Aus Natur und Technik.
Besuch bei den Zunkleuien. - Das neue »Haus des Ruudsunks" in Berlin.
$$$$&
■■
X--'
W-.
Oben: Die Außenfront des neuen Berliner Funkhauses: rechts: Staatssekretär Bredow, Reichsrundfunkkommissar, und Professor S ch u b o tz , der Leiter der Deutschen Welle.
Unten: Dr. H a n s F l e s ch, der Intendant der Berliner Funkstunde-, rechts: der große Lichthof des neuen Hauses.
Draußen, beinahe vor den Toren Berlins, in Wihleben, hat Professor Hans P o e l z i g einen Riesenbau errichtet. Wfe ein Bureauhaus wirkt die lange, gestreck e Fassade mit ihren blauschwarzen Ei enklinlern, wird nur wenig durch sorgsam abgetönte Fenstere nsafsun- gen lebhaft gemacht und reprä entiert so ganz und gar den Zweck: Ernste Arbeit. ®od) gibts bald eine Enttäuschung, wenn * man sich in diesem neuen Gebäude umsieht. Die Funkleute Haden es erdacht a s ihr Haus des Rundfunks, und. besessen von der Idee, die sie tagtäglich zum Ausdruck bringen müssen, durchglüht v"n ihrer Aufgabe unaushörlich Kunst, Wis° senschaft, Bildung und Unterhaltung in anmutiger Wechselfolge in den Aether zu jagen, ist das neue Haus vom Dach bis zum Fundament ganz auf Zweckmäßigkeit eingestellt Fe erlich und würdig wirkt der riesige Lichthof, der durch alle Stockwerke führt. Buchtern und grau aber sind die zahlreichen Korridore, Treppenaufgänge, Podeste, Arbeitszimmer And — das ist das zunächst Enttäuscl.ende an der Geschichte — nicht alles in diesem als „fertig" übergebenen Häufe ist in Wirklichkeit fertig Die Bauhandmerker, die hier beschäftigt werden, dürfen sich noch auf geraume Zeit als versorgt betrachten.
Was interessiert im „Haus des Rundfunks" am meisten? Die zahl
reichen Bureauräume und Schreibzimmer, denen muntere Stimmen auf die Gänge klingen, in die man zuweilen sogar durch die Glastüren einen raschen Blick werfen kann, streift der Rundfunkhörer doch nur mit einem verächtlichen Blick. Hier wohnen sicher die Dureaukraten, die uns unsere gezahlten Rundfunkgebühren peinlich nachrechnen. Rundfunkkommissar? Ein schöner Posten, der viel Verantwortung hat, weil er auch die Interessen der Reichspost wahren muß. Intendant? Dazu wollen wir lieber nichts sagen, wann ist schon einmal der Hörer des Berliner Senders mit seinem repräsentativsten Beamten zufrieden gewesen?
Aber die Senderäume! Die interessieren den Hörer unbedingt, zumal er seit Jahr und Tag auf alle seine Klagen hin fast immer nur • die eine Antwort bekommen hat, wie unzulänglich die Sendeverhältnisse im alten Berliner Funk- t hause seien. Die neuen Räume werden doch r hoffentlich nicht enttäuschen!
Am es vorweg zu nehmen: Der größte Sendesaal, dessen Grundriß eine konische Form aufweist, 40 Meter lang, in der Mitte 21,3 Meter breit und 12 Meter hoch ist, liegt noch im Rohbau da. Die Funkleute haben ihn nicht fertiggebaut. Sie führen dafür recht plausibel das Argument ins Feld, daß sie noch keine Erfahrungen für den Ausbau eines derartigen, unerhört großen Raumes hätten. An den anderen Sendesälen soll erprobt werden, wie der große Raum auszugestalten ist. Dennoch kann er schon — allerdings in ganz geringem Umfange — benutzt werden, dieser Raum gewährt einen gan^ eigenartig-
feierlich klingenden Rachhall, der für die Sendung von Wichtigkeit sein kann, wenn einmal eine besondere Atmosphäre, vielleicht die einer Kirche, dem Hörer nahegebracht werden soll.
