Nr. 26 viertes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 51 Januar (YZf
Wirtschaft.
Holzversteigerungs - Termine.
Montag, den 2. Februar.
Versteigerer: Bürgermeisterei Rieder-Weifel. Versteigerungsort: Gemeindewald Bieder-Weisel, Zusammenkunft am Jägerhaus Waidmann bei Butzbach. 9 Uhr.
Versteigerer Stadt Gießen. Bcrsteigerungsort: Gostw rtschast „Zur Liebigshöhe", Gießen. 10.30 Uhr.
Versteigerer: Fürstliche Obersörsterei Lich. Vcr- steigerungsorl: Zusammenkunft an den Hard- anlagen, oberhalb der Brauerei. 9.30 Uhr.
Versteigerer Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Dersteigerungsort: Waldungen der Gemeinde, <usammenkl'n't am Distrikt Herbsberg, bei Vr. 214. 13 Uhr.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Der Schluß der alten und der Beginn der neuen Woche standen zunächst noch im Banne der internationalen Daissebewegung. Später setzte sich jedoch eine freundlichere Stimmung durch. Es kam zu einer technisch bedingten Reaktion, da nach jedem neuen Tiefpunkt des Kursniveaus DeckungSkäuse einzusetzen pflegen. Der künstlich erzeugte Stückemangel, der bei der Dezembcr- liquidation Schwierigkeiten verursachte und zu hohen Zinsvergütungen geführt hatte, suchte sich Die Spekulation vor ähnlichen Ueberraschungen durch frühzeitiges Eindecken zu sichern, was bei bei dem enggewordenen Geschäftsumfang zu einem Kursauftrieb führte. Die wider Erwarten günstig verlaufenen Genfer Verhandlungen gaben der Börse ebenfalls einen Anstoß. Daneben lagen die AuSlandbörsen etwas fester. Die Möglichkeit einer weiteren Diskontsenkung in Reuyork wirkte anregend.
Die Kapitaltransaktion der Deutschen Linoleumwerke wurde mit Befriedigung ausgenommen. Später neigte die Tendenz jedoch wieder zur Schwäche, da für den Ultimo kaum noch Stückemcmgel befürchtet wurde, und auch von der Kundschaft keine neuen Kauforders vorlagen. Der weitere günstige ReichSbonkauswcis bot keine Stühe, da andererseits das erneute An- steigen der Arbeitslosenziffern auf 4,75 Mill, stark verstimmte. Auch zum Liquidationstage selbst hielt die Abgabeneigung an, doch wurden größere Kursverluste durch das Eingreifen der interessierten Stellen vermieden. Immerhin lagen die Kurse zur Liquidation recht schwach. Zum Wo- chenschluß machte sich jedoch wieder eine kräftige Erholung bemerkbar. Die Ermäßigung der AEG.-Dividende auf 7 Proz. (i. 03. 9 Proz.) machte keinen ungünstigen Eindruck, da sie ja erwartet wurde. Man war jedoch über den Abschluß als ganzes, und besonders über die angeblich so geringen Zukunftsaussichten verstimmt. Dennoch lagen die Kurse sehr fest, da die Banken stärker interveniert hatten. Die Spekulation schritt zu Rückdeckungen.
