Nr. 62 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für (Vberheffen)Samstag, H. März 19ZI
9.4.-fpori
VfB.Gießen.
haffia Dieburg — VfB. Gießen.
Dos ursprünglich auf den morgigen Sonntag verlegte letzte Verbandsspiel des VsB., gegen OckerShausen, ist endgültig auf den 22. Marz festgesetzt worden. — Die Ligamannschaft dos VsB. benutzt den Sonntag zum Austrag eines Gesellschaftsspiels gegen die Ligamannschaft der „Hassia" Dieburg auf dem Waldsportplah. — Hassia Dieburg repräsentiert beste Mainische KreiSliga. 3n der Kreisligatabelle hat sie einen hervorragenden Platz inne. Den Tabellenführer Viktoria Walldorf vermochte sie vor nicht allzulanger Zeit eindrucksvoll zu schlagen. — Die Mannschaft galt lange als Favorit für die Meisterschaft der Äreisliga. Die Liga des VfB. wäre diesen Umständen entsprechend in aller Stärke aufzustellen, wenn günstig abgeschnitten werden soll. Dieburg verfügt über eine technisch ausgezeichnete und schnelle Mannschast. Der Beginn des Spiels ist auf 14.30 Uhr festgesetzt, do ab 16 Uhr auf dem Waldsportplatz das Länderspiel Deutschland—Frankreich aus Paris durch Radio übertragen wird. - (Nähere- in der Anzeige.)
Tischtcnnis-Klubkamps VfB. 08 Gießen gegen VfL. Wetzlar.
Am Sonntag werden sich im Saale des Schützenhauses die Tischtennis-Abteilungen der genannten beiden Vereine im Klubkampf gegen* überstehen. Es werden ungefähr 16 Spiele, Herren- und Damen-Einzel, Herren- und gemischte Doppel ausgetragen werden. Während die DsL.» Damen und -Herren über eine längere Praxis verfügen, hat die junge Ping-Pong-Mannschaft vom Waldsportplah mittlerweile schon einige für hiesige Verhältnisse erstklassige Kräfte in ihren Reihen. Der Ausgang dieses Turniers ist offen.
(Spielfrereitugung 1900 Giehen.
Die Fußballabteilung schickt, sofern es die Wetter- l.'ge zuläßt, am Sonntag alle vier Senioren-Mann- fchaften auf das Spielfeld. Auswärts weilen Liga- und Ligareservemannschaft. Die Ligamannschast folgt einem Ruf des Sportvereins 1 906 Als - f c tb, der auch zur ersten Bezirksklasse, Gruppe Fulda, gehört und dort den dritten Tabellenplatz einniinint, somit über eine sehr beachtliche Spielstarke verfügen dürfte. Die Gießener, die im Sturm eine veränderte Aufstellung ausprobieren wollen, müssen also sehr auf der Hut sein, wenn sie dieses Treffen erfolgreich bestreiten wollen. Die fähige Läuferreihe und das solide Spiel der Schlußleute sollte über eventuell auftretende Schwächen im Sturm hinweghelfen.
Die Ligareserve reist nach Marburg zum Rasensportverein Gerntania 08, einer spieltüchtigen Elf,
die um die diesjährige Meisterschaft ein gewichtiges Wort mitredet. Da auch die Blauweißen in letzter Zeit recht Gutes leisteten, steht der Sieger in dieser Begegnung noch nicht fest. Die 1900er müßten nur in der Spielanlage mehr Mannschaftsgeist beweisen, dann blieb der Erfolg sicherlich nicht aus.
Die dritte und vierte Mannschaft treten auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe der ersten und zwei ten Elf von Wieseck entgegen. Der Ausgang der beiden Kämpfe ist offen. Wiesecks Mannschaften haben In der letzten Zeit sehr an Spielstärke gewonnen.
Jugcnöfpielc.
Die Ligareserve hat die 1. Mannschast von Rieder-Weisel zu Gast und wird sehr aus sich herausgehen müssen, wenn sie siegreich sein will.
