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zehnte geleistete Deamtentätigkeit ausgesprochen. Die hessisch« Regierung hat durch Staatspräsident Dr. Adelung dem verdienten Beamten eben­falls Dank und Anerkennung ausgesprochen. Fi- nanzminiller Kirnberger, der durch senRes­sort mit dem aus dem Amt Scheidenden besonders eng verbunden war, richtete außerdem einen län­geren Brief an ihn. in dem er das Ausscheiden Glässings aus dem DiLnst aufs tiefste bedauert und den Wunsch ausspricht, daß die hervorragende Kraft Glässings noch lange der Allgeme-'nheit nutzbar werde.

Strafkammer Gießen.

Gießen, 1. März. Sn der Rächt vom 19. zum 20. Oktober 1931 wurden einem Landwirt in der Rähe von Dilbel 29 Sack Weizen aus seiner verschlossenen Feldscheune gestohlen. Die Ermittelungen waren alsbald von Erfolg. Die Täter wurden festgestellt, der Weizen seinem Eigentümer zurückgegeben. GS ergab sich, daß die eine Türe der Scheune gewaltsam so zurück­gedrückt worden war, daß einer der Diebe durch­

schlüpfen und dann Vie ganze Türe von innen offnen konnte. Dann war das Auto eines wer­teren Täters in die Scheune eingefahren, der Weizen wurde aufgeladen und das Auto fuhr weg. Alles das spielte sich nach 1 Albr nachts ab.

Der Anklage entsprechend verurteilte das Schöf­fengericht am 8. Januar 1932 zwei jüngere Er­werbslose aus dem betreffenden Dorf und einen Kohlenhändler aus Frankfurt wegen gemeinschaft­lichen Cinbruchsdiebstahls zu je sechs Mona­ten Gefängnis. Die ersteren hatten das Urteil anerkannt, letzterer hatte Berufung ein­gelegt, die die Strafkammer heute nach umfang­reicher Beweisaufnahme als unbegründet ver­warf. Das Gericht hielt seine Behauptung, er habe geglaubt, er fahre für den Eigentümer mit feinem Auto den Weizen deshalb nachts fort, damit er nicht gepfändet werden könne, für un­glaubhaft und widerlegt. Cs stellte vielmehr auf Grund einer ganzen Reihe von Aussagen und Erwägungen fest, daß der Angeklagte von Anfang an genau gewußt hotte, daß der Weizen gestohlen werden solle und daß er deshalb mit­gemacht habe, um einen Teil des Erlöses sich zu sichern.

$(£. ,Teuton'a"Wahenborn-E>teinberg

Die 1. Mannschaft des FC.Teutonia'' empfing am Sonntag auf eigenem Platze die Ligamann- fchaft des VfB. Gießen, den Vertreter der Ober­liga .o ; H:ssen-H_nnarer, zu einem P.opaganda- spiel. Der Kampf endete mit eineiy überraschen­den, wenn auch verdienten Sieg der Plahbesitzer. Mit dem knappen Ergebnis von 2:1 mußten sich die Gäste geschlagen bekennen. Die Zuschauer wurden Zeugen eines rassigen Kampfes, in dem die Gießener sich als die im Feldspiel Besseren erwiesen, während die Gastgeber durch ihren ungestümen Kampfgeist, durch ihre Schnelligkeit und ihre blitzschnellen Entschlüsse angenehm auf- fielcn.

Der Spielver lauf sah die Gießener so­fort im Angriff, die Verteidigung klärte aber immer wieder. Die Steinberger spielten anfäng­lich etwas zerfahren, fanden sich aber bald: der linke Flügel griff energisch an, aber die An­griffe scheiterten doch an der zuverlässigen Ver­teidigung von Vingel und Kreß vor dem VfB.» Tor. Es dauerte nicht lange, da ging Henrichs (VfB.) klar durch, flankte zum Halbrechten, der aus 15 Meter Entfernung zum ersten Tor für die Gäste einsandte. Dann kamen die Stein­berger mehr auf, der Halbrechte Lang setzte sein ganzes Können zu gefährlichen Angriffen ein, Torschüsse von Happel und Buß hielt des Geg­ners Torwart. VfB. machte sich weiter den Windvorteil zunutze, griff immer wieder an, die Verteidigung der Steinberger bekam viel Arbeit, den Gießenern blieb aber ein weiterer Erfolg versagt, da der Sturm der DfB.er den Wind­vorteil nicht auszunuhen verstand. Die Stein­berger versiebten eine klare Ausgleichsmöglichkeit.

