Ausgabe 
3.7.1931
 
Einzelbild herunterladen

9 co. 2 ^mffO'Hbeitarna §-2. 4.2,8. Cin überauß » (800, 200 200, 400 Olteter). das die Rheinfranken als sichere Sieger sah. 4X100 Meter. A: 1. Hasso-Rhenama CD.

46 8" 2 ATV. Rheinfranken 47,8 Sek. 3n der Mannschaft des Siegers liefen Mehner und Müller mit und entschieden den Lauf 4X100 Meter, B: 1. Chattia 47,8; 2. Adel-

Phi a 48,4 Sek.

Einzelkämpfe der Studentinnen.

100 Meter: 1. Laaf 14,4; 2. Storck 14,6; 3. Heid 15,1 Sek. Ein schönes Rennen, dos Fräulein Laaf in sicherer Manier an sich brachte.

Kugelstoßen: 1. Vellrnonn 7,96; 2. Leon­hardt 7,80; 3. Heid 7,71 Meter.

Hochsprung: 1. Gerhardt 1,29; 2. Leonhardt 1,23; 3. Laaf 1,20 Meter.

Schlagballweitwurf: 1. Laaf 44.95 2. Klein 43,55; 3. Weber 43,01 Meter.

Ergebnisse der Mehrkämpfe.

Studenten.

Fünfkampf: 1. Lindenstruth, Chattia, 2662; 2. W. Frey, Freistudent, 2645; 3. F. Frey, Rhein­sranken, 2579; 4. Wolf, Chattia, 2541; 5. Grünig, Merovingia, 2419 P.

Dreikampf für Anfänger: 1. Schäfer, Rheinsranken, 1558; 2. Paul, Germania, 1328; 3. Schmidt, Arminia, 1306; 4. Frey, Frankonia, 1281; 5. Kühling, Chattia, 1250 P.

Dreikampf für Fortgeschrittene: 1. Müller, Freistudent, 1751; 2. Lindenstruth. Chat­tia, 1676; 3. Wolf, Chattia, 1568 ; 4. Buh, Rhein- frarcken. 1541; 5. Fay, Darmstadtia, 1507 P.

Mehrlampf der Studentinnen.

Dreikampf für Studentinnen: 1. Ger­hard 80; 2. Laaf 78; 3. Heid 62; 4. Storck 60; 5. Davidson 51 P.

plahweihe des Turnvereins Launsbach

Der Turnverein Launsbach hat am Sonntag seinen neu erbauten Sportplatz seiner

Bestimmung übergeben. Unter den Klängen der Musikkapelle Krosdorf marschierte der Verein vom Vereinslokal zum Platz. Rach dem Aufmarsch sämtlicher Turner und Sportler begrüßte der 1. Vorsitzende die Teilnehmer und dankte beson­ders denen, die an dem Ausbau beteiligt waren. Dor einem großen Publikum rollte sodann ein reichhaltiges Programm ab, im bunten Wechsel folgten: Freiübungen, Fußballspiele, Turnspiele. Geräteturnen, Handballspiele der Schüler, Ju­gend, 2. und 1. Mannschaften. Als Vertreter der Behörden sprach Bürgermeister Brockmeier. Krofdorf, der auch die Glückwünsche des Land­rates in Wetzlar übermittelte; Kreisjugendpfleger Lehrer Armbrecht, Kinzenbach, ermahnte die Jugend, sich mehr denn je sportlich zu betätigen. Die Glückwünsche des Turngaues Lahn-Dünsberg überbrachte der 1. Vorsitzende, Daupert, Wieseck.

Arbeiter-Turn- und Gporibund.

DezirkSturnfest in Naunheim.

Am Samstag und Sonntag findet in Raun­heim bei Wetzlar das diesjährige Bezirks- Turn- und SPortfest des 3. Bezirkes statt. Bereits am Samstagnachmittag beginnen die Mehr- und Einzelkämpfe der Leichtathleten. Ein Degrüßungsabend in der Festhalle auf dem Festplatz vereinigt sodann die Sportler. Tur­nerische und sportliche Sondervorführungen der einzelnen Vereine werden das Programm aus- füllen.

