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Wirtschaft

der Gastgeber wieder ausgleichen und kurz

Banknoten.

darauf Vertci- großer zweite durch?

An den internationalen Devisen­märkten war das Pfund gestern vormittag, nachdem es noch mit 3,80 gegen den Dollar un­verändert eröffnet hatte, wieder schwach und ging auf 3,7725 zurück, gegen den Gulden auf 9,36, gegen Paris auf 96, gegen Zürich auf 19,30 und gegen die Reichsmark auf 15,9750. Der Dollar konnte sich gut behaupten, lag aber eher eine Kleinigkeit fester. Die Reichsmark war unter Schwankungen etwas leichter und ging in Amster­dam auf 58,60 und in Zürich auf 120,90 zurück. Die Devise Madrid neigte ebenfalls zur Schwäche, die Rorddevisen waren knapp gehalten.

Am Rachmittag war an den internationalen Devisenmärkten das Geschäft in französischen Franc und Reichsmark lebhafter. Dol­lar und Pfunde waren ebenfalls gefragt. Das englische Pfund war häufigen Schwankungen unterworfen: nachdem es sich bis auf 3,80 gegen

Der Devisenmarkt.

Oie Reichsmark international ziemlich fest.

sehen, in verschiedenen Betrieben des Walzwerkes Neu-Oberhausen weitere Einschränkungen oorzuneh- men. Es ist vorsorglich Antrag auf Entlassung von 230 Arbeitern gestellt worden.

* Nordlloyd. In der Aufsichtsratssitzung be­richtete der Borstand, daß das Geschäftsergebnis nach den bis zum 30. September vorliegenden Zahlen er­warten ließe, daß im Jahresabschluß die Einnahmen ohne die Freigaben die Ausgaben reichlich decken würden, ein in Anbetracht der augenblicklichen Ver­hältnisse nicht ungünstiges Ergebnis. Bei den Er­läuterungen über die einzelnen Geschäftszweige wurde u. a. eine leichte Belebung des Geschäftes fest­gestellt. Es wurde mitgeteilt, daß der aufgelegte Schiffsraum, der zeitweilig 210 000 Bruttotonnen betrug, wieder auf etwa 50 000 Bruttotonnen zurück- gegangen ist.

ersten Halbzeit zum Opfer gefallen. Mit dem Schluß­pfiff konnte Leihgestern als einzigen Erfolg der zweiten Halbzeit einen Handelfmeter verwandeln. Schiedsrichter Speckhardt - Gießen hatte das Spiel jederzeit in der Hand.

Auszahlung gekündigter Gelder über 1000 RM. ruhig verlaufen. Eine Umfrage bei Genossenschafts­banken ergab, daß überhaupt bis jetzt der Monat November im Unterschied zu den Vormonaten ver­hältnismäßig normal verlaufen ist. Es stellte sich heraus, daß die Rückzahlungen gekündigter Einlagen nur zu einem geringen Bruchteil tatsächlich erfolgen. Zum großen Teil findet eine Abhebung der Gelder überhaupt nicht statt.

* Neue Kündigungen b e i der Gute- hoffnungshütte, Oberhausen. Wie die Verwaltung der Gutehoffnungshütte AG., Ober­hausen, mitteilt, hat man sich infolge weiterer Schrumpfung des Auftragsbestandes gezwungen ge-

den Dollar wieder befestigt hatte, gab es am Spätnachmittag erneut auf 3,7890 nach. Gegen den Gulden stellte es sich auf 9,42, gegen Zürich auf 19,42, gegen Paris auf 96,65 und gegen die Reichsmark auf 16,06. Der Franc zog an den verschiedenen Deviscnplähen ebenfalls an, der Dollar konnte sich stärker befestigen, die Reichsmark lag international ziemlich fest. Stimulierend wirkten bei der Bewegung der letz­teren Pariser Gerüchte, nach denen die deutsch­französischen Besprechungen einen günstigen Verlauf nehmen. 3n Amster­dam befestigte sie sich auf 58,75, während sie sich in Zürich auf 120,95 bis 121,00 stellte. Sn Reuyork wurde sie mit 23,65 nach vorgestern 23,60 gehandelt. Die Rorddevisen, der hollän­dische Gulden, Madrid und Zürich waren be­hauptet.

