Ausgabe 
3.10.1932 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

deutschen Volk mit Stolz diesen Tag und wünsche dem Reichspräsidenten, daß er noch lange Zeit mit kluger und fester Hand die Geschicke Deutschlands lenken möge. 3n ähnlicher Weise wurde auf den im Hafen S Kriegsschiffen, die über die Toppen

hatten, durch Ansprachen der Komman- 4 Tages gedacht. Ein militärisches Platz­konzert im Schloßgarten am Rachmittag bildete den Abschluß der Feiern.

Hindenburgs Gebuttstagsgabe.

Berlin, 1. Okt. (WTD.) Wie alljährlich seit fünf Jahren hat der Herr Reichspräsident an seirrem diesjährigen Geburtstag wiederum zahlreichen schwer notle i d e n d « n Kriegsbeschädigten, Kriegshinter­bliebenen und Veteranen eine Freude bereitet. Fast 3000 Angehörigen dieser Personen­kreise lieh er je 150 Mark aus der Hindenburg- spende auSzahten. Damit steigt die bisherige Unterstützungsleistung der Hindenburgspende mir fast 6 Millionen Mark.

England huldigt -erpersönlichkeitHindenburgs

London, 3. Sept. (WTD. Funkspruch.) Morning-Post" schreibt in einem ausführ­lichen Aufsatz -um 8 5. Geburtstag des Reichspräsidenten: Hindenburgs Be­liebtheit sei nicht auf irgendwelche ungewohn- liche Fähigkeiten auf militärischem oder politi­schem Gebiet zurück-uführen, sondern auf seine Persönlichkeit. Er sei ein seltenes Bei­spiel für den Zauber, der die bloße E h a r a k - > ter stärke auf die Gemüter der Menschen auS- üben kann.

Der Berliner Korrespondent der .Times sagt: Die Aufsätze der führenden Blätter geben |

den Eindruck, daß die Hochachtung un dB e- wunderung für den Präsidenten, die Treue zu ihm und das Vertrauen in ihn tiefer wurzeln denn je, und daß eS nie­mals so stark empfunden worden ist, wie sehr die Ration seiner bebarf.

Italienische (Stimmen.

Rom, 1. Olt (TU-) Am Vorabend des 85. Geburtstages des Reichspräsidenten bringen die italienischen Blätter ausführliche und warm gehaltene Artikel über den Generalfeldmarschalt DieT r i b u n a schildert eingehend das Um- gehungsmanöver in der Schlacht von Tannenberg und meint, all« Militärkritiker stimmten darin überein, daß Hindenburgs Schlachtenführung an den masurischen Seen als das klügste Mittel moderner Strategie gelten müsse. Das Leben Hindenburgs sei im übrigen ein einziger Weg der Treue und Pflichterfüllung. Als er in dem schweren Augenblick des Jahres 1925 noch einmal auf seine Ruhe verzichtete unb die Verantwortung für das Reich auf sich ge­nommen habe, habe er zweifellos über­raschende staatsmännische Gaben ent­wickelt »Lavvro Fascista" schließt seine Schilderung über Hindenburgs Leben mit den Worten: Wenn die offiziellen Feste vorbei sind, wird das Volk von neuem, wie es dies täglich getan hat, sich zahlreich vor dem ReichS- präsidentenpalais versammeln, um ab­zuwarten, ob der alte Herr ausgehe oder heim­kehre und ihm, weniger mit Beifall- oder Hoch­rufen, als mit dem Blick die Gewißheit auSzu- drücken, daß er mit seinem Werk und seinem lebendigen Beispiel höchster und wachsamster Vaterlandsliebe dem Deutschen Reich jenen Platz zurückgeben wird, den ihm jedes deutsche Herz in der Welt wünscht.

GeburtStagswünsche für Hindenburg.

Oer Keichstagspräsideni.

