Ausgabe 
8.8.1931
 
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Taaeskalenber für Samstag. VfB. Gießen: Waldfportplatz, 18.30 Uhr. Fußball-Groh- kampf DfR. Furth Df». Gießen. Orchester- Verein: Ausflug nach Annerod Abmarsch 18 Uhr,

Krelsmotorspritze wurde um 22-55 Uhr alarmiert unb erschien eine Stunde später in Röthges. Mit der Sreismotorspriße begab sich auch Rrdsfeuer- wehrinspektor D l d o r < (Gießen) an den Lrand- platz. Oderregierungsrat Ritzel erschien ebenfalls an der BranbfleUe. heute morgen gegen 625 Uhr rückte die Kreismolorspritze wieder in Gießen ein. Mit vereinten Kräften (die Lreismolorspritze arbei­tete ununterbrochen 4S Stunden) gelang es. da» 3euer auf Scheunen und Schuppen zu beschränken. Allerdings konnte nicht verhindert werden, daß sämtliche Scheunen bi» auf die Grundmauern nieder­brannten. 3n der Scheune de» Landwirt» Metzger verbrannten sämtliche landwirtschaft­liche Maschinen. Auch die Erntewagen fielen dem Jener jum Opfer, der gesamte hüh - nerbeftand wurde ein Raub der Jlammen. Da» Vieh, da» sich in den Ställen befand, konnte glück­licherweise gerettet werden. Der entstandene Schaden ist jum großen Teil durch Versicherung gedeckt, lieber die Entstehung»ursache de» vrande» ist bl»- her noch nicht» bekannt. Die Untersuchung ist im Gange.

Röthge ». 8. August. Gestern gegen 22 JO Uhr wurde unser Dors durch Jeueralarm in große Auf­regung versetzt, in einem Holzschuppen de» Land­wirt» Georg Metzger war Jener auegebro- ch e n, da» sofort auf die mit Irucht gefüllte Scheune und auf einen Stall Übergriff. Holzschuppen und Scheune standen bald in Hellen Jlammen und e» dauerte nicht lange, da war auch die durch eine Brandmauer von dem Mehgerschen Anwesen ge­trennte Scheune de» Landwirts Georg Emmerich und schließlich noch eine Scheune und ein Schuppen de» Landwirt» Otto Mäckel von den Jlammen ergriffen. Die Scheunen waren bl» oben hIn mit Heu und E r n l e v o r r ä l e n gefüllt, so daß da» Jener reiche Nahrung fand. Die Jener- wehr von Rölhge» erschien rasch am Brandplah und versuchte zu retten, roa» zu retten war. 3ns- besondere war man bemüht, da» Uebergrelfen auf benachbarte Wohnhäuser z n ver­hindern: die» gelang auch. Sehr bald erschienen benachbarte Jeuerwehren, und zwar die Jeuerwehr von Ruppertsburg, von IDellerfclb und von Münster. Gegen 24 Uhr trat auch die flrel»- motorsprltze in Aktion und griff energisch ein. Die

der Hilfeleistung so schwere Brandwunden er­litten hat, daß man an seinem Aufkommen zweifelt.

Motorbootunglück in Jinnlanb.

In der Nähe von D i l l m a n st r a n d kenterte auf dem Saimaasee ein mit sieben Aus - flüglern besetzte» Motorboot. Ritt- meister Lonnroth. seine Frau unb drei Töchter sowie ein Unteroffizier, der gleichfalls an Bord war fanden den Tod in den Wellen. Die Hauslehrerin, eine Deutsche, Frl. Annemarie Schmitt, konnte sich durch Schwimmen auf eine etwa 400 m von der Unglücksstelle entfernte Insel retten.

Großfeuer in Röthges.

Drei fruchtgefültte Scheunen ein Opfer der Klammen.

kampf DfR. Furth DfB. Gießen. Orche ter- Verein: Ausflug nach Annerod Abmarsch 18 Uhr, Stabt Lich". Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Der

Aus der Provinztalhauptstadt.

Gießen, den 8. August 1931.

Lieblings.

