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Hindenburg und das Ausland.

Eine Glimme aus Schweden.

Stockholm, 4. gebt. (CAD.) Anläßlich der Bildung des Sahmschen Hindenburg.Ausschusses und der vielen Sonderbestrebungen im Hinblick auf die Rcichspräsidenten-Reuwahl schreibt das kon­servativeSvenska Dagbladet":

Außerhalb der Grenzen Deutschlands erscheint es vollständig unfaßbar, daß man in irgendeinem Lager des Landes blind für den unschätzbaren Besitz sein kann, den das deutsche Dolk und das Deutsche Reich in der Person Hindenburgs hat. Als seine Kan­didatur zuerst 1925 auf tauchte und damals sehr umstritten war, schrieben wir, daß Hindenburgs Wahl zum Reichspräsidenten Deutschlands wiedergewonnenes Selb st vertrauen bedeuten und daß sie Achtung und Ver­trauen außerhalb Deutschlands schaffen würde. Jetzt läßt sich mit ebenso großer Sicherheit sagen, daß eine nationale Zer­splitterung, die nicht einmal vor Hindenburgs heroischer Pflichterfüllung und seiner noch heute für Deutschland erweislichen Bedeutung Halt macht, allem, was deutsch ist, eine schwere Riederlage bedeuten würde.

Washington und Hindenburg.

Eine historische Parallele.

Heidelberg, 5. Febr. (WSN.) In der Reihe der deutschen Washington-Feiern fand in der Aula der Neuen Universität in Heidelberg vor geladenem Publikum die erste Gedächtnis-Kundgebung statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vor­trag von Prof. Dr. Carl Wittke von der Ohio- Universität in Columbus (USA.), der

nach einer eingehenden Schilderung des Werde­ganges und der Bedeutung von George Washington für das amerikanische Volk einen Vergleich zwischen Washington und 5) t no en « bürg zog. In Amerika werde dem greisen Reichs­präsidenten eine fast er ft a u n I i d) e 23 er ehrung entgegengebracht. Das Ansehen und die Achtung, die er im Auslande genieße, seien u n - übertroffen und unbe st ritten. Vielleicht mehr als in Deutschland, wo die Lelden- chaften der innenpolitischen und des wirtschaftlichen Kampfes den Blick trüben, gelte in Amerika die überragende Gestalt Hindenburas als die Ver- korperung des wahrhaft Deutschen in des Wortes bestem Sinne. Nach einer ungewöhn- licken Karriere, verschieden, aber auch wieder voller Ähnlichkeit mit dem militärischen Führer im ame rikanischen Unabhängigkeitskrieg und Amerikas ersten Präsidenten habe auch Paul o. Hindenburg sich einen Platz in der Geschichte und in den Herzen seines Volkes zu erwerben gewußt, so daß auch für ihn die Worte gelten, die einst bei Wa­shingtons Tode gesprochen wurden:Der erste im Kriege, der erste im Frieden, und der erste In den Herzen seiner Mitbürger."

Die Aktion desHindenburgausschuffes.

Berlin, 4.Jebr. (MTV.) Der hindenburgous. schuß teilt mit: Rach den bisherigen Feststellungen haben sich am ersten und zweiten Linzeichnungstage für die Dolkskandidalur Hindenburgs insgesamt 2 7 7 OOO Personen eingetragen, davon in Berlin insgesamt 63 000. Bisher liegt weder das Ergebnis des ersten, noch des zweiten Einzeichnungstages vollständig vor.

Oie Einbürgerung Hitlers.

Oie Aktion Or. Fricks nicht perfekt geworden.

m ü n ch e n, 4. Jebt. (OB.) von der V r esse­st e l l e d e r R s D A P. und Dr. F r i ck wird noch­mals auf das bestimmteste versichert, daß die Er­nennung Hitlers zum thüringischen Beamten und damit seine Einbürgerung als Staatsangehöriger des Deutschen Reiches nicht perfekt gewor­den sei. Als Hiller von den Bemühungen Dr. Fricks gehört habe, sei ihm der eingeschla­gene Weg überaus peinlich gewesen und et habe dringend ersucht, die Schritte wieder rückgängig zu machen, was dann auch ge­schehen sei.