Aber vorher begnügt man sich mit zwei kleineren Sälen. Sie sizrd fertig ausgestattet. Durch Betätigung einer verstellbaren Wandbekleidung in Holz und Celotex kann die je nach Art der Darbietung und nach Größe der Besetzung erforderliche Dämpfung erreicht werden. Die Funkleute haben sich bei der Ausgestaltung dieser Räume Absorptionswände und Reflexwände eingebaut. Hinter den Absorptionswänden liegen die Regiezimmer, in denen die Wiedergabe der Sendung nur durch Lautsprecher erfolgt und mittels zahlreicher Schallapparate noch reguliert, werden kann. So soll dem Hörer eine völlig einwandsreie Sendung gewährleistet werden.
Von den Regiezimmern aus überblicken öje Spielleiter oder die Tonmeister die Vorgänge in den Sälen durch ein schallundurchlässiges Fenster, dessen Konstruktion nach eingehenden Prüfungen im Heinrich-Hertz-Institut festgelegt worden ist.
Es darf den Funkleuten nachgesagt werden, daß sie nicht allzu üppig mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Gelds der Rundfunkhörer gewirtschaftet haben. Alle Räume sind einfach ausgestattet, jeder Luxus ist vermieden. Zwei Geschosse wird die Berliner Funkstunde für sich allein beanspruchen, ein Geschoß nimmt die Deutsche Welle ein, ein anderes benutzt die Reichsrundfunkgesellschaft für ihre zahlreichen Meß- und Versuchsräume.
Interessant ist die Ausgestaltung des vierten
Obergeschosses. Zwar — beim ersten Besuch bei den Funkleuten wird man nur auf die ersten noch groben Absteckungen aufmerksam. Hier soll ein Rundfunkmuseum entstehen, zu dem bereits jetzt, nach knapp acht Iabren Funkdienstes für die Oeffentlichkeit sehr reichhaltiges Material vorliegt. Die Entwicklung ist ja da so schnell galoppiert, daß das erste Mikrophon, der erste Sender, das erste Funkgrammophon, schon wieder Museumsreife haben. Auch der Detektor, einstmals beliebtes Anfangsgerät, wird hier, mit einer Katalognummer versehen, aufzufinden fein. And auch das Ausland hat bereits angekündigt, daß es interessante Stücke zu stiften bereit ist: Es wird eine Freude sein, dieses Museum bei seiner Fertigstellung zu besichtigen. Denn dieses Stück Entwicklung in unserer Epoche haben wir alle miterlebt, wir alle sind Sachkenner auf diesem Gebiete.
Mancherlei nützliche Räume werden im Obergeschoß noch ausgebaut: Ein Restaurant, eine Kantine, die dazugehörigen Wirtschaftsräume. Interessant ist, daß hier oberk auch Hotelzimmer eingerichtet werden sollen, damit Gäste der Funkleute nicht erst in die Stadt zu fahren brauchen. Schließlich ist noch an einen Dachgarten gedacht. Aber der wird erst ausgebaut werden, wenn die Funkgesellschaften einmal gehörig Luft holen konnten. Cs sind immerhin fünf Millionen Mark in dieses schmucke und dabei doch so außerordentlich sachliche Haus des Rundfunks hineingebaut worden, die erst einmal wieder verschmerzt sein müssen. And das kann in diesen Zeiten schon etwas dauern...
Wenn das Gold ausstirbt.
Don Dr. Enul Carthaus.
