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Australien

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Auf das väterliche Anwesen tödlich abgefiürzk.

* bekannte Sportflieger und Sportschrift- steller Otto Huber und sein Begleiter, der 3n- flenteut Max OSwald, beide aus Rosenheim, kreuzten mit ihrem Sportflugzeug, aus südlicher Richtung kommend, über dem väterlichen Anwesen Hubers und gingen, wahrschein­lich um zu landen, ziemlich tief nieder. Dabei I?lnVcnJtc bem im Garten des Anwesens stehenden D a t e r des Sportfliegers zu und bedeuteten ihm, daß sie landen wollten. Sie kamen immer tiefer herunter. In etwa 200 Meter Ho de sackte das Flugzeug plötzlich durch, raste gegen einen Daum und zerschellte an der Haus­wand der Huberschen Besitzung. Die beiden In­sassen wurden getötet. Die Ursache des Unglücks ift noch nicht bekannt.

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:$.) Amtlich. Reichs- einer gelegentlid) her folgten Einsetzung ichweigischcn Eiaaismini« Lenthal am l.April entsprochen. Beide Mini- heit die politischen Fragen Zeit das Land Braun- , dabei festgestellt, daß ste ereinstimmvng w

** GeschäftSfubiläum. Der Inhaßer tret Pfeifferschen Buchhandlung in der Walltorstrahe kann in diesen Tagen auf das dOjährige Bestehen seines Geschäftes zurückblicken. Die Firma wurde Anfang April 1882 in der Walltorstrahe 14. gegenüber dem jetzigen Ge­schäftslokal. von Philipp Pfeiffer in beschei­denem Umfange eröffnet. Der Gründer verstand es. in wenigen Iahren sein Geschäft auf eine feste Grundlage zu stellen. Im Iahre 1869 wurde das Geschäft in die größeren Räume des Hauses Walltorstraße 21 verlegt, wo es sich heute noch besindet. Im Iahre 1910 übernahm der Sohn des Gründers. Herr Otto P f e i f f c r . das väter­liche Geschäft, nachdem er vorher zu seiner Aus­bildung in führenden Duchhandelssirmen in Wci- mar. Bonn. Hannover, Paris und Frankfurt am Main tätig gewesen war. Dem Geschäft wurde im Iahre 1919 ein kleiner Derlag angegliedert, der besonders Heimatliteratur berausdrachte. Dor zwei Iahren wurde das Geschäftshaus moderni­siert und die Räumlichkeiten zweckentsprechend vergrößert. Die Firma erfreut sich bei der Buch­gemeinde von Gießen und llmgcgcnb besten An­sehens.

* Straßensperrung, mitgetcilt vom Ober« hessischen Automobil-Club E. V. (21. v. D ): Die Pro- mnzialstraße HirzenhainLißberg ist ob 4. April wegen Ausführung einer Zementschotter- decke für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Glashütten, Oberlais. Schwickartshausen, Lißberg oder Usenborn, Ortenberg und umgekehrt.

** Veränderungen in derhessischen Polizeileitung. Mit Wirkung vom 1. Mai an sind der Polizeidirektor Dr. Hermann ü f i n - g e r in Darörstadt zum Kreisdirektor bei dem Kreisamt Groß-Gerau, der Rcgierungsrat Her­mann Bach in Darmstadt zum Polizeidirektor bei dem Polizeiamt Offenbach und der Polizei­direktor Gustav D i t t m a r in Offenbach zum Polizeidirektor bei dem Polizeiamt Darmstadt er­nannt worden.

** Schulperson alie. Studienrat Dr. Wei­gand am Pädagogischen Institut der Technischen Hochschule in Darmstadt wurde zum Kreisschulrat bei dem Kreisschulamt in Büdingen ernannt.

** Dienstjubiläum. Fri. Margarete Pfaff ist jetzt seit 20 Jahren als Hausangestellte in der Familie des verstorbenen Landgerichtsdirektors Bücking tätig. Der Hauptverein des Alice-Frauen- Vereins hat aus diesem Anlaß der Jubilarin die Brosche und ein Diplom verliehen, die von der Vor­sitzenden des hiesigen Zweigvereins überreicht wurden.

