Einzelbild herunterladen

rin noch nicht in Betracht. Sie fordern zum Teil ein höheres Alter beim Eintritt in die Berufs­ausbildung, zum Teil vorherigen Besuch einer höheren Schule.

Am stärlstcn sind auch in diesem Jahre wieder dieAnbestimmten" vertreten, obgleich ihre Zahl stark zurückgegangen ist. An zweiter Stelle steht dieSchneiderin". Doch nicht alle Mädchen, die diesen Berufswunsch äußern, werden dieses Hand­werk erlernen, nicht alle, die es erlernen, werden den Beruf später ausüben. Sehr viele wollen in eine Lehre, manche auch nur eine kursusmähige Ausbildung mitmachen, um die erworbenen Kenntnisse für sich selbst und für die eigne Familie zu verwerten.

Dem Beruf derHausangestellten" wird, be­sonders auch in der persönlichen Beratung in diesem Jahre, weit mehr Beachtung von feiten der Jugendlichen geschenkt. Die Neigung zur hauswirtschaftlichen Arbeit ist teilweise auf die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse zurück­zuführen, die manche Eltern bestimmen, ihre Kinder frühzeitig in Stellen zu geben, bei denen ihnen freie Kost geboten wird. Als Zeichen der Zeit ist wohl auch das Ansteigen der Zahl der­jenigen anzusehen, die ungelernte oder ange­lernte Arbeit ergreifen wollen. Die wirtschaftlich schlechten häuslichen Verhältnisse erwecken in manchem Mädchen den Wunsch, nach baldigem eigenem Verdienst. Die kaufmännischen Berufe, besonders der Beruf der Verkäuferin, erfreuen sich bei den Mädchen weiterhin größter Be­liebtheit, trotzdem die Aussichten auch in diesen Berufen weniger günstig sind und die Mädchen häufig nach beendeter Lehre arbeitslos werden. Den größten Prozentsatz der in die kaufmänni­schen Berufe ftrömenixm Mädchen bietet die Stadt Gießen. 21 Prozent der in Gießen zur Schulentlassung kommenden Mädchen wollen den Beruf der Verkäuferin erlernen.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 25.März 1931.

Zweifarbige Oamenstrümpfe.

Vernunft und alle guten Geister starben, wie eine.neue Botschaft uns verhieß: Denn Demenftrümpfe in verschiednen Farben trägt man in diesem Frühling in Paris! Herr Poiret, als Mohammed der Mode, ersann dies zeitgemäße Farbenspiel.

Ist es auch Unsinn, hat es doch Methode, dach wahrlich: Was zuviel ist, ist zuviel!

Das eine Bein von unfern lieben Frauen ziert bald ein rosaroter Seidenstrumpf;

beim andern Sein, wir werden es ja schauen, ist lila oder blau vermutlich Trumpf.

Vielleicht reift dieser Unfug das Verständnis für Politik und Heimat bei der Frau, und durch die Strümpfe trägt sie ein Bekenntnis der Stammeszugehörigkeit zur Schau.

Wenn wir umsonst für diese Ziele warben, hier springt die Frau entzückt in unfern Kreis: Ich bin die Preußin, kennt ihr meine Farben? Ich trage stolz die Strümpfe schwarz und weiß! Für Bayerns Frauen kommt weißblau in Frage, die Sächsin trägt bewußt ihr Weiß und Grün; die Schwäbin wird beim ersten Ämselschlage in Schwarz und Rot durch diesen Frühling ziehn! Herr Poiret empfiehlt die Modesünde, und er behauptet, von sich selbst entzückt, es gebe für die Dame keine Gründe, daß sie die Beine nicht zweifarbig schmückt.

Des Modekönigs Logik wird zuschanden, fragt nur die Frauenwelt in Stadt und Land. Zwei ernste Gründe find sogar vorhanden: Weil jede Frau nun mal zwei Beine hat!

Puck.

t Daten für Donnerstag, 26. März.

t- Sonnenaufgang 6.17 Uhr, Sonnenuntergang 18.46 Uhr. Mondaufgang 9.08 Uhr, Monduntergang 2.05 Uhr.