Oos Gutachten des Reichsinnenministeriums.

Eine etwa erfolgte Ernennung rechtsu« wirksam.

Berlin, 5. 3an. (CRB.) Der Reichs­innenminister Groener hat noch gestern abend dem Reichskanzler ein Gutachten zugehen lassen, das zu den Dokumenten der thüringischen Regierung zur Frage der Einbürge­rung Adolf Hitlers Stellung nimmt.

Das Reichsinnenministerium steht auf dem Standpunkt, daß, wenn eine Ernennung durch den damaligen Minister Frick in der von den beiden Beamten geschilderten Weise erfolgt wäre, zweifellos der ganze Vorgang rechts­unwirksam sei. Es würde sich, falls Mi­nister Frick die Urkunde vollzogen hätte, um eine Scheinernennung gehandelt haben, da weder der Ernennende noch der Er­nannte die Abs'icht gehabt hätten, die Deamteneigenschaft herzustellen.

Wie weiter verlautet, ist nach Kenntnis des Reichsinnenministeriums irgendein Antrag auf Einbürgerung nicht gestellt wor­den. Ein derartiger AntragVe zunächst beidenzustLndigenLandesbehörden

eingebracht werden. Das betreffende Land müßte dann, falls es selbst mit der Einbürgerung ein­verstanden ist, beim Reichsinnenministerium so­genannte Fragebogen einreichen, die alsdann den anderen Ländern mitgeteilt wür­den. Falls von irgendeiner Seite Einspruch er­hoben würde, müßten sich die beiden Läirder mit­einander in Verbindung sehen, um die von dem einen Land vorgebrachten Bedenken auszuräu- men. Erfolgt auch das nicht, so muh sich der Rtzichsrat mit der Angelegenheit befassen.

Protest der nationalsozialistischen Jührertaaung.

München, 4. Febr. (TU.) Die Rational- sozialistische Parteikorrespondenz veröffentlicht eine Entschließung der Reichsführer­tagung der R SD AP. in der es heißt:

Die heute in München zur Reichsführertagung vollzählig versammelten Mitglieder der Reichs­leitung, sämtliche Gauleiter sowie Reichstags­und Landtagsabgeordnete haben mit Ent­rüstung Kenntnis genommen von den sich immer mehr häufenden verfassungs­widrigen Un t e r d rück u n g sm n ah- men gegen die RSDAP. Diese Unterdrückungs­maßnahmen können in der Zeit jetzt beginnender Wahlkämpfe um Reichspräsidentenschaft und Land­tag selbst nicht mehr durch Artikel 48 der Reichs­verfassung gedeckt werden, da der die Wahl- freiheit gewährtet st endeArtikel 12 5 der Reichs Verfassung auch nicht vor­übergehend durch Artikel 48 außer Kraft gesetzt werden kann.

Weiter gibt die heutige Führertagung der RSDAP. aufs neue ihrer Empörung darüber Ausdruck, daß die wiederholt durch feierliche Protesterklärungen und lieber* reichung von einwandfreiem Material zur Kennt­nis der Regierung gebrachte marxistische Mordseuche in verstärktem Maße weiterwütet. Die Versammlung stellt vor der ganzen Ration feierlich fest, daß sich damit die zuständigen Regierungsstellen im Reich und in den Ländern mit einer ungeheueren Verant­wortung vor dem deutschen Volke beloben haben."

