Ausgabe 
1.8.1932 Frühausgabe
 
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Frankreich behält den Oavis-Pokal.

Amerika siegt im Doppel.

Äachdetn die Franzosen am ersten Tage der 'Tavispokal-Herausforderungsrunde in Paris eine 2:0 Führung erkämpft hatten, gelang den Ameri­kanern am Samstag durch den Gewinn des Dop­pelspieles -einen Punkt aufzuholen. Vor etwa 10 000 Zuschauern lieferten sich die beiden Kom­binationen Allison-van Ryn und Cochet°Brug- non einen äußerst zähen, sportlich überragenden Fünfsatzkampf, den schließlich die besser durchhal- tenden Amerikaner mit 6:3, 11:13, 7:5, 4:6, 6:3 für sich entschieden. Dein Spiel wohnte ein bemer­kenswerter Gast bei: James John Davis, der amerikanische Arbcitsminister, der im Jahre 1900 als Student den Davispokal gestiftet hatte.

Die Entscheidung 3:2 für Frankreich.

Die Entscheidung über den Gesamtsicg war erst den Spielen des Sonntags Vorbehalten. Sie fiel auch gleich im ersten Spiel zwischen D o r o t r a und Allison, das derfliegende Baske" nach einem äußerst schweren Kampf mit 1:6, 3:6, 6:4,

6:2, 7:5 gewinnen konnte. Vor der riesigen Zu- schanermenge von 13 000 Personen und bei großer Hitze lieferten sich Borotra und Allison einen dramatischen Kampf. Der Amerikaner griff von Anfang an beherzt an und sicherte sich den ersten Sah mit 6:1. Auch den zweiten Sah mußte Bo­rotra noch mit 3:6 abgeben. Dann aber er­müdete Allison sichtlich, während Borotra immer sicherer wurde. Die beiden nächsten Sätze sahen ihn klar in Front. Er nahm Allison diese Sätze mit 6:4 und 6:2 ab. 2m fünften Sah schien es zuerst, als ob Borotra zu einem schnellen Siege kommen sollte, er führte bereits 3:0. Da riß sich aber Allison nochmals zusammen und erreichte eine 5:3-Führung. Als er nun drei Matchbälle verschlug, kam Borotra zum Ausgleich und schließ­lich mit 7:5 zum Sah- und Matchgcwinn.

Nachdem die Entscheidung gefallen war, ver­lor der Kampf Cochet gegen Vines an Interesse. Cochet holte sich leicht mit 6:4, 6:0 die Führung. Erst als die Pariser den Amerikaner aus­pfiffen besann sich dieser und holte die nächsten Sähe mit 7:5, 8:6, 6:2 und damit den Match­gewinn.

Olympia-1932: Einmarsch und Eid

Oer feierliche Weiheakt in Los Angeles.

stündigem Einmarsch endlich das Sternenbanner der den Schluß bildenden Amerikaner sicht­bar wurde, raste das Stadion vor Be­geisterung.

Ein überwältigendes Bild.

Am Samstagnachmittag, nach mitteleuropäischer Zeit in der Nacht zum Sonntag, sind in Los Angeles die X. Olympischen Spiele feierlich er­öffnet worden. Es herrschte wieder ein wunder­volles Sommerwetter, als sich schon zu früher Mittagsstunde über 100 000 Menschen durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt zum Olym­pischen Park hin in Bewegung setzten. Unüberseh­bar war der Menschenstrom, undurchdringlich das Gewühl der Verkehrsmittel aller Art.

Der Hauptkainpfplatz des Olympischen Parkes bot mit seinem reichen Flaggenschmuck in den Farben aller Länder, mit dem satten Grün des Aasens, dem in allen Tönen schimmernden Bunt der dichtbesehten Zuschauerränge einen überwäl­tigenden Anblick.

Als um 14.30 Ahr der Vizepräsident der USA., Charles Curtis mit dem Olympischen Ko­mitee die Ehrentribüne betrat, intonierte die olympische Kapelle die Nationalhymne der USA., in die ein Massenchor von 1000 Männerstimmen einfiel. Fanfarenklänge kündigten darauf den

Einmarsch der Nationen.

