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1825: der Schriftsteller Sean Paul (Friedrich Richter) in Bayreuth gestorben. 1831: der Philosoph G. W. Fr. Hegel in Berlin gestorben.

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Da der literarische Robelpreis dem verstor­benen schwedischen Lyriker Karlfeldt zugesprochen wurde, werden beim Robelfest am 10. Dezember d i e drei Preisträger sämtlich Deutsche fein. Den medizinischen Preis erhielt bekanntlich Prof Warburg, Berlin.

In diesem Jahre sind zum 30. Male die Zinsen zur Nobelstiftung zur Berteilung gelangt. An diesem internationalen Kulturbarometer gemessen steht Deutschland weitaus an der Spitze aller Länder. Deutschland hat nicht weniger als 3 7 Preise erhalten. An zweiter Stelle steht Frankreich mit 24 Preisen. Auffällig ist die deutsche Führerstellung in den Chemiepreisen. Hier sind bis jetzt im Ganzen 27 Preise verteilt worden, wovon Deutschland 14 erhalten hat. An zweiter Stelle folgt Frankreich mit vier Preisen.

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der gegenwärtigen Notzett, wo Atheismus und Gottlosenpropaganda ihr Unwesen treiben, die Treue zu halten. In der sich anschliehmrden Aus­sprache mit dem Ortsvorstand und den Kirchcnvor- ständen standen örtliche kirchliche Angelegenhecken zur Behandlung. 11. a. wurde auch über Die Re­novierung der Kirche gesprochen, die aber bis jetzt wegen Mangel an Mitteln unterbleiben mußte. Man hofft jedoch, der Angelegenheit demnächst näher treten zu können. In dem sehr gut be­suchten Nachmittagsgottesdienst fand eine Prüfung der katechismuspflichtigen Jugend und Schüler aus dem Kirchspiel statt. Dekan Schmidt äußerte sich befriedigt über den Verlauf der Visitation.

Kunst und Wissenschaft.

Nobelpreis für Bergius und Bosch.

Die Akademie der Wissenschaften in Stock­holm hat am Donnerstagabend beschlossen, den diesjährigen Nobelpreis für Physik nicht zu ver­teilen, sondern bis zum nächsten Jahre zurück­zustellen. Die Akademie hat ferner beschlossen, den diesjährigen Nobelpreis für Chemie zwischen den Professoren Bosch und Friedrich B e r g i u s zu verteilen wegen ihrer Erforschung der Entstehung und Entwicklung der Hochdruck­methode.

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hier 1905 Einwohner. Das bedeutet gegenüber der letzten Bolkszählung im Jahre 1925 eine Zunahme von 208 Personen. Die Gemeindevertre­tung befaßte sich in ihrer jüngsten Sitzung erneut mit der diesjährigen Holzfällung. Auf Borschlag des Bürgermeisters wurde die end­gültige Beschlußfassung zurückgestellt, um vorher noch beim Arbeitsamt und bei der Kreisfürsorge­stelle Erkundigungen einzuholen. Der Einspruch der Gemeinde gegen die Steuerveranlagung der Stier- und Bockhaltung und die Versteuerung der Einkünfte au s der Gemeindewaage ist mit der Begründung, daß es sich um öffentlich-rechtliche Betriebe handle, abgelehnt worden. Es wurde erneuter Einspruch beim Landessinanzamt in Kassel beschlossen.

Kirche und Schule.

Landkreis Gictzcn.

= Grünberg, 12. Nov. Unter Leitung von Dekan Schmidt fand die H e r b st Pfarrkon­ferenz hier statt. Pfarrer Dr. lic. theol. Stuinpf (Merlau) eröffnete mit Schriftlesung und Gebet die Konferenz. Hierauf begrüßte der Dekan die Pfarrer und besonders den Superinten­denten D. Wagner. Pfarrer Nies (Ettings­hausen) leitete die Besprechung des Kirchengesehes über die Erhaltung und Pflege der Kirchlichen Ordnung durch ein Referat ein. Die Despred)ung war eine gründliche, der Referent wird zur Neu­jahrskonferenz eine Ordnung der kirchlichen Pflich­ten für Konfirmanden vorlegen, danach soll dann eine Ordnung für das Dekanat festgelegt werden. Pfarrer Beyer (Lardenbach) fprach dann über die Feier des Landesjugendsonntages, auch hier­über sand eine gründliche Aussprache statt. Nun­mehr hielt Geschäftsführer Schäfer einen Vor­trag über die Evangelische Sterbevorsorge. Die Konferenz hatte diesen Vortrag gewünscht, um Näheres über die Sicherheit der Versicherung zu erfahren. Nach der Mittagspause wurden geschäck- liche Angelegenheiten erledigt.