Rach der Pause hatten die Plahbesitzer den Wind im Rücken, sie wurden nun sehr aggressiv und eine schöne Kombination beschloß der Halb­rechte Lang mit einem prächtigen Torschuß aus 18 Meter Entfernung zum Ausgleichstreffer. Dann drehten die VfB.er noch einmal mächtig auf, Angriff auf Angriff rollte vor das Tor der Teutonen, die Erfolge blieben aber aus. Schließlich gelang den Platzbesihern noch ein überraschendes Tor durch den Halbrechten, der von der Spielfeldgrenze her einen Ball im spitzen Winkel genau placiert in die rechte untere Ecke setzte, der für den Tormann unhaltbar war. Gießen zog daraufhin zum Endspurt los, konnte das Schluhtrio der Gegner aber nicht über­winden und mußte sich nach einem ausgeglichenen, sehr fairen Spiel geschlagen bekennen. Der starke Wind, der das Spiel auch hier zum großen Teil bestimmte, stellte hohe Anforderungen an die Mannschaften, die VfB.er hatten außerdem schwer mit den ungewohnten Platzverhältnissen zu schaffen. Der Schiedsrichter Tetzner, Gie­ßen. amtierte korrekt.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 1. Sgd. - VfB. Marburg 1. Sgd. 6:1 (1:1).

Di« Gäste hatten in der ersten Halbzeit den Wind zum Bundesgenossen und konnten das Spiel überlegen gestalten. Die Verteidigung des Platzvereins hatte olle Hände voll zu tun. Immer wieder lagen die Marburger im Angriff, doch der Sturm war zu unentschlossen, um zu Erfolgen

zu kommen. Trotz des starken Gegenwindes kam aber auch der Sturm mehrere Male vor das Gästetor und dann war es immer gefährlich. Rach einigen guten Chancen glückte endlich der Füh­rungstreffer. Doch bald danach hatte Marburg ausgeglichen. Rach der Pause konnte 1900 den Gegner fast ganz in seinen Strafraum zurück­drängen. Fünfmal mußte in der Folge der Gäste­hüter den Ball aus dem Retz holen.

Das Spiel 1900 3. Sgd. Klein-Linden 1. Sgd. endete 0:1. Beide Mannschaften traten unvoll­ständig an und lieferten sich eine gleichmäßige Partie, die der Gast mit Glück gewann. Die Schüler spielten gegen Biebers Schüler 0:0. Sie weilten mit 9 Mann in Bieber und konnten dem körperlich stärkeren Gegner infolge ihres eifrigen Spiels ein Unentschieden abzwingen.

VfB.-Gießen.

VfB. Liga-Reserve Nauborn 1. 6:1.

Beide Gegner lieferten sich ein faires, inter­essantes Treffen, das durch die Schnelligkeit, mit der es zur Durchführung kam, zu einem spannen­den Kampfe wurde. VfB.s Liga-Reserve war gut in Fahrt, die technisch schwächeren, dafür aber um so eifrigeren Gäste, leisteten starken Wider­stand. Die Tore fielen nach vorbildlicher Kom­bination des VfB.-Sturms. Der Gegner der 3. Mannschaft trat nicht an, wie auch ebenso die Gegner der 1. Sugend- und der Schülermann­schaft nicht erschienen.

Sugendsplele.

Die 2. Sugendmannschaft weilte in Marburg bei der gleichen des VfB. Kurhessen zu Gast und konnte ein Unentschieden (0:0) mit nach Hause bringen. Die VfB.er hatten mehr vom Spiel, verschossen aber gegen Ende einen Elfmeter, der den Sieg hätte bringen können.

Handball im BfB.

DfD. 1.Wetzlar 2. 0:6.

Die VfB.er konnten sich, mit Ersatz antretend, den routinierten Gästen gegenüber am Wurf­kreis nicht durchsetzen. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen, VfB. war jedoch vor dem Tore nicht durchschlagskräftig genug, um zu Erfolgen zu kommen. Die Wetzlarer zeigten ein flüssiges, auf Erfolg eingestelltes Spiel.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

Tb. Hausen 1.1900 komb. 3:8.