Aber selbstverständlich kann jeber nach seiner Fasson selig werben. Wenn er Freube baran hat, kann er sich Weinbergsschnecken sammeln unb zu- bereiten, wie sich ein anderer an Austern delektiert, und wenn es einem behagt, Liebling zu seinem junaen Frauchen zu sagen, so ist das auch sein gutes Recht und seine eigene Angelegenheit, in die ihm niemand dreinzureden hat. Nur darauf kommt es an, wo und wann er es sagt. Es ist seit uralten Zeiten sv daß hochzeitsreisende ein wenig komisch wirken. Man beneidet sie nicht, man macht ein ganz ernstes Gesicht, wenn man ihnen begegnet, aber man lächelt ein wenig, wenn sie vorüber sind. Nur Adam hatte es besser. Nicht nur daß er mit keiner Schwie- germutter etwa» zu schaffen hatte, es gab auch keine boshaften Fahrtgenossen, als er mit ferner Eva zum siebenten Himmel fuhr.

Nicht wahr, Liebling?"

3a, Mausi!"

Ein junges Glück ober wie man es fonft nennen will soll man allein unb ungestört lasten. Sie haben nur für sich Augen unb Ohren. Die grau­same Welt aber betrachtet sie kühl, abroägenb, unb denkt gar nicht daran, sich ein Iota von ihrem Rechte, kritisch zu sein, abhandeln zu lassen. DerLiebling" ist in ihren Augen schließlich ein Fratz mit schlechten Manieren undMausi" ist ein männliches Wesen, das wie ein verliebter Tauber gurrt. Nicht einmal Mütter sind geneigt, hier Gnade für Recht ergehen zu lasten da es ja doch eine verlorene Partie für sie bzw ihre Töchter ist. Für verlorene Partien aber interessiert man sich bekanntlich nicht sehr. Es wäre möglich, daß noch irgendein sentimentales eeufjer- chen irgendwo aufklingt:Ach. so war es auch bei uns einmal! Wie lange ist das her!" Dabei trifft den ehelichen Partner ein Blick des Vorwurfs^ in dem steht: ..Wie hast du dich zu deinem Nachteil gewandelt!" Wird er richtig aufgefangen, so wird er auch roiebergegeben, unb bann lautet er: ,,30, bamals warst du em gertenschlankes reizendes Käfer- eben; heute? Punktroller. Diät!" Woraus sich mög­licherweise eine kleine Verstimmung ergibt, von der aber wederLiebling" nochMausi" etwas merken, obwohl sie den Anlaß dazu gegeben haben.

Diel zu sehr sind sie mit sich selbst beschäftigt- Denkt man! Aber es ist gar nicht der Fall. Sie haben recht wohl Auge und Ohr für ihre Umwelt, wenn

Liebesexpreß".

Tageskalender für Sonntag. VHE. Gießen: Familienwanberung. Abfahrt 6 46 Uhr. Turnverein 1846, Gießen: Wanberung. Abfahrt nach Lollar 6.42 Uhr. Flughafen Gießen: Dolksflugtag, 15.30 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Liebesexpreß".

glugtag im Flughafen Gießen. Das Programm bes Flugtages, ber am morgigen Sonn­tag auf unserem Gießener Flughafen ftattfinbet, ist außerordentlich reichhaltig. Es werden Staffelflüge, fiunftflüge, Ballonjagden, Geschicklichkeits-Wett- bewerbe, Leichtflugzeugoorführungen, Rückenflüge, Zielland'ungen und Segelflüge gezeigt. Außerdem werden in einer gemischten Staffel die Sportler aus den verschiedenen Sportzweigen um den Sieg kämpfen. Ein Hürdenrennen (Uni- versttäts-Reitinstitut) wird zur weiteren Bereicherung des Programms beitragen.

Heimattagung auf dem Schiffen­berg. Die Heimatvereinigung Schiffenberg veran­staltet am Sonntag, 23. August, eine Heimattagung (Heimatfest) auf dem Schiffenberg. Die Veranstal­tung sieht ein reichhaltiges Programm vor. Siehe heutige Anzeige.

