Ausgabe 
4.7.1931
 
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

Samstag, 4. Juli 195|

Nr. |54 viertes Blatt

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

Die Effektenbörse erhielt in der abgelaufenen Deriehtsperiode ihr Gepräge durch die Unklar­heit in den amerikanisch-französischen THoroto- riumsverhandlungen. Das Geschäft rzahm nur selten etwas stärkere Lebhaftigkeit an. Die herr­schende Nervosität spiegelte sich am besten darin wider, haft die Börse auf alle, auch nur gerücht­weise verlautenden Nachrichten über den Stand der Pariser Besprechungen sehr empfindlich rea­gierte. Verstimmung ging ferner auch davon aus. Doti di« Insolvenzen im Neiche wiederum eine Zunahme erfahren haben und bati die Nachfrage am Devisenmärkte immer noch nicht nachgelassen hat. Einen wenig erfreulichen Verlauf nahmen die Generalversammlungen bei Gelsenkirchen. Nül- gerswerke und Karstadt, die so recht enthüllten, in welch schwieriger Situation sich die großen Konzerne befinden. Di« dauernd angespannte Geldmarktlage trug ebenfalls dazu bei, dah das Geschäft keinen grötieren Umfang annehmen konnte. Wenn sich das Kursniveau trotz erheb­licher Schwankungen im grotien und ganzen be­haupten konnte, so ist dies nicht zuletzt der ver- hältniSrnötiig glatten Ueberwindung des Halb- jahresultimoS. dem man schon seit langer Zeit mit einiger Belorgnis entgegengesehen hatte, zuzuschreiben. Bei aller Unklarheit über die politische Entwicklung war doch immer ein Hoff­nungsschimmer vorhanden, dati Frankreich durch sein« Haltung die von Amerika eingeleitete Ak­tion zur Belebung der Weltwirtschaft im all­gemeinen und der deutschen Wirtschaft im be­sonderen, nicht zum Scheitern bringen wird. Dieses Durchdringen einer zuversichtlicheren Stimmung bewirkte bei dem in- und ausländi­schen Publikum «in Aufleben deS Kaufinteresses', auch die Spekulation nahm in diesem Zusammen­hänge verschiedentlich Meinungskäuf« vor, denen jedoch nach der jeweiligen Lage der Dinge immer wiederum auch Abgaben entgegen traten. Dies führte zu einer unregelmäßigen Kursbewegung, so dah sich txt Salbo fchlichlich gegen den Dor­wochenstand einerseits Kursbesserungen von bis 3 Prozent, andererseits aber in zahlreichen Fällen auch Verluste gleichen Ausmaßes ergaben. Neue Befestigungen erzielten vor allem Elektro- und Kunstseidewerte, ferner Nheinstahl. Dayr. Hhpotheken-Bank. Allgemeine Lokal- und Kraft­werke und Zellstosfaktien. Besonders auffallend war die Kurssteigerung bei Chade um 22 Mark, die mit dem ruhigen Verlauf der spanischen Wahlen in Zusammenhang gebracht wurde. Das Gros der Effekten blieb jedoch nahezu unver­ändert. Am Anle hemarkt lag?n Ablösungsanlcihen des Reiches gedruckt. Am Pfandbriefmarkt er­gaben sich bei kleinem Geschäft überwiegend leichte Besserungen.

Wochenbericht

vom frankfurter Produktenmarkt.

Infolge der vorzüglichen Witterungsverhält- nisfe in Deutschland herrschte auch an der Frank­furter Getreidebörse stärkst« Zurückhaltung, da man mit einer relativ guten und frühen Ernte rechnet. Die Geschäftstätigkeit blieb auf die Deckung des notwendigen Bedarfs beschränkt. Die Preisgestaltung war gegenüber der Vor­woche unregelmätiig- Im ganzen verhalten sich die Händler sehr abwartend.

Das Geschäft am Weizenmarkt war sehr gering, obwohl das Angeoot von altem Weizen Lein geworden ist. Der Preis für die Tonne Weizen hessischer, heNen-nassauifchcr und unter- sränkischer Hcrtunft blieb mit 295 Mark unver­ändert. Stimulierend wirkte auch die bessere Nachfrage für Futterweizen im Zusammenhang mit der Entscheidung der Regierung, zunächst von einer verbilligten Weizeneinfuhr für Futter­zwecke abzusehen. Neu- und Auslandweizen hat­ten ruhiges Geschäft. Im Weizen neuer Ernte lauteten die Offerten per August-Septem der Lie­ferung für Pommern-Mecklenburg-Holsteiner. Durchschnittsqualität, 76 Kilogramm, 250 Mark per Tonne.

