Ausgabe 
15.12.1931
 
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vorigen Woche in das Warenlager der Kolonial­warenhandlung David Leopold I.

Kreis Schotten.

V Gedern, 14.Dez. Die hiesige Freiwil- willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz hielt in diesen Tagen ihre General­versammlung ab. Der Torsitzende, Dekan Widmann, erstattete zunächst den Bericht über daS Ergebnis des Rotkreuztages 1931, dankte dann dem Kolonnenarzt Dr. Dach für seine Tätigkeit und widmete dem verstorbenen Kolonnenführer Friedrich Hof III. einen Rachruf. Es wurde be­schlossen, nach Reujahr mit den Winter-äln- t e r r i ch t s st u n d en zu beginnen. Bei drn Wah­len wurden einstimmig gewählt: zum Kolonnen­führer der bisherige Schriftführer und Rechner Heinrich Birx II., zum Kolonnen'ührer-Stellver- treter Oberbahnhofsvorsteher Schrön an Stelle des von hier verzogenen Hch. Deckenbach II., zum Schriftführer und Rechner O. Hoffmann.

Kreis 2l»s?elv.

II Mücke, 14. Dez. Dor einiger Zeit besuchte ein junger Mann Einwohner von hier und in der nächsten Umgebung. Er gab an, von einer Firma zu kommen, die Dilder vergröbere, und er sei beauftragt, Dilder einzusammeln, die den Leuten nach der Dergröherung wieder zugestellt würden. Er lieh sich jeweils einen D o r s ch u h von2MarkproDild geben. Dis jetzt hat er aber nichts wieder von sich hören lassen. Dermut- lich handelt es sich um einen Schwindler.

preutzen

Kreis Biedenkopf.

cP Crumbach, 14. Dez. 3n diesen Tagen ist Pfarrer Schulz, der seit 1923 die Pfarrei Crum- bach-Zrankenbach versah, verzogen, um in der Rähe von Dremen eine größere Pfarrei zu über­nehmen. Manche vorteilhaften Veränderungen sind während seines Wirkens getroffen worden, wie z. D. Kirchenrenovie.ung, An'chaffung einer neuen Orgel, Errichtung eines Gemeindesaales usw. Großes Verdienst hat er sich um die Erhaltung der für Crumbach und Franlenbach gemeinsamen Schwesternstation in dieser Rotzeit erworben.

Kreis Limburg.

MSN. Limburg. 14. Dez. Erst jetzt entdeckte man. daß auf dem sog. Alten F r i e d h o f. der direkt an den Dom grenat. Friedhofsschän- der am^Werke gewesen find. Sie haben in einer der vergangenen Nächte annähernd vierzig Grabdenkmäler mit roher Gewalt um. geworden, so daß sie fast alle in Trümmer gingen. Daß es sich um mehrere Täter gehandelt haben muß, geht schon daraus hervor, daß einige der Denkmäler ihrer Schwere wegen von einem Manne nicht umacworfen werden konnten. Der Friedhof bietet em wüstes Trümmerfeld. Die Nachforschungen der Polizei werden dadurch erschwert, daß die Tat schon einige Tage zurück­liegt.

Kleine Strafkammer Gießen.

Gießen, 11. Dez. Ein auswärtiger Berg- mann hat gelegentlich einer Grwerbslosenver- sammlung verbotene Flugblätter verteilt (Ver­gehen gegen § 11 der Verordnung des Reichs­präsidenten zur Tekämpfung politischer Aus­schreitungen vom 2d. März 1931). Das Amts­gericht hatte auf eine Geldstrafe von 20 Mk. eventuell 4 Tage Gefängnis erkannt. Gegen die­ses Urteil legte die Staatsanwaltschaft zwecks Straferhöhung Berufung ein. Die Berufungs­kammer erhöhte die Strafe auf 5 0 M k.

