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Vor der Parlamentsauslösung

Voraussicht nach voll ausgezahlt

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genreaierung befindet sich ?fahr 400 Kilometer nordöstlich

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krafttreten anzukündigen. Während dieser Frist steht es den Besitzern frei, sich entweder für eine Umwandlung ihrer Bonds oder für Aus- IKunc ein. zahlung des Gegenwertes nach Ablauf dieser 1

Der wegen des Attentats auf den Hamburger Regierungsrat Lassallh angellaqte Polizeiober­wachtmeister Pohl wurde zu einer Gefängnis­strafe von zwei Jahren verurteilt.

Meine politische Nachrichten.

Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, wird Reichspräsident v. Hindenburg seinen Geburtstag, wie schon In früheren Jahren, außerhalb Berlin- verleben. Minister-

schen Minister war es auch Tardieu, der bis sahrt des Zuges mit Laval verhandelte.

EhaoS in der Mandschurei.

Angriffe mit Gummiknüppeln auf die nach Zehn- laufenden zählenden INenschenmassen. Ein Unterhaus- mitglied wurde verhaftet und wird heute vor dem Polizeigericht verurteilt. Außerdem verhaftete die Polizei noch zwölf Personen, vielfach kam es z u schweren Ausschreitungen. Die Fenster­scheiben zahlreicher Geschäfte wurden zertrümmert, und die Auslagen als Wurfgeschosse gegen die Be­amten geschleudert, viele Personen erlitten Ver­letzungen, drei Polizisten muhten in» Krankenhaus geschafft werden. Rach Mitternacht wurden zwölf Lebensmittelgeschäfte nusgeplün-

Die Radikal-Demokratische Partei, Landesverband Hessen, hält ihren dies­jährigen Parteitag am Sonntag, 4. Oktober, im Parkhotel in Offenbach ab. Auf diesem Par­teitag wird die Liste der Kandidaten für die Landtagswahlen aufgestellt werden.

London, 1. Okt. (WTB.) Wie derDaily Tele­graph" aus Mukden meldet, suchen in der Mandschu­rei jetzt zwei einander feindliche Regierungen an die Macht zu kommen. Die Anhänger des bisherigen Gouverneurs der Mandschurei, Marschall Tschang- s u e h l i a n g , haben Tschintschaufu (ungefähr 160 Kilometer südlich von Mukden) zur Hauptstadt er-

ZTlännern nach dem Rathaus, wo eine Abordnung | pes Oktobergehaltes erhalten. Die Llnterstützuw Wohlfahrtserwerbslosen werden je-

dert. Um 1.30 Uhr war berittene Polizei noch mit dem Auseinandertreiben der Menschenmassen auf den l Straßen beschäftigt. Erst nach 2 Uhr früh trat endlich

klärt. Dorthin hatte sich nach dem Ausbruch der Unruhen eine Anzahl Beamter des alten Regime» geflüchtet. Die Gegenre in Kirin, unge1.

1 von Mukden. Die Kirin-Reglerung hat die Anfchul-

Frist zu entscheiden. Bon dem Rechte der Re­gierung, die Einkommensteuer gleich bei der Auszahlung der Zinsen abzuziehen, wird abgesehen werden, da ein großer Teil der An­leihe im Auslande plaziert ist: andernfalls würde man die Ausländer vom Ankauf von Pfund-Sterlings-Bonds abhalten.

ArbeiiSlosentumulte in Bristol und Glasgow.

Die Opposilionsbew eguna in der Sozialdemvkmlie

Lleberläufer oder Absplitterung?

dem Stadlrat ihre Beschwerden überreichte. Linen gen an die besonders ernsten Eharakter nahmen die kund- doch aller gebungen i n G l a » g o w an, wo sie bis nach Mitter- werden, nacht andauerten. Die Polizei unternahm zahlreiche

Graf v. Roedern hat mit Rücksicht auf die ihm obliegende anderweitige Arbeitslast das Amt des Vorsitzenden des Bundes zur Erneue­rung des Reiches niedergelegt. Als Nachfolger wurde Reichsminister a. D. Dr. Gehler gewählt. Graf v. Roedern hat sich bereiterklärt, zusammen mit Freiherrn v. Wilmowsky den stellver­tretenden Dorfitz zu übernehmen.

