Wirtschaft.
Abermalige Mehlpreiserhöhung.
Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 abermals um 0.25 Mark auf 44,25 Mark per 100 Kilo herauf- gesetzt. Dies ist die dritte Erhöhung innerhalb einer Woche, und zwar um rund 1 Mark. Die Folgen haben sich bereits an der Mittwocksproduktenbörse in Gestalt eines verminderten Mehlabsahcs bemerkbar gemacht.
Wochenbericht
vom frankfurter Effektenmarkt.
Auch in dem heute zu behandelnden Berichtsabschnitt war deutlich zu erkennen, das) die an der Börse freundliche Stimmung nicht nur eine Reaktion auf die vorherige Abschwächung war, sondern auf einem langsam wie derkehren- den Bertrauen zur deutschen Wirtschaft basierte. Am Kassamarkte und für Renten konnte man Anlagekäufe des In- und Auslandes beobachten. War auch der Umfang noch relativ gering, so genügte er doch, um der Tendenz eine Stühe zu geben. Die Börse befindet sich allerdings in einem Liebergangsstadium. Sicher ist aber, daß die Unruhe, die den Börsenverkehr monatelang beherrschte, aus den Effektenmärkten geschwunden ist, und daß der Pessimismus, der zu der Unterbewertung deutscher Aktien geführt hatte, kaum mehr wiederkehren wird. Der internationale Kredit regt an. Die Ausführungen Loucheurs über die Notwendigkeit einer deutschfranzösischen wirtschastlichen Zusammenarbeit fand Interesse und Beachtung. Eine stärkere Zurückhaltung war jedoch unverkennbar, zumal die Acußerungen des Konjunkturinstituts über den Effektenmarkt zur Zurückhaltung gemahnt haben.
Der Grundton war indessen weiter fest. Daneben erhält sich die Meinung an der Börse, daß die internationale Konjunktur nicht mehr weiter absinke, und das bildete ein Gegengewicht gegen die unentwegt trüben Rachrichten aus der innerdeutschen Industrie. Die Aufmärsche der politischen Organisationen verschiedener Richtung trugen auch weiterhin zur Zurückhaltung bei. Die Börse hatte jedoch, trotz dSr belastenden Fragen des Geld- und Kapitalmarktes, eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, und das Kursniveau blieb behauptet. Auch der Ultimo vollzog sich glatt, es wurde beachtet, daß die Schiebung ohne die besonderen Erscheinungen von Ende Ianuar vonstatten ging. Gegenüber den belastenden Aeußerungen des französischen Kriegsministers Maginot in der Kammer blieb die Börse nicht unempfindlich, zeigte aber Stabilität. Im Vertrauen auf eine allmähliche Besserung der Weltkonjunktur konnte sich die Börse einen gewissen Optimismus bewahren.
Hier die bemerkenswertesten Kursveränderungen- Elektro- und Chemieaktien meist bis 3 Prozent schwächer, ausgenommen Schuckert, für die sich Gerüchte einer unveränderten Dividende erhielten und Siemens, die je bis 4 Prozent höher lagen. Montan und Kali von 2 bis 4 Prozent niedriger, ebenso Kunstseide- und Warenhauswerte und Deutsche Linoleum. Sehr fest Svenska (plus 11 Mark und Metallgesellschaft (plus 6 Prozent). Sehr schwach AG. für Verkehr (minus 10 Prozent). Anleihen ruhig. Liquidationspfandbriefe meist fester. Geld relativ leicht. Am Devisenmarkt zeigte die Mark noch keine nennenswerte Erholung.
Wochenbericht
vom Frankfurter produktenmarkt.
Der Frankfurter Markt verlief zunächst ruhig. Die neuen agrarpolitischen Vorschläge des Reichsernährungsministers hatten bisher kaum t Einfluß, da sie, soweit Getreide in Frage kommt, in der Hauptsache nur in einer Verlängerung * der bisherigen Maßnahmen bestehen. Später , konnte sich eine allgemeine feste Tendenz durchsetzen, da die Mühlen größere Nachfrage nach Inlandgetreide bekundeten.
