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Heute starb nach langem, geduldig getragenem Leiden, sanft unsere liebe Schwiegermutter, Grobmutter. Schwester und Tante Frau Marie Sommer, geb. Keil Witwe des Gastwirte Philipp Sommer VI.

Familie Paulus Walter Familie Philipp Keil I. Katharine Römer, geb. Keil Familie Karl Sann II.

Ettingshausen, den 19. März 1931.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. März 1931, nachmittags 21/« Uhr, statt.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen

Herrn Heinrich Kreiling I.

sagen wir herzlichen Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Elisabethe Kreiling, geb. Kem.

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DANKSAGDI«.

Für die zahlreichen Beweise der Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres liebeu Entschlafenen, des

Bürgermeisters Georg Kreiling

sagen wir herzlichen Dank.

Für die Hinterbliebenen.:

Margarete Kreiling, geb. Neweidreher.

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Reisender Reinhold Bindewald, Sichen, Bismarckstraße 24. und der Serieller Richard Spihnogel, Trals-Horlosf, haupsttr. 51, von der Firma Friedrich Bölk AS^ Bad Oldesloe, ziehen die Sparkarten der Firma Petersen & Johannsen, S m. b. h Wedel (holst.) ein, wozu sie nicht berechtigt sind. Wir werden die Sache gerichtlich versolgen. 01694

Gleichzeitig warne ich unsere werte Kundschaft, die von der Derteilungsstelle Lich beliefert wird, sich von anderen Personen oder Konkurrenzfirmen unsere Sparkarten abnehmen zu lassen, um sich vor Schaden zu bewahren.

hochachtungsvoll

Gustav Letz

Bezirksoertreter der Firma Petersen Le Johannsen, G. m. b. h., Wedel (holst.).

Große Aachlaß-Verfteigenuig.

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Sodann: eine Adler-Schreibmaschine, eine goldene Damenuhr, eine große Partte Bücher, Bücherregale und v. U.

Versteigerung bestimmt.

L. Sltttzoff

gerichtlich beeidigter Taxator und Auktionator.

PortugalsWa1crww"°Lchlacht.

(g) London.

Die bekannte Waterloo-Schlacht fand am 18 Juni 1815 in dcr belgischen Provinz Bra­bant statt und endete mit dem Siege der Herren Wellington und Blücher über Napoleon 1. Die Republik Portugal hat ihre neuzeitliche ..Water- low"-Schlacht (mit einemv" und einemw" am Schlüsse) anno 1931 in London ausgefochten. Lind siegte über die englische Firma Waterlow and Son. Bater und Sohn Waterlow sind Belcher einer der größten Londoner Kunstdruckanstalten: sie druckt Bucher, Zeitschristen, Musikalien usw. Mit einem Worte alles, was bestelltwird.

Bor fünf Jahren bestellte di« Republik Portu- gal Banknoten im Werte von 580 000 Mllrers. Dcr Auftraggeber war ein höherer portugten- schcr Staatsbeamter, der sich bei der Aufgabe dcr Bestellung ordnungsgemäß auswies. Die Milreis-Aoten sahen blitzsauber aus, der Be­auftragte des Staates sprach seine allerhöchste Anerkennung aus, bezahlte die ansehnliche Rech­nung mit einem Scheck und verabschiedete sich auf Nimmerwiedersehen. Er beeilte sich, die funkelnagelneuen Baicknoten unter das Dolk zu bringen. Hnd da setzten die Verwicklungen ein. Die Banknoten waren nämlich falsch. Aus dem einfachen Grunde, weil der Besteller kein Staats- beamtet sondern ein bis heute nicht entlarvter Hochstapler war. Der auf Grund ungültiger Aus­weispapiere falsche Banknoten bestellte, diese mit einem ungültigen Scheckbezahlte" und dann die theoretisch falschen, in der Praxis fedochrich­tigen" Geldscheine prompt gegen englische Pfunde eintauschte.