Als die so eindrucksvolle Kundgebung der Hunderttausend verklungen war, verkündeten Fan­farenbläser vom Turm des Haupteinganges das Kommen der Teilnehmer. Unter riesigem Jubel begann der Einmarsch der Nationen. Die Spitze bildete das kleine Aufgebot der Griechen, die man, als vymbol für die Begründung des Olym­pias, an die Spitze gesetzt hatte. Ihnen folgten in alphabetischer Neihenfolge die einzelnen Na­tionen. Vor jeder Gruppe marschierte ein Athlet, der auf seidenem Banner den Namen des Landes anzeigte. Ihm folgte der Träger der Landes­fahne. Unter den ersten Gruppen fielen die sehr starken Expeditionen der Argentinier und Bra­silianer auf. Kanadas Vertreter in ihrem schmucken weißen Dreß wurden von den Zuschauern mit besonderer Herzlichkeit empfangen.

Oie Deutschen kommen ...

Als sich die Spitze der deutschen Gruppe am Haupteingang zeigte, wurde sie schon von den dort postierten Deutschamerikanern auf das herzlichste begrüßt. Der Beifall setzte sich fort und ver­stärkte sich dauernd. Dr. Carl Diem, der Gene­ralsekretär des Deutschen Neichsausschusses für Leibesübungen, und der Ludwigshafener Ringer Gehring, der als Bannerträger fungierte, führten den Zug Deutschlands an. Die Deutschen mochten in ihrer schmucken Olhmpiatracht einen ausgezeichneten Eindruck. In der ersten Reihe hinter dem Banner marschierten die sieben teil­nehmenden Frauen, denen in nach Sportarten ge­trennten Gruppen die Männer folgten.

Auf dem ganzen Rundgange wurden die Deut­schen von tosendem Beifall begleitet. Nicht nur die zahlreich vertretenen Deutschamerikaner, auch die vielen Angehörigen anderer Nationen berei­teten den deutschen Olympiakämpfern einen be­geisterten Empfang.

Famos sahen auch die in leuchtendes Blau ge­kleideten Italiener aus, die ebenfalls mit einem Sonderapplaus bedacht wurden. Auch die gewaltige Abordnung der Japaner hinterließ einen großen Eindruck. Als nach fast dreiviertel-

Ein wundervolles buntes Bild bot sich dem Auge. In allen Farben schillerten die Danner. Ueber dem Stadion kreuzten Flugzeuge und Bal­lons. Die deutsche Gruppe, die hinter England an 18. Stelle einmarschiert war, nahm sich recht stattlich aus. Insgesamt bestand sie aus 91 Per­sonen. Exzellenz Lewald und Dr. Ritter von Halt hatten im Gefolge des Vizepräsidenten Cur­tis in der Ehrenloge Platz genommen.

Rund 2000 Wettkämpfer hatten in dem wei­ten Rund des Stadions Aufstellung genommen. Der Olympische Chor sang die Olympische Hymne. Dann wurde eine Botschaft des Wiedererweckers der Olympischen Spiele, Baron Pierre de Cou­bertin, an die Teilnehmer verlesen.

Nach einer Ansprache des Präsidenten des Or­ganisations-Komitees, William May G a r - land, und des Präsidenten der Kalifornia-Uni- versität, trat Vizepräsident Curtius ans Mi­krophon und erklärte unter atemloser Stille

die Olympischen Spiele für eröffnet.

Im gleichen Augenblick verkündeten Böllerschüsse die Crös^nung weithin. Im Turm des Hauptpor­tals flammte in gewaltiger Schule das olympische Feuer auf, die Kapelle intonierte nochmals die olympische Hymne und langsam stieg an dem ge­waltigen Mast im Innern des Kolosseums das weißseidene Tanner mit den fünf Ringen auf.

Nach einem weiteren Gesangsvortrag des Chors betrat der Mannschaftsführer der amerikanischen Fechter, Marineleutnant G. G. Calnan, den Halbkreis und leistete den

Olympischen Schwur:

Wir schwören, daß wir uns bei den Olym­pischen Spielen als ehrenhafte Mitbewerber zei­gen und die für die Spiele geltenden Be­stimmungen achten wollen. Unsere Teilnahme soll in ritterlichem Geiste zur Ehre unseres Va­terlandes und zum Ruhme des Sportes er­folgen."