Elly Beinhorn durchquert Australien.

Rachdem Ellh Beinhorn die 600 Kilometer breite Ttmor-See überflogen hat und in Port Dar­win gelandet war, wurde sie bei ihrer Lan- dung von einer ungeheuren Menschenmenge stür­misch begrüßt. Ellh Beinhorn ist bekanntlich als erster deutscher Flieger überhaupt nach Australien gekommen. Rach einem Aufenthalt in Port Dar­win setzte sie ihren Flug über daS Innere Australiens fort. Der Flug findet in ganz -Australien die größte Beachtung, zumal sie die erste Fliegerin ist, die nicht nur den australischen Kontinent besuchte,, sondern in seiner Rord- und Südausdehnung das sog.Tote Herz" überwunden bat. Elly Beinhorn ist bereits zu ihrem letzten Gtappenflug nach Sydney gestartet.

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* Die Museen und der Heidenkurm sind am Sonntag zwischen 11 und 1.3 Uhr bei ge­wöhnlichen Preisen geöffnet.

Die Gießener Hausfrauen-Bera­tung kündigt im heutigen Anzeigenteil das Kursus- Programm ihrer Lehrküche an. Interessenten seien be­sonders darauf hingewiesen.

* Kindergarten des Fröbel-Semi­nars. Man schreibt uns: Wie schon kurz berich­tet, hat das Fröbel-Seminar seine beiden Kinder­gärten in der Grabenstraßc und Walltorstrahe am l.April zusammengelegt und wird sie unter dem Ramen Kindergarten des Fröbel^Scminar« in der Walltorstrahe 58 (früher Volkskindergar­ten) weiterführen. Es sei noch einmal darauf hin- getotefen, daß die Leitung des Fröbel-SeminarS immer bestrebt ist, die Kindergärten in der Dar- tenstraße 30 und Walltorstrahe 58 zu Stätten des Frohsinns zu gestalten, in denen die Kinder bei zwanglosem Spiel und kindgemäßer Beschäf­tigung unter liebevoller und verständiger Füh­rung das sein dürfen und können, waS ihrer Wesensart entspricht. Die Kindergärten sind ge­rade in der heutigen Zeit eine segensreiche Ein­richtung für die mit Arbeit überlastete Mutter und Hausfrau. Der Beitrag ist der Zeit ent­sprechend herabgesetzt. (Siehe heutige Anzeige.)

Dom Alice-Schulverein wird unS geschrieben: Die bekannten älnterrichtsanstalten des Alice - Schulvereins, eröffnen Montag, 11. April, das neue Schuljahr. Das Turnseminar beginnt Dienstag, 19. April. Es scheint noch wenig bekannt zu sein, daß in der Steinst raße auch Xoch- kurse von kürzerer Dauer (1 bis 3 Monat) ab- gehalten werden. Hier können sich vor allem be­rufstätige Damen, die heiraten wollen, für den Haushalt vorbereiten. Außerdem sei noch darauf aufmerksam gemacht, daß die Kurse durch Zusatz­stunden als Fachschule ausgebaut find, deren Be- fuch von dem der Berufsschule befreit. (Siehe heutige Anzeige.)

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"Bekämpfung der Schnakenplage. Das Polizeiamt teilt mit: Die Grundstückseigentümer find verpflichtet, im April jeden Jahres auf ihr Grundstück befindliche, den Schnaken zur B

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Aus der provinzialhaupistadt.

Gießen, den 2. April 1932.

Srauenfronen und Veniunstgründe.

Die Tränen einer Frau können durch ruhiges und vernünftiges Zureden getrocknet werden. Sprich leise, aber bestimmt zu ihr. Versuche nicht, durch harte Worte oder Zärtlichkeiten sie zu überreden. Setze ihr vernünftig deine Gründe auseinander, und du wirft sehen, daß es geht."