Die 1. Jugend fährt nach Ridda und tritt dort zum Rückspiel der 1. Jugend vom Tv. Viktoria gegenüber. Das Vorspiel in Gießen konnten die damals mit Ersah spielenden 1900er mit 6:1 gewinnen. Da diele die Fahrt komplett antreten, rechnet man bestimmt mit einem Sieg. - Die Schüler messen ihre Kräsle mit der neugebildeten Schülerabteilung aus Wieseck.
Fußballklub 1926 Großen-Buseck.
FC. 1926 Großen-vuseck (Liga) gegen Spiel- und Sportverein Ehringshausen. Zum letzten Verbandsspiel der 2. Vezirksklasse im Gau Gießen-Wetzlar stehen sich am Sonntag die obengenannten Mannschaften gegenüber. Das Spiel mußte infolge schlechten Wetters und Absage des Gegners bis jetzt zurückgestellt toerDcn. Der Spiel- und Sportverein Ehringshausen (Kreis Wetzlar) stellt eine äußerst starke Mannschaft, die aber durch den Abgang eines der besten Spieler etwas geschwächt sein wird. Trotzdem wird sich Großen-Buseck anstrengen müssen, um den Gegner zu überwinden. Die Mannschaft der Einheimischen, die durch Verstärkung eine bessere und durchschlagskräftigere Zusammenfassung gefunden hat, sollte, nach den seitherigen Leistungen, gut aus diesem letzten Spiel herauskommen. Durch eifriges Training wurden einige Schwächen behoben, die bei gutem Anpassungsvermögen in der Zukunft nicht mehr auftreten sollten. Der Busecker Torhüter will sich zum letztenmal aktiv beteiligen. Für den Verein wäre das um so mehr zu bedauern, als gerade er mit der Mannschaft sehr eng verwachsen ist.
Handball im Gau Hessen (O. T.)
Tv. Heuchelheim — Tv. Ivehlar-Riedergirmes.
Anläßlich des hier stattfindenden Bezirksgeräte wetturnens findet auf dem hiesigen Sportplätze nachmittags ein Handballspiel zwischen dein hiesigen Turnverein und dem Turnverein Wetzlar-Niedergirmes statt. Der Gegner ist der diesjährige Meister der Meisterklasse und spielt im kommenden Spiel-
Oie Frau und der Sport.
Nicht dem Manne nacheifern. — Gesundheit geht vor Sieg im Wettkampf.
3m Fluge hat sich in den wenigen Jahren nach dem Kriege die Frau den Sport erobert. Kaum ein Gebiet in den Leibesübungen, in dem die Frau heute nicht ihren „Mann" steht. Sie schwimmt, reitet, steuert das QIulo, lenkt das Flugzeug, läuft, springt, stößt die Kugel, schleudert den Diskus, spielt Tennis, Golf, Hockey, Handball und sogar Fußball. 3n allen Sportarten erscheint die Frau auf dem Plan und die Spihenkönnerinnen nehmen es mit manchem Mann auf. Auf dem ihr erst jetzt ganz erschlossenen Tummelplatz der Leibesübungen ist die Frau mit so großem Eifer bei der Sache, daß
Ueberfreibungcn nicht ausbleiben können. Die Frau, hat einen weit stärkeren Drang nach Wettkampftätigkeit bewiesen, als der ihr in den Leibesübungen von vornherein überlegenere Mann. Aber dieser Tiebereifer muß sich für die Frau schädlich auswirken. Werden auch im allgemeinen gegen die sportliche Betätigung der Frau feine Einwendungen erhöbe», so gehen doch die Meinungen der Sachverständigen bei der Frage, welche Leibesübungen die Frau ohne Gefahr für ihre Gesundheit betreiben kann, weit auseinander. Sind schon Auswahl und Ausmaß der sportlichen Hebungen für die Frau strittige Punkte, so verschärfen sich die Gegensätze noch mehr, wenn es heißt, die Beteiligung der Frau an sportlichen Wettkämpfen zu erörtern.