Ein Gastwirt war vom Amtsgericht zu 6 Mona­ten Gefängnis und 50 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Seine Ehefrau wollte nach der Schei­dung bei ihm ihre Möbel abholen. Der Ange­klagte geriet in große Aufregung, er holte seinen geladenen Revolver aus der Tasche und bedrohte seine frühere Ehefrau. Dadurch hatte er sich nach dem Gesetz über Schußwaffen und Munition und die bereits erwähnte Verordnung des Reichs­präsidenten strafbar gemacht. Gegen das amts­gerichtliche Urteil legte der Angeklagte Berufung ein: er bat um Strafermäßigung. Das Beru­fungsgericht konnte unter die gesetzliche Mindest­strafe von 6 Monaten Gefängnis nicht heruntergehen, lieh aber, da Tateinheit vorliege, die Geldstrafe von 50 Mk. in Wegfall kommen. Außerdem bewilligte es bedingten Strafaufschub und setzte die Bewährungsfrist auf 4 3afjre fest.

Zwei Handwerker aus der Rähe von Frankfurt waren in erster 3nstanz wegen Wilderns zu fünf Monaten bzw.. zwei Wochen Gefängnis verur­teilt worden. Die Staatsanwaltschaft sowie der erste Angeklagte legten Berufung ein. Der zu 5 Monaten verurteilte Angeklagte war mehrfach wegen des glichen Delikts vorbestraft, zuletzt im 3ahre 1330 wegen vier Fällen zu brei Mona­ten Gefängnis, die ihm aber mit Bewährungs­frist bedingt erlassen wurden. Schon im Früh­jahr laufenden Jahres beging der Angeklagte die neue Tat. Der Staatsanwalt hielt gewerbsmäßige Wilderei für vorliegend und beantragte deshalb Erhöhung der Strafe auf 1 3ahr Gefängnis. Das Gericht schloß sich diesen Ausführungen an und erhöhte die Strafe von 5 auf 9 Monate Ge­fängnis: bei dem anderen Angeklagten blieb es bei den 2 Wochen Gefängnis.

r^2 Jahre Gefängnis für Unterschlagung städtischer Gelder.

WSR. Mainz, 14. Dez. Gelegentlich der Re­vision des städtischen Rechnungsprüfungsamts bei der hiesigen S t a d t k a s s e im Dezember 1928 verschwand plötzlich- der verheiratete, damals 38 3ahre alte Derwaltungsinspeckor Karl Klotz von hier, der als Kassierer bei der Stadt­kasse tätig war. Die sofortige Revision ergab das Fehlen der Tageseinnahme und des Wechsel­geldes in Höhe von 11 dOO Mark. Bei der wei- teren Prüfung wurde eine Veruntreuung von 43000 Mark festgestellt. Die polizei­lichen Nachforschungen nach dem Verbleib des Klah verliefen ergebnislos. Anfang 3unl d. 3. stellte sich Klotz, der sich zwei 3ahre in K a n a d a aufgehalten hatte und dorthin seine Familie Nachkommen ließ, freiwillig der hiesigen Polizei. Er hatte sich nun vor dem Erweiterten Dezirks- Ichöfsengericht wegen Untreue und Unter« chlagung zu verantworten. Aus seiner Ver­nehmung ging hervor, daß er, nachdem sein Vermögen dem W e 11 e u f e l zum Opfer gefallen Dar, sich an städtischen Geldern vergriff. Er will nur 30 000 bis 32 000 Mark veruntreut haben und bestreitet, Fälschungen der Bücher vorgenommen zu haben. Der Staatsanwalt beantragte zwei Jahre Gefängnis. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Unterschlagung im Amt zu zwei Fahren sechs Monaten Gefäng- m i s abzüglich Untersuchungshaft.

Wirtschaft.

Keine Devisenkurse am 24. Dezember.

Berlin, 14. Dez. (WTB.) Wie die Reichsbank mitteilt, findet am Donnerstag, 24. Dezember (Weihnachtsheiligabend), eine Kotierung von De­visenkursen nicht statt.

Japan verbietet die Goldaussuhr.

Tokio, 14. Dez. (WTB.) Die Aussuhrvvn Gold wird vom 14. Dezember ab verboten.

Berlin freundlicher.