Diese Worte schreibt ein Professor, der an einer Hochschule Heranwachsenden Ehemännern Lehren mit, geben will für den Weg des Lebens. Das wird für Millionen verheirateter Zeitgenossen neu sein. Die meisten werden langsam und vielsagend mit dem Koofe nicken, werden die Mundwinkel etwas ver­ziehen, und, falls die Frau anwesend fein sollte, schweigen.

Eines aber wird für alle klar sein: Der Mann, der diese Weisheit verkündet, war noch niemals ver­heiratet. Oder er ist derart verheiratet, daß nicht sie, sondern er manchmal Tränen zu vergießen hat.

Vor allem kommt es auf die Art der Tränen an: Wenn die Frau mit müden Augen auf die späte Heimkehr des Mannes gewartet hat, und wenn dann zuletzt ein paar Tränen aus den geröteten Lidern fallen, dann find das Perlen, die sie gerade nicht vor die bekannten nützlichen Haustiere wirft, aber den- noch für einen Menschen verschwendet, der diese Tränen nicht wert ist.

Wenn aber aus gemalten Wimpern Tränen fallen, fei es aus Trotz, aus gekränkter Eigenliebe, aus ver­letzter Eitelkeit ober gar aus Gewohnheit, dann braucht sich der Mann keine Mühe zu geben, diese Flut ernst zu nehmen.

Aber die Tränen einer Frau im allgemeinen durch Vernunftgründe zum Versiegen bringen zu wollen, ist blutleere Stubenweisheit. Da müssen wahrlich andere Mittel wirken!

Ein Kuß, ein fröhliches Lachen, echte Herzlichkeit und Heiterkeit sind beliebte Mittel. Die ganz Schlauen machen es mit entschlossenem Schwung und brechen einen Streit vom Zaun, dessen Kern auf einem ganz andern Gebiet liegt, als der Tränenanlaß. Gemüts­menschen stimmen ein Lied an und fingen so laut und so lange, dis die Frau vor Wut ihre Tränen vergißt.

Rohe Männer können durch Tränen zu Tätlich- feiten gereizt werden, wobei immer wieder betont werden muß, daß es leider noch keine ausreichenden Gesetze gibt,'die den Rüpel hart anfaffen, der eine Frau mißhandelt.

Andere wieder schlagen die Türen mit lautem Knall zu und gehen aus dem Hause. Mittlerweile hat die Frau Zeit zur Besinnung, und die meisten Frauen werden sich nach diesem geräuschvollen Ab­gang wohl bald wieder die Augen trocknen und die Nase pudern.

Ist Eifersucht im Spiel, so gibt es nur ein Mittel: Mit dem linken Arm sie zwangsweise umfassen, den rechten zur Höhe recken und versichern, daß die andere, die sie meint, eine Gans, ein Schaf, eine Pute ist. Selbst vor der Kuh darf man in solchen Fällen des Vergleichs nicht zurückschrecken.

Das einzige, was eine Frau hören will, ist, daß sie die liebste, beste und vor allem verehrteste in dem ganzen großen Bekanntenkreise ist. Das wird sich wie lindernder Balsam auf die zerrissene Seele legen, und ein ehrlicher fester Kuß wird ihr den Mund ver­schließen, mit dem sie eben noch behaupten wollte, die unglücklichste Frau der Welt zu fein!

Glücklich aber der Mann, der durch Zufall irgend­ein kleines Geschenken Hause verborgen hält! Und sei es auch nur ein Stück Seife!

Wo bleiben dann die Vernunstgründe des Pro­fessors! Man mag einer Frau schmeicheln, man mag sie beschwätzen, man mag mit ihr kämpfen oder sie sogar überschreien: sie aber durch sachliches Vor­bringen von Vernunftgründen überzeugen, wenn Tränen fließen ...

Wer es noch nicht versucht hat, lasse es lieber bleiben. M. A.

Die Schlüsselstellung des Sparers.

