Aus öer Provinzialhauptstadt
Gießen, den 21. Mai 1931.
OaS Blümlein Feingefühl.
Man klagt heute oft »darüber, daß die Äugend in ihrem Verhalten zu Eltern, Geschwistern und Fremden so wenig Ritterlichkeit an den Tag lege. Ueberlegt sich's ein junger Mensch von heute doch^ meist sehr lange, bis er etwa der Mutter oder der Schwester im Haushalt einmal von selbst zur Hand geht, oder bis er in der besetzten Elektrischen einer Dame seinen Platz anbietet! Wie steht es aber unter uns Erwachsenen? Werden hier nicht sogar Rücksichtslosigkeit, Nichtachtung fremder Rechte und fremden Behagens, naives Sichbreitmachen vielfach als geradezu selbstverständlich geübt? Schon die einfachste Unterhaltung entlarvt derartige Menschen. Sie können in ihrem Bedürfnis, zu glänzen und ihren Witz an den Mann zu bringen, kaum einen Satz ohne ihr „Ich" beginnen und lassen niemanden anderen erzählen, oder ausreden. In ihrer Sucht, sich vorzu- dränaen und in Szene zu setzen, reden und schwätzen sic über jeden und alles. Wieviel Kränkung, Streit und Verleumdung aber ist schon aus derartigem gedankenlosen Gerede über unseren Nächsten erwachsen! „Die Zunge ist ein kleines Ding, aber welch großen Schaden richtet sie an", so sagt ein Bibelwort. Es sind aber auch jene Menschen, die mit Vorliebe in der Vergangenheit und den Schicksalen ihrer Mitmenschen forschen, oder wunde Stellen im Herzen des Nächsten betasten und beleuchten. Ehezerwürsnisse, Mißerfolge im Beruf, Einkommens- Verhältnisse und ähnliches reizen sie besonders und geben ihnen Gelegenheit, dem andern so nahe wie möglich auf den Leib zu rücken. „Wann werden die Menschen", sagt Ellen Key einmal, „des größten Opfers fähig fein: die letzte Skandalgeschichte in ihrem eigenen Inneren zu vergraben?"
Gewiß können solche Menschen auch manche gute Eigenschaft haben. Aber in dem Gärtlein ihrer Lebensgewohnheiten würde man «ine jßlume vergebens suchen: das Blümlein Feingefühl. Es'kann hier gar nicht wachsen und gedeihen, denn anderes Gesträuch nimmt ihm Platz und Licht weg und vor allem: dem Erdboden, aus dem es sprießen soll, dem Menschenherzen, in dem es wachsen soll, fehlen zwei Kräfte — Güte und Nachdenken. Die Güte ist ein Stück jener christlichen Nächstenliebe, die sich verstehend und helfend zu dem Mitmensl^n neigt, das Nachdenken bewahrt uns vor jener Gedankenlosigkeit, mit der wir nur gar zu leicht Takt- losigkeiten gegenüber unseren Mitmenschen zu entschuldigen suchen. Erst diese beiden, Güte und Nachdenken, schenken uns das Blümlein Feingefühl. In seinem Besitz fühlen wir alle die Wunden unseres Nächsten und verstehen, warum wir sie nicht berühren dürfen: wir wissen dann das richtige Wort zur rechten Zeit zu sagen und im rechten Tone; wir vermeiden gewisse Gesprächsthemen und bemühen uns um ein aufrichtiges Begreifen feiner Lage oder Handlungsweise. Und so ist das Blümlein Feingefühl eigentlich gar kein Blümlein mehr, sondern eine große, hell leuchtende Blume mit wielen Blü- tenblättern; denn sie schließt Rücksichtnahme und Verständnis für andere in sich, für ihre Schicksale und Berufe, ihre Rechte und ihre Sonderart: sie ist Nächstenliebe im edelsten Sinne; sie verleiht die Fähigkeit, mit Menschen aller Art umzugehen, ohne mit ihnen umzuspringen; allen denen aber, die sich derartigen feinfühligen Menschen anvertrauen, schenkt sie das Gefühl wohliger Sicherheit und Geborgenheit. * .
