Einzelbild herunterladen

Wirtschaft.

Bezirkssparkaffe Nidda.

* Nidda. 20. März. 3m Sitzungssaal des neuen Sparkassengebäudes fand unter Leitung des Direktors, Rektor Gahert, die diesjährige Mitgliederversammlung der De - zirtssparkasse Nidda statt. 2lls Vertreter des Kreisamts Büdingen nahm Kreisdirektor Dr. Gähner, Büdingen, teil. Der Hessische Sparkassen- und Giroverband war vertreten durch dessen Vorsitzenden, Justizrat Dr. Reh, Darm­stadt.

Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Direktor des verstorbenen Kontrolleurs Karl Ruppcl, Nidda, und des verstorbenen Ver­treters der Gemeinde Bisses, Bürgermeister Svengler. Sodann erstattete er einen ausführ­lichen Bericht über das Geschäftsjahr 1 930, der ein Bild von der überaus guten ^Weiterentwicklung der Kasse ergab. Die Spar­einlagen erhöhten sich im Jahr 1930 von 1 759 000 Mark auf 2 180 000 Mark, mithin um 421 000 Mark. Die Bilanzsumme beträgt 2 501 000 Mark, der Reingewinn aus 1930 16 133,78 Mark. Der Jahresumsatz beläuft sich auf rund 26 958 000 Mark. Die Rechnung, die vom Rechner vor­getragen wurde, schließt in Einnahme und Aus­gabe mit je 13 478 777,21 Mark ab und wurde von der Versammlung unbeanstandet angenom­men. Den: Rechner, dem Vorstand und dem Aus- sichtsrat erteilte die Versammlung, vorbehalt­lich der Revision durch die Oberrechnungskammer in Darmstadt, Entlastung.

Für das durch Tod ausgeschiedene Vorstands­mitglied Karl Ruppel wurde Reichsbahn­inspektor Georg Ludwig. Nidda, und für den freiwillig ausscheidenden Vorsitzenden des 2luf- sichtsrates Molkereidirektor Schmidt, Echzell, Bürgermeister Schleuning, Wallernhausen, gewählt. Alle übrigen Vorstands- und Auf­sichtsratsmitglieder wählte die Versammlung auf sechs Jahre wieder. Den Vorsitz im Aufsichtsrat übernimmt Oberamtsrichter Krug, Nidda.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Nach dem starken Kursanstieg in den letzten Wochen zeigte die Börse in dieser Woche ein wesentlich verändertes Bild. Die Tendenz war an sich weiter fest, doch zeigten sich wieder allent­halben stärkere Ermüdungserscheinungen. Wäh­rend die breitesten Kreise des Geschäftslebens, der Industrie sowie des Handels, noch immer unter dem Druck schwerer Stagnation stehen, während noch immer die Versuche der Bank- welt, festgefrorene Kredite zu vermindern oder zurückzuziehen, Henrmungen begegnen und In­solvenzen auslösen, hat sich im Laufe der letzten zwei Monate eine Hausse von fast gewagter und bemerkenswerter Dauer eingestellt. Da je­doch bisher in der Industrie sowie aus dem Ar­beitsmarkt noch keine Entlastung zu verzeichnen war, wurde das Publikum etwas vorsichtiger, und das Geschäft in den jüngsten Tagen ist etwas ruhiger geworden. Die anhaltend ungünstigen Berichte aus der Industrie wurden stärker be­achtet. Man verwies auf die evtl. Ausfälle von Dividenden bei sehr seriösen Firmen. Auch die Auseinandersetzungen über die Steuerforderungcn der Sozialdemokratie im Zusammenhang mit dem Panzerkreuzer haben die Börse verstimmt. Fer­ner machten die Schwierigkeiten, die man von Regierungsfeite dem Russen-Kredit, für welchen man die Kredite zu hoch, zu einseitig und zu lang befindet, einen sehr ungünstigen Eindruck. Daneben hat die Bilanz der Dresdner Bank Enttäuschungen hervorgerufen. Auch die Rede ^Dr. Böglers in der Generalversammlung des ^Stahlvereins hat den Optimismus gedämpft. Das ^Publikum schritt in den in letzter Zeit erworbenen -^Beständen zu Entlastungsverkäufen, und auch die Spekulation stellte sich teilweise mit größeren Abgaben ein. Zwischendurch konnte sich wieder eine festere Tendenz durchdrückcn, die ihren Aus­gang besonders vom Markte der AEG.- und Gesfürelaktien hatte, da man Meinungen hörte, daß gerade in Elektroaktien ein Wiedererwachen des Auslandinteresses denkbar sei. Gegen die Vorwoche ergaben sich jedoch überwiegend Kurs­rückgänge von 2 bis 8 Prozent. Besonders stark gedrückt lagen Bergmann (minus 28), Deutsche Linoleum (minus 10), Zellstoff Waldhof (minus 16 Proz.) und Harpener, die 9 Proz. verloren. Kaliwerte lagen dagegen auf dir unveränderten Dividenden 2 bis 6 Prozent fester, ebenso Evcnska mit plus 6 Mark. Bankaktien blieben relativ