Zusammenarbeit der christlichen Konfessionen. DerParitätische Ausgleichsaus­schuß", eine vom Kirche.chräs de: te r Dr. Bähr- Kassel und dem Reia)stagsaogeord- neten Joos geleitete evangelisch-katholische Ar­beitsgemeinschaft, die ohne kirchliche und partei­politische Bindung bei Grenz- und Streitfragen zwischen den beiden christlichen Bekenntnissen a l s ausgleichende Stelle dienen will, hielt seine Hauptversammlung in Berlin ab. Die ein­gehenden Beratungen galten u. a. der Pari- tätsfrage, die an Hand von Referaten von llniversitätsprofessor D. Muler-Kiel, Amts­gerichtsrat i. R. Dr. Lohmann-Weilburg, Reichs­minister a. D. Dr. Bell, M. d.R., und Frau Oberin D. v. Tiling, M. d. R., Berlin, erörtert wurden. Hier sollen zunächst die für die weitere Behandlung notwendigen objektiven Unterlagen be­schafft werden. Auch bei der aktuellen Frage des Schulabbaues wurden gemeinsame Schritte verabredet. Die Siedlungsfrage wurde im Beisein von Vertretern des evangelischen und katholischen Siedlungsdienstes behandelt. Gegen­über der Freidenker- und Gottlosen­bewegung wurde die Rotwendigkeit e n g st e r gegenseitiger Fühlung aller posi­tiven christlichen Kräfte betont. Zur Geburtenfrage wurde eine Entschließung angenommen, worin der Ausschuß u. a. fordert, daß in der Gesetzgebung Strafbestimmungen gegen die Abtreibung aufrechterhalten bleiben, daß die soziale und die eugenische Indikation als Straf­ausschließungsgrund nicht in die Gesetzgebung ausgenommen werden und daß der öffentliche Vertrieb und die öffentliche Anpreisung von Verhütungsmitteln verboten bleiben.

OerZentrumsführerOr.Heß gestorben

Berlin, 4. Febr. (WTB.) Der Vorsitzende der preußischen Zentrumsfraktion Dr. Heß ist im St. Rorbert-Krankenhaus soeben verschieden. Dr. Heß hatte sich vor einiger Zeit ein Dein ampu­tieren lassen müssen und befand sich bereits auf dem Wege der Besserung, als ihn eine Grippe befiehl, die durch eine Lungen- und eine Rippen­

fellentzündung kompliziert wurde. Dr. Heß, der als einer der besten Redner im Preußischen Land­tag das Ohr aller Parteien hatte, stand erst im 54. Lebensjahr. Er war in Köln geboren und widmete sich dem Schulwesen als Schulrat und späterer Leiter der Schulen- und Kirchenabteilung bei der Regierung in Koblenz. In parlamen­tarischen Kreisen wird der beachtliche Ein­fluß hervorgehoben, den Dr. Heß nicht nur innerhalb der Koalition mit den So­zialdemokraten, sondern auch gegenüber Der Regierung Braun gewinnen konnte. Hetz war eine feste Stütze der Weimarer Koalition.

Heiteres aus dem Sklarek-prozeß.

Berlin, 4. Febr. (TU.) In der Donnerstag- sihung im Sklarek-Prozeh wurden die den Skla- reks zur Last gelegten Konkursdelikte er­örtert. Dabei wurde festgestellt, daß die Bi­lanzen in den Jahren 19241928 vollständig falsch waren und feinen Zusammen­hang mit den Geschäftsbüchern hatten. Die Bankschulden wurden in die Bilanzen nicht vollständig ausgenommen. 1928 war bei den Skla- reks eine llnterbilanz von 5 Millionen vorhanden, aber auch hier wies die Bilanz einen Gewinn von 200 000 Mark auf.

Als hierbei Leo Sklarek wieder davon sprach, daß sie keine Betrüger feien und sie ihren Frauen nichts übereignet hätten, kam es zu einer hei­teren Rede und Gegenrede zwischen Leo Skla - r e k und dem Vorsitzenden, Amtsgerichtsrat K e fi­ne r. Dors.:Und wem gehört Ihre Woh­nung?" Leo Sklarek (sehr kleinlaut):Die ge­hört allerdings meiner Frau. Aber ich erinnere nur an unsere Pferde." Dors.:Don Pferden verstehe ich nichts." Leo Sklarek:Dafür verstehen Sie um s o mehr von anderen ®a chen Herr Vorsitzender, Sie könnten doch General­direktor eines großen Konzerns sein." Dors.: Ich fühle mich aber hier Wohle r. Leo Skla­rek:Wenn statt unserem Bruder Max Sie die Führung der Sklarekschen Geschäfte 1 gehabt hätten, dann hätten wir jährlich an dem Monopolvertrag 20 Millionen verdient. Dors.:Wir sind hier nicht dazu da, um uns

gegenseitig Komplimente zu sagen. Ich will Si> 'ver einmal fragen, wie war es denn mit Ihrem ^alon? Hat den nicht bei der Zwangs­versteigerung eine Hausangestellte er­warb e n?" Leo Sklarek:Die hatte, glaube ich, reiche Verwandte." Vors.:Und die reichen Ver­wandten ließen sie in Stellung gehen." Leo Skla­rek:Das kommt mir jetzt wirklich auch recht eigenartig vor."