Berlin, 15. Dez. (WTB. Funkspruch.) Der heu­tige telephonische Freiverkehr lag tursmäßig gegen gestern abend nur wenig verändert, stimmungs- maßig aber wieder freundlicher. Die einzelnen Marktgebiete hatten ruhiges Geschäft. In Baniaktien tarnen einige Umsätze auf gestriger Basis zustande, Elektrowerte konnten meist um zirka 1 v. S). an» ziehen, von Spezialwerten nannte man Aku unb Schultheis 1 bis 2 o. Sv daher, während Dessauer Gas und Gesfürel im gleichen Ausmaße niedriger lagen. Auch der Pfandbriefmarkt lag wenig ver­ändert, Deutsche Anleihen behauptet, Goldpfandbriefe widerstandsfähig, Reichsbahnoorzugsaktien leicht er­holt auch Reichsschuldbuchforderungen eher gefragt. Die Erklärung der sozialdemokratischen Reichstags­fraktion ist, wie erwartet, in der Form einer Tole­rierung der Regierung Brüning ausgefallen, so daß innerpolitisch für die nächste Zeit keine Beunruhi­gung zu erwarten sei. Auch die außenpolitischen Be­sprechungen nehmen einen normalen Verlauf. Bei den Abgaben in letzter Zeit soll es sich neben den Auslandoerkäufen übrigens zum Teil auch um Exekutionsware der Liquidationskasse gehandelt haben von solchen Firmen, die glattstellen mußten oder eeftellt werden wollten, um einen Teil der ntiefumme herausbekommen zu können. Selbst­verständlich verfolgte man heute mit besonderer Spannung die wirtschaftlichen Ereignisse in den übrigen europäischen Ländern, nachdem die No- Nooemberziffern der Außenhandelsbilanz die elften Auswirkungen d er Pfundentwertung zeigen. Der Ausfuhrüberschuß ist von 383 Millio­nen auf 2 5 6 Millionen Mark gesunken, wobei sich diese Differenz beinahe ganz aus der um 130 Millionen (zirka 15 o.S). des Exportes) vermin« betten Ausfuhr ergibt. Es ist zu berücksichtigen, baß in einzelnen valutaschwachen Länbern inzwischen noch Schutzzollmaßnahmen burchgeführt worben sinb, ! bie zwangsläufig bas Bilb für Dezember weiter ver­schlechtern müssen. Auch bie Zahlungseinstellung ber beiben norwegischen Banken in Bergen unb Oslo unb bie baburch wahrscheinlich notwenbig roerbenbe 1 vorübergchenbe Schließung ber Börsen biefer beiben Stäbte waren Unsicherheitsfaktoren. Anberseils I machte ber Beschluß ber Jnbustrie- unb Hanbels- fammer, ab Donnerstag, 17. b. M., breimal wöchent­lich in ber Zeit von 12.30 unb 13.30 Uhr eine Sprcchbörse in ben Börsenräumen abzuhalten, einen guten Einbruck. ba man in ihm ben ersten Schritt zur Wieberaufnahme eines regelmäßigen Börsen- Verkehrs erblicken -will.

Abschwächung in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 14. Dez. Die bereits am Wochenschluh eng tret ne Abschwächung am Aktienmarkt setzte sich auch zu Beginn des neuen Ber.chtsabfchnittes fort. 3m heutigen Effeltenfreiverkchr von Bureau zu Bureau trat e ne we t:re, ziemlich ausgeprägte Abschwächung ein ger führender Papiere ein. Eine plausible Er- tlä'.ung h erfür war nicht zu erhalten. Man ver­

mutete weitere Exekutionen, anderseits sprach man auch von Auslandverkäufen, die sich hier und da einzuschle'.chen scheinen. Eine gewisse Ver­stimmung bereiteten die Schwierigkeiten bei den St l.halteverhandlungcn, ferner das unbefriedi­gende Resultat der deutsch-schweizerischen Han­delsvertragsverhandlungen und die ablehnende Haltung des amerikanischen Kongresses gegen­über dem Hoover-Moratorium. Gegen die schwachen Kurse vom Samstag gaben heute 3G -Farben erneut um etwa 4 Prozent nach. Auch Siemens und Reichsbank verloren je 3 Pro­zent, Montanwerte bis zu 1 Prozent und die übrigen Elektroaktien von 1 bis 2 Prozent. Von Bankaktien lagen DD-Bank schwach. Am Kunst­seidemarkt büßten AKckl. auf angebliche hollän­dische Verkäufe etwa 2,5 Prozent ein. Das Ge­schäft war sehr klein, ba die Unsicherheit, woher das herausiommende Material herstammt, die Unternehmungslust unb auch die Aufnahme­neigung erschwerte.

Devifenmarkt Berlin Frankfurt Q m

Banknoten.

