Ausgabe 
16.11.1931
 
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SECHS

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sei kein wahres Wort. Mollath erklärte sich nachdrücklich gegen die Schaffung einer Dinnenmark, weil deren Verwirklichung eine neue Inflation bedeuten mühte. Der Landtags--

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Hausen.

3. Schmidt. Marie, Hausfrau Egelsbach.

4. Otto, Heinrich, Landwirt, Mittelgründau.

5. Sumpf, Hermann. Polsterer, Mainz-Bretzen-

erhaltung des Kapitals Abbau desZinsen- d i e n st e s , Beseitigung der Zwangstarife und der amtlich garantierten Löhne.

Soers Dr., Otto. Chemiker, Eberstadt (Kreis Darmstadt).

Wagner Dr., Richard Eugen Wilhelm, Land­wirt. Boxheimer Hof bei Bürstadt.

Buttler. Joseph, Arbeiter, Eberstadt (Kreis Darmstadt).

München, 16. N-p. (WTB.) Die Presse- stelle der NSDAP, teilt zu dem Ergebnis der Landtagswahlen u. a. mit: Die Landtagswahlen in Hessen haben der NSDAP, den erwarteten großen Sie

Noll, Karl. Lederarbeiter, Horchheim.

Kommunistische Partei:

Keil, Ludwig, Metallarbeiter. Offenbach.

H a m m a n n . Wilhelm, Volksschullehrer, Wix°

Fenchel, Wilhelm, Landwirt, Ober-Hörgern. Glaser, Konrad Karl, Landwirt, Nordheim.

Oeutschnationale Volkspartei:

Böhm, August, Amtsgerichtsrat, Bad-Nauheim.

Sozialistische Arbeiterpartei:

Ohlhof, Fritz, Redakteur. Mainz.

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei:

Lenz, Karl, Schriftsteller, Darmstadt.

Werner Dr., Ferdinand, Professor Studienrat, Butzbach.

Kern, Fritz, Fabrikarbeiter, Eberstadt (Kreis Darmstadt).

Ritter, Heinrich, Bürgermeister, Gau-Odern» heim.

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Sie Einberufung des Sonderansschnsies her W

Oie Berücksichtigung der kurzfristigen Privatkredite soll der RegierungS- konferenz Vorbehalten bleiben.

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8. Stohr Dr., Alb., ort). Theologieprofessor, Mainz. Heinstadt. Anton, Studienrat, Bensheim.

Landtag.

Deutsche Staatspartei:

Schreiber, Johs.. Oberamtsrichter, Vilbel.

Christlich-sozialer VolkSdienst:

G r e b, Wilhelm, Lehrer, Mainz-Weisenau.

Hessischer Landbund:

25. Wahl. Karl, Arbeiter. Vadenrod.

26. GrafSolms-Laubach. Bernhard, Schrift, steiler, Arnsburg.

27. Brückmann, Georg. Kaufmann, Auerbach.

Sozialdemokratische Partei:

1. Adelung, Bernhard, Staatspräsident, Darm-

2. Leuschner. Wilhelm, Minister des Innern, Darmstadt.

Zentrum:

Hoffmann, Hans Ministerialrat, Darmstadt. Blank, Pankraz, Landwirt, Gaulsheim.

SAül, Joseph Maria, Amtsgerichtsrat, Offen- Wesp, Johann. Gewerkschaftssekretär, Darm­stadt.

Winter, Kaspar, Rektor, Mainz.

H a t t e m e r Else. Hausfrau. Darmstadt.

©edler III., Heinrich, Landwirt und Unter­erheber, Rockenberg.

bringen. Man rechnet in Paris mit dem amtlichen deutschen Antrag auf Einberufung des BJZ.-Aus- fchuffes für Mitte dieser Woche.

Scharfe Kritik in London.

England erkennt keine Priorität der Reparationen an.