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Wettervoraussage.

Ueber dem Festland ist der Luftdruck wieder an­gestiegen, so daß sich eine Hochdruckbrücke gebildet hat, die sich von der Biscaya über Frankreich und Süddeutschland bis nach Polen hin erstreckt. Unser Bezirk liegt an ihrem Nordrande, so daß wir dem- entsprechend südwestliche bis westliche Luftzufuhr er­halten. An der Südseite der kräftigen Islanddepres- fion bringen Warmlustmassen mit für die Jahres- zeit sehr hohen Temperaturen über die britischen Inseln ostwärts vor. Vorläufer von ihnen sind schon in größeren Höhen bis auf das Festland gelangt und haben eine geschlossene Nebel- und Wolkendecke verursacht. Da entsprechend dem Lauf der Isobaren die Zufuhr der Ozeanlust noch anhält, ist weiterhin mit diesigem und wolkigem Wetter zu rechnen. Das Auftreten leichter Nebelregen ist dabei nicht aus- geschlossen. Die Temoeraturen steigen weiter an und gleichen sich zwischen Tag und Nacht noch mehr aus.

Vorhersage für Samstag: Dunstig und bewölkt, mild, vorübergehend, leichter Sprühregen

digung erhoben, daß die bisherige Regierung feit Beginn der Herrschaft des einem Attentat zum Opfer gefallenen Marschalls Tschangksolin bis zur Absetzung seines Sohnes Tschangsueliang Gelder im Betrage von drei Milliarden aus der Mandschurei herausgepreßt habe. Der Aus­bruch offener Feindseligkeiten zwischen beiden Re­gierungen wird dadurch verhindert, daß zwischen ihnen in der sogenannten geschützten Zone die Japaner stehen. Außer in Kirin ist auch in Tsitsikar eine vorläufige Regierung gebildet worden.

Ein Kampfbund für deutsche Kultur.

Wie man uns mitteilt, wurde ein Kampf bund für deutsche Kultur gegründet, der den Zweck hat, inmitten des heutigen Kulturverfalls die Werte des deutschen Wesens zu verteidigen und jede art­eigene Aeußerung kulturellen deutschen Lebens zu fördern. Der Kampfbund setzt sich als Ziel, das deutsche Volk über die Zusammenhänge zwischen Rasse, Kunst und Wissenschaft sittlichen und willen- haften Werten aufzuklären, bedeutende, heute tot­geschwiegene Deutsche in Wort und Schrift der Oeffentlichkeit näherzubringen und so dem kulturellen Gesamtdeutschtum ohne BerücksichtiAUng politischer Grenzen zu dienen, ferner durch Sammlung aller Kräfte, welche diese Bestrebungen teilen, die Vor­aussetzung für eine, das Volkstum als ersten Wert anerkennende Erziehung in Schule und Hochschule zu schaffen, schließlich im Heranwachsenden Geschlecht aller Schichten des Volkes die Erkenntnis für das Wesen und die Notwendigkeit des Kampfes um die Kultur- und Charakterwerte der Nation zu wecken und den Willen für diesen Kampf um die deutsche Freiheit zu stählen. Der Bund ruft alle auf, denen die deutsche Zukunft am Herzen liegt; alle schöpfe­rischen Kräfte und alle lebendig erhaltenden: die Männer der Kunst, des Wissens, der Tat, alle bewußt Deutschen im Reiche und in aller Welt, alle Freunde der deutschen Kultur, die Frauen, die oft feinfühliger als die Männer das Schleichende der Zersetzung fühlen, die Erzieher der Jugend und vor allem diese Jugend selbst, die um ihr materielles Dasein, um geistige Geltung und seelische Freiheit hart zu ringen hat.