Nochmals sang der Chor: erneut klangen mun­tere Marschweisen und dann erfolgte der Ab­marsch der Teilnehmer. Langsam, ganz langsam leerte sich bas gewaltige Rund. Unter Kalifor­niens Sonne aber strahlt das olympische Tuch.

Oie ersten Wettkämpfe.

Zwei französische Siege im Gewichtheben.

Der erste Tag der Olympischen Spiele brachte nur einen sportlichen Wettbewerb, nämlich das Gewichtheben der Leicht- und Halbschwergewichts­klasse. In beiden Klassen war Deutschland nicht vertreten. Den Sieg holten sich die Franzosen durch Duverger im Leicht- und H o st in im Halbschwergewicht. Der Sieg von Duverger kam überraschend, da man hier den Oesterreicher Haas in Front erwartet hatte. Frankreich sicherte sich damit bereits 2 Goldmedaillen.

Die Ergebnisse.

Leichtgewicht: 1. Duverger.Frankreich 325 Kilogramm (Drücken 97,5 Kilogramm, Reißen 102,5, Stoßen 125 Kilogramm). 2. Haas-Oesterreich

307,5 Kilogramm. 3. Pierini-Italien 302,5 Kilo­gramm.

Halbschwergewicht: 1. Hostin - Frank­reich 365 Kilogramm (102,5, 112,5, 150). 2. Olsen- Dänemark 360 Kilogramm. 3. Duey-USA. 350 Kilogramm.

Deutscher Kunstflugsieg in Zürich.

Im Rahmen der großen internationalen Flug- woche Dübendorf kam auch ein mit sechs: Teilneh­

mern besetzter Kunstflug-Wettbewerb zum Aus­trag. Der deutsche Meister Fiese ler erntete für seine großen Leistungen mit seiner ,Tiger- schwalbe" riesigen Beifall und schnitt auch mit 99 Punkten weitaus am besten ab. Aber auch der Leipziger Dr. G u l l m a n n auf dem glei­chen Typ zeigte ausgezeichnete Uebungen und wurde mit 87 Punkten Zweiter vor dem frühe­ren deutschen Meister A ch g e l i s mit 84 Punkten.

2Z. Ruderregatta der Gießener Rudergesellschafi.

Man kann nicht oehaupten, daß die 27. Ruder­regatta der Gießener Rudergesellschaft unter einem günstigen Stern stand. Es kam manches anders als man es sich dachte. Zunächst fiel auf, daß eine erkleckliche Anzahl von Abmeldungen eingegangen war, die das Maß des sonst Ueb- lichen überschritt. Dadurch veranlaßt fielen zwei weitere Rennen aus (der Jungmann-Dierer und der Vierer ohne Steuermann) verschiedene Mann­schaften störten den guten Eindruck, den die Re­gatta machen konnte, durch Aufgabe ihres Ren­nens. Die Rennen selbst gestalteten sich mit wenigen Ausnahmen nicht sehr spannend. Ver­zögerungen entstanden oftmals dadurch, daß die Motorboote der Schiedsrichter streikten, so daß die Regatta am Haupttag nicht weniger denn 4V4 Stunden in Anspruch nahm und die Geduld der Zuschauer auf eine harte Probe gestellt war. Durch den Ausfall zweier Rennen entstanden unfreiwillige Pausen und das aufziehende Ge­witter wirkte auch störend mit.

Am Samstag vollzog sich die Abwicklung der Rennen glatt. Cs wurden nur fünf Wettbewerbe ausgcfahren. Die Wasserverhältnisse waren gut. Die Wärme setzte den Ruderern sehr zu. Der Somrtagnachmittag stand im Zeichen der bereits erwähnten Widerstände. Zu allem kam noch, daß den Gießenern, den Ruderern der GRG. vor allem, nicht das an Siegen zufiel, was man ur­sprünglich erwartet hatte und eigentlich erwarten durfte. Den Ruderern der GRG. war am Sams­tag lediglich ein Sieg in einem Freundschafts­rennen der Schüler gegen die Schüler von Mar­burg vergönnt. Am Sonntag errangen sie einen Sieg im Jugend-Gig-Vierer, den Sieg im Einer um den Lahn-Pokal, den 2ödt gewinnen konnte und zum eindrucksvollen Abschluß den Sieg im Großen Achter gegen die Mannschaft des Würz­burger Rudervereins, dem ein harter spannender Kampf vorausging. Der . RuderklubHassia" sicherte sich recht überzeugend den Sieg im Er­munterungsvierer. Der Verein Rudersport ging leer aus.