Handball im Lahn-Oünsberg-Gau.

(Hauklasse:

Garbenteich 1 Ahbach I 7:3 (5:3).

Der Plahbefttzer ging kurz nach Beginn in Füh­rung und spielte auch weiter klar überlegen. Rach wechselnden Torerfolgen auf beiden Seiten stand das Spiel zur Pause 5:3 für Garbenteich. Rach dem Wechsel gelangen dem Platzbesitzer zwei wei­tere Torerfolge, die den sicheren Sieg bedeuteten.

Dorlar I Allendorf I 1:4 (0:2).

Während Allendorf in der ersten Halbzeit nach ausgeglichenem Spiel zwei Lore vorlegen konnte, blieb dem Platzbesiher der Erfolg versagt. Rach dem Wechsel waren die Gäste überlegen, erzielten zwei weitere Tore, denen die Dorlarer nur das Ehrentor entgegensetzen konnten.

Bezirksklasse:

Kinzenbach I Erda I 0:1 (0:0).

Die Gäste waren immer etwas im Borteil und konnten das Spiel, wenn auch knapp, so doch ver­dient für sich entscheiden. Der Torwart von Kin­zenbach verhütete durch sein ausgezeichnetes Spiel eine höhere Riederlage.

Wißmar I Launsbach I 1:4 (abgebr.).

Rach einem harten Kampf, in dem zwei Spie­ler der Wißmarer Mannschaft des Feldes ver­wiesen wurden, mußte kurz vor Schluß das Spiel vom Schiedsrichter abgebrochen werden.

Rodheim I Waldgirmer I 6:2 (5:0).

Der Platzbesitzer war den ersatzgeschwächten Gästen während der ersten Halbzeit klar über­legen und konnte 5 Tore erzielen. Rach dem Wechsel klappte es bei Waldgirmes besser, sie hielten das Spiel offen, schossen schließlich auch zwei Lore, konnten aber nicht verhindern, daß die Platzbesitzer ein 6. Mac erfolgreich waren.

Lollar II Nordeck I 3:3 (1:2).

Rach kurzer Zeit der Führung des Gastes glich Lollar aus. Rordeck spielte aber weiter über­legen, vermochte aber nur einen zweiten Treffer zu erzielen. Mit 2:1 wechselte man die Seiten. Das Spiel endete mit einem gerechten Llnent- schieden von 3:3.

Ruttershausen I Allendorf II 5:1 (5:0).

Ruttershausen war dem Gast gegenüber stets et­was im Borteil und hatte bereits bei Halbzeit den Sieg sichergestellt. Rach dem Wechsel fiel für die Gäste der verdiente Ehrentreffer.

Albach I Steinbach I 11:3 (5:1).

Dieses Lokaltreffen wurde sehr hart durch­geführt. Obwohl Albach in der ersten Halbzeit immer in Führung lag, konnten die Gäste doch das Spiel offcnhalten. Rach dem Wechsel spielte Steinbachs Hintermannschaft härter, zwei Mann wurden des Feldes verwiesen und in kurzen Ab­ständen erzielte Albach die hohe Torziffer.

Beuern I hausen I 3:3 (2:1).

Hausen erzielte in der 5. Minute das Füh­rungstor. Beuern glich aus, übernahm seinerseits die Führung und behielt sie bis zum Wechsel. Rach der Pause verschafften zwei schnelle Durchbrüche den Gästen Ausgleich und Führung und erst kurz vor Schluß errang Beuern den Ausgleich.