Der Weizenmarkt verzeichnete in dieser Woche eine kräftige Aufwärtsbewegung. Die Mühlen schritten zu größeren Käufen. Im Zusammenhang mit dem knappen Angebot konnten sich die Preise um 13,50 Mark per Tonne befestigen. Roggen wurde von der Bewegung des Weizenmarktes mitgezogen, doch wurden auch einige Abschlüsse getätigt. Das Angebot in süddeutschem Roggen fehlte fast gänzlich, so daß unsere Roggenmehlmühlen aus Norddeutschland bezogen. Die Notiz stellte sich gegen die Vor
woche um 5 Mark per Tonne höher. Hafer wurde vom Konsum nur vorsichtig und in besseren Qualitäten ausgenommen. Für Gerste waren die Preise nominell zunächst unverändert, schwächten sich aber gegen Ende der Woche etwas ab. Das Geschäft war in Braugersten sehr schwach.
Trotzdem die Mühlen immer noch zu den vorwöchigen Preisen ihr Mehl offerierten, war das Geschäft hierin in dieser Woche zunächst nicht lebhafter geworden. Die Konsumnachfrage war aber immerhin etwas größer und die Preise zeigten kleine Erholungen. Zum Wochenschluß nahmen die Mühlen eine Preiserhöhung um 0,50 Mark per Doppelzentner vor, und trotz der weiter festey Veranlagung des Rohproduktes konnte sich der Absatz nicht heben, da anscheinend die vorgenommene Preiserhöhung entgegenwirkte. Roggen mehl konnte ebenfalls im Preise anziehen. Von Futtermitteln Roggenkleie fest, dagegen Weizenkleie im Preise nachgiebig. — Kartoffeln stetig bei leicht erhöhten Preisen.
Es notierten: Weizen 297,50 bis 298,50 Mark, Roggen 185 bis 187,50, Gerste 210, Hafer 160 bis 162,50, Weizenmehl südd. 43 bis 44, Niederrhein. 42,75 bis 43,75, Roggenmehl 26,75 bis 27,75, Weizenkleie 9,75, Roggenkleie 9,75 bis 10, Kartoffeln per Zentner 2,40 bis 2,45 Mark.
Wochenbericht
vom frankfurter Gchlachtviebmarkt.
Auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt setzten sich die Preisnachlässe weiter fort, da die Konsumnachfrage keine Besserung erfahren hatte. Auch waren die Auftriebe zum Teil wieder recht groß, so daß Aeberstänoe auf fast allen Märkten verblieben. Indessen hat das neue allgemeine Agrorprogramm keinen Einfluß auf die Märkte gehabt. Der Schweinemarkt hatte trotz der immer noch starken Beschickung (6059 gegen 6216 in der Vorwoche) stetige Preislage, während der Absatz allerdings sehr schleppend war. Es dürfte interessieren, tote sich die Preisgestaltung für Schweine am hiesigen Markt vollzieht. Einen großen Einfluß auf die Schweine- Preise in Deutschland haben in erster Linie die Schlachtviehmärkte in Hamburg und Berlin, die als bestimmend für einen gewissen Schweinegrundpreis bezeichnet werden können. Für Frankfurt kommt außer der allgemeinen deutschen Preisbildung der Mehr- oder Minderauftrieb von Tieren zu jeweiligem Markt als ausschlaggebender Faktor hinzu. Enten weiteren, vielleicht den bedeutendsten Einfluß hat die Tatsache, daß die Regierung eine Exportprämie von 18 Pfennig je Pfund Schweinefleisch zuschießen läßt. Begründet wird das mit der Not der Landwirtschaft. Der Ausländer kauft dadurch deutsches Schweinefleisch infolge dieser Reichsexportzuschüsse von 18 Pfennig per Pfund wesentlich billiger als der Reichsdeutsche.