Am F u t t e r m i t t e l m a r k t ist die Stim­mung wenig verändert, ebenso die Preislage. Nur Hafer wurde erneut um 2,50 Mark per Tonne im Preise herabgesetzt. Braugerste war kaum gefragt. Wintergerste neuer Ernte zur alsbal­digen Lieferung wird reichlich offeriert, Ab­schlüsse scheitern jedoch meist an der beträcht­lichen Spanne zwilchen Forderungen und Ge­boten. Don Norddeutschland lagen Offerten zu

17,50 Mark für 100 Kilogramm vor. Futtergerste wurde zu etwa 21 Mark angeboten. Für Hafer stellte sich die Notierung auf 195 bis 200 Mark.

Weizenmehl lag nach einer vorübergehend leichten Belebung im ganzen matt. Die Preise gaben um eine viertel Mark pro 100 Kilogramm nach. In Roggenmehl hielt di« starke Nachfrage an, so bati, bei allerdings geringen Umsätzen, der Preis erneut um 1,50 Mark anzog. Es kostete Weizenmehl südd. 39.25 bis 40,50. nieder- rheinisches 39.25 bis 39.50. Roggenmehl 33.50 bis 35.00. Am Kleiemarkt ist in der Ab­wärtsbewegung der Preise ein Stillstand cin- ge:reten. Die Preise für Weizenkleie blieben mit 10 biS 10.10 Mark und für Roggenkleie mit 11.25 bis 11,50 gut behauptet. Am Rauh- futter mittelmarkt verlangte man für Heu neuer Ernt« 3,50 bis 4 Mark, für alte Ernte 5 Mark.

Wochenbericht

vom $ronffurfer Schlachtviebmarkt.

Am Frankfurter Schlachtviehmarkt war das Geschäft in dieser Woche in allen Diehgattungen meist ruhig und schleppend. Die Preisgestaltung wies bei einer gewissen Llnregelmätiigkeit doch meist neue kleine Abschwächungen auf. Auf man­chen Märkten hatte der etwas bessere Geschäfts­gang der Dorwvche wieder viel zu stark« Auf­trieb« zur Folge. Es kamen somit wieder in­folge der ungleichmätiigen Beschickung alle die Nachteile für den Diehabsatz zutage. Hinzu kamen noch die autierordentliche Geldknappheit in der Landwirtschaft, die geringe Aufnahmefähig­keit der Konsumenten und das saisonmätiigc Massenangebot von Wildbret und Geflügel. Am Drotiviehmarkt war der Auftrieb (1325 Stück) gegen die Dorwoche nur wenig höher. Der Markt wurde nach ruhigem Handel geräumt. Die Preise für Ochsen. Kühe und Färsen neigten um je 1 Mark zur Schwäche, während Bullen unverändert blieben. Infolge des guten Gras­wuchses sind Weidekühe zum Teil zwar gesucht, doch auch hierfür sind keine befriedigenden Preise zu erzielen. Der Schweinemarkt war bei einem Austrieb von 5930 Stück (gegen 5466 in der Dorwoche) wesentlich stärker beschickt, was einen Preisverlust von durchweg 2 Mark für alle Gewichtsklassen zur Folge hatte. Fettschweine waren schwer unterzubringen. Nach anfangs mittelmäßigem, später aber schleppenden Ge­schäft, verblieb Lieberstand. Am Kälber­markt war trotz der Derringerung des Auf­triebs (1419) um 130 Stück keine Erholung zu verzeichnen. Der Handel war sehr schlecht und nur zu erneut um 1 bkS 2 Mark gedrückten Prei­sen konnte der Markt ausverkauft werden. Für norddeutsche Kälber wurden Preis« über Notiz erzielt. Der S ch a f m a r t1 verzeichnete in dieser Woche einen ziemlich vermehrten Auftrieb (144 gegen 67 Stück), so daß feit etwa drei Monaten wieder eine Notierung hergestellt wurde. 'Oie unterdessen sich gut behaupten konnte, während an den übrigen Märkten andauernd Preisnach­lässe cingetreten waren. Der Handel war jedoch auch für Schafe sehr schleppend. Es notierten per Rentner Lebendgewicht in Marb: Ochsen al 44 bis 48. a2 40 bis 43. bl 33 bis 39. Bullen a 38 bis 42, b 34 bis 37. Kühe a 35 bis 38. b 29 bis 34. c 22 bis 28. Färsen a 44 bis 48,