Den reichsten Segen aber spendet das Blumleut Feingefühl, wenn es in Eh« und Familie blühen und gedeihen kann: im Verhältnis der Ehegatten zueinander, sowie der Eltern zu den Kindern sollte es vor allem gehegt und gepflegt werden. Die Frau, deren Wesen im allgemeinen gefühlstiefer und zartsinniger ist als das des Mannes, müßte hier führend vorangehen und der Familie in diesem Sinne den rechten Lebensrhythmus geben. Damit kommt sie zugleich ihrer Ausgabe nach, das Haus für Mann und Kinder zu einem wirklichen Heim und einer Stätte traulicher Behaglichkeit zu machen. Zank und Streit zwischen den Ehegatten, unbillige Vorwürfe, gegenseitiges Sichherabsetzen und verletzender Spott, womöglich vor Fremden — alles Dinge, die eine Ehe in ihren Grundfesten erschüttern können — werden hier, wo das Blümlein Feingefühl blüht, nie auskommen können.
Und schließlich unsere Kinder! Beizeiten wollen wir ihnen dieses Blümlein ans Herz legen, die Jugend beizeiten sehen lehren und ihr Einblick geben vor allem in die Lebenskreise der Mühseligen und Beladenen und in den stillen Heldenkampf, den diese so oft mit ihrem Schicksal führen. Nur so kann sich schon der junge Mensch Verständnis, Rücksichtnahme und ein tieferes Empfinden gerade für die zu eigen machen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren sind. Freilich darf auch uns Eltern selbst das Blümlein Feingefühl den Kindern gegenüber nicht abhanden kommen! Ich denke an ein kleines Erlebnis: bei einer Geburtstagsgesellschaft wurde aus der Kinderstube erzählt. Die Eltern plauderten in dem Bestreben, ihre Gäste zu unterhalten, nicht nur kleine Streiche und spaßhafte Zufälle aus dem
Leben ihrer Kinder aus, sondern gaben auch die bescheidenen Geheimnisse und zartesten Regungen und Aeußerungen kindlichen Innenlebens Fremden fireis. Die Kinder waren Zeuge, rot und verschämt landen sie im Kreise und sahen hie und da mit ragenden Augen auf: denn die Mutter erzählte einiges sogar mit leichter Entstellung und etwas kräftigerer Farbengebung, als es der Wahrheit ent- sprach. Wo blieb hier das Blümlein Feingefühl? Wundert ihr euch, ihr Eltern, wenn Kinder es dann später anderen, ja euch selbst gegenüber an Takt und Zartsinn fehlen lassen? Dr. K. W.
Das Hackfleisch im Sommer.
Das Polizeiamt Gießen teilt mit: In den Sommermonaten häufen sich erfahrungsgemäß die Erkrankungen infolge Genusses nicht einwandfreier Nahrungsmittel, insbesondere werden Erkrankungen nach dem Genuß nicht frischen Hackfleisches vielfach beobachtet. Aus diesem Grunde ist in den Fleischverkaufsordnungen das Verbot enthalten, Hackfleisch während der wärmeren Jahreszeit auf Vorrat herzustellen und feilzuhalten, ferner ist vorgeschrie- dem. daß solches Fleisch bei Bedarf stets frisch zu bereiten ist. Die Polizeiorgane sind angewiesen, die Durchführung dieser Vorschrift genau zu überwachen. Die Bevölkerung wird auf die Gefahren ausdrücklich hingewiesen, die mit dem Genuß nicht frischen Hackfleisches, insbesondere von Pferden, verbunden sind, und es wird empfohlen, nur solches Hackfleisch zu kaufen, das vor den Augen des Käufers frisch zubereitet wird.
Fahrpreisermäßigungen für Kriegsbeschädigte.