Am Donntagvormittag beginnen dann die Wett­kämpfe der Geräteturner und -turnerinnen. Die Leichtathleten werden ihre Kämpfe sortsetzen, während die Fußballer einen Dreikampf für sich austragen, lieber 500 Teilnehmer haben zu den einzelnen Kämpfen gemeldet.

Rach der Mittagspause wird ein Festzug durchgeführt, auf dem Festplah eine Ansprache gehalten und schließlich werden Massenübungen der Männer und Frauen vorgeführt. Ein Fuß­ballspiel Raunheim I Ffm.-Dockenheim I und ein Handballspiel zweier Bezirksauswahlmanli­sch aften werden den übrigen Rachmittag füllen. Die Siegerverkündigung wird dann zum Schluß des Festes überleiten, das die Einheimischen als Volksfest feiern werden.

Wirtschaft.

Kreditrestriktivn in Berlin. Wie derBörsenkurier" berichtet, beabsichtigt die Reichsbank durch verschärfte Restriktion den Um­lauf der Ultimobewegung hinsichtlich der Wechsel­einreichung zu erzwingen. Die Restriktion wird im wesentlichen eine Berliner Angelegenheit sein, denn in der Provinz haben schon die früheren Maßnahmen gut gewirkt.

* Die Staatshilfe für den Erzberg­bau a n Lahn, Dill und Sieg. Rach den bei Besprechungen in Berlin in den letzten Ta­gen gegebenen Zusicherungen ist die Auffassung berechtigt, daß die staatlichen Hilfsmaßnahmen für den Erzbergbau im Lahn-Dill-Gebiet und im Siegerland unter den gleichen Bedingungen und Voraussetzungen, wie sie für das zweite Viertel dieses Jahres genehmigt waren, für weitere sechs Monate gewährt werden. Die Zusicherungen fußen auf der Feststellung, daß die an die Hilfs­maßnahmen geknüpften Erwartungen sich in vol­lem Umfange erfüllt haben, indem der Schrump­fungsprozeß im Erzbergbau an Sieg, Lahn und Dill aufgehalten, und die weitere Verminde­rung der Grubenbelegschaft vermieden werden konnte. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

* Internationales Viscose-Kunst- . seidesyndikat. Die Verhandlungen zwischen den wichtigsten deutschen, holländischen, italieni- - schen und schweizerischen Herstellern von Viskose­kunstseide zwecks Bildnng eines Verkaussshndi- kats für den deutschen Markt konnten gestern zu einem erfolgreichen Ende geführt werden. Der Vertrag zwischen den beteiligten Firmen ist nun­mehr unterzeichnet worden. Die Dauer des Syn­dikats wurde auf 10 Jahre festgesetzt. Gleichzeitig erfolgte die Unterzeichnung des Vertrages über die Bildung des Kupserkunstseideshndikats zwi­schen den Firmen I. G. Demberg AG.. Barmen, I.-G.-Farbenindustrie, Frankfurt a. M., und F. R. Küttner, Pirna, dessen Geltungsbereich über den deutschen Markt hinausgeht und im Hin­blick auf die verschiedenen ausländischen Demberg- Lizenzverträge als eine Selbstregelung auf dem Kupferkunstseidemarkt betrachtet werden kann

* Kündigungen be i HenschelL S ohn in Kassel. Wie die Verwaltung der Firma Henschel L Sohn AG. in Kassel, deren Werkstätten zur Zeit zu weniger als ein Drittel beschäftigt sind und deren Arbeiterzahl sich heute aus rund 2000 stellt, mitteilt, sieht sie sich in die Rotwendigket

versetzt, ihre Angestelltenzahl, die heute nvch etwa 600 beträgt, in ein einigermaßen angemessenes Verhältnis zu dem verringerten Beschäftigungs­grad des Werkes zu bringen. Um die notwendigen Maßnahmen bis zum Iahresschluh durchführen zu können, wurden Kündigungen an etwa 400 Ange­stellte ausgesprochen, die vorsorglich erfolgt sind. Die Firma hofft jedoch durch ihre fortdauernden Bemühungen auf Hereinholung von Aufträgen aus dem In- und Ausland und Verminderung aller Unkosten die Kündigungen nur in geringem Ausmaß durchführen zu müssen.