b 40 bis 43, c 33 bis 39. Kälber b 51 bis 56,

c 45 bis 50, d 36 bis 44. Schafe al 42 bis 46,

b 36 bis 41. Schweine a 41 bis 44, b 41 bis 44,

c 42 bis 45, d 42 bis 45, e 40 bis 44, f und g nicht notiert.

»

Die Nassauische Landesbank emp­fiehlt im heutigen Anzeigenteil 7prvz. Gpldhypo- theken-Pfandbriefe zum Ausgabekurs von 97 Pro­zent und 7prvz. Goldkommunalobligationen zum Ausgabekurs von 93,5 Prozent. Der Rückzah­lungskurs beträgt für beide Gattungen 100 Proz. Interessenten feien auf die Anzeige hingewiesen.

D i e deutschen Spareinlagen. Ende Mai beliefen sich die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen auf 11 224,94 Millionen Mark gegen 11 165,28 Millionen Mark Ende April. Der Derichtsmonat weist mithin eine Zu­nahme von 59,66 Millionen Mark gegen 121,74 Millionen Mark im April auf.

Der Anbau von Getreide und Frühkartoffeln. Nach den vom Statisti­schen Reichsamt zusammengestellten vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Anbauflächenerhe­bung für Getreide sind im Deutschen Reich« ins­gesamt 4,36 Mill. Hektar mit Roggen, 2,16 Mill. Hektar mit Weizen, 112 000 Hektar mit Spelz

und Emer. 230 000 Hektar mit Wintergerste. 1.39 Mill. Hektar mit Sommergerste und 3,35 Mill. Hektar mit Hafer bestellt worden. Gegen­über dein Dorjahre hat sich der Roggenanbau um 351 000 Hektar, gleich 7,5 Prozent ver­ringert, während der Anbau von Weizen um 378 000 Hektar gleich 21,2 Prozent zugenom­men hat. Auch bei Gerste ist eine Vergrößerung der Anbauflächen eingctrclen, und zsvar bei Wintergerste um rund 33 000 Hektar gleich 16,7 Prozent, und bei Sommergerste um 67 000 Hektar gleich 5.1 Prozent. Dagegen ist der Anbau von Hafer um 85 000 Hektar gleich 2.5 Prozent und der von Spelz und Emer um 6000 Hektar gleich 5,4 Prozent zurückgegangen. Die Anbaufläche für Frühkartoffeln beträgt im ganzen 244 000 Hektar. 3m Vergleich mit dem Vorjahre hat sich der Anbau um 7000 Hektar gleich 3,1 Prozent ver- grötiert.