behauptet. Der Renten markt bewahrte gegenüber dem Aktienmarkt seine feste Haltung. Eine Sonderbewegung hatten Schutzgebiets­anleihen. die etwa 1,5 Prozent höher lagen. Auch für 7- und 8prozentige Pfandbriefe er­hielt sich das Interesse.

Wochenbericht vom Frankfurter produktenmarkt.

Der Frankfurter Produktenmarkt zeigte in dieser Woche wieder sehr ruhiges Geschäft. Das Angebot war in manchen Artikeln weiter knapp, so daß vereinzelt noch höhere Preise erzielt werden konnten. Die Llmsatztätigkeit bewegte sich indessen in engsten Grenzen, da die Händlerschast infolge der unklaren agrarpolitifchen Maßnahmen stärkste Zurückhaltung bekundete. Ferner hat dos schwache Mehlgefchäft eine Belebung des Ge­schäftes verhindert.

Der Weizenmarkt lag in Reaktion auf die Steigerungen in den letzten Wochen etwas schwächer. Die Landwirtschaft kam hier mit etwas stärkerem Angebot an den Markt, da sie den jetzigen Preisstand sür gegeben erachtete, um ihre Vorräte zu verkaufen. Demgegenüber hielten die Mühlen im Einkauf jedoch stark zurück. Der Preisrückgang pro Tonne betrug 2,50 Mark. Auslandweizen fand bessere Beachtung. Die Be­fürchtung einer Matcrialverknappung machte sich auch m dieser Woche noch am Roggen- markte bemerkbar: der Roggenpreis, der schon in der Vorwoche stärker profitierte, zog erneut um 5 Mark per Tonne an. Gegen Ende der Woche verstärkte sich jedoch auch hier das An­gebot. ohne daß der Preis hiervon zunächst beeinflußt worden wäre. Sächsischer Roggen wurde bis zu 5 Mark niedriger angeboten, fand jedoch fast keine Käufer, da man süddeut­schen Roggen nach wie vor bevorzugt.

Von der festen Tendenz des Roggcnmarktcs wurde in erster Linie der Hafermarkt mit­gezogen. für welchen sich das Angebot ebenfalls stärker verringert hat. Die Notierung stellt sich gegen die Vorwoche um 10 Mark per Tonne höher. Gerste konnte gleichfalls im Preise an­ziehen. ohne daß jedoch eine Belebung dieses Marktes eingetreten wäre. Futtergerste war etwas besser gefragt.

Der Futtermittelmarkt bewahrte im großen und ganzen seine feste Tendenz, doch sind die Llmsähe auch hier wesentlich kleiner geworden.

Das Weizenmehlgeschäft war auch in dieser Woche enttäuschcmd. Roggenmehl hatte dagegen etwas besseren Umsatz bei erneut ge­besserten Preisen.

Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 305, Roggen 205 bis 210, Gerste 225, Hofer 180 bis 185, Weizenmehl südd. 43,50 bis 44,75, Weizenmehl niederrhein. 43.25 bis 44,50, Roggenmehl 29,50 bis 30,50, Weizenkleie 11.25 bis 11,35, Roggenkleie 12,50; Kartoffeln per Zentner 3,10 bis 3,20 Mark.

Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachiviebmarkt

Der Frankfurter Schlachtviehmarkt zeigte auch in dieser Woche nur unwesentliche Verände­rungen. Das Geschäft war weiterhin auf fast allen Märkten nur mäßig, bei Rindern und Schweinen sogar weiter schleppend, ohne daß es jedoch zu Preisnachlässen gekommen wäre. Die Beschickung der Märkte war weiter groß, mit Ausnahme von Schweinen, die mit 5996 Stück in dieser Woche fast 1000 Stück weniger angeboten wurden. In Fachkreisen rechnet man aber nach dem bevorstehenden Osterfest mit weit größeren Auftrieben als bisher. Daneben be­fürchtet man von dem Handelsabkommen mit Polen, im Falle einer Annahme im Reichstage, ebenfalls eine starke Belastung des deutschen Schweinemarktes. Die geplante Wiedereinführung von zollfreiem Gefrierfleisch wird besonders die Rinderniärkte höchst ungünstig beeinflussen. Die besseren Aussichten auf eine vermehrte Aus­fuhr von Rindern können nur eine lokale und unerhebliche Besserung zur Folge haben. Auf dem Rindermarkt war das Geschäft während der ganzen Woche sehr ruhig und nur nach Bullen machte sich etwas mehr Nachfrage be­merkbar. Die Preise blieben gegen die Vorwoche unverändert. Es verblieb etwas Aeberstand. Der Austrieb betrug 1428 (gegen 1331 in der Vor­woche) Stück, darunter befanden sich 310 Ochsen, 105 Bullen, 484 Kühe und 374 Färsen. Am Kälber markt waren die Zufuhren etwas

größer. Die Preise konnten indessen um 3 bis 5 Mark anziehen. Das Geschäft erfuhr hier eine leichte Belebung, ebenso bei S ch a f e n, die aller­dings im Preise unverändert blieben. Der Auf­trieb an Kälbern betrug 1642 (1511), für Schafe 298 (273) Stück.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al ,46 bis 50, A2 41 bis 45, Bl 36 bis 40; Bullen A 43 bis 47, B 39 bis 42; Kühe A 37 bis 40, B 33 bis 36, C 28 bis 32, D 24 bis 27; Färsen A 47 bis 50, B 42 bis 46,

C 38 bis 41. Kälber B ^6 bis 69, C 62 bis 65,

D 53 bis 61. Schafe A 45 bis 48, B 38 bis 44.

Schweine A 48 bis 51, B 49 bis 52, C 50 bis 53,

D 49 bis 52, E 45 bis 49, F und G nicht notiert.

* Preußische L a ndespf andbr ief - anstalt, Berlin. Die Anstalt bietet in un­serem heutigen Anzeigenteil einen Betrag von zehn Millionen Goldmark ihrer 7prozentigen reichsmündelsicheren Goldmark - Pfand­briefe, Reihe XXI, zum Vorzugskurse von 96V2 Prozent an (derzeitiger Börsenkurs 97 Prozent). Die Zeichnungsfrist läuft vom 25. März bis zum 15. April. Höhe der Zuteilung und früherer Zeich- nungsschluh bleiben Vorbehalten. Die Reihe XXI ist mit April/Oktober-Zinsscheinen ausgestattet. Ihre Gesamtkündigung ist bis zum 1. Oktober 1935 ausgeschlossen. Die amtliche Notierung der Pfandbriefe erfolgt an den Börsen zu Berlin, Franksurt a. M., Essen, Köln, Düsseldorf und München.

* D i e Direktion der Nassauischen Landesbank in Wiesbaden bietet im heutigen Anzeigenteil 7prozentige Goldkommunal- obligationen, Serie IX, zum Ausgabekurs von 93.5 Prozent (Rückzahlungskurs 100 Prozent) an und empfiehlt gleichzeitig 7prozentige Gold- Pfandbriefe, Ausgabe XII, zum Ausgabekurs von 97 Prozent (Rückzahlungskurs 100 Prozent). Interessenten seien auf die Anzeige verwiesen.