Berlin. 1. OIL (DDZ.) Infolge ihres AuS- chlusses aus der Sozialdemokratischen Partei haben die Abgeordneten Dr. Rosenfeld (Wahl­kreis Thüringen) und Seydewiy (Wahlkreis Chemnitz-Zwickau) dem Reichstagsbureau mitge- teilt, daß sie aus der Sozialdemokratischen Frak­tion ausgeschieden seien. Der Abgeordnete Oet- tinghaus «Wahlkreis Westfalen-Süd) hat mitge­teilt, daß er sich der kommunistischen Fraktion anschließe. Die gleichfalls zur Opposition gehören- den, aber aus der Partei noch nicht ausgeschlos­senen Abgeordneten Ströbel (Chemnitz-Zwickau), Siemsen (Thüringen), Ziegler (Breslau) undPor- tune (Frankfurt a. M.) haben sich nach einer Mel- düng des ,Vorwärts" ebenfalls beim Reichstags­bureau bei der sozialdemokratischen Fraktion ab­gemeldet.

Die Absplitterungsbewegung in der SPD. hat in den parlamentarischen Kreisen, die in unbe­dingter Opposition zum Kabinett Brüning stehen, zu der Auffassung geführt, daß Rosenfeld und Sehdewih auch aus den Reihen der sozialdemo­kratischen Reichstagsabgeordneten soviel Zulauf erhalten würden, daß dann auch mit Zustimmung der SPD. keine Mehrheit mehr für das Kabinett Brüning zustandezubringen wäre. 3n diesem Zusammenhang ist die wohl als phan­tastisch zu bezeichnende Ziffer von 25 SPD.-Ab- geordneten genannt worden, die sich von der Reichstagsfraktion absondern würden. Ein hoher Funktionär der SPD. erklärt hierzu, nach Lage der Dinge müsse man au dem Eindruck kom­men, als ob es der Rosenfeld-Gruppe gelingen werde, überall im ganzen Reichsgebiet ein­zelne SPD.-Leute hinter sich zu bringen, da sie einmal genügend Zeit hatten, innerhalb

möglich.

Vorhersage für Sonntag: Frühnebel, tagsüber wechselnd bewölkt und aufheiternd, meist trocken.

Lufttemperaturen am 1. Oktober: mittags 15L Grad Celsius, abends 7,7 Grad: am 2. Oktober: mor­gens 8,6 Grad. Maximum 15,6 Grad, Minimum 6,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Ok- tober: abends 12,8 Grad, am 2. Oktober: morgen» 9,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 9 Stunden,

der Partei für ihre Bestrebungen zu werben und da sie anderseits die bequeme Plattform gegen den Brüningkurs zur Verfügung haben. Es müsse aber für ausgeschlossen erklärt werden, daß die Rosenfeld-Gruppe i r gendeinen Parteibezirk auf ihre Seite bringe und sehr unwahrscheinlich, daß es ihr ge­lingen werde, Ortsvereine geschlossen zusichherüberzuziehen.

In diesen bedeutsamen Momenten liege der Unterschied der jetzigen Bewegung zu der Spal­tung innerhalb der SPD. aus den Jahren 1916/17. Damals war es der USPD. möglich, den ganzen Parteibezirk Leipzig, den Dez rk Halle und andere geschlossene Gebiete restlosfürsich z u g e - Winnen, damals lag a4o eine regelrechte Ab­splitterung vor, während man heute nur von einzelnen Lieberläufern sprechen könne. In Zwickau sei offenbar die Mehr­heit gegenSeydewitz eingestellt. Das dor­tige Parteiblatt habe ausdrücklich erklärt, daß Seydewitz die volle Verantwortung für das treffe, was geschehen ist. Etwas schwieriger lägen die Dinge allein in D r e s I a u , weil dort die »Oppo­sition" Gelegenheit gehabt habe, ihren Vorstoß anderthalb Jahre lang vorzubereiten. Aber auch in Breslau habe die Partei denApparat fest in der Hand. Immerhin könne es sein, daß in Breslau vielleicht ein Viertel bis ein Drittel der Mitglieder sich der Rosenfeld-Gruppe anschließen würde, ilnb was die Reichstags­fraktion anlangen würde, so müsse man aus dem Gange der letzten Fraktionssi^ungen entneh­men, daß stimmungsmäßig vielleicht noch drei oder vier Fraktionsmitglieder sich auf die Seite von Rosenfeld und Sehdewih stellen werden. Mehr müsse man für sehr unwahrscheinlich halten.