Berlin, 1. Oktober. (TU.) Reichstagspräsident Göring hat an den Reichspräsidenten folgendes Schreiben gerichtet:hochzuverchrender Herr Gene- ralfeldmarfchall und Reichspräsident! Zum heutigen Tage, an dem Ew. Exzellenz das 85. Lebensjahr voll­enden, beehre ich mich in meinem sowie im Namen des zur Zeit g e f ch ä f t s f ü h r e n- den Präsidiums des Reichstags Ew.Ex­zellenz ehrerbietige und aufrichtige Glückwünsche aus­zusprechen. Möge Ihnen durch Gottes Gnade auch im kommenden Lebensjahre Gesundheit und Kraft erhalten bleiben, damit Sie, Herr Generalfeldmar- schall, weiter Ihre» hohen und verantwortungsvollen Amtes zum Wohle unsere, Volke» und Vaterlande» walten können.

In ausgezeichnetster Hochachtung und aufrichtiger Verehrung habe ich die Ehre zu sein Lw. Exzellenz sehr ergebener

gez. Hermann Göring."

Oie Glückwünsche Preußens.

La, diagspräjident Kerrl und Meichs- komm ist ar Bracht an den Reichcprästdenten.

Landtaasprüsident Kerrl hat an den Herrn Reichspräsidenten folgendes Schreiben gerichtet:

hochzuoerehrender Herr Generalfeldmarfchall und Reichspräsident! Zu der Vollendung >des 85. Le­bensjahres bitte ich Eurer Exzellenz namensdes Präsidiums des Preußischen Land­tages und zugleich in eigenem Namen ehrerbietige Glückwünsche aussprechen zu dürfen. Möge das kom­mende Jahr Eurer Exzellenz die unentwegt« Gesundheit und Rüstigkeit erhalten und die politischen Erfolge bescheren, die unserem schwergeprüften deutschen Volke den endgültigen Wiederaufstieg sichern. In ehrerbietiger Hochachtung Eurer Exzellenz sehr er­gebener (gez.) Kerrl, Präsident des Preußischen Landtages."

Reichskommissar Dr. Bracht hat an den Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg folgendes Tele­gramm gerichtet:

Ew. Exzellenz beehre ich mich, namens des

Vornan von Hertha Fricke

älrheberrechtsschutz: Verlag OSkar Meister. Werdau

37 Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Wenige Tag« später erhielt Heinrich Andresen von Berlin den kurzen Bescheid, daß Fräulein ® unter mann entlassen sei. Ein« nette, gebildete Kriegerwitwe führte den Andresenschen Haus­halt, und Gertt käme wieder nach Haus, man er­warte bald seinen Besuch.

Ihr könnt warten!" dachte Doktor Heinrich. Ich habe mehr zu tun!"

In einer Kristallschale lagen drei wunder­schöne, rote Rosen. Dl« hüllte er samt der Schale in Seidenpapier und nahm sie mit, damit daS Rosenhaus nicht der Blüten entbehrte. Es ent­behrte sie nicht. An den Fenstern des freund­lichen Zimmers, in dem Eva-Marie wohnte, blühten in Schalen, in Vasen und in Töpfen Schneeglöckchen, Kätzchen, Veilchen und Krokus, als wollte der ganze Frühling zum Fenster hinein. Sie sollte freundliche Eitrdrücke haben. Das Mädchen saß am Fenster und lauschte, ob sie nicht Dr. Andresens Stimme hörte.

Da knirschten seine Schritte über den feuchten Kies.

Er begrüßte sie und sah ihr in die Armen. Eie waren klar und wissend, und ein« leise Traurigkeit lag über ihnen, die der Arzt wohl verstand. ES war ihm lieb so.

Sie sagten, daß ich Vertrauen haben sollte, Herr Doktor, wenn mich etwas bedrückt!"

Gr setzte lächelnd die schöne Schale mit den Vosen vor sie auf den Tisch und setzte sich zu chr.

Langt die Eourag«, sich alles ein bißchen von der Seele zu reden, Sva-Warie? Oder bleibt immer noch das Wort in der hübschen kleinen Kehle stecken?"

Wir ist viel besser, seit ich weiß, daß Klaus DehrenS das Silberkästchen hat, das Renates ganze Liebe einschloß, aber doch ..."

preußischen Staatsmini st eriums zum 85. Geburtstage aufrichtigste Glückwünsche auszusprechen. Möge der Allmächtige Ew. Exzellenz dem deutschen Volke noch lange Jahre in bester Gesundheit erhalten."