Oie Ergebnisse.

Erster Tag.

Jean-Kirch-Gedächtnis-Vierer (Her­ausforderungspreis): 1. Limburger RC. 7:03,8; 2. Wetzlarer RC. 7:24,8; Weilburger RV. gab bereits bei 1000 Meter auf. Die Limburger errangen den Sieg ohne ernste Gefährdung; sie setzten sich zwar weniger auf Grund ihrer Technik als mit dem Ein­satz ihrer ganzen Körperkraft durch. Diesen Eindruck erhielt man im Verlaufe der Regatta noch verschie­dene Male.

Jungmann-Einer (Ehrenpreis): 1. Möller, Hanauer RG., 8:18,0; 2. Henn, Gießener RC. Hassia, 8:36,0. Henn hielt sich auf der Strecke sehr gut, ver­lor aber im Endspurt sehr an Terrain und mußte sich mit einigen Längen geschlagen bekennen. Roll (GRG.) startete nicht.

Kurz st recken-Rennenüber500 Meter (Ehrenpreis): 1. Saar Saarbrücken 2:02,4; 2. Lim­burger RG. 207,6; 3. Etuf Essen 2:10. Limburg und Essen fielen besonders in der Kurve sehr zurück. Die Saarbrückener ruderten vorzüglich.

Lahnachter (Ehrenpreis): 1. Limburger RC. 6:25,2; Gießener RG. aufgegeben. Das Rennen brachte eine Enttäuschung. Der Achter der GRG. gab auf. Limburg ging forsch alleine durch bas Ziel. Der Achter der GRG. fuhr in kombinierter Be­setzung.

Das Freundschaftsrennen der Schü­ler der GRG. und des Marburger RC. konnten die Gießener für sich entscheiden.

Der zweite Tag.

Adolf-Fischer-Gedächtnis-Rennen (Jungmann-Vierer): 1. Limburger RC. 7:26,8; 2. Limburger RV. 7:51,2; 3. RGR. aufgegeben. Der Limburger RC. blieb mit seiner forschen Art vor seinem Lokalrioalen Sieger. Die Gießener gaben bei 1500 Meter auf.

Zweiter Vierer (Ehrenpreis): 1. Wetzlarer RC. 7:27,2; 2. RV. Bad Ems 7:27,8; 3. RGR. 7:35. Zwischen Wetzlar und Ems entspann sich ein scharfer Endkampf, der von den Wetzlarern nur mit

Lufkastenlänge für sich entschieden wurde. Gießen, lag ziemlich zurück zur allgemeinen Ueberraschung.

Zweiter Einer (Ehrenpreis): 1. Möller, Hanauer RG.; 2. Reinecker, Offenbacher Undine beide nicht geleitet. Möller siegte mit erklecklichem Vorsprung.

Erster Vierer (Wanderpreis der Stadt Gie­ßen): 1. Saarbrückener RG.Undine" 7:21,2; 2. ERG. 7:41,0. Die Saarbrückener fuhren das Ren­nen in tadellosem Stil. Die Gießener konnten sich dagegen kaum behaupten und lagen zum Schluß ziemlich viel zurück.

2m Jungmann-Vierer fiel der Sieg, nach­dem die anderen Mannschaften alle abgemeldet hat­ten, an den Mainzer RV.

Jugend - Gig - Vierer (Ehrenpreis): 1. GRG. 3:47,6; 2. Limburger RV. 3:49,8. Die Main­zer Jugendlichen gaben auf. Auf den letzten 200 Meter entspann sich zwischen den im Rennen ver­bleibenden Mannschaften ein spannender Kampf. Gießen blieb mit zwei Längen Vorsprung Sieger. Die Limburger fielen plötzlich ab.