Die Kriegerkameradschaft „Hassia" — Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen — teilt uns mit:
Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft gewährt — auf Antrag des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen im Deutschen Reichskriegerbund „Ky'shäuser" — vom 1. Mai ab den Kriegsbeschädigten eine 50prv- zentige Fahrpreisermäßigung bei allen Reisen, die ausgeführt werden „zum Aufsuchen der Beratungsstellen, die von der amtlichen Kriegsbeschädigtenfürsorge oder von den im Reichsausschuß der Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterbliebenenfursorge vertretenen Kriegsbeschädigtenverbänden eingerichtet sind, in Angelegenheiten der Arbeits- und Derussfürsorge der Kriegsbeschädigten." Als Ausweis zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung wird für jede einzelne Fahrt eine Bescheinigung der amtlichen Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte nach vorgeschriebenem Muster darüber verlangt, daß die Entsendung mit der Dienstbeschädigung zusammenhängt und als notwendig anerkannt worden ist. Außerdem muß bei der Rückfahrt die Beratungsstelle bescheinigen, daß die Beratung des Kriegsbeschädigten stattgefunden hat. Mit der Ausdehnung der Fahrpreisermäßigung auf die Beratungsstellen der Kriegsbeschädigtenverbände ist die Vergünstigung für die bisher im Tarif vorgesehenen Beratungsstellen der Gewerkschaften weggefallen.
3n dem oben erwähnten, beim Reichsarbeitsministerium bestehenden Reichsausschuß der Kriegsbeschädigten» und Kriegerhinterbliebenen- fürforge sind außer dem bereits genannten Kyff- häuserverband noch folgende Verbände vertreten: Der Reichsbund, der Reichsverband, der Zentralverband, der Internationale Bund, der Bund erblindeter Krieger und der Deutsche Offizierbund.
Gietzcner Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 150 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Spinat 20 bis 25, Wirsing 20 bis 40 (perZentner 20 bis 30 Mk.), Weißkraut 15 bis 25 (Per Zentner 10 bis 15 Mk.), Rotkraut 25 bis 40 (per Zentner 20 bis 30 Mk.), Kartoffeln 5 bis 6 (per Zentner 4 bis 5 Mk.), gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 15 bis 20, Spargel 30 bis 60, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Meerrettich 30 bis 60, Rhabarber 15 bis 20, Aepfel 40 bis 50, Rüsse 60 bis 70, Honig 40 bis 50, ausländische Kirschen 100, Dörrobst 30 bis 35, Erdbeeren 240 bis 280, Suppenhühner 90 bis 110, junge Hähne 90 bis 110 Pfennig per Pfund; Tauben 70 bis 80, Eier 9, Blumenkohl 40 bis 70, Salat 20 bis 25, Salatgurken 40 bis 70, Lauch 5 bis 15, Rettich 20 bis 25, Sellerie 10 bis 50, Oberkvhlrabi 20 bis 25 Pfennig per Stück; Radieschen 10 bis 15 Pfennig per Bund.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: „Die Jungfrau von Orleans" 15.45 bis 18.45 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Tango für dich".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 15.45 Uhr, unter der Spielleitung des Intendanten Schillers romantische Tragödie „Die Jungfrau von Orleans",
als Schüler- und Fremdenvorstellung: ermäßigte Preise: zum letzten Male. In dieser Vorstellung verabschieden sich Hilde Schwend, W. Bäuerle und L. Linkmann. — Morgen, Freitag, 20 Uhr. nächste Wiederholung der beiden Musikwerke „Die schöne Galathäe" von Suppe und „Drüdeviein fein!" von Lev Fall, in neuer Inszenierung unter der Leitung von Hub-Cuje mit der Besetzung der Erstaufführung. Letzte Vorstellung im Freitag-Abonnement. — Am ersten Psingstfeiortag findet als letzte Fremdenvorstellung der Wintersaison 1930 31 eine Wiederholung der beiden Werke „Die schöne Galathee" (Supp6) und „Trüberlein fein!" (Fall) unter der Leitung Hub-Euje statt. Die Vorstellung findet zu ermäßigten Operettenpreisen statt. Für diese Vorstellung werden Zehnerkarten und Schauspie'.gutscheine, die nur noch bis Schluß der Winterspielzeit Gültigkeit haben, gegen Zahlung des entsprechenden Zuschlages in Anrechnung gekracht.