Don einem schweren Unglück wurde ein Ferien­lager Heim gesucht, do- ein Pariser Ingenieur mit irigen Frau, seinem zweijährigen Töch- ____,...__feinem 16jährigen Schwager in der Bähe von Tlermont-Ferrand aufge- schlagen hatte. AIS der Schwager deS Ingenieurs am Donnerstag einen Petroleumkocher anzünden wollte, explodierte dieser und im Au stand da« Zelt in hellen Flammen. 2luf die Hilferufe eilte der Ingenieur, der sich außer­halb de« Zelte« befand, mit einigen anderen AuSsluglern herbei und versuchte bte Flammen zu ersticken. Die Brandwunden, die die Unglück­lichen inzwischen davongetragen hatten, waren jedoch so schwer, daß Mutter und Kind schon kurz darauf starben. Der Schwager wurde mit schweren Verletzungen in ein Kranken­hau- überführt, ebenso der Ingenieur, der bei

Deolfenfreigabe für den Waren­verkehr. Die Reichsregierung hat die Devisen- bewlrtschaftungsstellen angewiesen, bis auf weiteres ben Firmen, bie eine enlsprechenbe Hanbelskammer- bescheinigung vorweisen können, allgemein bie Ge­nehmigung zum Erwerb von Devisen unb zur 'Ver­fügung bieser Devisen zu erteilen, soweit bies« De- oisen zur Finanzierung ber Lin- unb Ausfuhr unb be» Transilbanbels von Waren verwenbet werben sollen. Die Reichsregierung erwartet aber von ber Derbraucherschaft Hanbel unb Banken, bah sie bei ber Einbeckung, msdesonbere von Luruswaren unb Genußmitteln sich bie burch bie Wirtschaftslage ge­botene Zurückhaltung auferlegen. Eine Kontrolle ber Verwendung ber für bie Einfuhr in Anspruch ge­nommenen Devisen, wirb nachträglich burch bie De- visenbewirtschaftungsstellen ftattfinben.

DerfafsungSfeier 1931. Am Diens­tag. 11. August, 15 Uhr, findet, wie auS der heu­tigen Anzeige hervorgeht, in der BolkShalle eine BerfassungSfeier statt, au der die Einwohners chatt der Stadt und de« Kreise« Gießen durch den Oberbürgermeister der Stadt Dießen und durch die Provinzialdirektion Oberhessen eingeladen ist. Die Kapelle deS hiesigen Regiments wird den musikalischen Teil der Feier bestreiten. Die ver­einigten Gießener Gesangvereine und der Ge­mischte Ehor de« ArbeitergesangvereinS Eintracht werden mit einigen Lhordarbietungen aufwarten, die Gießener Turnerschaft hat für turnerische Borführungen und die Freie Turnerschaft zu einem gymnastischen Tanzspiel ihre Mitwirkung zugesagt. Die Festrede hält Oberstudiendirektor Dr. Weiner (Offenbach a.M.). 3n einer wei­teren Anzeige wird die Bevölkerung gebeten, au« Anlaß de« DerfassungStage«. die Häuser fest, lich zu schmücken..

" Das Oberhesfische Museum und der Hei ben türm sind am Derfassungstage in ber Zeit von 11 bis 13 Uhr bei kleinen Preisen ge­öffnet.

Sonntag Rückfahrkarten am DerfassungStaae. Bei den am 8. und 9. August auf den hessischen Bahnhöfen gelosten Sonntagsrückfahrkarten wird die Gültigkeitsdauer entgegen einer früheren Anordnung über den Ber» fassungslos (11. August) hinaus bi« 12. August 9 Uhr verlängert. In der Gültigkeitsdauer der auf preußischen Bahnhöfen am 8. und 9. August gelösten Sonntagsrückfahrkarten tritt eine Aende- rung nicht ein.

" Persvnenzugverkehr am Derf a s- sunaStag. Im allgemeinen verkehren in Gie­ßen die Persvnenzüge am DerfassungStaae wie an Sonntagen. Für Gießen tritt eine Aenderung gegenüber dem Werktogsverkehr nicht ein, weil Die Züge au« und nach den Richtungen Gelnhausen und Fulda am Derfassungstage wie an Werktagen verkehren. Gs verkehrt auch der Pe sonenzuz Dad- RauheimGießen, (Rauheim ab 1 Uhr, Gießen an 1.38 Uhr), wie sonst von Sonntag zu Montag.

Goldene Hochzeit. Der stäbtische Ar­beiter Heinrich Lotz, wohnhaft Afterweg 22, kann am 12. August mit seiner Ehefrau bas Jubiläum einer 50jährigen Ehe feiern.