Das Spiel litt unter dem starken Wind. Sn der ersten Halbzeit hatten ihn die Gießener zum Bundesgenossen und nutzten den Vorteil gut aus. Sieben Tore waren die Ausbeute. Die ADT.- Leute gingen leer aus. Rach dem Wechsel gaben die Plahbesitzer zeitweise den Ton an, vermoch­ten jedoch die sicher arbeitende Gießener Hinter­mannschaft nur dreimal zu schlagen. Die 1900er brachten übrigens auch noch einen Erfolg an. Der Snnensturm war sehr wurffreudig und arbeitete schön zusammen.

Hausen 1. Sgd.1900 1. Sgd. 4.1.

Gegen die körperlich überlegeneren Hausener Leute hatten die 1900er einen schweren Stand und muhten eine Niederlage hinnehmen.

Berbands-Weilkam-f im Siidwesideulschen Turnverband.

Ein turnerisches Ereignis in Leihgestern.

Schon am Samstag hatte sich eine größere An­zahl Turnerinnen und Turner aus allen Teilen des Derbondsgebietes eingefunden, um an den am Sonntag stattfindenden Wettkämpfen teilzu­nehmen. Den Auftakt bildete die am Samstag­abend vom TurnvereinFrisch-Auf" Leihgestern veranstaltete

Dorfeier.

Rach einem flotten Marsch begrüßte der Vor­sitzende des Tv.Frisch-Auf", Wilh. Will, den bereits anwesenden Verbandsvorsitzenden, Leh­rer Zöller, Hausen, und den Verbandsturn- wart Diefenbach, die auswärtigen Tur­nerinnen und Turner, sowie die übrigen Gäste. Weitere Musidwrträge des Zither- und Mandolinenktubs, einige Männerchöre des GesangvereinsLieder kränz" und turnerische Dar­bietungen, bei denen sehr schöne Leistungen ge­zeigt wurden, wechselten in bunter Reihenfolge ab. Der Verbandsdorsitzende, Lehrer Zöller, hielt eine kurze Ansprache, in der er auf den Wert und die Bedeutung des Turnens einging. Die Vorfeier klang harmonisch aus.

Oer Wettkampf am Sonntag.

Rach einer Kampfrichtersitzung traten 6 Tur­nerinnen und 64 Sumer aus den Gauen Lahn- Dünsberg-Gau, Main-Rod-Gau und dem Gau Wetterau zum diesjährigen Gerätemeister- f ch a f t s k o m p f an. Als Sieger gingen hervor:

Altersstufe (7-Kampf): 1. Karl Agel, Lollar, 114 P.: 2. Wilh. Schmitt, Leihgestern, 102; 3. PH. Benno, Mörfelden, 101; 4. Ernst Ain» städter, Langen, 98; 5. Karl Gissel, Waldgirmes, 97 Punkte.

Mei st erklasse (7-Kampf): 1. Verbands­meister Hch. Zulauf, Kelsterbach, 116 P.: 2. Gg. Treutel. Kelsterbach, und Wilh. Ferber, Wald­

girmes, je 108; 3. Ludw. Roth, Gräfenhausen, 105; 4. Ludw. Hettche, Lollar, 104; 5. Wilh. Schmitt, Waldgirmes, 103; 6. Hch. Rungässer, Gräfenhausen, und Rudolf Rohrbach, Leihgestern, je 101; 7. Otto Dender, Rodheim a. d. B., 99;

8. Albert Drescher, Lollar, und Andreas Schärtl, Gräfenhausen, je 96; 9. Hch. Sehring, Langen, 94; 10. Willi Strauch, Berstadt, 93; 11. Walter Bie- rau, Lollar, 89; 12. Fr. Flaschenträger, Trebur, 87; 13. Hch. Eichenauer, Dauernheim, 86; 14. Karl Velten, Leihgestern, 81; 15. Hch. Römer, Wie- seck, 77 Punkte.

A»Äla| fe (7-Kampf): 1. Hch. Bodes, Lollar, 118 P.; 2. Wilh. Dillasch, Friedberg» Fauerbach, und Waldern. Grote, Lollar, je 113; 3. Hch. Weber, Atzbach, 111; 4. Ernst Deibel, Lollar, 107; 5. Gg. Bernhardt, Waldgirmes, 106; 6. Ldw. Olemotz, Londorf, und Hch. Dägcrt, Gber- stadt b. D., je 102; 7. Gg. Hönig, Gräfenhau­sen, 99; 8. Wilh. Langsdorf, Gräfenhausen, 97; 9. Rich. Schaum, Leihgestern, und Karl Schaum, Leihgestern, je 96; 10. Otto Agel, Atzbach, 94; 11. Wilh. Zöller, Leihgestern, 93; 12. Gg. Pfaff, Wllhausen, 92; 13. K. Diefenbach, Kelsterbach, 89 Punkte.