Am Rindermarkt ergaben sich trotz verminderten Auftriebs (1437 gegen 1601) überwiegend Preisrückgänge von 1 bis 2 Mark, wovon besonders wieder Ochsen und Bullen betroffen wurden. Auch am Kälber- und Schaf- markt setzte sich der Preisnachlaß fort. Kälber gaben bis 2 Mark und Schafe, besonders in den unteren Gewichtsklassen, von 1 bis 3 Mark nach. Bei sehr ruhigem Handel wurden die Märkte jedoch geräumt. Der Auftrieb für Kälber betrug 1416 gegen 1355, für Schafe 287 gegen 415 in der Vorwoche.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 46 bis 48, A2 41 bis 45, Bl 36 bis 40; Bullen A 44 bis 47, B 40 bis 43: Kühe A 37 bis 40, B 33 bis 36, C 28 bis 32, D 24 bis 27; Färsen A 46 bis 49, B 42 bis 45,
C 38 bis 41. Kälber B 58 bis 62, C 53 bis 57,
l) 48 bis 52. Schafe Al 42 bis 46, B 34 bis 41.
Schweine A 52 bis 54, B 52 bis 54, C 53 bis 55,
D 53 bis 55, E 50 bis 53, F und G nicht notiert.
* Produktionseinschränkung inöer Baumwollspinnerei. Die Vereinigung der Deutschen Baumwollsvinnereien beschloß, die Produktion von Mitte März ab allgemein einzuschränken. Diese Maßnahme gilt einstweilen auf etwa sechs Wochen im Ausmaß bis zu 25 Prozent, je nach dem gegenwärtigen Beschäftigungsgrad. Der Beschluß, dem fast alle Mitglieder der Spinnerei-Organisationen zustimmen, wurde infolge der großen Absatzschwierigkeiten notwendig. Er erstreckt sich auf das ganze Reich. Nur ganz seine Garne, Zweizylinder
Spinnereien und für das Ausland bestimmte Garne werden von dieser Mahnnhme nicht betroffen.
• Die Landeskreditkasse zu Kassel legt 5 Millionen Mark 7prozentige Goldhypothekenpfandbriefe Reihe 13 zum Kurse von 96 Prozent in der Zeit vom 1. bis 15. März zur Zeichnung auf. Die Papiere sind bei der Landeskreditkasse selbst, sämtlichen Landesrentereien. und Sparkassen im Regierungsbezirk Kassel, sowie bei den aus der heutigen Anzeige ersichtlichen Banken und Bankhäusern zu haben.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 28. Febr. Tendenz: fester. Ein Angebot der Sofina.Gruppe zur Sanierung der Berliner Finanzen löste an der Wochenschlußbörse feste Stiminung aus. Die Kreditbereitschaft dieser Gesellschaft wurde günstig aufgenommen, da man aus dieser Maßnahme ein gewisses Bertrauen des Auslandes zu Deutschland erblickt. Dabei machte der etwas optimistische Monatsbericht der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft einen guten Eindruck. Da jedoch von außen her keine Aufträge Vorlagen, bewegte sich das Geschäft wiederum nur innerhalb der Spekulation, die trotz der schwachen gestrigen Neuyorker Börse zu neuen Deckungen und Meinungskäufen schritt, wovon besonders der Elektro- markt profitierte. Im Bordergrunde standen Gesfürel mit plus 3 v. S). und Siemens mit plus 3,25 o. H. AEG. lagen unter Berücksichtigung des Dividendenabzuges 1,5 v. S). und Licht & Kraft 1,5 o. H. fester. Einen größeren Kursgewinn hatten nach dem gestrigen Rückschlag außerdem Kali Salzdetfurth, die 4 v. j). höher eröffneten. Recht fest lagen ferner auf die fejte Veranlagung an der Amsterdamer Börse Aku mit plus 2,5 v. $). Bon Montanwerten Mannesmann 1,25 v. S). freundlicher. Am Bauunterneh- mungsmarft ergaben sich Kursgewinne bis 1 v. H. Bon den sonst per Termin gehandelten Werten gewannen J.-G.-Farben und Deutsche Linoleum je 1,5 v. $)., Rütgerswerke 0,75 v. H. Bankaktien meist nur behauptet. Commerzbank 0,75 v. H. höher. Bayrische Hypothekenbank 2 v. H. schwächer. Anleihen bei geringem Geschäft gut gehalten. Am Pfandbriefmarkt blieben Liguidationspfandbriefe weiter gesucht und bis 0,5 v. H. gebessert. Reichsschuldbuchforderungen fester. Rach den ersten Kursen wurde das Geschäft etwas ruhiger, da auch im weiteren Börsenverlauf keine Kaufaufträge des Publikums eingetroffen waren. Die Tendenz blieb weiter fest, und die Kurse, besonders Elektrowerte, lagen meist nochmals um 1 v. H. höher. Am Geldmarkt hielt die starke Nachfrage nach Tagesgeld an, so daß der Satz um ein volles Prozent, auf 6 v. Sy, erhöht wurde. Am Devisenmarkt war das Geschäft, wie meist an Samstagen, sehr ruhig, und es ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2070, gegen Pfund 20,4365, London gegen Kabel 4,8580, gegen Paris 123,95, gegen Madrid 46,25, gegen Mailand 92,81, gegen Schweiz 25,2350, gegen Holland 12,11.