Die Museen unb ber Heldenturm finb am Sonntag bei gewöhnlichen Preisen von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

* Eine amtliche Verkaufsstelle für Postwertzeichen ist bei Herrn Karl Scheuer, lein im Hause Kaiserallee 20 eingerichtet worben.

Der Dienstag-Wochenmarkt fällt am 11. August aus Anlaß bes Derfossungstages aus. Markttag ist Montag, 10. August. Näheres In ber heutigen Bekanntmachung.

" Der nächste Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt findet am Donnerstag, 13. August, statt. Näheres in der heutigen Anzeige.

Schlägerei. Gestern geaen 23 Uhr ent­wickelte sich in der Neuen Bäue anscheinend zwischen politischen Gegnern eine kleine Schläaerei, in deren Verlauf ein etubent burch einen Messerstich in ben Rücken verletzt würbe. Die Sanitätskolonne vom Roten Kreuz leistete bie erste Hilfe. Der Täter konnte bisher nicht gefaßt werben. Die Ermittlungen finb im Gange.

" Sicherheit«- und Absperrmaß- nahmen während deS FlugtageS. Im AmtsverkündigungSblatt vom 7. August veröffent­licht dos KreiSamt Gießen di« für den am mor­gigen Sonntag stattfindenden Zlugtag getroffenen Sicherheit«- und Absperr-Maßnahmen. Während der Zeit von 13.30 bis 18.30 Uhr ist das innerhalb der nachstehend näher bezeichneten Grenzen liegende Gelände polizeilich gesperrt: Im Süden: 100 Meter südlich entlang an der Straße GießenRödgen von der 4. Schneise bi«

stieg«route auf da« Finsterahorn ab und tonnte fcabei feststellen, daß di« beiden ab gestürzt waren und am Fuße de« F.nsterahorn auf dem Gletscher lagen. Die Hamen der Verunglückten sind nicht bekannt. Zwei in Montreux an­sässig« jung« Leute sind bei der Besteigung M Rvcher de Rahe oberhalb Montreuf ab­gestürzt und fanden den Tod.

Boo(»unglütf auf dem Bobenfee.

Don Passagieren de« KurSdampferS Friedrich«. HafenKonstanz wurde in der Aähe von Immen- staad ein Ruderboot gesehen, da« auf dem Bodensee ohne Insassen trieb. Die sofort auf genommenen Dachforschungen ergaben, daß ein« Familie Hamann, deren Kraftwagen m Immenstaad herrenlos stand, da« Ruderboot g e - mietet halte, um «in« Fahrt auf dem See zu machen. Di« Suche nach den Derunglückten blieb zunächst erfolglos, örft gegen abend wukde die Leich« der 46 Jahre alten Frau Hamann bei Fisch- bad) an« Land gespült, während die von Dater, Sohn und Tochter noch nicht geborgen sind, lieber di« Ursache de« Unglück« ist noch nicht« bekannt.

MU knapper Rot dem Tobe entronnen.

Bei Arbeiten zur Elektrifizierung der Bo­densee Toggenburg-Dabn sind im Wasserfluhtunnel bei der Station Lichten­stein 42 Arbeiter stark gefährdet worden. Die Kolonne war gegen 20.30 Uhr in den Tunnel eingerückt, um die während der Derkehr«stunden unterbrochenen Arbeiten fort- zusetzen, wurde jedoch durch zurückgeblie­bene Rauchgase derartig in Mitleidenschaft gezoaest, daß zunächst nur ein ein - iger Arbeiter in völlig erschöpftem Zustand da« Tunnelende erreichen und Alarm schlagen konnte. Di- -um Eintreffen der Rettungsmann­schaften konnten sich einige weitere Arbeiter mit Aufbietung ihrer letzten Kraft in Sicherheit brin­gen. Der weitaus größte Teil mußte jedoch durch Die Rettungsmannschaft geborgen werden. Sämt­liche Gekrankte haben sich inzwischen wieder er­holt.