Starkes Interesse bestand für I.-G.-Farben. Auch Siemens hatten im Hinblick auf die Dividende von 14 Proz. lebhaftes Geschäft. Per Saldo ergaben sich jedoch keine besonderen Besserungen. Lediglich Deutsche Linoleum lagen stark erholt (plus 13,5 Proz.). Sehr schwach tendierten dagegen Ilse Bergbau mit minus 14 Proz. I.-G.- Farben und Elektroaktien lagen von 2 bis 4 Prozent fester, während im übrigen die Kurse meist behauptet blieben. Am festverzinslichen Markt hat die Beruhigung wegen der Reubesihanleihe weitere Fortschritte gemacht. Mehr Interesse bestand für Stadtanleihen, die durchweg Iproz. Erhöhungen hatten. Der Geldmarkt war im Hinblick auf den Ultimo bzw. Zahltag etwas angespannter. Arn Devisenmarkt machte sich in dieser Woche wieder stärkere Rachfrage nach Devisen bemerkbar, so daß auch die Mark etwas schwächer lag.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Das Geschäft am internationalen Markt war in der letzten Woche außerordentlich ruhig. Der Frankfurter Getreidemarkt stand stark unter dem Einfluß der agrarpolitischen Diskussionen. Eine Entscheidung der Vermahlungsquote ist inzwischen gefallen und sieht folgende Rege
lung vor: für Februar und März ermäßigt fidj der Satz von 80 auf 75 Prozent, um dann in den folgenden Monaten weiter herunterzugehen, und zwar für April und Mai aus 65 Prozent un2> für Juni und Juli auf 50 Prozent. Ein nennenswerter Einfluß ging aber auf den Markt kaum ein, da an eine Herabsetzung des Weizenzolls nicht zu denken sein dürfte.
Der Markt für I n l a n d w e i z c n lag fest. Das Angebot war ziemlich knapp, und die Mühlen bekundeten etwas stärkere Rachfrage. Die Preise konnten unter diesen Umständen kräftig anziehen. (9 Mk. je Tonne gegen die Vorwoche.)
Auch Roggen lag bei sehr knappem Angebot fest. Die Erhöhung des Preises für Eosin- roggen dürste etwas zur Befestigung beigetragen haben. Die Preise konnten bei etwas lebhafterem Handel um 7 Mk. je Tonne anziehen.
Hafer lag bei normalem Angebot ziemlich stetig. Die durch die Meldungen über angeblich bevorstehende Wiedereinführung von Hafereinfuhrscheinen ausgelöste starke Auswärtsbewegung ist sehr schnell zum Stillstand gekommen.
Gerste fand nur in guten Industriequalitäten bessere Beachtung unb für diefe werden auch Preise über Rotiz bezahlt. Der Preis sür Braugerste gab um 5 Mk. nach, da das Interesse der Brauereien stark nachgelassen hat.
Am M e h l m a r k t wurden die Forderungen im Anschluß an den festen Brotgetreidemarkt zweimal erhöht. Das Geschäft blieb auf kleine Dedarfskäuse beschränkt. Roggenmehl verzeichnete etwas bessere Umsätze.
Am Futtermittel markt hielt die gute Rachfrage nach Kleien und Futtermehle an. da das Angebot in diesen Artikeln schwach war. Besonders Wcizenkleie war besser gefragt und konnte sich im Preise erhöhen. Oelhaltige Futtermittel waren ebenfalls gut gefragt.
Das Geschäft am Kartoffelmarkt zeigte sich wesentlich ruhiger und die Preise gingen etwas zurück. Der Zentner Industriekartoffeln hiesiger Gegend wurde mit 2.40 Mk. bezahlt.
Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen in Mark (für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je Doppelzentner): Weizen 282.50 bis 285, Roggen 182.50 bis 185. Gerste 210 bis 215, Hafer 160 bis 165, Weizenmehl (südd.) 42 bis 43, iniederrhein.) 41,75 bis 42,75, Roggenmehl 26,50 bis 27,50, Weizenkleie 9,75, Roggenkleie 9,25.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Am Frankfurter Schlachtviehmarkt ergaben sich in dieser Woche infolge des erneut starken Auftriebes beträchtliche Preisverluste. Das Geschäft war in fast allen Diehgattungen sehr schleppend, meist verblieben größere Ueberstände. Das weitere Ansteigen der Arbeitslosenziffern macht sich auch auf den Diehmärkten ungünstig bemerkbar um so mehr, als auch die Zufuhren an Rindern Kälbern und Schweinen im Durchschnitt erheblich zugenommen haben. Auf den Rindermärk- t e n dürfte die Steigerung darauf zurückzuführen sein, daß die Landwirte zur Zeit ihren Viehbeständen besondere Aufmerksamkeit zuwenden und schlachtfreie Tiere im größeren Umfange zu Markte schicken. Der Handel war schleppend, und bei größerem ileberftanb gaben die Preise von 1 bis zu 3 Mark nach. Auf dem Kälber- markt ist im allgemeinen nur beste Mittelware, wofür auch teilweise über Rotiz gezahlt wird, gesucht. Der Auftrieb war mit 1320 (1136) Stück, an der Rachfrage gemessen, erheblich stärker. Das Geschäft war schleppend, doch konnte der Markt geräumt werden. Der Preiseverlust war hier mit 6 Mark am größten. Schafe hatten bei schleppendem Handel unveränderte Preislage. Die starke Zunahme der Beschickung des Schweine- marktes wirkte sich sehr ungünstig auf die Preisgestaltung aus. Bei sehr schleppendem Handel ergaben sich erneut Rückgänge von 3 bis 5 Mark. Die Beschickung mit 6200 Stück war um nahezu 500 Stück höher als der der Vorwoche. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 46 bis 50, A2 42 bis 45, Bl 38 bis 41. Bullen A 45 bis 48. B 40 bis 44. Kühe A 39 bis 41, B 35 bis 38. C 30 bis 34,
D 25 bis 29. Färsen A 47 bis 51, B 43 bis 46,
C 40 bis 42. Kälber B 57 bis 61, C 52 bis 56,
D 45 bis 51. Schafe Al 42 bis 46, B 34 bis 41.
Schweine A 50 bis 53, B 50 vis 53, C 51 bis 54, D 51 bis 54, E 50 bis 52, F und G nicht notiert.
* Volksbank Gießen. Die Genossenschaft hat sich in dem abgelaufcncn Jahr wiederum gut entwickelt. Die Liquidität hat sich wesentlich verae'sert. Die Mitgliederzahl ist von 372 auf 450 gestiegen. Der Umsatz betrug 31 Mill. Mk.. gegenüber 14,9 Mill. Mk. in 1929. Das Eigen- kavital (Reserven und Geschäftsguthaben) beträgt jetzt 132 675 Mk. Die Haftsummen belaufen sich auf 318 600 Mk. Die Einlagen haben sich um 148 000 Mk. auf 573 000 Mk. erhöht. Die Bilanzsumme beträgt 802 045 Mk. Rach Vornahme von 2707 Mk. Abschreibungen auf Haus und Inventar verbleibt ein Reingewinn von 13 651 Mk.. der zu Zuweisungen an die Reserven und einer angemessenen Dividende verwendet werden soll. Die Generalversammlung findet am 5. Februar statt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. TL, 31. Ian. Die Wochenschiuß- börse eröffnete nach einem eher schwächeren Vor börsenvertehr in stiller Haltung, doch war die Stimmung freundlich. Da die Spekulation zunächst einige Rückkäufe vorgenommen hatte, schritt sie später wieder zu kleinen Deckungen. Das 61c schäft war klein und Umsätze kamen nur vereinzelt zustande, da die weitere Haltung der DVP. große Zurückhaltung der Börse auslösle. Rach den ersten Kursen wurde die Tendenz freundlich, da für einige Spezialpapiere Kauforders angeboten waren. Nur wenige Kurse, die zunächst zustande kamen, zeigten Besserungen bis zu 1 v.H. Mehr Interesse hielt sich für Siemen^ j)ie 2 v. H. gewannen. AEG. und Reag lagen je 1 v. H. höher. 21m Chemiemarkt gingen die Kurse eher bis 1 v. H. zurück, doch konnten I.-G.-Farbcn 1 v.H. anziehen. Montan- werte lagen 1 v. H. höher. Weiter gebessert lagen außerdem noch 21 tu und Wayß & Freitag. Bon Bankwerten zogen Reichsbant neue und alte Anteile je 1 v.H. an. An den übrigen Märkten herrschte Stagnation. Deutsche 2lnlcihen gut behauptet. 2lus- länder geschäftslos. Pfandbriefe ruhig und unverändert. Im Verlaufe blieb die Börse unter Schwankungen gut gehalten. Die Tendenz war weiter freundlich, doch erfuhr das Geschäft eine weitere Einengung. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5) v. H. noch gesucht. 21 in Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2075, gegen Pfund 20,4317, gegen London Kabel 4,8560,. gegen Paris 123,93, gegen Mailand 92,77, gegen Madrid 47,50, gegen Schweiz mit 15,13 schwach, gegen Holland 12,0825.