Burkhardsfelden I Albach 11 7:2 (5:0).

Die Platzbesitzer spielten stets überlegen gegen die mit nur 10 Mann antretenden Gäste und er­rangen einen sicheren Sieg. Die Mannschaft aus Albach befleißigte sich aller Fairneß.

In der Iugendgruppe errangen die Ju­gendlichen von Kesselbach über die Jugend von Staufenberg mit 5:2 (3:0) einen sicheren Sieg.

Handball im Gau Hessen (O. T.)

Am Sonntag treffen sich die Mannschaften von Allendorf und Klein-Linden in Allendorf zu einem Gesellschaftsspiel. Da hier zwei ziemlich

durch einen Deckungsfehler der Steinberger digung in Führung gehen. Halbzeit! In Spannung erwarteten die Zuschauer die Hälfte des Kampfes. Wer hält das Tempo Wer hat den größeren Siegeswillen? Die Teutonen nahmen das Heft in die Hand und noch dreimal mußte sich der Leihgesterner Tormann geschlagen bekennen. Leihgesterns Els war dem Tempo der

Strafkammer Gießen.

* Gießen, 10. Rov. Das Schöffengericht hatte vor kurzem einen jungen Mann wegen schwerer Urkundenfälschung zu drei Monaten Ge­fängnis unter Gewährung bedingten Strafauf­schubs verurteilt. Cs war ihm zur Last gelegt worden, einen ihm vom Arbeitsamt Alsfeld zu- gestellten Ablchnungsbescheid dadurch verfälscht zu haben, daß er auf diesen den Tag der Ausstellung abänderte, um damit die Rechtsgültigkeit des von ihm gegen den Bescheid eingelegten Einspruchs nachzuweisen. Der Angeklagte, der gegen das ilr= teil Berufung verfolgte, bestritt, irgendwelche Ab­änderungen auf dem Bescheid vorgenommen zu haben und behauptete, daß ihm dieses so ausge­händigt worden sei. Obwohl die heutige Beweis­aufnahme wiederum eine große Reihe Verdachts­momente gegen den Angeklagten ergab, hielt das

Abschwächung in Berlin.

Berlin, 13. Nov. (WTB. Funkspruch.) Der heu­tige Freiverkehr wies gegenüber den gestrigen Abend­stunden eine Abschwächung auf. Man hatte diese plötzliche Aufwärtsbewegung auf festere Haltung der deutschen Werte im Auslande zurückführen wollen, in Wirtlichkeit wurde aber wohl nur stärker gedeckt, da seitens der Kulisse noch größere Lieferungsvcr- bindlichkeiten bestehen, die infolge des Nachlassens der Auslandverkäufe auf Materialmangel stießen. Die Kursgewinne gingen heute teilweise wieder ver­loren da bei den Banken auf Grund pessimistischer Auffassungen hinsichtlich der Pariser Verhandlungen inige Verkaufsorders vorgelegen haben, denen gegen­über die Spekulation Zurückhaltung übte. Auch inner- politisch hat sich nichts Neues ereignet, weil man hier erst wieder die Entscheidungen in der Außen­politik abzuwarten scheint. Trotzdem bleibt die Ansicht vorherrschend daß in der großen Linie eine Eini­gung in Paris erzielt werden wird und daß nach der großen Rede Lavals in das letzte Stadium der Vorverhandlungen eingetreten wer­den kann. Während das Fehlen der Aus- landverkäufe das Geschäft an den Aktienmärkten geringer geworden ist, profitiert anscheinend der Pfandbriefmarkt aus den Erlösen derselben, die bekanntlich nach der neuen Verordnung nicht mehr abgezogen werden dürfen, in stärkerem Maße. Die Befestigung der 8 - v. H.- E m i (\ i o n e n machte heute weiter einige Fortschritte und ging dis zu 2 v. H. Viel besprochen wurde der neue Vor­schlag einiger Berliner Bankiers zur Regulierung schwebender Differenzen, nach dem die Verpflichtun­gen in fünf gleichen Raten abgedeckt werden sollen. Die Ansichten über einen Erfolg dieses Vorschlages find geteilt. Nicht mit Unrecht vertritt man den Standpunkt, daß es einem Schuldner entweder mög­lich ist zu bezahlen, dann könne er es auch in zwei Nafen tun, oder es ist ihm nicht möglich, dann würde er die Schuld auch nicht in fünf Raten abzahlen können. Mit Interesse wurden auch die Forderungen nach Wiederaufnahme des Devisenter- m i n h a n d e l s zur Kenntnis genommen. Auch daß die demnächst fällige Rate aus dem Stillhalteabkom­men bezahlt werden wird Gegenteiliges ist jeden­falls von der Reichsbank bisher nicht bekannt ge­worden und auch wohl nicht beabsichtigt machte einen guten Eindruck.