Heute kann man oft sagen hören:Wir würden gerne sparen, wenn wir nur etwas zum Sparen hätten." Leider gibt es viele Millionen Volks­genossen, die arbeitslos sind, die keinen oder nur sehr geringen Erwerb haben, und die daher das. was sie wirklich haben oder verdienen, zum Leben brauchen.

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vier Todesopfer einer venzinexplosion.

CBci der Explosion eines Denzinbehälters in Algier wurden vier Personen getötet und sie-' ben verletzt. Ein Angestellter der Staatseisen­bahn hatte zwei Kollegen mit ihren Fam ien zu einem Fest eingeladen. Während die Erwachse­nen im Wohnzimmer Platz genommen hatten, hiel­ten» sich hie Kinder in der Küche auf. Plötzlich explodierte in einem neben der Küche liegenden Raum ein großer Benzinbe- hälter. Die Wohnung stand sofort in Flam­men. In der Rähe weilende Arbeiter leisteten die erste Hilfe. Der Wohnungsinhaber, seine Schwie­germutter und ein 14jähriges Kind erlagen nach wenigen Minuten ihren Brandwunden. Auch die Frau des Wohnungsinhabers starb kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Die übrigen sie­ben Verletzten liegen mit schweren Brandwunden darnieder. Bei einigen von ihnen besteht Lebens­gefahr.

Raubüberfall in einer Altonaer Bankfiliale.

3n die Depositenkaffe des Bankvereins für Schles­wig-Holstein in Ottensen drangen drei bewaffnete Männer und bedrohten die anwesenden drei Bank­beamten und einen Kunden mit Revolvern. Den unerkannt entkommenen Tätern sind rund 8000 Mark in die Hände gefallen. Der Verlust ist durch Versicherung gedeckt.

Suche nach dem Lindbergh-Boby auch in Europa.

Der Assistent des Leiters der Staatspolizei Major Schöffel ist vor kurzem nach Europa abgereift, um hier die Suche nach dem Sohne Lindberghs aufzu­nehmen.

Glückwünsd)e an Professor Butler.

Die Vereinigung Earl Schurz hat Professor R i - cholas Murray Butler in Reuyork, der am 2. April sein 70. Lebensjahr vollendet und in diesen Wochen auch auf eine 30jährige Tätigkeit alsPrä­sident der Columbia-Universität zu­rückblickt, sowie gleichzeitig sein 50jähriges Doktor- jubiläum begeht, ihre Glückwünsche ausgesprochen.

Demonstration im Liegen.

In Warschau versuchten etwa 200 Erwerbs­lose ins Rathaus einzudringen, um Arbeit zu fordern. Das Tor wurde geschlossen und Polizei versuchte, die Wenge zu zerstreuen. Sie stieß hierbei auf beträchtliche Schwierigkeiten, da sich die Demonstranten auf das Pflaster leg­ten und trotz aller Maßnahmen ihren Platz hart­näckig behaupteten. Erst nach der Festnahme meh­rerer Demonstranten gelang es. die Menge aus­einanderzutreiben.

Zwei Linabcn in einer Kiesgrube verschüttet.

Ein Anglücksfall. dem zwei junge Menschen­leben zum Opfer fielen, hat sich vor den Toren Stettins ereignet. In einer Kiesgrube in der Berliner Straße spielten mehrere Kinder, als plötzlich die Sand massen nachgaben und in die Tiefe rutschten. Zwei Knaben im Alter von 5 und 11 Iahren wurden verschüttet. Erst mehrevr Stunden später konnten die Leichen der beiden Kinder geborgen werden.

Erfolgreiche Flucht aus dem Exil.

Mehrere politische Flüchtlinge, unter ihnen der ehemalige portugiesische Kolonialmi­nister Machado, sind auf einem von Oft- asien kommenden Dampfer in Marseille einge­troffen. Die Flüchtlinge, die wegen Beteiligung an dem Aufstand vom 17. bis 20. August 1931 auf eine Insel im Stillen Ozean de­portiert waren, enttarnen von dort auf einem klei­nen Segler. Ein holländischer Damvfer nahm sie unterwegs auf und setzte sie in S i n g a p o r e ab. Dort schifften sie sich auf den Dampfer ein, der einige Hundert russische Mennoniten von Schang­hai nach Marseille brachte.

