Einzelbild herunterladen

5t 79,91 IUI 16.51 169,74 21,0t 71,16

2,51 ILM 82,25 34,62

mbatbjinsfüfj 8 o h.

i Gießen.

der.(Tuhoieb) 165 Stück Großvieh, m Scrfauf. SS koste­nde Kühe 1. Quali- ität 200 614 300111,

Lchlachstühe 50 b\i irrig, 60 dir 130 M, Ult, tragend 180 bis nd Lebendgewicht 20 »leppend, Ueberstand.

.L.zebruar.

liser gekrönt. - De­en Reiches Deutscher lkaturforscher Asred iren.

6196 50,05 12.465 57.01 3 043 1»,n

71.11 «n 11.51 14,57

1.047 u itii »2.24 34,21 92.11 1,496 0,251 7,477 13,21

Morgen mittag hast da daS seine zurück- ie, danke mit nicht, verständlich", wehrte Dah eS nicht leicht urbringen, muhte ich Zukunst bedachtsamer Dort, Pava, bah ich rn werde." mW 6» * ch hob er den Duck ama sagen, bah auS nichts werden kann.

GotteS willen, bas Mutter sagen, wenn

:?

hrcn Mnn:

auf 24J4-8 Dill.

Mne fi doch

Ue. wie T^öht, 'n etw?7V"^ ln *

it 'rar,ffur| a.rn.

~ 2-1Jrtruar '

ht höchste Zeit, ihn

Hie mit einem M-k nicht davon reden. Schlafzimmer, erfuhr Le nichts werden cm Dort nach

des ZiwmerS.

Jffft w»

K Aff jcht. «

TSi----

<9-95 | 11.465 56,94 | ,3.057 '69.43 71,02 I 10,12 81,42 14,53 1.043 4.209 51,71 21,05 16,55 82.09 34.22 82.02 1.494 0,257 7.463 13,24

4.20

58,55

79,59

14,42

16,52

169,06 21,00 78,44

2.49

81,04

81,93

34,41

.ersalle- , DaS

fcsSS, SStf ®e,i*1

Nr. 28 (Erftes Blatt

182. Jahrgang

Mittwoch, 5. Sebtuar 1952

Erscheint täglich, anher Sonnlags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Vietzener Familienblätter Heimat im Dild Die Scholl« monats Beingsprtis:

Mit 4 Beilagen RM. l.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr .. -.25 Luch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

Lentsprechanschlüsse

Inter Sammdnummer 2251. Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Gtehen.

Postscheckkonto: jranffun am Blain 11686.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Drvck hüö Verlag: vrShl'sche Universttütr-Vuch- »nd Steinbruderei R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Sefchäftrftelle: Schulitratze 7.

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher.

preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanjtigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20, mehr.

Chefredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwonlich für Polittk Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr tz.Thyriot; für den übrigen leil Emst Blumschcin und für den Anzeigenteil Ma^x Filler, sämtlich in Gießen.

Intervention der Großmächte im chmesisch-japanischen Konflikt.

England kündigt im Völkerbundsrat einen gemeinsamen Schritt der Mächte zur Beilegung der Feindseligkeiten in Ostasien an.

Genf, 2. Febr. (WTD.) Die für heute nach­mittag dringlich einberufene Ratstagung, Ije durch die Anwesenheit deS sranzösischen AriegSministerS Tardieu, deS britischen Mi- wstcrs für die Dominions Thomas und deS italienischen RuhenministerS Grandi das De- präge einer grohen politischen Aktion erhielt, brachte die Mitteilung über eine ener­gische englisch-amerikanische 3n ter- ncntion im japanisch-chinesischen Konflikt Tardieu teilte als Präsident deS Rates zunächst mit, dah die gegenwärtige Sitzung auf Antrag der britischen De­legation einberufen worden sei.

Oer britische Minister Thomas verlas sofort eine Erklärung, in der auSgesührt wurde:

Die britische Regierung ist der Ansicht, dah eS unmöglich ist. die gegenwärtige Lage in Ost­asien andauern zu lassen. Ls ereignen sich dort Dinge, die bis auf den Ramen einen Kriegszustand darstelle n. Die Bölker- bundSsahung, der Kellogg-Pakt und der Reun- mächtcvcrtrag müssen allen Kredit in der Welt verlieren, wenn dieser Zustand an- dauert. Die Bereinigten Staaten haben von Anfang an erfreulicherweise dieselbe Auffassung über die Lage gezeigt. Leider haben alle bisherigen Bemühungen zur Besse­rung der Lage sich als fruchtlos erwiesen.