Der Vorsitzende wandte sich dann schließlich an Willi Sklarek und fragte:Wissen Sie, was Debitoren sind?" Willi Sklarek antwortet hier­aus sehr stolz:Jawohl, Herr Vorsitzender. Das haben Sie mir neulich erst erklär t. Oie Enteignung der Jesuiten in Spanien.

Madrid, 5. Febr. (TU.) In der Kammer rich­teten die Agrarier und Basken an die Re­gierung eine Anfrage über die Auflösung des Je« suitenordens und besonders über die entschädi­gungslose Enteignung der Ordens­güter. Die Stimmung war von Anfang an sehr erregt. Zu stürmischen Szenen kam es, als der radikalsozialistische Justizminister A l b o r n o z die Verteidigung des Dekrets gegen die Jesuiten be­gann. Besonders bemerkenswert waren seine Erklä­rungen über die Enteignung, die in dem Satz gipfel­ten:Die Gesellschaft Jesus ist aufgelöst: eine nichtbestehende Gesellschaft kann kein Eigentum haben." Die Einwürfe der katholischen Parteien der Kammer wurden durch die radikal- sozialistische und sozialdemokratische Mehrheit nie­dergeschrien. Nur mit Mühe konnte der Kam­merpräsident Handgreiflichkeiten verhindern. Der Lärm wurde erst beendet, als eine Entschlie­ßung der Mehrheitsparteien eingebracht wurde, daß die ganze Frage verfassungsmäßig b e - r e i t s festgelegt sei und daß sich damit jede weitere Aussprache erübrige. Der An­trag wurde gegen die 45 Stimmen der Katholiken angenommen. Die Jesuiten haben mit Ablauf des Mittwoch ihr gesamtes Eigentum dem Staat wider­standslos übergeben und zum größten Teil das Land verlassen.

Kleine politische Nachrichten.

Der staatsparteiliche Abgeordnete Schreiber hat im Hessischen Landtag einen Antrag eingebracht, in dem die Regierung aufgefordert wird, dafür einzutreten, daß die Reichs- reform im Sinne des dezentralisier- t e n Einheitsstaates durchgeführt wird. Falls diese Initiative sehlschlaoen sollte, soll die Regierung mit den Rachbarlandern aus die Schaffung eines besonderen Reichsgebietes im Rhein-Main-Gebiet Einarbeiten.

Die Frist zur Einreichung von Dor­sch! ag e n für das R e i ch S e h r e n m a l bei Berka ist am 1. Februar ab gelaufen. Die Zahl der eingegangenen Entwürfe ist überaus groß. Das Preisgericht wird voraussichtlich An­fang März zusammentreten.

Im Berliner Kurfürstendammprozeß beantragten die Anklagevertreter u. a. gegen Graf Helldorf wegen einfachen Landfriedens­bruches in Tateinheit mit Aufreizung zum Klassen­kampf zwei Jahre Gefängnis, gegen den Stabschef Ernst und den Jundstahlhelmführer Brandt je 1% Jahre Gefängnis sowie gegen diese und zwei weitere Angeklagte Haftbefehl.

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Der Ständige Internationale Gerichts- h o f hat im Danzig-polnischen Minderheiten­streit in Uebereinftimmung rr.it dem von der Freien Stadt Danzig vertretenen Standpunkt ent­schieden, daß die Danziger Gesetze und die Danziger Verfassung als Rechtsgrundlage für die Beantwortung der vorliegenden Frage in Betracht komme. Er hat ferner die, vvlnische These bezgl. des von Polen vorgebrachten Anspruches auf Gleichbehandlung polnischer Staats- angehöriger und anderer fremder Staatsan­gehöriger polnischer Abstammung im Gebiete der Freien Stadt Danzig mit Danziger Staatsange­hörigen der deutschen Majorität z u r ü ck ge­rn i e s e n.