Turnerinnen (7-Kampf): 1. Meister Käthe Göbel, Kelsterbach, 125 P.; 2. Paula Hilde­brand, Wieseck; 3. Elisabeth« Krumb, Kelster­bach; 4. Lina Erb, Wieseck; 5. Ottilie Schreiner, Wieseck; 6. Lina Grün, Lollar.

Der sriedliche unö ohne jeglichen Zwischenfall verlaufene Wettkampf wurde mit der Sieger- verkündigung beschlossen. Der Verbands- Vorsitzende, Lehrer Zöller, hielt hierzu eine sehr eindrucksvolle Ansprache und der VerbandS- turntoart Diefenbach verteilte sodann die Siegerurkunden.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

Alten-Buseck, 3. März. Am morgigen Freitag, 4. März, feiert Altbürgermeister Wil­helm Körber feinen 87. Geburtstag. Der Subilar erfreut sich noch bester geistiger und körperlicher Rüstigkeit.

$ Alten - Buseck, 2. März. Dieser Tage wurde beim Spielen auf der Straße ein 11 jähriges Mädchen von dem Hund eines hiesigen Metzgers angefallen und durch Bißwunden erheb.icham Oberschenkel verletzt. Das Kind befindet sich zur Zeit noch in ärztlicher Behandlung.

* Beuern, 2. März. Der hiesige Spar, und Vorschuhverein II hielt die Jubiläums-Gene« ralversammlung seines 60jährigen Bestehens ab. Nach der Begrüßung durch das Vorstandsmitglied August Ranft wurde die Rechnung vorgetragen. Trotz der verschlechterten wirtschaftlichen Verhält, nisse hielt sich die Bilanzsumme fast auf der Höhe des Vorjahres und wurde mit 226 000 Mark fest- estellt. Die Spareinlagen betrugen 200 000 Mark, llls Reingewinn wurde die Summe von 2262 Mark ausgewiesen. Als Dividende werden auf jeden vollen Geschäftsanteil 10 Mark vergütet. Die Mitglieder­zahl betrug am Ende des Geschäftsjahres 163. Nack )er Neu- bzw. Wiederwahl setzt sich der Vorstand aus folgenden Herren zusammen: Direktor Philipp Arnold, Stellvertreter August Ranft, Rechner Georg Wilhelm Linden st ruth. Dem Aufsichts- rat gehören an: Philipp So mm er lab V. als Vorsitzender, ferner Konrad Walther, August Becker, Philipp Lepper, Wilhelm Fuhr und Heinrich Kumpf HI. Nach Erledigung des geschäft- lichen Teiles feierte man in einfacher Form das Jubiläum des 60jährigen Bestehens des Vereins. August Ranft gedachte zunächst der Gründer und sprach besonders dem einzigen noch lebenden Mitbegründer Konrad Walther den Dank der Versammlung aus. Direktor Arnold gab dann an Hand der verschiedenen Protokolle einen Auszug aus der Dereinsgeschichte und schilderte die

Enwicklung der Organisation aus kleinen Anfängen heraus bis zur heutigen Bedeutung. Als Vertreter der Landwirtschaftlichen Genossenschaften sprach Dr. Hillemann über das Genossenschaftswesen und überbrachte Glückwünsche zum Jubiläum. Direktor Dr. Winkler von der Genossenschaftsbank Darm­stadt beglückwünschte den Verein ebenfalls und über­reichte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates ein in Leder gebundenes Protokollbuch. Oberrevisor Hart­mann von der Kreisstelle Gießen übermittelte dem Verein eine Ehrenurkunde, ebenso den Vorstands- Mitgliedern Philipp Arnold und Georg Wilhelm Linden st ruth, sowie den Aufsichtsratsmitglie. dern Konrad Walther und August Becker für langjährige Dienste in der Verwaltung des Vereins.

// Saasen, 2. März. Dieser Tage wurde die hiesige Gemeindejagd auf weitere sechs Sahre ausgeboten. Bei der Versteigerung (bei der ersten wurden nur 150 Mk. als Pachtpreis genannt) wurde dem Gewerbelehrer Leich um, Gießen, für den Betrag von 301 Mk. der Zu­schlag erteilt. Der Pachtpreis im Vorjahre be­trug 500 Mk.