* GroheKasseler Straßenbahn AG., Kassel. In der Aufsichtsratssihung wurde be­schlossen, der auf den 11. April einzuberufenden C eneralversammlung sür das Geschäftsjahr 1929 30 die Verteilung einer Dividende von wieder 7 v. H. auf die Vorzugsaktien und von wieder 4 v. H. auf die Stammaktien vorzuschlaaen. 3m laufenden Ge­schäftsjahr zeigt der Verkehr weiter einen Rück­gang.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 21. März. Tendenz: still. Die Börse lag zum Wachenschluß ohne besondere Anregungen und eröffnete zunächst in sehr stiller Haltung. Die Stimmung war zwar weiter freund­lich, doch bewegte sich die U in s a tz t ä t i g k e i t infolge des Ordermangels in sehr engen Gren­zen. Gegen die gestrigen Abendkurse ergaben sich meist neue kleine Kursbesserungen, da der wieder festere Verlauf der Neuyarker Börse und die leichte internationale Geldmarktlage etwas anregten. Da­neben sanden die wieder günstigen Dividende­schätzungen bei einigen Elektrowerten ein gutes Echo. Die ersten Kurse, die zunächst zustande kamen, hatten Besserungen bis A v. H. Darunter befanden sich auch J.-G.-Farben, AEG., Schubert & Salzer, Siemens, Deutsche Linoleum, Aku und Holzmann, ferner am Schiffahrtsmarkt Hapag und Norddeut­scher Lloyd. Von Kaliwerten gewannen Salzdet­furth 3 v. H. Am Montanmarkt zogen Mannesmann um 1* v. H. an. Stärkeres Angebot lag anfangs bei Süddeutsche Zucker vor, die mit Minus-Minus- Zeichen erschienen, doch wurden die Verkaufsorders später wieder zurückgezogen. Die Kurse ermäßigten sich um 34 v. S). Bankaktien knapp gehalten. An den übrigen Märkten herrschte Geschäftsstille. Nach den ersten Kursen schritt die Spekulation infolge der Ordcrlosigkeit wieder zu kleinen Abgaben, so daß die anfänglichen Gewinne wieder verloren gingen. Deutsche Anleihe^ fester, besonders Altbesitz. Schutz­gebiete sind dagegen noch angeboten. Ausländer be­hauptet. Am Pfandbriefmarkt blieben die Kurse gut behauptet. Im weiteren Verlaufe konnten sich die Kurse meist wieder bis auf das Niveau des An­fangs erholen. Am Geldmarkt blieb der Satz für Tagesgeld mit 34 v. H. unverändert. Am Devisen­markt nannte man Mark gegen Dollar 4.1960. ge­gen Pfunde 20,39, London gegen Kabel 4,8592, gegen Paris 124,19, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 45,75, gegen Schweiz 25,2550, gegen Hol­land 12,1213.

Berliner Börse.

Berlin, 21. März. Erwartungsgemäß eröffnete die heutige Samstagbörse in überwiegend festerer Haltung. Die Spekulation nahm Deckungen zum Wochenschluß vor, zumal auch von außen her Kauforders Vorlagen und die Auslands-, börsen festere Tendenz meldeten. Auch von der' deutsch-österreichischen Zollunion und der wahrschein­

lichen Vertagung des Reichstages ging eine gewisse Anregung aus. Vor allem befriedigte aber, daß sich die gestrigen Gerüchte um die Schuckertdividende nicht zu bewahrheiten scheiben. Dis Bankinsolvenzen in Hannover, die gestern ebenfalls sehr ungünstig bewertet wurden, werden ruhiger beurteilt und nur als unbedeutend für die Börse bezeichnet. Die Ultimovorbereitungen scheinen schon zum großen Teil beendet zu sein. Die Entlastungsverkäufe haben jedenfalls so gut wie ganz aufgehört, und am Geld­markt waren weitere Anzeichen einer Belebung er­kennbar. Im allgemeinen war die Umsatztätigkeit sehr gering, und die überwiegend 1- bis 2prozentigen Kursgewinne resultierten in der Hauptsache aus den Deckungen der Kulisse. Etwas stärker waren Schu­bert & Salzer, Julius Berger, Feldmühle, Rhei­nische Braunkohlen, Kali-Aktien, Felten und Guil­leaume, Schuckert, Gesfürel und Dessauer Gas ge­bessert. Chantung erschienen wieder mit Plus-Plus- Zeichen. Miag gingen auf den Dioidendeausfall er­neut um 2| v. H. zurück, auch Karstadtwerte zeigten schon anfangs schwache Veranlagung. Anleihen waren freundlich. Schutzgebiete gaben weiter im Kurse nach. Ausländer lagen ruhig. Pfandbriefe waren ziemlich lebhaft und fester. Auch kom­munale Goldobligationen und Staatsanleihen waren wieder gesucht. Reichsschuldbuchforderungen befestigt. Geld leichter. Tagesgeld 4 bis 6 v. H^ Mnatsgeld unverändert. Im Verlaufe wußte sich zunächst die freundliche Stimmung zu behaupten, später aber, vom Karstadtmarkt ausgel)end, wurde die Tendenz allgemein wieder unsicher. Verspätet gelangten Bank für elektrische Werte um 2 v. H. niedriger zur Notiz, wahrend Zellstoff Aschastenburg mit 83 nach 80 v. H. festgesetzt wurden.

preutzen.