* Die Deutsche Kranken-Versiche- rungs-AG., Berlin-Schöneberg teilt im Bericht über das Geschäftsjahr 1930 mit, daß der Versicherungsbestand im Jahre 1930 um 50 000 Personen erhöht werden konnte, so daß die Zahl der am Ende des Berichtsjahres be­stehenden Versicherungen 200 000 betrug. Die Prä­mieneinnahme stieg auf rund 11 852 000 Mk. (im Vorjahre 8 058 000 Mk.), während die Schadens­leistungen von 2 806 000 Mk. in 1929 auf 5 489 000 Mark in 1930 wuchsen. Die Schadensreserve (or­dentliche Schadensreserve und Katastrophen­reserve) wurde von rund 1 105 000 Mk. auf rund 1 716 000 Mk. erhöht. Daneben wurde zurKapital- auffüllung noch eine besondere Kapitalreserve in Höhe von 250 000 Mk. gebildet; auch der Sonder- reservesonds hat im Geschäftsjahre 1930 einen Zuwachs von 75000 Mk. aufzuweisen und damit eine Gesamthöhe von 200 000 Mk. erreicht. Von dem bilanzmäßigen Ueberschuh in Höhe von 1 502 000 Mk. wurden 1 350 000 Mk. als Prämien­rückvergütung an die in 1930 anrechthabenden Versicherten verteilt. 100 000 Mk. dienen zur Ver­stärkung des gesetzlichen Reservefonds, 50 000 Mk. = 10 v. H. Dividende gelangten wie in den Vor­jahren an die Aktionäre zur Ausschüttung. Der Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Juli. Tendenz: unsicher. Die immer noch ungeklärte politische Situation rief an der heutigen Börse wiederum große Rervv sität hervor, die noch durch alle mög­lichen Gerüchte verschlimmert wurde. 3m großen und ganzen herrschte eine meist ziemlich optis- mistische Auffassung vor. Eine Reuyorker Mel­dung, wonach der Rediskontkredit der Reichsbank über den 16. Juli hinaus verlängert werden soll, wirkte anregend, ebenso auch der erfolgreiche

Abschluß der Kunstseideverhandlungen. Die Kurs­gestaltung ließ bereits im Vorbörsenverkehr keine Einheitlichkeit erkennen, und auch zu Beginn der offiziellen Börse war die Tendenz als recht ungünstig anzusprechen. Während verschiedene Papiere Besserungen bis zu 1,25 Prozent, Elek­trische Lieferungen sogar 3,75 Prozent aufwiesen, ergaben sich bei einer Anzahl anderer Werte Verluste bis zu 2,5 Prozent. Rach Festsetzung der ersten Kurse konnte sich auf Käufe allgemein eine etwas freundlichere Stimmung durchsetzen, so daß das Kursniveau überwiegend eine Steigerung erfuhr. Schwächer eröffneten u. a. IG.-Farben. Schuckert, Salzdetfurth, Nord­deutscher Lloyd und Reichsbank, während Kunst­seideaktien, Bauunternehmungen, Deutsche Lino­leum und einige Elektrowerte bis zu 2,5 Prozent anzogen. Bankaktien konnten sich nur knapp be­haupten. Deutsche Anleihen zogen um Bruchteile eines Prozents an. Don fremden Werten setzten Mexikaner ihre Aufwärtsbewegung weiter fort. Der Pfandbriefmarkt lag noch sehr undurchsichtig. Reichsschuldbuchsorderungen unverändert. Im Ver­laufe neigte die Tendenz wieder etwas zur Schwäche, und die vorher erzielten Kurs­gewinne gingen fast wieder verloren. Das ®e>- schäft, das zeitweise größere Lebhaftigkeit er­langte. ebbte später ziemlich ab. Am Geldmarkt war immer noch keine Entspannung zu verzeichnen. Der Satz für Tagesgeld stellte sich weiter unver­ändert auf 8 Prozent, Monaisgeld mit 7,75 bis 9,5 Prozent gesucht. Am Devisenmarkt lagen Valuten immer noch fest. Man nannte Matzck gegen Dollar 4,2145, gegen Pfund 20,5025, Lon­don gegen Reuyork 4,8650, gegen Paris 124,2550, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 50,75, gegen Schweiz 25,1275, gegen Amsterdam 12,0925.

Berliner Börse.