' Rheinische 21®.-für Braunkohlen­bergbau und Brikettfadrikation. Köln. Unter Berücksichtigung von 679156 (446 434 im Dorjahre) Mk. Dortrag wird ein Gewinn von 9 442 813 ( 9 686 068) Mk. auSge- toiefen, aus dem eine Dividende von wieder» 10 Prozent verteilt werden soll. Im neuen Ge­schäftsjahre haben sich die 2lbfatzverhältnisse bis­her befriedigend gestaltet.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 4.Juli. Tendenz: schwach. Nachdem die Meldung über eine erzielte Einigung in Paris vorbörslich einen festen Unterton geschaf­fen hatte und auch die gestrigen Auslandsdörfcn an­regten, eröffnete der offizielle Börsenverkehr zum Wochenschluß in ziemlich schwacher Haltung, da in den Pariser Verhandlungen bisher nur eine Teil- lösung erfolgt sei, so daß die Verhandlungen keines­wegs als vollkommen betrachtet werden können, da Hoover mit der bisherigen Lösung noch nicht zu­frieden zu sein scheint. Die schwache Lage der Roth- schildgruppe als Folge der österreichischen Kredit­anstaltskrise wurde 'gleichfalls viel besprochen. Da auch aus der Industrie überwiegend ungünstige Nachrichten Vorlagen, wie die Stillegungen im Lino­leumkonzern und neue Arbcitcrentlassungen im Ruhrbergbau, schritt die Spekulation sogar zu Ab­gaben, zumal auch die Lage des Geldmarktes immer noch keine wesentliche Veränderung erfahren hat. Bei verhältnismäßig kleinen Umsätzen ergaben sich gegen die Abendbörse durchweg Kursverluste, die bis zu 1% v. H. betrugen. Darüber hinaus verloren Elektrowerte bis zu 3 o. H., Reichsbank 2 v. H. und Salzdetfurth 5 o. H. I.-G.Farben büßten zunächst 1)4 v. H., später aber weitere 2 o. H. ein Montan­aktien verloren von 1 bis 3 o. H., nur Gelsenkirchen setzten etwas fester ein. Bankaktien blieben knapp behauptet, ebenso Kunstseideaktien und Zellstoff Waldhof. Am Anleihemarkt lagen Altbesitz weiter schwächer. Don Ausländern gaben Merikaner in Reaktion bis zu t v. H. nach. Am Anlagenmarkt blieben Goldpfandbriefe bei ruhigem Geschäft un­verändert, während Liquidationspfandbriefe leicht zur Schwache neigten. Reichsschuldbuchforderungen verloren bis zu 1 o. H. Im Verlaufe schwächte fid) die Tendenz weiter ab und die Kurse lagen für Spezialwerte erneut bis au 2 v. H. niedriger. Nur Z.-G.-Jarben blieben auf dem ermäßigten Kurs­stand behauptet. 2lm Geldmarkt machte sich eine leichte Entspannung bemerkbar, bod) war der Satz mit 7% o. H. immer noch ziemlich schwach. Am De­visenmarkt lag das Pfund international ziemlich fest, der Dollar gegen Reichsmark aber schwach. Man notierte Mark gegen Dollar 4,2132, gegen Pfunde 20,5025, London gegen Kabel 4,8665, gegen Pans 124,29, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 52,20, gegen Schweiz 25,1350, gegen Holland 12,0913.

Berliner Börse.

Berlin, 4. Juli. Nachdem die Tendenz im Börsenverkehr und an der Vorbörse im Anschluß an die Frankfurter Tendenz fest war, überraschte der offizielle Börsenbeginn. Die heute gemeldete, in Paris bis auf zwei Punkte erzielte Einigung konnte eine stärkere Belevung nicht auslösen, da heute die Lage des Geldmarktes im Vorder­gründe des Interesses stand. Die Nachfrage nach Tagesgeld hat sich weiter verstärkt, ferner drückte die heute fällige zweite Tranche des Zwi- schenkredits für das Reich, obwohl die Summe nur etroa 20 Millionen ausmacht. Der Tagesgeldsatz stellte sich auf 8J4 bis 11 v. H., und die Börse, hier­über verstimmt, schritt eher zu Abgaben, zumal auch von außen her Material an die Märkte kam. Die Meldung eines englischen Blattes, daß man in Finanzkreisen erwägt, Deutschland einen ro<? i - t c r en Kredit zu geben, blieb eindruckslos, ebenso die Meldung, daß man jetzt wieder die Möglichkeit der Einführung deutscher Werte an der Pariser Börse erörtert und daß dies« Absicht

Gegenstand der kommenden Besprechungen zwischen den deutschen und französischen Ministern sein soll. Verstimmend wirkten ferner der neue Rückschlag an den Metallmärkten, die beabsichtigten Stillegun­gen im Linoleumkonzern und neue Arbeiterentlassun- gen in der westdeutschen Kohlenindustrie, sowie auch die Zahlungsichwierigkeit einer bekannten Baufirma in Mitteldeutschland. Gegen die gestrigen Mittags- schlußkurse betrugen die Kursverluste bis zu 2 vH. nach beiden Seiten. Rheinische Braunkohlen zogen auf den guten Abschluß bis zu 3 v. H.chan, Rütgerswerke lagen auf die gestrige Generalver­sammlung etwas fester. Svenfka konnten 5 Mark, Bemderg, Polyphon, Ehade und Bergmann 2 bis .3 v. H. anziehen, während Berger fast 3 o. H. ver­loren. Deutsche Anleihen waren uneinheitlich. Neu­besitz 0,15 v. H. sester. Ausländer waren sehr ruhig, Bosnier gewannen % v. H. Monatsgeld blieb mit 71 bis 9J v. H. unverändert, Warenwechsel 7i bis 7J v. H. 3m Verlaufe wurde das Kursniveau auf verspätet eingetroffene Derkaufsorders aus der Pro­vinz weiter schwächer. Die Rückgänge betru­gen 1 bis 3 o. H. Salzdetfurth, Bemberg, Polyphon und Siemens verloren bis zu 4 v. H.

