Ausgabe 
18.12.1931
 
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Freitag, 18. Dezember 1951

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Ur. 296 Drittes Blatt

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Berlin, 17.Zlei.embcr

Lombardzinsfuß 8 v. h.

Der sehr

Jlmerilanudie Noten Belgische Noten.........

Dänische Noten ...

Englische Noten.........

.französische Note« Holländische Note« ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling Rnmänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten. ........ Spanische Noten.........

Ungarische Noten

Reichsbankdiskont 7 v. h.»

Die gestrigen Devisenmärkte kaum verändert.

An den internationalen Devisenmärkten hat sich das englische Pfund gestern morgen wieder etwas befestigt: es zog auf 3,4672 gegen den Dollar an. Gegen Mittag gab es aber wieder auf 3,447s, später auf 3,457g nach. Gegen den Gulden stellte es sich auf 8,62, gegen Paris auf 87,87, gegen Zürich auf 17,70 und gegen die Reichsmark auf 14,56. Der Dollar war eher etwas leichter, die Reichsmark konnte sich knapp behaupten. In Amsterdam notierte die Mark 59,15, in Zürich 121,50 und in Paris 6037z- Der holländische Gulden hat sich eine Kleinigkeit befestigen können. Aus Amster­dam sind vorgestern von Privatbankseite geringe Mengen Gold nach Paris verschifft worden, und auch die Riederländische Dank hat Gold abgeben müssen. Der französische Frank ist wieder unter 59 Gulden zurückgegangen. Die Rorddevisen

löge mb in Gang. Das Geschäft, das schon in kn letzten Tagen kleiner geworden war, läßt an- scheinend vor den Feiertagen immer weiter nach, itnal es an besonderen Anregungen fehlt. Die Worbenden finanzpolitischen Der- Handlungen finden aber auf Grund der bis­her vorliegenden Meldungen keine un - sie endliche Beurteilung. Das dauernd schwache Reuyork hat anderseits bei der Spekula­tion weitere Befürchtungen ausgelöst und die Äasmerksamkeit auf die wirtschaftliche Situation ed> in den außerdeutschen Ländern gelenkt. Man rttweist darauf, daß die Wirtschaftskrise, unter Lc die Welt leidet, augenblicklich in den Zah­lungsbilanzen aller Länder zum Ausdruck kommt. Auch als beim Einsetzen des Verkehrs verschie- DnÜich Ware herauslam, wobei man erneut von '2u slandabgaben und Exekutionen lpa_ch, konnten sich die gestrigen Rachmittagskurse m;iil behaupten, und es traten auf allen Markt- fltbieteft Kursrückgänge von 1 bis 2 Proz. eh. Bankaktien lagen, mit Ausnahme der Reichs- tcnlanteile, die etwa 1 Proz. verloren, relativ gtl behauptet. Am Schiffahrtsmarlt gaben Rord- «utischer Lloyd etwas stärker nach, am Elektro- ourlt verloren Siemens etwa 2 bis 3 Proz., Salz- LüWrth gingen ebenfalls um 2 Proz. zurück, und 8m Spezialwerten verloren Aku etwa 1,5 Proz. aib Berliner Licht L Kraft etwa 2 Proz. Der Slontanmartt war ziemlich gut behauptet. Man-

1er Landwirtschaft ihren Verpflichtungen nach kommen können.

Berlin zögert.

verlin, 18.Dez. (WTB. Funkspruch.) mutige telephonische Freiverkehr kam nur

/ Garantieübernahme der hessischen Jlrflierung für d i c Girozentrale. Durch Zuordnung des hessischen Gesamtministeriums vom N Dezember wird die Regierung ermächtigt, gegen­über der Reichsregierung und der Akzept- und Kreditbank AG., Berlin, die Gewähr dafür zu Lternehmen, daß der genannten Bank kein Aus- jal aus dem Kredit entsteht, der dem Deutschen Barkassen- und Giroverband für die hessischen Sparkassen und der Landeskommunalbank (Giro­zentrale für Hessen) zur Verfügung gestellt ist und H)ir&.

' Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik, Düsseldorf. In der gestrigen Aufsichtsratssihung wurde die Bilanz uni) die Gewinn- und Verlustrechnung für das um 30. Juni 1931 abgelaufene Geschäftsjahr vor- gelegt. Diese Bilanz und Gewinn- und Verlust» rcchnung gestattet nach angemessenen Abschrei» Jungen (im Vorjahre 4,08 Millionen Mark) die -Iusschüttung einer bescheidenen Dividende. In Anbetracht der unsicheren wirtschaftlichen Ver­hältnisse hat der Aussichtsrat beschlossen, die end­gültige Entscheidung über die Gewinnausschüt­tung um zwei bis drei Monate zu vertagen (im Vorjahre 7 Prozent Dividende).

* Hanom a.g, Hannover-Linden. In ler gestrigen Aufsichtsratssihung der Hannover- 16cn Maschinenbau AG., vormals Egestorfs (Ha- iwntag), Hannover-Linden, muhte der Beschluß geiaht werden, die Eröffnung des gerichtlichen Vergleichsverfahren zu beantragen. Während Be- fchäftigung und Ergebnis im ersten Halbjahr einigermaßen befriedigend waren, ist noch den Juli - Ereignissen eine derartige Geschäfts- Schrumpfung eingetreten, dah der jetzige Absatz iamn ein Drittel erreicht. Hierdurch ist die notwendige und erhoffte Verringerung der Läger unmöglich gemacht, was eine starke Verknappung ber Geldmittel xur Folge hatte. Verschärft hat sich die Lage dadurch, daß das Geschäft für einen Tiidjt unwesentlichen Teil der Erzeugnisse auf landwirtschaftliche Abnehmerkreise angewiesen ist, bic infolge der bekannten trostlosen Verhältnisse

nesmann waren sogar um etwa 2 Proz. befestigt. Festverzinsliche Werte hatten ruhiges Geschah bei behaupteter Tendenz. Reichsanleihen zogen etwas an, Reichsbahnvorzugsaltien waren gefragt, Far­benbonds gaben dagegen um etwa 0,5 Proz. nach. Die Spanne zu den Aktien hat sich inzwischen je­doch weiter auf etwa 1 Proz. verringert. Die 8proz. Goldpfandbriese gaben durchschnittlich um etwa 1 Proz. nach, aber auch die 7proz. neigten zur Schwäche.

Frankfurt sehr still.

Frankfurt a. 1, 17. Dez. Im telephonischen Freiverkehr von Bureau zu Bureau war das Geschäft heute allgemein sehr st ill. Die Stim­mung war gegenüber der plötzlichen Erholung im gestrigen Abendverkehr wieder überwiegend schwächer, zumal Anregungen besonderer Art nicht Vorlagen. Im Gegenteil, man verwies auf den sehr schwachen Schluß der Reuyorker Börse und auf das abermals herauskommende Angebot in Farbenoktien, die sich um etwa 2,5 bis 3 Pro­zent gegen gestern abend senkten. Die übrigen Werte nannte man ungefähr auf Vortagsniveau.

In den frühen Vormittagsstunden machten sich am Rentenmarkt Ansätze zu einer Befesti­gung bemerkbar, doch kam später reichlicher Ma­terial heraus, wobei man Exekutionen vermutete: da im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen heute so gut wie keine Ausnah m e lust be­stand, traten bei Gold- und Liquidationspfand­briefen Abschwächungen um 1 bis 1,5 Prozent ein. Für kommunale Anleihen bestand kaum In­teresse, Städte-Anleihen und Industrie-Obliga­tionen lagen vollkommen geschä°tslos. Verhält­nismäßig feste Tendenz hatten dagegen Rcichs- altbefih und Reichsbahn-Vorzugsaktien; letztere gewannen etwa 1,5 Prozent.

Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 6,5 Prozent unverändert.

DevisenmorkI Berlin Frankfurt a. ZIL

Senkung der Eisenpreise.