3m Einvernehmen mit der Regierung der Ber­einigten Staaten hat sich die britische Regierung nunmehr entschlossen, den gegenwärtigen be­dauerlichen Zustand der Dinge zu einem Ende z u bringen, und sie hosst, dah andere Staaten sich diesem Borgehen anschliehen werden. Die beiden Regierungen haben so­wohl in Nanking als auch in Tokio das formelle Ersuchen übermittelt, alle Gewaltakte und alle Borde- Teilungen füt Feindseligkeiten einzu stellen. Sie haben die Zurück Ziehung der Truppen in Schanghai und die Errichtung einer neutralen Zone und sofortige Aufnahme von Berhandlungen zur Regelung der Streit­punkte im Geiste des ftellogg-pahes und der Entschließung des Bölkerbundsrats vom 10. De­zember gefordert.

Thomas gab anschließend den Wortlaut einer heute nachmittag im englischen Untcrhause zur Ver­lesung gelangenden Regierungserklärung über den ostasiatischen Konflikt bekannt, in der es heißt: Die britischen Botschafter in Tokio und Ran- fing sind beauftragt worden, der chinesischen und der japanischen Regierung b e st i m m t e Vor­schläge mit dem dringenden Ersuchen um deren Annahme zu übermitteln. Diese Vorschläge sind mit den Regierungen der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Italiens verabredet worden. Der Inhalt der Vorschläge ist folgender:

1. Einfle11 ung aller Anwendung von Gewalt aus beiden Seilen.

2. Seine weitere Mobilmachung oder andere Borbereitungen, die neue Feind­seligkeiten zum Ziele haben.

3. Ruckzug der Chinesen und 3a- paner von allen Punkten in der Gegend von Schanghai, wo sie miteinander in Zählung stehen.

4. Schuhderin ter nationalen kon- zessionszone durch Schassung einer neutralen Zone, innerhalb deren Frieden und Ordnung durch Bcrcinbarungen neutraler Natur gesichert werden, die von den General­konsuln in Schanghai zu treffen sind.

5. Rach Annahme dieser Bedingungen muh man unverzüglich Fortschritte erzielen, indem man mit Unterstützung der neutralen Beobachter durch Berhandlungen alle schwebenden Streitfragen zwischen 3apan und China im Geiste des pariser Paktes und der Entschliehung des Bölkerbundes vom 10. Dezember zu regeln sucht, ohne dah vorher Forderungen erhoben und Borbehalte gemacht werden.

In einer kurzen Erklärung teilte sodann der Vertreter Frankreichs. Kriegsminister Tardieu. mit, dah Frankreich feine Vertreter in Tokio und Nanking angewiesen habe, sich dem Schritt der englischen Regierung a n z u s ch l i c h e n. Gleich­zeitig sei Borsorge für eine Bcrstärkung der französischen Marinegefchwader und der französischen Landstreitkräfte getroffen worden. Der Vertreter Italiens. Außenminister Drandi. machte sodann gleichfalls eine offi­zielle Mitteilung, dah Italien sich zu ä h n 1 i ch c n Schritten wie Grohbritannien entschlossen habe. Er gab der Erwartung Ausdruck, dah die beiden Regierungen in Tokio und Banking alles baranfetzen werden, damit in absehbarer Zeit eine fühlbare Besserung der Lage zu verzeichnen Wäre.