Gießener Wochcnmarktpreise.

Es kosteten auf bem heutigen Wvchenmarks: 'Butter 140 bi« 150 Pfennig. Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140. Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 15 biS 20. Spinat 25 bis 30.

Römischkohl 10 bi« 12. Bohnen 35 bis 40,

Spargel 30 bis 60. Erbsen 20 bis 25, Mischgemüse 10 bi« 12. Tomaten 30 bis 50,

Zwiebeln 12 bi« 15. Rhabarber 10 bi« 12.

Pilze 25 bis 30. Aepfel (ausl.) 50 bis 60,

Kartoffeln (alte) 5 bis 6. (neue) 10 bi« 15. Dörrobst 30 bis 35. Kirschen 20 bi« 40,

Sauerkirschen 35 bis 40, Heidelbeeren 30 bis 35, Stachelbeeren 20 bis 25. Johannisbeeren 20 bi« 25, Erdbeeren 35 bis 60. Walderdbeeren 30 bis 35, Himbeeren 45 bi« 55. Aprikosen 40 bis 45, Pfirsiche 45 bis 55. Suppenhühner 90 bi« 100, Honig 40 bi« 50. jg Hähne 90 bis 110 per Pfund; Tauben 50 bis 70. Eier 9, Blumenkohl 30 dis 70, Salat 5 bis 15. Galatgurken 20 bis 35, Ginmachgurken 5 bi« 6. Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 15 Pfennig per Stück; gelbe Rüben 8 bis 10. rote Rüben 8 bis 10, Radieschen 10 bis 15 Pfennig per Bund; Kartoffeln 4 bis 5 Mk. per Zentner.

Spiclplan der Frankfurter Theater.

Frankfurter Schauspielhaus. Sonn­tag, 5.3uli, 20 bis 23 Uhr: Robert und Bertram. Montag, 6.3uli, 20 bis nach 23 Uhr: Der Haupt­mann von Köpenick. Dienstag, 7. Juli, 20 bis 23 Uhr: Robert und Bertram. Mittwoch, 8. Juli, 20 bis gegen 22.30 Uhr: AlbFrankfurt. Donners­tag 9. Juli, 20 bis 23 Uhr: Robert und Bertram. Freitag, 10. 3uli, 20 bis nach 23 Uhr: Der Haupt- mann von Köpenick. Samstag, 11.3ult, 20 bis gegen 22 Uhr: Dame Kobold. Sonntag, 12. Juli, 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. Frankfurter Opernh a-us. Sonntag, 5. Juli bis Sonntag, 12. Juli, von je 20 bis gegen 22.30 Uhr: Olly-Polly.

Letzte Nachrichten.

Amerika noch nicht befriedigt.

Neuyork, 4. Juli. (H)IB. Funkspruch.) Die Neuyorker Blätter heben heute hervor, daß die bis­her in Paris erreichte Verständigung noch nicht als ausreichend und für Washington annehmbar onzusehen fei.Herold Tribüne undNewyork Times" betonen in ihren anläßlich des heutigen Unabhängigkeitstages erscheinenden Leitartikeln fast übereinstimmend, daß die USA. ihre Unabhängigkeit und ihre daraus erwachsende Stärke jetzt dazu benutzen mühten, um mit der übrigen Dell zufammenzuarbeiten. Die Zeiten mißtrauischen Beiseitestehens seien end­gültig vorüber.Herold Tribüne" sogt, die Be­grüßung der USA. als größte Nation auf Erden durch den englischen Premierminister bringe zum Ausdruck, daß beide Nationen auf dem gemeinsamen Boden der Gleichberechtigung und Offenheit stün- den, der eine Zusammenarbeit ermögliche.Newyork Times" betont, dah kein förmlicher Vertrag not­wendig fei, um eine Aktion zu ermöglichen, für die grohen Forderungen von Frieden und Freiheit mit Großbritannien und den anderen Nationen des Kontinentes zusammenzugehen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbcmkdiskont 7 o.H., Lombardzinsfuß 8 v. H. ____________________

.Vranfiun a. M*.