Explostonsunglück in einem Ferienlager.

sie wollen, unb man kann sogar boshaft genug sein, zu behaupten, baß sie ein wenig mit ihrer Verliebt­heit kokettieren, baß also ein gut Teil ihres Gekoses vor ber Oefsentlichkeit auf Wirkung berechnet ist. Sie wollen ber Welt zu erkennen geben, baß sie ein Paar geworben finb, bas im Glücke schwimmt, sie wollen benelbet, berounbert sei: Sehl her, so sieht ein Glück aus! Die liebe Eitelkeit fehlt ja auch in einem solchen Musterbeispiel egozentrischer Betrachtungsweise nickt.

Aber bie Welt nimmt gar kein so große» Interesse an ihnen wie sie glauben. Sie lächelt herüber, wie man über eine komische Figur im Zirkus ober im Kino lächelt, mokiert sich auf ihre Weise unb be­kommt so auch ihren Anteil an ihrer Unterhaltung. Unb warum soll man benn nicht ein wenig über bie Schwäcken ber lieben Mitmenschen lächeln.Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig", sagt ein Dichter. Aber er sagt es nicht, als er auf einer Hoch­zeitsreise war, unb er sagt es auch von einer Welt, tn ber es keine Hochzeitsreisenben gab.r.

(Segen Zinszuschläge bei (Steuer» rückständen.

Ein Antrag der wirtschaftlichen Bereinigung.

Die StabtratsfraktionWirtschaftliche Vereinigung" hat gestern bei ber Stabtverwaltung beantragt, baß ber burch Notverordnung bestimmte Zinssatz von 5 v H. halbmonatlich auf Steuerrückstänbe von ber Stabt nicht erhoben wirb, fonbern höchstens bie bank- mäßigen Zinsen Uebcr ben Antrag wirb demnächst im Finanzausschuß verhanbelt werben.

Oie Ausreisegebühr.

Dom Reichsfinanzministerium wird mitgeteilt: Teilweise sind Vereine, deren Zweck auf die Pflege de« Wandersports in den deutschen Grenz­gebirgen und denen de« benachbarten Lande- gerichtet ist, und deren Mitglieder von der Aus­reisegebühr befreit sind, dazu übergegangen, Mit« glicber nur zum Zwecke der Ermöglichung des gebührenfreien Grenzübertritt« und sogar nur gegen Monat sm i t g l iedschaf t aufzu­nehmen. Um derartigen Mißbräuchen vor-u- beugen, hat der Reichslinanzminister den gebüh­renfreien Grenzübertritt davon abhängig gemacht, daß die Mitgliedschaft mindesten« auf «in vol­le« Jahr erworben worden ist. Dabei wird noch darauf hingewiesen, daß der Grenzübertritt nur in das jeweils benachbarteLand gebührenfrei erfolgen kann. Danach können z. D. Mitglieder des Deutsch-Oesterreichischen Alpen- verein« nur in die Alpen fahren, Mitglieder des Riesengebirgsvereins nur im Riesengebirge die Grenz? gebührenfrei überschreiten. Mitglieder des De rein« der Raturpslege können ebenfalls nur zum Zwecke der Ausreise in eine« der angren­zenden Gebirge (Bayerisch-Böhmischer Wald, Erz- Ricsengebirge usw.) die Grenze gebühren­frei überschreiten. Sine Weiterreise au« dem Grenzland in ein dritte« Land, ist unzulässig. DaS gleiche gilt für eine Grenzüberschreltung zwecks Ausreise, z. D. nach Holland, Ror- wegen usw.

Vornotizen.

zur Ueberführung der Bahnlinie GießenFulda. Im Osten Bahndamm von Kreuzung Bahniime GießenFulda. Rödgener Straße bi« zum st­rande des Walde«, genannt der Iunkernstrauch, sodann in nordwestlicher Richtung durch den Wald bi« zur Siruppmühle. Im Rorden: Don der Struppmühle dem Lauf der Wiefeck ent­lang bi« zur GanSmühle Die Straße Alten- Du leckWieleck ist nur für den Durchgangs­verkehr geöffnet Im Westen: Dem von der GanSmühle in südwestlicher Richtung nach dem Trieb sührenden Weg entlang. Ostrand der Wic- secker Spieiplätz«. Schneise bi- zur Straße Gie­ßenRödgen. Für die Dauer der Sperrzeit ist da« Betreten de« innerhalb der genannten Gren­zen liegenden Gebietes nur mit Ausweisen der Flugleitung oder nach Lösung von Eintritts­karten gestattet. Die Straße GießenRödgen ist von 13-30 bi« 18.30 Uhr nur für ben Durchgang«- verkehr von Gießen nach Rödgen und umgekehrt eröffnet. Der vom Stadttvald unmittelbar nach dem Flughafen führende Feldweg wird von 1530 bi« 18 30 Uhr für jeglichen Derkehr gesperrt.