•• Das Gießener Stadttheater als Sprungbrett für jungeTalente. Man schreibt uns: Seit der Intendanz des derzeitigen Intendanten Dr. Rolf P r a s ch werden in steigendem Maße junge Kräfte von Gießen an erste deutsche Theater verpflichtet. Schon im vorigen Jahre kamen Gießener Mitglieder nach Frankfurt, Magdeburg, Leipzig, Krefeld, und auch in dieser Spielzeit, sind bis jetzt wieder verschiedene jüngere Kräfte an erste deutsche Bühnen berufen worden. Wie bereits gemeldet, geht Eduard W e f e - ner (1. jugen&Ifcfjer Bonvivant) an das Thalia- Theater und Deutsche Schauspielhaus, Hamburg. Jetzt haben Hilde Schwend (1. jugendliche Heldin» an das Stadttheater Lübeck und Walter Bäuerle als 1. Charakterspieler auf zwei Jahre an die Vereinigten Theater (Lobe- und Thalia- theater) Breslau abgeschlossen. Seit den letzten zwei Jahren wird die Gießener Bühne von vielen auswärtigen Theaterleitern besucht und gilt im Reich als das Theater aufstrebender junger Talente.
** Benefizvorstellung der Mitglie - der des Gießener Stadttheaters. Wie bereits mitgeteilt, veranstalten die Mitglieder des Gießener Stadttheaters Samstag, 30. Mai, eine Be- nefizoorftellung zugunsten der Ferienkasse. Alle Theaterfreunde Gießens, die für die Leistungen und für die Arbeit des Ensembles sich dankbar erzeigen wollen, werden sicher diese Aufführung besuchen. Zur Ausführung gelangt ein ganz moderner und lustiger Schwank: „Das Lumpenparadies". Die Regie bat Heinrich Hub, Beginn der Vorstellung 20.30 Ühr.
** Bautätigkeit am Heegstrauchweg. Am Heegstrauchweg, beginnend am Schisfenberger W«g jenseits des Bahnüberganges, ist im vorigen Jahre bereits ein Einfamilienhaus erbaut worden. Nunmehr wird dort ein weiteres Einfamilienhaus errichtet, das im Rohbau nahezu vollendet ist. Der Bau wird durch die Deutsche Eigenheimgesellschaft zu Frankfurt a. M. finanziert. Ein drittes Bauwesen ist an dieser Stelle in Planung begriffen und soll möglichst noch in diesem Jahre im Rohbau her- gestellt werden.
** Ausflugskarten auf der Butzbach- Licher-Eifenbahn. An Sonn- und Feiertagen werden auf der Butzbach-Licher-Eisenbahn Ausflugskarten zu ermäßigten Preisen ausgegeben, die für Hin. und Rückfahrt nur am Lösungstage gelten. Die Ausgabe erfolgt für die zweite und dritte Klasse in folgenden Verbindungen: Don Bad-Nauheim Nord, Butzbach West und Butzbach Ost nach Lich Süd, Hof und Dorf-Güll, Münzenberg und Muschenheim; außerdem von sämtlichen Bahnhöfen der Strecken Butzbach Ost bis Lich Süd und Griedel bis Steinfurth nach Bad-Nauheim Nord; sowie von Lich Süd nach Hof und Dorf-Güll, Münzenberg und Müschen- heim.
** Schweine - Zwischenzählung. Am 1. Juni findet wieder eine Schweinezwischenzählung statt. Verbunden mit dieser Zählung ist die Ermittlung der nicht beschaupflichtigen Hausschlachtungen in der Zeit vom 1. März bis 31. Mai. Diese Ermittlung soll dazu dienen, einen lleberblick über den saisonmäßigen Verlauf der Gesamtschlachtungen an Schweinen zu erhalten.
** E i n Verkehrsunfall ereignete sich am Montagabend auf der Landstraße Heuchelheim- Gießen. Dort fuhr gegen 19.30 Uhr der Krastfahr- zeugvertreter Römer aus Heuchelheim auf seinem Motorrad von Heuchelheim nach Gießen. Dem Manne flog dabei die Mütze vom Kopf, die der im gleichen Augenblick zu Fuß daherkommende Heinrich Warner aus Langd bei Hungen aufheben wollte, um sie Römer auszuhändigen. In dem Augenblick, in dem Wörner sich nach der Mütze bückte, kam ein Motorradler namens Sommerlab aus Wiefeck auf feinem Motorrad dahergefahren, prallte mit der Maschine heftig gegen Warner, wodurch dieser zur Seite geschleudert wurde und schwer verletzt liegen blieb. Sommerlab stürzte gleichfalls und erlitt Verletzungen am Kopfe. Beide wurden nach der Chirurgischen Klinik überführt, jedoch konnte Sommerlab von dort nach ärztlicher Hilfeleistung nach Hause entlassen werden, während
W ö r n e r mit schweren inneren Verletzungen noch heute darniederliegt. Erfreulicherweise soll für den Bedauernswerten keine Lebensgefahr mehr bestehen.