1827: Ludwig van Beethoven in Wien gestorben; 1 1851: der Schriftsteller Julius Langbehn in Hadersleben geboren; 1868: der russische Schrift­steller Maxim Gorkij geboren.

** In den Ruhestand verseht. Der Amtsvorstand des Vermessungsamtes Büdingen, Dermessungsrat Georg Hohenadel zu Bü­dingen, und der Justizsetretär beim Landgericht der Provinz Oberhessen zu Gießen, Wilhelm Ranft, treten auf Grund des Altersgrenze- gesetzes am 1. April bzw. am 1. Mai in den Ruhe­stand.

** Die Gemeindearbeiterlöhne im Rhein-Main-Gebiet. Am Montag beschäf­tigte sich der Zentralausschuß in Berlin mit den für die Gemeindearbeiter und Straßenbahner im Rhein- Main-Gebiet zu dem durch Tarifvertrag auch die Stadt Gießen gehört, gefällten Schiedssprüchen. Der für die Gemeindearbeiter von der Be- zirksschiedsstelle Darmstadt gefällte Schiedsspruch erfuhr dahingehend eine Aenderung, daß ab 1. April der tarifliche Stundenlohn des über 24 Jahre alten Arbeiters in Ortsgruppe I in allen Lohngruppen um 6 v. H. gekürzt wird. Die Löhne in den übrigen Ortsgruppen errechnen sich nach den bisher üblichen Grundsätzen. Wird die tarifliche Arbeitszeit um vier Stunden oder mehr in der Woche gekürzt, so wird die geleistete Arbeitszeit nach den bisher geltenden Tariflöhnen bezahlt. Für die Straßenbahner ist der Darmstädter Schiedsspruch durch den Zentral­ausschuß bestätigt worden. Für die Gemeindearbeiter sowohl wie für die Straßenbahner gilt die neue Lohnregelung bis zum 30. September d.J.

Die Sonntagsrückfahrkarten z u Ostern. Die Reichsbahn hat die Geltungsdauer der Sonntagsrückfahrkarten zu Ostern verlängert, ft> daß kurze Reisen in die weitere Umgebung bis zu einer Dauer von 4l/2 Tagen ermöglicht wer­den Die Sonntagsrückfahrkarten gelten zur Hin­fahrt von 12 Uhr Gründonnerstag (2. April) bis zum Ostermontag (6. April), zur Rückfahrt vom Gründonnerstag bis Dienstag nach Ostern 9 Uhr. Die Reichsbahn läßt ferner zu, daß die Schnell­züge am Karfreitag, an den beiden Ostertagen und am Tage nach Ostern mit Sonntagsrückfahrkarten zur Hin- und Rückfahrt benutzt werden. Mit Rück­sicht auf den übrigen Verkehr ist die Benutzung der Schnellzüge auf Sonntagsrückfahrkarten nur am Gründonnerstag und am Ostersamstag nicht gestattet.

** Am Rande der Sahara. Ein Kultur­film von außerordentlicher Prägung wurde am Sonntagvormittag im Lichtspielhaus Bahnhof­straße gezeigt. Eine unendliche Fülle unmittel­barster Eindrücke gab dieser Bildstreifen, der, in Verbindung mit dem Ton, afrikanisches, orientali­sches Leben und Treiben in überzeugender Form wiedergab. Von der Landung an der nordafrika­

