Ausgabe 
1.11.1932 Erstes Blatt
 
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fenburE Zellstoff, Wasserwerk Gelsenkirchen und Hcmsadampf bis zu 2,25 Prozent gewannen, so war dies gewiß auf kleine Zufallsorders, sowie die Enge der Märkte zurückzuführen. Das gleiche gilt von den Abschwächungen bis zu 1,5 Prozent, die bei Rütgerswerke, Berliner Maschinen und Bogeltelegraph zu verzeichnen waren. 3m übri­gen betrugen die Abweichungen nicht mehr als 1 Prozent. 3m Verlaufe blieb das Geschäft ge­ringfügig ; es-ergaben sich nur Abweichungen um Bruchteile eines Prozentes.

Die Rentenmärkte lagen demgegenüber heute f e st. Das Hauptinteresse beanspruchte die Einführung der Steuergutscheine. Diese hatten zwar einen belebten Marit, doch waren die Hm- fäbe denkbar gering. Gehandelt wurden lediglich 34er mit 90,25. Dagegen hatten Altbesitzanleihe und Reichsschuldbuchforderungen lebhaftes Ge­schäft. Erstere lagen vorübergehend 0,50 Prozent höher, gaben aber dann die Hälfte dieses Ge­winnes wieder her. ReuLesitzanleihe bröckelten leicht ab. 3nduskrieobligationen, besonders Hösch, notierten bis zu 0,88 Proz. höher. Pfandbriefe zeigten ebenfalls ein freundlicheres Aussehen. Die Diskonthoffnungen scheinen sich allerdings nicht erfüllen zu wollen, da die Absichten der Regierung bei der Reichsbank auf Wi­tz e r st a n d gestoßen sintz. Von Ausländern waren Rumänen und 4proz. Mexikaner schwächer, Um 13 Mr wurden Steuergutscheine amtlich notiert. 34er stellten sich bei einem Umsatz von 450 Mille auf 90,25 , 35er auf 85, 36er auf 80, 37er auf 75,50 und 38er auf 71. 3n den vier spä­teren Fälligkeiten betrug der Umsatz je 50 Mille. Repartierungen wurden nicht notwendig.

AmGeldmarkt war nach dem Ultimo heute schon eine fühlbare Erleichterung fest­zustellen. Lagesgeld ging auf 4,88 Proz., zum Teil auf 4,75 Proz. an der unteren Grenze zurück, während der Satz für Monatsgeld unverändert 5 bis 7 Proz. blieb. Für Privatdiskonten, so­wie für Reichswechsel für den 1. Februar und Reichsschahanweisungen per 15. März war schon wieder Rachsrage festzustellen, größere Umsätze konnten sich heute aber noch nicht entwickeln.

Pferdemarkt in Ortenberg.

Ortenberg, 31. Oft. Der diesjährige O r - tenbergerKalte Markt", der heute be­gann, wurde mit dem Pferde- und Fohlen- markt eröffnet. Etwa 500 Tiere waren ausgetrie­ben. Der Handel ging verhältnismäßig flott. Für Fohlen wurden 300500 Mark bezahlt. Mittlere Pferde kosteten 700800 Mark, bessere Tiere wur­den mit 9001000 Mark gehandelt.

Gießener ^preise.

* Gießen. 1. Rov. Es kosteten auf dem heu­tigen W^henmarkt: Süßrahmbutter 130, Land­butter 120, Kochbutter 100, Matte 2530 Pf. das Pfund, Käse 510, Eier, ausländische, 1213, in­ländische 13 Pf. das Stück, Wirsing, grün, 68, Weißkraut 46, Rotkraut 78, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8, Spinat 15, Römischkohl 8, Unter-Kohlrabi 56, Rosenkohl 2025, Feld- salat 100, Tomaten 2025, Zwiebeln 810, Meerrettich 3060, Schwarzwurzeln 2530, Kür- I bis 56, Kartoffeln 3, Pfirsiche 35-50, Aepfel I 1530, Dirnen 1020, Dörrobst 3035- Honig I 4045, Rüsse 35, 3unge Hähne 7080, Suppen­

hühner 6080, Gänse 7080, Enten 8090 Pf. das Pfund, Tauben 5060, Blumenkohl 3060, Endivien 1015, Ober-Kohlrabi 58, Lauch 5 bis 10, Rettich 810, Sellerie 1035 Pf. das Stück, Radieschen 10 Pf. das Bund, Kartoffeln 2,30 bis 2,50, Weißkraut 2,202,50, Rotkraut 5,00, Wir­sing, grün, 4,004,50, Aepfel 12,0025,00 Mk. per Zentner.

AllendorferMel6markiam9.Aovember

3 Allendorf a. d. L da., 31. Oft. In den letzten Tagen ist vielfach das falsche Gerücht von einer Verlegung des diesjährigen Nikelsmarktes ausgestreut worden. Um der Weiterverbreitung die­ser unzutreffenden Behauptung entgegenzutreten und um weiteren Anfragen vorzubeugen, wird darauf hingewiesen, daß der diesjährige Ni­ke l s m a r k t wie bereits amtlich festgelegt am Mittwoch, 9. November, stattfindet. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage scheint der Nikelsmarkt, der der bedeutendste Jahrmarkt un­serer Stadt ist, auch diesmal wieder seine alte An­ziehungskraft .auszuüben, denn es haben bis jetzt schon eine stattliche Anzahl Krämer und Buden­besitzer ihr Erscheinen angemeldet. Die Allendorfer Geschäftswelt ist schon eifrig mit den Vorbereitun­gen zum Markte beschäftigt, sie wird auch diesmal ihr Möglichstes tun, um allen Ansprüchen der Be­sucher gerecht zu werden. Es ist Vorsorge getroffen, daß Jung und Alt wieder einige vergnügte und anregende Stunden verleben können.

Wettervoraussage

Das Discayahoch hat durch weiteren Luftdruck­anstieg an tzer Rückseite des südöstlich ab ziehen­den Tiefs Verbindung mit dem Skandinavienhoch erhalten. Das Zwischenhoch wirkt sich auch bei uns aus und wird vorübergehend zu Aufklaren führen, wobei in der Rächt die Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt zurückgehen. Aber die neue Atlantikstörung, die bereits über den briti­schen 3nseln Riederschläge verursacht, wird sehr bald ihre Warmluft bis auf das Festland vor­tragen und wieder Wetterverschlechterung bringen.

Aussichten für Mittwoch: Rach kalter Nacht mit Aufklaren, wieder milder, meist bewölkt und aufkommende Niederschläge.

Aussichten für Donnerstag: Wech­selnd bewölkt, vorübergehend auch aufheiterntz, vereinzelte Regenschauer.

Lufttemperaturen am 31. Oktober: mittags 6,8 Grad Celsius, abends 6,4 Grad; am 1. November: morgens 5,4 Grad. Maximum 7,2 Grad, Minimum 5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. Oktober: abends 6,7 Grad; am 1. November: morgens 6,4 Grad Celsius. Niederschläge 0,7 mm.

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