Kreis Wetzlar.

3 Krofdorf, 18. März. Aus der großen Zahl von 44 Bewerbungen wählte die Vertretung mit neun gegen vier Stimmen den Steinbrucharbeiter Theodor Valentin (Krofdorf) zum Flurhüter. Als Schiedsmanns-Stellvertreter^ wurde an Stelle des freiwillig ausgeschiedenen Försters Möller der Lehrer Adolf Rinn gewählt.

* Wißmar, 20. März. Am Samstag konnte der WanderklubNaturfreunde" auf sein lOjähriges Bestehen zurückblicken. Nach einem Begrüßungsmarsch und einer Ouver­türe begrüßte der 1. Vorsitzende, Hch. Mand­ler, die Mitglieder und gab einen Bericht über Gründung und Entwicklung des Vereins. Schrift­führer B e ft dankte im Namen der Mitglieder dem ersten Vorsitzenden und Musikleiter Heinrich Mandler und überreichte ihm eine Ehrenur­kunde für 10jährige, pflichteifrige Tätigkeit. Die durch humoristische Vorträge und weitere Konzert­stücke verschönte Feier nahm einen harmonischen Verlauf.

Kreis Marburg.

V Nordeck, 20. März. Bei der Neuverpach­tung der hiesigen Feldjagd blieb Möbelfabri­kant Louis Köhler von Neu-Isenburg mit 360 Mark Höchstbietender. Seitherige Pächter waren einige Herren aus Dortmund.

Briefkasten der Redaktion

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

3. 6., Löbershof. Das Wassergeld ist nicht nach der Kopfzahl der Familie, sondern nach der Höhe der Wohnungsmiete umzulegen. Bei der Inanspruch­nahme des vollen Mietpreises kann der Haus­besitzer das Wassergeld nicht umlegen. Wenn der Hausherr seine Mieter anteilmäßig mit dem Wasser­geld belasten will, so muß er die gesetzliche Miete um 3 v. H. der Friedensmiete senken.

Letzte Nachrichten.

Tödlicher Verkehrsunfall in der Bahnhofstraße.

Ein tragischer Unglücksfall, dem leider ein Kind zum Opfer fiel, ereignete sich heute mittag kurz nach 12 Uhr in Gießen an der Kreuzung der Liebig- und Bahnhofstraße vor der Anatomie. Dort wurde das 6 Jahre alte Töchterchen Anni des Reichs­bahntelegraphisten M o o tz, der in der oberen Bahnhofstraße wohnt, von dem Lieferwagen einer auswärtigen Mühle übersah- r e n. Dabei wurde das bedauernswerte Kind so schwer verletzt, daß es wenige Minuten nach dem Unglücksfall v e r st a r b. Die polizeilichen Ermitte­lungen über den Vorfall, insbesondere über hie Schuldfrage, sind zur Zeit noch im Gange.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

Srünitun a. Jii.

3erlm

_________J

Hraniiun a. Hl.

Berlin

Sch.»!

Iure |

l«Uhr» K rg

Schluß« i kure ,

Bnsang» flurd

Schluß» Iur4

1 »Uhr- Kurs

Echluß» lur»

Anfa g» Nur-

Dalum

20.3.

21.3.

20.3.

2L3.

Datum

20.3.

2L3-

20.3.

21.3.

6% Deutsche Retchsanlethe

Hamburg-Ämertka Paket ... 7

69,5

70,5

69

70

von 1927 ... ....

84,75

84,9

Hamburg-Südam. Dampfschiff - 8

125

7% Deutsche Reichsanleihe

Hansa Damvsschiss ... 10

97,5

von 1929 .......

99,75

99,8

--

Norddeutscher Lloyd.....8

71

71,5

71

70,25

Deutsche Anl.-Ablöl.-Gchuld mit

Allgemeine DeuticheCredlionkl. 10

Vlucloi.-Stechten .....