Präsident Dr. Braun hat zugleich tm Do­men des preußischen LtaatSministeriumS dem Herrn Reichspräsidenten die herzlichsten Glück­wünsche und aufrichtigsten Dünsche für fernere! Wohlergehen ausgesprochen.

funk abzuhelfen, doch feien sie bisher nicht in der Lage gewesen, den Abzügen nennens­werten Einhalt zu tun.

Lavals Amerikareise.

Tardieu wird den Ministerpräsidenten vertreten

Paris, l.Okt. (TU.) Ministerpräsident Laval wird sich am Freitag, den 16. Oktober, an Bord des Dampfers3le de France" einschisfen, um die geplante Reise nach Amerika zu unternehmen. Der Aufenthalt in Washington wird nur von kur­zer Dauer sein und zwei Tage nicht überschrei­ten. Unter diesen Umständen wird die für die offi- zielten Empfänge vorgesehene Zeit auf das Min­destmaß eingeschränkt werden, und der größte Teil der verfügbaren Zeit wird den Besprechungen mit Präsident Hoover gewidmet sein. Wie Matin" mitteilt, wird während der Reise des Mi­nisterpräsidenten Landwirtschaftsminister Tardieu interimistisch das Ministerpräsidium verwalten. Die Tatsache, daß Tardieu und nicht der älteste Ressort­minister den Ministerpräsidenten vertritt, ist beson- ders bemerkenswert. Tardieu gilt in Frankreich nach wie vor als der kommende Mann und die Ucbernahme des immerhin weniger exponierten Landwirtschaftsministeriums ist nicht willkürlich er­folgt, sondern hatte zum Zweck, die Opposition zu beruhigen und dem Kabinett Laval eine festere Grundlage zu geben. Wenn heute die Opposition von einem KabinettLaoal- Tardieu spricht, so trifft dies insofern zu, als der ehemalige Ministerpräsident der treue st e Berater seines früheren Arbeitsministers ist und dieser den Rat­schlägen seines Landwirtschaftsministers weitgehend Gehör schenkt. Bei Antritt der Berliner Reise der

Vereinheitlichung des fremdsprachlichen Unterrichts.

Berlin, l.Okt. (WTB.) Die Forderung nach !r ö h e r e r E i n h e i t l i ch k e i t u n s e r e s öheren Schulwesens wird seit Jahren er­obern Das Reichsministerium des Innern hat da­her einen besonderen Ausschuß aus Ver­tretern der Unterrichtsverwaltungen der Länder mit der Bearbeitung von Vorschlägen für eine Verein- fachung des Schulaufbaues befaßt. Die Mehrheit des Unterausschusses hat einen Vorschlag den Unter- richtsverwaltungen vorgelegt, nachdem das F r a n« zäsische als A n f a n g s s p r a ch e gewählt wer- den sollte, jedoch bleibt die Entscheidung, ob Fran- zösisch oder Englisch im späteren Schulbetneb als Houptsprache zu lehren sei, offen und kann je nach Schultypen und sonstigen pöda- gogischen Gesichtspunkten getroffen werden.

Das Gold und die Krisis.

Profeiior Cast'el

tritt für eine neue Papierwährung ein.

Der schwedische Rationalökonom Professor Gu­stav Cassel hielt über den Stockholmer Sender einen Vortrag über das ThemaStehen wir vor der Aufhebung der Goldwährung?". Die Krise, so führte Cassel aus, fei eine Folge der außerordentlichen Rachfrage nach Gold, die den Wert des Goldes plötzlich enorm ge­steigert habe. Das sei gleichbedeutend mit einer Warenpreissenkung. Die Erschütterungen der Weltwirtschaft seien durch die Gold­hortungen kn Frankreich unD in den Vereinigten Staaten hervorgeru^en wor- den. Hätten beide Staaten das ihnen zugeflos- ,ene Gold der Weltwirtschaft wieder zugeführt, so wäre die verheerende Wirt­schaftskrise vermieden worden. Die Gläu­biger der Welt hätten aus lauter Mißtrauen ihre Forderungen möglichst einzuziehen versucht, und so wäre ein Land nach dem andern zahlungsunfähig geworden; zunächst seien Australien und einige südamerikanische Staaten, dann Oesterreich und Deutschland, und schließlich selbst dasreiche England" der Krise zum Opfer gefallen und zur Aufgabe der Gold­währung gezwungen worden.