Gerade im vergangenen Jahr hat uns die Japanerin Hitomi ein krasses Beispiel gegeben, wie es die Frau nicht machen soll. Obwohl Hitomi, wie kaum eine andere ihrer Geschlechtsgenossinnen, für sportliche Wettkämpfe prädestiniert ist, rächte sich selbst bei der zähen 3apanerin der von Wettkampf zu Wettkampf gehetzte Körper. Als die überanstrengten Muskeln den Dienst versagten, vermochte nur die ungeheure Energie und der fast männlich anmuteni>e fanatische Siegeswille der Tochter des fernen Ostens die letzten noch vorhandenen Kräfte zu Höchstleistungen anzupeitschen. Zu solch einem Raubbau sotten aber unsere Frauen ihren Körper nicht mißbrauchen. Lohnen schon einmal die errungenen Preise nicht den enormen Verbrauch an Kraft und Energie, so kann andererseits auch leicht die Gesundheit einer sonst kräftigen und widerstandsfähigen
Sportlerin infolge Tieberanstrengung für das ganze Leben erschüttert werden.
Die Frau ist auf einer falschen Fährte, wenn sie gleich dem Manne den Weg zu „Kraft und
Schönheit" durch den Sport finden will.
Was für den Mann bei Kraft und Schönheit finngemäß angewendet werden kann, kann und muß bei der Frau Disharmonie erzeugen. Selbst bei einer veranlagten, kraftvollen Frauennatur müssen übermäßige Beinmuskeln, breite Schultern, schwellende Bizeps unästhetisch wirken. Sehr wesentlich ist bei dieser Frage, daß zwischen Mann und Frau im Körperbau große Tlnterschiede bestehen. Sowohl in Größe und Gewicht bleibt die Frau hinter dem Mann zurück. 3m kleineren Brustkorb finden wir auch kleinere Organe. Der Schwerpunkt der Frau liegt tiefer als beim Manne und somit hat die Frau bei allen Fortbewegungen einen viel größeren Widerstand zu überwinden. Die Knochen der Frau sind leichter und dünner und damit auch weniger widerstandsfähig. Die Muskelmasse der Frau ist fettreicher und wirkt daher leichter ermüdend, ebenso wie die geringere Menge von roten Blutkörperchen, die eine stärkere Pulsarbeit bedingt.
Diese herausgegriffenen Beispiele beweisen am besten, daß die Frau im Sport viel größere natürlichere Widerstände zu überwinden hat als der Mann. Entsprechend ihrem Wesen betreibt aber die Frau den Sport mit großer innerlicher Hingabe und kann im heißen Wettkampf viel leichter unbemerkt Schaden nehmen. Tleberanstrengun- gen sind daher auf alle Fälle zu vermeiden, Denn, wie bereits angeführt, kann die Frau durch die Eigenart ihres Körperbaues nicht in allen sportlichen Hebungen dem Manne nacheifern, da ihr
von der Jtafur enge Grenzen gezogen sind, die nicht überschritten werden dürfen.
Aber auch in den ausgewählten gefahrlosen Hebungen lege man lich weise Beschränkung auf und Überspanne nie die Kraftleistung. Wahre und echte Freude am Sport wird Die Frau nur genießen, wenn sie den Rat befolgt, daß für sie niemals dos höchste Ziel der Sieg ira Wettkampf sein Darf, sondern nur die durch sinngemäße Leibesübungen erzielte dauernde Gesundheit. —
fahr in der Kreisklasse. Man Darf sehr gespannt aus den Ausgang dieses Freundschaftsspieles lein. Vorher spielt die Jugend gegen eine Mannschaft des Turnvereins Krofdorf.
Dor dem Länderspiel.