•• Landesverband ehemaliger hessischer Landwirtschaftsschüler. Nachdem bereits im vorigen Jahre die Vereine ehemaliger Landwirtschaftsschüler in Oberhessen sich zu eitlem Provinzialverband zusammengeschlosien hatten, ist nunmehr in Darmstadt ein Landesverband ehemaliger hessischer Landwirtschaftsschüler gegründet war- den. Die Gründung wurde von der aus allen Teilen Hessens zahlreich besuchten Versammlung einstimmig beschlossen, nachdem sich zunächst auch die ehemaligen Landwirtschaftsschüler von Starkenburg und Rheinhessen in Provinzialverbänden zusammengeschlossen hatten. Der Landesverband umfaßt sämtliche Vereine ehemaliger Landwirtschaftsschüler Hessens und zählt etwa 4000 bis 5000 Mitglieder. Geschäfts- führender Vorsitzender ist Landtagsabgeordneter Fenchel- Ober-Hörgern, Geschäftsführer Land- wirtschafts-Assessor Dr. B ö ch e r - Grünberg. Der Verband hat sich zur Aufgabe gestellt, die seitherig« Tätigkeit der einzelnen Vereine fruchtbar zu ge- ftalten und unter Ausschluß jeder politischen Betätigung die hessische Landwirtschaft zu fördern.
Die Wetterlage.
ßOSt
Aberdeen
Ul
-----Val.
Nord^j»^» =5^ 8,
Tiurs
(ItrnffinU
O «Dtenlos 0 neuer Q halb bedeckt 0 wolkig, e bedeckt • negech * Schnee ^Graupeln. ■ Hebel "KGewitl;er.(g)Wlnd5lllle.«O'XfV leichte» Ost -nissige» SOdsodwest Q stormtsche» «ordwert öle Piene (liegen mit dem winde. Pie beiden Stationen stehenden Za> len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit-dlelchcn eutneeresnlveau umgerechneten Luftdruck
Wettervoraussage.
Das mitteleuropäische Tief wandert langsam oft- wärts weiter und schrumpft immer mehr zusammen. Somit flaut auch die Kaltluftzufuhr an der Rückseite, wodurch das kühle Wetter der letzten Tage herbei- geführt wurde, nach und nach ab. Anderseits rückt die neue Störung nach den britischen Inseln immer weiter vor, und es werden also die Winde bei uns allmählich über Osten nach Süden hin umdrehen, so daß die Kaltluft wieder weggeräumt wird und wärmere an ihre Stelle tritt. Bei dem Austausch der Luftmassen wird zunächst noch Bewölkung auf- kommen, dann tritt im Bereich eines Zwischenhochs Aufheiterung ein. Allerdings dürfte die Beruhigung nur von kurzer Dauer sein, denn die neue Störung führt erneut Bewölkung mit sich und wird späterhin auch wieder zu Niederschlägen führen, die teils von Gewiltererscheinungen begleitet sind. Die Tempera- turen steigen allmählich an.
Aussichten für Freitag: Vorübergehend aufheiternd, dann wieder Bewölkungsaufzug, wär- mer, später aufkommende Gewitterneigung.
Aussichten für Samstag : Meist wolkiges Wetter und weitere Erwärmung, vereinzelte Niederschläge, teils gewitterhaster Art.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Freitag, 22., und Samstag, 23. Mai: Wochenfeft. Freitag: Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30 Uhr; Predigt. — Samstag: Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; abends 8.30 und 9.10 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschast. Freitag, 22., und Samstag, 23. Mai: Wachenfest. 1. Tag: Vorabend 8 Uhr; vormittags 8; Predigt. — 2. Tag: Vorabend 7.40; vormittags 8; nachmittags 4; Festesausgang 9.10. — Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends 7.15 Uhr.
Dtfl BEBUF5FAHREB
OER MERtttNFAHRER
DER
H
E L