Die Druckerei hätte di« unbezahlte Rechnung gern verschmerzt. Der portugiesische Staat war jedoch weniger großzügig. Er hatte auch schließ­lich einen weit größeren Schaden: 580 000 Mil­reis. Für diese liebliche Summe sollte nun der Drucker aufkommen. Au- freien Stücken tat er es nicht. Er wurde verklagt. Der Prozeß dauerte fünf Jahre. And endete jetzt mit einem Vergleich: Sir William Waterlow. ehemaliger Lord-Mayor von London, fügte sich in fein Schicksal und kommt für den Schaden auf, den er seiner eigenen Unvorsichtigkeit verdankt. So hat Portu­gal seine Waterlow-Schlacht endgültig gewonnen. Tcr dicke Colonel und der Hochzeit^wagen.

- Paris.

«... so bitte ich denn, meinen Klageanspruch anzuerkennen. wonach mir als Schmerzensgeld rund 20 000 Mark zustehen. Die Schmerzen ent­standen. als man vergebens versuchte, mich in das Hochzeitsauto zu setzen, daß ich in Paris eigens für mich und nach meinen Maßen be- stellt hatte..." .

Bach eigenen Maßen. 3a, es war wirklich notwendig, daß Colonel Slowby sich ein eigenes Auto nach eigenen Maßen bauen ließ, denn in ein normales Auto paßte er nicht im ent­ferntesten hinein, geschweige denn zusammen mit seiner Braut, mit der er ja in diesem Auto zum Standesamt fahren wollte.

Die oben zitierte Stelle ist ein Ausschnitt aus einer Klageschrift, die dem Pariser Zivilgericht soeben zur Entscheidung eingereicht wurde. Co-

Am 20 März, morgens V88 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schweren Leiden unsere liebe Mutter, Schwieger­mutter,Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante

Frau Elisabethe Rinn Wwe.

geb. Hartmann

im 79. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Heuchelheim, Gießen, Charlottenburg, Wilmersdorf, den 21. März 1931.

Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 22. März, mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Braubausstrabe 34 aus statt.

dannen vor einiger Zeit einen Feldzug gegen die Bürger, welche Leidenschaften frönen, deren fremd- stämmige Herkunft außer allem Zweifel stehl Bald hier, bald dort tauchte in einem Tanzloka, eine maskierte Gesellschaft aus und sprengte das Tangokränzchen mittels Stinkbomben und ähn­lichen Störungsmitteln. Allmählich wurden die Tanzfeinde fo dreist, daß sie sich sogar mit Dol­chen und Revolvern bewaffneten und von ihren Mordinstrumenten reichlich Gebrauch machten. 2kn mehreren Fällen blieben auf dem Tanzparkett zahlreiche Schwerverletzte zurück. Der Polizei ge­lang es Monate hindurch nicht, den Leuten das Handwerk zu legen. An einem Sonntag sollten die Tanzlustigen im Hotel Imperial daran glau­ben, daß europäische Tänze unsittlich und ent­würdigend feien: gegen Mitternacht erschienen die maskierten Reformatoren und wollten ihre .Ar- beit" verrichten. Der Geschäftsführer war geistes­gegenwärtig genug, dem Kapellmeister einen ver­zweifelten Wink zu geKn. Er wurde (wohl nach vorhergehender Vereinbarung) sofort verstanden und die Jazzkapelle intonierte die Hymne. Die Störenfriede standen, wie auch nicht anders zu er­warten. still. Die Kapelle spielte die Hymne drei­mal hintereinander und zwischendurch wurde von den, Geschäftsführer das Lieberfallkommando herangeholt. Die Polizei konnte die ganze Ge- fellschaft spielend fesseln: die Leute rührten sich nicht uiid blieben unbeweglich, denn die Musik klang noch immer nicht ans. Rach getaner Arbeit standen dann auch die Polizisten in strammer Stel­lung neben ihren Gefangenen, bis die Hymne zu Ende gespielt wurde und führten sie erst hinter­her ab.

Kunst und Wissenschaft.

Deutsche Dolksspende für Goethes Geburtsstätte.