Schon vor mehr als fünfzig Jahren hat der Wiener Geologe Eduard Süß in feinem Buch „Die Zukunft des Goldes" unter Zugrundelegung von geologischen und bergmännischen Ergebnissen darauf hingewiesen, daß sie noch in der Erde ruhenden gewinnbaren Borräte von Edelmetall einer für die Weltwirtschaft verhängnisvollen, schnellen Erschöpfung entaegem gingen. Die Entdeckung der scheinbar unerschöpflichen Goldlager st ätten am Witwaters- rand in Transvaal, die durch den Goldbergbau von Südafrika, Amerika und Australien herbeigeführte ungeheuere Steigerung der jährlichen Weltproduktion von Gold, deren Wert von 97 500 000 Dollar im Jahre 1875 bis auf 470 026 000 Dollar im Jahre 1915 emporschnellte, schienen dem Verfasser des Buches unrecht zu geben. Auch wurden die warnenden Stimmen von Geologen und anderen Fachleuten, welche, wie der Schreiber dieser Zeilen, trotz der großartigen, zeitweiligen Erfolge des Goldbergbaues sich in gleichem Sinne äußerten, kaum beachtet Man suchte über die sichtliche Verarmung der Hauptgoldlagerstätten der Erde mit dem Hinweis hinwegzugehen, daß noch sehr viele und weite Gebiete der Erde nicht erforscht seien und diese womöglich so reiche Lagerstätten in sich schlößen, daß so leicht keine Goldnot in der Weltwirtschaft eintreten werde. Wie sehr der Erdboden überall, wo Menschen einige Zeit gewohnt haben, nach Gold abgesucht ist, zeigen schon die Worte, die der spanische Juwelier Ferrer 1495 an Kolumbus schrieb „Solange Eure Herrlichkeit nicht schwarze Menschen finden werden, können hoch- dieselbe keine Schätze an Gold erwarten." Endlich scheint dann auch die Illusion geschwunden zu sein, daß in Erdreaionen, in denen raum noch Menschen wohnen und faaffen können, noch ausschlaggebende Goldlagerstätten zu erwarten seien. Nachdrücklich wies deshalb der vom Wirtschaftskomitee des Völkerbundes eingesetzte Ausschuß zur Prüfung der mit der Verteilung des Goldes zusammenhängenden Fragen darauf hin, daß schon in den nächsten zehn Jahren und mehr noch in der ihnen folgenden Zeit
mit einem beträchtlichen Sinken der Goldproduktion der Welt zu rechnen sei. Nach den auf statistische Angaben und bergmännische Feststellungen des Ausschusses gegründeten Schätzungen wird die jährliche Goldproduktion auf der Erde, welche im letzten Jahre einen Wert von 405 Millionen Dollar darstellte, aller Voraussicht nach 1935 auf 381 und 1940 schon auf 314 Millionen Dollar herabgesunken sein.
Gold wäre mit modernen Hilfsmitteln aus dem Gebirge der Erde und aus dem Wasser des Meeres in weit größerer Menge zu gewinnen, doch kommt für die Geldwirtschaft der Welt nur das Gold in Betracht, das der Bergbau zum Preise von 2790 Mark für das Kilo, dem sogenannten Standardpreis, an den Weltmarkt abgeben kann. Gerade dadurch, daß sich Angebot und Nachfrage so sehr das Gleichgewicht halten, daß fein Preis im Handelsverkehr der Welt nahezu gleichbleibt, hat das Gold als Wertmesser für Arbeitsleistungen jeder Art und für jeglichen Besitz, der überhaupt käuflich ist, eine außerordentliche Bedeutung erlangt. Gold in gemünzter Form ist Geld im wahrsten Sinne des Wortes, daß überall als vollwertig angenommene Entgelt für Güter und Arbeit. Diese Rolle spielt es im großen auch in Barrenform mit garantiertem Gewicht, als Deckung für das von den Staaten in Umlauf gebrachte Papiergeld. Als Geld, als allgemein angenommener Wertmesser, kann das Edelmetall in der ganzen Welt aber nur dann dienen, wenn sein Preis in der internationalen Geldwirtschaft f e ft und unverrückbar ist. Um den Goldpreis als Standardpreis möglichst genau zu bestimmen, find alle Kulturstaaten, welche die Goldwährung eingeführt haben, und heute den Geldmarkt der Welt beherrschen, übereingekommen, für ihre Münzprägung, sowie ihre Banken den Preis für das Kilo Gold auf 2790 Mark festzufegen.