Berlin

annur, ü. 2)1.

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Brief

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Schluß- Iure

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Schmß- lurs

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Schlup- für#

anlang« Pur#

«amerikanische Roten.......

Belgische Roten.........

Dänische Roten.........

Englische Roten.........

Französische Roten........

Holländische Roten........

Italienische Roten........

Norwegische Roten........

Deutsch.Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Roten........

Schwedische Roten........

Schweizer Roten.........

Spanische Noten.........

Ungarische Roten...... .

Devisenmarkt Berlin -

4,216

58,59

112,59

20,49

16,48

169,36

22,11

112,58

59,13

2,495

112,90

81.56

39,82

73.25

- Frankfurt

4,236

58.83

113,03

20,57

16.54

170,04

22.19

113,02

59,37

2,515

113.34

81,88

39,98

73,75

a. TR.

tfahim

37

4.7.

3 7.

4.7.

Datum

3.7.

4.7

3.7

4.7.

Datum

3.7.

4.7.

3.7.

4.7.

6% Deutsche 9iei(beflnlnbe 0.193'.

7% Deutsche Reichkmleibc p. 1929 5V,% Doung-Anleibr von 1930 . SeutidK flnl-WUI.-Schuld mit Aiitloj-Rechien.......

Teifll. ohne »luMof.-ttctßte . .

8% Hcs>. Bolttstaat von 1929

(rtdjab®- 102%)......

Cberbeilcn Provinj-flnlethe flueloi.-iUcdittn......

Deutsche komm, Sammelabl.

Anleihe Serif 1.....

8% 5ran!|. Hvo.-Bank Goldpse

15 untünbbai bi4 193 , . . . .

7% Franks- Hyp.-Bank CBoIböft untünfbarbU 1936 Serie 16 .

szrunks. Hyp.-Bank Ltqu.

$i<iTibbrie1e.........

4t,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.

Äoldpfe...........

8% fr. LandeipfandbriefanNall, -ßfanbbriele R. 19......

7% Pr. Sanbtipfanbbrietanfiall, «fanbbridc Ä. 10......

4% Oesterreich«»# Öolbrentt .

4,20% Cefterrridjild« Silbenentf 4% Ungarische (üolbrtntc . . .

4% Ungarisch« Llaatrrente v. 1910 4C,% deägl. von 1913.....

5% abgest. öolbmeplaner von 99 4% Türkische 3oU<mleibe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleibe

Serie I...........

4% beifll. Serie II......

b% Rumän. vereinb. Rente d.1903 4H%Rumän.Detetnb.9ientcp.l913 4% Rumänische vcretnh. Rente ®H% I Anatolier

78,75 95,5

71.25

50,9 5,4

89

49,5

48

98,13

92

87,95

88,75

100

95,5

1

14,25

10,25 2,65

2,7 2.7 72

5,75 14

1 1 1 1 1 1 IS 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 f IS 1 1 1

78,5 95,75 70,75

50,7

5,2

89

48,5

100

95,5

19,65 1,1

17

15

14,8

10 2,75

2,75

2.8 7,25 14,13

5,95 14,1

50,25

5,35

-

15

2,8

14,13

Vamburfl-Slmmta Datei . . . t Hamburg-Lüdam. Dampfschiff. u Hansa Tampsschlss .....0

Norddeutscher Lloyd.....6

fl.CS. für Verkehrswesen AN. . . Berliner Handelsgesellschaft . k (Summen* unb Privat-Bank . 7

Darmstädter und Rationalbant 8 Deutsche Bant und

Tieconio-Gesellschaft... 6

Dresdner Bank...... 6

Reichebank........12

ALS............7

Bergmann.........9

Slektr. Lieferung-gesellschaft. io Licht und Ätoh......lfl

(teilen & (»utlleaume.... 6h Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