Frankfurt a.M., 20.März. (TU.) Ans An- laß des 10 0. T 0 d e s t a g c s Goethes, den am 22. März 1932 die gesamte Kulturwelt feierlich be­gehen wird, veröffentlicht dasFreie Deutsche Hoch- stift" in Frankfurt a.M. einen Aufruf für eine , Deutsche Dolksspende" für Goethes Geburtsstätte. Das Hochstift hat im Jahre 1863 aus Mitteln einer öffentlichen Sammlung des Dichters Geburtshaus am Großen Hirschgraben vor dem Untergang gerettet. r , Deutsche Dolksspende für Goethes Geburts- stättc" soll helfen, das Schicksal des Goethehauses, bic würdige Unterbringung seiner Sammlungen und die Fortführung seiner wissenschaftlichen Aufgaben sicherzustellen. Reichspräsident v. fiinbenburg hat die Ehrenschirmherrschast der Sammlung über­nommen. Die Stadt Frankfurt hat für die Kunst- schätze. Goethehandschriften und -biblcothek zwei an das Goethehaus anschließende alte Pattizierhäuser und zu deren Herrichtung eine namhafte Summe zur Verfügung gestellt. An alle deutschen Männer und Frauen, denen der Name Goethes mehr als ein leerer Klang ist, ergeht der dringende Rus, bei- zustcuern und zu helfen, das Goethe-Haus als ein Nationaldenkmal deutschen Geistes zu erhalten und zu schützen.

Ein gefährlicher Villeneinbrecher verhaftet.

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Das Pariser Gericht wird also die angenehme Aufgabe haben, zu prüfen, ob die Angaben des Colonel in der Autofabrik genau befolgt wurden, denn von dieser Tatsache wird es ab­hängen, ob überhaupt die Klage ihren weiteren Weg nehmen kann. Alle Wagen in London waren dem Colonel viel zu schmal, viel zu eng und beschwerlich. Mit Hilfe von einer Schar Bekannter ließ er also an sich Maß nehmen und entwarf daraufhin ein »ihm proporttonales" Auto, dessen Maße er dem französischen Fabri­kanten in allen Einzelheiten beschrieb.

Am Tag vor der Hochzeit traf das Auto denn auch pünktlich in London ein. AIS man es aber auspackte, sah der dicke Colonel sofort, daß da etwas nicht ftinunen könne. Das Auto war viel zu fchmal. Es war sogar zu schmal, um ihm allein Platz zu bieten. Er konnte sich das nicht vorstellen, daß man in Paris seine Anordnungen so falsch verstanden habe und forderte sein Per­sonal auf, ihm in das Auto hineinzuhelfen. Die Diener und Hausmädchen taten ihr Bestes. Sie versuchten, den dicken Colonel in daS Auto hin­einzuquetschen. Cs ging mit dem besten Willen nicht, tllnd als man ihn halb brinnen hatte, da konnte er nicht wieder heraus. Es war, kurz gesagt, eine Qual für ihn und alle, die an dieser Autoprobe teilnahmen.

Bis zum nächsten Tag formte man nun un­möglich ein neues Auto besorgen. Also mußte man schleunigst auf die Suche gehen nach einem Vehikel, das als Wagen zur Hochzeit dienen könnte. Schließlich trieb man denn auch in einem entlegenen Vorort eine alte Droschke auf, die in vorsintflutlichen Maßen gebaut war. Sie ächzte, als man sie hervorzog und stöhnte, als man sich in sie hineinsehte.

Seit der Krönung des Königs Edward v II. war kein Pferd mehr vor diesem Wagen gegangen. 3n diesem Ungetüm von Kalesche mußte der dicke Colonel zur Hochzeit fahren. Halb London soll zugeschaut und sich halb tot gelacht haben. Unö die Braut hat sich fo geschämt, daß sie sich vielleicht wieder von dem dicken Colonel scheiden läßt.

Aber für die Blamage will er gar nichts haben, sondern nur für die blauen Flecken, die seinen Körper nun zieren und die von der Auto­anprobe stammen.

