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Nr. 284 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Aeitag, 4- Dezember (M

SJ.-fpori

Eissport in 880 Meter Höhe.

Zur (Eröffnung der Brunhildis-Lisbahn auf dem Feldberg.

Die für Sonntag, den 29. November in Aussicht genommene Eröffnung der Brunhildis - Eisbahn mußte leider infolge der ungünstigen Witterung auf den kommenden Sonntag verschoben werden. Nach­dem nunmehr in der Wetterlage eine wesentliche Besserung eingetreten ist» kann mit Sicherheit damit gerechnet werden, daß am kommenden Sonntag die von den Eissportlern mit Ungeduld erwartete Er- össnung der Bahn vor sich gehen kann. Für die Eröffnungsfeier selbst ist ein umfangreiches Pro­gramm ausgestellt, das u. a. Eiskunstläufen, (Eis« Hockeyspiele und Eisschießen vorsieht. Zu diesen Vor­führungen sind bayerische und deutsche Meister geladen. Die Eisbahn ist etwa 50:40 Meter groß, bietet also Raum genug zur Ausübung aller Arten des Eissportes. Um die Eisbahn ist für etwa 1000 Zuschauer Platz geschaffen.

Handball im Lahn - Oünsberg - Gau

Gautlaiie:

Allendorf 1 Londorf I 3:0 (0:0).

AUendors errang einen verdienten Sieg. Die Mannschaft zeigte bereits in der ersten Spielhälfte die besseren Leistungen, aber lediglich der Gäste­torwart verhinderte zählbare Erfolge. Nach der Pause kämpften beide Mannschaften energisch um die Führung. Aber erst in der 15. Minute gelang den Allendörsern der erste Treffer. Die Mannschaft blieb weiter überlegen, und die Gäste konnten nur durch einige Durchbrüche gefährlich werden. Gegen das Ende des Spiels stellte die Platzmannschaft mit zwei weiteren Toren den Sieg sicher.

Dorlar I Staufenberg I 8:4 (4:2).

wird, obwohl es in den letzten Spielen merk­liche Formverbesserungen zeigte, eine Nieder­lage hinnehmen müssen.

Än Wieseck stehen sich Wieseck l.Heuchel­heim 1. gegenüber. 3m Vorspiel blieb Heuchel­heim knapp mit 5:6 Toren Sieger. Der Ausgang des bevorstehenden Spieles ist aber kaum vor­auszusagen.

Dor diesem Spiele stehen sich Wieseck 2. und Großen-Linden 1. im Spiel um die Meister­schaft der 2. Dezirksklasse gegenüber. Beide Geg­ner sind führend in dieser Klasse. Bei der Gleich­wertigkeit der Gegner ist der Sieger nicht im voraus zu nennen.

3n Londorf stehen sich die Gruppenmeister Londorf 1. und Saasen 1. gegenüber. Hier dürsten die Plahbesiher. wenn sie den Dorteil des eigenen Platzes ausnützen, wohl Sieger bleiben.

Um die Meisterschaft der Jugend­klasse stehen sich am Sonntagvormittag Gießen und Wieseck (Jugend) auf dem Trieb gegenüber. Das Dorspiel gewann Wieseck sicher: ob die Mannschaft aber auch im bevorstehenden Spiel Sieger bleiben wird, ist noch sehr fraglich.

Standard-30-Tagefahrt auf dem Nürburgring

Am 14. November war die 30-Tagesahrt auf dem Nürburgring zu Ende. 20 Wagen (Volkswagen der niedrigsten Preisklasse, Personen- und Lastkraft­wagen) haben ihre Wirtschaftlichkeit in der Prüfung der Welt bewiesen. Die 20 Motore der 30-Tagesahrt sind zum Stillstand gekommen, aber ein anderer, viel größerer und wichtigerer Motor ist in Be­wegung gesetzt worden, die neue und imponierende Idee der Wirtschaftlichkeit des Kraftfahrzeuges". Das gesammelte Material ist fast unübersehbar, vor­erst nur systematisch geordnet und noch nicht reif

für eine Gesamtoeröffentlichung, was aber nach großen Gesichtspunkten heute schon feststeht, ist fob gendes:Die unbedingte Zuverlässigkeit des deut­schen Kraftwagens, sowohl seine hohe Qualität, be­wiesen durch die kaum nennenswerten Reparaturen in Höhe von 1500 Mark für 20 Wagen aller Klas­sen, bei einer Gesamtstrecke von nahezu 500 000 Kilometer. Der Betriebsstoff- und Oelveibrauch hielt sich in durchaus normalen Grenzen und zeigte kaum erhebliche Schwankungen. 20 serienmäßige Kraft­fahrzeuge haben 30 Tage und 30 Nächte ununter­brochen den Nürburgring umkreist, kein Fahrzeug ist ausgefallen. (Einen besseren Beweis für die Zuverlässigkeit deutscher Automobile gibt es nicht.