Kurzstrecken-Rennen über 500 M e- ter (Ehrenpreis): 1. RC.Saar" Saarbrücken 1:51; 2. Mainzer RV. 1:53,6. Limburg und Undine Saar­brücken hatten abgemeldet.

Leichtgewichts-Vierer (Ehrenpreis): 1. RG. Worms 7:17,6; 2. RV. Mainz 1911 7:53,8; Marburg gab bereits bei 500 Meter auf.

Einer - Lahn - Pokal (Herausforderungs­preis): 1. Jödt, GRG. 7:39,4; 2. Fahrenberg, RC. Kurhessen Kassel 7:53,0. Fahrenberg erwies sich nicht als ernsthafter Gegner. Jödt führ das Rennen in tadellosem Stil aus. Zogbaum, Rüsselsheim gab sehr fühzeitig auf.

Dritter Vierer (Ehrenpreis): 1.Saar* Saarbrücken 7:08,4; 2.Rhenania" Koblenz 7:12,2. Die siegreiche Mannschaft ging verhältnismäßig frisch und mit großem Vorsprung durch das Ziel.

Der Vierer ohne Steuermann wurde nicht ausgefahren, da die GRG. abgemeldet hatte. Der Sieg wurde der Saarbrückener RG. zu- gefprochen.

Jungmann-Achter (Herausforderungspreis): 1. Mainzer RV. 6:43,0. Saar-Saarbrücken ausge­geben. Man erwartete hier ein spannendes Duell. Leider gab es eine Enttäuschung. Die Mainzer mußten alleine durch das Ziel. Sie taten es mit Elan und versuchten dadurch die Zuschauer zu ver­söhnen.

Junior-Vierer (Herausforderungspreis): 1. Bad Ems RV. 7:28,4; 2. Wetzlarer 7:37,0. Eigent­lich gingen die Limburger (RV.) als erste durch das Ziel. Die Mannschaft wurde jedoch distanziert, da sie die Emser ständig behinderte.

Kurzstrecken-Wettrudern über 500 Meter für Damen-Vierer: 1. Offenbacher RV.; 2. GRG. Der Sieg mußte an die Offenbache­rinnen fallen, da sich die Damen der GRG. nicht genau an die speziellen Vorschriften hielten.

8-Vierer (Ehrenpreis): 1. Limburger RG. 7:24; Marburger RV. aufgegeben.

Zweiter Achter (Ehrenpreis): 1. Saarbrücke­nerUndine" 6:09,0; 2. Limburger RC. 6:13,2. OffenbacherUndine" gab auf. Die Saarbrückener errangen sich den Sieg in tadellosem Stil. Die Lim­burger hielten sich durch den Einsatz ihrer Körper­kraft bewundernswert gut.

Ermunterungs-Vierer (Ehrenpreis): 1. Hassia" Gießen 7:07,7; 2. Marburger RV. 7:25,0. Lebhaft angefeuert von den Anhängern errangen die Gießener einen ansprechenden Sieg, der aber auch sehr verdient war. Die Mannschaft erschien verhält­nismäßig frisch im Ziel.

Großer Achter (Wanderpreis des Großher­zogs von Hessen): 1. GRG. (Weidig, Hartmann, Flimm, Georgi, Köhler, Strauch, Neuroth, Goetz, St.: Loh) 6:02,4; 2. Würzburger RV. 6:02,8 Min. Die beiden Meisterschafts-Achter lieferten sich den erwarteten spannenden Kampf, der besonders kurz vor dem Ziel heftige Form annghm. Würzburg fiel in der weiteren Kurve etwas zurück, bemühte sich energisch, den Terrainverlust wieder aufzuholen, die Gießener setzten aber alles daran, um den Sieg zu erringen, der ihnen knapp, aber verdient zufiel. Um Luftkastenlänge zurück gingen die Würzburger durch das Ziel.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. - >

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Arant,uri u. JM.

»tt.VA

Frankfurt o.M.

Berlin

Schluß- kurS

' börse

Schluß« fürs

Schlußk.

Mittag« börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börte

Datum

29.7.

30.7

29 7.

30.7.

Datum

29.7.

30.7.

29.7.