Kreis Büviugcn

)( Selters, 11. Nov. In der festlich geschmück­ten Kirche fand am Montagnachmittag die feierliche Einführung des neuen Dekans des Dekanats Büdingen, Pfarrer Hoch-Sel­ters, statt. Der Prälat der Hessischen Landeskirche, D. Dr. Diehl - Darmstadt, der Superintendent Oberhessens, Oberkirchenrat D. Wagner- Gießen, die Dekanatsgeistlichen, die ganze Gemeinde und viele Glieder der Dekanatsgemeinden hatten sich ein» gefunden. Nach feierlichem Einzug der Geistlichkeit unter dem Vorspiel der Orgel, dem Eingangslied der Gemeinde und einer Ansprache des Superinten­denten über die Treue in kleinen und großen Din­gen nahm Oberkirchenrat D. Wagner die Ver­pflichtung des neuen Dekans vor, der dann nach dem gemeinsam gesungenen Lutherlied die Predigt hielt. Prälat D. Dr. Diehl knüpfte in seiner Schluß­ansprache an die Geschichte der Gemeinde Selters an und ermahnte zu gleicher Glaubenstreue, wie sie die Gemeinde Selters unter Pfarrer Hebenstreit 1627 bewiesen hat. DieSelterser Enge" müsse sich auch heute wieder bewähren. Mit dem LiedAch bleib mit deiner Gnade" und dem Segen des Su­perintendenten schloß die kirchliä)e Feier, bie bei allen einen tiefen Eindruck hinterließ. Sodann schloß sich im Pfarrhaus eine Zusammenkunft der De­kanatsgeistlichen mit den kirchlichen Führern an.

Kreis Alsfeld

KDeckenbach, 10. Nov. Am letzten Sonntag sand in unserer Gemeinde eine ordentliche Kir­chenvisitation durch Dekan Schmidt (Grünberg) statt. Im Vormittagsgottesdienst zeigte der Ortsgeistliche, Psarrer Wolf, in seiner Predigt, wieviel an sittlichen Kräften das Evan­gelium in einem Christenmenschen wecken und för­dern kann. In seiner Ansprache ermahnte Dekan Schmidtdie Gemeinde, der Kirche besonders in

; chbem sich die Kirchengemeinde zur Hergabe des .tagen Kapitals etwa 4400 Mark bereit er- ! irt hatte. Der Betrag ist der Gemeinde zinslos li-hen und soll in ungefähr zehg Jahren zuruck- -ahlt werden. Der hiesige S k i k l u b hielt in e[n Tagen seine Hauptversammlung ab. eriihenber und Laufwart berichteten über das ab- I laufene Vereinsjahr. Die Rechnung ergab einen l-men Ueberschuß. Bei der Vorstandswahl wurde 5 seitherige Vorstand wiedergewählt, und zwar i Thr. S cv m i d t als Vorsitzender, Otto A l l m e n . Inger als Rechner und Heinrich Kappes als uriroart und Schriftführer. Beschlossen wurde eine : chrt nach dem Hoherodskopf und eine lokale Werbe-

Generaldirektor Prof. Dr. Karl Bosch hat ur­sprünglich Maschinenbau studiert. Sein unge- wöhnlick)es technisches Verständnis hat ihn bi fähigt, die außerordentlich schwierige Apparatur für das Habersche Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Stickstoff und Wasserstoff zu ent­werfen. Bosch ist seit längerer Zeit der führende Kopf der IG.-Farbenindustrie. Prof. Dergius ist bekannt durch seine Patente zur Verflüssigung von Kohle, das sogenannte Berginverfahren. Kohle wird mit Wasserstoff bei hoher Temperatur unter Druck erhitzt, wodurch die feste Kohle zum Teil in flüssige Oele umgewandelt wird. Er hat sich weiter mit der Gewinnung von Zucker aus Holz befaßt. Durch Behandeln mit verdünnter Säure wird die Zellulose des Holzes aufgespalren, so daß man ein Zuckerprodukt erhält, das als

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10 Prozent gekürzt ukosten ufto. sind turj i der Holzhauerei tom se beschästigt: gegen starke Holzhauerrottn Gemeinderat mit W ifhmg aus. - De­an besprochen.