Berliner Börse.
Berlin, 31. Jan. Nach dem sehr ruhigen, aber nicht unfreundlichen Vormittagsverkehr macht sich zum offiziellen Börsenbeginn eine etwas stärkere Unsicherheit fühlbar, die.hauptsächlich mit dem bevorstehenden Reichstagsbeginn und der undurchsichtigen Haltung der DVP. zusammenhängt. Auch fehlte es an Anregungen, und die gestrige Neuyorkcr Börse wies keine einheitliche Richtung. So lagen die ersten Notierungen bei sehr kleinem Umsatz und fast völliger Drberlofigfeit behauptet. Nur Siemens eröffneten etwas fester, da es an diesem Markt zu einigen Deckungen kam. Sonst lagen noch Stolberger Zink 2 v. H. höher. AEG. gewannen 1,40 v. H., Deutsche Linoleum plus 1,5 v. H., wahrend Svenjka 2 Mark verloren und Fahlberg List 1,75 v. H. einbüßten. Die Notierungen kamen aber meist bei Mindestumsätzen zustande. Am Anleihemarkt lagen Neubesitz etwas gebessert. Bon Ausländern bestand für Mexikaner einiges Interesse. Oesterreichische Silberrente zeigte rückgängige Tendenz. Pfandbriefe lagen wieder sehr still, aber nicht unfreundlich. Reichsschuldbuchforde rungen meist bis 0,25 v. H. fester. Tagesgeld stellte sich auf 6 bis 8 v. H. Monatsgeld und Warenwechsel waren unverändert. Ohne daß das Geschäft eine besondere Belebung erfuhr, konnte sich im Verlause auf Deckungen und eingetroffene kleine Kauforders meist eine Befestigung von 1 v. H. durchsetzen. Siemens zogen auf Käufe einer Privatbank auf 159 plötzlich an. Auch bei I.-G.-Farben war das Geschäft etwas umfangreicher geworden, und der Kurs stellte sich auf 122. Man sprach in diesem Zusammenhang von Käufen für französische Rechnung, doch läßt sich natürlich nicht beurteilen, ob es sich um Deckungs oder Mcinungskäufe handelt. Siemens lagen 3,5 v. H. fester.
Amtsgericht Gießen.
Ein Reisender erhielt sechs bis sieben Wochen lang Erwerbslosenunterstühung im Betrage von
etwa 170 Mk aber zu Unrecht, denn er übte während dieser Zeit entgeltliche Reisetätigkeit aus. verschwieg dies aber absichtlich, obwohl er wiederholt befragt worden war: er hatte auch mehrfach schriftlich erklärt, während der fraglichen Zeit ohne entgeltliche Beschäftigung gewesen zu fein. Das Gericht hielt an sich, zumal in gegenwärtiger Zeit, wegen Betrugs eine Gefängnisstrafe von einem Monat für angebracht, erkannte aber unter Anwendung des Geldstrafen- gefeyes in der Annahme, daß bei dem seither unbescholtenen Angeklagten der Strafzweck wohl auch durch eine Geldstrafe erreicht werden könne, auf eine solche von 240 Mk.
