Ausgabe 
5.6.1931
 
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als in England zur Zeit eine Arbeiterregie» tun g am Ruder sei. Die englische Regierung habe leider auch noch andere internationale Abkommen nicht ratifiziert, so z. B. die Konvention über die Arbeit der Kinder und die Nachtarbeit in Rackereien.

Die Arbeitslosigkeit müsse durch eine Herab­setzung der Arbeitszeit, die aber nicht eine Ver­kürzung der Löhne im Gefolge haben dürfe, bekämpft werden.

Wenn man als einzige Richtschnur für seine sozial­politische Einstellung die Rücksicht auf die inter­nationale Konkurrenz gelten lasse, so bedeute das die Ausschaltung aller menschlichen Gesichtspunkte. Ein Svfortmittel, um die Arbeitslosigkeit zu be­kämpfen, sei die Heraufsetzung des schulpflichtigen Alters, wie es im englischen Parlament vorge- schlagen worden sei. und die sofortige Versorgung der Arbeiter über 60 Jahre.

Der Generalsekretär des Internationalen Derban«

des der christlichen Gewerkschasten Scrraerens (Holland) erklärte, man dürfe sich nicht verhehlen, daß die Wirtschaftskrise immer unerträglicher werde. Das treffe insbesondere für D e u t s ch l a n d zu, wo trotz der Anstrengungen des Kanzlers Brüning und des Arbeitsministers Stegerwald, zweier Ex­ponenten der christlichen Gewerkschaftsbewegung, es von Tag zu Tag schwieriger, ja beinahe unmöglich werde, ein annehmbares Lebensniveau für die Ar­beitslosen aufrechtzuerhalten.

Rur durch einheitlichen willen der Regierungen, Parlamente und Völker könne die Lösung ge­funden werden. Die Völker müßten begreifen, daß die Zeit der Ueberlegungen vorüber sei, und dah jetzt gehandelt werden müsie.

Wenn es nicht möglich sei, jetzt schon zu einer all- ficmcinen Herabsetzung der Arbeitszeit zu gelangen, o bestände doch die Möglichkeit von internationalen Vereinbarungen über die Senkung der Arbeitszeit in bestimmten Industriezweigen.

Die ASDAp. forbert Einberufung des Reichs lag-

Berlin, 4. Juni. (VDZ.) Die National« sozialistische Reichstagsfraktion hielt heute im Reichstag eine Sitzung ov, in der sie zwei Entschließungen faßte. Die eine richtet sich gegen denTerror antifaschistischer Mörder­banden" unter Hinweis auf die Ermordung meh­rerer Stahlhelmmitglieder, und macht den Reichs­präsidenten und die Reichsregierung auf die hierüber von Tag zu Tag wachsende Erbitterung nationaler Kreise aufmerksam. Die Fraktion müsse die Regie­rung für alle daraus mit Notwendigkeiten entstehen- den Folgen schon heute verantwortlich machen. Die zweite Entschließung beschäftigt sich mit der bevor« stehenden Notverordnung. Ihr Schlußsatz lautet:Die Reichstagsfraktion der NSDAP, legt S diese neuen, angeblich der Sanierung der

Finanzen dienenden Maßnahmen feierlich Verwahrung ein, weil sie nur zur weiteren Verelendung der werktätigen Massen des deutschen Volkes und zur völligen Vernichtung der deutschen Wirtschast führen, und verlangt zum Zwecke ihrer Aufhebung die sofortige Ein­berufung des Reichstages."

Oas SnfrafHreten der Notverordnung

Berlin, 5.3uni. (OB.) lieber den Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Rotoer­ordnung erfährt dieBörsenzeitung", dah die Bestimmungen über die neuen Steuern und über die Gehaltskürzungen bei den Beam­ten mit dem 1. Juli wirksam werden sollen. Einige Bestimmungen über die Arbeitslofenver- sicherungsreform bedürfen einer gewissen

Anlaufsfrist, die Bestimmungen, in denen, wie ;. B. bei den Mineralölen, eine Aenderung des Zollsatzes vorgesehen ist, lrelen mit dem Tage der Verkündung in Kraft.