De rlin, 3. Juli. (WTD. Drahtkericht.) Rach der festen Frankfurter Abendbörse hörte man heute vormittag zunächst weiter feste Kurse, doch wurde es dann wieder etwas schwächer. An der Vorbörse schwankten die Kurse hin und her, und die ersten Dotierungen lagen unter den festen Abendschlußkuvsen, doch wiesen sie gegen die gestrigen Berliner Mittagsschlußkurse meist nur Veränderungen von 0,5 bis 1,5 Prozent nach beiden Seiten auf. Hatte man gestern abend bereits mit einer Einiaung in Paris gerech­net, so wurde man heute durch die Mitteilung enttäuscht, daß die Verhandlungen, die abends stattfinden sollten, auf heute morgen und wieder voraussichtlich auf heute abend vertagt wurden. Die Spekulation wurde hierdurch nervös und schritt zu Beginn der Börse eher zu kleinen Verkäufen, während von außen her Orders so gut wie gar nicht Vorlagen. Hinzu kamen noch Meldungen über die voraussichtlichen Restrik - tions Maßnahmen , die natürlich verstimm­ten. Ferner blieben der nicht ungünstige Bericht des Stahlwerksverbandes für Juni und das An­ziehen der Sparkasseneinlagen ohne größeren Einfluß. Der Montanmarkt lag etwas fester. Lediglich Kunstseidewerte waren lebhaft gefragt und fest auf die Nachvicht, daß die Kunstseide- Verhandlungen zur Bildung des internationalen Kunstseidesyndikats für zehn Jahre und des Kupfer-Kunstseide-Shndikats geführt haben. Chade konnten 3 Mark anziehen, während BEW. bei Plus-Plus-Rotiz 3,25 Prozent und REW. bei Plus-Plus-Notiz 4,25 Prozent anziehen konn­ten. Aku lagen 2 Prozent und Bem'berg 3,25 Prozent fester, dagegen lagen Zellstosfverein, Brown Doveri schwächer. Deutsche Anleihen er­öffneten etwas niedriger .Bon Ausländern waren Mexikaner gefragt, und sie zogen 0,75 Prozent an. Der Pfandbriefmarkt lag noch sehr ruhig. Reichsschuldbuchforderungen waren kaum verän­dert. Am Geldmarkt soll die Rachfrage nicht mehr so stark wie gestern sein, doch blieben die Sätze noch unverändert für Tagesgeld 8 bis 10 Prozent, Monatsgeld 7,75 bis 9,5 Prozent, Warenwechsel etwa 7,5 Prozent. 3m Verlaufe war es zunächst weiter sehr uneinheitlich, doch konnte sich auf feste Auslandmeldungen später eine leichte Befestigung durchsetzen, vereinzelt lagen die Kurse jedoch etwas unter Anfang.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

I_I Große n- Linden, 2. 3uli. Am vergan­genen Sonntag fand hier das Bundessingen des Ober hessischen Sängerbundes statt. An dem Festzug nahmen etwa 700 Sänger teil. 3m Vereinslokal des GesangvereinsHar­monie Großen-Linden hielt der Dundesvor- sitzende Müller - Lang-Göns eine Begrüßungs­ansprache und eröffnete das Bundes singen. Jeder Bundesverein trug den PflichtchorFrühlings­glaube" und einen selbstgewählten Chor vor. Eine Wertung fand nicht statt. Die einzelnen Ge- sangsdorträge riefen starken Beifall bei den vielen

Zuhörern hervor. Während der Kundgebung tm Freien kamen zwei Massenchore unter Leitung deS Musiklehrerö W. Schättler (Gießen) zum Vor­trag. Der Gauvorsitzende Koch (Gießen) über­brachte die Grüße des Gaues. Der ausgezeichnete Verlauf der Feier, die vom herrlichsten Wetter begünstigt war, stellte ein Zeugnis ersten Sänger­geistes dar.

$ Alten-Duseck, 2. 3uli. Als ein erfreu­liches Zeichen der Anerkennung und deS Ver­trauens zu unserem Bürgermeister Decker kann es bezeichnet werden, daß für die auf den 1 2. 3 ulid. 3 anberaumte Bürgermeister­wahl ein Wahlvorschlag nicht eingereicht wurde. Bürgermeister Decker gilt dadurch auf weitere neun Jahre für dieses Amt gewcchlt. Am ver­gangenen Sonntag wurde unser neuer Ortsgeist­licher, Pfarrer Naumann. durch Dekan Guß­mann in sein Amt eingeführt. Die Antritts­predigt des neuen Pfarrers machte auf die zahl­reich erschienenen Gemeindemitglieder einen tie­fen Eindruck. Verschönt wurde die Feier durch mehrstimmige Gesänge der oberen Schulklassen unter Leitung von Lshrer Ranft.