Dis in das letzte Viertel des vorigen Jahrhunderts diente vornehmlich d a s S i l o e r in gemünzter Form als Wertmesser für Besitz und Arbeit in der Weltwirtschaft. Das ging aber nicht länger, als durch die Erfiirdung billiger Metalllegierungen, die fast alle die hervorragenden Eigenschaften des Silbers in sich vereinigten, und durch eine Aeberproduktion von ihm — sein Preis
auf dem Weltmarkt derartig zurückging, daß, während 1870 noch 180 Mark für das Kilogramm gezahlt wurden, jetzt mehr als drei Kilogramm für dieselbe Summe käuflich sind. Die Aeber- produktion an Silber ist bei einer zwischen sechs und acht Millionen Kilogramm schwankenden Jahresproduktion dadurch entstanden, daß Silber bei der Verhütung von Blei. Kupfer- und anderen Erzen in immer größeren Mengen als Rebenprodukt gewonnen wird. Dabei ist das Verhältnis des Silbers zum Gold von 1:15,5, wie es die zur Stützung der alten Silberwährung in den romanischen Ländern 1865 ins Leben gerufene „Lateinische Münz.o vention" jahrelang sestzuhal- ten suchte, auf 1:36,6 herabgesunken. Im Anfang dieses Jahres aber stellte es sich wie 1:55,2.
Die Weltwirtschaft muh, um nicht alle Sach- und Arbeitswerte heillos ins Schwanken geraten zu lassen, wie es in Deutschland während der Inflationszeit der Fall war, unbedingt an dem Standardpreis des Goldes f e st h a l t e n. Das wird ihr schon dadurch sehr erschwert, daß in der Rächtr.^gszeit d.e mit der Gewinnung des Goldes verbundenen A n k o st e n (Aibeitsl. hne, Maschinerien) um mehr als die H il.te gestiegen sind. Anderseits muß der Geldwirpchaft der Welt auch eine hinreichende Menge Gold zur Verfügung gestellt werden, um den vom interna.ionalen Handel und Verkehr gestellten Qlnfor erun en genügen zu können. Macht sich bereits jetzt, wo doch der Bergbau noch jährlich über eine halbe Million Kilogramm Gold an die Weltwirtschaft abgibt, ein gewisser Mangel fühlbar, wie sol es werden, wenn die jährliche Goldproduktion in den nächsten zehn Jahren nach den Feststellungen des Wirt- schastskomitees um 22,5 Prozent, also um mehr als ein Fünftel abnimmt ? Diese der Weltwirtschaft drohende Gefahr wird keinesfalls durch die Maßnahme behoben, daß von allem zur Verfügung stehenden Golde nur noch etwa ein Zehntel als Goldgeld in Am lauf ist. neun Zehntel aber als Grundlage der sogenannten Goldkemwährung in den Tresors der Staatsbanken liegen bleiben.
In erster Linie ist die Abnahme der Goldproduktion der Welt auf den nachlassenden Goldbergbau am Witwatersrand in
Die Erdnähe des Eros.
Don Professor Dr. Küstermann.
(Rachdruck verboten!)
Cs gibt immer noch Leute — wie mir Zuschriften und Anfragen in der letzten Zeit zeigten, gar nicht einmal so wenige —, die sich vor einem Weltuntergang fürchten. Sie fragen, ob nicht doch einmal ein fremder Weltkörper mit der Erde, oder gar ein Fixstern mit der ganzen Sonnenwelt zusarnrnenstoßen könne, womit dann alles, Leid und Freud, auf der Erde ein Eni,2 hätte. Diese Leute unterschätzen ganz offenbar die ungeheure Gröhe des leeren Raumes, in dem sich die Weltkörper etwa wie ganz wenige, Stäubchen in einem ungeheuren Saal bewegen.