Nur noch knapp ein Tag trennt uns von dem mit so großer Spannung erwarteten ersten Fußball-Länderspiel gegen Frankreich, dos am Sonntag im Pariser Stadion Coloinbes ausgetragen wird. Die deutsche Mannschast ist nach verschiedenen Schwierigkeiten geboren worden und man muß ihr mit ziemlich viel Vertrauen gegenüberstehen, wenn auch einzelne Poften nicht richtig beseht erscheinen. Sie bange Frage der Besetzung des Sturmsührerpostens erscheint mit Der Ausstellung des Pirmasenser Hergert befriedigend geregelt. — 3n Frankreich nimmt man unsere Aufstellung sehr ernst und ist im großen und ganzen von einem deutsche »Siege überzeugt. Frankreich hat einen schweren Ausfall erlitten, da Der Mittelstürmer Ricolas außer Gefecht gesetzt ist. 3n Frankreich ist man über Das gewaltige 3ntcreffc, das diese Begegnung in Deutschland findet, erstaunt. Man nimmt zwar auch in Frankreich diesen Kampf sehr ernst, Die von deutscher Seite ausgebrachte Begeisterung ist aber für französische Verhältnisse unbegreiflich. Ob die deutsche Begeisterung in so hohem Maße berechtigt ist, darf man mit Fug und Recht bezweifeln; daß in einer Rotzeit 15 000 Deutsche lediglich um eines Fußballspieles wegen nach Poris sahren müssen, erscheint zum mindesten sehr überflüssig, wenn man schon davon absehen will, ein derartiges Massenausgebot an Zuschauern glatt abzulehnen. Man begeistert sich auch in Frankreich an sportlichen Großereignissen. Man wertet aber diese Ereignisse nicht in Der in Deutschland üblichen Weise und ist nüchterner und ruhiger in diesen Dingen. Der Rückkampf in Deutschland wird jedenfalls keine solche Zahl französischer Schlachtenbummler sinden. Man wird also in der französischen Hauptstadt ein großes Augenmerk aus Den Troß der deutschen Zuschauer lenken und es ist daher durchaus nicht unangebracht, alle nach Paris fahrenden Deutschen zu ermahnen, sich in fremdem Lande so aufzuführen, wie wir es zu Hause von Gästen erwarten.
90. Feldbergfess-Turntag der OT.
Am Sonntag, 15. März, findet in Heddcrn heim der 90. Feldbergfest-Turntag statt, zu dem jeder Lerein des Mittelrheinkreises der DI. einen Vertreter entsenden kann. Der Turntag ist von besonderer Bedeutung, weil er über die neuen Satzun
gen zu beschließen hat. Ein Antrag des Tv. Nieder rad fordert, daß fiir Die Turner über 45 Jahre eine besondere Wettkampsklasfe eingerichtet wird. Als Tag für das diesjährige 7 7. Feldderfest wird dcr 14. Juni in Vorschlag gebracht.
Bestleistungen
der Allgemeinen Deutschen Turnerschast
Zn einer Blindesturnausschusz.Sitzung in Raun heim wurde nachstehende iBcftleiftungskfte dcr 21 DI. ausgestellt:
Lauf: 100 Meter: 10,8 Sek, Lemke, Barmen: 200 Meter. 23,0 Sek., Lemke, Bannen. 400 Meter. 52,8 Sek., Schäfer, Echzell: 800 Meter: 2:06,0 Min, Jäger, Ehningen: 1500 Meter: 4:19,0 Min., Eitel. Zell n. 91.: 5000 Meter: 16:14,9 Min., Siegel, Mor fcIDcn; 110-Meter-Hürden: 16,8 Sek., Kammerer, Asperg: 4X100-Metcr Staffel: 44,9 Sei., Oehler Io. Barmen: 3X1000-Meter Staffel > 27,6 Min., Svgg. Dcggcrlod); 1500 Meter Staffel: 3:41,8 Min., Iv. Kaltental.
Weitsprung: 6,65 Meter, Lemke, Barmen: Hoch- fprung: 1,72 Meter, Kammerer, Asperg: Stabhoch iprung: 3,40 Meter, Roos, Duisburg; Hardt, Kelster bad); Kugelstoßen: 14,35 Meter, Schneider, Rüssels heim; Steinstoßen: 9,05 Nieter, Kaufmann. Munster: Diskuswersen: 40,02 Meter, Schneider, Rüsselsheim; Speerwersen: 53,23 Meter, Kaufmann, Münster.
Gauschwimmen in Laubach.
Aus dem 99. (Sauturntag des Gaues Hessen Der Deutschen lurnerschast. Der am vergangenen Sonn tag in Gießen stattsand, wurde beschlossen, das Kau schwimmen für 1932 Der I u r n g c in e i n D e U a u dach zu übertragen.
Kurze Sportnotizen.
Das Endspiel um den D F B. o k a l zwischen Süddeutschland und Mitteldeutschland am 19. April in Dresden wird von Dem Berliner Schiedsrichter 93 i r l e in geleitet werden.