Der 'Vertreter Deutschlands. Gesandter Freiherr v. Weizsäcker, erklärte, er werde mcht verfehlen, sofort seiner Regierung die hn

Rat heule abgegebenen Erklärungen zu über­mitteln. damit die deutsche Regierung die ihr notwendig erscheinenden Schritte unternehmen könne. Biemand würde sich mehr freuen als die deutsche Regierung, wenn bald eine Beru­higung im Fernen Osten eintrele. Der Ver­treter Chinas. Botschafter Ben. sprach seine Genugtuung über die abgegebenen Erklärungen aus. die er seiner Regierung unverzüglich über­mitteln werde. Auherordentlich ernst und be­herrscht sprach bann derVertretek-ZapanS/BoischasterSato/ der nur mit Mühe seine innere Bewegung ver­bergen konnte. Er nahm zunächst auf die von den Vertretern der andern Großmächte abgegebenen Erklärungen Bezug und lieh dann eine längere Darstellung, die im wesentlichen auS Telegram­men seiner Regierung bestand, verlesen, um nach- I zu weisen, dah an den Vorfällen in Schanghai China die Schuld trage. Er versuchte im |

Oie englischen Interessen

London, 2. Febr. (WTB.) In amtlichen Lon­doner Streifen ist man lautMorning Post" empört über die Art und Weise, in der die Aktion der Ja­paner die ungeheueren britischen In­teressen gesährdct. Das in der internatio­nalen Niederlassung von Schanghai angelegte bri­tische Kapital betrage m i n b e ft c n s 7 0 Millionen Pfund Sterling. Leider habe es den Anschein, als ob das japanische Außen­ministerium unfähig sei, die Marinebehörden zu­rückzuhalten.

Der Ton der englischen Presse gegenüber Iapan ist ganz wesentlich schärfer geworden. Die Auffassung über die Lage in Schanghai ist sehr ernst. DieTimes" hofft, daß sich ein förmlicher Krieg zwilchen Iapan und China noch vermeiden lassen werde, falls sich beide Seiten Zurückhal­tung auserlegten. Diebarbarische Beschießung", die auf Befehl des japanischen Admirals Voschi- sawa erfolgte, habe das Ausland den Ja­panern entfremdet. DieTimes" schlägt vor, die internationalen Streitkräfte in Schanghai unter ein einheitliches Kommando zu stellen. Die .Morning Post" benutzt die Gelegen­heit, um nachzuweisen, daß angesichts der Herabsetzung derenglischen Flotten­stärke die Durchführung von Maßnahmen gegen Iapan ganz unmöglich geworden fei. Hier­aus ergebe sich, dah England zur See nicht weiter abrüsten könne.

Daily Telegraph" sagt: Die Freunde Japans fragen sich mit zunehmender Verständ - nislosigkeit, welchen Erfolg eigentlich Japan von Maßnahmen wie den Bombenangriffen auf Tschapei und der Beschießung von Nanking erwar­tet. Die anderen Mächte können bei diesem bewaff­neten Zusammenstoß zweier Völkerbundsmitglieder

Schanghai, 3. Febr. (WTB. Funkspruch. Associated Preß 8.53 Uhr örtliche Zeil.» Heute vor- mittag hat in Schanghai ein Artillerie- kämpf zwischen Japanern und Chinesen begonnen, lieber den neuen japanischen Angriff berichtet Reu­ter, daß mit schweren japanischen Ma­ri n eg e s ch ü tz e n das Feuer auf die chinesischen Stellungen nordöstlich des Bahnhofes von ^chapei eröffnet wurde. Die Chinesen hatten nur mit einem Minenwerfer das Feuer erwidern können, fo daß es einigen hunderten japanischer Marinesoldaten ein leichtes war, zum Angriff überzugehen. Die japanischen Streitkräfte in Schanghai sind nahezu 5000 Mann stark.

Hie Polizei schätzt die Zahl der Flücht­linge, die sich innerhalb der internationalen Kon­zession aufhalten, auf 57 800. Die berühmte orien­talische Bibliothek der Handelspreise in S ch a p c i ist gestern geplündert worden. Die chinesischen Gelehrten beklagen den Verlust von einer Million chinesischer und ausländischer Bücher, unter denen sich wertvolle Handschriften und seltene Bände befanden.

Auch ein deutscher Schritt in Tokio und Nanking.

Berlin. 3. Febr. (£11.) Auf Grund des 'De- richte des deutschen Vertreters im Bölkerbunbe- rat. Geheimrat v. Weizsäcker. hat die Reichs- rcgicrung noch am Dienstagabend die deutschen Vertreter in Tokio und Banking angewiesen, die betreffenden Regierungen darauf hinzuwei­sen. daß die deutsche Regierung im Interesse friedlicher Zustände sich dem Schritt der übrigen Ratsmächte anschliehe. sur eine diplomatische Intervention in Tokio und Banking muß die Reichsregierung eine andere Form wählen als die Staaten, die, wie England oder Frankreich. Biederlaslungen in China haben, oder, wie Italien, besondere Exterritorialrechte

übrigen nochzuweisen, daß die jetzigen Forderun­gen der Mächte sich mit den schon lange gehegten Wünschen Iapans decken. Iapan habe selbst die Vertreter der Mächte u m eine gemeinsame Befriedungsak­tion inSchanghai ersucht und könne auch über den Vorschlag der Errichtung einer neutralen Zone nur erf reu t sein.