Schön-Goebel Sieger im Kölner Sechstagerennen.

Das Kölner Sechstagerennen gewannen am Donnerstagabend Schön-Goebel vor dem Paar Hürtgen-Miethe. Ein bis drei Bunden zurück folgte das Feld, angeführt von Tietz-Rieger, die in letzter Minute noch vergebliche Dorstöße unter­nahmen. 3n 145 Stunden wurden 3571,160 Kilo­meter gefahren.

Vom Büchertisch des Sportlers.

Biologie der Leibesübungen". Don Prof. Dr. E. Matthias. 100 Seiten und 8 Tafeln.Bücherei für Leibesübungen". Derlag Quelle & Meyer, Leipzig. (412.) Ein Buch für Turner und Sportler und solche,, die es werden wollen. Verfasser ist der Vertreter der Biologie der Leibesübungen an der Universität München, Professor an der bayrischen Landesturnanstalt und der Schöpfer der Eidgenössischen Turnschule. Sein Grundsatz ist, alles Wesentliche zusammenzufassen und übersichtlich darzubieten, um so auch den Laien in die Beziehungen einzuführen, die zwischen der Körperbewegung und dem organischen oder seeli­schen Leben des Menschen bestehen. Abbildungen dienen zur Veranschaulichung des leicht faßlichen Textes.

Das Spiel brachte den Platzbesitzern einen uner­wartet hohen Sieg. Dorlar konnte bereits in den ersten drei Minuten zwei Tore vorlegen und dann bei ausgeglichenerem Spielverlauf noch zwei weitere Tore erzielen, denen allerdings die Gäste auch zwei (Erfolge entgegenzusetzen wußten. Die zweite Halb­zeit brachte das gleiche Bild des Kampfverlaufes und das gleiche Ergebnis, fo daß Dorlar als sicherer Sieger den Platz verließ. Das Spiel wurde sehr fair ausgetragen

Seüirf ettflik:

(Batbenfjeim I (Erba I 5:1 (4:1).

Beide Mannschaften traten zu diesem Spiel mit Ersatz an. Der Gastgeber war in der ersten Halbzeit viermal erfolgreich, während die Gäste durch einen Strafstoß das Ehrentor erzielten. Während der zweiten Halbzeit gelang den Platzbesitzern aber auch nur noch ein Treffer.

Caunsbad) 1 Rodheim I 3:3 (3:3).

Das Spiel, das sehr fair ausgetragen wurde, stand auf bemerkenswerter Höhe. Beide Mannschaf­ten kämpften mit viel Aufopferung um die Punkte, die sie schließlich doch teilen mußten.

Kinzenbach I Wißmar I 6:3 (1:1).

Die Gäste traten nur mit neun Mann an, Kinzen­bach hatte aber auch nur zehn Spieler zur Stelle. Kinzenbach ging zuerst in Führung die Wißmarer glichen jedoch bald aus. Nach der Pause tarnen die Platzbesitzer besser in Fahrt und konnten noch fünf­mal erfolgreich sein. Die Gäste leisteten, trotzdem sie nur drei Stürmer zur Verfügung hatten, einige gefährliche Angriffe ein, denen sich aber die gegne­rische Verteidigung und der Tormann gewachsen zeigten.

Steinbach 1 Burkhardsfelden I 3:3 (2:2).

Zwei gleichwertige Mannschaften kämpften um die Punkte. Die Gastgeber übernahmen zuerst die Füh­rung, die Gäste glichen bald aus, und bis Halbzeit vermochte jede Partei noch je einen Torerfolg zu erringen Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Schärfe zu, beide Mannschaften spielten auf Sieg, Steinbach erzielte ein weiteres Tor, das je­doch von den Gästen wiederum aufgeholt wurde. Das Spiel Hausen II Beuern I endete mit einem knappen Sieg von 1:2 für Beuern.

Tv. Dornholzhausen 1 Io. Gambach I 6:3 (3:2).