Die Astronomen sind denn auch keineswegs ängstlich, sondern im Gegenteil hoch erfreut, wenn ein fremder Himmelskörper der Erde recht nahe kommt. Diese Freude ist auch voll berechtigt, wenn es auch freilich heutzutage nicht allzu oft Vorkommen mag, daß sich Menschen freuen, wenn sie recht viel Arbeit bekommene, diese wird für die Astronomen diesmal ganz bestitfttstt nicht aus- bleiben.
Kurz gesagt: Roch niemals, seitdem überhaupt astronomische Beobachtungen auf der Erde gemacht werden, ist — abgesehen von dem hier ganz außer Betracht bleibenden Mond — ein anderer Himmelskörper in so großer Rähe beobachtet worden, wie dies Ende Januar mit dem kleinen Planeten Eros der Fall sein wird. Er kommt am Monatsletzten der Erde bis auf etwa 26 Millionen Kilometer nahe, sehr viel näher, als uns unsere großen Rachbarplaneten, die Venus und der Mars, kommen können» Das geschieht nur ausnahmsweise, weil die Dahn des Eros ganz ungewöhnlich stark von der eines- Kreises abweicht. Die Erde überholt ihn zwar bei ihrem Umlauf um die Sonne etwa alle zwei Jahre, aber wenn dies an Stellen geschieht, wo, die Erosbahn weit nach außen biegt, und also weit von der weiter innen liegenden, fast kreisförmigen Erdbahn entfernt ist, so bleibt der Abstand doch noch recht groß, und die Annäherung hat keine besondere Bedeutung. Auch diesmal kommt uns der Eros noch nicht so nahe, wie eS an sich möglich ist; denn seine größte Annäherung an die Erdbahn erfolgte Mitte des Monats, aber da war die Erde noch zu weit weg. so daß erst Ende Januar die geringste Enb-- fernung der beiden Himmelskörper erreicht wird.
Die Bedeutung des Ereignisses liegt darin^ daß es eine besonders günstige Gelegenheit biete£ Entfernungen im Weltraum zu messen. Die Entfernungen in unserer Planetenwelt können alle verhältnismäßig leicht und genau angegeben werden, wenn man nur eine einzige von ihnen kennt; diese aber muh so bestimmt werden, dah man die Verschiebung miht, die der Stem auf dem Hintergrund des weit entfernten Fixstemhimmels erfährt, je nachdem, von welchem Punkt der Erde aus man ihn betrachtet. Am einen Vergleich zu gebrauchen: Im gewöhnlichen Leben können wir Entfernungen dadurch ab- schätzen, dah wir mit zwei Augen sehen. Die beiden Augen, mit denen wir nun den Eros betrachten, sind zwei weit von einander entfernte Sternwarten. Allerdings werden nicht nur zwei, sondern viel mehr Sternwarten an den Beobachtungen beteiligt sein, und das wird die Arbc.'t ganz gewaltig vermehren, aber auch die Genauigkeit des Ergebnisses steigern. Bisher waren die Entfernungen innerhalb unserer Planetenwelt bis auf etwa ein halbes Tausendstel ihrer Größte genau bekannt. Man kann wohl hoffen, dah diese Genauigkeit durch die diesjährigen Messungen überboten wird.
Der Schätzung nach ist der Eros ein ganz kleines Weltkörperchen, dessen Durchmesser 20 bis 30 Kilometer betragen mag. Von ihm aus betrachtet erscheint die Erde ganz ähnlich, wie von uns aus die Venus, freilich zur Zeit der größten Erdnähe bedeutend größer, aber nicht viel Heller. In dem Zeitpunkte allerdings, wo sich alle irdischen Fernrohre auf den Eros richten, ist die Erde dort unsichtbar, weil sie gerade vor der Sonne steht, und als Abendstern verschwunden, als Morgenstern aber noch nicht sichtbar ist.