30.7-

DeuncheRetchsanleihe v. 192", 7% Deutsche Meichsanleihe 6.1929

62

60,75

62

61,5

Hamvurg-Amertla Pate, . .

. t

12

12,69

12

12,25

66,15

66,3

66,75

67

Hamburg-Südam. Dampfschiff

. o

554% Dvung-Anleihe von 1930 .

59

56,25

Hansa Dampsschiss ....

. 0

__

17,5

-

Deutsche Anl^Ablos.-Schuld mit

45,5

Norddeutscher Lloyd ....

. 6

13,5

13,75

13,4

13,75

Auslos.-Rechlen.......

Tesgl. ohne Auslos.«Rechte . . . 8% Hess. Volksstaat von 1929

46,65

45,65

46,5

A.G. für Verkehrswesen Akt.

29

31,5

29,5

31

5,7

5,75

5,75

5,65

Berliner Handelsgcsellschast .

8

89

89,5

89,5

Cammer». und Privat-Bank. Darmstädter und Nattonalban

7

16

16

53,5

53,5

'rückzahlb. 102%)......

50

8

18,5

18,5

18,5

18,5

Cberhelien Provinz-Anleihe mit

Deutsche Bank und

Auslos.-Rechten.......

40,5

40,5

Disconto-Gesellschaft. . .

6

75

75

75

75

Deutsche Komm. Sammclabl.

Dresdner Bank......

6

18,5

18,5

18,5

18,5

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

42,65

43

42

43,4

Reichsbank........

12

125,5

126

125,65

126,65

15 unkündbar bis 193a ....

68,5

69,5

A.E.G...........

Bergmann........

Elektr. Lieserungsgesellschast.

. 7

28,5

28,75

28,13

28,75

7% Franks. Hyp^Bank Goldpse. unkündbar ois 1936 Serie 16 .

68

69

. 9 10

59

21

59

21

61.75

4y2% Franks. Hhp.-Bank Liqu.»

Licht und Kraft......

10

72,5

73

72

72,75

Pfandbriefe.........

4Rheinische Hyp.-Bank-Llou.

78,75

77,75

Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

6'/-

36

38

37,25

38

Goldpse...........

8% Pr. Landespsandbrtesanstalt,

79,5

80

Unternehmungen ....

Rheinische Elektrizität . . .

9

60,25

61,5

60,25

61,25

. 9

64

63,5

64

Pfandbriefe R. 19......

68,5

69

68

68

Schuckert & (So.......

11

64.4

64,75

63,5

64,25

7*) Pr. Landeepsandbriesanstali,

Siemens & Halske.....

14

121

122

121,25

121,5

Pfandbriefe R. 10

4% Lesterreichtsche Goldrente . .

68

_

s'ahmever & Kn.......

12

82

81,65

26

82,13

27

10,5

10,25

10,75

10,65

Buderus.........

. 4

26

4,20% Lesterreichische Silberrentc

1,05

1,05

1

Deutsche Erdöl......

. d

71,5

72

70,75

71,65

4% Ungarische Goldrente ....

6

5,9

6

Gelsenkirchener......

. 8

32,75

33,5

33,25

34

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

6,5

6,5

6,6

6,6

Harpencr.........

Hoejch Eisen........

. 0

50,5

50

50,75

50,5

4':% ocsgl. von 1913 . . .

5,13

-

. 6

22

23,5

5% abgest. Goldmerikaner von 99

4,9

4,75

4,7

Ilie Bergbau.......

10

126

V' Türkische Zollonleihe von 1911

3,25

3,25

3,4

Ilse Bergbau Genüsse . . .

93

95

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Klocknerwerke.......

. 6

21,5

22

21,5

22

Serie I ........

3,35

3,3

3,4

-

Manne-mann-Röhren . . .

. 6

36,4

37,9

36,75

37,5

4% oe-Ql. Serie II.......

3,35

3,3

3,45

Mansfelder Bergbau ....

. 0

11

11

11

11

5%fliumän. vereinh.Rente B.190?

4,05

-

Oberschlei. KokSwerke . . .

. 8

30,13

30,75

4V,%Rumänwereinh.Rentev.lSlk

- -

7,7

Phönix Bergbau......

