Ausgabe 
9.5.1931
 
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Nr. 108 viertes Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Samstag, 9. Mai (931

Wirtschaft.

Stärkere Entlastung, de» Arbeitsmarktes.

Nach dem Bericht der Reichsanstalt über die Arbeitsmarktlage für die Zeit vom 16. bis 30. April hat die zweite Aprilhälfte die bis dahin durch die Witterung verzögerte Früh­jahrsentlastung auf dem Arbeits- markt in starkem Umfange in Erschei­nung treten lassen. Die Zahl der Arbeitslosen ist um fast 240 000, die der Hauptunterstühungs- empfängcr in der Arbeitslosenversicherung um rund 216 000 zurückgegangen; in der Krisenfür­sorge ist noch ein leichtes Ansteigen um rund 12 000 zu verzeichnen. Aach den vorläufigen Mel­dungen der Arbeitsämter wurden Ende April in der Arbeitslosenversicherung rund 1 888 000 Hauptunterstühungsempfänger gezählt, womit ge­genüber dem diesjährigen Höchstpunkt Mitte Fe­bruar ein Rückgang um über 700 000 eingetreten ist. Die lleberlagerung gegenüber dem Dorjahre beträgt in der Arbeitslosenversicherung nur noch 125 000. Die Krisensürsorge ist noch mit rund 902 000 Hauptuntcrstühungsempfängern belastet. Der Bestand an Arbeitslosen betrug Ende Aprii rund 4 3 8 9 0 0 0 gegenüber 4 628 000 Mitte April.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.

Am Frankfurter Schlachtviehmarkt hat sich auch in der abgelaufenen Woche nichts wesentliches ge­ändert. Wenn auch die Preise zum Teil kleine Besserungen erfahren haben, fo ist die allgemeine Situation nach wie vor sehr unklar. Die Aus­triebe auf den einzelnen Märkten zeigten in­dessen überwiegend eine leichte Abnahme, doch trat eine Geschästsbelebung nicht ein. da die Aach- frage des Konsums immer noch recht schwach ist. Die trostlose Lage aus den Schweinemärk­ten auf allen Biehmärkten Deutschlands beein­flußt auch die übrigen Preise. 3n Viehhändler» kreisen hofft man jedoch, daß der tiefste Stand der Rinderpreise nunmehr erreicht ist, während man hinsichtlich der Schweinepreise noch immer Befürchtungen hegt. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb mit 1402 Stück etwa der gleiche wie in der Borwoche. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität, doch sind auch einige gute Tiere am Markt gewesen, für die höhere Preise erzielt werden konnten. Die Preise für Ochsen und Färsen gaben um eine Mark nach, dagegen konnten sich Dullen nach den letzten Rückgängen um 13 Mk. erholen. Kühe blieben unverändert. Aach ruhigem Handel verblieb et­was Ueberstand. Der Schweinemarkt, war mit 6592 Stück um fast 600 weniger beschickt. Die Preise gaben indessen doch erneut um 13 ML. nach, konnten sich aber am Ende der Woche wie­der leicht heben. Das Geschäft war sehr schlep­pend, doch wurde der Markt geräumt, wobei wahrscheinlich größere Exportverkäufe mitgespielt haben. Am Kälbermarlt ergaben sich im Zusam­menhang mit dem verminderten Auftrieb gegen die Vorwoche Besserungen um 25 Mk (1376 gegen 1566). Das Geschäft war ruhig. Für Schafe betrug der Auftrieb 154 (gegen 77 in der Vorwoche» Stück doch wurde von einer amt­lichen Aotiz wiederum Abstand genommen. Die Preise lagen 12 Mk. höher. Aach ruhigem Handel wurde ausverkaust.

Es notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mk.: Ochsen al) 45 -48, a2) 40-44, bl) 36-39. Bul­len a) 4043, b) 36-39, Kühe a) 3538, b) 30 bis 34, c) 2529, d) nicht notiert. Färsen a) 45 bis 48, b) 4044, c) 3639. Kälber b) 6265, c) 5761, d) 5056. Schafe nicht notiert. Schweine b) 4042, c) 4143, d) 4043, e) 40 bis 42.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Am Frankfurter Getreidemarkt ergaben sich in dieser Woche keine nennenswerten Veränderun­gen. Die Umsatztätigkeit beschränkte sich meist nur auf den notwendigsten Bedarf, da auch der Mehl- ablah sehr zu wünschen übrig ließ. Für einige Artikel ergaben sich auch neue Besserungen. Die Ungewißheit über das Ausmaß der Zollrückver­gütung bei Weizen machte sich störend bemerk­bar. Angeblich soll die Rückvergütung nur in ge­ringerem Ausmaße als angenommen, gewährt

werden. Die Maßnahmen des Ministers auf Sen­kung des Weizenzolls in beschränktem Umfange werden kritisch beurteilt und man befürchtet, daß sie nicht hinreichen werden, die gefbannte Lage auf den Getreidemärkten zu erleichtern.