Taten für Sonntag 15 März.
Sonnenaufgang 6.17 Uhr, Sonnenuntergang 18.03 Uhr. — Mondaufgang 5.31 Uhr, Monduntergang 13.43 Uhr.
44 v. Ehr.: Julius Cäsar in Rom ermordet.
Taten für Montag, 16. März.
Sonnenaufgang 6.15 Uhr, Sonnenuntergang 18.04 Uhr. — Mondaufgang 5.48 Uhr, Monduntergang 14.56 Uhr.
1925: der Mediziner August von Wassermann gestorben.
Neues für den Büchertisch.
— Leopold Ziegler: „25 Sätze vom Deuts-chen Stan t". Verlag Otto Reichl, Darmstadt. (11) — Deutschland steht nach Der Ausfassung Zieglers nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch hart am Abgrund, da es in einer Staatsform lebe, Die nicht die seine sei. Wrtschastlich wie staatlich, meint Ziegler, neige sich ein geschichtlicher Zu- stand unter schwersten .Krankheitserscheinungen seinem Ende zu, der schon darum als Ende begriffen werden müsse, weil er einen neuen Anfang fordere. Wenn nicht in den allernächsten Jahren ein neuer Zustand, „Status" oder Staat erstehe, werde es zu spät fein, und das deutsche Volk aus Der Reihe der geschichtlichen Urhebermäd)te ausscheiden.
— Das Gothaische Jahrbuch für 1931 ist im Verlag von Justus Perthes für Das Jahr 1931 soeben erschienen. (35.) — Die tadellose Ausführung und Die Uebersichtlichkeit des Werkes bedarf keiner besonderen Hervorhebung. Angenehm fallt auf, daß diesmal alle Hinweise auf ältere Jahrgänge vermieden sind, so daß dieser Band wieder den gesamten Inhalt umfaßt. Bei den Staaten und Kolonien sind alle Grenzveränderungen seit 1900 angegeben. Der Aufbau des Britischen Reiches hat sich »ad) den britischen Reichskonferenzen grundlegend geändert. Statt Der Bezeichnung „SSSR." für die Sowjetunion ist Der Name „Rätebund" ein geführt worden. Neu ausgenommen sind u. a. Ostoberschlesien, die Vatikanstadt und der Allamerika- bund. Der Band ist geschmückt mit den Bildnissen des früheren Senatspräsidenten von Danzig. Dr. Sahin, und des südafrikanischen Ministerpräsidenten, Generals Hertzog.
— Bruno Adler: Der Schuß in den Weltfrieden. Die Wahrheit über Serajcrwo. Verlage Dierk & Co., Stuttgart. 3n Ganzlernen 4.90 Mk. (71) — Trotz einer Flut von Literatur ist unser gesichertes Wissen um die dramatischen Vorgänge des 18.3uni 1914 und feine Vorgeschichte gering. Woher kam es. daß der Thnon- solger der ältesten Monarchie und seine Frau dem Verbrechen so leicht zum Opfer fielen? Hnd wer waren die Täter? Woher kamen sie, was wurde aus ihnen? „Ter Schuß in den Weltfrieden" heißt der Bericht, der Die Wahrheit melden will und versucht, frei von jeder politischen Tendenz den seltsamen, unheimlichen Dingen auf den Grund zu gehen. Diese Racherzählung bedeutender Schicksale ergreift und erschüttert tiefer als alle Phcm- kasiehelden und Konflikte der Abenteurer- und Detektivromane!
— Handbuch der g c o g r a p h i s ch-e n Wissenschaft, Die Erde in Ratur, Kultur und Wirtschaft, herausgegrben von Pros ssor Dr. K l u t e, Gießen. Akademische Verlagsgelettschaft Athenaion, Wildpark Potsdam (665). Das dur:ch 3nhalt und Ausstattung gleichermaßen ausgezeichnete Werk ist um die Lieferungen 7 bis 10 fortgeführt worden. Sie behandeln die Erdteile Afrika, Südamerika und Australien. Der Heraus
geber hat selbst den Abschnitt Landschaft, Pflanzen und Tierwelt Afrikas übernommen. Mitten in das Problem moderner südamerikanischer Einwanderung führt der Beitrag Professor Kühns über Verkehr und Wirtschaft Argentiniens, wahrend Professor Geißler das politisch, wie wirtschaftlich hochinteressante Australien behandelt.