Berliner Börse.
Berlin, 28. Febr. Zum Wochenschluß schien im heutigen Vormittagsverkehr die Tendenz im Einklang mit Neuyork und der Annahme der Veteranen- Bill zur Schwäche neigen zu wollen, aber schon die ersten offiziellen Kurse zeigten eine weitere W i d erst a n d s f ä h i g k e i t. Die Wirtschaftsberichte der Großbanken, ebenso wie das neue Finanzprojekt der Sofina-Gesfürel-Gruppe, regte an. Da kein Material herauskam, sah sich die Spekulation zu Wochenschlußdeckungen veranlaßt. Man sprach von Tauschoperationen Kali gegen Elektrowerte, für welche die jetzt Dorgenommenen Dividendenabschläge (heute AEG.) eine Chance boten. Auch von der heutigen Rede des Reichsarbeitsministers Dr. S t c g e r w a l d , der vor dem Reichshaushaltsausschuß des Reichstages bemerkenswerte Ausführungen zu dem Problem der Arbeitszeit, des Schlichtungs- und Tarifwesens, der Subventionen für die Industrie usw. machte, ging eine gewisse Anregung aus. Die ersten Kurse zeigten 1- bis 2 v. H.-Besserungen Bei Gesfürel, Siemens, J.-G.-Farben gingen die Gewinne sogar noch darüber hinaus. Schubert & Salzer, Zellstoff Waldhof und Wiking lagen etwas stärker gedrückt. Im allgemeinen war die Umsatztätigkeit nicht groß. Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Pfandbriefe freundlich. Reichsschuldbuchforderungen 0,5 v. H. fester. Geld heute über Ultimo auf zwei Tage mit 7 bis 9 v. H. genannt, die übrigen Sätze unverändert. Im Verlaufe wurde es allgemein lebhaft und fester. Der feste Farbenkurs regte an, aber auch die Auslandarbitragekäufe und besonders Elektropapiere hatten unter Führung von Gesfürel einen großen Markt. Das bereits erwähnte 600-Millionen-Angebot an die Stadt Berlin stimulierte naturgemäß für die vom Heimes-Konzern gehandelten Elektropapiere, aber
auch in Kunftfeidewerten wurden größere Deckungen vorgenommen, denn auch hier traten Erholungen von 2 bzw. 4 v. H. ein. Am Montanmarkt fielen Mannesmann und Rheinstahl durch feste Haltung auf.
Spiclplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 1. März, 15 bis gegen 17.30 Ahr: Der Troubadour. 19.30 bis nach 22 Ahr: Die Boheme. Montag, 2.. 19.30 bis 22 Ahr: Tiefland. Dienstag, 3., 19 bis 22.15 Ahr: Figaros Hochzeit. Mittwoch, 4-, 19.30 bis 21.15 Ahr: IV. Opernhaus-Konzert. Donnerstag, 5., 19.30 bis gegen 22.30 Ahr: Die verkaufte Braut. Freitag, 6.. 19.30 bis gegen 22.30 Ahr: Simone Doccanegra. Samstag, 7., 19.30 bis nach 22 Ahr: Die Boheme.