Düsseldorf, 17. Dez. (WTB.) Die Haupt­versammlung des Roheisenverbandes beschloß, die Preise für d i e einzelnen Roheisen» ftrten ab 16. Dezember um 9 bis 10 Mk. je Sinne zu senken. Die Konsumtionsüberpreise bürden durchweg um 10 Prozent ermäßigt.

Die Verkaufsverbände der Deutschen Roh - ft'ahlgemeinschaft haben heute durch Fest­igung neuer Grundpreise einen Abbau der Eise npr eise beschlossen, der rückwirkend o) 1. Dezember 1931 in Kraft tritt. Die Itzherigen Lieberpreise werden um 10 Prozent hnabgesetzt, ebenso die Walzdrahtpreise. Es wird di rauf hingewiesen, daß der Formeisenpreis nun­mehr unter Vorkriegspreis, der Stabeisenpreis an­nähernd auf dem durchschnittlichen Vorkriegspreis lügt.

17.Dezember

18. Dezember

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Mein

2 riet

Geld

Srie'

Helsingsorß .

5,994

6,006

5,944

5,956

Wien....

49,95

50,05

49,95

50,05

Prag . . .

12,47

12,49

12,47

12.49

Budapest. .

64,93

65,07

64,93

65,07

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,33

169,67

169.43

169,77

Oslo....

78,17

78,33

77,17

77,33

Kopenhagen.

78,02

78,18

78,52

78,68

Stockholm .

80,42

80,58

78,82

78,98

London. . .

14,49

14,53

14,20

14,24

Buenos Aires

1,058

1,062

1,068

1,072

Neunori .

4,209

4,217

4,209

4.217

Brüsjel. . .

58,56

56,68

58,54

58,66

Italien. . .

21,48

21,52

21,23

21,27

Daris . . .

16,51

16.55

16,52

16,56

Schweiz . .

81,97

32,13

82,02

82,18

Spanien . .

35,86

35,94

35,81

35.89

Danzig. . .

82,12

82,28

82,12

82,28

Japan . . .

Rio Df Jan..

0,249

0,251

0,249

0,251

Jugoslawien.

7.393

7,407

7,393

7,407

Lissabon . .

13,19

13,21

Banknoten

12,99

13,01

4,20

4,22

58,40

58,64

79,84

80,16

14,45

14.51

16,47

16.53

168,96

169.64

21,41

21.49

77,99

78,31

2,48

2,50

80.24

80,56

81,79

82,11

35,73

35,87

ifl&iminium isft venftufaen, faeSacfen imüen putzen!

bum faken miteinem irtefenen weiefienjuefi narftäßen!

A15Q/J1 r.

waren unverändert, die Südamerikaner behaup­teten sich.

Am Rachmiltag war das Geschäft sehr ruhig, und es ergaben sich im allgemeinen nur ganz geringfügige Veränderungen. Das englische Pfund stellte sich auf 3,45 gegen den Dollar. 8,60 gegen den Gulden, 877s gegen Paris, 17,667t- gegen Zürich und 14,5772 gegen die Reichsmark. Der Dollar lag schwächer, in Amsterdam ging er auf 24878 zurück. Die Reichsmark tendierte ebenfalls etwas leich­ter, in Zürich ging sie auf 121,15, in Amsterdam auf 58,82*/o und in Reuyork auf 23,72 zurück. Der holländische Gulden hat sich weiter befestigt, doch sind auch gestern wieder Gold­verschiffungen von Amsterdam nach Paris vor­genommen worden. Die Rorddevisen und die Südamerikaner behaupteten sich.

Schweinemarkt in Friedberg.

WSN. Friedberg, 17. Dez. Auf dem gestrigen Schweinemarkt wurden bezahlt für 6 Wochen alte Tiere 10 bis 12 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 12 bis 15 Mark, 8 bis 12 Wochen alt 15 bis 25 Mark. Bei lebhaftem Geschäft wurde die ganze Anfuhr von 435 Ferkeln verkauft.

Schweinemarkt in Butzbach.

pb. Butzbach, 17. Dez. Zum heutigen Schweinemarkt waren 302 Ferkel ausgetrie­ben. Es wurden gezahlt für Ferkel bis 6 Wochen 912 Mk., von 68 Wochen 1214 Mk., von 813 Wochen 1417 Mk. Der Markt war gut. es blieb geringer Lieberstand.