nischen Küste der Khreneika (italienische Kolonie Tripolitanien) bis in die Höhlen schier sagen­hafter Berberstämme folgte man im Bilde und hörend dem Forscher Rikli, der an die Quellen des Volkstums jener Zonen ging, dem Volke Sitten und Gebräuche ablauschte und wertvolle wissenschaftliche Arbeit leistete. Und wenn man aus diesem Film das Eindrucksvollste heraus­greifen will, dann wird man sich an die einzig­artigen Bilder von römischen Bauten im Rorden des Landes erinnern, an den riesigen Zirkus, an die gigantische Wasserleitung, die das ehe­malige stolze Karthago mit Wasser aus 500 Kilo­meter Entfernung versorgte, man wird die ein­drucksvollen Gesichter der Männer und Frauen, die gezeigt wurden, nicht vergessen, den Gebets­ruf des Muezzin, den Klang der Klarinette, die den Waffentanz der Araber begleitete, und den eigenartigen Rhythmus der Flöte sowie die Be­schwörungsformeln, mit denen der Schlangen­bändiger feine Arbeit begleitete, nicht aus den Ohren verlieren. Der Besucher wird sich oft der herrlichen Landschaftsbilder aus den Oasen und der reizvollen Bilder schreitender Kamele er­innern und an das Leben in der Höhlenstadt Mathmata und der Röhrenstadt Medenin denken, das sich fern aller Hast und doch in seltsamer Verbindung mit den modernen Errungenschaften der Technit, zum großen Teil in tausendjährigen Formen, abspielt. Vor dem Hauptfilm zeigte Kreisschulrat Lorentz einen Film aus unserer engeren Heimat, aus Schlitz und aus dem Vogelsberg. Er hatte die Oberhessen auf­gesucht am Kohlenmeiler, beim Holzfällen, an der Drehscheibe beim Töpfemachen, bei ihren Festen und Umzügen, bei ihren Hochzeiten, die Frauen beim Spinnen, bei der Arbeit und im bunten Sonntagsstaat. Mit ergänzenden Worten brachte er den Besuchern die oberhessische Hei­mat nahe und fand für Bilder und Worte herz­lichen Beifall. In hohem Maße angeregt, verließ man das Haus.

** Dienenzüchterverein Gießen und 11 m g e g e n b. Der Bienenzüchterverein Gießen und Umgegend hielt am Sonntag imTannhäu­ser" in Gießen seine Monatsversammlung ab. Der Vorsitzende H. Bodenbendcr, Gießen, hielt einen Vortrag über Bienenkrankheiten und ging dabei besonders auf die dauernd um sich grei­fende Rosenaseuche und die Faulbrut ein. Sodann führte er die von ihm erfundeneDeutsche Kul­turbeute" vor, die nach den bisherigen Erfah­rungen den Anforderungen der modernen Dienen­wirtschaft in jeder Beziehung gerecht wird. Ganz besonders gefiel die einfache Betriebsweise, die dabei leicht gestattet, alljährlich eine Bauerneue­rung vorzunehmen. Weiter wurde noch die Aus­winterung der Bienenvölker und die damit verbun­dene Frühjahrsarbeit am Bienenstand besprochen. Trotz des spät einsehenden Winters sind nur ge-

Tagung des Verbandes zur Förderung des Volkssportes.

Am Samstag hielt derDerbandzur För­derung des Volkssportes in Hessen und Hessen-Rassau, der unter der Lei­tung des Herrn Bankdirektors ©rieft bauer steht, in Gieften im Hotel Schütz seine alljährliche Mitgliederversammlung ab. Von den vorhan­denen 24 Ortsgruppen hatten 14 Gruppen Ver­treter entsandt, aufterdem waren von den im engsten Einvernehmen mit dem Verbände ar­beitenden Sportverbänden: der Hessische Klein- kaliber-Schützenverband durch dessen Geschäfts­führer Herrn Frank (Lindheim), die Sport­schule Oershausen bei Göttingen durch den der­zeitigen Leiter Herrn K ö b r i ch , der Flugsport durch die Herren Syndikus Leydecker (Dillen­burg) und Studienrat Röder (Gieften) vertreten. Der Geschäftsführer des Provinzialverbandes der Ländlichen Reit- und Fahrvereine Hessens Graf v. Bredow (Altenburg bei Alsfeld) hatte, da er selbst nicht anwesend fein konnte einen eingehenden Bericht über die Vereinsbewegung und Arbeit übersandt. Das Hessische Grenadier- Bataillon vertrat der sich besonders dem Sport widmende Herr Oberleutnant M ü n ch.

Wie der Rame des Verbandes schon sagt, liegt seine Hauptaufgabe darin, die verschiedensten Sportzweige zu fördern und sie den unbemittelten Teilen der Bevölkerung in genannten Gebieten möglichst kostenlos zugänglich zu machen, wobei besonderer Wert auf die vielseitige Ausbildung der einzelnen Persönlichkeit gelegt wird. Der Jahresbericht zeigte, daß trotz der wirtschaft­lichen Rot dank der Opferfreudigkeit national denkender Kreise und Persönlichkeiten nicht un­erhebliche Mittel für vorstehende Zwecke auf­gebracht und verwertet worden sind. Unserem Volke ist zur Gesundung seines Körpers allein der Sport als erlaubtes Mittel geblieben. Ihn zu fördern sollte Allgemeinbestrebung aller Kreise werden, selbst wenn hierzu Opfer gebracht werden müssen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 Reserve Laubach (Ligo) 0:1.