London, 16. Nov. (WTB. Funkspruch.) Finan­cial News schreibt: Es mag sein, daß die deutsch­französischen Verhandlungen in einigen Tagen zum Abschluß kommen. Trotzdem wäre es falsch, die Aus­sichten besonders optimistisch zu beurteilen. Aus der Haltung der inspirierten französischen Presseorgane scheint hervorzugehen, daß sich die französische Re­gierung gegenüber den deutschen kurzfristigen Kre­diten in keiner Weise geändert hat. Unter diesen Umständen besteht wenig Hoffnung auf eine baldige Einigung über die Hauptprobleme. Eine Untersuchung der deutschen Finanzlage durch den Ausschuß der BIZ. kann natürlich nicht schaden. Aber der Ausschuß wird nicht in der Lage sein, zu irgendwelchem Schluß hinsichtlich der deutschen Zah­lungsfähigkeit zu gelangen, bevor über das Prinzip der Priorität der kommerziellen Schulden Einigkeit besteht. Es ist undenkbar, daß das britische Mitglied des Ausschusses jemals die Priorität der Reparatio­nen zugestehen wird, die dem Geiste des ^oung- planes und den primitivsten moralischen Erwägun­gen widersprechen würde. Wenn somit keine Ver­einbarung über die Priorität erreicht wird, müssen die Baseler Verhandlungen in eine Sackgasse führen. Es wird immer deutlicher, daß die fron- zäsische Haltung in der Reparationsfrage das Haupthindernis für die wirtschaft­liche Erholung bildet. Die Welt wird weiterhin unter einer noch nicht dagewesenen Krise zu leiden haben, weil Frankreich nicht bereit ist, auf die politische Waffe seiner Reparationsansprüche zu verzichten. Vom finanziellen Standpunkt aus be­trachtet sind diese Ansprüche so gut wie wert­los; denn Deutschland wird niemals imstande oder bereit sein, die Zahlung wesentlicher Be­träge wieder aufzunehmen. Die einzige Bedeutung der Reparationsansprüche liegt in der Tatsache, daß sie Frankreich in Stand setzen, die wirtschaftliche Er­holung zu verzögern und dadurch seinen p o l i. tischen Druck auf andere Länder auszu­üben.

heim.

6. R o st. Karl, Mechaniker, Klein-Steinheim.

7. Zeiß, Franz Jakob, Lederarbeiter, Fürth

8. Mauer, Wilhelm. Dreher. Raunheim.

Lenz, Wilhelm. Mechaniker, Wieseck.

Loth, Joses, Metallarbeiter, Friedberg.

Kommunistische Opposition:

G a l m. Heinr., Gewerkschaftsangestellter, Offen­bach.

Deutsche Volkspartei:

N i e p o t h Dr., Friedrich, Bürgermeister,Schlitz.

x S i e g gebracht. Noch weit stärker als ... . letzten Wahlen in Hamburg, Anhalt und Necklenburg hat die Bewegung das Tempo ihres unaufhaltsamen Vormarsches gesteigert. In über- oältigender Weise hat das Volk in Hessen für den Nationalsozialismus gestimmt. Die schwarzrote Re- perungskoalition ist von der NSDAP, e n t s ch e i - lend geschlagen worden und verliert von

ihren 42 Mandaten 16. Die Partei konnte ihre klimmenzahl gegenüber der letzten Reichstagswahl m 115 Prozent steigern. Unter Berück- chtiaung der weit stärkeren Wahlbeteiligung hat er Gesamtmarxismus eine schwere Niederlage er- tten, die in einem Verlust von nicht weniger als rei Mandaten ihren Ausdruck findet. Auch das Zentrum hat in Hessen die verdiente Quittung nhalten für die Unterstützung, die es dem Marxis- Uus gegen das erwachende Deutschland angedeihen bht. Der entscheidende Sieg der NSDAP, findet deinen überzeugendsten Ausdruck darin, daß sie illein mit 27 Mandaten stärker geworden ist alz ptjt die gesamte bisherige Regierungskoalition zu- pntmen. Im neuen Landtag werden die Freiheits- lömpfer im Braunhemd allein fast 40 Prozent der gsamten Mandate repräsentieren. In Hessen ist richt nur um die Landespolitik gekämpft worden, lenbern die Hessenwahl ist in ganz besonderem Naße die Antwort des Volkes an das System Brüning und ein untrügliches Stirn- nunasbarometer gegen die heutige Reichspolitik. !Jn Hessen hat das Volk in noch überzeugenderer Deise als bisher zum Ausdruck gebracht, daß es ü e H e r r s ch a ft des Nationalsozialis­mus will. Wie lange noch wollen die Kapitols- mad)ter der Demokratie sich weigern, ihre eigenen besetze zu vollziehen, wenn der Wille des Polkes |o überwältigend gegen sie entscheidet?