InWeizen hat sich das Angebot etwas ver­stärkt, doch blieb der Preis mit 305 Mk. per Tonne gut behauptet. Auslandbrotgetreide lag 'bei etwas besserem Geschäft fest. Auch der Roggenmarkt verkehrte in ziemlich ruhiger Haltung, obwohl hier das Angebot ziemlich ge­ring blieb und die Mühlen scheinbar recht schwach versorgt sind. Das angebotene Material fand schnell Unterkunft, ohne daß sich jedoch der Preis (217,50 Mk. per Tonne) verändert hätte.

Hafer konnte sich im Hinblick auf die Zoll­erhöhung von 120 auf 160 Mk. weiter befestigen, doch war der Umsatz ebenfalls nicht groß, zu­mal auch von der zweiten Hand etwas billigere Offerten Vorgelegen haben. Gegen die Vorwoche ergab sich immerhin ein Gewinn von 5 Mk. per Tonne. Gerste war nur wenig angeboten und hatte sehr unregelmäßiges Geschäft. Für Brau­gerste wurde die Aotiz gestrichen, Industriegerste ' war zu zirka 23 Mk., und Futtergerste zu zirka

22 Mk. per Zentner angeboten.

Sehr fest lag weiterhin der Futtermittel­markt und die Preise für Kleie und Futter­mehle sind weiter, erhöht worden. Das Angebot in diesen Artikeln war sehr klein. Der Umsatz jedoch gering, da die hohen Forderungen auf Widerstand der Käufer stoßen. Man verlangte für Weizenkleie 13,75 Mk., für Roggenlleie 14 bis 14,25 Mk. Auch ölhaltige Futterartikel und Rauhfuttermittel waren viel gefragt.

Das Mehlgeschäft konnte sich nur für Rog­genmehl etwas besser gestalten, so daß die Preise erneut 0,50 Mk. höher notierten. Es kostete Rog­genmehl per Doppelzentner 30,50 bis 32,50 Mk. Für Weizenmehl ist eine unsichere Preisgestal­tung eingetreten. Am Mittwoch lagen in Frank­furt Offerten der süddeutschen Mühlen vor, die um 2,50 Mk. voneinander abwichen. Die Preise lagen indessen gegen die Vorwoche unverändert.

* Der Großhandelsindex im Mo­natsdurchschnitt April. Die vom Sta­tistischen Reichsamt berechnete Großhandelsindex- zisfer stellt sich für den Monatsdurchschnitt April mit 113,7 um 0,2 v. H. niedriger als im Vor­monat. Die Indexziffern der Hauptgruppen lau­ten: Agrarstoffe 108,3 (+ 1,5 v. H ), Kolonial- waren 96,9 ( 2,0 v. H ), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 104,9 ( 1,2 v. H.) und indu­strielle Fertigwaren 137,7 ( 0,7 v. H.).