Die 1. Mannschaft des Tv. Dornholzhausen, die im Vorspiel- eine Niederlage erlitt, konnte am Sonn­tag wieder komplett antreten. Schon in der ersten Halbzeit übernahm die Platzmannschaft die Führung und konnte dann, obwohl Gambach während des Spieles zu guter Form auflief, das Spiel mit 6:3 Toren für sich entscheiden. Die 2. Mannschaften der beiden genannten Vereine lieferten sich während der ersten Halbzeit ihres Spieles einen gleichwertigen Kampf. Nach der Pause kamen aber die Dornholz- hausener besser in Fahrt und schlugen den Gegner mit 5:1 Toren.

Tischtennis im VfB. Gießen.

Der Verein für Bewegungsspiele verfügt seit einiger Zeit u. a. auch über eine Tischtennis-Abtei- tung, die bereits im vergangenen Winter mit einigen Klubkämpfen gegen auswärtige Tischtennismann­schaften aus den Plan trat und sich als achtbarer Gegner erwies. Die Mitglieder, die auch während des Sommers über in der Hebung zu bleiben be­müht waren, treten in der kommenden Wintersaison wieder mit einigen Klubkämpsen an die Oessentlich- feit und Dürften sicherlich auch in dieser Saison wieder einen stattlichen Kreis von Interessenten sin- Den. Vor kurzer Zeit fand bereits ein Klubkampf gegen die Tischtennismannschaft des Sportvereins Wetzlar statt, den d>" spielstärkere Mannschaft von Wetzlar mit 11:7 Sp.Ken für sich entschied. Am kom­menden Sonntag findet nun im CasL Ebel wieder­um ein Klubkampf statt. Der Gegner ist diesmal die Mannschaft des VfL. Wetzlar, Der ebenfalls über tüchtiges Spielermaterial verfügt. Am Turnier nehmen von jeDer Partei 12 Tischtennisspieler (acht Herren und vier Damen) teil. Ausgetragen werden Einzel-, Doppel- und Gemischtdoppelspiele. Da die Gießener indessen Gelegenheit hatten, ihre Wett­kampferfahrungen auszubauen, dürfte der bevor­stehende Klubkampf einen interessanten Verlauf neh­men, dessen Ausgang nicht vorherzusagen ist.

Arbeiter-Tum und Sportvund.

3n wenigen Sonntagen wird die Serie der Kreisklassespiele zu Ende gehen. Gießens 1. muß zum vorletzten Spiel die. Reise nach Erbstadt antreten. Erbstadt stellt auf eigenem Platze einen schwer zu nehmenden Gegner bar; bisher wurden dort alle Gegner glatt geschlagen. Auch Gießen

Wirtschaft.

* Verbot der Veröffentlichung der Liguidationskurse. Der Berliner Börien- vorstand hat gestern entsprechend der Bekannt­machung vom 25. November 1931 Prolongations­kurse festgesetzt, zu denen Die Prolongation Der noch schwebenDen Termingeschäfte vom 10. Dezember 1931 auf den 31. Dezember 1931 zu erfolgen hat. Die Veröffentlichung dieser Kurse muß unterbleiben, da nach Auffassung der zuständigen Staatsbehörden das Kursveröffentlichungsverbot dem entgegensteht. Infolgedessen kann der Börsenvorstand Prolonga­tionskurse nur von Fall zu Fall auf Antrag bei Nachweis eines Interesses mitteilen. Das indivi­duelle Auskunftsrecht des Bankiers gegenüber dem Kunden wird Durch Das Kursveröffentlichungsver- bot nicht berührt.

* Stillegungsantrag der Firma Henschel & Sohn in Kassel. Die Firma Henschel & Sohn AG., Kassel, hat gestern beim . Regierungspräsidenten Stillegungsantrag gestellt. Die Stillegung des gesamten Betriebes soll am I

31. Dezember erfolgen. Die Firma sieht sich zu diesem Schritt veranlaßt, da die geringe Zahl der vorhandenen Aufträge ein wirtschaftliches Arbeiten zur Zeit nicht ermögliche. Qltan werde sich bemühen, eine Wiederaufnahme des Betriebes durchzuführen, sobald die Gestehungskosten und sonstigen Lasten auf ein Maaß gekommen seien, welches ein tragbares Verhältnis zu den erreich­baren Aufträgen ergebe. Die Leitung des Unter­nehmens gibt dem WTD. auf Anfrage bekannt, man hoffe im Interesse der Arbeiter- und Be­amtenschaft, daß die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung doch eine baldige Wiedereröffnung des Betriebes züläßt. Ersatzmittellieferungen und Reparaturen erfahren keine Unterbrechung.