14. Dezember

15.Dezember

Slmilicke

Notierung

Amtliche Notierung (Selb | Vrie'

»eh'

Srie'

Oelfingfotl .

5,744

5.756

5.894

5,906

Wien

50.95

51 05

49,95

50,05

Prag

12,47

12 49

12,47

12,49

BudaoeN

68 93

69.07

66,93

67,07

Sofia

3.05/

3.063

3,057

3.063

Holland

170.23

170,57

170,13

170,47

Oslo

78.79

79 08

71,67

71,83

Sovendagen.

80 02

80,18

80,07

80,23

Stodholm

80 67

80 83

81,02

81,18

London

14 58

14.62

14,56

14,60

Buenos '2Ilre<

I 058

1.062

1,063

1,067

Neunori

4.209

4.217

4,209

4,217

Brufjel

58.62

58.74

58,61

58,73

Italien Paris

21.68

21.72

21,63

21,67

1652

16.56

16,52

16,56

Schweiz

82,02

82.18

82,02

82.18

Spanien

35,36

35 44

35,56

35,64

Danzig

81,97

82.12

82,07

82,23

Jovan

2 058

2.062

-

Rio de Jan. Iugofiawieo. tiüiaboD

0.244

0.246

0,244

0,246

7 393

13 29

7.407 13-31

7,393

13,29

7,407

13,31

Reichsbankdiskont 7 v. h., Lomdarbzinsfutz 8 o. h. Die gestrigen Devisenmärkte.

Äerlin. 14. Dezember

(Selb

Dries

-Amerilamiche Noten ......

4,20

4,22

Belgische Noten ........

58,46

58,70

Dänische Noten ........

79,84

80,16

Englische Noten .......

14,54

14,60

Hran.zosische Noten .......

16,48

16,54

Holländische Noten .......

169,86

170.54

Italienische Noten ......

21,64

21,72

Norwegische Noten ....

78,74

79,06

Deutsch-Oesterreich, lOO Schilling

Rumänische Noten .....;

2,48

2,50

Schwedische Noten .......

80,49

80,81

Schweizer Noten. ...... .

81,84

82,16

Spanische 9iolen . .......

35,23

35,37

Ungarische Noten .....

An den internationalen Devisenmärkten hat gestern vormittag das Pfund weiter kräf­tig anziehen können, obwohl das Geschäft nicht besonders lebhaft war. Man konnte an den verschiedenen Plätzen wieder Käufe für Lon­doner Rechnung feststellen. Gegen den Dol­lar zog das Pfund auf 3,4575 nach anfangs 3,40 an, gegen ben Gulben auf 8,53, gegen Paris auf 88,13, gegen Zürich auf 17,7750 unb gegen bie Re ch, mark auf 14,5450. Die Reichsmark war gut behauptet, in Amsterbam notierte sie 58, 750, in Zürich 122. Der Dollar lag unver- änbert, bie Rorbbevisen tenbierten fest.

Gestern nachmittag konnte bas Pfund

Löcher unter dem Weihnachlsbamn.

Frauen von heute. Frauengebanken zur Sexualethik unb Bevölkerungspolitik. Bon Luise Scheffen-Döring. Gedb. 4,80 Mark. Verlag Quelle & Meyer in Leipzig. (505) Eine Frau, bie mitten im Leden steht, zeigt hier ben Frauen ben Weg zu positiver Aufbauarbeit. In ber Erhaltung bes Familienlebens, bas mit einem neuen, tieferen Sinn erfüllt werben muß, in einer Erneuerung ber Geschlechtsmoral unb einer verantwortungsbewuß­ten Fürsorge für bie fommenbe Generation sieht bie Verfasserin bie Voraussetzung für eine sittliche Er­tüchtigung, bie von ben Besten unseres Volkes aus- gehen muß. Ihr Buch gibt eine Einführung in bie großen Aufgaben, vor bie sich bie Frau von heute gestellt sieht. Was an Rcformgebanken in mißoer- stänblichen Schlagworten seinen Nieberschlag gesun- ben hat, wirb in systematischer Grünblichkeit auf seinen ethischen Gehalt untersucht unb aller sozial- revolutionären Bemäntelung entkleibet. Das Buch setzt bie verschiebenen Lorsch äge ber geistigen Füh­rer in Deutschlanb, Amerika, Rußlanb unb bem übrigen Europa zu ben einzelnen Problemen ber Ehercform, bes Frauenschutzes, ber Mäbchen- erziehung auseinanber unb zeigt, welchen Weg wir einzuschlagen haben, um zu einer Gesunbung unseres Volkes zu gelangen.