5. Daum Dr., Reinhold, Arzt, Oppenheim.

6. S ch w i n n, Wilh., Gast- und Landwirt, Ober- Kainsbach.

7. Diehl, Edmund Philipp, Landwirt, Gau-Odern, heim.

8. Seipel II., Wilh., Landwirt, Fauerbach v. d. H.

9. B e st Dr., Werner, Gerichtsassessor, Gonsenheim.

10. Klostermann. Alfred, Lehrer, Vockenrod.

11. Göckel, Heinrich, Landwirt. Langen.

12. Schilling Dr., Karl, Arzt, Gau-Obernheim.

13. Hauer, Daniel, Handlungsgehilfe Darmstadt.

14. Döring, Hans, Spediteur, Darmstadt.

15. Müller Dr., Heinrich, Regierungsrat, Alsfeld.

16. S ch ä f er Dr., Wilhelm, Syndikus, Offenbach.

17. D'A ngelo, Karl, Buchdruckereibesitzer, Ost­hofen.

18. Wassung, Wilhelm, Hauptmann a. D., Darm­stadt.

19. Claß, Friedr., Obersteuerinspektor, Darmstadt.

20. Jung, Philipp Wilhelm, Rechtsanwalt, Worms.

21. Geiß, Otto, Landwirt, Vadenrod.

Paris, 15. Nov. Nach einer Meldung der TU. haben sich Botschafter von H o e s ch und Finanz­minister F l a n d i n dahin geeinigt, die Berück­sichtigung der kurzfristigen Kredite bei der Beurteilung der Zahlungsfähigkeit Deutsch­lands der Regierungskonferenz vorzu­behalten, die nach der Berichterstattung des BIZ.-Ausschusses zusammentreten wird. Die fran­zösische Regierung hält nach wie vor an dem Stand­punkt fest, daß der BJZ.-Ausswuh die Zahlungs- sähigkeit Deutschlands ausschließlich vom Standpunkt der Reparationszahlun­gen aus zu prüfen habe und daß die Privat- sckulden bei der Aufstellung des neuen Zahlungs­planes, wenn überhaupt, dann nur nebensächliche Berücksichtigung finden dürften. Deutscherseits ist man von der Ausfassung nicht abgewichen, daß eine gerechte und der Wirklichkeit entsprechende Beurtei­lung der Zahlungsfähigkeit nur unter Ein­beziehung sämtlicher Verpflichtun­gen, ganz gleich ob politischer oder privater Natur, möglich sei. Eine Aenderung der Lage ist jedoch insofern eingetreten, als die französische Regierung ihren Willen durchgesetzt hat, dem BJZ.-Ausschuß keine Befugnisse zu erteilen, dieüberdenRahmendesPoung- planes hinausgehen. Die Reichsregierung hat sich damit einverstanden erklärt, daß die Rege­lung der kurzfristigen Anleihen einer Bankier­konferenz übertragen wird, die aber rein privaten Charakter trägt. Voraussichtlich werden die Arbeiten dieser beiden Ausschüsse zu gleicher Zeit in Basel beginnen. Wie weit der von der Bankierkonferenz auszuarbeitende Bericht bei der Beurteilung der deutschen Zahlungsfähigkeit berücksichtigt wird, soll e r st auf der Konfe­renz der am Poungplan beteiligten Mächte entschieden werden. Deutscherseits wird die Auffassung vertreten, daß diese Konferenz selbstverständlich die endgültige Umgestal- tung des Poungplanes behandeln müsse, der sich der wirklichen Zahlungsfähig­keit Deutschlands anpassen müsse. Die französische Regierung wünscht dagegen die Neu­regelung nur für die Zeit deraugenblicklichen Krise". Danach will sie zum Poungplan in seiner gegenwärtigen Form zurückkehren. Der bevor- steyende Pariser Besuch des Staats­sekretärs von Bülow wird die Derhand- I lungen von Hoeschs zum vollständigen Abschluß 1

