusministerium hat verfügt, daß die Schulgeldsätze der Kunstgewerbefchule Offenbach a. M. fast um die Hälfte des bis­herigen Betrages herabgesetzt wurden. Lieber eine Herabsetzung der Schulgeldsätze der beiden andern Abteilungen der Technischen Lehranstalten Offenbach a. M , der Höheren Bauschule und der Maschinenbauschule schweben noch Verhand­lungen. 1788V