Der Generalsekretär des Bölkerbundes teilte mit. daß der Bericht des Schang­haier Konsularkomitees über die Dor­gänge in Schanghai noch nicht vorliege und regle an. die weitere Behandlung des Falles b i s z u m Eintreffen dieses Bericht- zu ver­schieben. Tardieu erflärtc sich im Bamen des Rats mit diesem Verfahren einverstanden und stellte zur materiellen Seite der Frage fest, daß die heutige Ratssitzung die Bedeutung habe, daß sich der Bölkerbundsrat mit seiner moralischen Autorität der Aktion der an- gelsäch fischen Mächte anschliehe.

in China schwer gefährdet.

nur verblüffte Zuschauer bleiben. Leben und Rechte der Europäer werden um jeden Preis geschützt werden. Da einKriegszustand" in und um Schanghai herum besteht, wird dies schwierig genug sein. Wenn irgendeine Macht tatsächlich in den Konflikt hineingezogen werden sollte, so würde dies ungeheuer tragisch fein für die Sache, der die heutige Erössnungszeremonie in Genf gewidmet ist. Amerika hofft auf Entspannung.

W a s h i n g t 0 n, 2. Febr. (WTB.) Im Weißen Hause und im Staatsdepartement gibt man der Hoffnung Ausdruck, daß durch die soeben unter­breiteten Friedensvorschläge an Iapan und China möglichst bald eine wesentliche Entspannung der Lage in Schanghai herbeigeführt werde. Die Genfer Meldungen, dah Amerika und England, gemeinsam die sofortige Einstellung der Feind­seligkeiten in Chinagefordert" hätten, wer­den hier als abwegig bezeichnet. Der ameri­kanische Botschafter in Tokio und der amerika­nische Generalkonsul in Banking seien angewiesen worden, beiden Regierungen Bor schlüge zur sofortigen Einstellung der Feind­seligkeiten zu unterbreiten. Die britische Re­gierung habe gleichzeitig dasselbe getan. Bon einem gemeinsamen Ultimatum könne daher nicht gesprochen werden.

Im Weißen Hause wurde betont, daß Amerika lediglich bestrebt sei, Leben und Eigentum der amerikanischen Staatsangehörigen zu schützen und daß von e inem Ultimatum keine Rede sein könne. In parlamentarischen Kreilen besteht die Auffassung, daß Hoover den Zweck versolge, dir wachsende Empörung gegen Ia­pan einzudämmen.

in den chinesischen Hasenstädten besitzen. In­folgedessen bat die Reichsregierung ihre diplo­matische Aktion als Mitglied des Bölkerbunds- rates streng nach den Satzungen des Bölkerbundes unternommen.

Warum Japan die Rordmandschurei besetzte.

Tic wirtschaftliche Bedeutung der Mandschurei für die japanische Erpanfion.

Schanghai, 2. Febr. (CBD. Eigene Meld.) Ein bekannter japanischer Schriststeller, Kwan M a 11 u m u r a , der eine Reise durch die ganze Mandschurei beendet hat, gibt eine klare Dar­legung der Gründe, die Iapan veranlassen, seine Machtstellung in der Bordmandschurei in der gleichen Weise zu festigen, wie im südlichen Teil vieler Provinz. Die wirtschaftliche Entwickelung des mandschurischen Bordens, sagt er. wird von nun an eines der Probleme fein, d.e 3<uxin am meiftrn tx- schäftigen werden. Das weite Gebiet nördlich der ostchinesischen Dahn ist dazu bestimmt, dieK 0 r n - lammet der Welt zu werden. Ietzt schon, bei den von den chinesischen Dauern angewandten primitiven Methoden, werden dort 600 OOO Tonnen Soja- und andere Dohnen, sowie Getreide er­zeugt, während im Gebiet südlich der Dahn die Produktion eine halbe Million Tonnen erreicht. Die an die Mongolei grenzende Westmandschurei ist eine große Grassteppe, in der mei- lenwcit fein Hügel, kein Haus und kein Daum zu sehen ist, während in der Ostmandschurei breite Streifen Llrwald der Vjt des Holzfällers warten.