Wie schon betont, es kommt darauf an, ob die Maße stimmen, d. h. ob der Autofabrikant nichts von seinem Geschäft verstand oder der Colonel nichts vom Messen.

Tausend Pfund zahlt man heute nicht gern so ohne weiteres. Cs wird daher ein hartes Streiten anheben vor dem Pariser Zivilgericht...

Ki-mo-ga-ho!"

(e) T 0 k i 0.

Ki-mo-ga-ho", zu deutsch .Herrsche noch tau­send Jahre" ist die Anfangszeile der japamschen Hymne. 2eder Japaner hat stramm utzd unbe­weglich zu stehen, wenn die LandeShymne ertönt. Diese Gepflogenheit rettete neulich im Hotel Im­perial zu Tokio vermutlich einer ganzen Reche von friedlichen Tänzern das Leben. Sie Mit­glieder einer konservativen Sekte, die die euro­päischen Sitten und Llnsitten verabscheut, be-

Gonzenheim, Offenbach, Sena, Gera, Weimar, Sisenach, Gocha, Crsnrt, Halle, Chemnitz und Dresden mit Erfolg ausgesühn hat. Seine Deute war von erheblichem Wert, konnte aber noch -um Teil sichergestellt werden. Die Festnahn« gelang, als der Cinbrecher in einem hiesigen Geschäft gestohlene Schmuckstücke zu Geld machen wollte. Bisher konnten ihm 40 Einbrüche nacdgewiesen werden. Bei einem schweren Einbruch in Dres­den fielen ihm 15 000 Mk. in die Hände. Der Derbrecher stammt aus Bonn, sein Vame ist noch nicht bekanntgegeben.

STirtNidte Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 22. Marz. Judita.

Slodtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrassistent Seemann: 114 Kinderkirche für die Matthäusgcmeindc: Pfr. Mahr: 15: Pfr. Mahr; Vorstellung und Prüfung der Kon- irmanden der Matthäusgemeinde; 18: Pfr. Becker; Beichte und hl. Llbendmahl für Matthäus- und Mar- kusgemeinde. Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtols- hcimer: Konfirmation der Kinder aus der Lukas- gcmeinde; Feier des hl. Abendmahls; 11: Kindcr- ktrche für die Iohannesgcmeinde im Johannessaal; Pfr. Ausfeld; 14: Pfr. Lic. Waas; Vorstellung und Prüfung dcr Konfirmanden aus der Petrusgemeinde; 18: Pfarrafsistcnt Seemann; 20: Bibelbesprechuna im Hohannessaal; Pfr. Groh. Kapelle des Allen Friedhof». 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kindcrkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. Llifabeth-Klcinklnder- schule. 9.45: Pfr. Lic. Waas; 11: Kindcrkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. wieseck. 9.30: Vorstellung und Prüfung der Konfir­manden; Kollekte für das Hessische Krüppelheim.« Allen-vuseck. 14: Vorstellung und Prüfung dcr Kon­firmanden; Kollekte für das Hessische Krüppelhelm Kirchberg. 10: Kirchberg; 13.30: Kirchberg; Vorstel­lung und Prüfung dcr Konfirmanden. haufen- Garbenteich. Vorstellung der Konfirmanden. 10: Gar­ben teich; 13: Haufen. wahenborn-Slclnberg. 13: Passionsandacht und Konfirmandenprüfung. Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Klndcrgottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt.

Mittwoch, den 25. März.

Clch. 20 Uhr: Passionsandacht.

stalhollfche Gemeinden.

Samstag, den 21. März.

Gießen. 16.30 und 19: Beichte.

Sonntag den 22. März. Pafsionsfonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Meße; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. Grimberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. Cldy. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. Tlidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.

Montag^den 23. März, Laubach. 7.30 Uhr: Messe.

Dienstag, den 24. März.

Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht.

Mittwoch, den 25. März.

Hungen. 7.15 Uhr: Messe.

Freitag, den 27. März.

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