— Germania Romana, ein Dilderattas, herausgegebcn von der Römisch-germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, zweite erweiterte Auslage, Band V Kunst getoerbe und Handwerk, mit Erläuterungen nach der ersten Auflage von Friedrich Drexel, bearbeitet von Maria Dersu, C-. C. Buchners Verlag in Bamberg. (623)
— Emil Ludwig, Geschenk des Lebens. Preis in Leinen 16 Mark. Verlag Ernst Rowohlt. K.G. Berlin W 50. (17) — Emil Ludwig, dessen bekannte, lehr verschieden beurteilte Biographien aus Literatur, Kunst und Geschichte in Millionenauflagen die ganze Welt überschwemmt haben, sieht in seinem fünfzigsten Geburtstage hinreichend Anlaß zu einem „Rückblick". Man könnte fast sagen, in Ermangelung anderer Objekte für seine biographische Feder nimmt er nach Goethe, Rapoleon. Bismarck, Wilhelm II., Lincoln, Christus, nach Rembrandt, Beethoven, Weber, Balzac, Leonardo nun s i ch selbst vor und widmet auch diesem neuen Gegenstand im ersten Anhieb rund 900 Seiten. Wir haben davon maiiche überschlagen und immer noch genug Hnerfreuliches, oberflächlich und salopp Hingehauenes gesunden, was noch lange nicht stichhaltig ist, weil der „große" Emil Ludwig es mit überlegener Sicherheit als fein Urteil zum besten gibt. Das gilt besonders von vielen Dingen, die Ludwig aus der Kriegszeit berichtet. Er war in dem kritischen Sommer 1914 Korrespondent des „Berliner Tageblatts" in London, später während des Krieges war Ludwig, da wegen Kurzsichtigkeit „d. u“. in Konstantinopel, Athen und Wien für Berliner Blätter tätig. Don deutschen Diplomaten, von Zuständen und Stimmungen bei unseren Verbündeten und in dem nur noch scheinbar neutralen Griechenland weiß er manch interessanten Einzelzug neben vielem altem Getratsch zu berichten. Der nachlässig arrogante Ton, mit dem er in späteren Kapiteln von seinen historisch-biographischen Arbeiten, namentlich von seinem Buch über Wilhelm II. und dessen Aufnahme in dec Oeffent- lichleit spricht, ist nicht jedermanns Sache und wohl auch kaum durch die heftige Kritik an der von ihm kreierten Art Der belletristischen Geschichtsschreibung genügend entschuldigt. Am erfreulichsten sind die Abschnitte, die sein Breslauer Elternhaus, seine Familie, namentlich seinen Vater, einen als Menschen wie Gelehrten gleich bedeutenden Augenarzt, schildern.
Keine Wäsche ohne
Burnus.' Das haben uns unendlich viele Hausfrauen geschrieben, nachdem sie Buirnus tennengelernt hatten. Burnus bat nämlich infolge seines Ge altes an Enzymen der Pankreasdrüse die wunderbare Eigenschaft, fast allen Schmutz an der Wäsche
schon beim Einweichen abzulösen; es besorgt somit berei s den größten Teil der Wascharbeit ganz selbsttätig. Oie hierdurch erzielten Ersparnisse an Wasch- und Jeuerungsmaterial, die Erleichterung der Arbeit und vor allem die Schonung der Wäsche sind beträchtlich Wissenschaftliche Autoritäten, Fachleute und zahlreiche Hausfrauen hoben dies in zum Teil'begeisterlen Zuschriften bestätigt. Machen auch Sie sich diese großen Vorteile zunutze und verwenden Sie
Burnus ist in einschlägigen Geschäften in Dosen gu den ermäßigten Preisen von 22 und 54 Pf. zu haben, »eitere Aufklärung über Burnus und feine Wirkung auf Wunsch durch die Aug. Jacobi Akt.-Ges., Darmstadt.