56,4

56,7

56,5

56,6

Barmer Bankverein . . 10

Dcsgl. ohne Sluslos^Rechle . .

6,05

6,2

6

6,13

Berliner Handelsgesellschaft 12

131,5

131,5

131

8% Hess. BollNlaol von 1929

Commerz- und Privat-Bank . 11

113

112,5

112.9

112,5

(rüdtahlb. 102%)......

92,5

92,5

Darmstädter und Nationalbank 12

143,5

143,25

143,5

Oberheiscn Provinz - Anleihe mtl

Deutsche Bank und

Vlusios.-Rechten .....

53,5

DiSconto Gesellschaft, ... 10

109

-

103,75

109,25

Deutsche Komm. Sammelabl.

Dresdner Bank......10

109

108,75

109,25

Anleihe Serie 1 ...

54,5

55

«cichsbank........12

6% firanlt Vnv.-Bonk Goldpse

XIII unlünvbar bi« 1934 . . .

100,75

e.

A.ch.G..........8

106

106,5

105

106,75

7% grants. Hyp^Bank «Soldpse

Bergmann.........9

97

98

unkündbar bl- 193'2

95,5

-

lileltr. LieferungSgelellschafl. io

124,25

124

123

<»/,% Rdeinische Htzp.-Baick

Lichl und Krasl......10

121,5

121

Ltäu. 0ol6p,c.......

92,05

gellen L Guilleaume . . 7%

89

89

92.25

8% Pr. LandeSpiondbriesaullalt,

Gesellschaft für Elektrische

Psandbriese 01. i»

100,5

100,5

___

Unternehmungen .... 10

124

123,25

125,9

6% Pr Landerptanobrielanslalt,

Hamburger Elektrizit2tS-Werle 10

»

Komm.-Lbl.R. 20. . .

_

Rheinische Elektrizität .... 0

119

118,75

7% Pr. Lande-plandbriesanKaU,

Schlejilche Elektrizität. ... 10

Psondbricse 81. 11 .....

96,5

-

96,5

Schuckert LEo.......11

128

127

129,75

A.E.lS. abg. BormegS-Obligatw-

Siemens & Halske.....16

177

175

177

ccil rückzahlbar 1032 .....

Iraneraoto..... 8

_

Vabmpuer & Go........ 10

128

-

128,5

-

4% Oeslerrelchische Goldrenle . .

24

24,2

Buderus..... .... 5

54

54

54

53

4,20% Oeslerrelchische Silberrente

-

2,35

.

69,25

70,25

4% Oellerreichilche Einheitliche

Essener Steinkohle 8

Rente . . . .

82

_

81,4

81,75

4% Ungarische Goldrente . . .

,_

_

70.5

70.75

71

4% Ungarische GtaatSrcnle v. 1910

16,8

_

_

70

71

«'-% vesgl. von 1913

Ilse Bergbau ....... 10

182,5

183

1®;. Ungarische Kronenrente . -

Klückneuverke..... 7

65,5

67,5

4% Türlilche Zollanleche von 1911

4,45

4,5

4,45

4,55

Köln-Neucssen........7

76,75

78

4% Türlilche Bagdadbahn-Anl

Mounedntuun-Nohre» .... 7

75,75

77,25

75

76,13

Serie 1

Moneselder Bergbau .... 7

37,5

37

4% beigL Serie II .... . .

4,45

4,55

Obcrschles. Ehenbedars . . . . 5

6% Rumänische vereinh. Rente

1 Obcrschles. RoUroerte.....7

76,75

77,25

von 1903 ...

9,9

9,9

9,9

| Dhdnlx Bergbau ....

58,5

57,75

58,25

i/t% Rumänische verelnh. Reale

| Rheinische Braunkohlen . . 10

182,5

182

184.5

15,9

__

16,1

16,1

79,75

_

79 75

1 yq 25

1% Rumänische vereiah. Keule .

8,1

8,2

8,1

8,15

! Riebcck Montan......7,3

82,5

-ranttun er. . I Berlin

Schiuß» lurd

l-Uhr- Kura

Echluß- lur<

Anfang» Kurs

Dalum

20.3.

21.3.

20.3.

21.3.

Bereinigte Stahlwerke . ...

Olavi Minen ... 16/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

3. ®. fiarben.gnDuftrte. . . 12

Dvnamit Nebel.......6

CchetdeanstaU..... 9

Goldschmidt ........6

RülgerSwerke........6

Metallgelelllchast.......8

Philipp Holzmann......