Professor Cassel untersuchte dann die Mittel, die aus der gegenwärtigen Weltkrise heraus­führen könnten. Cs müsse eine systematische Beschränkung der Rachfrage nach Gold eingeführt werden. Die Banken hätten ihre Ansprüche auf Goldreserven wesentlich her­abzusetzen. Das könne aber nur gelingen, wenn die Einsicht durchdringe, daß Goldreserven ledig­lich den Zweck hätten, kleine Unregelmäßigkeiten in der internationalen Zahlungsbilanz auszu- ?leichen; eine besondere Golddeckung ei nicht erforderlich.

Dann untersuchte der Redner das Problem, ob ein Geldsystem auf andere rGrund- I c g e als der des Goldes möglich sei. Die Vor­schläge einer Silberwährung wurden von Cassel abgelehnt. Die Kaufkraft der Zahlungsmittel so erklärte Cassel hänge lediglich von der Knappheit ab. Es müßten also alle Länder mit Papierwährung zum Zwecke der Auf­rechterhaltung der Wechselkurse Lleberein- kommen abschließen. Das könnte, so schloß Cassel, am besten in der Weise geschehen, daß England die Leitung übernehmen und selb st eine Papierwährung mit be­ständiger Kaufkraft ebenso wie Frank­reich und die Vereinigten Staaten schaffen würde.

Eine neue Initiative Amerikas?

Hoover konferiert mit Finanzfach» verständigen

Washington, l.Oki (Reuter. WTB. Funk­spruch.) Die in- und ausländische Wirtschaftslage ist in einer wichtigen Konferenz, er­örtert worden, die Präsident Hoover mit dem Llnterstaatssekretär des Schatzamtes Mills,'dem Gouverneur des Dundesreservebankdirektoriums Meyer, dem Handelsminister Lamont und dem Staatssekretär S t i m f o n abhielt. Eine nach Beendigung der Konferenz ausgegebene Erklä­rung besagt lediglich, der Präsident habe eine neue Bemühungzur Besserung der Lage" erwogen. Es könne aber gegenwärtig, nichts darüber mitgeteilt werden.

Daily Telegraph" meldet, daß Wallstreet mehr über die Geldhamsterei ängstlicher Sparer, als über die großen Goldabflüsse nach Europa beunruhigt sei. Die nicht abreibende Kette von Bankenzusammenbrüchen habe das Ver­trauen der Sparer in das amerikanische Bank­system so sehr untergraben, daß die Geld- Hamsterei in den letzten Wochen auf über 2 Milliarden Mark geschäht werde. In führenden Bankkreisen herrsche die Ansicht vor, daß ein niedriger Zinssatz im Hinblick auf eine mögliche Wiederbelebung des Handels notwendig sei. Man erkenne jedoch andererseits an, daß diese Absicht durch denstillschweigen­den Ansturm" auf die Danken sehr erschwert worden ist. Viele Banken haben ihre Anlagen in mündelsicheren Staatspapieren unter erheb­lichen Verlusten flüssig machen müssen, um den steigenden Anforderungen nach Geld genügen zu können. Obwohl ein offener Sturm auf die Danken wie im Jahre 1903 durch das Federal-Reserve-System so gut wie unmöglich gemacht wird, wirkt das allgemeine Mißtrauen lähmend auf das Geschäft und erschwert den Danken die ersorderliche Zu­teilung von Krediten an Handel und Industrie. Diesem Llebelstande suchten die Danken durch be­ruhigende Versicherungen u. a. auch im Rund-

4k?

Einigung in der Zollfrage.

Londons Okt. (WTB.) Angesichts der Vor­gänge des heutigen Tages herrschte am späten Abend in parlamentarischen Kreisen so gut wie allgemein die Lieberzeugung, daß das Llnterhaus demnächst aufgelöst wird, und zwar wahr­scheinlich am 8. Oktober. Es besteht Grund zu der Annahme, daß Macdonald, Bald- w i n und der liberale Sir Herbert Samuel sich bereits auf eine Formel geeinigt haben, die be­sagt, daß sie bereit sind, je nach denErfor- dernissen der Lage durch Tarife oder son­stige geeignete Maßnahmen öie Einfuhr z u regeln oder ganz z u verhindern. Ent­gegen einer früheren Meldung haben sich die vier liberalen Kollegen Samuels in der Regierung noch nicht darüber geeinigt, ob sie dieser Formel zu­stimmen sollen. Lieber das Ergebnis einer Racht- sihung des Kabinetts ist noch nichts bekannt.