Spannung Wiber st anb Strom. Eine Einführung in bie Elektrotechnik. Herausgeber: Deutscher Ausschuß für Technisches Schulwesen E. V., 128 Seiten mit 320 Abbilbungen. Halbleinen 3 Mark, karton. 2,20 Mark. Zu beziehen beim Datsch-Lehrmittelbienst, Berlin W 35, Potsbamer Straße 119b. (538) Die heutige Generation hat ein Anrecht barauf, in bestmöglicher Weise mit tech­nischen Zusammenhängen vertraut gemacht zu werben. In ber vorliegenden Schrift werben neue Wege be­schritten, um bie Gesetzmäßigkeit bes physikalischen Geschehens auf bem Gebiete ber Elektrotechnik zum Verstänbnis zu bringen. Originell ist bie graphische Darstellung, durch bie bas Ohmsche Gesetz unb bas Leitungsgesetz oeisinnbilblichi werben. Es wirb hier ber Versuch gemacht, bie elektrotechnischen Erschei­nungen, deren völlige Begrünbung sonst nur auf mathematischem Wege möglich war, fast ohne bieses Hilssmittel allein buich logische Aufeinanberfolge von Erlebnissen unb Versuchen unb besonbers burch eine große Zahl völlig neuer Abbilbungen, Zeichnungen unb Skizzen zu erklären. Ein weiterer Vorteil ist, baß bie pflegliche Behanblung ber Geräte unb ber Schutz vor Gefahren für Gut unb Leben eingehenb erörtert werben. Dem Lehrer, bem Elektrotechniker unb Installateur, wie überhaupt jebem, ber mit elek- irischen Dingen umzugehen hat, wirb bas Buch ein willkommener Ratgeber sein.

Karl Menninger: Rechenkniffe. Lustiges und vorteilhaftes Rechnen. 66 Seiten 8°. Preis 1,50 Mk. Verlagsbuchhandlung Karl^ oths, Frankfurt a. M., Eiserne Hand 12. 1932. (522.) Die kleine Schrift wird für den Fachmathematiker wie für den Laien von 3nteresse fein, weil sie den Stoff in leichter und geschickter Form vorträgt und dem mitrechnenden Leser manche Anregung für die Praxis vermittelt.

Deutscher Reichsbahn-Kalender 19 3 2. 6. Jahrgang. Herausgeber Dr.-Jng. Dr. rer. pol. Hans Baumann. Konkordia-Verlag Leipzig, Goethestraße 6. Preis 4 RM. (530)Die Reichs­bahn in ber Zusammenarbeit ber Verkehrsmittel" ist bas Motto für ben biesjcihrigen Kalenber. Durch bie Behanblung bes Mottos wirb ber biesjährige Reichs- bahn-Kalenber zu einer aktuellen Veröffentlichung über bie zur Zeit wichtigste Frage ber beutschen Ver­kehrswirtschaft. Jeber ber 28 Reichsbahnbezirke wirb in feiner Zusammenarbeit mit anberen Verkehrs­mitteln geschilbert. Die Verbinbung ber Reichsbahn mit ben beutschen Privatbahnen finbet ausgiebige Würbigung. Wie stark ber Umschlag zwischen Reichs­bahn unb ber beutschen Binnenschiffahrt ist, baoon geben viele Darstellungen Zeugnis. Auch Kraft­wagen, Reichspost unb Flugzeug stehen in engster Verbinbung mit ber Reichsbahn. Neben ber Durch­arbeitung bes Leitgebankens gibt ber Kalenber Dar­stellungen aus Arbeitsgebieten ber Reichsbahn. Aus Betrieb unb Verkehr werben bie wichtigsten Neue­rungen gebracht, in bie technischen Neuerungen er­folgt eine kurze Einführung, bie Finanzen erfahren bei ber überaus schweren Lage ganz besonbere Wür­bigung, unb bas Personal finbet sich bei seiner auf­opfernden Arbeit in ben einbrucksvollen Silbern roieber. Wie bie Reichsbahn beutsche Lanbe erschließt, zeigen roieber schöne Silber aus allen Teilen unseres i Vaterlandes. Die Ausgestaltung bes Werkes ist treff­lich gelungen. Der Silbschmuck ist schön unb ein- brucksvoll. Auch ber Druck verbient volle Anerken­nung.