Schauspielhaus. Sonntag, 1. März, 15 bis 17.45 Ahr: Wilhelm TeA. 20 bis gegen 22 Ahr: Der Mann, den sein Gewissen trieb. Montag, 2., 20 bis gegen 23 Ahr: Phaea. Dienstag, 3., 20 bis gegen 22 Ahr: Elavigo. Mittwoch, 4., 20 bis gegen 23 Ahr: Phaea. Donnerstag, 5., Elavigo. Freitag, 6., 20 bis gegen 22.30 Ahr: Grand Hotel. Samstag, 7., 20 bis gegen 22.30 Ahr: Rotation.
Preußen.
Kreis Wetzlar. * —
3 Dutenhofen, 26. Febr. In der letzten Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung wurden die Verträge über die Verlegung der Wasserleitungsrohre in der Provinzialstratze durchgesprochen und genehmigt. Die Vertretung beschloß ferner, daß alle diejenigen Installateure, die bei dem jetzt in Gang befindlichen Bau der Wasserleitung Hausanschlüsse ausführen wollen, die Genehmigung dazu durch einen Antrag unter Beifügung ihrer Befähigungszeugnisse nachzusuchen haben. Der Beschluß über die B a u - kvsten für einen Erweiterungbau der Kleinkinderschule wurde dahin ergänzt, daß die Gemeinde nach wie vor bereit ist, 4000 Mark zur Verfügung zu stellen. Da aber als Staatsbeihilfe anstatt der erbetenen 4000 Mark nur 2000 Mark genehmigt worden sind, bleiben neben Kreisbeihilfe und Gemeindezuschuh noch 2000 Mark aufzubringen. Die Vertretung bleibt auf dem Standpunkt, daß es der Gemeinde zur Zeit unmöglich ist, diese 2000 Mark Restkosten zu übernehmen.
^Dornholzhausen, 27. Febr. In einer Dorstandssihung des Kreisverbandes der Iung- mädchenvereine wurde beschlossen, das diesjährige K r e i s f e st in unserer Gemeinde abzuhalten. Es soll in Form eines Gautreffens stattfinden.
Kreis Biedenkopf.
T Waldgirmes, 27. Febr. Die Generalversammlung des Raiffeisenoereins war sehr stark besucht. Nach der Begrüßung widmete der Vor- sißende dem verstorbenen Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Jakob Schäfer IV. und dem langjährigen Vereinsrechner Andreas Schmitt ehrende Nachrufe. Lehrer Schrupp gab die vom Vorstand ausgestellte Bilanz bekannt und erläuterte die einzelnen Posten. Die Bilanz wies einen Umsatz von 230 000 Mark auf, die Spareinlagen hatten sich um 24 000 Mark vermehrt und die Höhe von 106 000 Mark erreicht. Der Umsatz in laufender Rechnung betrug 43 000 Mark, im Warenverkehr 13 000 Mark. Nachdem den alten Mitgliedern 600 Mark Aufwertung an Geschäftsanteilen gutgeschrieben worden waren, wurde der Reingewinn mit 1103 Mark dem Reservefonds überwiesen. Die Bilanz wurde ohne Aussprache genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. In den Vorstand wurde Ludwig Stamm III. wiedergewählt. In den Aufsichtsrat trat Wilhelm Ludwig B e st ein. Rechner wurde der seitherige Bürgermeister.
Daten für Sonntag, 1 März
1268: Markgraf Dietrich von Landsberg beurkundet die Leipziger Messe; — der Kunsthistoriker Wilhelm von Bode in Berlin gestorben,
Daten für Montag, 2. März
1481: Franz von Sickingen auf der Ebernburg (Pfalz) geboren; 1689: das Heidelberger Schloß durch Mslac gesprengt; — 1824: der Komponist Franz Smetana in Leitomischl geboren; — 1829: der amerikanische Staatsmann Karl Schurz in Liblar geboren.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bit 12.33 Ahr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt
4,215 58,69
112,57 20,457 16,505
168,99 22,15
112,59
59,15 2,497
112,74
81,13
44,14
12,465
73,35
a. 211.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o.H., Lombardzinsfuß 6 v.H.
4,195 58,45
112,13 20,377 16,445
168,31
22,07
112,15 58,91 2,477
112,30 80,81
43,96
12.405 73,05
Berlin, 27. Februar Slmedtanflrfje Roten ...... Belgische Noten ...... Dänische Noten .......