Das Llnterhaus nahm in erster Lesung d i e Vorlage gegen Lebensmittelwu ch?r an. Diese ermächtigt das Handelsamt, gegebenen­falls außerordentliche Maßnahmen zu ergreifen, um einen Mangel an Lebensmitteln oder eine unvernünftige Steigerung der Preise gewisser Lebensmittel und Getränke zu verhindern. Die Schuldigen können mit Gefängnis bis zu drei Monaten oder einer Geldstrafe von 100 Pfund Sterling, bzw. zu Gefängnis und Geldstrafe verurteilt tperoen. Ferner erfolgt Be­schlagnahme der Waren. Snowden er­läuterte dann die Bestimmungen der Finanz­vorlage über die Konvertierung der fünf- proz. 2000 - Millionen - Pfund - An­leihe. Es ist beabsichtigt, die Konvertierung den Besitzern der Bonds drei Monate vor In­

Oie Wetterlage.

Donnerstag. iU /. Oktober 4q(/hr

nungen durch die Wohnungsämter wird nur noch bei einer Iahresmiete bis zu 400 Mk. statt 600 Mark zugelassen. Mieterschutz, Mieten­gesetz und Wohnungsmangelgesetz sollen ab 1. April 1933 aufgehoben werden.

Lipinski beantragte, die Reichsregierung zu er­suchen, von einer Qlenberung des Mieterschutzge­setzes, des Mietengesehes und des Wohnungs­mangelgesetzes Abstandzu nehmen, bis das soziale Mietrecht gesichert sei. Rach lebhafter De­batte beschloß der Ausschuß, für Freitag den Reichsarbeitsminister und den Leiter des Reichs­justizministeriums zur Auskunftertei l u n g darüber einzuladen, welche Lockerungen der Mie- terschuhgesehgebuna beabsichtigt seien. Erst nach dieser Auskunft soll der Ausschuß über den sozial­demokratischen Antrag Beschluß fassen.

Aus aller Welt

Bruch de» Oderdamm» oberhalb Oppeln.

Oberhalb von Oppeln ist der Oderdamm bei dem Dorfe Krempa in einer Länge von etwa 200 Metern gebrochen. Der Damm, der schon im vorigen Jahre schadhaft war, konnte aus finan­ziellen Gründen bis jetzt nicht in der erforderlichen Weile ausgebessert werden. Durch die Gewalt des Wassers wurden große Mengen Erde weggeschwemmt und mehrere Meter tiefe Locher in die Erde gebohrt Mehrere Ortschaften sind durch die Fluten äußer st gefährdet. Bei der Breite der Bruch­stelle sind bis jetzt alle Dichtungsarbeiten der Ret­tungsmannschaften ohne Erfolg geblieben.

Raubüberfall auf eine Bank.

Der 31jährige Versorgungsanwärter Wagner drang in den Kassenraum der Stadtbank in Meißen ein und raubte ein Geldsäckchen mit tausend Mark. Einern ihm entgegentretenden Be­amten schoß der Räuber durch die Hand. Er ver­suchte dann mit einem Motorrad zu entkommen. Dies wurde jedoch von mehreren Passanten ver­eitelt, die das Rad umwarfen. Es gelang den Räuber festzunehmen.

Laskrop-Rauxel kann keine Gehälter mehr zahlen.

Die Stadt Castrop-Rcküxel ist aus Mangel fonbon 2 Okt (WTB 'Tunffprud)) 3n B r 1 I a n Barmitteln nicht in der Lage, die am KOI «nl sia.gom tarn ju 'WF-M-N M««

gebungen gegen bie geplante Kürz u n g Schalen auszuzahlen, auch alle zu diesem 2er» bet Arbeitslosenunterstützung. Jn bei- mjn fälligen Zahlungen können nicht geleistet ben Orten marschierten Tausenbe von Frauen und werden. Die Vol s chulleh .er sollen c l n F ü n f i e l

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