Oie EpO.-Fraktion einberufen.

Berlin, 5. Juni. (CNB.) Der Vorstand der Sozialdemokratischen Reichstags- fraktion tritt, dem.Vorwärts" zufolge, 31 r Beratung der durch bie neue Notverordnung geschaffenen Lage am kommenden Mittwoch zusam­men, die Sozialdemokratische Reichstagsfraktion ist für Freitag einberufen worden.

Ausnahmebestimmungen zur Wirifchastsbelebung.

Berlin, 4.3unt (ERB.) Wie derCBörfcn- Eourier" von unterrichteter Seite erfährt, ist in dem Notverordnungsabschnitt, der sich mit der Arbeitslosenversichernng beschäf­tigt eine Ermächtigung für die Reichsregierung enthalten, einzelne Gewerbezweige von der Deitragspslicht zur Arbeitslosenver­sicherung unter gewissen Bedingungen zu be­freien, bei gleichzeitiger Aufrechterhal­tung der Dersicherungslei st ungen an die betreffenden Arbeiter und Angestellten. Diese Maßnahme durfte zunächst für den Stein­kohlenbergbau zur Anwendung kommen, um eine Koh lenpreisherabsehung um 6 bis 7 Prozent und damit eine Produktionsbelebung herbeizuführen.

Oer Parteitag der SPD.

Leipzig, 4. Juni. (TU.) Aus dem Sozial­demokratischen Parteitag sind nach den politischen Auseinandersetzungen der letzten Tage Entscheidungen von Bedeutung nicht mehr zu er­warten. Ein großer Teil der Reichstagsfraktion hat sich bereits wieder nach Berlin begeben.

Heute spra-ch Oldenhauer (Berlin) über Partei u n d 3 u g e n d". Rach der Aussprache und dem Schlußwort wurde der Antrag des Par- teivorstandes auf Aufhebung des Beschlusses des Kasseler Parteitages übe^ die Einrich'.ung von so­zialistischen Gruppen angenommen. Dann erstat­tete Westphal den Bericht deS Parleivorstandes. Hierauf wurden die Verhandlungen auf Freitag vertagt.

Oer neue Parteivorstand.

Berlin, 4.3uni. (ERB.) Die Wahl des Darteivorstandes der Sozialdemokratischen Partei durch den Parteitag ergab für Otto Wels die größte Stimmenzahl. C r i s p i e n und Johann Vogel erhielten bei der Wahl der Parteivorsihenden die gleiche Stimmenzahl. Der Kandidat der Opposition zum Parteivorsihenden, der Reichstagsabgeordnete S e h d e w ih, erhi eit nur 54 Stimmen: er ist nicht gewählt. Wieder- gewählt wurden die bisherigen Sekretäre. Die Wahl der Beisitzer erfolgte nach dem Vorschlag des Parteivorstandes. Die bisherigen Mitglieder wurden wiedergewählt. Reu hinzugewählt wurden Dreitscheid und Gitte (Berlin).

Französische Militärflieger über Borkum.

Deutscher Protest in Paris.

Berlin, 4. 3uni. (ERD.) Wie wir erfahren, ist nunmehr festgestellt, daß es sich bri den Flug­zeugen, die gestern um 9.45 Ufjr über der Reede von Borkum gesich'.et worden waren, um zwei französische Militärflugzeuge gehandelt hat. Die Flugzeuge, die aus Kopenhagen kamen, hatten Einslugerlaubnis für die Rieder­lande, aber keine Genehmigung für die Heberflieguirg deutschen Gebietes. Die deutsche Botschaft in Poris ist angewiesen worden, auch in diesem Falle der Verletzung der deutschen Lufthoheit P r 0 t e st zu erheben.

Aus aller Welt.

Atlantikfahrt desNautilus".