Oie süddeutschen Länder.

München, 1. Olt. (WTB.) Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held hat dem Reichspräsidenten namens der bayerischen Staats­regierung die wärmsten Glück- und Segenswünsche ausgesprochen. In dem Glückwunschschreiben heißt es u. a.: Euer Exzellenz waren der ruhmreiche Führer und Retter Deutschlands hn Weltkriege und in den bangen Tagen des Zusammenbruches. Euer Exzellenz haben ihr ganzes Leben in selbstloser Hingabe und beseelt vom höchsten Verantwortungs- und Pslichtbewußtsein in den Dienst d«S deutschen Vaterlandes gestellt. In größter Verehrung gedenkt das bayerische Volk an dem Iubeltage Ihrer un-vergänglichen Ver­dienste.

Der württembergisch« Staatsprä­sident hat an den Herrn Reichspräsidenten ein Glückwunschschreiben gerichtet, in dem es heißt: Mein Schreiben soll all den Gedanken persönlicher Verehrung, Dankbar­keit und Liebe Ausdruck verleihen, die unser Land schon lang«, an diesem Festtage aber ganz besonders, mit Ew. Exzellenz verbinden. In den Reihen der Glückwünschenden stehen zuvorderst die ungezählten Tausend« württembergi- scher Soldaten, di« unter Ihrer unver­gleichlichen Führung in Oft und West für Deutschlands Ehre und Freiheit gekämpft und dem Reich in unschütterlichem Ausharren die Treue bis zum äußersten gehalten haben. In dem Bekenntnis unwandelbarer Treue zum Reich wird sich auch daS ganze württembergische Volk an Ihrem Geburtstage um Sw. Exellenz scharen als dem getreuen Ekkehard des Deutschen Reiches und dem ehrwürdigen Hüter der Verfassung.

DaS badische Staatsministerium hat an den Herrn Reichspräsidenten ein Glückwunsch­schreiben gerichtet, in dem es heißt:

Die Regierung weiß sich mit dem ganzen ba­dischen Volke unö dem badischen Lande einig in der Verehrung für die Person Eurer Exzellenz

Was doch, mein liebes Mädchen?"

Ich bin doch eine Diebin, Herr Doktor! Ein­mal muß es gesagt fein! Sonst ersticke ich daran! Unb der Herr Professor sagte, ich sollte Ver­trauen zu Ihnen haben!"

Hatten Sie das nicht ohne den Professor?" lächelte er.

Doch, immer, waS wär« ich ohne Ihre große Güte!"

ilnb warum sollen Sie eine Diebin sein? Klaus Behrens hat doch alle feine Kostbarkeiten bekommen. Die metallenen und die geschrie­benen. Das ist doch Unsinn!"

Rein, Herr Doktor, es ist kein Unsinn! Bei der Gerichtsverhandlung wurde «s mir klar, daß eS doch Diebstahl war! Der Richter sagt« ja, daß «S nicht mehr der Toten gehöre, sondern den Erben, Karl Andresen und Renates Heiner Tochter! Vielleicht hätte ich die Briefe aus dem Kästchen nehmen sollen, denn an die hatte Herr Andresen kein Recht, die gehörten Klaus Beh­rens. Aber ich habe nicht daran gedacht! Ich habe nach dem Tode Renates die Kostbarkeiten an mich genommen, und daS durfte ich nicht. Ich hab« es nicht für mich getan, sondern für Klaus Behrens, aber vor dem Gesetze ist das doch ge­stohlen!"

Rein, mein liebes, liebeS Mädel, nein! Du hast nichts DöseS getan, glaube doch!" bat Heinrich Andresen und nahm ihr« beiden Hände.

Sie ließ sie ihm. Ihre Augen standen voll Tränen und sahen auf die Rosen in der Schale. Sobald ich flefunb bin, will ich fort, Herr Dok­tor! Ich bin doch bald gesund?"

Gewiß sind Sie bald gesund, aber warum wollen Sie denn fort?" Er sah bittend in di« schönen, tränenfeuchten Augen.