[Jj Lollar, 2. 3uli. Anläßlich des Deut­schen L i edert ages veranstaltete auch die Sängervereinigung Lollar am vori­gen Sonntag ein GesangSkonzert vor der Schule. Unter der Stabführung von Chorleiter Dap- per (Gießen) gelangten Volkslieder und Dar­bietungen an Kunst-Chorgesang zum Vortrag. Die Darbietungen wurden von einer großen Zu­hörerschaft beifällig aufgenommen. Der erste Vor­sitzende, Schuhmachermeister Georg Schnell, wies in einer Ansprache auf den Sinn deS Liedertages hin. Sein Hoch galt dem deutschen Männergesang, dem deutschen Lied und dem deutschen Vaterlande. Der Verein verfügt zur Zeit über 75 aktive Sänger.

*= Stockhausen, 30. 3uni. Am Sonntag fei­erte der hiesige GesangvereinLiederkranz" das Fest seiner Fahnenweihe, mit dem daS Dundesfest des Ohm- Lumdata l-Sän­ger bundes verbunden war. Fast alle Vereine des Dundes hatten Vertretungen entsandt. Der Deutsche Sängergruh und der Bundeschor Schwinge dich auf mein Lied" eröffneten die Ver­anstaltung. Der Dundesvorsitzende, Decker (Kes­selbach), begrüßte die Sänger und wies auf die hohe Aufgabe hin, die den Gesangvereinen in der Pflege des deutschen LiedeS übertragen Jet Der erste Vorsitzende des fest gebenden Vereins hieß die Gäste ebenfalls willkommen, gleichermaßen entbot der Gauvorsitzende Bitter (Darmstadt) vom Hessischen Sängerbund herzliche Grüße. Die Weiherede hielt Pfarrer Lic. Stumpf (Merlau). 3m Anschluß an die Festrede wurde dem Vor­sitzenden des Festvereins die neue Fahne über­reicht, der sie in den Schutz des Vereins nahm und sie dem Fahnenträger 3 ä g e r übergab. Der Dirigent Lehrer Ranft (Stockhausen), dankte zu­nächst den Frauen und Jungfrauen des Vereins, die durch ihre Spenden die Anschaffung der Fahne ermöglichten. Sein Dank galt weiter dem in der Ferne, in Kansas weilenden Heinr. Reitz, einem geborenen Stockhäuser, der eine schöne Fahnen­schleife stiftete, und den vielen Gästen, die das Fest bereichern halfen.

Kreis Alsfeld

-f Ehringshausen, 1. Juli. Erstmalig in diesem Jahre veranstalteten die Schulen von Ehringshausen, Otterbach-Rülfenrod, Rieder-Ge­münden, Elpenrod. Hainbach, Ermenrod, Zeil- bach und Groß-Felda gemeinsam an dem zwischen Ehringshausen und Ermenrod gelegenen Back­ofenhausteich ihr Jugendfest. Mit Worten der Begrüßung leitete Lehrer Schmoll, Elpen­rod, die Feier ein. Der besonderen Bedeutung des diesjährigen Jugendfestes gedachte Lehrer Maiensch ein, Ermenrod, indem er den Kin­dern aus dem Leben und Wirken des vor hun­dert Jahren verstorbenen Freiherrn vom und zum Stein erzählte. Das Deutschland-Lied bil­dete den Abschluß des ersten Teils des Jugend- festes. Gemeinsame Spiele und Gesänge folgten sodann in bunter Reihe. Den Höhepunkt bildete ein von den Lehrern Sch mvll, Matern und Schön vor geführtes Handpuppenspiel. Der in­nere Wert des echten, unverdorbenen Puppen­spiels sprach aus den leuchtenden Augen und der Lebhaftigkeit der Kinder, mit der sie an dem Stück teilnahmen. Zum Schluß gab Lehrer Lotz, Rieder-Gemünden, einen Rückblick auf die verflossenen Stunden und einen Ausblick für das nächstjährige Jugendfest. Sein Dank galt all denen, die mitgeholfen hatten, das Jugend fest schön zu gestalten.