Das Gesellschaftsspiel der Ligareserve gegen die Ligamannschaft Laubachs gestaltete sich zu einem sehr spannenden Treffen. Das Spiel wurde von Anfang bis zum Ende beiderseits unter Aufbie­tung allen Könnens und aller Kraft durchgeführt. Die Parteien waren sich gleichwertig. 1900 hatte 3 Mann Ersah in seinen Reihen; trotzdem hielt sich die Mannschaft sehr gut. Ein Unentschieden wäre den beiderseitigen Leistungen eher gerecht gewor­den. Jede Partie erzielte einen Treffer, und zwar jede aus Abseitsstellung. Der Schiedsrichter, der sich aller Gerechtigkeit befleißigte, annullierte aber den Gieftencr Erfolg.

Eine Enttäuschung brachte die dritte Mannschaft gegen die erste Elf Riederwalgerns. Der hohe 5: 0- Sieg der sympathischen Gästeelf war in jeder Hin­sicht verdient. Die Hiesigen waren gegen ihre seit­herigen guten Leistungen nicht wiederzuerkennen.

Angenehm stach dagegen das Spiel 1900 IV- Riederwalgern II ab, und zwar durch den nie erlahmenden Eifer beider Mannschaften. 1900 hatte stets etwas mehr vom Spiel und konnte dies in einem knappen 2:1-Sieg zum Ausdruck bringen.

Jugendspiele.

I. Jugend VfB. Gießen I. Jugend 3:0 (1:0). Schüler VfB. Gießen Schüler 3: 0.

Ein von Anfang bis Ende schnelles und inter­essantes Spiel, beide Mannschaften waren mit Eifer bei der Sache und zeigten oft prächtige Sei» ftungen. Der Gast war zu Beginn schneller als 1900 und versuchte durch weites hohes Spiel den

ringe Verluste an Völkern zu beklagen, der Futter- verbrauch war normal, der Totenanfall gering. Allgemein wurde über das Abreiften der Wei­den- und Haselkähchen geklagt.

Bäckermeister-Tagung in Frankfurt.

Brolpreiserhöhung infolge starker Steigerung des Richtpreises und der Steuern?

* Frankfurt a. M., 24. März. Am Sonntag fand hier eine Vertreterverfammlung der dem Verbände deutscher DäckerinnungenGermania" angefchlossenen Bäckerinnungsbezirke Main-Rhein-Rahe, HessenundMit- teldeutschland statt. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Stellungnahme der Däcker­innungen zu den andauernden Erhöhun­gen der Mehlpreise und zu der weiteren Gestaltung der B r o t p r e i s e. Es wurde in der Aussprache hervorgehoben, daft der Roggenmehl­preis von 26 Mark am 1. November v. I. bis auf 29,75 Mark pro 100 Kilo am 11. März d. I. gestiegen fei; heute würden für 100 Kilo Mehl bereits 31 Mark gefordert. Trotz wiederholter Zusagen der Reichsregierung seien aber die De- triebsunkosten der Bäckereien in keiner Beziehung gemindert worden, da auch auf allen Gebieten des Steuerwesens trotz Preissenkungs­aktion fortgesetzt weitere Erhöhun­gen vorgenommcn wurden. Insbesondere hätten die Länder und Gemeinden gerade in den letzten Monaten wieder neue Steuern be­schlossen, die natürlich die Gestehungskosten der Bäckereibetriebe ganz empfindlich erhöht hätten. Der B r o t p r e i s sei von den Bäckereien seit Mitte November v. I. wiederholt gesenkt worden und stehe heute in krassem Miftverhältnis zu den durch neue Steuern und fortgesetzte Mehl- preissteigerungen geschaffenen Derteuerungsmo- menten der Däckereibetriebe.