Ruhiges Geschäft in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 12. Nov. Der heutige Effek­tenfreiverkehr zwischen den Bureaus kennzeichnete sich durch ru h i g e s Geschäft sowohl am Aktien- als auch am Rentenmarkt. Wohl blieb der erneut schwächere Schluß der Neuyorker Börse und die überwiegend nachgebende Haltung der deutschen Werte ohne Einfluß, doch machte sich bei der Spe - kulationstarkeZurückhaltung bemerkbar, da man die Auswirkungen der neuen Devisen-Not- verordnung abwarten will. Der Wiedereröffnung der deutschen Börsen sieht man in hiesigen interessierten Kreisen weiterhin recht pessimistisch entgegen. Die Tendenz war aber nicht unfreundlich, da die weiter­hin feste Stimmung des Pfandbriefmarktes auch dem 2(ftienniart't Anregung gab. So stellten sich die Hauptwerke, wie JG.-Farben, Siemens, Schuckerk, AEG. ufw., gegen1 gestern nochmals 1 bis 2 v. H. höher, während Montan- und Bankaktien fast un­verändert blieben, mit Ausnahme von Danatbank und Reichsbank, die etwas im Angebot lagen. Scheideanstalt setzten ihre Aufwärtsbewegung aus den bekannten Gründen um weitere 3 o. H. fort.

Arn Rentenmarkt ist nach dem gestrigen leb­haften Geschäft heute etwas Beruhigung em- getreten doch blieb auch hier die Tendenz freundlich. Goldpfandbriefe zogen erneut um 1 dis 2 v. H. an, unterlagen aber später mehrfachen Schwankungen. Gegen Mittag löste kleine Realisationsneigung 0,5= bis 1-v. H.-Rückgänge aus. Gesucht und hoher lagen ferner Altbesitzanleihe, Reichsschuldbuchforderungen und Liquidationspfandbriefe. Die neue Notverord­nung wirkte sich auf das Geschäft in Dollarbonds zunächst äußerst lähmend aus. Von fremden Werten neigten Mexikaner zur Schwäche.

Deoiienmarft Berlin Frankfurt a. M.

gleichstarke Mannschaften Zusammentreffen, dürfte ein spannendes Spiel zustande kommen, dessen Ausgang noch ungewiß ist.

Zum Gesellschaftsrückspiel tritt die 1. Mannschaft des To. D o r h e i m am kommenden Sonntag gegen die 1. Elf des Tv. Großen-Linden in Großen- Linden an. Im Vorspiel gelang es den Großen-Lin- denern, einen knappen 4:3-Sieg zu erringen. Auch biemal kann man ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften erwarten, dessen Spielausgang offen ist. Großen-Lindens Jugend trägt ihr letztes Pflichtspiel in Hochelheim aus und wird wohl eine Niederlage hinnehmen müssen.

(Spielvereinigung 1900 Gießen.

Jugendspiele.