Sie schwieg und ihr Wund zitterte.

Sie wollten doch Vertrauen haben!" bet­telte er.

Warum warum ich fort will? Weil Eie so gut sind, so gut! Und weil Sie mich nicht so liebhaben sollen! Rein, daS dürfen Ei« nicht!"

Warum nicht? Warum soll ich Sie nicht lieb­haben dürfen? DaS ist doch mein guteS Recht!"

Er ließ chre Hande nicht loS.

und in der Bewunderung für die vaterländische Hingabe Eurer Exzellenz im Dienste des Volkes und des Vaterlandes. Wolle der Segen des Höchsten den Herrn Reichspräsidenten auch fer­nerhin beschützen und möge Ihnen ein unge­trübter Lebensabend noch Lange Jahre beschie- den sein.

Hessens Glückwunsch.

Darmstadt, 2. Ott. (WSN.) Staatspräsident Dr. Adelung hat folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten gesandt:Die hessische Staats­regierung entbietet dem hochverehrten Herrn Reichs­präsidenten zum 85. Geburtstag dieberzlichsten Glückwünsche des Hessenlandes. Mit uns werden sich in Dankbarkeit und Ver­ehrung die Herzen vereinigen in dem Wunsch, es möchten dem treuen und unbeirrbaren Führer des deutschen Volkes noch auf lange Zeit Gesundheit und Kraft erhallen bleiben.

*

Berlin, 1. Okt. (TU.) Der Senat der Freien Stadt D a n z i a , sowie das Thüringische Staatsmini st erium haben dem Reichspräsi­denten zu seinem 85. Geburtstag herzlich gehaltene Glückwunschtelegramme übersandt. Der Bre­mer Senat hat dem Herrn Reichspräsidenten zu seinem 85. Geburtstag ein Glückwunschschreiben und gleichzeitig eine Ehrengabe in Gestalt von 85 Flaschen Wein aus dem Bremer Ratskeller übersandt. Der Senat der Freien Stadt Hamburg hat an den Herrn Reichspräsi­denten alsden ruhmreichen Führer feiner Heere und den ersten Bürger seines Staates" ein Glück­wunschtelegramm gerichtet und gleichzeitig ein Exem­plar der Bilderhandschrift des hambur­gischen Stadtrechts vom Jahre 14 9 7 überreichen lassen.

DerGMwunschdeSSaawerems

Des Saarvolles Erretter."

Berlin, 2. Ott. (ENB.) Aus Anlaß des 85. Ge- burtstages des Herrn Reichspräsidenten o. Hin­denburg haben der Bund der 6 aa r Der­er ne und die GeschäftsstelleSaarverein" folgen- des Glückwunschtelegramm gesandt:Zum 85. Ge­burtstag senden Ihnen, sehr verehrter Herr Reichs­präsident, der Saarverein aufrichtige Segenswünsche. Sie haben einst Ostpreußen vom Feinde befreit, Sie haben unsere Fronten vier Jahre lang erfolgreich verteidigt, bis der Hunger unser Volk zu Boden zwang. Sie haben mit Ihrem Entschluß, auf Ihrem Posten zu bleiben, das deutsche Volk vor dem Bürgerkrieg bewahrt, Sie haben Ihren Ruhestand zum Besten des Vater- Landes geopfert, täglich sind Ihre Gedanken und Jbre Entscheidungen in väterlicher Fürsorge beut- schein Aufstieg, deutscher Freiheit, deutscher Ehre gewidmet.

Da» Saargebiet sieht in Ihnen den wahrer seine» Rechte», den unermüdlichen Förderer seiner nationalen und wirtschaftlichen Freiheit. Sie sind de» deutschen Volke» Symbol der Einigkeit und de» nationalen willens.

Mit dem ganzen deutschen Volk verbinden wir daher unseren herzlichen Wunsch: Gott gebe Ihnen Kraft und Gesundheit, um noch lange Deutsch­lands Führer zu Freiheit, Ehre und Größe und ibes Saarvolke s Erretter sein zu können."

Oie Frontsoldaten-Bünde an Hindenburg.