Daten für Samstag, 19. Dezember.

Sonnenaufgang 8.27 Llhr, Sonnenuntergang 16.16 Llhr. Mondaufgang 13.09 Llhr, Mond­untergang 2.23 Llhr.

1594: Gustav Adolf von Schweden in Stock­holm geboren: 1741: der Rordpolforscher Vitus Bering auf der Beringinsel gestorben.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Har. 16 bis 17 Uhr. Samslag nachmittag geschlossen.

Anzei :ena fträge sind lediglich an die Geschäfts sl eile zu richten.

I Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne jeigefügtes Rückporto wird keine Gewähr I übernommen.

Mcher unter dem Weihnachtsbaum.

Hans Spethmann: Der Ruhr­kampf 1923 bis 1925 in Bildern. Fünfter Band des WerkesZwölf Jahre Ruhrbergbau". 544 Seiten mit 509 Bildern, dar­unter 5 mehrseitige Tafeln und 4 Original-Rot­geldscheine aus dem Ruhrkampfgebict. Preis in Ganzleinen gebunden 18 Mark, Subskriptionspreis 16 Mark. Verlag von Reimar Hobbing in Ber­lin 8^ 61. (498.). Der Schlußband des Wer­kes von Dr. SpethmannZwölf Jahre Ruhrberg­bau", stellt den Ruhrkampf in Bildern dar. In über 500 photographischen Originalaufnahmen wird hier in einem unvergleichlichen Dolumenten- material gezeigt, wie es während des Ruhrkamp­fes auf deutschem Boden hergegangen ist. Wir sehen die französischen Truppen ein­marschieren, lernen ihre militärische Ausrüstung, ihre Ausbildung, ihre Paraden und Demonstra­tionen kennen und auch ihr Verhalten außerhalb des Dienstes bis zum Abmarsch Ende Juli 1925. Dann folgen Aufnahmen, die die Vertreibung der Polizei darstellen und namentlich den Kampf um die Eisenbahn. Das Hausen der Besat­zungsmächte in den Schulen, ihr Vernich- tungswille auf Zechen und Eisenwerken, wie an zahlreichen anderen Stätten wird von vielen wei­teren Bildern belegt. Don Besetzungen und Absperrungen erzählen andere Photogra­phien. Besonders ergreifend sind jene, die von Verhaftungen, Verurteilungen und Einkerkerungen berichten und die uns Tote als Opfer der Einbruchsmächte vorführen. Auch Unerfreuliches auf deutscher Seite wird nicht ver­schwiegen, namentlich gewinnt man einen Einblick in das Vorgehen separatistischer Ele­mente. Die französische Propaganda mit all ihrem Raffinement zeigt sich in Flug­blättern und Verordnungen gegen die deutsche Re­gierung und gegen den passiven Widerstand, gegen Wirtschaftsführung u. Arbeitertum und auch gegen die deutsche Reichseisenbahn. Ebenso wird d i e deutsche Gegenpropaganda behandelt, die jederzeit französischen Zugriffen ausgesetzt war. Mit einer Sammlung von Ruhrkampfliedern und der Beifügung von Originalnotaeldscheinen aus dem Ruhrkampsgeb et schließt der Brr d Das Werk führt besser als Worte es vermögen, noch einmal den Ruhrkampf allen jenen, die ihn an Ort und Stelle durchgemacht haben, vor Augen, und denen, die ihn nur vom Hörensagen kennen, wird er zum Erlebnis. Der Band bildet ein in sich ab­geschlossenes Ganzes und kann ohne die anderen Bände des Spethmannschen Werkes brzogen wer­den. ergänzt dieses hervorragende und einzig­artige Standardwerk i er modernen deu.fchen Wirt­schaftsgeschichte auf das glücklichste.