Die Versammlung beschloft einmütig, bei der Reichsregierung und bei den Landes­regierungen unverzüglich mit Nachdruck vorstellig zu werden, um die Herabset­zung der Mehlpreise auf ein erträg­liches Ma ft, sowie die endliche Durchführung der wiederholt versprochenen Steuerermähi- gungen zu erreichen. Die Senkung der Mehl- Preise und der Steuern sei unbedingt zu verlan­gen, damit der verringerte Brotpreis einen Aus­gleich in einer wirksamen Senkung der Betriebs­unkosten finde. Sollten die Reichsregierung und die Landesregierungen sich dieser Forde­rung verschließe n, so würden sich die Däckerinnungen gezwungen sehen, durch eine Er­höhung des Drotpreises die wesentlich gestiegenen Selbstkosten zu decken.

Kampf zu dirigieren. 1900 führte das bessere Stel- lungs- und Kombinationsspiel vor und wurde da­durch bald überlegen. Der Sturm spielte aber zu zaghaft, um vorläufig gegen die gute schlagsichere Verteidigung vom VfB. aufkommen zu können. Kurz vor Halbzeit setzte 1900 sich im Strafraum vom VfD. fest, aus einem Gedränge fiel durch Eigentor das 1. Tor. Nach der Pause versuchte der Gast mit aller Energie den Ausgleich zu erreichen, er­kämpfte einige recht gute Torgelegenheiten, wurde aber wieder zurückgedrängt. Dis zum Schluß kamen die Gäste kaum noch über die Mittellinie. Von den sich bietenden vielen Torchancen ver­mochte der Sturm aber nur zwei auszunutzen.

Die zweite Jugend gewann auf dem Waldsport­platz 4:0. Desgleichen waren die Schüler dort gegen die Schüler des gleichen Vereins mit 3:0 erfolgreich, so daft dadurch ein Gesamtergebnis der drei Jugendmannschaften von 10:0 für 1900 hergestellt wurde.

VfB-Gießen.

Auch die Ligareserve hatte einen schweren Kampf zu bestehen. Sie mutzte zum Wieder­holungsspiel nach Lollar. Das Spiel fand unter Derbandsaufsicht statt und hätte die Entscheidung um den Meister bringen können. Durch dieses Unentschieden sind jetzt drei Mannschaften, und zwar Gießen 1900, Saubringen und VfB. Gießen, in dieser Gruppe punktgleich, die nunmehr um die Meisterschaft spielen werden.

Die 3. Mannschaft des VfB. sollte auf eigenem Platz ein Verbandsspiel gegen die 2. Mannschaft von Saubringen austragen. Ser Gegner trat

Lang-Göns, 22. März. Der 5. Bezirk im Turngau Hessen hielt heute hier sein durch Be- zirksturnwart Wilhelm Lang (Lang-Göns) und den Turnverein Lang-Göns gut vorbereitetes Wintergeräteturnen ab. Infolge der wirtschaft­lichen Notlage blieb die Beteiligung aus den ent­fernten Bezirksvereinen etwas hinter der vorjäh­rigen Meldezifser zurück. Der Wettkampf bestand für die Turnerstufe und die Jugendtumer-Ober- stufe aus einem Neunkampf, für die Jugendturner- Unterftufe und die Schüler aus einem Siebenkampf. Dank umsichtiger Leitung wickelten sich die Kämpfe sehr flott ab. Es wurde mit recht guten Leistungen aufgewartet, besonders auch seitens der Landver­eine. Eine wesentliche Besserung im Können machte sich beim Turnen der Schüler bemerkbar.

Aus der

Siegerliste

bringen wir nachstehend einen Auszug, der außer den ersten Siegern jeder Stufe die Namen der Preisträger aus unserem engeren Heimatge­biet nennt:

Turner (19 Bewerber, 17 Sieger): 1. Sieg Richard Dreier, Tv. Lang-Göns, 166 Punkte; 2. Willi Sern, Tv. Lang-Göns, 163 P.; 3. F. Spren­gel, Tv. 1860 Bad°Nauheim, 161 P.; 6. Ludwig Müller, Tv. Griedel, 148 P.; 9. Hch. Hofmann, Tv. Gambach, Gustav Rumpf, Tv. Gambach, 145 P.; 10. A. Katz, Tv. Münzenberg, 140 P.; 13. Erwin Katz, Tv. Münzenberg. 134 P.; 14. Karl Zulauf, Tv. Münzenberg, 127 P.