P r 0 v i n c,c t 0 m n, 4. Juni. (WTB. Funkspruch.) Das U-BootNautilu s", mit dem Wilkins feine Fahrt unter dem Eise zum Nordpol

unternehmen will, ist nach seiner Schnelliakeits- rekordfahrt in den Hafen zurückgekehrt. Das U-Boot ist planmäßig um 23 Uhr nach London in See gegangen. Von London wird es über Bergen und Tr 0 msö nach Spitzbergen gehen und von dort aus feine Nordpolfahrt antreten. Hubert W i b kins und eine Anzahl Wissenschaftler, die ihn zum Nordpol begleiten wollen, befinden sich an Bord. Zwei weitere Teilnehmer werden das U-Boot in London besteigen. An Bord des U-Bootes befinden sich bereits Lebensmittel für 18 Monate, ein Grund­stock für eine Fahrt von 6000 bis 8000 Kilometer.

Piccard und Kipscr in Brüssel feierlich empfangen.

Brüssel, 4.Juni. (TU.) Professor Piccard und Dr. K i p f e r sind heute abend in Brüssel eingetroffen. Schon unterwegs hatte Frau Pic­card mit drei Kindern im Zuge Platz genommen. Auf dem Nordbahnhof wurden Piccard und Kipfer von dem Kronprinzen Leopold, den Ministern P e t i t \ e a n und Lippens, sowie den Spitzen der Zivil- und Militärbehörden empfangen. Eine große Menschenmenge, darunter viele Studen­ten, hatte sich zum Empfang eingefunden. Piccard und Kipfer wurden von Studenten auf die Schul­tern gehoben und bis in ihr Auto getragen. In der Universität fand ein feierlicher Empfang der beiden kühnen Forscher statt.

76 Häuser in Pskow niedergebrannt.

Moskau , 4. 3uni. (WTD.) Wie aus Pskow gemeldet wird, sind bei einem Grvßseuer 7 6 Häuser niedergebrannt. Die Entstehung des Brandes wird auf einen schadhaften Schorn­stein in einem Hause zurückgeführt, von wo aus das Feuer sich infolge des starken Windes auf den ganzen umliegenden Bezirk ausdehnte.

Tagung der Privathandelsschulen.

3n Hannover fand die 29. ordentliche Haupt­versammlung des Verbandes Deutscher Privat­handelsschulen statt. An der öffentlichen Ver­sammlung nahmen Vertreter des Preußischen Handelsministeriums, des Regierungspräsidenten, der Landes- und Kommunalbehörden, der Hoch­schulen und Schulen, der. 3ndustrie- und Handels­kammer, sowie Führer der Wirtschaft und Ver­treter vieler Verbände teil. Hochschulprofessor Dr. Hennig sprach überReue Ergebnisse der betriebswirtschaftlichen Forschung". Weitere Re­ferate galten der Reugestaltung des Maschinen- schreib- und Kurzschriftunterrichtes. Die Ver­handlungen der übrigen Tage erstreckten sich auf Werbekunde als Unterrichtsfach in Handels­schulen",Methodische Fragen des Unterrichts in Handelskorrespondenz",Fortschritte und Erfah­rungen auf dem Gebiete des Uebungskontors", sowie auf die Behandlung schultechnischer und schulpolitischer fragen.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 5. 3uni 1931.

Hausinschristen.

Auch heute noch ist, wie in seinen primitivsten Anfängen ob in Stein oder Stahl, das Haus ein Obdach. Die eigenen oder gemieteten vier oder mehr Wände sollen der Mittelpunkt und Angelpunkt sein, um den sich der Ablauf deS Lebens außerhalb ihrer selbst gruppiert und immer toieber zurückfindet. Sie wollen ruhender Dol und erneuerndes Kräftczentrum sein. Eine Kleinwelt in der Umwelt, in die von den Schwin­gungen des Alltagslärms möglichst wenig Re­bengeräusche hereindringen. 3n denen es sich nach selbstgcgcbenen Gesehen leben läßt oder le­ben ließe.