Gießen.

. 13. Aov. Roms« Jahre, seitdem«r )es hiesigen Kirch?.- Veranlassung Bon Ir­aner bchulte übenchm der 1906 sein Qlti das

GevissenhastiM und Ikirchtunnuhr, ein ganz Dienstantritt ÄadHinti 'nöiener 2i!mi hat Biele hcn sehen.

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- 4 fiangb, 12.Nov. Auf Antrag des hiesigen flfrft- und Gartenbauvereins veranstal» fde die Landesstelle für gärungslose Früchtever- Ixrtung h er einen zweitägigen Kursus. Es tour- fcmettoa 700 Liter Süßmost hergestellt. An beiden 2b<nden sanden Vorträge statt. Am ersten Abend br«ch Obstbauinspektor Enkler (Gießen), über kortenbestimmung und Sorlenvereinfachung, am u>eiten Abend hielt der Leiter des Kurses, Herr khrig (Darmstadt) einen lehrreichen Vortrag mb zeigte, wie man auf einfachste Weise Obst für lange Zeit haltbar machen kann.

Kreis Schotten.

i ßaubad), 10. Nov. Am Sonntagabend fand fcs diesjährige Abturnen, verbunden mit einem ßeibeabenb der hiesigen Turngemeinde im (aale desSolmser Hof" statt. Nach einem flotten iräjfnungsmarsch der Kapelle des Laubacher Mu- ftoereins und der Begrüßungsansprache des 1. 23er- insoorsitzenden Braun zeigte die Turnerriege cosgezeichnete Leistungen am Reck, Barren und erb. Großen Beifall fanden auch die Barren- und eiübungen der Knaben, sowie die Reigen der ätzchen. Reallehrer Haas hielt dann einen Vor­über den Wert des Turnens. Der turnerische fccfl des Abends wurde mit exakt ausgeführten ulenübungen und zwei beifällig aufgenommenen i gen der Turnerinnen abgeschlossen. Gerichtsvoll- ifjjer Craß dankte namens des Vorstandes allen itmirfenben, die mit hervorragenden Leistungen s gewartet hatten. ,

Gedern, 10. Nov. Dieser Tage fand hier ; UeberreichungderGesellenbriefe sechs Lehrlinge und zwei Lehrmädchen statt, sich der Gesellenprüfung mit Erfolg unter» ojen hatten. Es waren dies Ernst Sauer- iklem (Spengler und Installateur), Karl N e u t- 0 i-Durgbracht (Wagner), Otto Erk- Effolder- (ach (Wagner), Karl Hof-Gedern (Sattler und Elfterer), Heinrich Kaltenschnee - Sichen-

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hausen (Zimmermann), Jakob Bornstein- Marburg (Polsterer), Ilse Rosenbaum -Ge­dern (Schneiderin) und Ottilie Nies» Hirzenhain (Schneiderin). Prüfungsmeister Alexander R e u h- Gedern händigte die Gesellenbriefe aus und rich­tete ermahnende Worte an die jungen Gesellen. Gewerbelehrer L i m p e r t von der hiesigen Be­rufsschule machte besonders darauf aufmerksam, daß erwerbslose Gesellen die Gewerbeschulen in Büdingen und Nidda besuchen können, ohne hier­für Schulgeld bezahlen zu müssen.

Kreis Alsfeld.

lb. Merlau, 10. Nov. Am Sonntagabend ver­anstaltete der Landesverein für Innere Mission einen Filmvortrag in unserer Kirche. Der Bildstreifen führte in die Großstadt, an die Wirkungsstätten der Inneren Mission; zeigte, wie die Mission den Armen und Kranken ihre Hilfe angedeihen läßt und wie den von der Not Bedrängten in jeder Lage geholfen wird. Zwischen den einzelnen Akten sang die Gemeinde einige Choräle. Die Vorführung war sehr gut besucht.