Mehrere französische Industrielle aus dem ehemaligen Kampfgebiet, die sich wiederholt um Steuernachlässe bemühten, haben nun­mehr beschlossen, falls ihnen binnen eines Monats feine Erleichterungen gewährt werden, jegliche Steuerzahlung zu verweigern und ihre Be­triebe zu schließen.

Unterstaatssekretär Mills ist als Nachfolger Mellons zum amerikanischen Schatzamtssekretär ernannt worden. Mellon übernimmt an Stelle des Generals Dawes den Botschafterposten in London.

Aus aller Welt.

Die Zersehungsversuche bei der Reichswehr.

Zu den gestern vom Berliner Polizeipräsidenten gemeldeten Verhaftungen wegen Zersetzungs­versuchen bei der Reichswehr erfahren wir aus dem Reichswehrministerium, daß die kommunistischen Zersetzungsversuche in keinem Falle einen Erfolg gehabt haben. Bei dem Soldaten, der in einem Caiä mit einem Kommunisten zusammen- gewesen ist, handelt es sich um den Mann, der die erste Anzeige erstattet hat und dessen Zu­sammentreffen mit dem Kommunisten mit der Polizei zum Zwecke der Festnahme verabredet war.

Das Wrack des U-BootesM 2" gefunden.

Rach achttägigem Suchen ist das Wrack des UnterseebootesM 2 in der Rächt zum Don­nerstag 5,8 Seemeilen vom Leuchtturm Portland Dill entfernt aufgesunden worden. Es liegt in der Rähe von vier Wracks, die schon in den ersten Tagen des Suchens festgestellt wor­den waren und etwa an der Stelle, an der der Kapitän des Dampfers, Thnesider, das 11-Boot hatte tauchen sehen und an der späterhin zwei Signalflaggen gefunden wurden. Die Entdeckung erfolgte durch die Unterwas- serschallapparate des Unterscebootsab- wehrfahrzeuges .Torrid". Als die Suchleinen auf ein Hindernis auf dem Meeresgründe stießen, wurden Taucher abgeseht, die bald darauf melden konnten, daß manM 2 gefunden habe. Wäh­rend der Rächt haben die Taucher weitere Fest­stellungen über die Lagö des Wracks vorgenom­men. Der gesamte Park an Hebefahrzeugen in Portsmou h ist alarmiert und soll die Hebearbeiten sofort beginnen, sobald der Befehl der Admirali­

tät hierzu einläuft. Fachkreise nehmen an, daß! der Derlust des H-Bootes höchstwahrscheinlich durch eine Wasserst offexplosion der Akkumulatoren erfolgt ist. Das Wrack des H-DootesM 2 liegt, wie die Blätter melden, Seite an Seite mit einem während des Krieges gesunkenen deutschen 11 - D o o t und einer britischen 11 - D o o t f a 11 e, einem sogenannten Qu-Doot.

8 Tote bei einem Flugzeugunglück bei Los Angeles.

In den Tehachapi.Bcrgen nördlich der Stadt Los Angeles wurden die Ueberreste eines seit einer Woche vermißten Pas sa gier- flugzeuges entdeckt. Der Pilot und die sieben Passagiere wurden als verkohlte Leichen aufgefunden.

Das falsche Etikett.

Auf einem Kopenhagener Müllabladeplatz ereignete sich ein furchtbares Giftdrama. Einige Müllarbeiter und ein Kutschet fandenFlaschen im Müll, deren Inhalt sie für Likör hiel - ten und au stranfen. Kurz darauf traten bei den Leuten schwere Veraiftungserschei- nungen auf. Ein Arbeiter starb, zwei liegen tn hoffnungslosem Zustand im Krankenhaus. Es Han- beit sich um Flaschen, die das Etikett einer Likörfirma trugen, jedoch miteinemOiftftoff gefüllt waren. Die Flaschen waren von einer kleinen Farbenfabrik gekauft und anscheinend mit Probelösungen gefüllt worden, die man j^äter fort­warf. Man nimmt an, daß vielleicht noch mehr Leute, vor allem Arbeitslose, die den Abladeplatz aufsuchten, aus den Flaschen getrunken haben.