Englische Noten . ....... svranzüsische Noten ....... Holländische Roten ....... Italienische Noten........
Norwegische Noten.......
Deutsch-Oesterreich, it 100 Schilling Rumänische Noten.......
Schwedische Noten.......
Schweizer Noten...... .
Spanische Noten........
Tschechoslowakische Noten.....
Ungarische Noten .....
Zrankfun a. Di.
Serlin
1
Jranffurl a. M.
Serlin
Frankfurt a. M.
Serlin
Schluß« für«
W Rurd
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Gchluß» lurd
1-llhr- fturd
Schluß, für»
Ansang- flurd
Schluss t-tlhr- hird | Kord
Schluß« hird
Anfang- Kurd
Datum
27.2
28.2.
27.2.
28.2.
Datum
27.2.
28.2.
27.2.
28.2.
Datum
27.2.
28-2.
27.2.
28.2
0% Deutsche Rctchranleihe von 1927 ..........
7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........
Deutsche Slnl.-Ablös.-Schuld mit Auölos.-Rrchteu.......
DeSgl. ohne Auslos.-Rcchte . . . 6% Hess. Dolttslaat von 1929 trückzahlb. 102%)......
Oberhessen Provinz • Anleihe mit AiiSlos.-Rechten.......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1......
6% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. XIII unkündbar 61$ 1934 . . .
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 .....
<y,% Rheinische Hyp.-Bank
fllqu. Goldpse.........
8% Pr. Landerptandbriesanstalt, Psandbriesc 81. lv .....
8% Pr Landespsandbriesanslall, 8omm.-Dbl. 91. 20......
7% Pr. LandeSptandbriefanstall, Psandbriesc R. kl......
A E G. abg. DorMegtz-Obligatio- ncn, rückzahlbar 1932 .....
4% Oesterretchiiche Soldrente . . 4,20% Ocsterreichische SUberrente 4% Oesterreichtsche Einheitliche
Rente...........
4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913 . . . .
4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanieihe von 1911 4% Türkische Bogdadbahn-Aul.
Serie 1..... ■ ■ •
4% desgl. Serie U.......
6% Rumänische vereint». Rente
von 1903 ......
4%% Rumänische Verein-. Rente von 1913 ..........
4% Rumänische verelnh. Reni» .
84,75
98,4
53,5
5,4
90,5
51
52
100,5
93
88,25
100,5
24,25
2,4
19,65
16,5
4,1
4,1
9,7
7,8
i i i*- i i i i i i r 1 1 1 11 Ullll II 1 11
85,1
98,4
53,5
5,75
90,5
51,8
100,5
96,5
24,1
2,35
19,75
16,5
16,9
4,15
9,5
15,2
7,8
Si । ।S S।1।ii ii 11111111111*11
vaoiburg-Änierita Palet . . . ? Hamburg-SOdam.DainpsschM. 8
Hansa Dampfschiff.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgemeine Deutsche Creditanst. 10
Barmer Bankverein .... 10
Berliner Handelsgesellschaft . 12
Commerz, und Prioat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbonk 12 Deutsche Bank und
DiSronlo-Gesellfchast, ... 10
Dresdner Bank......10
Reichebank........12
-Ä.S.G............8
Bergmann.........9
Slektr. Licserungsgelellschast. io
Licht und Krast......10
Feilen & Guilleaume . . . 7yt Gesellschaft für Elektrische
Ünlernehmungen .... io Hamburger Elektrizitäts-Werko 10 üibctntsche Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert«Co. ...... 11 Siemens & Halske ..... 16 Transradio ......... 8 Labmeyer LCo.......10
Buderus .......... 6
Deutsche Erdöl ....... 6 Essener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8
Hoesch Eisen. ....... «!6 Ilse Bergbau ....... 10 Klücknerwerke ...•••••7
MaimcSmann-Rähtt» • . . • 1 MmiSfelder Bergbau . .... 7 Oberschles. Ellenbedarf . «... 5 Obrrschles. KvkSwerke. .... 7 Bhönlr Be»bau. . ..••<% Rheinische Braunkohle» • • 10 Rheinstahl.........6
Rtcbeck Moni« ...... 7,2
63
64,75
124
107
135
106
106
105
118,25
84
117
172,5
124,5
49,5
73,5
169
57
68,75
35,5
55,75
162,5
72
107,75
106
100,13
tw5-
120
126,5
175,75
— —
z
70
62,9
129,5
102,65
64,5
123,75 107
135
106
106
104,4 115,75
122,5 114,25
83.5
116,5
113,5
125,25 171,65
125,75
49,25
67,75
76 73,25
64,5 169
58
70,5 68,75 35,25
74,75 56
162
72 80,25
62,65
130
102,75
65,5
123,5
107,75
136
106
106
100,25
124
118,9
84
—
113
127,5
176
126
66,75
64,5
70,5
35.5
74,5
56,75
161,75
73,25
Bereinigte Stahlwerke.....