Oer kommunistische Volks­entscheid in Braunschweig.

Keine 'Auflösung des Landtags.

Braunschweig, 15. Aov. (Sil.) 21m Sonn­lag fand in Braunschweig der k o m m u n i st i f ch e Volksentscheid auf Auflösung des Landtages statt. Aach dem auf die Landtags- cuslösung gerichteten Volksbegehren der 2PD., das von dieser am 28. Juni d. 3. erfolg­reich durchgeführt wurde, hatte das Braunschwei- 'zische Staatsministerium erklärt, daß kein An­laß zur Auflösung bestehe, da diese nur ton einer Politischen Partei betrieben werde, bie nach der Zahl ihrer Wähler nicht in der Lage lot, die Auslösung durch eine Entschließung durch­zusetzen. Auch liege ein sachlicher Grund für die vorzeitige Landtagsauflösung nicht vor. Es kam ' »aHer zum Volksentscheid. Für den Volks- mtscheid wurden im ganzen Lande abgegeben 41 289 3a-Stimmen, das sind 1 1,7 v. H. der 352 865 Stimmberechtigten. Bei der Vorabstim- auing im 3uni d. 3. wurden 36 079 3a-Stimmen, gleich 10,2 v. Sy der Stimmberechtigten abgegeben. Dei der letzten Landtagswahl am 14. September 1930 erhielten die Kommunisten 20 964 Stimmen . uni) bei den Kommunalwahlen im März 1931 insgesamt 26 231 Stimmen. Der Volksentscheid ist somit völlig ergebnislos geblieben, denn zu einem Erfolg hätte die Mehrheit aller Wahlberechtigten 3a-Stimmen abgeben müssen. . »Die zur Annahme des Volksentscheides erforder- '.liHe Mehrheit betrug 176 363 Stimmen.

Sozialdemokratie und Kabinett Brüning. Breilfcheid droht mit Kündigung der Duldungspolink.

Berlin, 15. Nov. (TU.) In einer Wahlver­sammlung der SPD. in Darmstadt erklärte der so- Wzia Idemokratische Reichstagsabgeordnete Breit- lch»e i d u. a.: Wir müssen in dieser Stunde eine ;rm(te Mahnung an die Reichsregierung und an die 2d nberregierungen richten. Wir fragen, ob sie be- Sieht sind, dem Terror der NSDAP, ein nid e z u machen, da sonst die Duldungs- . ?oil i t i E der Sozialdemokraten gegenüber der Re- v<ie-rung unmöglich wäre. Wir erwarten von der SXcgierung eine alsbaldige Antwort, ob sie bereit Jft, den Kampf gegen den Faschismus mit cll*n Mitteln aufzunehmen, ober ob sie sich dem ümlionalsozialismus unterwerfen will. In diesem ijaH ist die Gesamtheit der Arbeiterschaft bereit, den 'ihr aufgezwungenen Kampf mit allen Mitteln durch- Mhren. Durch den Beschluß der K o m m u n i st i - Idjen Partei, dem Terror einzelner Gruppen i! u E n d e z u m a ch e n , ist ein s ch w e r e s H i n- iernis zwischen der Sozialdemokratie und der Hvmmunistischen Partei Deutschlands gefallen. Die Sozialdemokraten in Preußen werden sich cegen ein eventuell beabsichtigtes verbot der KPD. werden.

Eine Kundgebung der Wirischastspartei.