Jugendturner-Oberstufe (21 Bewer­ber, 18 Sieger): 1. Sieg Erwin Müll, Tv. Lang- Göns 170 P.; 2. Kurt Mohr, Tv. 1860 Bad-Nau­heim, 159 P.; 3. Ernst Nolt, Tgm. Friedberg. 154 P.; 4. Fritz Doller, Tv. Gambach, 148 P.; 5.

jedoch nicht an und überließ den VfB.ern kampf­los die Punkte.

Auf dem Waldsportplah trafen sich am Sonn­tagvormittag die 2. Jugendmannschaften von Gießen 1900 und VfD. Da der angesetzte Schieds­richter ausblieb, leitetete Enders von 1900 Gießen das Treffen. 1900 gewann nach anregendem, fairem Spiel 4:0 infolge körperlicher und auch technischer üleberlegenheit.

Spielvereinigung 1926 Leihgest ern.

Leihgestern I Schiedsrichtermannschaft Gießen 10:5.

Am Sonntag weilte die Mannschaft der Schieds­richtervereinigung des Gaue? Gieften-Wehlar zu einem Delehrungsspiel in Leihgestern. Vor dem Spiel hielt Schiedsrichterobmann Grüne­wald (Giehen) eine Belehrung, zu der sich sämt­liche aktiven Spieler eingefunden patten. Sie Gäste entpuppten sich als eine nicht zu unter schütz ende Mannschaft und leisteten den Einheimischen hef­tigen Widerstand. Leihgestern war jedoch die tech­nisch bessere und auch schnellere Mannschaft und konnte bis zur Halbzeit achtmal erfolgreich sein, während die Gießener nur zwei Tore buchen konn­ten. Nach der Halbzeit kamen die Gäste auf und konnten durch zwei Tore und einen Elfmeterball das Resultat auf 8:5 stellen, während Leihgestern das Ergebnis auf 10:5 schraubte. *

Die neu ausgestellte Jugend gewann ihr erstes Spiel gegen Klein-Linden überraschend hoch mit 7: 3 Toren.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

Polizei Vuhbach II 1900 II 1:3.

1900s erste Handballelf mutzte unverrichteter Sache von Butzbach zurückkehren. Der starke Regen lief) ein Spielen nicht zu. Das vorher angesetzte Spiel der zweiten Mannschaften hatte auch schon stark unter der Ungunst der Witterung zu leiden gehabt, so dah es zwanzig Minuten früher beendet werden muhte. Sie Spielvereinigungsleute hatten bis dahin eine respektable Leistung gezeigt und den Polizisten mit 3:1 das Nachsehen gegeben.

Handball im Lahn - Oünsberg - Gau.

Tv. Steinbachs Lv. Albachl 1:0.

Am Sonntag trafen sich die beiden Mann­schaften zum Gesellschaftsspiel in Steinbach. Sie schlechten Bodenverhältnisse liehen ein einwand­freies Spiel nicht zustande kommen. Sie Gäste traten mit einer neuen Mannschaft an und waren der Platzmannschaft nicht ganz gewachsen. Nach 15 Minuten ging Steinbach durch seinen Halb­rechten in Führung. Kurz vor Halbzeit sah sich der Schiedsrichter veranlaßt, das Spiel abzu­brechen.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Ser zweite Sonntag der Frühjahrsserie brachte trotz des starken Regens viel Betrieb auf den Fuhballfeldern. Auf dem Gießener Platz trafen sich die Mannschaften von Gießen und Watzen­born. Wenn auch von vornherein mit einem Sieg der Einheimischen zu rechnen war. so hätte man doch von dem Neuling in der ersten Klasse erwarten dürfen, dah das Endergebnis nicht so stark hinter dem des Siegers zurückblieb. Sas Spiel selbst sah Giehens Mannschaft sehr auf dem Posten. Zur Halbzeit hielt Gießen bereits mit vier Toren die Führung. Nach dem Seiten­wechsel gelang es den Gästen, zwei Tore aufzu­holen, während die Einheimischen noch fünfmal erfolgreich sein konnten und mit 9:2 als Sieger den Platz verließen.