Ein stellenloser Kaufmann entzog sich hartnäckig den Berpslichtungen. die ihm seinen beiden minderjährigen, unehelichen Kindern gegenüber obliegen. Für ein derartiges Verhalten sieht das Strafgesetz unter bestimmten, hier vorliegenden Vorausfetzungen Strtzfe vor. und der '2bi- geklagte erhielt durch Strafbefehl eine Haftstrafe von zehn Tagen: er erhob Einspruch, erlebte aber die Enttäuschung, daß die Haststrase aus vier Wochen erhöht wurde, denn es wurde in der Hauptverhandlui'.g feftgcftellt. daß er einen luxuriös zu nennenden Lebenswandel führte, indem er des öfteren Eafes. meist in Damenbegleitung. sowie Wirtschaften besuchte, unnötigerweise darin übernachtete. Ausflüge unternahm und dergleichen mehr, so daß das Gericht die lieber« zeugung gewann, daß er noch über irgendwelche Geldmittel verfügte und deshalb recht wohl in der Lage war. wenn auch in kleinem Umfang, für seine Kinder zu sorgen, daß ihm aber offensichtlich der gute W He fehlte. Rach Acußerungcn, die er tat. war ein solcher bei ihm gänzlich ausgeschlossen.
Älcin-ßinbcner Leute begaben sich des Rachts. von 'dem Zirkus in Gießen kommend, auf der Frankfurter Straße nach Hause. Einer der Heimkehrenden, der nahe der Fußsteig und Fahrstraße trennenden Gosse ging, wurde von dem angeklagten Motorfahrer in Klein-Linden von hinten angcsahren. Er kam zu Fall und trug erhebliche Verletzungen davon. Die Schuld, mindestens die vorwiegende Schuld, an dem Unfall traf den Motorradfahrer, der ohne Beleuchtung fuhr und bei dem herrschenden Rebel und dem auch des Rachts dort noch vorhandenen Verkehr. Maßnahmen unterließ, die man von jedem einigermaßen vorsichtigen Fahrer erwarten muß. Ein. derart leichtsinniges, Menschenleben gefährdendes Verhalten konnte nicht durch eine Geldstrafe geahndet werden. Das Gericht erkannte vielmehr wegen fahrläfsiger Körperverletzung auf 14 Tage Gefängnis.
Ein Motorradfahrer fuhr eines Abends vorschriftswidrig rasch durch die Kaiserallee. Gegen den ihm deshalb ^gegangenen, auf eine Geldstrafe von 25 Mk. lautenden Strafbefehl legte er Einspruch ein, bestritt die Richtigkeit der Anzeige und stellte die in ähnlichen Fällen stets wiederkehrende Behauptung aus, ohne Stoppuhr könne die Geschwindigkeit nicht einmal annähernd von Zuschauern festgestellt werden. Er wurde eines anderen belehrt, denn zwei einwandfreie Zeugen, denen das Gericht recht wohl Sachkenntnis Zutrauen konnte, erklärten in sehr überzeugender Weise, die zugelassene Höchstgeschyxindigkeit sei in ganz erheblicher Weise überschrMen worden. Der Einspruch wurde deshalb verworfen, zumal zum Ucberfluß auch der Anlaß der großen Eile des 'Angeklagten feftgcftellt werden konnte: er wollte noch rechtzeitig einem Tanzvergnügen in einem ziemlich entfernt gelegenen kurhessischen Orte beiwohnen.
Letzte Nachrichten.
OieNotlandung eines deutschen Fliegers auf polnischem Boden.
Pose n, 31. Ian. <WTB. Funkspr.) Die hiesige Morgenpresse berichtet über die Rotlandung eines deutschen Flugzeuges, etwa 1 Kilometer von der Grenze entfernt auf polnischem Gebiet in der Rähe von Wöllstein. Das Flugzeug ist aus einer Höhe von 1000 Meter wegen einer Vergaser st orung niebergegangen und leicht beschädigt worden. Der Flugzeugführer Gruse, nach Angabe der polnischen Presse ein ehemaliger Reichswehrof'izier aus Schneidemühl, sei unverletzt geblieben und auf Veranlassung der polnischen Behörden in das W o 11 st einer Gefängnis gebracht worden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.
zrantturi a. Dl.