Berlin, 15. Aov. (CAV.) Die Reichs- )wtei des deutschen Mittelstandes (Wirtschasts- xnrtei) veranstaltete eine Kundgebung, um die Mitglieder über die Gründe für die Tolerierung )e t Regierung Vrüning zu informieren. Der Vor- itzende der Aeichstagssraktion Mollath be- vinte, daß ein ausgesprochenes Aechtskabinett in he i ersten Stunde seines Bestehens von den Links- Miteien hätte gestürzt werden können. Es hätte sich also um ein vollkommen unsicheres Cx- isriment gehandelt, wenn die Partei gegen Kabinett Brüning gestimmt hätte. Der Red- ie: wandte sich mit großer Schärfe gegen Gerüchte ib»:r eine Verhandlung der Wirt- Haftspartei mit Hugenberg, Hit-

3. Lux, Anton, Bürgermeister, Nieder-Florftadt.

4. Kaul, Georg, Redakteur, Offenbach.

5. Z i n n t a n n , Heinrich, Negierungsrat, Darm- ftabt.

6. (9 u m b e l Dr., Konr., Diplom-Volkswirt, Gießen.

7. Pringsheim, Lily, Hausfrau, Darmstadt.

8. Delp, Heinrich Bürgermeister, Darmstadt.

9. Anthes IV., Wilh., Schlossermeister, Sprend­lingen (Kreis Offenbach).

Steffan, Jakob, Prokurist, Oppenheim.

Lorenz, August, Bürgermeister, Erzhausen.

Widmann, Wilhelm, Landesparteisekretär, Offenbach.

Maurer, Karl, Studienrat, Lauterbach. Harth, Jean, Parteisekretär, Rüsselsheim. Rink, Ludwig, Metallarbeiter, Urberach.

Iet undBrüning; an den häufig erwähnten abgeordnete Ladendorff erklärte, die Wirt- Millionenzuwendungen" an die Wirtschaftspartei schaftspartei fordere im 3nteresse der Weiter-

Vor der Einnahme Tsitsikar-.

Schwere Kämpfe am Nonniflutz.

M u k d e n, 15. Aov. (Reuter.) Der Komman­deur der japanischen Truppen hat unter Ein­setzung von Infanterie, Artillerie, Kavallerie und Flugzeugen in der Aähe des Aonni-Flusses heute früh die chinesischen Truppen ange­griffen, um einer chinesischen Kavalleriedro­hung zu begegnen. 3m Verlaufe des Gefechte- schlugen die 3apaner 4000 Mann ch i - nesische Kavallerie in die Flucht und besetzten das Dorf Tfchienhuanti nordöstlich der Aonni-Eisenbahnbrücke. Die Verluste auf beiden Seiten sind nicht bekannt.

Aach dem Bericht des Generals Ma haben die chinesischen Truppen trotz stärksten Artilleriefeuers bisher alle Angriffe der japanischen 3nfanterie zurückgeschlagen. Vier japanische Flugzeuge wurden abgeschofsen. Am Montag werden neue Angriffe der 3apaner gegen Tsitsikar erwartet, da inzwischen japa­nische Reserven aus Mukden eingetroffen sind. Die Aankingregierung erhielt von General Ma ein Telegramm, in oem er mitteilt, daß seine Armee keine Munition mehr habe. Wenn er keine Munition mehr erhalte oder der Vor­marsch der japanischen Truppen durch den Völker­bund nicht zum Stillstand gebracht werde, würden seine Truppen gezwungen sein, Tsitsikar zu räumen und sich kampflos von den 3apanern entwaffnen zu lassen.

Amerika vermittelt im Mandschureikonflikt. Dawes verhandelt am Vorabend der Pariser Ratstagung.