Zementwerk Heidelberg . . 10

Cemeniwerk Karlstadt. ... 10

Wanst & Rrcniop .....8

CchiUthel» Patzenhoser ... 15

Cftoetfe .......12

Aku ........18

Bemberg...... 14

NelMosl Waldhos .... 13V.

Hellstost Aichassenburg ... 12

Eharlollenburger Walin ... 8

Telsauer Ga» .....9

Daimler Motoren . ..... 0

Deutsche Linoleum ......

Maschinenbau A.-G. ..... 0

Rat. Automobil ......0

Lrcmlein & Koppel.....6

Leonhard Tietz ...... 10

Svensko .......

Nranksuner Maschinen .... 4

Griynet ........6

Heulloensiaedt ....... 0

Hunghans ........6

Lechwerke..........6

Mainlralttverkc Höchst 0. M.. .8

Miag ........10

Gebr. Noeber.......10

Bolgt & Haessner ...... 9

Süddeutsche Zucker .... 10

55

54.5

55

32.65

32.65

144

143

146

148

- »

147

150

226

229

223,65

228

142,9

143,13

141

143

>

130

47

46,25.

54,5

55

55

77,5

90.5

91

90,75

78

»

_____-

38

38,5

163,5

165,5

M

w

82

82,65

79.75

82,9

87,5

86,65

88,5

-

-

98

98,75

80

130.5

133

29,5

30,25

30,5

94

94,25

93,5

95

55

55

116,5

116

274

273,75

273

14.5

14,13

39,75

-

39,75

-

W

124,5

123

Bantnoten.

Berlin. 20 . März

(Selb

Brief

Amertkaniiche Roten . .

4.186

4.206

Belgische Roten . .

58,28

53,52

Dänische Roten . . .

e e

111.85

112,29

Engllsche Roten ....

e e

20,332

20,412

Französische Roten . . .

16,395

16,455

Holländische Roten . . .

167.71

168,39

Italienische Roten....

22,05

22,13

Norwegische Sloten . . .

111,88

112,32

Deutsch-Oeslerreich, 6 100 Schilling

58,77

59,01

Rumänilckte Roten . . .

2,475

2,495

Schwedische Roten . . .

111,98

112,42

Schwerer Roten ....

80,44

80.76

Spanische Noten ....

44,76

44,94

T'chechoslowokische Noten.

. . .

12,39

12,45

Ungarische Noten

72,92

73,22

Deoifenmarkt Berlin

- Frankfurt

a. M.

20. Marz

21. Mckr,

Amtliche Roilcruna r»ew | Sries

Amtliche (Selb

Notierung

Brie

AmU.. Rott.

168.04

168,38

168,02

168,36

Bucn-Aires

1,458

1,462

1,456

1.460

Brss.-Rntw.

58.365

53,485

58,355

58,475

Cbristiania.

112,15

112,37

112,15

112,37

Napenbagen

112,13

112,35

112,13

112,35

Stockholm - HclsingforS.

112.24

112,46

112,24

112,46

10,551

10.-571

10,55

10,57

Italien . .

21,965

22,005

21,965

22,005

London. .

20,369

20,409

20,371

20,411

yleunotf .

4.192

4,200

4,192

4,200

Paris....

16.399

16,439

16,399

16,439

Schweiz ..

80,63

80.79

80.655

80,815

Sva den .

44,26

44.34

44.66

44,74

Favcm - - .

2,071

2,075

2,071

2,077

'Hio de Jan-

0,331

0,333

0,324

0,326

Wien In D-»

Ctrt. abgeft.

58,92

59,04

58,945

59,065

Prag

12,426

12,446

12,426

12,446

Bei irad - -

7,356

7.370

7.383

7,377

buoap.rt . .

73,10

73,24

73,10

73,24

Lut arten

3,037

3,043

3,038

3,044

"tffabon .

13,82

18.86

18,82

18,86

Danzig

81,465

81,625

81,465

81,625

Konst ntüt.

1.784

1,789

1,784

1,789

Athen

5,435

5,445

5,432

5,442

6-anaOQ

4.190

4,198

4,190

4,198

Utu uao . .

3,017

3,023

3,077

3,083

Tatro . . .

20,885

20,925

20,892

20,932