Ausdruck dieses Selbständigkeits- und selbst­bewußten Behauptungswillerrs war die Haus- inschrist, die durch die alles gemütvolle Beiwerk verachtende Architektur der jüngeren Vergangen­heit in dem gleichen Maße zum Verschwinden gekommen ist, als sich alle Begriffe zu ver­flachen begannen. Das Gefühl der Verwurzelung in dem ererbten oder durch der Hände Flerh er­worbenen Stück Boden hat in weitestem Umfang von jener Schollenzähigkeit verloren, die ehedem das Rückgrat ganzer Geschlechter, ihrer Siedlun­gen und Landschaften war. Die Begriffe Vater­haus und Heimat sind heute Erwägungen unter­geordnet, wie sie schon der lateinische Spruch wie- dergibt:Ubi bene, ibi patria",Wo ich am mei­sten verdiene, fühle ich mich zu Hause". Der mo­derne Mensch ist sehr häufig nur ein Wohnungs- rzomade. Er grast eine geschäftliche Weide ab, schüttelt den Staub von den Füßen und sucht neue Goldfelder. Freiwillig oder der Rot gehorchend.

Wenn früher jemand einen Bau nach seinen Plänen hatte erstehen lassen und eine 3nschrift in den Stein meißeln oder in das Holz schnitzen Meß, so war das wie ein sichtbar gewordener schwur, war Dries und Siegel auf die Scholle, deren Besitzer er geworden war und als der ev sich fühlte. Was durch den Hausspruch einem jeden kund und zu wissen getan wurde.

3n allen seinen Formulierungen, ob witzig oder ernst, ob leicht- oder tiefsinnig, ob in flüssigem Reim oder in holprigem Rhythmus, immer schwang in jedem Wort und in jeder Zeile De- siherstolz und Dodenständigkeitsbewußtsein. Feh­den konnten vorübergehend vernichten oder ver- treiben, aber mit dem letzten verkohlten Sparren kam nach der Rückkehr wieder Leben in die Ruinen. Denn in dem Aschenhausen stecktendie festen Wurzeln seiner Kraft". Hier war er nicht mehr schwankendes Rohr im Wrnde, der ihm zu­fällig um die Rase geweht wurde.Der Erde schönstes Gut / Sind Haus unt> Vaterland..." beginnt eine alte Zuschrift in Eckwersheim bei Straßburg.

Reben der volkskundlichen Bedeutung sprach aus solchen Sprüchen nicht selten auch eine tiefe Religiosität des Welt- und Daseinsgefühls und ein Wißen um die Vergänglichkeit dessen, woran wir uns nur eine kurze Weile als Besitz erfreuen dürfen. Deshalb liest man in Laimach:

Dies Haus gehört nicht mein, Der nach mir kommt, wird's auch nicht sein. Man trug auch den Dritten hinaus, Ach Gott, wem gehört dieses Haus!"

Wie das deutsche Volkslied, so ist eben auch der Hausspruch eine jener anspruchslosen Feld­blumen, deren Farbe und Duft zwar nicht blen­det und berauscht, die aber, weil sie aus den ureigensten Gründen deutschen Gemüts erwachsen sind, Anspruch auf Erhaltung und Wertschätzung haben. Kig.

Wer Hilst der Bahnhofsmission?

Die Dahnhofsmission bietet seit 1894 unent­geltlich Schuh. Rat und Hilfe auf der Reise. 3n etwa 450 Städten Deutschlands unterhält sie Beratungsstellen auf den Bahnhöfen. Dor allem den reisenden Mädchen, Frauen und Kindern steht sie zur Seite. Die Helferinnen sind Tag und Nacht zum Dienst bereit Unterbringung und Hilfe für 3ugendliche, Kranke und Obdachlose wird nach besten Kräften gewährt. Die Dahn­hofsmission steht allen Hilfsbedürftigen zur Verfügung. Die Plakate in den Eisenbahn­wagen weisen auf diese Arbeit hin. Sie sollen junge Menschen vor den Gefahren der Fremde warnen. Die Hilfe der Bahnhofsmission soll und will die Vorsorge der Heimat ergänzen.