Garten st auben-Staubengärten. Son Karl Heybenreich. Preis kartoniert 3,75 RM. Gartenbau-Verlag Trowitzsch & Sohn, Frankfurt (Ober). (513) Das Äuch gibt bie Erfahrungen eines langjährigen Spezialisten auf biefem Gebiet in anregenber unb verftänblicher Form roieber. Alle Fragen, bie sich ber Liebhaber vorlegt, sinb beant­wortet. Sei es bie Anlage einer Rabatte ober eines Sonbergartens ober Seifpiele für Farbenzusammen­stellungen, für bie Pflanzung von Einzelstauben, von Zwiebel- unb Knollenblumen unb Sobenbeckstauben ober für bie Anlage eines Wasserbeckens. Verschie- bene P'.cine für bie richtige Sepflanzung unb sehr übersichtliche Aufstellungen in Tabellenform er­gänzen bie Anregungen.

Seercnobft im kleinen Garten. Von Hermann Rosenthal. Preis kartoniert 2,50 Mark. Gartenbau-Verlag Trowitzsch & Sohn, Frankfurt (Ober). (512) Das Seerenobft ist ber richtige Fruchtbinger für ben kleinen Garten, benn bie An­schaffungskosten sinb niebrig, bie Pflege ist leicht unb ber vom Seerenobft beanspruchte Raum ist, im Gegensatz zu anberen Säumen, gering. Ferner be­steht eine reiche Verwenbungsmöglichkeit ber geernte­ten Früchte. Wie kann nun ber kleine Garten am besten mit Seerenobft ausgenutzt werben? Vielerlei Fragen gibt es, bie ber Verfasser geschickt unb er­schöpfen b beantwortet. Das Such ist mit anschau- sichern Silbmaterial versehen unb wirb vielen Gar­tenfreunden hochwillkommen sein.

Alles schon einmal dagewesen.

Ein preußisches 4-Pfennig-Stück aus bem Jahre 1867. Damals waren allerdings 90 solcher Stücke einen Taler wert, während jetzt nur 75 4-Pfennig- Stücke den Wert von 3 Mark ausmachen würden.

seinen höchsten Tageskurs nicht be«* haupten und ging wieder auf 3,4313 gegen den Dollar zurück, doch ist zu berücksichtigen, daß der Dollar am Nachmittag wieder fester lag. Das Geschäft in engl.schen Pfunden war ziemlich leb­haft, in Amsterdam ging gleich nach Börsen- eröfsnung ein Posten von 75 000 Pfund um. Mellons Aeußerungen über die Schuldenfrage haben auch in Amsterdam einen guten Eindruck hinterlassen. Gegen den Gulden stellte sich das Pfund auf 8,52, gegen Paris auf 87,31, gegen Zürich auf 17,65, gegen die Reichsmark auf 14,4950 und gegen Brüssel auf 24,71. Die Reichsmark not erte gegen Amsterdam 53,7850, in Zürich 121,90 und in Reuyork 23 80, später 23,75. Die Rorddev.sen zogen kräftig an, Madrid tmd.ertr cbn.falls fester, 3apan lag Wecker außer­ordentlich schwach.

Schmückung der deutschen Kriegergräber im Auslande.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat es sich u. a. zur Aufgabe gemacht, im, Auf­trage der Angehörigen der Gefallenen die Grä­ber fern der Heimat mit Kränzen $u schmücken. Zu den Tagen, an denen vornehmlich seit einer Anzahl von Fahren die Gräber, auf diese Weise betreut werden, gehört auch der Volkstrauertag Reminiszere" (im 3ahre 1932 der 21. Februar). Wohl fällt es heute den meisten schwerer denn je, den für eine Grabschmückung im Auslande ver­hältnismäßig hohen Betrag aufzubringen: aber ebenso wie der Menschenstrom in diesem 3ahre am Totensonntage sich nach den Heimatfriedhöfen bewegte, um die teuren Gräber zu pflegen, wer­den es viele trotz der Rot der Zeit sich nicht nehmen lassen, für das ferne Grab des Ver­wandten ober Kameraden im Ausland zum Volkstrauertag zu sorgen.