Im Jahre 1930 31 hat bie Mandschurei fast 250 Millionen Scheffel (zu 36 Liter) Soya- und andere Dohnen und etwa 600 Millionen Scheffel Hirse, Mais, Weizen und andere Getreidearien

erzeugt. Man schützt die Zahl der Rinder, Pferde und oebafe auf 6 Millionen, der Schweine auf 7.5 Millionen. Die Holzreserven bedecken eine Flüche von 6 800 000 Hektar. Bach zuver­lässigen Schätzungen wird angenommen, daß der Ertrag der Gesamtwirtschaft, also der Landwirt­schaft. des Bergbaues, der Holzwirtschaft und der Biehwirtschaft auf 200 Prozent pro Jahr erhöht werden kann. Es sind also reiche Zukunftsmöglichkeiten f ür3 a- pan. dellen Organisatmnssühigkeiten und Ka­pital sich dort glänzend betätigen können.

Mukden

Tientsin

en

Nenkin

ilankau

\nite

Futsenauo|| enatschau#^

Die Pfeile zeigen die Vormarschrichtung der Japaner an, die nun nach den Kämpfen in der Mandschlirei lind um Schanghai auch die Regierungshauptftadt Nanking und den Süden mit der wichtigen Handels- flabt Kanton bedrohen.

Oie Geschäftslage in Schanghai.

Beim Ostasiatischen Berein ist von einer Mit - gliedsfirma folgendes Telegramm aus Schanghai eingegangen:Politische Lage fein Grundzur Beunruhigung, aber Geschäft gefähr­det. Chinesische Banken und Goldborse geschlos­sen, das chinesische Postamt praktisch ebenso. Die Banken haben europAischen Firmen nahegelegt, sich gegen Kriegsgefahr zu versichern, aber die Deutsche Handelskammer und die General Chamber of Corn merce haben beschlossen, daß eine Kriegsversicherung unnötig erscheine, die deshalb einstimmig ab' gelehnt wurde."

Verhandlungen über Lohn- und Bürgersteuer.

Berlin, 2. Febr. (VDZ.) Im Reichsfinanzmini­sterium sand eine Besprechung zwischen Minister Dietrich und Vertretern der Spitzengewerkschaften aller Richtung statt. Die Vertreter der Gewerkschaf­ten brachten dabei noch einmal die unsozialen Folgen der Bürger ft euer und der Auf­hebung der Lohnfteuererstattungen zur Sprache. Sie verlangten volle Befreiung aller Lohn und Ge- hallsempfünger, die infolge Kurzarbeit oder aus anderen Gründen weniger verdienen als die Richl- *$e der Wohlfahrtspflege betragen, und ferner Er­mäßigung der Bürgersteuer auf die Halste bei allen Lohnsteuerfreien, wobei das Einkommen zur Zeit der Zahlung der Burger st euer und nicht das Einkommen von 19 30 zugrundegelegt wird.

Beichslinanzminister Dietrich sagte zu wegen der Defreiung der Einkommen unter den Wohl­fahrtssätzen eine Vereinbarung mit den kommu­nalen Spihenverbünden herbeizuführen und spä­testens vorn 24. Februar ab bei allen Lohn- jteuerfreien nur noch den halben Satz der Bürgersteuer zu erheben.

Ferner verlangten die Partei- und Gewerk­schaftsvertreter grundsätzlich die Wiederein­führung sämtlicher Lohnsteuer­er st attungen.

Der Reichssinanzminister sagte eine nochmalige Prüfung zu. Eine Sonderregelung soll für diejeni­gen nichtständigen Arbeiter angestrebt werden, die nur wenige Tage in der Woche Arbeit haben und Lohnsteuer zahlen müssen, obgleich ihr Loh» die Zreibetrüge bei der Lohnsteuer bei weitem nicht erreicht.

Wachsende Verstimmung in England.

NeuerArülleriekampsinGchanghai