Paris, 16. Aov. (WTB. Funkspruch.) Die Chikago Tribüne" berichtet, daß der seit zwei Tagen in Paris weilende amerikanische Bot­schafter in London, General Dawes, gestern Un­terredungen mit dem ebenfalls hier weilenden japanischen Botschafter in London, Matsu- daira, und dem chinesischen Delegierten Dr. S z e gehabt habe. Die beiden ostasiatischen Di­plomaten hätten darauf an ihre Regierungen ge­kabelt und um 3nstruktionen gebeten. Das Blatt erklärt, es sei möglich, daß die ganze chinesisch­japanische Streitfrage auf diese Weise in Wirk­lichkeit vor dem Zusammentritt des Völkerbundsrates, der heute um 14 Llhr französischer Zeit erfolgt, geregelt werde, wenn überhaupt eine Regelung möglich sei.

Ein Polizeihauptwachtmeister von einem Raufbold erstochen.

Mannheim, 15. Aov. (TU.) 3n Viernheim (Kreis Heppenheim) hat sich in der Aacht zum Sonntag eine schwere Bluttat ereignet, bei der der Polizeihauptwachtmeister Weiß getötet wurde. Der in der ganzen Gegend als Rauf­bold bekannte Korbflicker Karl Lämmer befand sich gegen 3 Llhr in angetrunkenem Zu stände auf dem Heimweg. Als ihm drei junge Männer begegneten, zog er ohne jeden Anlaß ein Messer und stach auf sie ein. Die drei Angegriffenen trugen Verletzungen davon. Als kurz darauf der PoUseihauptwachmeister Weiß in Begleitung eines zweiten Polizisten den Messerhelden stellte, versetzte ihm die­ser einen Stich, der den sofortigen Tod des Beamten zur Folge hatte. Darauf griff Lämmer den zweiten Beamten an. Es gelang jedoch dem Polizisten, dem Angriff auszuweichen und Lämmer durch einen Revolverschuh unschädlich zu machen. Der Täter hat einen schweren Bauchschuß erhalten. Lämmer war wegen seiner großen Roheit übel berüchtigt. Er hat u. a. auch an der Zigeunerschlacht teilgenommen, die vor etwa 2 3ahren die Bevölkerung in große Aufregung versetzte. Damals hatte er wegen Messerstecherei eine empfindliche Strafe erhalten. Die Verletzungen der drei jungen Leute sind glücklicherweise nicht ernster Aatur. Einen politi­schen Hintergrund hat die Tat nicht.

Aus aller Well.

Oer Deutsche Philologenverband fordert Lebensraum für die Jugend. Der Gesamtoorstand des Deutschen Philologenver- banbes nahm am 14. November folgenbe Entschlie­ßung einstimmig an:Der Deutsche Philologenver- banb hat seit Jahren aus ber Erkenntnis ber Ju- genb unb ber verantwortlichen Arbeit an ihr bar» auf hingewiesen, baß die Verkennung des Problems wie für bie In genb Lebensraum zu schaffen ist, eine Gefahr für Volk unb Staat heraufbeschwören muß. Alle scheinbaren Maßnah- men ber Behörben im Kampf gegen bie sogenannte Bilbungsinflation, bas Bereastigungswesen usw. waren nur Beweise, wie stark es bei ben verant­wortlichen Stellen an ber ersorberlichen Erkenntnis bes Problems fehlt. Die letzten Not- unb Spar­maßnahmen für bas Schulwesen tragen unverkenn­bar ben Stempel einer Preisgabe bes Nach- Wuchses. Der Deutsche Philologenverbanb erhebt im Slugenblirf ber großen Gefahr eines Kampfes zwischen ben oerschiebenen Altersschichten bes Vol­kes seine warnenbe Stimme unb stellt bas Ver­langen nach einem Arbeitsbeschafsungs- programm für ben gesamten Nach- wuchs bes Volkes an Stelle ber fortgesetzten Verringerung seiner Lebens- unb Berufsmöglich­keiten.

Der Lohnfchiebsfpruch von bet Reichsbahn angenommen.

Die Deutsche Reichsbahngesellschaft hat den von der Schlichtungskammer am ll.Aovember gefällten Schiedsspruch, der eine 4.5 p r o z e n - tige Lohnsenkung vorsieht, angenom­men und die Verbindlichkeitserklärung beantragt.

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