Otavt Minen......16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
I. G. Farben-Industrie... 12
Dynamit Nobel.......6
Schcideanstalt......8 Goldschmidt ........6 Rütgerswerke........6
Metallgelellschast. ...... 8
Philipp Holzmann......?
Zementwerk Heidelberg . . 10 Ccmentwerk Karlstadt. ... 10
Wayy L Freytag......8
Schultheis Patzenhofer ... 15
LNwcrke.........13
Aku...........18
Bembcrg...... 14
«ellstosf Waldhos .... 13«/. Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer GaS . ...... 9
Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.-G. . • • • . 0
Lrensteiu & Koppel . .... 6
SvenLka...... • • • .
Frankfurter Maschine« • • • • 4
Grihner ...... • • • 6
IunghanS...... 6
Lechwerke..........8
Mainkraltwerkc Höchst a.M.. . 8
Mtag..........10
Gebr. Roeder ...... 10 Lotgt L Haessner ...... S Süddeutsche Zucker .... io
52
35
129
135
195
126
38
50,25
79,25
41
71.5
63
69,25
23,25
100,5
112
269
12
34
69,5
123
1 | | | | | | | M | | Hl III 1 1 I 1»1 1 S 1 1 S 1 - ' I । S £1111
58,25
35,4
130
137
196
138,13
38,25 50 79
79,75
40,5
170,5
70,5 63,75 97,75
70
117,65
58,5
35.9
129,25
136
196,5
140^4
38.25
50,5
80,5
-
173
72
65
95,75
119
24,5
100,25
113,5
268,5
-
27. Februar
28.Februar
Amtliche Notierung
Meld I Brief
Amiliche Geld
Notierung «ries
Aoift - Rott.
168,58
168,92
168,53
168,87
Buen.-AtreS Brss.-Antw- Christiauia.
1,395
1,399
1,391
1,395
58,585
58,705
58,585
58,705
112,43
112,65
112,43
112,65
Kopenhagen
112,41
112,63
112,42
112,64
Stockholm .
112,50
112,72
112,53
112.75
HelsingforS. Italien. . .
10.578
22,01
10,598
22,05
10,576
22,015
10,596
22,055
Loudon. . .
20,417
20,457
20,418
20,458
Neuyork . .
4,203
4,211
4,2035
4,2115
Paris....
Schweiz ».
16,468
16,508
16,465
16,505
80,91
81,07
80,915
81,075
Spanien. .
44,11
44,19
44,06
44,14
Japan . ..
2,081
2,085
2,081
2,085
Rio de Fan.
0,351
0,353
0,342
0,344
Wien in D.« Oest. abgeft.
59,03
59,18
59,06
59,18
Prag . . . Belgrad . .
12,451
12,471
12,451
12,471
7,386
7,400
7,390
7,404
Budapest. .
73,29
73,43
73,27
73,41
Bulgarien .
3,046
18,87
3,052
3,043
3,049
Lissabon .
18,91
18.85
18,89
Danstg. . . «onfLntm.
81,65
81,81
81,65
81,81
1,784
1,789
1,784
1,789
Sthen.
5,445
5,455
5,445
4,201
5,455
ttanaoa . Uru uaD. .
4,201
4,209
4,209
2,967
2,973
2,977
20,93
2.983
Cairo ...
20,93
20,97
20,97