Massenentlassungen im Rühr­st e r g b a u. Die Vereinigten Stahlwerke in Gelsenkirchen zeigen unter dem 30. April die Entlassung von 700 Arbeitern und 70 Angestellten auf der ZecheRheinelbe" an. Als Grund wird Absahmangel angegeben. Zum 30. Mai hat die GewerkschaftConstantin der Große" für die Kokereianlage 233 Arbeitern gekündigt. Die Ge­werkschaftWestfalen" in Hamm zeigt unter dem 1. Mai die Entlassung von 250 Arbeitern an.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a, M., 9. Mai. Tendenz: freundlich, später nachgebend. Die weitere Abnahme der Ar­beitslosenziffer und der feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse bewirkten zu Beginn der heutigen Wochenschlußbörse eine freundliche Stimmung. Die Rede Briands in der französischen Kammer wurde zwar wegen des versöhnlichen Tones etwas günstiger kommentiert, verstimmte aber doch anderseits durch die schroffe Ablehnung des deutsch-österreichischen Zollplatts, weil man auf der Genfer Tagung dadurch heftige Auseinandersetzungen befürchtet, und man ein Zustandekommen des Projekts für sehr schwierig hält. Auch die außerordentlich angespannte Finanz­lage in Preußen nach den Ausführungen des preußi- chen Finanzministers Höpker-Aschoff wurde tark beachtet. Das perfekt gewordene Bewag-Ge- chäft konnte nur wenig Eindruck auf die Gesamt- timmung machen. Die 'Umsatztätigkeit war sehr ge­ring. da von der Kundschaft keine Orders Vorlagen und sich das Geschäft nur innerhalb der Kulisse, die keine Deckungen vornahm, abwickelte. Die Kurs- besserungen betrugen meist bis 1 v. H., für Spezialwerte wie AEG.. IG.-Farben. Aku und Rheinstahl von 1,5 bis 2 v. H. Fest lagen nur

Geffürel, die unter Berücksichtigung des Dividende­abschlags 3 v. j). gewannen, wobei das eben er­wähnte Bewag-Geschäft stimulierte. Bankaktien gut behauptet. Karstadt eröffneten 1,5 v. S). höher gaben aber später den Gewinn wieder voll her. Am An­leihemarkt blieben deutsche und ausländische Renten behauptet. Pfandbriefe still und kaum verändert. Im Verlaufe gaben die Kurse wegen der bestehenden Orderlosigkeit wieder bis 1 o. H. nach. Das Geschäft zeigte auch später keine Belebung. Am Geld­markt blieb der Satz mit 3,5 v. H. unverändert. Der Devisenmarkt lag ohne Besonderheiten. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1985, gegen Pfund 20,4240, London gegen Reuyork 4,8643, gegen Paris 124,42, gegen Mailand 92,90, gegen Madrid 47,25, gegen Schweiz 25,24, gegen Holland 12,1025.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Mai. Wie schon vormittags zu er­warten war, eröffnete die Wochenschlußbörse in fester Haltung. Eine Reihe günstiger Momente lag heute vor. Die Spekulation, die zum Teil in den letzten Tagen starke Blankoabgaben vorgenommen hatte, schritt zu Deckungen, zumal Verkaufs­orders nicht vorlagen, und für verschiedene Werte sogar etwas Kaufinteresse bestand. Die gestrige Rede Briands hat, abgesehen von den Angriffen gegen die deutsch-österreichische Zollunion, doch einen versöhn­lichen Ton gehabt, denn Briand hat sich rückhaltlos zu einer Friedenspolitik bekannt. Die gestrige Be­festigung an der Neuyorker Börse, neue Hoffnungen auf eine Diskontermäßigung in London und Berlin, die Refultierung der Internationalen Handelskam­mertagung in Washington, die Annahme der Bewag- Transaktion durch die Stadtverordnetenversammlung in Berlin, vor allem aber der weitere Rückgang der Arbeitslosenziffer um fast 240 000 in der zweiten Aprilhälfte, mußte anderseits eine freundliche Stim­mung Hervorrufen. Im allgemeinen konnten sich die ersten Notierungen 1 bis 2 v. H., vereinzelt bis 3 v. H. gegen gestern Mittagsschlußkurse befestigen. Schuckert. Westeregeln und Salzdetfurth, letztere mit einem 4,25-v. H.-Gewinn, waren etwas stärker ge­fragt. Berger konnten um 7 v. H. im Zusammenhang mit der heutigen Generalversammlung anziehen, während Svenska sich um 5 Mark und Ehade um 3 Mark befestigten. Deutsche Bank, Schubert & Sal- zer lagen dagegen 0,5 v. H. schwächer. Holzmann, Wiener Bank und Gesfürel wurden heute exklusiv Dividende notiert, letztere gewannen 4 v. H. Deutsche Anleihen tendierten fester, auch Ausländer konnten leicht anziehen. Der Pfandbriefmarkt lag ruhig, doch nicht unfreundlich. Reichsschuldbuchforderungen lagen etwas höher. Der Geldmarkt lag weiter leicht. Tages­geld 4 bis 6 v. H., Monatsgeld 5,5 bis 6,75 v. H., Blankoabgaben für Monatsgeld 5 bis 5,25 v. H., Warenwechsel 5 v. H., vereinzelt 4,9 v. H. Im Ver­laufe wurde es zunächst weiter fester, später aber ruhig und leicht nachgebend.