Berlin, 1.Oft (LU.) Dem Reichspräsidenten ist folgendes gem«inf am« Telegramm der nachstehenden Frontsoldatenbünde über­sandt worden:

Die in den unterzeichneten Verbänden verei­nigten Soldaten und ihre Iungmannschaft über­senden dem hochverehrten Herrn Reichspräsiden­ten, dem Feldmarschall, dem Sieger von Tan­nenberg, zum 85.Geburtstag die aufrich­tigsten und ehrerbietigsten Glück­wünsche. Mit unseren gemeinsamen Glückwünschen wollen wir dem Herrn Reichsprä­sidenten zeigen, wie hinter ihm unzählige Deutsche, alte und jung«, sichzusammen- schließen, die von einer starken Staats­führung die Befreiung aus Knecht­schaft und sozialerRot erhoffen.

Bayerischer Heimatschutz (Gscherich), Deutscher Jäger bund, Deutscher Kolonial-Kriegerbund, Deutscher Reichskriegerbund Khff-

Weil, weil Sie ein Ehrenmann sind, und Sie dürfen doch kein Mädchen lieben, daS keiner mehr achten kann!"

Run war es heraus! Sie seufzte tief auf, wie von einer großen Last befreit. Ihm aber wurde alles klar wie der Grund deS Wassers, als er einst von Rügen über di« See fuhr am Hellen Dommertag mit ihr. Und wie er damals sich mit ihr darüber freute, das Leben und Sein auf dem Grunde zu sehen, jede Muschel, die spielen­den Fische, jedes Steinchen, so sah er jetzt Eva- Maries Wesen, ihre Tat, ihr« Krankheit, ihr sie quälendes Gewissen, die Furcht vor dem Ge­ächtetsein, und auf dem Grunde lag ihr« große ehrlich« Liebe für ihn.

Er nahm sie in den Arm und küßte den zarten Mund.

Eva-Marie, nun hör doch zu! Es ist ja alles gut! Du brauchst dich nicht vor irgend jemand zu schämen! WaS du getan hast, mußte sein! Um Renates willen und um Klaus Behrens willen! Es wurde ihm soviel genommen, nun hält er etwaS Schönes in den Händen, etwas Wunder­schönes, das ihm geblieben ist! Die rein« 6rin­ne rung an Renate und die Gewißheit, daß sie ihn geliebt hat, nur ihn! Und daß sie ihm immer gehört hat! Er ist gestern gekommen, um dich zu besuchen und will dich auch gern sehen!

Lange saß er noch bei ihr, erzählte chr wieder von seinem Besuch in Bremen, von Dhruva, dem Gott der Liebe und Beständigkett, von seinem Bruder Karl, und daß dieser Eva-Mari« um Derzechung bitte und ihr jede Genugtuung ge­ben wolle.

Die gchst du mir ja, du heißgeliebter Wann! Du hast nicht geruht, bis Klaus DehrenS ge­kommen ist und mich erlöst hat von Renates Ge­heimnis und meiner Schuld. Und nun eraä&te mir noch einmal von dem kleinen indischen Gott, der es nicht haben will, wenn zwei Menschen, die sich liebhaben, nicht beieinander bleiben! Und nachher holst du mir den Klaus Behrens. Ich will ihm auch di« Hand geben! 0H, du einziger, großer, guter Mensch du, Heinrich Andresen, womit habe ich dich Deröientr

Er hielt sie fest im Arm.

»Wir machen bald eine Reis«, Lieblingt"

weiß.

(Schluß folgt)

Sie lächelte.Ach, eS ist hier ja so schön, so schön! Mach doch das Fenster auf, Heinrich!"

Er öffnete das Fenster und ließ die milde Frühlingsluft herein. Eie roch nach Veilchen und jungem Laube. Sin winziger grauer Vogel setzt« sich auf die Spitze der schlanken schimmernden Blaufichte und fang ein süßes Lied. Gr fang nicht von den tausend Jahren, wie der Dhruva. Er wußte nur, daß es Frühling ist, und daß er glücklich war.

Drüben ging ein großer, gebräunter Mann, der lachte und winkte den beiden zu. Es war Klaus Behrens.