Die erste Jugend der Spieloereinigung spielte gegen die erste Jugend des VfR. Lich auf des Geg­ners kleinem Platz und fand sich dort nur sehr schlecht zurecht. Lich kämpfte energisch um den Sieg, die Blauweißen hatten einen schweren Stand, und erzielten erst kurz vor Schluß aus dem Gedränge heraus das Siegestor. Die 2a-Jugend spielte gegen 2b-Jugend. Beide Mannschaften lieferten sich ein lebendiges Spiel, das die ^.-Mannschaft mit 6:4 für sich entschied. Die 3. Schüler gewannen gegen die 1 Schüler von Garbenteich auf Grund des besseren Zusammenspiels verdient. Der einzige Treffer, das Siegestor für 1900 fiel durch einen Eismeterball.

IC. ,,Teuioma"Watzenborn-Gieinberg

Watzenborn-Steinberg Leihgestern 5:4 (2:3).

Am Sonntag konnte die erste Mannschaft des FC. Teutonia-Steinberg" vor etwa 1500 Zuschauern einen weiteren Sieg der diesjährigen Verbands­spielserie auf dem Leihgesterner Platz anreihen. So­fort mit Anpfiff legten beide Mannschaften mächti­ges Tempo vor. Steinbergs Rechtsaußen sandte das erstemal ein; kurz darauf fiel der Ausgleich. Im Angriff auf das Leihgesterner Tor verloren dann die Teutonen durch Verletzung ihren Halbrechten, der aber 20 Minuten später wieder erschien. Beide Mannschaften kämpften verbissen um Sieg und Punkte. Wieder führte Steinberg durch seinen Rechtsaußen. Durch eine Elfmeterentscheidung konnte

* Ruhiger Verlauf des Einlagenoer- kehrs bei den Genossenschaftsbanken. Nach Mitteilungen, die dem WTB.-Handelsdienst von genossenschaftlicher Seite gemacht werden, ist der durch die Bestimmungen der Notverordnung vom 8. August 1931 festgelegte Dreimonatstermin für die

12. November

13. November

Amtliche Tiolicrunq

Amlliche Notierung

Meld

Seiet

Geld

»rief

Hellingtor« .

8,29

8,31

8,24

8,26

Wien....

58,94

59,06

58,94

59,06

Prag . . .

12,47

12,49

12,47

12,49

Budapest . .

73,28

73,42

73,28

73,42

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3.063

Holland . .

169,73

170,07

169,63

169,97

Oslo ....

89,01

89,19

88,41

88,59

Kopenhagen.

90,31

90,49

90,16

90,34

Stockholm

89,41

89.59

89,66

89,84

London. . .

15,89

15,93

15,91

15,95

Buenos Aires

1,128

1,132

1,138

1,142

Neunort . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,66

58,78

58,54

58,66

Italien. . .

21,73

21,77

21.73

21,77

Paris . . .

16,55

16,59

16,53

16,57

Schweiz . .

82,22

82,38

82,19

82,35

Spanien . .

36,66

36,74

36,46

36,54

Danzig. . .

82,22

82,38

82.22

82.32

Japan . . .

2,058

2,062

2,058

2.062

Rio de Ian..

0,259

0,261

0,259

0,261

Iugoflawien.

7,473

7,487

7,473

7,487

Lissabon . .

14,49

14,51

14,44

14.46

Berlin, 12 November

Geld

»rief

Ameritanische Noten.......

4.20

4,22

Belgische Noten.........

58,50

58,74

Dänilck'e Noten.........

90,12

90,48

Englische Noten .........

15,85

15.91

Französische Noten........

16,54

16,60

Holländische Noten........

169,36

170,04

Italienische Noten........

21,71

21,79

Norwegische Noten........

88,82

89,18

Deutsch, Lesterreich, 4 1OO Schilling

58,68

58,92

Rumänische Noten........

2,49

2.51

Schwedische Noten........