w Maulbach, 10. Nov. Etwa 40 Mitglieder der Abteilungen des Reitervereins Alsfeld trafen sich am Sonntag in unserer Gemeinde, um hier eine althergebrachte Reiterveranstal- t u n g durchzuführen. Unter Leitung des Vor­sitzenden, Grafen von Dredow-Altenburg, nahm das Iagdreiten seinen Anfang. Das Ge­lände bot mancherlei natürliche Hindernisse, die noch durch künstliche vermehrt worden waren. Als beste Reiter gingen aus dem Wettbewerb die Herren K o r e l l - Angenrod, Bock- Schadenbach und Becker- Nieder ^Semünden hervor. Die Ver­anstaltung wurde von zahlreichen Schaulustigen verfolgt. Nach dem Ritt war man in Maulbach beim Kaffee zu Gast und blieb später in der Gast­wirtschaft Stroh beim Austausch von Erinne­rungen noch lange beisammen. Die Kapelle der Homburger Feuerwehr erfreute mit musikalischen Darbietungen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<3 Wetzlar, 10. Nov. Mit dem gestrigen Tage ist der bisherige Pächter des HotelsZ u m Herzoglichen Haus" aus dem Pochtverhältnis zur Stabtgemeinbe Wetzlar ausgeschicben unb hat sich auf den Betrieb des GasthausesZum Deut­schen Haus" zurückgezogen. Durch die immer schlech­ter werbenben baulichen Verhältnisse bes einst weit­hin bekannten Gasthofes ging ber Verkehr in biesern Hotel nach unb nach so stark zurück, baß ein wirt­schaftliches Arbeiten nicht mehr möglich war. Das Hotel, bas in bester Lage am Domplatz steht, stammt aus der Zeit bes Reichskammergerichts, bas auch zum Teil dort seine Sitzungen abgehalten hat. Hof­fentlich werben Mittel unb Wege gefunden, bas schöne Gebäube, bas unter Altertumsschutz steht unb eine Zierbe bes ganzen Domplatzes bilbet, roieber in einem neuen Kleibe erstehen zu lassen.

Z Groß-Rechtenbach, 10. Nov. Am Sams­tag wurde hier durch einen Polizeibeamten ein Hau­sierer kontrolliert, ber Wäsche, Hanb-, Taschen- unb Wischtücher feilbot. Der Hausierer war im Be­sitze eines Wandergewerbescheines und gab auf alle Fragen Auskunft. Wie sich später herausstellte, hat er sich in verschiedenen Häusern taubftumm g e - st e l l t und eine dementsprechende Bescheinigung vorgezeigt, die offenbar gefälscht war. Als der Po­lizeibeamte von diesem Schwindel erfuhr, stellte er sofort Nachforschungen nach dem inzwischen in ber Richtung Gießen verschwundenen Hausierer an, konnte ihn jedoch nicht mehr festnehmen. Der Schwindler soll mit seinerTaubstummenbescheini­gung" in den umliegenden Ortschaften schon 8 bis 14 Tagegearbeitet" haben. Die polizeiliche Unter­suchung wurde sofort eingeleitet.

> Wißmar, 10. Nov. Die Personen­standsaufnahme vom 10. Oktober d. I. ergab

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Ihre Vorboten und Begleiterscheinungen, wie: hoher Blut- druck.Atemnot Schwindelanfälle. Herzbeschwerden. Schlaf­losigkeit, Gicht. Rheuma bekämpfen Sie durch

nm festgelegt. In größeren Betrieben follen als- lelb Wassermesser eingebaut werden; der Kubik- m.'ier Wasser wird dabei mit 40 Pf. berechnet, jic Neubauten sollen dem Bauunternehmer pro lau 10 Mark berechnet werden. Die Kanalgebühr Mcägt von je 100 Mk. Brandversicherungswert fr:r Gebäude 50 Pf. jährlich. Die Gebührenpslicht fir Wassergeld und Kanalisation beginnt mit dem LOttober 1931. Das Wassergeld soll monatlich, je Kanalgebühr zweimonatlich erhoben werden.

OBurkhardsfelden.12. Nov. Aus Man- gd an Aufträgen war die hiesige Zigarren» slbrik in den letzten Wochen auf Kurzarbeit ein- g stellt. Seit Beginn dieser Woche ist die Fabrik ga n d ftillgelegt worden. In guten Zeiten sm Len in der Fabrik mitunter bis zu 80 Ar- bibskräfte Beschäftigung.

Grünberg, 11. Nov. Am Sonntag war liiere neuerrichtete Zentralheizung (Warm- tlei3ung) der Kirche zum er st en mal in ie trieb. Heber 25 Jahre lang wurde die Kirche rah zwei große Oefen geheizt. Eine Untersuchung kTii die Baubehörde hatte nun ergeben, daß die E ÜLN unb besonders die Kaminrohre nicht mehr den «LHerheitsvorschriften entsprachen. Der Gemeinderat |»loß daher die Erbauung einer Zentralheizung,

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