Deshalb bittet die Dahnhofsmission, daß jeher- mann dazu beitragen möchte und so das segens­reiche Werk, das seit 3ahrzehnten besteht, in Zeiten schwerster wirtschaftlicher Rot zum Desten vieler Tausender von 3ugendlichen und Kindern, von Kranken, Greisen und Heimatlosen in unserem Vaterland erhalten bleibt. Darum gebe jeder am Samstag und Sonntag am Dahnhof (nur dort sindet die Sammlung statt) sein Scherflein. 3ede Gabe ist willkommen!

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. Vortrag mit Koch-. Dack- und Dratvorführungen imMabag-Heißluftherd", 20 Uhr, Hotel Schütz. VHC. Gießen: Monatsversammlung und Gedächt­nisfeier für Dr. Wenzel. Lichtspielhaus Bahn­hofstraße:Der falsche Ehemann", ab 10.45 Uhr NachtvorstellungAus der Sprechstunde des Dr.X".

Aus dem S t a d 11 h e a ter b u reau wird uns geschrieben: Als erstes Gastspiel für die Sommerspielzeit hat die 3ntendanz das Ber­linerKleine Theater" mit der einmaligen Auf­führung des LustspielsLiebe unmodern", von Sterk. verpflichtet. Grete Reinwald, die bekannte Tonfilmschauspielerin, ist die Trägerin der Haupt­rolle. Trotz des Gastspiels ermäßigte Sommer- Preise.

Marine-Gautag in Gießen. Der Gau Niederwald" im Bund Deutscher Marinevereine hält am 6. und 7. Juni in Gießen in den Räumen des Bootshauses des hiesigen Marinevereins (Wiß- marcr Weg 4) seinen Gautag ab. Näheres in der heutigen Anzeige.

Per Verband ehemaliger Vogt« scher Handelsschüler und -schulerinnen veranstaltet am nächsten Sonntag, 7.Iuni, ein Früh« lingssest auf der Hardtterrasse. (Siehe heutige An­zeige.) e

Somm erfest der Gießener Stu­dentenschaft. Die Leitung des diesjährigen großen Sommerfestes der Gießener Studenten­schaft zugunsten der Studentenhilfe in der Volks- Halle am 7. 3uni teilt folgendes über die Aus­gestaltung des Festes mit: Unter lebhafter Mit­wirkung aus den Kreisen der Studentenschaft sind die Torbcrcilungcn bereits abgeschlossen. Be­liebte Mitglieder des Stadttheaters haben sich für Darbietungen auf der Bühne, der Halle, in der Dar und im Kabarett zur Verfügung gestellt, unter denen die Uraufführung eines SketschS von Dr. Ritter ganz besondere- Interesse er­regen wird. Auch die Mitwirkung des Tanz­paares D ä u l k e wird begrüßt werden. Ueber- raschungen besonderer Art werden dazu beitragen, wieder die gewohnte glänzende Stimmung zu erzeugen. Da auch für große Tanzflächen und hervorragende Tanzmusik gesorgt ist, werden jung und alt bei bescheidenen Ausgaben frohe Stunden verleben können. Man beachte die An­zeige in der morgigen Nummer.

** Di e fälligen Stromgelder für den Monat April werden in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil angemahnt. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.

* Ein Achtzigjähriger. Am Sonntag begeht der frühere Schmied August Denk, West­anlage 64, in geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag.