Gießener Jugendgericht.

In der Aprilsihung des Gießener Ju­gendgerichts wirkten als Schöffen mit Frau Tilly Wacker von Wieseck und Kaufmann Gott­fried Kahn von Gießen.

Ein Siebzehnjähriger ist wegen Mißhand­lung einer Katze anaezeigt. Er hat das ihm über den Weg gelaufene Tier verfolgt und als es in einer Spalte eines Tores steckte und nicht so­gleich weiterlaufen konnte, mit beschuhten Füßen getreten. Der junge Mensch macht einen be­schränkten Eindruck. Es wurden Erziehungsmaß­regeln angeordnet, über die der Dormundschafts­richter zu befinden haben wird.

Ein siebzehnjähriger, bereits zweimal unter Strafaussetzung vorbestrafter junger Mensch stand unter der Anklage des Hausfriedens­bruchs und der Bedrohung mit einem Verbrechen. Seine Schwester hatte an zwei Tagen unentschuldigt die Schule geschwänzt, war jedoch während dieser Zeit auf der Straße ge­sehen wurden. Als sie deshalb von ihrem Klassen­lehrer zur Rede gestellt wurde, der ihr auch gleichzeitig darüber Vorhalt machte, daß sie an Versammlungen einer Partei teilgenommen habe, die sie nach bestehenden Vorschriften nicht habe besuchen dürfen, verließ sie unter Zurücklassung ihrer Schulbücher die Klafse. Ihre ältere Schwe­ster, der Angeklagte und zlvei weitere junge Män­ner begaben sich darauf in das Schulgebäude. Dort kam es zu höchst unliebsamen Szenen, wegen deren die übrigen Angeklagten bereits bestraft worden find. Der noch sugendliche Angeklagte machte sich

, später des Hausfriedensbruchs schuldig, als er auf die Aufforderung des Hausverwalters nicht sofort den Schulhof verließ. Er erhielt deshalb eine Geldstrafe von fünfzehn Mark. Wegen gleichzeitiger Bedrohung des Hcmsvcr- walters, die er jetzt in ihrem wahren Wortlaut abzuschwächen suchte, erhielt er ohne Zubilligung» einer Bewährungsfrist eine Gefängnisstrafe von zehn Tagen, da er sich in seiner Füh­rung nicht bewährt hat und die Schulen und Leh­rer vor immer wieder vorkommenden rohen Aus­schreitungen in der heutigen Zeit der Iuqendver- hehung besonders geschützt werden müssen.

Am preußischen Buh- und Bettag wurden schon mehrfach Ausschreitungen in Gießen beobachtet. Im vergangenen Jahre war der Wartesaal drit­ter Klasse des Bahnhofs Tummelplatz radau- lustiger Elemente. Die Dahnbeamten mußten am späten Abend polizeiliche Hilfe in Anspruch neh­men. Ein jugendlicher, leicht erregbarer Mensch weigerte sich, einem Polizeibeamten seine Per­sonalien anzugeben. Bei der Sistierung zur Wache leistete er Widerstand und schlug dem Polizeibeamten gegen die Brust. Heute bedauerte er seine Handlungsweise, die er mit feiner Erreg­barkeit und angeblichen Schmerzen, die ihm bei der Brechung seines Widerstandes verursacht wor­den seien, zu entschuldigen suchte. Es wurde auf eine Gefängnis st rafe erkannt und ihm eine vierjährige Bewährungsfrist zugebilligt. Bon der Anordnung von Erziehungsmahregeln wurde nach Lage des Falles angesehen.

Amtsgericht Gießen.