Rheinische (Heltrijtti» .... 9 Gdiudert & Go.......11

Siemens & HalLke.....14

LahmeyerLGo.......12

BuderuS..........4

Deutsche Erdöl.......6

Kellenkirchener ....... 8 Harpeoer....... . . 0

Hoesch Eisen...... 6

Ilse Bergbau.......10

klöcknerwerke........6

8 aln-Reuessen.......6H

Mannesmann-Röhren .... 6

Man-selber Bergbau.....0

cberickles. Koks werke .... 8 Tdönir Bergbau......4H

Rbeinische Braunkohle» . . . 10 Rbelnttafil.........k

-

50,75

48

105,5

100,5

105

100,5

101 137,5

94,25

107

118

72,5

110

127

158,5

112

45

71,25

62

52,5

68

47

78

100,5

105

100,25

100,25

135,5

93,5

115

71,5

108

124

1,7,5

67.5 72

65

77

47 101

79 49,75 47,5 105,25 100,5

105

100,5 100,5 135,5

93,75

68

107 115,5 72,25

109 99,5 125,5

157 111,75

44

68 70,5 62.5

53 151,5 52.5

66.75

28 62,9

47

155 77,75

46,75

100,5

78 49,4 48,65

104

100,5

105

100.5 100.25

135

94,5

70,75

115

72,5

108.13

99.5

124

158

42,75

68 71.25

62 54,5 151

54

65,25

63,13

46

158

78.25

eveck Monian......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Llaui Minen......16*;,

Kaliwerke Ascheröleben . . . 1"

Kaliwerke Westeregeln . . . 10

Kaliwerke Salzdetfunh ... 15

3. S. Farben-Industrie ... 12 et ein. dient. Industrie Frank- fun a.M...........

Scheideanstall.......lf*

Goldschmidt.........0

RütgerSwerie........b

Metallgesellichast.......5

Philipp Hotzmann......8

Zementwerk Heidelberg.... 7 ilementwerk Karlstadt.....7

Wayh & Freyrag......0

TchuUbeiö Patzenhoser ... IS

Alu (allgemeine Kunstseide) 0

Bemberg......... 0

Zellstoff Daldbos.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 6

Dessauer ffla#........9

Daimler Motoren......0

Deutsche Linoleum . .... 5

Crenftein & Koppel.....0

Leonhard Tietz.......8

Svenska.........15

Cbade............

frankfurter Maschinen . . . . 0

Gritzner..........0

Maülkraftwerke Höchst a. M.. . 6

Süddeutscher Zucker .... 10

45,75

125

130 200.

136,5

52

126

40

42,5

78

56,5

85.75

26,5

84

94.9

59,25

26 66

84

240

-

30

70

111,5

z 19,75

195

135,13

59,75

83,75

64^5

25

-

45

19,5 124,25

129,5 197

135

39,5 42,5

60,5

=

129 83

93,5 65,13 60,25 117,5 25,75

65

36 »5 83,75

240 264

10

30,5

45

20

131,25 199

135,25

39,75

43,5

128

83,5

96.5

63,75

26,13

64

85,5

244,75

109

3.3ufl

4. Juli

Amtliche Notierung »elb Sriei

Amtliche Notierung Gelb »rief

£'c:!!ngfoH . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . £> .... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos 'Lire« Reuyori . . Brüssel. . . Italien. . .

. . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Ru, de Ian.. Jugoslawien, fctiiflhon . .

10,593 59,195 12,473 73,09 3,047

169,38 112,69 112,70 112.86 20,475

1,338 4,209 58,65 22,04

16,475 81,435

40,06 81,86 2,079 0,321 7,434

18.64

10,613 59,315 12,493 73,53 3,053

169,72 112,91 112,92 113,08 20,515 1,342 4,217 58,77 22.08

16,515 81,615 40,14 82.02 2.083 0.328 7.43?

18-64

10.593

59.20

12.473

73.56

3.047 169,38 112,71

112,71

112.86

20,475

1,353 4.209

58,68

22,05

16,475

81,585

40.16 81,88 2,079 0,321

7.433

18,64

10.613

59,32 12,493

73,60 3,053

169,72

112,93 112,93

113.03 20,515

1,357 4,217 58,80 22,09

16,515 81,695

40.24 82,04 2.083 0.323 7.447

13,68