Transvaal zurückzuführen. Sehr überrascht war man, als vor etwa zwanzig Jahren ein hervorragender Fachmann. Lionel Philipps, feststellte, daß die dortigen, für unerschöpflich gehaltenen Lagerstätten damals noch höchstens für 75 Milliarden. Bei sichtlichem Aermerwerden der Erze in> weniger als fünfzig Jahren erschöpft sein würden. Be isichtlichem Aermerwerden der Erde in der Tiefe ist der Bergbau jetzt schon zu einer Tiefe von 2500 Meter (!) vorgedrungen. Die Der einigten Staaten von Rordamerika treten zwar immer noch an zweiter Stelle als Goldlieferant für den Weltmarkt auf, doch ist ihre Produktion von 113 000 Kilogramm im Jahre 1913 auf 68 000 im letzten Jahre herabgesunken. Dagegen wurden in Kanada 1928 bei steigender Produktion 57 200 Kilo Gold gewonnen. A u st r a - licn, früher ein Goldland ersten Ranges, ist an der Weltproduktion jetzt nur noch mit etwa drei Prozent beteiligt. — Was M' Goldwäschen oder Ansammlungen von Gold im Shwemmlande (Alluvium) von Sibirien beuifft, worauf man große Hoffnungen setzt, |o erhalten diese nach dem Arteil amerikanischer Fachleute hochgeschätzt noch für fünfundzwanzig Milliarden Gold, die vielleicht hinreichen würden, den Goldbedarf der Welt fünfzehn Jahre lang zu decken.
Bewähren wird sich nur zu bald, was Alexander von Humboldt vor hundert Jahren schrieb: „Menschen kommen und gehen, eine Generation: folgt der andern und die Zahl der Individuen vermehrt sich. 5torn und Reis und jede Art lebender Wesen, welche dem Menschen zur Rah- rung dienen, lassen sich ebenso in aufeinanderfolgenden Generationen nachzüchten und ihre Menge mehrt sich mit der Zunahme der Bedürfnisse des Menschen. Anders ist es. sobald wir die Grenze des Lebens überschreiten. Auf den: Goldfeldern ist es eine Ernt e ohne Rach- wuchs, die wtr einheimsen, und ihr Erde wirb kommen. Dann wird das Gold Wohl mach lange fortfahren, die Zierc' der Wohlhabenden zu sein, aber es wird aushören, das allgemeine Zahlungsmittel der Welt zu fein.“
NeijSort: Versteh kaute. Hr, 'Ä-SZ
»Wcr„,t
2 <
®rfteig=««: k
fieigenlngsort. 9
Iil!leigSr$C run«8”*:
»Ä- S&S --£ AsMlußl für
Sie
ihr Seschaslsiahr Überschuh von 31m Mark 21 Ü-im , verschiedene Emna! gen, Zinsen usw.) 6 941094,59) ®t- einMehllch An (15619763,67) Wk stellten- und Arb (12016645,49).% ausgaben o 693510 Bergschäden, W Abschreibungen auf 6657 999,06 (5246 8: chen die Ausgaben Mark. Es ergibt s 4 450 656,12 Mk. g von 6905 228,14 M Verlust wird der E fahre mit 1919111, Verlust von 2 5315 neue Rechnung vor. Die Fried. Kru!
Magdeburg erziel! einen Gewinn vo Mark.
Die Fried. Srul in Kiel weist einen gegen 561 148,82 2 Die Mtiengesells Eisen- und Etahlin im abgelausenen E hing ihrer Mrtpa schränkt. Die Gesell jahr mit einem ®( » 127 «0,67 W
Zu der beab Glektrizitäts! Mainz und M kannt, daß die ® jW unter bei Mainz.Wiesb Grundkapital von hgt ist. Durch hie man einstweilen jä. waren und diesen M bes Kraftwer Mhengesellschast w Unternehmen bleiben gleichmäßig mit 50
s»* Der Aktienii
797 I? fU-r?,e ®od) ff Wnuter 80,9 i
Ofi' ®J*kppe verai - (1052)U 0nippe H
M
* "Ml r.h„ 1934
s^S*1****1
<X .
Wfe ■
. 'M