4'/i

14,25

_

14,5

14,9

4% Rumänische vereinh. Rente ?!6% 1 Anatolier

3.6

17

3,6

3,65

17,25

3,75

17,9

Rheinische Braunkohlen. . .

Rhetnftahl........

10 . 6

172

47,5

173

49

171

47,25

174,5

49,75

Frankfurt a. M.

Äerlin

Schluß« kurs

Schlußk. Abend« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Dalum

29.7.

30.7

29.7.

30.7.

Riebet! Montan......

7,2

Vereinigte Stahlwerke . . .

4

12,25

13

12,13

12,25

Olavi Minen......16'/-

11

12

11,25

12,5

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

93.5

93

94

Kaliwerke Westeregeln . . .

10

102

104

102

101,5

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

15

161

163

160

164,25

I. G. Farben.Industrte. . .

12

88,25

89,9

88,25

89,75

Verein, ckem. Industrie Frank»

furt a. M.........

,__

Scheideanstalt.......

10

133.25

135

Goldschmidt........

. 0

16.5

17

17

17,25

Rütgerswerke.......

. 5

32,25

33,25

32,65

32,65

Metällgelellschaft......

. 5

24,75

25,75

25,25

25,5

Philipp Holzmann.....

. 8

31,5

33

31,5

35

Zementwerk Heidelberg. . .

. 7

36

35

Eementwerk Karlstadt. . . .

. 7

31

35

Wayb & Freytag.....

. 0

4

4

Schultheis Patzenhofer . . .

15

55

56

Akü (Allgemeine Kunstseide)

0

34,75

34,75

35

35,65

Bemberg.........

0

30

31,5

30

31,5

Zellstoff Waldhof.....

12

28

29

27,75

29

Zellstoff Aschaffenburg . . .

6

20

18,75

20

19,75

Dessauer Gas.......

. 9

86

Daimler Motoren.....

. 0

12,5

12,75j

13

13,25

Deutsche Linoleum ....

. 5

31

31

30,25

Orensiein & Koppel ....

. 0

21,5

22,9

Leonhard Tietz......

. 8

44

44

45

45,25

Svensla.........

15

Chade..........

171

172,5

171

169

Frankfurter Maschinen . .

. 0

_

_

Gritzner.........

. 0

17

17

Mainkraftwerke Höchst o_ M..

. 6

-

_

Süddeutscher Zucker ....

10

107,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

29. Juli

30. Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Sriek

Geld

Brief

Helsingsor» .

6,344

6,356

6.344

6,356

Wien. . . .

51,95

52,45

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,435

12,465

12,485

Budapest . .

Sofia . . .

3,057

3 063

3,057

3.063

Holland . .

169,53

169,87

169,53

169,87

OSIo. . . .

73,93

74,07

73,93

74,07

Kopenhagen.

79,42

79,58

79,47

79,63

Stockholm .

75,72

75,88

75,72

75,88

London. . .

14,73

14,77

14,73

14,77

Buenos Aires

0,913

0,917

0,913

0,917

Neupork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brussel. . .

58,31

, 58,43

58,31

53,43

Italien. . .

21,42

21,46

21,41

21,45

Paris . . .

16,465

i 16,505

16,465

16,505

Schweiz . .

81,77

81,93

81,77

81,93

Spanien . .

33,72

33,78

33,82

33,88

Danzig. . .

81,92 J

82,08

81,92

82,08

Japan . . .

1,159 (

1,161

1,159

1,161

Rio de Jan..

0,325 !

0,327

0,325

0,327

Jugoslawien.

6,693 I

6,707

6,693

6.707

Lissabon .

13,49

13.51

13,49

13.51

Banknoten

Berlin, 30..d

Geld

Dries

Amerikanische Noten . . .

4,20

4,22

Belgische Noten .....

58,15

58,39

Dänische Noten.....

79,29

79.61

Englische Noten.....

14,69

14,75

Französische Noten ....

16,425

16,485

Holländische Note»....

169,16

169,84

Italienische Noteil ....

21,37

21,45

Norwegische Not<m....

73,75

74.05

Deutsch-Ocsterreich, * 100 Schwing

Rumänische Noten ....

2,49

2,51

Schwedische Noten....

75,55

75,85

Schweizer Noten. ....

81,59

81,91

33,68

33.82