* Die Bing-Werke A G. werden infolge allgemeinen Geschäftsrückgangs und ungünstiger Exportaussichten ihre Fabrikation für Spielwaren teilweise einstellen. Die Fabrikation wird erst wieder ausgenommen werden, sobald man Die Entwicklung Der Exportmöglichkeit überblicken kann.

Das Pfund weiter unter flauem Druck.

Gestern außerordentlich heftige Schwankungen des Pfundkurses.

Die Befestigung Des PfunDes scheint hauptsächlich technischer Natur zu sein. Amerika­nische Käufe gaben Den Anstoß zu Dem Um­schwung, wodurch holländische Baissiers zu über­stürzten Deckungen veranlaßt wurden. Im übrigen scheint auch eine der englischen Großbanken für eigene Rechnung Pfund aufzukaufen. Hoffnungen in Paris im Zusammenhang mit den kommenden Zollverhandlungen, Die allerdings Durch Die jüng­sten Besprechungen Des englischen Unterhauses nicht unterstützt roerDen, Dürften stimmungsmäßig zu Der Erholung beigetragen haben. Trotz Der gestrigen Besserung verhehlt man sich allerDings in London nicht, Daß Die Lage weiter e r n ft bleibt, unD Daß weDer Die internationale Situation, noch Der Durch Die saisonmäßigen Motive weiter vorhanDene Druck aus das Pfund einen übertriebenen Optimismus rechtfertigen würde. Die Rückzahlung von Krediten an Das AuslanD, Die infolge Der günstigen Währungs­latze feit Der Aufhebung Des Goldstandards in ver­stärktem Maße erfolgt unD einen günstigen Faktor für Das PfunD Darstellt, Dürfte mit Dem Jahresende zum größten Teil beenDet fein, währenD anDerjeits Die unter Dem Druck her Reichsbank erfolgenDe neue Inanspruchnahme von KreDiten unter Dem Stillhalte-Abkommen, Die bereits zum Teil zurückgezahlt waren, geeignet finD, einen weiteren Druck auf Das Pfund auszuüben. Die englischen Banken haben sich verschiedentlich nicht bereitgefunDen, auslänbische Gesuche nach WechselkreDiten in Dollar unD Franken zu bewilligen.

An den internationalen Devisenmärkten war das Pfund gestern auherordentliH heftigen Schwankungen ausgesetzt. Es er­öffnete gestern vormittag, nachdem es vorgestern mit 3,3875 geschlossen hatte, d. h. der Dollar in London, während das Pfund in Aeuyork vor­gestern abend 3,33 notierte, wiederum mit 3.33 und ging dann auf 3,31 zurück, um sich später in ver­hältnismäßig kurzer Zeit auf 3,3950 zu befestigen. Das Geschäft in Pfunden war nicht besonders leb­haft. Gegen den Gulden befestigte sich das Pfund auf 8,3650, gegen Paris auf 86,40, gegen Zürich auf 17,3250 und gegen die Reichsmark auf 14,2250 (gestern morgen 14,06). Der Dollar lag international schwach; in Amsterdam ging er auf 247,905 zurück, nachdem er vorgestern noch 248,35 notiert hatte. Der französ i s ch e Franc tendierte ebenfalls international leichter, die Rorddevisen waren gehalten.

Am Rachmittag h eiten sich b'e Umsätze in Pfund in ziemlich engem Rahmen. Gegen den Dollar stellte es sich, nachdem es vorübergehend auf 3,3950 angezogen hatte, aus 3,3750, gegen Gulden auf 8,40, gegen Paris auf 86,25, gegen Zürich auf 17,42 und gegen die Reichsmark auf 14,2475. Der Dollar war nach vorübergehender Befestigung wieder etwas leichter, die Reichsmark gab ebenfalls im Kurse nach, in Amsterdam stellte sie sich auf 58,65, und in Zürich auf 121,75. Reichsmark in Reuyvrk nannte man mit 23.75. Die Rorddevi- fen waren wieder etwas schwächer, die Südame­rikaner tendierten dagegen wieder etwas fester.

Die deutschen Börsen.

Frankfurt schwach.