O Göbelnrod 2. März. Samstag freit der RadfahrervereinAleber Berg und Tal" sein« diessährige Hauptversammlung, ab. Die Rech­nungsablage ergab einen Aleberschuß von 158 Mk. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Wilh. Erb, 1. Vors., Hch. Säger, L-Vürsitzender, O. Weber, Rechner und Karl Luh, Schriftführer.

+ Grünberg, 2. März. Rachdem in der vorigen Woche in einer von Bürgermeister Dr. Mildner einberufenen Versammlung in der Aula der Oberrealschule, anschließend an Vor­träge der Herren Bankdirektor Grießbauer und stuck, med. Schmidt, Gießen, über Luft­fahrt und die Entwicklung des Segelflugwesens, die Gründung einer Segelflieger- gruppe zustande gekommen war, hielt diese am Montagabend im Rathaussaale ihre konstituie­rende Versammlung ab. Zum Vorsitzenden der Gruppe wurde Forstassessor Hans Eckstein be­stimmt, das Amt eines Rechner- und Schrift-

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachrebaktion desGießener Anzeigers".

Problem Rr. 317.

Don D. MiefeS.

Schwarz.

a bedefgh

8

6

5

7

4

3

2

1

8

7

4

3

6

2

5

d e

Weitz.

g h

a b

Weiß 11 Steine: Kdl; Db5; Tf2, g6; Ld6, g8;

Se3, 15; Bb3, g2, H4.

Schwarz 6 Steine: Ke4; Lc5; Se6, f4; Bb4, h5.

Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt.

Eine vortreffliche, preisgekrönte Aufgabe.

Problem Nr 318.

Don F. Fridlizius.

Weih 9 Steine: Kh5; Dc7; Lg8; Sc5, d5;

Ba3, e2, f2.

Schwarz 7 Steine: Kd4; Da5; Ldl; 8dl;

Bb2, b6, g4.

Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt.

Partie Nr. 233.

Engllsche Partie. Weih: Rimzowitscs Schwarz: Aljechin.

Sm 2. Turnus des internationalen Turniers zu Bled, September 1931, gespielt.

1. c2-c4

1. c7-c6

2. e2-e4

Eine von Rimzowitsch bei schweren Partien oft angewandte Fortsetzung.

2. . .. 2. d7-d5

Hiermit weicht der Weltmeister gleich von der gewöhnlichen Entgegnung 2.....e6 ab, um seinen

Gegner auf ein unbekanntes Gebiet zu locken.

3. e4xd5

4. d2-d4

5. Sbl-c3

6. Sgl-f3

7. c4xd5

8. Lfl-b5

3. c6xd5

4. Sg8-f6

5. Sb8-c6

6. Lc8 - g4

7. Sf6Xd5

Besser erscheint die Ausnutzung des frühziti- gen Läuferausfalls, durch 8. Db3! zu bewerk­stelligen sein, nämlich

8. . . ., Sb6. 9 d5, LXf3. 10. gXf3. Sd4. 11 Ddl, e5. 12. Le3 Lc5. 11. f4, Sxd5. 14. Da4+, Kf8.

15.000 usw. mit gutem Spiele für Weiß.

8. . . . 8. Dd8-a5!

13. Da5-b6!

14. Ke8-d7

9. Lg4xf3

10. Sd5xc3

von Aljechin in

12. Db3-b7?

13. Lei -d2

14. Db7xa8+

15 0-0

9. Ddl-b3

10. g2xf3

II. Lb5xc6+?

Korrekt ist hier sofort bxc3; mit dem Textzuge plant Rimzowitsch den Damenausfall, der jedoch feiner Weise widerlegt wird.

12. ScJ-d5+

Wohl am besten, wenn nämlich 15. a4, so Sc7 16. a5, Dxb2 usw.

15.... 15. Sd5-c7

16. Ld2-a5

Da Damenverlust droht, muß Weih eine Figur geben, was gleichbedeutend mit Verlust der Partie ist.

16. .. . 16. Sc7xa8

17. La5xb6 17. SaSxbö

18. Tfl-cl 18. e7-e6

19. Telc2

20. Tal -cl

21. Tel-dl

22. Tel -c5

23. Tc5-a5

24. Tdl-d3

25. Td3-b3

10. Lf8-e7

20. Le7-g5

21. Th8-b8

22. Sb6-d5

23. Tb8-b7

24 Lg5-d8

25. Tb7xb3

Ausgezeichnet! Für den a/Bauern erhält et den wichtigen d-Dauern.