89,22

89,58

Schweizer Noten.........

82,04

82,36

Spanische Noten...... .

36,53

36,67

Ungariiche Note»........

* ----

Reichsbankdiskont 8 v. h., Lombardzins

10 v. h.

Gericht doch einen zweifelsfreien Beweis dafür, daß nur er der Täter sein muß, nicht für erbracht. Das erstinstanzliche Urteil wurde aufgehoben und der Angeklagte mangels ausreichenden Beweises sreigesprochen.

Ein Metzger war durch das Amtsgericht Schlitz wegen Vergehens gegen das Lebensmittelgesetz zu einer Geldstrafe von 200 Mark, evtl. 20 Tage Gefängnis verurteilt worden. Er hakte bei Zubereitungen von Lebensmitteln die im Inter­esse der Volksgesundheit von einem Gewerbe­treibenden zu fordernde Pflicht, auf unbedingte Reinlichkeit zu achten, in einer nicht mehr zu überbietenden Weise vernachlässigt. Da die Strafe in Anbetracht der Schwere des Falles zu gering erschien, verfolgte die Staatsanwaltschaft Beru­fung und beantragte gegen den Angeklagten eine Freiheitsstrafe auszusprechen, und ihn wegen Un­zuverlässigkeit im Betrieb die Weiterführung des Geschäfts ganz oder teilweise zu untersagen. Das Gericht kam aber noch zu keinem Urteil, da es zunächst die Beeidigung eines auswärts vernom­menen, bisher unbeeidigt gebliebenen Zeugen für erforderlich hielt.

Büchertisch.

Dr. Wilhelm: Volk im Dienst, Wesen und Wirken der allgemeinen Arbeitsdienstpslicht, ein deutscher tzieben-Jahr-Plan. Preis kartoniert 4,95 Mark, Verlag Paul List, Leipzig. (323) Der ehemalige sächsische Wirtschaftsminister behandelt hier auf Grund eingehender Studien und sorgfältig zu- sammengestelltcn Materials ein Problem von außer­ordentlicher Aktualität, das bisher alllzuoft nur von der gefühlsmäßigen Seite und recht theoretisch er­örtert worden ist. Um so sympathischer, daß hier einmal ein wirtschaftlicher Praktiker klar und nüch­tern Wege zeigt, wie man mit Aussicht auf Erfolg der Arbeitslosigkeit zu Leibe gehen kann.

Graf Alexander Stenbock - Fer- rnor: Deutschland von unten. Reise durch die proletarische Provinz. Mit 62 Bildern. Kartoniert 5,50, Leinen 7,50 Mark. 3. Engelhorns Rachf., Stuttgart, 1931. (401). Gras Stenbock-Ferrnor, der Verfasser des Buches Meine Erlebnisse als Bergarbeiter", ist wieder in das Dunkel eingefahren, aber nicht zu feinen Kumpels, sondern zu anderen Menschen, die auch im Dunkeln leben und denen keine Sonne ihr freud­loses Dasein erhellt, zu den Elenden und Aerm- sten des Proletariats, den Holzflöhern, Hand­webern, Handstickern, und Korbflechtern im Fran­kenwald, den Porzellanarbeitern in Waldenburg, den Webern im Eulengebirge, den Spielzeug- schnihem und Holzarbeitern im Erzgebirge, den Glasbläsern und Puppenherstellern im Thüringer Wald. Er besucht auch eine weibliche Fürsorgean­stalt in Thüringen, er trifft feine alten Derg- arbeiterkameraden im Ruhrgebiet und geht zu den Arbeitern des Leunawerks. Eine furchtbare Welt des Hungers und der Armut tut sich auf. Ein anderes Deutschland, als es der Ausländer sieht, erscheint hier, das Deutschland von unten. Nüch­tern und sachlich werden hier Tatsachen und Zu­stände geschildert und in erschütternden Bildern gezeigt, wie sie um uns sind und von denen sich doch die meisten keine Vorstellung machen können. Dieses Buch wird den Gleichgültigen aufrütteln und jedem Menschen, sei er nun Deutscher oder Ausländer, zurufen:Seht, so ist es! Denkt dar­über nach, wie es zu ändern ist!", es will weder zum Klaffenkampf ausreizen noch zum Bürgerkrieg, sondern nur Klarheit schaffen denn Zustände können erst geändert werden, wenn man sie voll erkannt hat.