Frankfurt a. M., 3. Dez. Der heutige Tele­phonverkehr lag ohne jede Anregung. Es fanden nur sehr geringe Llinsätze statt, doch neigte die Tendenz wieder eher zur Schwäche, nachdem am gestrigen Spätnachmittag eine leichte Erho­lung eingetreten war. 3m Gegensatz zu Berlin blieb hier die Pfundbewegung heute fast ohne Einfluß, während die abermals schwache Reuyor- fer Börse und das anhaltende Angebot am festver­zinslichen Markt verstimmten. Gegen gestern mit­tag blieben die Kurse zwar ziemlich unverändert, doch verloren die Spitzenwerte im Vergleich zu gestern abend etwa 1 Prozent. Stärker rückläu­fig waren von Elektroaktien Licht & Kraft, die nach ihrer letzten Befestigung 3 Prozent einbüß­ten. 3m übrigen hielten sich die Kursveränderun- gen in sehr engen Grenzen, da kein drängendes Angebot vorlag.

Der Renten markt verkehrte auch heute in schwacher Haltung. Es erfolgten starke Ab­gaben, die man mit Exekutionen freiwilliger und unfreiwilliger Art motivierte, denen über­haupt keine Aufnahmeneigung gegenüberftanb,

was zu einer weiteren Deroutierung bes Renten Marktes führte. Einige Werte verloren bis zu 2 Prozent, Frankfurter unb Rhei­nische Hypothekenbank-Goldpfandbriefe etwa ein Prozent. Von beukschen Anleihen lagen Altbesih schwach. An den übrigen Märkten herrschte bei geringem Geschäft ebenfalls Schwächeneigung vor.

Am Geldmarkt war Tagesgelb leicht; der Sah stellte sich auf 7,5 (8) Prozent.

FreundlichereGrundftimmunginBerlin

Berlin,-!. Dez. (WTB. Funkspruch.) Obwohl sich Die endgültige Veröffentlichung Der Notverord nung etwas zu verzögern scheint, so Daß nur Der wichtigste Teil bis zu in Sonntag fertiggestellt fein Dürfte, hofft man Doch, Daß Die entgegentommenDere Haltung Der SPD. es möglich machen mirD( in allen Hauptfragen zu einer besrieditzenden Lösung zu kommen. Diese Hoffnung unb eine festere TenDenz an Der gestrigen Neuyorker Börse ließen im heutigen Freiverkehr eine freunblichere G r u n D st i rn- m u n g aufkommen. Die anhaltenbc Schwäche Der Deutschen Papiere im AuslanDe glaubt man nicht übermäßig tragisch nehmen zu müssen. Da bekannt­lich eine Jnterventionspolitik oDer auch nur eine

Bei Dem ßonboner Kunsthändler Cristie gehn gen kostbare Stücke aus Dem Schatz Der Wittelsbacher zur Versteigerung. Es hanDelt sich Durchweg um Brillanten von einer Größe, wie sie nur selten auf Den Markt kommen. Unsere Abbildung zeigt Den berühmten Blauen Diamanten Der Wittelsbacher, Der 35 Karat wiegt.

Arbitrage auf GrunD her bestehenhen Devisenbestim- mungen nicht möglich ist, von Deutscher Seite also für Die Kurse nichts getan werDen kann. Trotz der schwachen Veranlagung der deutschen Werte im Aus­lande konnten sich die Aktienkurse im heutigen Tele­phonverkehr meist um 1 bis 2 v. H. gegen gestern nachmittag erholen und haben damit ungefähr den Stand der geheimgehaltenen Liguidationskurse wie­der erreicht. Bei Rheinischen Braunkohlen, für die weiter starkes Interesse besteht, wurde dieser Ligui- dationskurs sogar noch um 2 v. H. überschritten, auch Handelsanteile blieben gesucht und gingen 4 v. H. höher um. Nicht ganz so zuversichtlich war dagegen heute die Stimmung am Anlagenmarkt, an dem immer noch Angebot sestzustellen ist. Die kommunalen Umschuldungspläne scheinen ein Fiasko zu erleiden, da die Differenzen zwischen der Re­gierung und der Reichsbank einerseits und den Kre­ditinstituten anderseits immer noch nicht beigelegt sind. Man befürchtet, daß das ganze bisherige Um - schuldungsprojekt in Frage gestellt wird und von der Regierung ein neuer Plan aus­gearbeitet werden muß. Die Hauptdisserenzen schei­nen in den zu geringen Zugeständnissen betr. der Steuerfreiheit und dem als zu niedrig bezeichneten, den Berechnungen zugrunde gelegten Zinsfuß von 5 v. H. zu liegen. Während sich daher Goldpfand­briefe auf gestriger Basis etwa behaupten konnten, gingen Stadt- und Kommunalanleihen eher noch weiter bis zu zirka 1 v. H. im Kurse zurück.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H

3 Dezember

4. Dezember

Slmllirfif Notierung

Amtliche

Notierung

»elh

3riel

Geld

Driei

Helsingsor» .