Jahr« gingen über die Erde. Zwei, drei Jahre schon. Sie gingen über den dunklen, traurigen ®arten, der doch so frühlingsfroh lag zwischen den Mauern. Zwischen den trüben, tiefsinnigen Menschen blühten di« Blumen und rauschten bi« Bäum«. Ein klares, flaches Bächlein floß hin­durch und die versonnenen Menschen standen dort oft still und sahen dem plätschernden hellen Wasser zu. Und so ganz leis« und schimmernd kam manchmal ein Erinnern, dann blickten di« Kranken auf, schauten verwundert auf in ihr Leben und besannen sich, bis der Schleier von ihrem Bewußtsein fortzog, wie gleitende Rebel.

Dann standen die Aerzte und freuten sich, sahen sick> an und hofften, daß ihr Geist zurück zur Klarheit sich fände. DaS war, wenn sie den etnn gefunden hatten, der in jedem Irrsinn wohnt. Aber oft fanden sie ihn nicht. Der fronte Kör­per ließ die Rebel dichter und dunkler werden, die um den Geist zogen, und die Seele konnte den Weg nicht mehr finden. Dann gingen sie tiefer in di« Rächt, bi« erst daS Jenseits wieder hell werden läßt.

Dann tröstete die junge Doktorsfrau Eva-Marie ihren Marrn, den sie so unsäglich liebt. Ei« streichelt die Sorgen von seiner hohen, Rügen Stirn und weiß viel lieben unb sonnigen Trost. Unb wenn bie Sorgen gar nicht weichen wollen, bann holt sie ein süßes, blondes Bübchen und zeigt ihm, wieviel Heine, weihe Zähnchen es schon hat, und läßt es dem Vater zeigen, wie groß es ist, oder was eS sonst noch kann und

Häuser, Gefolgschaft (Ehrhardt). Jung- deutscher Orden, Rotgemeinschaft für Volk und Heimat (von Priesdorf), Reichs-Offizierbund. Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Stahlhelm, Bund der Frontsol­daten, Waffenring der deutschen Feldartille­rie. Waffenring der schweren Artillerie. Waf­fenring der Kavallerie, Waffenring der Pioniere.

Ein Glückwunschtelegramm Or. Hugenbergs.

Berlin, 1. Ott. (WTD.) Dr. Hugenberg hat an den Reichspräsidenten v. Hindenburg namens der Deutfchnationalen Dolkspartei daS nach­stehende Glückwunschtelegramm gerichtet:

Die Deutschnationale DolkSpartei gedenkt am heutigen Tage mit ehrerbietigen Segenswünschen des Feldmarschalls und Reichspräsidenten. Durch allen Wandel der Zeiten hindurch bleibt daS deutsche Volk Ew. Exzellenz dankbar für den Schutz seiner Grenzen im Weltkrieg. Es dankt Ihnen, daß Sie am Tannenbergdenkmal die Lüge von der deutschen Kriegs- schuld zerschlagen haben. Es dankt Ihnen heute, daß Sie den zersetzenden Weimarer Parlamen­tarismus in seine Schranken weisen und f ü r den politischen und wirtschaftlichen Reubau des Reiches di« Dahn frei­machen. Die weltgeschichtlichen Aufgaben der Gegenwart sind nut auf der Grundlage sachlicher Arbeit, sozialer Gerechtigkeit sowie außen- und wehrpolitischer Gleichberechtigung zu löfen. Sie erfordern ein« starke und stetige Wirkung autori­tärer Staatsführung. Eine solche zu stützen, ha­ben wir stets als unsere Aufgabe betrachtet. Gott erhalte Sie dem deutschen Volke und vergönne «s Ihnen, das Vaterland wieder frei und glück­lich zu machen.

Glückwunschielegramm der national­sozialistischen preußensrattion.

Berlin, 1. Ott (ERD.) Di« Landtagsfrak­tion der Rativnalsozialisten hat folgendes Tele­gramm an den Reichspräsidenten gesandt:Dem Generalseldmatschall des großen Kriege- herz­liche Glückwünsche und die Ditte: Mit Adolf Hitler für ein starkes Preußen und Deutschland. Gott segn« Eie! Die nationalsozialistische Frak- tion des Preußischen Landtages, Wilhelm K u b c.