Auch die Jugendrnannschaft Gießens, die gegen die Jugend von Rodheim a. d. B. spielte, gewann mit 2:0 das Spiel.

Auf dem Platz in Wieseck herrschte Hochbetrieb. Vormittags trat die Wiesecker zweite Mannschaft gegen Grohen-Buseck an. Großen-Buseck, ein Neuling im Bezirk, mußte sich sehr anstrengen, um der zweiten Mannschaft Wiesecks ein gleich­wertiges Spiel zu liefern. Mit einem Sieg von 9: 6 konnten die Einheimischen den Platz verlassen.

Im Spiel Wieseck gegen Lollar standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, die sich ein schönes Fußballspiel lieferten. Sas er­zielte Ergebnis unentschieden 2: 2 entsprach dem Spielverlauf.

Sas Spiel Wieseck 2. Jugend gegen Fellings­hausens Jugend endete mit 7:0 für Wieseck.

In Waldgirmes mußte Wiesecks 3. Mannschaft eine 7:2-Niederlage hinnehmen, während die 1. Jugend von Hachborn mit einem Unentschieden 1:1 zurückkehrte.

Am Samstag und Sonntag fand in Wieseck eine Bezirkslehrstunde für Kinderturnwarte statt, die sehr gut besucht war.

Albert Jäger, Tv. ©rüningen, 143 P.; 7. Karl Bingel, Tv. ©rüningen, 138 P.; 9. Wilhelm Hof­mann, Tv. ©rüningen, 135 P.: 12. Georg Volp, Tv. Steinfurth, 131 P.; 14. Ferdinand Becker, Tv. ©rüningen, 128 P.; 15. Hch. Rumpf, Lv. Gam­bach, 127 P.; 17. Rudolf Ruppel, Tv. Münzenberg, 120 P.

Jugendturner-Llnter stufe (32 Bewer­ber, 27 Sieger): 1. Sieg Otto Törmer, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 132 P.; 2. Willi Artz, Tv. Lang- Göns, 123 P.; 3. Willi Büttner, T. u. Spv. Butz­bach, 121 P.; 5. Karl Katz, Tv. Gambach, 118 P.; 6. Richard Ohlemotz, Tv. Gambach, 116P.; 7. Kon­rad Thönges, Tv. Steinfurth, 115 P.; 9. Gerhard Weiß, Tv. Münzenberg, 113 P.; 12. Otto Watz, Tv. Kirchgöns, 110 P.; 13. Willi Faber, Tv. Lang- Göns, 108 P.; 16. Richard Will, Tv. Kirchgöns, Erich Bergk, Tv. Lang-Göns, 105 P.; 18. Georg Michel. Tv. Steinfurth, 103 P.; 21. Hch. Wagner, Tv. Münzenberg, 97 P.

Schüler (80 Bewerber, 74 Sieger): 1. Sieg Kurt Wagner, Tv. Lang-Göns. 130 P.; 2. Wilh. Britting, Tv. Münzenberg, Albert Schwan, Tv. Lang-Göns, 126P.; 3. Hch. Müller, Tv. Kirchgöns, Richard Römer, Tv. Lang-Göns, 123 P.; 4. Alfred Marsteller, Tv. ©rüningen, Karl Metzger, Tv. Gambach, 119P.; 6. Willi Schwenz, Tv. Münzen­berg. 117 P.; 7. Erich Fay, Tv. ©rüningen, 116P.; 8. Albert Leidig. Tv. ©rüningen, Otto Faber, Tv. Lang-Göns, Albert Müller, Tv. Lang-Göns, 115 P.; 9. Adolf Schwenz, Tv. Münzeirberg, 114 P.; 10. Alfred Luh, Tv. Lang-Göns, 113 P.; 11. Erich Wagner, Tv. Lang-Göns, 112 P.; 12. Gerhard Bender, Tv. ©rüningen. Wilhelm Höcher, Tv. Münzenberg, Helmut Gahert, Tv. Lang-Göns. 111 P; 13. Hans Hofmann, Tv. Lang-Göns, 110 P.; 14 Willi Bopf, Tv. Lang-Göns,

SJixfpoit

Wintergeräteturnen des 5. Bezirks im Turngau Hessen der DT.