* ZweiFünfundsiebzigjährige. Kauf­mann August Roll, der Seniorchef der Kreuz- Drogerie, begeht am morgigen Samstag in bester geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Ge­burtstag. Der Jubilar ist eine stadtbekannte und allgemein geschätzte Persönlichkeit. Er war früher Mitglied der Stadtverordneten-Versammlung, wirkt noch heute im Ortsgericht mit, ist lang­jähriger stellvertretender Direktor der Bezirks­sparkasse Gießen, Mitglied der Handelskammer und feit 1909 Standesbeamter. Die Witwe Louise Valentin, geb. Riebergall, begeht am morgigen Samstag ebenfalls ihren 75. Geburts­tag in großer geistiger und körperlicher Rüstigkeit.

** Preußisch-Süddeutsche Klassen­lotterie. Die Erneuerung der Lose zur 3. Klasse muh planmäßig spätestens bis zum 8. 3uni 18 Uhr bei Verlust des Anrechts in der zuständigen Lotterie-Einnahme geschehen.

** Dergbauschüler in G iehen. Die demnächst abgehende Klasse deS Grubensteiger- lehrgangeS Nr. 64 der Essener Dergschule be­findet sich auf einer Lehrfahrt zum Studium des hessischen Eisen st einbergbaues. Sie weilte heute in Gießen und besichtigte unter der Führung von Herrn Prof.Dr. Hum­mel Die Draunsteinbergwerke in der Lindener Mark. Rach der Befahrung von Drauneisenstein- gruben des Vogelsberges erfolgt die Weiterfahrt an den Rhein, um den rheinischen Schieferberg­bau fennenauTemen.

** DerReichsbahn-Turn- undSpvrt- beretn Gießen veranstaltete am Mittwoch­abend bei sehr starker Beteiligung zu Ehren sei­nes nach Dillenburg versetzten Mitgliedes, Dahn- hofsoberinspektor Drettschneider, eine schlichte Abschiedsfeier. Der 2. Vorsitzende. Oberbahnhofsvorsteher Heinzelmann, wür­digte die hervorragenden sportlichen, dienstlichen und gesellschaftlichen Eigenschaften des Scheiden­den und bedauerte dessen Weggang. Er gedachte ferner der vorzüglichen Leistung der Schießabtei­lung deS Reichsbohn-Turn- und Sportvereins, die unter stärkster Konkurrenz am vergangenen Sonn­tag beim Pokalschiehen in Marburg den ersten Sieg errang. Dahnhofsoberinspektor Drett­schneider dankte für die freundliche Ehrung, ferner dankte er dem QuartettFlügelrad" unter Leitung des Herrn Karl Ehelmüller und der Hauskapelle, die durch gut vorgetragene Ehöre und Musikstücke zur Verschönerung der Feier bei­trugen.

Wettervoraussage.

Die Ostwindströmung an der Süd- und West­seite des Hochdruckkeils ist erhallen geblieben ünd hat auch in unserem Bezirk bereits in den ?estrigen Rachmittcvgsstunden den Himmel troll» Dnrmen aufbeitem lassen. Dadurch kommt die westliche Störung, die ja immer weiter nach Frankreich vorrückt, aber kein stärkeres Baro- metergefälle zeigt, bei uns noch nicht recht zur Oeltung, vielmehr bleibt zunächst das meist heitere Wetter erhalten. Erst später dürften sich noch stärkerer .Erwärmung lokale Gewitterstörungen herausbilden.

Aussichten für SamStag: Zunächst vielfach heiter, später auch vorübergehend ge­witterdrohende Bewölkung aufkommend, warm, noch trocken.

Reifem eklerdienst

der amtlichen Wetterdienststelle Gießen.

Westerland auf Sylt: 11 Grad, Tem- peraturverlauf: kühle Rächt, heute morgen Rord- westwind, Witterung heule: halb bis ganz bedeckt, Witterungsverlauf feit gestern teils heiter, teil« wolkig.

Baden-Baden: 17 Grad, gestern warmer Tag, Rordostwind, heute morgen heiter, hall» bis ganz bedeckt, gestern meist heiter.

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.

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kann den ganzen Kaffee verderben . . . Trinken Sie den vorzüglichen Kaffee Hag. Jede Bohne ist auserlesene Qualität.

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