Eine durch dieOberhessische Volkszeitung" begangene Beleidigung durch das Gemeinderats­mitglied Redakteur Bremer in Wieseck sand vor dem Einzelrichier im Woge des Privatklage­verfahrens ihre Sühne. Der Teil derOber- hessischen Volkszeitung", für den der angeklagte Redakteur Bremer verantwortlich zeichnet, ent­hielt eine abfällige Schilderung des Verhaltens des angeblich als Unternehmer an dem Verhand­lungsgegenstand beteiligten Privatllägers, Ge­meinderatsmitglied Karl Seibert in Wiesrck, in einer Gemeinderatssihung, in der über eine Submission der Gemeinde zwecks Belieferung mit Materialien beraten wurde. Die Kritik hier­über war nach Ansicht des Gerichts eine berech­tigte; sie enthielt aber auch ein abfälliges Wert­urteil über die Person des Privatklägers als Gemeinderatsmitglied, in der der Form und den Umständen nach gemäß §§ 185,192 RStGD. eine Beleidigung zu erblicken und eine Wahrung be­rechtigter Interessen nicht zu finden war, ins­besondere, weil der Artikel in nicht mißverständ­licher Weise darauf hinwies, daß der Privat­kläger ja bei seiner Einführung Unparteilichkeit geloot, aber wohl schon damals von vorn­herein bei Eintritt in sein Amt gewußt habe, was er wollte, also seine Gemeinderatstätigkeit für eigene Zwecke einsehen.

Das Gericht erkannte auf eine Geldstrafe von 20 Mark. Auch wurde dem Privatkläger Seibert die Befugnis zugesprochen, den Ur­teilstenor in derOberhessischen Volkszeitung" an derselben Stelle und in demselben Format, in dem der beleidigende Artikel erschienen ist. auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. Spiclplau der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 10. Mai, 15 bis 18 Uhr: Der Zigeunerbaron. 20 bis gegen 22.30 Uhr: Der Troubadour. Montag, 11. Mai, 19.30 bis 22.30 Uhr: Viktoria und 'ihr Husar. Diens­tag, 12. Mai, 20 bis 22.45 Uhr: Fidelio. Mitt­woch, 13. Mai, 20 bis gegen 22.30 Uhr: Schwanda, der Dudelsackpfeifer. Donnerstag, 14. Mai, 19.30 bis gegen 22.30 Uhr: Undine. Freitag, 15. Mai. 20 bis nach 22 Uhr: Wozzeck. Samstag, 16. Mai, 19 bis 23.30 Uhr: Lohengrin. Sonntag, 17. Mai, 11.30 bis gegen 13 Uhr: Tanzmatinee: Riddy Impekoven. 19.30 bis gegen 22.30 Uhr: Undine.

Schauspielhaus. Sonntag, 10. Mai, 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. Montag, 11. Mai, 20 bis 22.30 Uhr: Grand Hotel. Dienstag, 12. Mai, 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. Mittwoch, 13. Mai, 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpe­nick. Donnerstag, 14. Mai, 20 bis gegen 23 Uhr: Elisabeth von England. Freitag, 51. Mai, 20 bis gegen 22 Uhr: Fenster. Sonntag, 17. Mai, 11 bis gegen 13.30 Uhr: Szenenaufführung mit Or­chester und Opernschule. 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

5ranlfuri a. 3)1.

Berlin

Schluß« furd

l«Uhr« nm

Schluß« kurS

Anfang» Kurs

Datum

8.5.

9.5.

8.5.

9.5.

6% Deutlche Reichs anleih« von 1927 .........

84,75

84,7

_

7% Dcullche RelchSanIcihe von 1929 .........

100

100,1

_

Dcullche Anl.-Ablöl.-Schuld mti Ansiof. Rechlen......

55,9

56

55,8

56

DeSgt. ohne Slutloi.-Rcchle . .

5,2

5,3

5,75

6% Hell. Slolf? float von 1929 (rüdtablb. 102%)......

Oberheffen Provinz. Anleihe mli Ouelol.-iHcdncn.....

95,5

_

95,75

55,5

_

_

Dcullche Komm. Sammelnd l.

Anleihe Serie 1 ...

54,5

54,6

_

8% fircnll. Htzp.-Bant Goldpse XIII untündbar bis 1934 .

101,25

_

_

_

7% fttanll. 0nv.-Aant Soldpfe nnlünhbat bis 1932

95,5

_

_

_

4F>% Rbeinllche Hvp.-Bank ßiqii. Golopfe........

91,15

_

-

_

8% Pr. £'anDeWantbriefaniialt, Pfandbriefe R. >A

100,5

100,5

_

8% Pr L'anotöpiancbriefanfialt, ftomm.-übl. l)t. 20 . . .

_

_

_

_

7% Pr. Sanbeoplanbbriefanflalt, Plaiidbricse R 21

96,5

_

96,5

_

fl.Q.O). abfl. BonriegS-Obligatio­nen. rückzahlbar 1932

4% Oelterrelchilche OolDrente . .