<p Schadenbach, 2. Juli. Die beiden Vete­ranen von 1870/71, Kaspar Kirch und Nikolaus Melchior wurden für langjährige treue Ar­beit im Kriegervereinswesen mit demHassia- Ehrenkreuz" bedacht.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reschsbankdiskont 7 v.H., Lombardzinsfuß 8 o. H.

Jranksun o. Ul.

Berlin

Schluß» turS

l«ilhr» KurS

Schluß, lurd

Anfang« Kurs

Datum

2.7.

3.7.

27.

3.7.

6% Deutsche Reichsanleihe 0.1921

79

78,7

_

7% Deutsche Reichsanlethe D.1929

95,5

95,65

6%% Doung-Anlclhe von 1930 .

70

70

_

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten.......

51,2

__

51,2

50,8

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .

5,3

5,4

5,4

5,1

8% Hess. Vollsstaat von 1929 (rückzahlb. 102°/»)......

Oorrhessen Provinz-Anleihe mit

89

89

Auslos.-Rechten.......

49,5

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

48,75

48,75

___

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

15 unkündbar bis 1935 ....

98

.

_

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. unkündbar 6U 1936 Serie 16 .

92

4y,% Franks. Hyp.-Bank Liqu.- Pfandbriefe.........

87,75

_

_

4%% Rbeinische Hyv.-Bcmk-Liqu.

Goldpse...........

8% Pr. Landespsandbriesansialt,

88.2

Pfandbriefe R. 19......

100

100

7% Pr. LandeSpfandbriefanstall,

Pfandbriefe 8L10......

95,5

95,5

4% Orsterreichische Goldrente . .

4,20% Oesterreichlsche Stlberrente

19,75 1

19,8

1,1

1,13

4% Ungarische Goldrente . . . .

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

16,9

17,1

10

_

14,9

_

4V* *% deSgl. von 1913.....

5% abgest. Goldmexikaner von 99

9,5

14,5

9,45

10

4% Türkische Zollanlethe von 191:

2,65

2,65

4% Türkische Äagdadbahn-Anlethe

Serie 1..........

2,55

_

4% desgl. Serie II......

2,55

5% Mumän. verelnh. Rente ö. 190c

_

4^r%RumSn.vereinh.Rentev.l91k

_

14.13

14,13

4% Rumänische verelnh. Rente

6

_

5,9

5.95

Anatolier......

13,9

14,1

Franliun 0. M.

Berlin

Schluß- kurS

1-ilhr- KurS

Schluß« kurs

Anfang« Kurs

Datum

2.7.

3.7.

2.7.

3.7.

Hamburg-Amerika Pakei ... 6

49,5

48,25

48,4

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

103,5

Hansa Dampsschiss .....O

79,75

79,75

Norddeutscher Lloyd.....6

51,75

50

51,75

51

A.G. für Verkehrswesen Mi. . .

48,5

48

Berliner Handelsgesellschaft . 8

106,5

106,5

105,75

Commerz, und Privat-Bank. 7

101,25

101

101,25

101

Darmstädter und Nationalbank 8

107

106,5

106,5

Deutsche Bank und

Dlsconto-Gesellschast... 6

101

101

100,5

Dresdner Bank ...... 6

101

100,5

101

100,5

Reichsbank........12

138

137,5

137,75

136

A.E.G............7

96,25

95,25

95.5

95,25

Bergmann.........9

69,5

Elektr. Lieferungsgesellschaft. 10

111,5

107,75

108,5

Licht und Kraft......io

117

118

116,5

118

Felten & Guilleaume .... 6>/,

73,5

72,75

73,25

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

112

113

111,5

112,75

Rheinische Elektrizität .... 9

98,5

99,5

Schuckert & (So.......u

130

Siemens & Halske.....14

160

159^5

158

158,5

Lahmeyer L Co., ...... 12

110

Buderur .......... 4

45

44,5

Deutsche Erdöl.......5

68

-

69,5

69,9

Gelsenkirchener.......g

72

_

72

Harpener...... . . . Ö

63

_

Hoesch Eisen.........g

Me Bergbau.......

149

Klöcknerwerke.........