Friedrich Schnack: 21 u f ferner I n - sei. Glückliche Zeit in Madagaskar. 150 Seiten 8° mit 69 Abbildungen nach Aufnahmen von Dr. Paul Denso. Geb. 6 Mark. Verlag Dietrich Reimer, Ernst Vohsen, Berlin 1931. (408.) Friedrich Schnack, als Lyriker, Erzähler, Naturforscher rühm­lich bekannt, hat monatelang auf Madagaskar als einer Wunschinsel gelebt und hier einen Dichter- Traum in glückliche Wirklichkeit verwandelt; er hat unter den braunen Kindern des Landes gewohnt, als wäre er einer der ihren. Seltsame Schicksale streiften ihn in Stadt und Dorf, erstaunliche Erleb­nisse mit Schlangen und Eidechsen, Vögeln und Schmetterlingen regten ihn an und formten das Buch, das uns eine Ahnung gibt von der wilden Liebe und grausamen Schönheit dieser uralten und urjungen Tochter der Erde, die in tropischer Ueppig- keit voller Rätsel und Geheimnisse blüht und geistert. Niemand wird sich dem Zauber entziehen können, den die leidenschaftlichen Schilderungen der tropi­schen Landschaft und die merkwürdigen Schicksale einiger nach dem Leben gezeichneter Männer und Frauen ausüben. Sie geben dem Ganzen Bewe­gung, Handlung und Unmittelbarkeit, so daß sich das Buch wie ein fesselnderONoman lieft. Dr. Paul Denso unterstützt die meisterliche Darstellung durch eine große Anzahl schöner und seltener Auf­nahmen.

EduardEngel:Selb st gedachtes. 219 Seiten 8°. Ganzleinen 4,50 Mark. Koehler & Arne- lang, Verlag, Leipzig. (403) Der nun achtzig­jährige Eduard, Engel, bekannt als Verfasser von Gesamtdarstellungen der deutschen, der französischen und der Welt-Literatur, auch derDeutschen Stil­kunst", um nur das Wichtigste aufzuführen zieht hier in kurzer aphoristischer Form die Summe seiner Lebensweisheit und Welterkenntnis. Er letzte sicy zum Ziel, alles (nach Goethes Wort) schon Gedachte und Gesagte noch einmal auf eigene Weise durchmdenken und die Ergebnisse niederzuschreiben. Er spricht über Literatur und Kunst, über Schule und Bildung, über Wissenschaft und Presse, über Geschichte und Staats- kunst, über Recht und Glauben, über Gott und die Liebe, auch über Tiere und zuletzt über sich selbst. So entstand ein kluges und vielseitig anregendes Buch, das den Leser zu eigenem Urteil zwingt, gerade weil es ihn immer aufs neue zum Widerspruch reizt und herausfordert.

Wer's gut mit Ihnen meint wird Ihnen dringend abraten von Waschmittel» mit aller- Hand Zusätzen, die Ohre schöne Wäsche zerfressen. Nur reine Seife wäscht wirklich gut und schonend.

Namnann's weihe Kernseifeist v°m°mmen «in und Mild und so schäum- und waschkräftig, daß man Ihnen nichts Besseres raten kann für Wäsche und Hausputz.

Nr. 266 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

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Nehmen laßt Sie nnen- deE~ 9r*"'* e"Ere'9-««eiwt rerf0l*»i=IF,fud,

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Freitag, 13. November 1931