22,25

_

22,6

_

4,20% Oeflcrreichilche Silberrenke

2,2

2,35

4% Oeflerreichilche Einheitliche Renke

_

_

4% Ungarifche Goldrente ....

18,5

18,7

18,75

4% Ungariiche SlaalSrenie v. 1910

15,8

4y,% deSgl. von 1913

16,2

1% Ungariiche Kronen renke . .

4% Türlilche Zollanleche von 1911

4

4% Türtiiche Bagbadbabn-Anl Serie 1

4

_

4

4% beSgi. Serie II

4

5% Rumänische veretnh. Rente von 1903 . .

8,25

_

8,2

_

4K% Rumönifche veretnh. Renke von 1913 ..........

14.85

_

15

15

1% Rumänttche veretnh. Rente

6,4

6,5

6,45

6,4 i

Frankfurt a. Dl. |

Berlin

Schluß« lurS

t.llhr« Kurs

Schluß« lurS

Anfang- Kurs

Datum

8.5.

9.5.

8.5.

9.5.

Hamburg-Amenka Paket . .

. 7

56,75

56,5

56,13

56,13

Hamburg-Südam. Dampflchifl

. 6

Han>a Dampfschiff . «

10

79

Norddeutscher Lloyd ...

. 8

57,25

57,13

57,25

Allgemeine DeukfcheCrebftanst. 10

Barmer Bankverein . .

10

Berliner HandelSgefellfchaft

12

118

118,5

119

Commerz» und Privak»Aank .

11

106,5

106,75

106,5

106,75

Tarmilädler und 9?ationalban!

12

132

132

132,65

Deutsche Bank und

DtSconlo-ÄeleUlchatl, . . .

10

103,5

103,5

103

Dresdner Bank......

10

103,5

103,5

103,25

103,5

Retchsbank........

12

148,75

149,75

A.E.G.........

. 8

100

102

100,5

102

Bergmann........

. 9

80

Elekir. Lteferungrgefellfchaft.

10

-

112,75

112

Lichi und Krasl......

10

116,5

116,25

118

stellen & Guilleaume . . .

IVi

81

81

Gelellichall für Eiektriiche

Unternehmungen ....

10

118,75

117,75

113

Hamburger ElekkrizitätS-Werte

10

iitk-iniiche Elektrizität . . .

. 9

113,5

Schlochche Elektrizität. . . .

10

-

Schuckcn L Co.......

11

138

137

138

Lienens L Halske.....

16

161,5

162

164.5

Iraneraoio........

. 8

vabm-Der & Co.......

10

R5

124,25

Buderus.........

. 6

46

Denktche Erdöl......

. 6

68,25

69

diener Steinkohle .....

. 8

-

Gelienkirchenek......

. 8

75

74,25

75,5

Harvencr. ......

. 0

65

64,5

Hoolch Eilen........

evi

59,75

59,75

Iile Bergbau.......

10

173

173

Klöcknecwerke ......

. (

61

60,13

Köln-Neueffen.......

. 7

66

Manncdmann-Rohre» . . .

. 7

72

71,75

73,5

Mansfelder Bergbau ....

. 7

34

34

34,4

ßbcrfdilci. Giienbvöatf . . .

. 5

Lberlchlel. Kaliwerke ...

. 7

72,25

73,75

Phönix Bergbau ....

ey,

51,5

52

53,5

Rbeinllche Braunkohlen . .

10

159

161,5

Rheimlabl .......

. 6

71,5

73

71,5

72.25

Riebeck Montan......

7,2

strankfuri a. M.

Berlin

Schluß­kurs

1-llhr- Kur-

Schluß«: Anfang,

kur-

Kurs

Datum

8.5.

9.5.

8.5.

3.5.

Bereinigte Stahlwerke .

50,5

50.5

50

51,25

Ötavt Minen.....

16'/.

-

28,4

28,65

Kaliwerke Aschersleben .

e

. 10

140

140

-

Kaliwerke Westeregeln .

. 10

143

142,5

145.5

Kaliwerke Salzdetfurth .

-

. 15

214,5

217

214,25

218,5

K. Yarben-Jnvustrie .

. 12

143,5

144,75

143

145

Dunamtt Nobel ....

. . 6

Scheideanstalt.....

. . 9

128,5

129

Koidlchmivi . . . . .