Berlin
v'chluß» lure
1-Uhr- Nur«
Schluß- hird
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Datum
30.1.
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98,5
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51,13
51,6
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_
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_
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7% Pr. Landesplandbrielanstalt, Psandbrtese R 21......
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_
4% Ungarische Goldrenke ....
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—
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—
—
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4% Türkische Zollanleibe von 1911
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_
—
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3,05
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3,13
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5% Rumänische vereinh. Rente von 190 ..........
8.8
_
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_
_
13,3
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iyranifun a. Di.
Berlin
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Hamburg-Südam. Dampsschlss
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97
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Norddeutscher Lloyd ....
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12
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Datum
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31.1.
30 1.
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Daimler Motoren . . .
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Deutsche Linoleum . .
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—
—
Mainlrastwerke Höchst a. M.. . 8
66
—
—
—
M>ag.........
. . 10
55
—
56
—
Gebe. Roeder .....
. . 10
72
—
—
—
Boigt & Haessner . . .
. . . 9
146
——
—
Süddeutsche Zucker . .
. . 10
115
—
115,5
—
Banknoten.
Berlin 30. Januar
fflelb
Jtrief
Amerikanische Noten . .
4.197
4,217
Belgische Noten . . .
58.45
58,69
Dänische Noten ...
112.15
112,59
Engüiche Noten ....
20.396
20.472
^ran,;öiiiche Noten . . .
16,45
16,51
Holländische Noten . . .
168,89
169.57
Italienische Noten....
22,01
22.09
Rorwegl'cke Noten . . .
112.10
112.54
Deunch-Oesleneich, ä 100 Schilling
53.98
55.22
Runmnnch.- Noten . . .
2.475
2,495
Sctiwednche Noten . . .
112.21
112.65
Eckiwerrer Noten ....
81.23
81.55
Spanische Nolen.....
42.61
42 79
T'chechoiloivakiiche Roten.
12.395
12.455
Ungarische Rote»
73.13
73.43
Devisenmarkt Berlin
- Frankfurt
a. M
ZO-Ianua,
31. Januar
Amtliche Notierung
Amtliche
Notierung
<^eio
»rie
(seid
-Brief
rlm<t.-Noti.
169.05
169 39
168.95
169.29
Burn ArrcS
1.280
1.284
1.281
1.285
Bn> rintw
58.60
58.72
53,59
58.71
Cbrifrinnia
112.37
112,59
112,35
112.57
Kaprndag.n
112.40
112.62
112.39
112,61
cioittiolrh -
112.52
112.74
112.52
112,72
Sebtngfor).
10.573
10,598
10,577
10.597
Italien. . .
22.01
22.05
22.005
22.045
London. . .
20.416
20.456
20.413
20.453
Ncunork . .
4,2045
4.2125
4,2035
4.2115
Paris....
16,468
16,508
16.468
16.508
Schwei; ..
81.295
81,455
81.235
31.395
Spanien.
42.93
43.01
43.16
43 24
Japan . . .
2.080
2,084
2,080
2.084
Rio de Jml-
0.361
0.363
0.364
0.366
Wien in T
£ eit. abgeft
59.11
59.23
59,10
59.22
Prag ....
Belrrad . .
12.442
12,462
12.44
12.46
7.420
7.434
7,413
7.432
Duoaprii. .
73.39
73,53
73.35
73.49
Vuiaariell .
3.048
3.054
3.047
3,053
L'ffabon
18.83
18,87
18.33
18.87
Tanüg. . .
81,62
81.78
81.61
81.77
Äonft.nrin.
1 784
1.789
1 .734
1,789
Aloen. . .
5,445
5.455
4.445
5,455
Tanaoa . .
4.198
4.206
4.197
4,205
Uru.uag . .
2.707
2.713
2,755
2,763
Eairo ■ . .
20,93
20,97
20,93
20 97