Hoovers Glückwunsch.

Derlin, l.Ott (TU., Die .DAZ" meldet aus Washington: Präsident Hoover hat an den Reichspräsidenten folgendes Telegramm ge­sandt: ,^Herm Feldmarschall von Hin­denburg, Präsident des Reichs, Derlin. Am heutigen 85. Jahrestag der Geburt Ew. Exzel­lenz sende ich Ihnen meine herzlichsten Glück­wünsche. Möae Ihnen die Zukunft noch für lange Zeit Gesundheit und Glück bescheren. Her­bert Hoover."

Militärische Beförderungen.

Derlin, 2. Okt (TU.) DaS Reichswehrmini­sterium gibt u. a. folgende Pers onalverän- Derungen in der Reichswehr und der Reichsmarine bekannt:

Befördert werden mit Wirkung vorn 1.Ok­tober 1932: Zum General d. I.: Generalleut­nant von Rundstedt, Oberbefehlshaber der Gruppe I; zu Generalleutnants : die Ge­neralmajor« L i st, Kommandeur der Infanterie­schule und Doehm-Tettelbach, Chef des Wehramtes: zu Generalmajoren: Cha­rakterisierter Generalmajor von K l e i st, Kom­mandeur der II. Kavallerie-Division: die Obersten Hopfs, Inspekteur der Pioniere und Seftungen, Dollmann, Artillerieführer VH, Wilberg Kommandant von Dreslau, D r a e m e r, Kom­mandant von Insterburg, D l a s k o w i tz, Kom­mandeur des I.-R. 14 und Landeskommandant in Baden, Schellbach, Arttlleriesührer VI, Dollmar, ArtillerieführerII, Soldan, Lei­ter des Deschaffungswesens beim Heereswaffen- amt

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1932 werden be­fördert: zu Vizeadmiralen die Konteradmi­rale F o e r st e r, Chef der Marinestation der Olorbfee, und Albrecht, Chef der Marine- statton der Ostsee: zu Konteradmiralen die Kapitän« zur See Saalwächter, Abtei­lungsleiter im Reichswehrministerium, Ah- m ann (Kurt), zur Verfügung des Chefs der Marineleittmg.

I @r

_ . I Datl- SS ji Anteil» bi« UlMst z tot zis

-Hs'

^Hahnen am fett »WA 9. fiSE* lch-n lUb Är ob W

Mal aul

Um 17-15 M V filmen jum ÄB tifr «folgte £ J <r Trimme beim jME die im> Kdctgte M W äumMvasU i'nicn mit jroöt rtänfe das Cigna barmt jur Srrichst lärfftem Eifer

Der 5elftau<

in. Die wir am r Terlchrsvere cses Deltbewe stiftet Aus dem anie als 0i«(

/ Ä Minuten i S 18,1 Minute u ib fertig er ) ie Kompanie i f juhtmann Schi - nitnant Drehe T^mpllasl bet Dr ^rcfles bewältig Lotten die Komf Me Divakbäume W, t-u.. 2oyi II .m - aufgcltäti iy.innen der Fcu [yKenb hinrinzuleu lapelle unter Q1 techielt durch \\t>\

||

I im Au einen gro' fcmnelt, eine & teginn des ®n tformte. An den La 'man frohe Sold Tot träge hören, ausgezeichnete Eti Zuschuuennenge - l's 15000 Mensä IranM Um t fit Meinsam m 0ühim gebildet, gflilk Menge von

ÄR Teil für eini auf, bis un W^-ich des Eulen WS M>

Groh

Hudle. 6$ tüar Mlen Dacht die München die Datai!

unter 1 MnschenKorvs 181; L^ Wen. ändich W'ge Zulchaueunei die eindr KM. 3um 6 WJfrt in den von des Deutsch, F* oavsenslreich.K & Dunk? d&t

Nando w * 149'

*5** fass RS? rleI<ter£? ®ela

SM

ettoo