Anträge auf Schmückung von Gräbern müssen mindestens vier Wochen vorher, für ben Volkstrauer­tag also spätestens am 24. Januar, in Hänben bes Volksbunbes fein. Da aber vor allem in Frank­reich, Selgien, Galizien, Jugoslawien unb Rumä­nien viele ber früheren Anlagen aufgehoben und bie Toten auf anbere Friebhäse überführt sind, emp­fehlen wir den Angehörigen, die noch keine Aus­kunft über bie jetzige Lage eines Kriegsfalles eingeholt haben, sich möglichst halb mit bem Solls« bunb ins Benehmen zu Hetzen.

Sei Bestellung eines Grabschmuckes sind folgende Angaben erforderlich: Bor- und Zuname, Dienst- grab und Truppenteil des Gefallenen, ferner Fried­hof (Land und Provinz) und die Grabnummer ober ber Sermerf Sammelgrab.

Die Minbestpreise für Kränze betragen in Frank­reich 10 Mark, in Belgien 7 Marl (nur für wenige Friebhöfe 10 Marl), in Polen unb Galizien, Lett« lanb, Rumänien unb Jugoslawien 12 Mark, in Rußlanb 15 bis 20 Marl (für wenige Friebhöfe 25 bis 30 Marl), in ben übrigen Länbern 9 bis 15 Marl. Die Höhe ber Kranzpreise ertlärt sich ba­burch, baß bie meisten Friebhöfe abseits von größe­ren Orten liegen unb baher bie Serbinbungsleute für ben Transport unb ihren Zeitaufwand beson­ders entschädigt werden müssen.

Kunst unö Wissenschaft.

Tagung

der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hält ihre 44. Tagung vom 11. bis 14. April 1932 in Wiesbaden unter dem Vorsitz von Professor Dr. M o r a w i tz (Leipzig) ab. Da am 20. April 1882 die Gründung des Kongresses für Innere Medizin erfolgte, soll am Abend des 10. April eine einfache Feier zur Erinnerung an das 50jährige Bestehen der Gesellschaft ftattfinben. Das wissenschaftliche Programm des Kongresses sieht bisher folgende Re­ferate und Vorträge vor:Kreislaufwirlungen tör« pereigener Stoffe". Referenten: Dale (London), V o l h a r d (Franlfurt a. M.). Brauer (Hamburg) überStörungen Der ßungenfunltion", Lieber- meister (Düren) überDoppelseitigen Pneumo­thorax" Jacobäus (Stockholm) überLungen­kollaps".Erkrankungen der steinfreien Gallenwege." Referenten: Aschoff (FreiburgV Umber (Ber­lin), Schmieden (Frankfurt a. M.). Zum Vortrag hierzu aufgefordert Westphal (Hannover). Vor- tragsanmelbungen sind mit Manuskripten bis 5. Fe­bruar 1932 an ben beseitigen Vorsitzenben Professor Dr. M o r a w i tz (Leipzig), Iohannisallee 32^ einzu­schicken. Die freie Diskussion soll eng an bie Referate unb Vorträge anknüpfen. Soranmelbungen zur Dis­kussion werben nicht angenommen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sinb ohne Derbinblichkeit der Schriftteitung.)

Rotverordnung." Nach Kapitel III § 3 ber Not- oerorbnung vom 8. Dezember 1931, ber die Zins- fenfung behandelt, beträgt der künftig zu zahlende Aufwertungszinszuschlag für Aufwertungshypo- thelen 1 v. H. über 5 v. H.. also 6 v. H. Dieser Zins­fuß ist ab 1. Januar 1932 zu zahlen. Anderweite Parteivereinbarungen sind hiermit außer Kraft gesetzt.

ü. B. in A. Die Unkosten bei einem Besitzwechsel, bei dem der Wert des Objekts (Haus- und sonstiger Grundbesitz, Aecker, Wiesen usw.) fünftausend Reichs­mark beträgt, belaufen sich auf ungefähr 330 RM. Dieser Betrag ermäßigt sich um 250 RM., auf 80 RM., wenn ber Verlauf an einen Mbtönunling erfolgt.

Für 60-(in Apotheken u.Drogerien fermem