Eine internationale Schwindlerbande festgenommen.

Einer internationalen Schwindlerbande ist in Wien das Handwerk gelegt worden. Die Mit­glieder der Bande trieben sich in Deutschland, Oesterreich und anderen europäischen Staaten herum und machten Geschäfte auf Grund von Empfehlungsschreiben, die sie bei Ge­sandtschaften, Konsulaten und Handelskammern mit falschen Dokumenten erschwin­delt hatten. Ohne je gedient zu haben, traten sie mit diesen Papieren als schwerkriegs­beschädigte Offiziere auf und setzten zu Ueberpreisen u. a. Bleistifte ab. Der Schwindel ging so glänzend, daß die Bande ihre Tätigkeit in den letzten zwei Jahren sogar in zahl­reiche nord- und südamerikanische Staaten verlegte. Wie riesig die Summen waren, die sie einheimsten, geht daraus hervor, daß die Schwindler in einem Falle allein 17 000 Schilling erbeuteten. Run konnten fünf Mit­glieder der Bande festgenommen werden.

Fevergefecht zwischen Einbrechern und Landjägern.

Zu einem nächtlichen Gesucht kam es zwischen Einbrechern und Landjägern am Dienstagabend in der Rähe von Tribsees (Pommern). Zwei Landjäger bemerkten ein anscheinend mit einer Panne im Sommerweg stehendes Auto. Als die Landjäger nach den Ursachen des Aufenthaltes forschen wollten, zogen der Wagenführer und ein Wageninsasse ihre Pistolen und feuerten auf die Beamten, die Deckung hinter dem eigenen Wagen suchten und das Feuer erwiderten. Rach- dem die Landjäger ihre Munition verschossen hat­ten, gelang es ihnen, sich mit ihrem Wagen, trotz­dem die Reifen zerschossen und auch der Kühler durch Kugeln beschädigt worden war, in Sicher­heit zu bringen. Als die herbeigeeilte Derstärkung an den Tatort kam. war das fremde Auto ver­schwunden. In der Rächt darauf wurde der Wagen kurz vor R o st o ck a u f de r C h a u f s e e aufgefunden. Die von der Rostocker Krimi nalpolizei auf genommenen Rachforschungen haben zur Derhaftung von vier verdächtigen Män­nern geführt. Bei den Derhafteten wurden zwei Reunmillimeter-Armeepistolen. eine Mauser­pistole, und etwa 450 Mark Bargeld gefunden. Der Wagen trägt das Kennzeichen aus Raum­burg a. d. S.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Durch die Bewegung der finnländischen Stö­rung nach Rußland hin hat ein Kaltlufteinbruch stattgefunden, der die Ostsee, Polen und Ost­deutschland berührt. Aber auch das von Island nach dem Mittelmeer gehende Hoch hat sich jetzt östlich nach Skandinavien gedreht und baut über Schweden einen Hochdruckkern auf. Somit wird Zufuhr kälterer Luft geschaffen, die auch über Mittel- und Westdeutschland an Raum gewinnt und zu Temperaturrückgang führen wird.

Aussichten für Samstag: Dunstig und wechselnd wolkig, dabei zeitweise auch Bewöl­kungsrückgang, kälter, vereinzelt geringe Rieder­schlage, zum Teil als Schnee.

Aussichten für Sonntag: Rachtsrost- gefahr und vielfach dunstig und wolkig.

Lufttemperaturen. Am 4. Februar: mittags 5,4, abends 4,8; am 5. Februar: morgens 4,5; Maxi» mum 7,1, Minimum 3,6 Grad Celsius. Erdtem­peraturen in 10 cm Tiefe. Am 4. Februar: abenbf 3,4; am 5. Februar: morgens 3,2 Grad Celsius.