Köln-Neuesten.......6%

_

Mannesmann-Röhren .... 6

68

68,5

67,25

68,25

Mansselder Bergbau.....ö

29

27,5

28.25

Oberschles. Kokswerke .... 8

-

63,5

64

Zklöntr Bergbau......4yt

48

- -

48,25

49

Rheinische Braunkohlen... 10

157,5

157,5

Rheiustahl ........ ,e

78,5

78,5

78,13

78,75

Frankwn a. 1>(. Äerlln

Schluß« 1-Uhr» Schluß- Anfang« lurS K»rS kurs KurS

Datum

2.7. 3.7. 2.7. 3.7.

Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Otavi Minen......16'/,

Kaliwerke Ascheröleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

3. G. Farben-Jndustrie... 12

Verein, chem. Industrie Frank.

47 46.13 46,65

20,5 19,5

126,5 126 126

134,5 132,5 132,5 -

201 201,5 202,75 201

137,4 136,13 136,25 136,65

52,5

126

40,25 40 39,5

42.75 - 43 43,25

60,5 60,75 60,75

Scheideanstalt.......10

Goldschmidt.........0

Rütgeröwerke........5

Metallgesellschaft.......5

Philipp Holzmann......8

Zementwerk Heidelberg.... 7

Cementwerk Karlstadt.....7

Wayß & Freytag......0

Schultheis Patzenhoser ... 16

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

Bemberg......... 0

Zellstoff Waldbos.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 6

Dessauer GaS........9

Daimler Motoren ...... 0

Deutsche Linoleum ..... 6

Orenstein & Koppel . , . . . 0

Leonhard Tietz ....... 8

Svenöka.........16

78 - 77,75 78

54 56,5

85,75 - -

25 26 25

130,75 131 ,75

83,5 82,75 80,75 82,75

93,5 95 91,75 95

69,75 68

- 62,5

127 120,25

26 26,5 25,5 26,13

67,5 66,5 66

- - 40,75 39,75

86,5 85,75 84,5

239 239 240

Frankfurter Maschinen . . . . 0

Gritzner..........0

Mainkraftwerke Höchst a.M.. . 6

Süddeutscher Zucker .... 10

1 10 10

30 30

Bantnoten.

Berlin, 2.Full

Geld

Brief

Amerikanische Noten.......

4,215

4,235

Belgische Noten.........

58,60

58,84

Dänische Noten.........

112,59

113,03

Englische Noten.........

20,49

20,57

Französische Noten........

16,479

16,539

Holländische Noten........

169,31

169,99

Italienische Noten........

22,11

22,19

Norwegische Noten........

112,58

113,02

Deutsct^Oesterreich, ä 100 Schilling

59,13

59,37

Rumänische Noten........

2,495

2,515

Schwedische Noten........

112,90

113,34

Schweizer Noten.........

81,56

81,88

Spanische Noten.........

39,97

40,13

Ungarische Noten ........

73,25

73,55

Devisenmarkt Berlin Fraatsurl a. M.

2.3uH

3.3u1l

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amtliche Notierung

Geld | »rief

Helsingfor» . Wien. . . .

10,593

59.18

10,613 59,30

10,593

59,195

10,613

59,315

Prag . . .

12,473

12,493

12,473

12,493

Budapest. .

73.42

3.047

73,56

3,053

73,09 3,047

73,53 3,053

Holland . .

169,33

169,77

169,38

169,72

Oslo....

112,69

112,91

112,69

112,91

Kopenhagen.

112.70

112,92

112,70

112,92

Stockholm .

112,86

113,08

112,86

113,08

London. . .

20,474

20,514

20,475

20,515

Buenos Aires

1,332

1,336

1,338

1,342

Neuyork . -

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,66

58.78

58,65

58/77

Italien. . .

22,04

22,08

22,04

22,08

Paris . . .

16,475

16,515

16,475

16,515

Schweiz . .

81,54

81,70

81,435

81.611

Spanien . .

39,96

40,04

40,06

40,14

Danzig. . .

81,86

82,02

81,86

82,02

Japan . . .

2,079

2,083

2,079

2,083

Rio de Jan..

1,326

1,328

0,321

0,323

Jugoslawien.

7,433

7,447

7,434

7.448

Lissabon . .

18,61

18,65

18,64

18,68