Reichsbahn in Zahlen.

Den riesigen Umfang des Betriebes der Deut­schen Reichsbahn, des großen Awterneh- mens, das Deutschland besitzt, kann man erst ermessen, wenn man ihren Betrieb und Besitz in Zahlen erfaßt. Die Reichsbahn bat eine Betriebslänge von fast 54 000 Kilometer durchgehenden Gleisen, wozu noch beinahe 70 000 Kilometer Nebengleise, 690 Kilometer Schiffs­strecken und etwa 4000 Kilometer Eisenbahnkraft­fahrlinien kommen. Wegübergänge. Wegübcr- und Wegunterführungen sind rund 100 000 vor­handen, ferner 1300 Kilometer Drücken, 224 Kilo­meter Tunnel, 300 000 Weichen, 350 000 Herz-

Andericits gDk es manche, die auch heute noch sparen können. Zwar kann niemand mehr soviec zurücklegen wie früher, denn von dem Einkommensrückgang, Lohn« und Gehaltssenkung wird jeder betroffen. Aber viele Wenig geben ein Viel: dieses alte Wort gilt nach wie vor. älnd da mit jedem gesparten Betrag voraus­gesetzt, daß nicht sinnlos Geld gehamstert, sondern bei den berufenen Spareinrichtungen gespart wird neue Arbeitsmöglichkeiten für andere Volksgenossen geschaffen werden können, so hat jeder, der auch nur daS geringste noch zurück­legen kann, heute gewissermaßen die Pflicht, zu sparen.

Sparen ist es auch, wenn man mit feinen bis­herigen Ersparnissen haushälterisch umgeht. Man muß und soll sie angreifen, soweit man sie wirklich für den Lebensunterhalt braucht. Aber sein Geld abheben, nut um es zu Hause nutzlos in den Kasten zu legen, ober um irgendwelche nicht dringend benötigten Dinge zu lausen, das wäre sicher kein richtiger Gebrauch mit den meist fo sauer verdienten Spargroschen. Ersreulicher- weise fallen jetzt immer weniger Leute auf falsche Gerüchte herein, nachdem sich in den vergangenen Monaten die vielen Gerüchte von Inflation, Beschlagnahme von Sparguthaben usw. sämtlich als falsch herausgestellt haben. Im Interesse aller liegt der Appell: Spare jeder, der noch sparen kann! Der Sparer hat den Schlüssel nicht nur zum eigenen Wohl, sondern zum Wohl des ganzen Volkes.

Gießener Wochenmarktpreise.

* G i e ß e n. 2. April. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Kochbutter von 90 Pfennig an, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120, Matte 25 bis 30, Wirsing (gelb) 15 bis 20. Wirsing (grün) 25. Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 30, Unter-Kohlrabi 5 bis 8. Grün- kohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 20 bis 22, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 biS35, Kartoffeln 4,5, Aepfel 8 bis 15, Dörrobst 25 bis 30, Honig 40 bis 45, Rüsse 35 biS 40, Suppen­hühner 70 bis 80, Hunge Hähne 80 biS 90; Käse 5 bis 10 Pfennig daS Stück, Eier 7, Blumen­kohl 30 bis 70, Salat 25 bis 30, Endivien 15 bis 30, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis 40; Radieschen 15 bis 20 Pf. das Bündel; Kartoffeln 3,80 bis 4 Mark der Zentner. Weiß­kraut 6 bis 6.50, Wirsing (gelb) 12 bis 15, Wir­sing (grün) 20 bis 22, Rotkraut 8 bis 9 Mark.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag. Hess. Garde-Dragoner 23 Gießen, Monats-Ver­sammlung bei Strasser, Ludwigstraße. Artil­lerie-Verein, 20.30 Ahr. Hess. Hof, Monats-Ver­sammlung. 1. Reichskurzschriftgesellschaft, Stadt Lich, 'Vereinsabend. Kurzschrift-Verein von 1861, 20.30 Uhr, Kaufm. Vereinshaus, Vereins- abend. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »Frie­derike von Sossenheim". Aztoria-Lichtspiele, Seltersweg:Die Todesklippe" undDie Pi­raten vom gelben Fluh".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater, 19 bis 21.30 Uhr, »Vater fein da­gegen sehr!" Oberhess. Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 11 bis 13 Ahr, Tischbein-Aus­stellung. Cafe Leib, 20.15 Ahr, Militär-Kon­zert. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 11.15 Uhr, »Drachengold und Opium"; ab 15 Uhr »Frie­derike von Sesenheim". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg, »Die Todeskllppc" und »Die Pi­raten vom gelben Fluß".