. . 5

42,25

42

RülgerSwerke.....

. . 6

49,25

49,25

50

Metallgefellfchast. . . .

. . 8

68,5

63,25

Phllivv Hohmann . . .

. . 7

92,75

_

94

85,75

Zementwerk Heidelberg

. 10

78

Eementwerk Karlsladt. .

. 10

87,5

Wavß & strevtaa . .

. . 8

27

26,5

Schultheis Patzenhofer .

. 15

_

_

149,5

151,5

Cftroerle.......

. 12

Aku........

e

. 18

80,5

82,5

80.25

82.5

Bemberg.......

M

. 14

94

94

95,75

ZellNoff Dalbbol . . .

13*/.

__

85,13

87

Zellstoff Afchassenburg .

. 12

79

Charlottenburger Wasser

e

. . 8

-1

Teijauet Gas . ...

. . 9

-

127,25

129

Daimler Motoren . . .

. . o

28

28,75

28,75

Deutsche Linoleum . .

M

. .

79,5

78,5

80

Maschinenbau A.-G. . .

. . 0

Nat. Automobil ...

. . 0

_

Ctenftein & koppel . .

. . 6

44,75

45,25

Leonhard Tietz ....

. 10

105

-

105,5

SvenSka . . .

238

238

243

strankfurter Malchiner» .

. . 4

14,65

15,13

_

Gritzner.......

. . 6

35,5

34

-

Hevligenstaedl . . . .

. . 0

-__

Iunghan,......

. . 6

-

_

_

Lechwerke.......

. . 8

_

_

_

Mainkraftwerke Höchst a. M.

. . 8

65

iviiag . . .

-

. 10

-

-

_

®ebr. Roeder ....

. 10

_

_

_

Boigt S Haeffner . . .

. . 9

_

_

_

_

Süddeutsche Zucker . .

. 10

117

117,5

116,75

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin, 8 . Mai

Kclb

I Brief

Amerikanische Noten......

4.179

4,199

Belgifche Noten. .......

58.13

58,37

Dänische Noten ........

112.05

112,49

Englische Noten........

20,36

20,44

stranzosische Noten.......

16,377

16,437

HoUändifche Noten.......

168,16

168,84

Ktalienifche Noten........

22,01

22,09

Norwegische Noten.......

112,03

112,47

Deutlch.Oesterreich, i 100 Schilling

58,97

59,15

Rumänttche Noten.......

2,48

2,50

Schwedische Skaten.......

112,14

112,58

Cck>weiier Noten........

80,74

81,06

Spanische Noten........

41,32

41,98

Dchechoslowakilche Roten.....

12,41

12,47

Ungariiche Noten .....

73,00

73,30

8. Mai

9 Mai

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

meld

Brief

Geld | Bries

Amlt^Rott.

168,61

168,95

168,54

168,88

Buen.-Aires

1.303

1,317

1.318

1,322

Brsi-Iintw-

58.335

58,455

58.325

58,445

Gbriftiania

112,32

112,54

112.32

112,54

-Kopenhagen

112,31

112,53

112.29

112,51

Stockholm .

112,45

112,67

112.44

112,66

Heliingfors.

10,556

10,576

10,556

10,576

yialten . . .

21.96

22,00

21,955

21,995

London. . .

20,404

20,444

20,403

20,443

Wcunort . .

4,1950

4,2030

4,195

4,203

Paris. . . .

16,391

16,431

16,394

16,434

Schweiz ..

80,82

80,98

80,835

80,995

Spanien . .

42.78

42,86

43,21

43,29

Japan . . .

2.075

2,079

2,075

2,079

'Mio de Ian.

0,274

0,276

0,259

0,262

Wien in D-«

Ceft. abfleft

59,02

59,14

59,01

59,13

Prag . . .

12,427

12,447

12,425

12,445

Belgrad . .

7,381

7,295

7.383

7,397

Puoav.'st. .

73,16

73,30

73,15

73,29

Biiu.arien .

3,037

3,043

3.037

3,043

Lissabon

18,85

18,89

18.87

18,91

Danzig. . .

81,57

81,73

81,55

81,71

fionfiaium.

1,784

1,789

1,784

1,789

Athen

5,441

5,451

5.437

5,447

Kanada

4,192

4,200

4,192

4.200

Uru uav. .

2,607

2.613

2.607

2,613

Kairo - . .

20,92

20,96

20,92

20,96