26. Ta5xa7+ 26. Sd5-c7

27. a2xb3 27. Ld8-f6

28. Ta7-b7

Der Bauer d4 ist unhaltbar; z. B. 28. Ta4

Sb5! usw.

28. . ..

29. Tb7-b8

30. h2-h3

31 Kgl fl

32. Kfl-g2

33 Tb8-a8

28 Lf6xd4

29. Tb4xb2

30. f7-f5

31. Sc7-d5

32. Lb2-e5

33. Sd5-f44-l

Run geht noch ein Bauer verloren.

34. Kg2-h2

35 Kh2-gl

□4. Sf4 d3-f

35. Sd3-el

36. Le5-c7

36 Ta8-a7+

Weih gab auf. Ein sehr lehrreiches Endspiel! Rimzowitsch hat in beiden Partien gegen Aljechin in Bled eine rasche Riederlage erlitten.

Lösung des Problems Rr. 312. Don 3. Sespersen, Ebenborg.

l.DgSh7l, Dg6Xh7 2. Se6c7 usw.

1. ...» Dg6Xg7 2. Dh7Xd3 -s-l usw.

1.....Dg6Xe6 2. Te5Xe6 usw.

1.....Lh6xg7 2. Dh7h2! usw.

1. a4a3 2. Td5a5 oder c5 usw.

Um das Hessenpferd.

Schneller als jemand gedacht, hat der kost­bare Wanderpreis seinen endgültigen Herrn ge­funden. Der Bezirk Starkenburg-West, dargestellt durch die vereinigten Schachvereine von Darm­stadt und Cberstadt, hat nur vier Sahre gebraucht, um sich die Trophäe zu sichern, und nur einmal! (1930), ist es sowohl Oberhessen (Gießen), wie Starkenburg-Ost (Offenbach) gelungen, gleichen Cndstand mit den Favoriten zu erzwingen, dessen durchschnittliche Aleberlegenheit wohl nicht bestrit­ten werden kann. Der Sieg ist wohlverdient. Schluhstand: Darmstadt-Eberstadt mit 16 Punkten 1. Preis; den 2. bis 3. Preis teilen den ber« amtlichen Ausgang der Hängepartien vorweg- genommen Starkenburg-Ost (Offenbach) mit Oberhessen (Gießen, Friedberg, Alsfeld), je 12 Punkte, während Rheinhessen (Mainz) mit 8 Punkten an 4. Stelle folgt.

Aus der Schachwelt.

Sm 1. Meisterturnier des alljährlich statt­findenden Weihnachtskongresses zu Hastings siegte Flohr + 8! aus 9 Partien; 2. wurde Kashdan + 7Vs und 3. Dr. Euwe mit 5. Sm 2. Meister­turnier wurde der Prager Deifir + ?Vr vor Kol- tanowski, + 61/2, 1. Preisträger. Sm 3. Turnier konnte der erst 17jährige Berliner S. Radel die Siegespalme erringen.

Berichtigung.

Bei der Aufgabe Rr. 314, von Ssaeff und Lewmann, ist ein weißer Turm auf e8 nachzu­tragen. Wir bringen nochmals die Kontroll­stellung. Weih 8 Steine: Kh7; Dc6; Te8, g3; Ld6, g6; Sa3, k7. Schwarz 11 Steine: Kd4; Db3: Tc8, h4; Lf8; Sb6, d5; Be5, f6, g7, h5. Weih zieht und seht in zwei Zügen matt

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedaktionSf sch.

Der umständliche Weg ist der beste.

..Peng!"

Panne! Er saß fest.

Das Benzin war zu Ende. Weit und breit auf der Landstraße feine Hilfe zu sehen!

Endlich naht sich ein Planwagen. Sn lang­samem Zuckeltrab. Der Kutscher hält und erbietet sich, den Wagen ins Schlepptau zu nehmen. Ge­mütlich zuckelt man die restlichen Kilometer bis zum nächsten Dorf«. An einer Garage wird das Auto abgekoppelt, der Besitzer drückt seinem Wohltäter dankend zwanzig Mark in die Hand.

Ra, nun sind Sie wohl auch angelangtT4 meint er freundlich.

3 wo", sagt der,ich hab ja noch meine janz« Fuhre Benzin im nächsten Dorf abzuladenl" Alnb rumpelt weiter. (Lust. Dl.)