7.093

7.107

7,093

7,107

Wien

58,94

59.06

53.94

59,06

Prag

12,47

12,49

12,47

12,49

yuDapefl . .

73,28

73.42

73.28

73,42

Sofia . .

3,057

3,063

3.057

3,063

Holland

169.73

170,07

169,83

170,17

Oslo . .

78,42

78.58

78.17

78,33

Kopenhagen.

78,42

78.58

78,17

78,33

Slvciiiolni

78.67

78,83

78,32

78,48

London . .

14,18

14,22

14.16

14,20

Buenos Aires

1,028

1,032

1.028

1,034

Neunort

4,209

4,217

4.209

4,217

Brüjiel

58.39

58,51

58.39

58.51

Italien . .

21,68

21,72

21.68

21,72

Paris . .

16,48

16,52

16.43

16.52

Schwei; . .

81,77

81,93

81.92

82 08

Spanien

35.16

35,24

35,16

35.24

Danzig

82,02

82,18

82.12

82.28

Japan

2.058

2.062

2.058

2.062

Rio oe Ian..

0,239

0.241

0,239

0,241

Jugoslawien.

7,393

7,407

7,339

7.407

titiiüboa

12,94

12,96

12,79

12,81

Banknoten

Berlin, 3. Z>e;cmbe

Geld

Dries

Amerikanische Polen

4,20

4,22

Belgische Noien . . .

58,23

58.47

DänischeNvls

n ...

. . - .

78,24

78.56

Englische Not

n . .

....

14,14

14,20

yrcnjöiüdie Nölen ....

16,46

16,52

Holländisch? Noien . . .

169,36

170,04

Ilalienifch? Noien . .

21,66

21.74

Norwegische Noien

78,24

78.56

Teulich-Lesierreich, t 100 Schilling

Rumänische Noien

2,48

2 50

Schwediiciie Noien ...

78,49

78.81

Schweizer Noien.....

81.59

81.91

Spanische Noien ....

34,93

35,07

Ungariiche Noien . . .

Reichsbankdiskont 8 o. h., Lombardzinsfuß 10 v H.

Sriefkaffen Der Redaktion

ft. R. Durch die Handwerkskammer kann in Ihrem Falle weder ein Befähigungsnachweis noch irgend­ein anderes Zeugnis ausgestellt werden. Zeugnisse über Ihre Leistungen können Ihnen lediglich von den Instituten gegeben werden, die Ihnen Zeichen­unterricht erteilt haben.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

An Die Provinzial-Straßenverwaltung.

Augenblicklich ist man wieher habet, auf fast allen Lanhstraßen hie schahhaften Stellen hurch Ausfüllen mit Schotterauszubessern'. Wie sich dieseAus­besserung auf alle Fuhrwerke, insbesondere Autos, auswirkt, ist jedem, der diese Straßen benutzen muß, hinlänglich bekannt. Da wird dem Publikum emp­fohlen, in der heutigen schweren Zeit den Bedarf an Auslandwaren einzuschränken bzw. durch In landerzeugnisse zu ersetzen. Bei Lebensrnitteln und Bekleidungsstücken läßt sich dies schließlich auch durchführen, nicht aber bei hem Gummi für hie Autoreifen, »ei benen wir vollkommen auf bas Aus­land aiitzewiesen sind, und gerade diese Reifen leiden bei dieser Straßenverbesserung am allermeisten. Manche Straßenwärter sind zwar so vernünftig, die Wirkung der scharfen unb spitzen Schvttersteine durch Aufwerfen von Sand oder Erde etwas zu mildern, aber an anderen Stellen scheint man noch weit entfernt von der erforderlichen Einsicht zu fein, denn noch jeden Herbst wird die Straßenausbesse- rung" auf die jetzige Art und Weise vorgenommen.

Mehrere Reisende.