Aus dem Stadttheaterbureau wird und geschrieben: Heute 15 Ahr als Veran­staltung für die Erwerbslosen geschlossene Vor­stellung des Schwanks von Impekoven und Ma­thern »Die drei Zwillinge". Spielleitung Peter Fassott. Ende 17.15 Ähr. Sonntag, 3. April, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen ... . . Vater sein dagegen sehr". Diese Ko­mödie von Edward Ehilds-Carpcnter, in der deutschen Bearbeitung von Sil-Vara, erregt im­mer wieder Heiterkeit. Ein Abend befreienden Hu­mors! Beginn 19 Ahr, Ende 21.30 Ahr. Spiel­leitung Karl Heyser. Als besonderes Ereignis verdient das einmalige Märchen-Gastspiel des Berliner Theaterkindes Erika Graf mit ihrem En­semble am Montag, 4. April, angesehen zu wer­den. Erika Graf ist auf ihrer großen Deutschland- Tournee von den Kindern aller Städte bejubelt worden. Sie spielt in Gießen das Märchen Hänsel und Gretel" in der szenischen Einrichtung von Goerner. Beginn 15.45 Ahr, Ende 17.45 Ahr.

E i n Frauenoortrag mit Lichtbildern und praktischen Vorführungen, gehalten von der Hygiene-Schriftstellerin Frau A. K r ä g e I o h, Köln, findet am kommenden Montag, 4. April, 20 Uhr, im Saale des Caf6 Leib statt. Näheres ist aus der heu­tigen Anzeige ersichtlich.

Wettervoraussage.

Die neue Störungswelle vorn Atlantik her dehnt ihren Einfluß über Deutschland aus, bringt weitere Niederschläge und wirkt auf die Temperaturen ein. Das Druckfallgebiet mit dem Kern über England und der Nordsee sorgt jetzt für Zufuhr kühler Luft, welche dem Witterungscharakter das Gepräge von Aprilwetter gibt. 3m Wechsel zwischen Aufheiterung und Böenwolken gehen die Niederschläge in Schauer über, die teils als Schnee ober Graupeln niedergehen. Außerdem setzt allgemeiner Temperaturräckaang ein. Da gleichzeitig mit der kühlen Luft Druckanstieg ver- bunben ist, so wirb unter seinem Einfluß zu Beginn ber fommenben Woche eine gewisse Beruhigung ein. treten, ob jedoch von mehreren Tagen, läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen.

Aussichten für Sonntag: Unbeständiges, wechselnd wolkiges Wetter mit Aufheiterung, Abküh- lung, Regen- und Schneeschauer, westliche bis nord­westliche Winde.

Aussichten für Montag: Noch wechselnd wolkig mit Aufheiterung, aber etwas unbeständiger, kühl, einzelne Schauer.

Lufttemperaturen am 1. April: mittags 13,6 Grad Celsius abends 7 Grad; am 2. April: morgens 3,3 Grad. Maximum 13,7 Grad, Minimum 3,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. April: abends 8 Grad; am 2. April: morgens 6 Grad Celsius. Niederschläge 4,7 mm. Sonnenscheindauer 2% Stunden.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

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