' Generalversammlung der Spiel- Vereinigung 1 9 00. In der am Donnerstag abgchalteneit. sehr gut besuchten außerordentlichen Genera l-Derfammlung gab der 1. Dorsitzende, Re­ferendar D u y o t, einen Bericht über die finan­zielle Lage de» Derein« und zugleich eine kurze Zusammenfassung der sportlichen Betätigung Im Lause der letzten Monate. An Hand von Zahlen wicS der Redner nach, baß die Derpslichtungen de« Derein« um ein Bedeutende« reduziert wor­den und die laufenden Pachtgelder, die Zinsen und Amortisationen in regelmäßige Folge über­wiesen worden seien. Man dürfe mit Recht be­haupten, daß sich der Derein in finanzieller Hin­sicht auf durchaus gesunder Grundlage beftnbe und mit aller Zuversicht in die Zukunft sehen könne Diese Tatsache sei in Anbetracht der augen­blicklichen wirtschaftlichen Derhältnifse ganz be­sonder« hoch zu bewerten. Er, der Dorsitzende wolle dabei nicht vergessen, dankbar derer zu ge­denken, die in eifriger Mitarbeit und mit vielem Derständnis dazu beige tragen haben, dem Derein zu seinen inneren Kräften zu verhelfen. Aber nicht nur die finanzielle Lage dürfe al« sehr gut bezeichnet werden, vielmehr ließe sich von der Entwicklung de« Mitgliederbestandes de« Derein« Günstige« berichten. Seit der letzten ordentlichen Generalversammlung konnte der Derein nicht we­niger al« 48 Neuaufnahmen tätigen. Insbeson­dere die Iugendabteilung habe eine wesentliche Stärkung erfahren. Zur Zeit treten 58 aktive Leichtathleten zu den verschiedenen Sportveran­staltungen auf, nahezu 10 Mannschaften stellt ber Derein in« Feld, die Frauenabteilung umfaßt 60 Mitglieder. Die Leichtathletikabteilung in ihrer Gesamtheit vermochte in letzter Zeit Line Reihe eindrucksvoller Siege zu erringen. Zum Schluß wurden einige interne Angelegenheiten in leb­hafter Aussprache behandelt. Die D^sammluna nahm einen sehr harmonischen Verlauf und sand mit einem gemütlichen Beisammensein im neuen DereinSlokal »Postkeller" ihr Ende.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Obwohl bie Skandinavienstörung nordöstlich nach Finnlanb weiterzieht unb ber gestern an ihrer Rück­seite angeletzte Barometeranstieg besseres Wetter in Aussicht stellte, so ist bies in ben nächsten Tagen noch nicht zu erwarten, benn über England hat sich ein Wirbel gebildet welcher wetterwirksam wirb. An seiner Vorderseite schiebt sich ein Regenyebiet west­wärts vor. bas uns im Laufe bes heutigen Tages unb währenb ber Nacht überqueren wirb. Alsbann bürfte im Laufe bes heutigen Tages unter Drehen ber Winbe auf Westen zu bie Wolkenbecke zum Durchbruch kommen unb unter wechselnber Bewöl­kung noch Schauer auftreten. Mil bem Winbum- sprung auf West bzw. Nordwest setzt außerbem all­gemeine Abkühlung ein.

Aussichten für Sonntag: Anfangs be- bcckt, mit Niederschlägen, bann wechselnd wolkig mit Schauern, kühler, um West brehenbe Winbe.

Aussichten für Montag: Kübles, wech­selnb wolkiges Wetter mit einzelnen Niederschlägen.

Lufttemperaturen am 7. August: mittags 22,7 Grab Celsius, abenbs 16,6 Grad, am 8. August: morgens 15,6 Grab. Maximum 22,8 Grab, Minimum 13,1 Grab.

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