August Gailit: Rippernaht und d i e Jahreszeiten. Roman. 246 Seiten 8°. Brosch. 3,50 Mk., Ganzleinen 5 Mk. Propyläen- Verlag, Berlin. (493) Ein fremder Rame taucht auf: August Gailit, ein in seiner estnischen Heimat sehr geschätzter Dichter. Toomas Ripper­naht, ein unsteter Vagant, ein heiterer, herzlicher Mensch, wandert durch Estland, treibt sich am Strom bei den Flößern herum, im Wald bei den Holzfällern: hier verdingt er sich auf Bauern­höfen als Knecht, dort spielt er auf einer Hoch­zeitsfeier den frommen Küster oder macht sich auf dem Gutshofe alslieber Verwandter" zu schaffen. Wohin er kommt, treibt er seine Eulen­spiegeleien, verbreitet Llnruhe und stiftet zum Schluß dych Gutes. Ein romantischer Landstreicher

ist er, der schließlich immer selbst verzichtet und im rechten Augenblick seinen Hals aus der selbst­geknüpften Schlinge zieht. Eigenartig lebt um Rippernaht das Volk, dessen Mädchen er liebt und dessen Freuden und Leiden er teilt: der abergläubische Kudisiern, der atm bleibt, weil ihm derHausschrat" fehlt, der geldgierige Wald- bauer, der, solange man von ihm hört, auf dem Totenbett liegt, seine dummen Söhne, die sich beschwatzen lassen, statt Haus und Hof zu bewirt­schaften, auf den Jahrmärkten umherzuziehen, ein sauffreudiger Wirt und seine Magd Marianne, der neugierige Fährmann David Joonas und Mutter Kadri, die Gutsherrin mit dem schlechten Ruf und dem starken Herzen.

Insel-Almanach 1932. (Insel Verlag Leipzig.) (417.)Es gibt Zeiten, in welchen Männer von großartiger Erfahrung, unerschütter­lich gesunder Vernunft und einer über allen Zwei­fel erhabenen Reinheit der Gesinnung schon durch ihr bloßes Dasein erhaltend und bekräftigend wir­ken": mit diesen Worten Schellings beginnt der Insel-Verlag seinen Almanach für das kommende Jahr, das ganz im Zeichen Goethes stehen wird. Der Insel-Verlag hat durch jahrelange Veröffentlichungen von und über Goethe in allen Schichten gewirkt, es darf, von allem anderen ab­gesehen. an denVolks-Goethe" Erich Schmidts erinnert werden, und daran, daß der Inhaber des Insel-Verlags eine der umfangreich­sten Goethe-Sammlungen besitzt, deren Inhalt durch dieJahrbücher der Sammlung Koppenberg" allmählich der Oefsent ichkcit mitgeteilt wird. Auf über 200 Seiten spricht hier Goethe zu uns. durch Ausschnitte aus seinen Wer­ken. die chronologisch geordnet sind, wobei man offenbar bedacht war, Unbekanntes und Verstecktes auszuwählen und die unendliche Vielseitigkeit Goethes auf allen Gebieten zu erweisen. Damit aber in dieser Flucht der dichterischen und mensch­lichen Entwicklung die ruhenden Pole nicht fehlen, sind diesem Entwicklungsgang Abhandlungen Der Goethe eingelegt, die beleuchten sollen, an welcher Stelle Goethe sich damals befunden hat. So steht am Beginn GundolssGoethes Kindheit' und am EndeGoethes Tod" von Max Hecker. Dazwischen schreibt Kühnemann überGoethe und die Ratur", Eduard Spranger überGoethe und der Wandel der Zeit", es folgen Abhandlungen über den Diwan" und über Goethes Raturwissenschaft. Lleberaus dankenswert sind die Goetheschen Hand- zeichnungen und Faksimiles, die mit einer Slamm- bucheintragung des Fünfzehnjährigen beginnen und mit den Schlußworten des zweiten Faust enden. Wer sich mit diesem kleinen Führer zu Goethe einige Stunden wirtlich beschäftigt, wird sagen können, daß er wesentliches von dieser Per­sönlichkeit erfahren habe.

|f|'mif häb/fhen Gbemis,. .

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(HtkMlmM-' In allen Preislagen

Emmentlier Seltersweg 49

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Henkers Putz-und Scheuerpulver putzt und scheuert alles.